DE2811960C2 - Vorrichtung zum individuellen Anspinnen einzelner Spinnvorrichtung einer Offenend-Spinnmaschine - Google Patents
Vorrichtung zum individuellen Anspinnen einzelner Spinnvorrichtung einer Offenend-SpinnmaschineInfo
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Description
mit der Abdeckung (32) nur die Rotor-Bremsvor- 20 mit einer Rotorverschmutzung. Entweder ist der FadenrichtunEt'S>betätigbarist
bruch durch die Rotorverschmutzung entstanden oder
- - - - - aber durch den Fadenbruch ist eine Rotorverschmut
zung durch im Rotor verbliebenes Fasermaterial und den abgebrochenen Fadenrest entstanden. Es ist des-
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn- 25 halb in der Regel erforderlich, den Spinnrotor erst wiezeichnet,
daß der Schwenkhebel (7,9) gegenüber der der spinnfähig zu machen. Hierzu aber ist eine Reini-Abdeckung
(32) drei Arbeitsteilungen (1, II, Hl) ein- gung des Spinnrotors notwendig.
nehmen kann, wobei er in der ersten Stellung (I) mit Hierzu ist es bekannt, eine Reinigungsvorrichtung zu
der Abdeckung (32) verriegelt ist und über die Ro- der Spinnstelle zu fahren, an welcher der Spinnrotor
tor-Bremsvorrichtung (5) den Spinnrotor (3) freigibt 30 gereinigt werden soll (DE-OS 24 10 269). Mit Hilfe eines
ersten Antriebes wird der Spinnstelle ein Führungskopf genähert und in Flucht zum Fadenabzugskanal angeordnet.
Ein zweiter Antrieb führt durch den Führungskopf und den Fadenabzugskanal eine flexible Sonde in
der"dazwischenliegenden dri .en Stellung (III) die 35 den Spinnrotor ein. Eine dritte Vorrichtung schaltet zuRotor-Bremsvorrichtung
(5) auf den Spinnrotor (3) sätzlich einen Preßluftstrom ein, um das Einführen der
einwirken läßt, die Rotor-Reinigungsvorrichtung (4) Sonde in den Spinnrotor zu unterstützen. Mittels eines
jedoch unwirksam hält. vierten Antriebes schließlich wird kurzzeitig, evtl. inter-
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch mutierend, die Rotorbremse betätigt. Nach dem Reinigekennzeichnet,
daß die Rotor-Reinigungsvorrich- 40 gungsvorgang wird die Sonde ims dem Spinnrotor
tung (4) mindestens eine gegen das Innere des Spinn- durch Rückziehen entfernt, wobei erneut oder verstärkt
" " Preßluft in den Spinnrotor eingeblasen wird. Gleichzei
tig wird erneut die Drehzahl des Spinnrotors kurzzeitig reduziert. Eine solche Vorrichtung ist sehr aufwendig,
da sie für die zahlreichen Steuervorgänge auch eine Vielzahl von Steuer- und Antriebsvorrichtungen erforderlich
macht.
Es ist außerdem generell bekannt, das Anspinnen während des Hochlaufens des Spinnrotors vorzuneh-
(37,70) des Schwenkhebels (7,9) mit diesem verbun- 50 men (DE-OS 20 58 604), doch zeigt diese bekannte Loden
ist. sung keine Möglichkeit auf, wie auf wirtschaftliche Wei-
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der An- se die Rotorreinigung und das Anspinnen durchgeführt
Sprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der werden kann.
Schwenkhebel (7, 9), wenn er mit der Abdeckung Es ist ferner bekannt, daß die Rotorbremse sowohl
(32) verriegelt ist, mit der äußeren Fläche dieser Ab- 55 bei geschlossener Abdeckung bei der Fadenbruchbehedeckung
(32) bündig abschließt. bung als auch beim öffnen der Abdeckung betätigt wer-
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der An- den kann (DE-AS 21 09 975). Diese Vorrichtung zeigt
Sprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ab- jedoch nur eine Lösung für die Rotorbremse auf. Die
deckung (32) einen Handgriff (321) und unmittelbar Steuerung der Rotorreinigung bleibt hiervon unberührt
daneben ein Bedienungselement (330,93) zur Aufhe- 60 und erfolgt in bekannter Weise.
bung der Verriegelung zwischen Schwenkhebel (7, Da die Steuerung der Rotorreinigung äußerst kompli-9)
und Abdeckung (32) aufweist. ziert ist. war es bisher auch stets erforderlich, die Ro-
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der An- lorreinigung und das Anspinnen nach erfolgter Reinisprüche
2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der gung durch getrennte Vorrichtungen vorzunehmen
Schwenkhebel (7,9) mit einem elastischen Kraftspei- 65 (DE-OS 25 28 009 und 25 56 237). Diese Vorrichtungen
eher (501, 90) beaufschlagt ist. der bei Aufhebung sind daher sehr aufwendig.
