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Vormerkkalender
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Die Erfindung betrifft einen Vormerkkalender in Taschenformat mit
einem alle Tage eines Jahres umfassenden Terminplan sowie einer Vielzahl von Notizblättern.
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Derartige Vormerkkalender sind in vielen Ausführungsformen bekannt
und beispielsweise unter der Bezeichnung rido-Planer handelsüblich. Bei diesen Kalendern
ist der Terminplan beidseitig, mit je einer Jahreshälfte bedruckt und nach Monaten
gefaltet. Er ist vorne im Kalender eingeheftet und gestattet eine übersichtliche
Terminplanung. Da jedoch das Schriftfeld auf dem Faltblatt nur sehr klein ist, müssen
detaillierte Aufzeichnungen zu den einzelnen Terminen auf den nachfolgenden Notizblättern
niedergeschriebten werden. Das Aufsuchen der zum jeweiligen Termin gehörenden Notizen
ist zeitraubend und erfordert häufiges Umblättern. Dieser Nachteil ist umso spürbarer,
je größer das Notizvolumen ist.
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Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Vormerkkalender zu schaffen,
bei dem die Zuordnung von Termineintrag und zugehörigem Notizblatt mit einem Blick
erkennbar und die betreffende Aufzeichnung schnell auffindbar ist.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Notizblätter
mit Leit-Nummern bedruckt sind, die auf dem Terminplan eintragbar sind und somit
die e£ngetragenen Termine mit den Aufzeichnungen der Notizblätter koppeln.
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Im einfachsten Fall sind die Leit-Nummern mit den fortlaufenden Seitenzahlen
der Notizblätter identisch. Es können jedoch auch die Zeilen der Notizblätter z.B.
von 0 bis 9 durchnumeriert sein, so daß die Leit-Nummer aus Seitenzahl und Zeilenzahl
gebildet ist. Zusätzlich kann die Leit-Nummer eine Gliederungszahl enthalten, die
für ein bestimmtes Sachgebiet oder einen Tätigkeitsbereich gilt. Wenn diese kombinierte
Leit-Nummer auf dem Terminplan eingetragen ist, läßt sich die zugehörige Notizblattaufzeichnung
sehr rasch finden. Aus der Gliederungszahl ist sofort ersichtlich, auf welchen Aufgabenbereich
sich der Termin bezieht.
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Die Bedeutung der Gliederungszahlen ist einem ebegfalls im Kalender
eingehefteten Gliederungsplan zu entnehmen, auf dem Haupt-Sachgebiete aufgeführt
und zweckmäßig von 0 bis 9, gegebenenfalls auch in Teilbereiche 00 bis 99 durchnumeriert
sind.
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In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist der Vormerkkalender
als Ringbuch ausgeführt. An der Innenseite der vorderen Umsch.lagseite ist unter
eine Lasche der Faltblatt-Terminplan eingesteckt; die numerierten Notizblätter,
die weiterhin als Bearbeitungs-Termin-Blätter bezeichnet werden, sind gelocht und
in die Ringbuchmechanik eingelegt. Die mit Leit-Nummern (Gliederungszahlen, Seitenzahlen
und Zeilenzahlen) versehenen Bearbeitungs-Termin-Blätter sind solchen Gegenständen
vorbehalten, die eine umfangreiche Bearbeitung mit einer oder mehrfacher Terminisierung
erfordern.
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Die Bearbeitungs-Termin-Blätter haben alle gleiches Format und gleiche
Linierung. Sie sind zueinander jeweils um eine Zeilenbreite in der Höhe versetzt,
schuppenartig so eingelegt, daß die unterste Zeile von vorn sichtbar bleibt. In
dieser Sicht-Zeile sind die Gliederungszahlen und Seitenzahlen in zwei Spalten jeweils
senkrecht übereinander angeordnet und bilden somit zwei mit einem Blick überschaubare
Zahlenfolgen.
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Die Bearbeitungs-Termin-Blätter können auch paarweise deckungsgleich
eingeheftet sein, so daß sich nur Schuppenstufen von Blatt-Paar zu Blatt-Paar ergeben.
Wenn ein sehr großes Notizvolumen benötigt wird, enthält eine Schuppenstufe mehrere
Bearbeitungs-Termin-Blätter.
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Zweckmäßigerweise ist die Anzahl der Abstufungen gleich der Anzahl
der im Gliederungsplan aufgeführten Haupt-Sachgebiete. Bei paarweiser Schuppenabstufung
gehören dann zu jeder Gliederungszahl zwei Bearbeitungs-Termin-
Blätter
bzw. vier verschiedene Seitenzahlen. Die Abstufung der Blätter macht in Verbindung
mit der Leit-Nummer-Beschriftung einen sofortigen Zugriff der Aufzeichnungen möglich.
Beim Einschreiben der Notizen ist lediglich darauf zu achten, daß jedes Bearbeitungs-Termin-Blatt
nur Gegenstände ein- und desselben Haupt-Sachgebietes enthält. Da jede Schuppenstufe
mit einer Gliederungszahl beschriftet ist, können jedoch hierbei kaum Fehler vorkommen.
