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Längsfaltmaschine für Wäschestücke
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Falten von äschestücken
um eine quer zur Förderrichtung sich erstreckende Linie, bei der zwischen den Bahnen
eines Einlaufförderers höhenverstellbar angetriebene Leitorgane und im Anschluß
daran eine oberhalb der Förderebene ansteigend sich erstreckende Faltklappe angeordnet
sind, derart, daß der vorauslaufende äschestückrand durch das hochgestellte Leitorgan
auf die Faltklappe auflaufen kann und durch einen Anschlag festklemmbar
ist,
und daß der nachfolgende WäschestUckbereich zwischen der Faltklappe und dem Einlaufförderer
durchschlaufen kann.
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Eine solche Vorrichtung, die als Längsfaltmaschine bezeichnet wird,
ist durch die US-PS 3 094 321 bekannt geworden, bei der die Faltklappe feststehend
angeordnet ist und das WäschestUck mit Gleitfingern auf diese Faltklappe gelenkt
wird, wo es donn von einem Klammer-Mittel festgehalten wird.
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Eine solche Anordnung weist den Nachteil auf, daß nur der vorauslaufende
Randbereich des Wäschestuckes, bei schrägem Einlassen lediglich ein Zipfelbereich,
festgeklemmt wird und daß daher die Uberwiegende Länge des Wäschestückes abschlaufen
muß. Wenn nun, was in der Praxis häufig vorkommt, die Reibung zwischen den sich
abschlaufenden äschestückbahnen größer als die Reibung zwischen der unteren Bahn
und den Einlaufförderer ist, dann wird der Abschlaufvorgang nicht ordnungsgemäß
zu Ende geführt, was Anlaß zu Fehifaltungen gibt. Man versucht zwar, durch Einblasen
von Luft zwischen die sich abschlaufenden Wäschestückbahnen deren Reibung zu vermindern,
was aber beim Falten längerer Wäschestücke wenig Wirkung zeigt.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Abschlauflänge,
d. h.
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die Länge der in Reibkontakt zueinander stehenden Wäschestück~bereiche,
zu verringern und damit die Sicherheit des deckungsgleichen Faltens wesentlich zu
erhöhen.
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Ausgehend vom eingangs erwähnten Stand der Technik besteht die Lösung
der Aufgabe erfindungsgemäß darin, daß die schwenkbar augebildete Faltklappe eine
durch keinen Anschlag unterbrochene Auflaufebene in einer Länge von etwa 30 bis
40 % der Gesamtlänge kleiner oder mittlerer Wäschestücke bzw. 10 bis 20 % der Gesamtlänge
größerer Wäschestücke aufweist, und die Au flau febene entweder als Förderer oder
als reibungsgeminderte Fläche ausgebildet ist.
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Beim Gegenstand der Erfindung kann der vorauslaufende Wäschestückbereich
wesentlich höher als beim Stand der Technik auf die Faltklappe auflaufen, w6halb
diese auch wesentlich länger als bisher üblich, dimensioniert ist.
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Je länger der Auflaufweg ist, desto geringer wird die Länge der im
Reibkontakt kommenden, sich abschlaufenden liläschestückbahnen. Auch ein schräg
ankommendes Wäschestück wird sicherer festgehalten, weil es über seine gesamte Breite
einklemmbar ist.
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Der längere Au flau fweg des Wäschestückes auf der Faltklappe macht
allerdings eine Reibungsminderung zweckmäßig, um der Gefahr des sich Stauens zu
begegnen. Die Auflaufklappe ist daher vorteilhaterweise als Förderer ausgebildet.
Sie kann aber auch Fördermittel, z. B. ein Zugwalzenpaar, aufweisen oder reibungsmindernd
gestaltet sein.
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Ein neuer Gedanke liegt auch darin, die wegen ihrer Kürze nicht zur
Faltung kommender Wäscheteile einfach Uber die Länge der Faltklappe hinweglaufen
zu lassen und dann weiterzufördern, weshalb die Faltklappe keinen, die Au flau fbewegung
des WäschestUckes hindernden Anschlag o. dgl. aufweist.