der Verriegelung zwischen Schwenkhebel (7, 9) und Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung ist es zur
Abdeckung (32) den Schwenkhebel (7, 9) aus seiner Reinigung des Spinnrotors erforderlich, Rotorgehäuse
rotors (3) gerichtete Druckluftdüse (40) und ein an der Abdeckung (32) angeordnetes, vom Schwenkhebel
(7, 9) betätigbares Schaltorgan (42) für die Druckluftdüse (40) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (7,9) über ein Zugglied
(8) mit dem Schaltorgan (42) verbunden ist, wobei das Zugglied (8) außerhalb der Schwenkachse
deckel und auch das Rotorgehäuse zu verschwenken, um einerseits den Spinnrotor vorübergehend abzubremsen
und an eine Absaugvorrichtung zur Entfernung der im Laufe der Rotorreinigung losgelösten
Schmutzbestandteile anzuschließen. Damit dieser Unterdruck Oberhaupt wirksam sein kann, muß der Raum,
der sich vor der Stirnseite des durch den Deckel freigegebenen Spinnrotors befindet, durch einen Faltenbalg
von der Umgebungsluft abgeschirmt werden. Außerdem muß nun eine Reinigungsdüse durch diesen abgeschirmten
Raum hindurch bis in die Sammelrille bewegt und dann mit Druckluft beaufschlagt werden. Um Beschädigungen
von Teilen zu vermeiden, ist es erforderlich, die Reinigungsdüse in den Deckel zurückzuziehen,
bevor Rotorgehäuse und Deckel in die Betriebsstellung zurückgeführt werden.
Für das folgende Anspinnen ist es von großer Bedeutung, daß der Spinnrotor zuverlässig gereinigt wird, da
sonst der Anspinnvorgang erfolglos bleibt Wird jedoch die Rotorreinigung von Hand durchgeführt so ist diese
weitgehend von der Sorgfalt und Handfertigkeit der Bedienungsperson abhängig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die
aufgezählten Nachteile zu vermeiden und eine einfache Vorrichtung zu schaffen, mit deren Hilfe das Reinigen
des Spinnrotors unabhängig von der Sorgfalt der Bedienungsperson erfolgt als Voraussetzung für ein erfolgreiches
und schnelles Beheben von Einzelfadenbrüchen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Rotor-Bremsvorrichtung und der Rotor-Reinigungsvorrichtung ein gemeinsames, im Bereich der Abdeckung
befindliches Steuerorgan zugeordnet ist, durch das bei dessen Bewegung relativ zur geschlossenen Abdeckung
die Rotor-Reinigungsvorrichtung und die Rotor-Bremsvorrichtung gemeinsam und bei dessen Bewegung
gemeinsam mit der Abdeckung nur die Rotor-Bremsvorrichtung allein betätigbar ist. Da der Rotor-Reinigungsvorrichtung
und der Rotor-Bremsvorrichtung ein gemeinsames Steuerorgan zugeordnet ist, ist eine einfache und von Fehlbedienungen freie Bauweise
der erfind" ngsgemäßen Vorrichtung möglich. Da dieses Steuerorgan im Bereich der Abdeckung angeordnet ist,
kann seine Bewegung mit jener der Abdeckung gekoppelt werden, wodurch die Bewegung der Abdeckung
eine Bewegung des Steuerorganes bewirkt. Wird das Steuerorgan unabhängig von der Abdeckung bewegt,
so löst d'sse Bewegung ein Abbremsen und Stillsetzen
des Rotors und eine Reinigung desselben aus. Da das Abbremsen des Rotors und seine Reinigung von ein und
demselben Steuerorgan aus gesteuert werden, ist auf einfache Weise eine Synchronisation von Brems- und
Reinigungsvorgang möglich. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß der Schmus einerseits einwandfrei vom
Spinnrotor gelöst, aber andererseits auch sicher abgeführt wird. Hierdurch wird auf einfache Weise die notwendige
Voraussetzung für ein sicheres Anspinnen geschaffen. Durch die Ausnutzung des Stillsetzvorganges
für die Rotorreinigung und des Wiederbeschleunigens auf die Arbeitsgeschwindigkeit für das Anspinnen werden
diese Arbeitsgänge in wirtschaftlicher Weise durchgeführt. Erfindungsgemäß ist aber das Steuerorgan
auch noch gemeinsam mit der Abdeckung bewegbar, wodurch lediglich ein Stillsetzen des Spinnrotors bewirkt
wird, während die Rotor-Reinigungsvorrichtung nicht in Funktion tritt. Der Spinnrotor liegt somit ungehindert
frei, ohne daß eine Rotor-Reinigungsvorrichtung durch einen Luftstrom oder ein mechanisches Reinigungselement
in irgc-ndeiner Weise zu einer Beeinträchtigung
führt
Gemäß einer bevorzugten und besonders einfachen Ausführung des Erfindungsgegenstandes ist das Steuerorgan
als Schwenkhebel ausgebildet.
Vorteilhafterweise kann der Schwenkhebel gegenüber der Abdeckung drei Arbcitsstellungen einnehmen, wobei er in der ersten Stellung mit der Abdeckung verriegelt ist und über die Rotor-Bremsvorrichtung den Spinnrotor freigibt und die Rotor-Reinigungsvorrichtung unwirksam hält, in der zweiten Stellung die Rotor-Bremsvorrichtung und die Rotor-Reinigungsvorrichtung auf den Spinnrotor einwirken läßt und in der dazwischenliegenden dritten Stellung die Rotor-Bremsvorrichtung auf den Spinnrotor einwirken läßt, die Rotor-Reinigungsvorrichtung jedoch unwirksam hält Auf diese Weise läßt sich ein Anspinnen besonders einfach in der Hochlaufphase des Spinnrotors durchführen, da eine eindeutige Trennung zwischen Rotor-Reinigung und Anlaufen des Spinnrotors geschaffen wird.