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Es können auch unnumerierte Notizblätter in die Ringbuchmechanik eingelegt
sein, die als Tages-Erledigungsblätter dienen. Hier wird notiert, was ohne besondere
Terminisierung noch am selben Tag erledigt werden soll, unter anderem zum Beispiel
die täglichen Kleinigkeiten.
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Auf Dauer-Terminblättern werden die sich laufend, zum Beispiel wöchentlich
oder monatlich wiederholenden ermine verzeichnet, wobei jeder Termen durch eine
vorgedruckte Nummer gekennzeichnet ist. Die Dauerdaten-Blätter enthalten Sachangaben,
zum Beispiel Nummer des Schließfachs, des Bankkontos, oder auch Produktionsleistungen
von Maschinen, Wirkungsgrade usw.
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Weitere, die Erfindung ausgestaltende Merkmale sind der nachfolgenden
Beschreibung und Zeichnung eines Vqrmerkkalenders zu entnehmen, der aufgeschlagen
dargestellt ist.
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In einem Kunststoff-Kalenderumsch.lag 1, der mit einer
Ringbuch-Mechanik
2 ausgestattet ist, ist an der vorderen Innenseite 1' unter eine Klarsichtlasche
3 ein Terminplan 4 eingesteckt. Der Terminplan, auf dem in der gezeichneten Lage
der September 1978 zu sehen ist, ist beidseitig mit je einer Hälfte des Jahres 1978
bedruckt und nach Monaten gefaltet. Das eine Ende des Terminplans ist von links,
das andere Ende von rechts soweit unter die am Umschlag I satt anliegende Lasche
3 geschoben, bis beide Enden sich unter der Lasche 3 überlappen und reibschlüssig
gehalten sind. Dadurch wird es möglich, den Terminplan von Monat zu Monat wie ein
Buch umzublättern, ohne daß er sich hierbei ganz entfalten kann.
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In die offenbare Ringbuch-Mechanik 2 ist als erstes Blatt der Gliederungsplan
5 eingelegt, der in einer durchsichtigen Einklappe 5' steckt. Auf dem Gliederungsplan
5 sind neben vorgedruckten Nummern 0 bis 9 die für den jeweiligen Benützer wichtigsten
Sach- und Aufgabengebiete eingetragen. In der Zeichnung ist ein Gliederungsplan
für die Geschäftsführung dargestellt.
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Die Ein klappe mit dem Gliederungsplan 5 ist nach vorn umgeschlagen
und in den laufenden Monat des Terminplans 4 eingelegt, um diesen mit einem Griff
aufschlagen zu können.
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Hinter dem Gliederungsplan 5 sind als erste Notizblätter die unnumerierten
Tages-Erledigungsblätter 6 eingelegt, auf denen festgehalten wird, was gleich zu
erledigen ist. Anschließend folgen die mit Leit-Nummern
versehenen
Bearbeitungs-Termin-Blätter 7, wobei jeweils zwei Blätter zu einer Gliederungsnummer
bzw. zu einer Schuppenstufe gehören.
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Während dieser vordere Teil des Kalenders der aktuellen Bearbeitung
dient, sind im Rückteil 8 laufend benötigte Daten gesammelt. Vorderteil und Rückteil
sind durch einen Tap getrennt. Der Rückteil 8 enthält nacheinander die Dauer-Termin-
bzw. Dauer-Daten-Blätter, ein Adressen- und Telefonverzeichnis, Formulare für Reiseabrechnungen
sowie für Fahr- und Flugpläne und schließlich ein Fahrtenbuch. Die Blätter des Rückteils
8 sind in 0 die Ringbuchmechanik 2 um 180 gedreht eingelegt, so daß sie durch Umdrehen
des Vormerkkalenders über die Hoch-kante lesbar und findbereit vorliegen. Auf diese
Weise wird häufiges Blättern erspart.
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Jedes Notizblatt ist, von vorn betrachtet, rechts unten mit einer
Abreißecke 9 versehen, die abgerissen wird, wenn ein Blatt vollgeschrieben ist,
wodurch ein sofortiger Zugriff zu den noch unbeschriebenen Blättern ermöglicht wird.
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Vollgeschriebene Bearbeitungs-Termin-Blätter, die nicht mehr für aktuelle
Bearbeitung nötig sind, werden in einer Ablage als Tagebuch gesammelt. Da alle Bebrbei
tungs-ermin-Blätter gleich.es Format haben und mit Sachgebiets-Gliederungszahlen
versehen sind, können sie ohne weiteres in einem Ordner nach Sachgebieten abgelegt
werden.
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Unter dem 7. Sept. 1978 ist als Beispiel eingetragen 10.30 Uhr/5.122.3/
was bedeutet, daß für das Sachgebiet 5 "Binanz- und Rechnungswesen um 10.30 Uhr
ein Termin ansteht, dessen Einzelheiten dem Bearbeitungs-Termin-Blatt, Seite 122,
Zeile 3 entnehmbar sind. Auf dem Bearbeitungs-Termin-Blatt Seite 122, Zeile 3 ist
beispielsweise eingetragen Besprechung Müller Umsatzentwicklung 1. Halbjahr, 7.
September".