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Ein besonderer Vorteil der Erfindung wird dann erreicht, wenn die
Faltklappe als Gurtförderer ausgebildet ist, der am ablaufseitigen Rand unterhalb
der Förderebene schwenkbar gelagert und im zulaufseitigen Bereich mit einer Friktionswalze
versehen ist, die bei abgesenkter Faltklappe Reibkontakt mit dem Einlaufförderer
aufweist. In diesem Falle bedarf es keines besonderen Antriebes für den Förderer
der Faltklappe, weil dieser Uber Friktion mitgenommen wird, solange sich die Faltklappe
in ihrer gesenkten Lage befindet. Indem beispielsweise ein Anfangskantentaster,
z. B. Lichtschranke, in der ablaufseitigen Hälfte, vornehmlich im ablaufseitigen
Drittel, der Faltklappe angeordnet ist, kann man die Au flau flänge des WäschestUckes
möglichst groß einstellen, so daß auf diese Weise die Lösung der gestellten Aufgabe
mit möglichst geringem Aufwand ermöglicht wird.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß bei Nebeneinanderanordnung
mehrerer Faltklappen diese einzeln schwenkbar angetrieben sowie gegeneinander verriegelbar
ausgebildet sind. Es ist daher
möglich, nebeneinander in die Faltmaschine
einlaufende Wäschestücke getrennt voneinander zu falten, was allerdings voraussetzt,
daß jeder Faltklappe eine eigene Steuerung zugeordnet ist, die bei gleichzeitigen
Ansprechen auch das Verriegeln benachbarter Faltklappen herbeiführen.
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Einzelheiten der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch und beispielsweise
dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 bis 4: eine schematische Darstellung der Faltmaschine
mit aufeinanderfolgenden Phasen des Faltvorganges, Fig. 5 bis 6: eine schematische
Darstellung der Anordnung der Faltklappen, sowie der. dazugehörigen Luftzylinder
und Fig. 7 : eine Gegenüberstellung der Abschlauflange bei Faltmaschinen mit normalen
Faltklappen sowie einer Faltmaschine mit der Faltklappe gemaß der Erfindung.
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Das Wdschestück 1 wird von der Mangel 2 auf einen Einlaufgurtförderer
3 gefuhrt, der aus den Walzen 4 und 5 sowie den umlaufenden Gurten 6 besteht. Oberhalb
des Einlaufgurtförderers 3 befindet sich eine Faltklappe 7, die bei 8 schwenkbar
gelagert ist und aus in einem Gestell
gelagerten Walzen 9, 10 und
11 sowie umlaufenden Gurten 12 besteht.
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Zum Uberleiten des WäschestUckes 1 auf die Faltklappe 7 sind Leitfinger
13 vorgesehen, die bei 14 schwenkbar gelagert sind und zwischen den Gurten des Einlaufgurtförderers
3 nach oben geschwenkt werden. Diese Schwenkbewegung wird durch den Zylinder 15,
welcher in Punkt 16 stationär und schwenkbar aufgehngt ist, durchgefUhrt.
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Um das WWäschestUck 1 festzuhalten, ist oberhalb der schwenkbaren
Faltklappe 7 ein Klammermittel 17 angebracht.
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Die Faltklappe 7 kann wahlweise, je nach Breite der Faltmagliine,
in mehrere Teile unterteilt sein. Die Schwenkbewegung wird bei der Faltklappe 7,
die beim Ausführungsbeispiel der Fig. 5 in vier Teile aufgeteilt ist, durch die
Zylinder 18,19,20 und 21 durchgeführt. Ist die Faltklappe 7 gemäß Fig. 6 in drei
Teilen ausgeführt, erfolgt die Schwenkbewegung durch die Zylinder 22, 23 und 24.
Die Schwenkachsen 8 sind demgemäß durch kcaxial zueinander geführte Wellen und Rohre
gebildet. Die einzelne Steuereinrichtung besteht aus den beiden Lichtschranken 25
und 26, die wiederum in zwei Sender 27 und 28 sowie zwei Empfänger 29 und 30 aufgeteilt
ist.
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Die Sender 27 und 28 sind oberhalb des Einlaufgurtförderers, die Empfänger
29 und 30 unterhalb des Einlaufgurtförderers verstellbar angeordnet.
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Der Funktionsablauf ist folgender: Wie Fig. 1 zeigt, verläßt das WäschestUck
1 die Mangel 2 und wird durch Gurte 6 des Einlaufgurtförderers 3 in Pfeilrichtung
transportiert.
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Die Faltklappen 7 befinden sich in ihrer untersten Stellung und zwar
so, daß die Walze 11, welche durch die Gurte des Einlaufgurtförderers Uber Friktion
3 angetrieben wird, die Gurte 12 der Faltklappe 7 in gleicher Richtung wie die Gurte
6 des Einlaufgurtförderers 3 antreibt. Die Gurte 12 sind dabei so zwischen der Walze
9 und der Walze 11 geführt, daß beide Walzen 9, 11 wie ein Antriebswalzenpaar wirken.