Vorteilhafterweise kann der Schwenkhebel gegenüber der Abdeckung drei Arbcitsstellungen einnehmen, wobei er in der ersten Stellung mit der Abdeckung verriegelt ist und über die Rotor-Bremsvorrichtung den Spinnrotor freigibt und die Rotor-Reinigungsvorrichtung unwirksam hält, in der zweiten Stellung die Rotor-Bremsvorrichtung und die Rotor-Reinigungsvorrichtung auf den Spinnrotor einwirken läßt und in der dazwischenliegenden dritten Stellung die Rotor-Bremsvorrichtung auf den Spinnrotor einwirken läßt, die Rotor-Reinigungsvorrichtung jedoch unwirksam hält Auf diese Weise läßt sich ein Anspinnen besonders einfach in der Hochlaufphase des Spinnrotors durchführen, da eine eindeutige Trennung zwischen Rotor-Reinigung und Anlaufen des Spinnrotors geschaffen wird.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Rotor-Reinigungsvo-richtung eine gegen
das Innere des Spinnrotors gericisiete Druckluftdüse
und ein an der Abdeckung angeordnete;., vom Schwenkhebel
betätigbares Schaltorgan für die Druckluftdüse auf. Auf diese Weise wird die Druckluftdüse und somit
die Rotor-Reinigungsvorrichtung nur freigegeben, wenn Jer Schwenkhebel relativ zur geschlossenen Abdeckung
bewegt wird. Wird der Schwenkhebel jedoch durch das Öffnen der Abdeckung bewegt, so wird die
Druckluftdüse nicht freigegeben; die Rotor-Reinigungsvorrichtung
arbeitet nicht.
Vorteilhafterweise ist der Schwenkhebel über ein Zugglied mit dem Schaltorgan verbunden, wobei das
Zugglied außerhalb der Schwenkachse des Schwenkhebels mit diesem verbunden ist. Auf diese Weise läßt sich
eine genauere Abstimmung zwischen dem Arbeitsweg des Schwenkhebels und damit dem Abbremsen des
Spinnrotors einerseits und der Durchführung der Rotorreinigung andererseits erzielen.
Um vorstehende Teile und damit eine Quelle möglicher Verletzungen zu vermeiden, schließt in der bevorzugten
Ausführung des Erfindungsgegenstandes der Schwenkhebel, wenn er mit der Abdeckung verriegelt
ist, mit der äußeren Fläche dieser Abdeckung bündig ab.
Die Verbindung und Verriegelung zwischen Schwenkhebel und Abdeckung kann auf verschiedene
Weise durchgeführt werden, beispielsweise in Form einer Kugelraste, die bei entsprechendem Aufbringen einer
Kraft auf den Schwenkhebel diesen freigibt Vor-
zugsweise weist jedoch die Abdeckung einen Handgriff und unmittelbar daneben ein Bedienungselement zur
Aufhebung der Verriegelung und Abdeckung auf, wobei in weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstanües
der Schwenkhebel mit einem elastischen Kraftspeicher
beaufschlagt ist, der bei Aufhebung der Verriegelung zwischen Schwenkhebel und Abdeckung den Schwenkhebel
aus seiner ersten Stellung in seine zweite Stellung bringt. Gemäß einer besonders einfachen Ausführung
der erfinderischen Vorrichtung ist dabei der elastische Kraftspeicher de. Rotor-Bremsvorrichtung zugeordnet
und wirkt über diese auf den Schwenkhebel ein.
Die Steuerung von Rotor-Bremsvorrichtung und Rotor-Reinigungsvorrichtung
mit Hilfe eines gemeinsamen Steuerorgans bildet auch die Voraussetzung dafür,
b5 daß — ohne Änderung der Grundkonzeption der Offenendspinnmaschine
— die in ihrer Gesamtheit in der Spinnmaschine angeordnete Rotor-Reinigungsvorrichtung
sowie die Rotor-Bremsvorrichtung nach Wunsch
manuell oder durch eine von außen in die Spinnstelle eingreifende, entlang der Spinnmaschine verfahrbare
Wartungsvorrichtung gesteuert werden können.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 in perspektivischer Darstellung eine erfindungsgemäß ausgebildete Spinnvorrichtung;
F i g. 2 die in F i g. 1 gezeigte Vorrichtung in der Seitenansicht
im teilweisen Schnitt;
F i g. 3 eine Abwandlung des Erfindungsgegenstandes in der Seitenansicht im teilweisen Schnitt; und
Fig.4 eine weitere Abwandlung der erfindungsgemäßen
Spinnvorrichtung mit mechanischer Rotor-Reinigungsvorrichtung in der Seitenansicht im teilweisen
Schnitt.
In den Fig. 1 und 2 ist eine erfindungsgemäß ausgebildete
Offenend-Spinnvorrichtung dargestellt. Mittels einer Speise- und Auflösevorrichtung 1 wird in üblicher
Weise über einen Fascrspcisckana! !0 ein in Einzelfasern
20 aufgelöstes Faserband 2 dem Innern des Spinnrotors 3 zugeführt, wo die Einzelfasern 20 in die Sammelrinne
gelangen und sich zu einem Faserring 21 formieren. Der Faserring 21 wird in bekannter Weise in das
Ende eines Fadens 22 eingebunden, der durch ein Fadenabzugsrohr 30 mittels eines Abzugswalzenpaares
(nicht gezeigt) abgezogen und in üblicher Weise auf einer Spule (nicht gezeigt) aufgewickelt wird.
Der für das Spinnen erforderliche Unterdruck im Spinnrotor 3 wird in bekannter Weise durch eine Unterdruckquelle
(nicht gezeigt) über einen Saugluftanschluß 31 erzeugt.
Die Speise- und Auflösevorrichtung 1 kann in beliebiger Weise ausgebildet sein, beispielsweise als Streckwerk.
In der gezeigten Ausführung findet jedoch eine Auflösewalze 11 Anwendung, der das Faserband 2 mittels
einer Lieferwalze 12 und einer ihr zugeordneten Speisemulde 13 zugeführt wird. Die Speisemulde 13
wird durch eine Druckfeder 130 gegen die Lieferwalze
12 gedruckt Auf der Schwenkachse 14 der Speisemulde
13 ist ein gleichzeitig als Zufuhrtrichter ausgebildeter
Klemmhebel 15 gelagert, der durch einen Elektromagneten 16 von der Speisemulde 13 abgehoben wird und
somit das Faserband 2 freigibt. Gibt jedoch der Elektromagnet 16 den Klemmhebel 15 frei, so hebt dieser durch
Einwirkung einer Druckfeder 150 auf den Klemmhebel 15 die Speisemulde 13 von der Lieferwalze 12 ab, wobei
das Faserband 2 zwischen Speisemulde 13 und Klemmhebel 15 festgehalten wird.
Am Ausgang des Fadenabzugsrohres 30 ist ein Fadenwächter 33 angeordnet, der auch durch einen Schaltknopf
330 n.ichanisch betätigt werden kann. Der Schaltknopf 330 erstreckt sich durch eine Abdeckung
32, die die Speise- und Auflösevorrichtung 1 und den in einem nicht gezeigten Gehäuse angeordneten Spinnrotor
3 dichtend abdeckt. Die Abdeckung 32 trägt das Fadenabzugsrohr 30. den Fadenwächter 33 und einen
Teil des Faserspeisekanals 10. Der Fadenwächter 33 ist in üblicher Weise mit dem Elektromagneten 16 zur Unterbrechung
der Faserzufuhr in den Spinnrotor 3 verbunden.
An der Abdeckung 32 ist eine Rotor-Reinigungsvorrichtung
4 angeordnet. In der gezeigten Ausführung weist diese Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 eine Druckluftdüse
40 auf, die gegen die Innenwand des Spinnrotor?, 3 gerichtet ist. Falls gewünscht, können auch mehrere
Druckluftdüsen vorgesehen sein, die an verschiedenen Stellen und unter verschiedenen Winkeln gegen die
Innenwand des Spinnrotors 3 gerichtet sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Druckluftdüse gegen die
Sammelrinne gerichtet, in welcher sich während des Spinnprozesses der Faserring 21 bildet. Der (oder den)
Druckluftdüse(n) wird die Druckluft über eine Zuleitung 41 zugeführt, in welcher ein Ventil 42 angeordnet ist.
Wie die Fig. 2 und 4 zeigen, ist der Spinnrotor 3 in
bekannter Weise mit seinem Schaft 34 im Zwickel von Stützscheiben 35 gelagert. Mit dem Schaft 34 kann eine
Rotor-Bremsvorrichtung 5 in Eingriff gebracht werden.
ίο Diese Rotor-Bremsvorrichtung 5 weist einen Bremshebel
50 mit einem Bremsklotz 500 auf, der mit einer Zugfeder 5011 beaufschlagt ist. Der Bremsklotz 500 ist an
seinem einen Ende um eine Schwenkachse 51 schwenkbar gelagert, während er an seinem anderen Ende eine
is Rolle 52 trägt, mit welcher der Antriebsriemen 53 vom
Schaft 34 des Spinnrotors 3 abgehoben werden kann. Mit dem die Rolle 52 tragenden Ende des Bremshebels
50 ist ein Zugglied 54 verbunden, dessen anderes Ende zu einem tthertragungshebel 6 geführt wird und mit
diesem verbunden ist.
Der Übertragungshebel 6 ist um eine Achse 62 schwenkbar und weist an seinem freien Ende eine Rolle
60 auf. die einen Schaltnocken 71 abtastet. Dieser Schaltnocken 71 ist integrierter Bestandteil eines
Schwenkhebels 7, der in einem Schlitz 320 der Abdekkung 32 angeordnet und gemeinsam mit der Abdeckung
32 uuf einer Schwenkachse 37 gelagert ist. Der Schwenkhebel 7 ist über den Übertragungshebel 6 und
den Bremshebel 50 durch die erwähnte Druckfeder 501 beaufschlagt. Er weist an seinem der Schwenkachse 37
abgewandten Ende eine Ausnehmung 72 auf, in welche eine Rastnase 730 eines Freigabeknopfes 73 eingreift,
der quer zur Schwenkbewegung des Schwenkhebels 7 bewegbar ist und durch eine Zugfeder 731 in seiner
Verriegelungsstellung gehalten wird.
In Nähe der Schwenkachse 37 ist am Schwenkhebel 7 eine Anlenkachse 74 vorgesehen, über welche er mit
einem Zugglied 8 verbunden ist, das an einem Schaitstin 44 des Ventiles 42 angreift.
F i g. 2 zeigt die Spinnvorrichtung während des normalen Spinnbetriebes. Da der Faden 22, wenn er von
der Spule (nicht gezeigt) aufgewickelt wird, gespannt ist und den Fadenwächter 33 betätigt, gibt auch der Elektromagnet
16 über den Klemmhebel 15 das Faserband 2 frei, so daß dem Spinnrotor 3 mit Hilfe der Speise- und
Auflösevorrichtung 1 das Fasermaterial zugeführt wird, das im Spinnrotor 3 in das Ende des Fadens 22 eingebunden
wird. Tritt nun ein Fadenbruch ein, so wird dieser vom Fadenwächter 33 registriert, und die Faserzufuhr
in den Spinnrotor 3 wird über den Elektromagneten 16 abgestellt.