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Die Lichtschranke 25, welche durch den Sender 27 und Empfänger 29
gebildet wird, wird durch die Anfangskante des einlaufenden WäschestUckes 1 unterbrochen.
Der Zylinder 15 wird mit Luft beaufschlagt und die Leitfinger 13 schwenken nach
oben. Das Wäschestück 1 wird auf die Faltklappe 7 gelenkt und durch die Gurte 12
der Faltklappe 7 weitertransportiert.
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Die Vorderkante des WäschestUckes 1 erreicht nun die Lichtschranke
26, die durch den Sender 28 und Empfänger 29 entsteht. Die Lichtschranke ist zneckmäßigerweise
in der ablaufenden Hälfte der Faltklappe 7, vorzugsweise in deren letztem Drittel,
angeordnet, um die Au flau flänge des Wäschestückes möglichst groß zu haben.
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Durch Unterbrechung der Lichtschranke 26 werden der Zylinder 15 entlUftet
und die Leitfinger 13 nach unten geschwenkt. Zugleich schwenkt auch die Faltklappe
7-durch einen nicht dargestellten Antrieb nach oben und zwar so weit, bis das äschestUck
1 von der Faltklappe 7 und dem Klammermittel 17 festgehalten wird.
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Dieser Zustand ist in Fig. 2 dargestellt. Wenn alle Faltklappen wegen
eines breit eingelegten WäschestUckes gleichzeitig hochschwenken sollen, wird eine
Verriegelung durch die Zylinder 35 bis 38 durchgeführt. Das Hochschwenken der Faltklappen
7 wird durch die Zylinder 18 bis 24, dies richtet sich nach den im Einsatz befindlichen
Faltklappen, durchgefUhrt. Schwenkt die Faltklappe 7 hoch, so kann die Walze 11
nicht mehr durch die Gurte des Einlaufgurtförderers 3 angetrieben werden, so daß
die Gurte 12 der Faltklappe 7 stehenbleiben. Durch das Festhalten der Ein~ laufkante
des WäschestUcks 1 durch die Faltklappe 7 und das Klammermittel 17, schlauft das
Wäschestuck auf dem Einlaufgurtförderer 3 ab.
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Wird durch das Ende des Wdschestückes 1 die Lichtschranke 25 wieder
frei, so schwenkt die Faltklappe 7 nach unten und der Anfang des Wäschestückes 1
wird von der Faltklappe 7 heruntergezogen und so abgelegt, daß sich die Anfangskante
und die Endkante des Wäschestuckes decken.
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In Fig. 4 ist der Uberlauf eines WöschestUckesdargestellt, das in
seiner Länge kleiner ist als der Abstand der beiden Lichtschranken
25
und 26 voneinander. Wenn man diesen Abstand mit 1 bezeichnet und die Länge des Wäschestückes
mit 1', so muß 1' kleiner als l sein.
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Damit das Wdschestück Uberlaufen und weitergeftsrdert werden kann,
ist ein Anschluß an die Faltklappe, ein Uberleitorgan 39 vorgesehen.
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Zunächst lauft das Wäschestück 1 auf die Faltklappe auf, weil die
Lichtschranke 25 unterbrochen worden ist. Wird diese Lichtschranke 25 frei, bevor
die Lichtschranke 26 unterbrochen wird, so schwenkt die Faltklappe nicht nach oben.
Das WäschestUck lauft deswegen ungehindert Uber die Faltklappe hinweg, und es findet
keine Faltung statt.
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Kommt das WäschestUck 1 schräg auf den Einlaufgurtförderer 3 so ist
dennoch eine Faltung gewahrleistet, da die mit Gurten 12 ausgerUstete Faltklappe
7 wesentlich langer als die herkömmlichen Faltklappen ist.
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Aus diesem Grunde und wegen der Uberlaufmaglichkeit ist der Antrieb
zum Schwenken der Faltklappen 7 außerhalb der Förderebene angeordnet.
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Wenn eine zweite Faltung erforderlich ist, kann eine Falteinheit gemäß
der Erfindung oder eine anderer Art dahinter angeordnet werden.
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Es hat sich als zweckmtißig erwiesen, wenn die Auflauflänge des Waschestuckes
auf der Faltklappe im Falle der eingesteuerten Faltung ungefähr 15 bis 30 cm, verzugsweise
20 bis 25 cm beträgt. Dies entspricht einem Betrag von ca. 30 bis 40% der Gesamtlänge
kleinerer WdschestUcke oder 10 bis 20% der Gesamtlange größerer Wäschestücke.