Wenn die Bedienungsperson den Fehler entdeckt, der durch eine dem Fadenwächter 33 zugeordnete Alarmanlage,
z. B. eine Signallampe (nicht gezeigt), angezeigt werden kann, so hebt sie den Spulenarm (nicht gezeigt)
an und bringt ihn in die Ruhestellung, so daß die Aufwindung eingestellt ist.
Um die Spinnvorrichtung für das Anspinnen vorzubereiten, muß der Spinnrotor 3 gereinigt werden. Zu diesem
Zweck ergreift die Bedienungsperson die Abdekkung 32 am Griff 321 und zieht mit dem Daumen den
Freigabeknopf 73 gegen den Griff 321 Dadurch gibt die Rastnase 730 den Schwenkhebel 7 frei. Unter der Wirkung
der Zugfeder 501, die über den Bremshebel 50. das
Zugglied 54 und den Übertragungshebel 6 sowie den Schaltnocken 71 auf den Schwenkhebel 7 einwirkt, wird
der Schwenkhebel 7 aus dem Schlitz 320 der Abdeckung 32 herausgeschnellt.
Der unier Einwirkung der Zugfeder 501 verschwunkte
Bremshebel 50 legt sich nun mit seinem Bremsklotz 500 an den Schaft 34 des Spinnrotors 3, während die
Rolle 52 den Antriebsriemen 53 vom Schaft 34 abhebt. Gleichzeitig wird der Schaft 34 aus dem Zwickel der
Stützscheiben 35 herausgeschoben und an einen stationären Bremsklotz 502 herangedrückt (Fig.4). Der
Spinnrotor 3 wird somit stillgesetzt. Während dieses Stiifiitzvorganges des Spinnrotors 3 wird vom
Schwenkhebel 7 aus über das Zugglied 8 das Ventil 42 betätigt, das die Druckluftzufuhr in den Spinnrotor 3
öffnet. Dieser wird somit gereinigt, wahrend die Geschwindigkeit des Spinnrotors 3 bis zum Stillstand reduziert
wird. Die Unterdruckquelle (nicht gezeigt), welche den für das Spinnen erforderlichen Unterdruck erzeugt,
ist weiterhin wirksam und führt die abgelösten Schmutzbestandteile über den offenen Rand des Spinnrotors
3 und durch den Saugluftanschluß 31 ab.
Zum Wiederanspinnen ergreift die Bedienungsperson das auf der Spuie (nicht gezeigt) befindliche Fadenende,
zieht von dieser ein ausreichend langes Fadenstück ab und bringt den Faden 22 durch Abtrennen des Fadenendes,
das den Fadenbruch verursacht hat, auf die exakte Anspinnlänge. Nun schiebt die Bedienungsperson den
Schwenkhebel 7 wieder in den Schlitz 320 in der Abdekkung 32, wo die Rastnase 730 in die Ausnehmung 72 des
Schwenkhebels 7 einrastet. Hierdurch kehrt auch das Zugglied 8 wieder in seine obere Ruhestellung zurück
und gibt das Ventil 42 frei, das sich nun wieder schließt und die Druckluftzufuhr in den Spinnrotor 3 unterbindet.
Die Rotorreinigung ist damit abgeschlossen.
.außerdem wird über den Schaltnocken 71 der Übertragungshebel
6 und damit auch die Rotor-Bremsvorrichtung 5 entgegen der Wirkung der Zugfeder 501 verschwenkt.
Der Schaft 34 des Spinnrotors 3 entfernt sich somit vom Bremsblock 502 und legt sich in den Zwickel
der Stützscheiben 35. Gleichzeitig gibt die vom Bremshebe! 50 getragene Roüe 52 den Antriebsriemen 53 frei,
der sich nun wieder auf den Schaft 34 des Spinnrotors auflegt und diesen antreibt.
Die Bedienungsperson führt nun den Faden 22 in das Fadenabzugsrohr 30 ein, wo der Faden 22 durch den im
Spinnrotor 3 wirksamen Unterdruck angesaugt wird, und senkt den Spulenarm (nicht gezeigt) ab. Gleichzeitig
betätigt sie den Schaltknopf 330, wodurch der Klemmhebel 15 das Faserband 2 freigibt, so daß wiederum
Einzelfasern 20 in den Spinnrotor 3 gelangen, in welchem sie sich in Form eines Faserringes 21 ablegen.
Bevor der Spinnrotor 3 durch die wiederhergestellte Antriebsverbindung wieder bis auf die Produktionsgeschwindigkeit
beschleunigt worden ist, gelangt der Faden 22 mit dem Faserring 21 in Berührung, so daß dieser
in das Ende des Fadens 22 eingebunden wird. Das Anspinnen des Fadens erfolgt somit bei reduzierter Rotordrehzahl.
Durch die wiederhergestellte Fadenspannung aufgrund der nun wieder einsetzenden Aufwindung fädelt
sich der Faden 22 in bekannter Weise in das Abzugswalzenpaar 31 ein und wird nun laufend abgezogen.
Der Schaltknopf 330 wird nun freigegeben.
Mit einem einzigen Griff wird somit erreicht daß der Spinnrotor3 abgebremst und dann erst die Rotor-Reinigung
einsetzt. Mit ebenfalls einem einzigen Griff wird erreicht, daß erst nach dem Ausschalten der Rotor-Reinigungsvorrichtung
4 die Rotor-Bremsvorrichtung 5 gelöst wird und damit den Spinnrotor 3 freigibt. Da jeweils
nur eine einzige Bewegungsfunktion für das Stillsetzen und Reinigen des Spinnrotors 3 einerseits und für das
Beenden der Reinigung sowie das Freigeben des Spinnrotors 3 andererseits benötigt wird, ist auch Matt der
Handbedienung ein sehr einfacher automatischer Antrieb möglich.
Trotz dieser einfachen Steuerbewegung für die Rotor-Bremsvorrichtung 5 und die Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 lassen sich diese beiden Vorrichtungen in genau auf die Erfordernisse abgestimmter Reihenfolge steuern. So setzt die Reinigung erst ein, wenn der Spinnrotor 3 bereits abgebremst wird, und bleibt wirksam, bis der Spinnrotor 3 zum Stillstand gekommen ist, so daß mit Sicherheil die losgelösten Schmutzbestandteile pneumatisch abgeführt werden. Zum Anspinnen wird erst die Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 abgestellt, so daß diese beim Anspinnen nicht mehr wirksam ist und somit auch diesen Anspinnvorgang nicht beeinträchtigt.
Trotz dieser einfachen Steuerbewegung für die Rotor-Bremsvorrichtung 5 und die Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 lassen sich diese beiden Vorrichtungen in genau auf die Erfordernisse abgestimmter Reihenfolge steuern. So setzt die Reinigung erst ein, wenn der Spinnrotor 3 bereits abgebremst wird, und bleibt wirksam, bis der Spinnrotor 3 zum Stillstand gekommen ist, so daß mit Sicherheil die losgelösten Schmutzbestandteile pneumatisch abgeführt werden. Zum Anspinnen wird erst die Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 abgestellt, so daß diese beim Anspinnen nicht mehr wirksam ist und somit auch diesen Anspinnvorgang nicht beeinträchtigt.
Soll für eine Wartung die Abdeckung 32 geöffnet
werden, damit der Spinnrotor 3 zugänglich wird, so wird die Abdeckung 32 am Griff 321 ergriffen und nach vorne
gezogen, wodurch sie um die Schwenkachse 37 verschwenkt wird. Eine Relativbewegung zwischen
Schwenkhebel 7 und Abdeckung 32 tritt nicht auf, wodurch auch das Zugglied 8 nicht betätigt wird. Damit
unterbleibt aber auch eine Auslösung der Rotor-Reinigungsvorrichtung 4. Eine Reinigung des Spinnrotors 3
unterbleibt somit.
Da der Schwenkhebel 7 mit der Abdeckung 32 verriegelt geblieben ist, nimmt dieser auch an der Bewegung
der Abdeckung 32 teilt. Somit wird über den Schaltnokken 71 und den Übertragungshebel 6 auch die Rotor-Bremsvorrichtung
5 betätigt und der Spinnrotor 3 stillgesetzt. Beispielsweise ist jetzt ein Austausch des Spinnrotors
möglich.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung läßt sich trotz der Kombination von Rotor-Reinigungsvorrichtung
4 und Rotor-Bremsvorrichtung der Anspinnvorgang sehr einfach auf den Hochlaufvorgang des
Spinnrotors 3 abstimmen. Dies ist von großer Wichtig-LaIt
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Rotordrehzahlen auftretenden hohen Fliehkräfte ein Anspinnen erschweren, da der immer eine Störstelle im
Faden bildende Ansetzbereich leicht bricht, so daß der Spinnrotor 3 erneut gereinigt und der Anspinnvorgang
wiederholt werden muß. Aus diesem Grunde verlegt die vorliegende Erfindung die Rotor-Reinigung in die Phase,
in welcher der Spinnrotor 3 von der Produktionsgeschwindigkeit bis zum Stillstand abgebremst wird, während
das Anspinnen während des Beschleunigens des Spinnrotors 3 auf die Produktionsgeschwindigkeit erfolgt.
Da auf diese Weise nach dem Reinigungsvorgang der Spinnrotor 3 stillsteht, so daß keine Fliehkräfte
mehr auf die vom Spinnrotor 3 abgelösten Bestandteile einwirken, lassen sich diese durch den weiterhin wirksamen
Unterdruck besonders gut über den offenen Rotorrand absaugen.
Ohne den Abbremsvorgang und den Hochlaufvorgang des Spinnrotors 3 zu beeinflussen, läßt sich somit
auf einfache Weise und mit einfachsten Mitteln sowohl eine Abstimmung auf die Rotor-Reinigung als auch auf
das Anspinnen erreichen.
F i g. 3 zeigt eine Abwandlung des Erfindungsgegenstandes, mit dessen Hilfe eine weitere Möglichkeit für
die Steuerung der Rotor-Bremsvorrichtung 5 und der Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 erläutert wird. Bei dieser
Ausführung kann der Schwenkhebel 9 drei verschiedene Arbeitsstellungen I, II und III einnehmen. In der
ersten Stellung I gibt der Schwenkhebel 9 über seinen Schaltnocken 91, den Übertragungshebel 6 und die Rotor-Bremsvorrichtung
5 den Spinnrotor 3 frei, der somit
ίο
angetrieben wird, und hält die Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 unwirksam, wie später noch erläutert wird. In
der zweiten Stellung II befindet sich der Schwenkhebel 9 in seiner anderen Extremstellung, in welcher er restlos
aus dem Schlitz 320 der Abdeckung 32 herausgeschwenkt ist. !n dieser Stellung Il wirken die Rotor-Bremsvorrichtung
5 und die Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 auf den Spinnrotor 3 ein. In der dritten Stellung
III zwischen den Stellungen I und Il wirkt die Rotor-Bremsvorrichtung
5 auf den Spinnrotor 3 ein, während die Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 unwirksam ist.
Der Schwenkhebel 9 ist mit einer Druckfeder 90 beaufschlagt, die sich an der Abdeckung 32 abstützt und
den Schwenkhebel 9 bei Freigabe in die Stellung II drückt. Der Schwenkhebel 9 weist an seinem der Achse
37 abgewandten Ende wiederum eine Ausnehmung 92 auf, in welche in der Stellung I des Schwenkhebels 9 die
Rastnase 930 eines Freigabehebels 93 eingreift. Der Freigabehebc! 93 ist mittels eines Bolzens 94 schwenkbar
in der Abdeckung 32 gelagert und durch eine sich an der Abdeckung 32 abstützende Druckfeder 95 beaufschlagt,
welche die Rastnase 930 in Eingriff mit der Ausnehmung 92 hält. Der Schwenkhebel 9 kann somit mit
der Abdeckung 32 verriegelt sein, so daß er mit dieser bewegungsmäßig verbunden ist, oder aber er kann von
der Abdeckung 32 gelöst und somit relativ zu dieser bewegbar sein.
An der Abdeckung 32 ist auch bei dieser Ausführung das Ventil 42 befestigt, das über einen Schaltstift 44
gesteuert wird, der normalerweise vom Schwenkhebel 9 betätigt ist, aber bei einer Relativbewegung des
Schwenkhebels 9 zur Abdeckung 32 im Bereich von der Stellung II bis in die Stellung III des Schwenkhebels 9
freigegeben wird.
Wird die Abdeckung 32 geöffnet, so bewegt sich mit der Abdeckung 32 auch der Schwenkhebel 9, so daß
über den Schaltnocken 91 der Übertragungshebel 6 bewegt wird. Der Übertragungshebel 6 steht über ein
Übertragungsglied 91 mit der Bremsvorrichtung 5 in vorrichtung 4 freigibt. Die Druckfeder 90 kann unter
Umständen auch entfallen, da die Zugfeder 501 über das Zugglied 54, den Übertragungshebel 6 und den Schaltnocken
91 zusätzlich zur Schwerkraft auf den Schwenkhebel 9 einwirkt.
Die Sicherung des Schwenkhebels 9 in den Stellungen II und III erfolgt durch nichtgezeigte Rastmittel bzw.
durch einen Anschlag.
Somit findet während des Abbremsens des Spinnrotors 3 die Reinigung desselben statt. Nur aus Gründen
einer vereinfachten Vorrichtung bleibt das Ventil 42 auch weiterhin geöffnet, bis der Schwenkhebel 9 beim
Einleiten des Anspinnvorganges in die Stellung III gebracht wird. In dieser Stellung III wird der Schaltstift 44
wieder betätigt, wodurch die Rotor-Reinigungsvorrichtung 6 wieder wirkungslos wird. Der Spinnrotor 3 wird
jedoch nach wie vor gebremst. Wie im Zusammenhang mit den F i g. 1 und 2 beschrieben, wird nun der Faden 22
ip. das Fadenabzugsrohr 30 eingeführt. Sodann wirr) ripr
Schwenkhebel 9 in die Stellung 1 gebracht, wodurch die Rotor-Bremsvorrichtung 5 auch den Spinnrotor 3 wieder
freigibt. Kurz nach dem Verschwenken des Schwenkhebels 9 wird auch der zuvor angehobene Spulenarm
wieder auf seine Antriebswalze abgesenkt, wodurch der Faden 22 zum Anspinnen in den sich beschleunigenden
Spinnrotor 3 zurückgeliefert wird. Durch die Zwischenstellung III ist auf besonders einfache
Weise die Durchführung des Anspinnvorganges bei einer bestimmten Geschwindigkeit der Hochlaufphase
möglich.
Damit die Bedienungsperson beim Anspinnen nicht die Faserspeisung steuern muß, kann mit dem Schwenkhebel
6 steuermäßig die Speise- und Auflösevorrichtung 1 verbunden sein. Gemäß F i g. 3 weist zu diesem Zweck
der um eine Achse 62 schwenkbare Übertragungshebel 6 einen Arm 61 auf, der mit einem Schalter 63 zusammenarbeitet,
der seinerseits mit dem Elektromagneten 16 in Verbindung steht.
Der Erfindungsgegenstand kann über die beschriebe-
Der Erfindungsgegenstand kann über die beschriebe-
Verbindung, dessen Bremshebel 50 bei Freigabe durch 40 nen Ausführungen hinaus abgewandelt werden. So ist es
den Übertragungshebel 6 unter der Wirkung der Zugfe- beispielsweise möglich, statt einer Druckhiftdüse 40 ein
der 501 den Spinnrotor 3 aus dem Zwickel der Stütz- mechanisches Reinigungselement und statt des Ventils
scheiben 35 abhebt und mit der Rolle 52 (F i g. 4) den 42 ein Antriebselement, z. B. einen Elektromagneten,
Antriebsriemen 53 vom Schaft 34 trennt und an den vorzusehen, wobei das Reinigungselement in einer Füh-Bremsblock
502 drückt. Bei Rückkehr der Abdeckung 45 rung verschoben und mit der Innenwand des Spinnro-32
in die Schließstellung wird der Übertragungshebel 6 tors 3 vorübergehend in Einwirkung gebracht werden
unter Einwirkung des Schaltnockens 91 wieder verschwenkt, wodurch auch der Bremshebel 50 den Schaft
34 des Spinnrotors 3 wieder freigibt. Da sich die Abdekkung 32 vom Spinnrotor 3 entfernt, braucht die in der 50
Abdeckung 32 angeordnete Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 nicht in Wirkung gebracht zu werden.
34 des Spinnrotors 3 wieder freigibt. Da sich die Abdekkung 32 vom Spinnrotor 3 entfernt, braucht die in der 50
Abdeckung 32 angeordnete Rotor-Reinigungsvorrichtung 4 nicht in Wirkung gebracht zu werden.
Soll jedoch der Spinnrotor 3 abgebremst werden, ohne
daß die Abdeckung 32 geöffnet wird, wie dies für ein nachfolgendes Anspinnen erforderlich ist, so wird lediglieh
der Freigabehebel 93 betätigt, dessen Rastnase den Schwenkhebel 9 freigibt. Durch die vorgespannte
Druckfeder 90 wird der Schwenkhebel 9 aus der Stellung I in die Stellung II gebracht Wenn sich bei dieser
Bewegung der Schwenkhebel 9 zwischen der Stellung I und der Stellung II befindet, gibt sein Schaltnocken
die Rolle 60 des Übertragungshebels 6 frei, und der Spinnrotor 3 wird durch die hierdurch in Wirkung gebrachte
Rotor-Bremsvorrichtung 4 abgebremst Befindet sich der Schwenkhebel 9 bei seiner Bewegung im
Bereich in der Stellung II, so gibt der Schwenkhebel 9
den Schaltstift 44 frei, so daß das Ventil 42 die Druckluftzufuhr
zur Druckluftdüse 40 der Rotor-Reinigungs-
Eine Ausbildung des Erfindungsgegenstandes mit mechanischem Reinigungselement 43 zeigt F i g. 4. Das mechanische
Reinigungselement 43 kann dabei verschieden ausgebildet sein, z. B. als Bürste oder als Schaber.
Dieses mechanische Reinigungselement 43 wird in einem Kanal 45 geführt und ist mit seinem Arbeitsende in
Kontakt mit der Innenfläche des Spinnrotors 3 bringbar. Das Andere Ende ist mit einem Antriebselement verbunden.
Auch dieses kann verschieden ausgebildet sein, beispielsweise als Elektromagnet der von einem Schalter
(nicht gezeigt) aus gesteuert wird, der anstelle des Ventils 42 (siehe F i g. 3) vom Schwenkhebel 7 gesteuert
wird. In der gezeigten Ausführung ist das Antriebselement als zweiarmiger Hebel 80 ausgebildet, der um eine
Achse 81 schwenkbar gelagert ist Mit dem einen Ende des Hebels 80 ist das mechanische Reinigungselement
43 verbunden; das andere Ende des Hebels 80 steht über eine Zugfeder 46 mit dem Schwenkhebel 7 in Verbindung.
Auch bei dieser Ausführung des Erfindungsgegenslandcs ist der Schwenkhebel 7 mit der Abdeckung
veri iegelbar oder von dieser lösbar. Wird der Schwenkhebel
7 zusammen mit der Abdeckung 32 bewegt, so findet keine Relativbewegung zwischen dem Schwenkhebel
7 i.r.d dem in der Abdeckung 32 gelagerten Hebel 80 statt. Folglich findet auch keine Bewegung des Reinigungselementes
43 statt, da der den Spinnrotor 3 abdekkende Einsatz 36 (siehe auch F i g. 2) mit dem Kanal 45
zusammen mit der Abdeckung 32 bewegt wird.
Wird dagegen der Schwenkhebel 7 relativ zu der Abdeckung 32 bewegt, um den Spinnrotor 3 zu reinigen
und damit für ein nachfolgendes Anspinnen vorzubereiten, so wirkt der Schwenkhebel 7 über die Zugfeder 46
auf den Hebel 80 ein, der seinerseits das Reinigungselement 43 im Kanal 45 verschiebt, bis dieses schließlich
auf die Innenwand des Spinnrotors 3 einwirkt. Eventuel- ; ■>
Ie Wegtoleranzen können durch die Zugfeder 46 aufgenommen werden.
Der Schwenkhebel 7 kann auch bei diesem Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in drei Stellungen
gebracht werden, wobei die Stellung !!!50 festgelegt
weiden kann, daß wiederum zwar die Rotor-Bremsvo. Achtung 5, nicht aber die Rotor-Reinigungsvorrichtung
4 wirksam ist.
Wie bei den anhand der F i g. 3 und 4 beschriebenen Ausführungen kann, falls gewünscht, auch der Schwenkhebel
7 gemäß den F i g. 1 und 2 in die drei Stellungen I, 11 und III gebracht werden. Diese drei Stellungen des
Schwenkhebels 7 bzw. 9 ermöglichen auf einfache Weise, daß die Rotor-Reinigungsvorrichtung 6 wirksam ist,
während der Spinnrotor 3 "bgebremst wird, während jo
das Ansetzen durchgeführt wird, wenn die Rotor-Bremsvorrichtung 5 den Spinnrotor 3 gerade freigegeben
hat, so daß dieser sich noch in der Hochlaufphase auf die Produktionsgeschwindigkeit befindet, indem in
einer auf den Hochlaufvorgang abgestimmten Zeit nach Rückführung des Schwenkhebels 7 bzw. 9 aus der Stellung
III in die Stellung I das Anspinnen des Fadens 22 durch Einführen in den Fadenabzügskana! 30 erfolgt.
Auf diese Weise können beide Arbeitsgänge, d. h. sowohl die Rotor-Reinigung als auch das Fadenanspinnen,
in optimaler Weise durchgeführt werden.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, daß der Schwenkhebel 7 bzw. 9 auf der Schwenkachse 37 der Abdeckung
32 gelagert ist Wenn es aus irgendwelchen Gründen gewünscht sein sollte, so kann auch eine eigene
Schwenkachse 70 vorgesehen sein, die von der Abdekkung 32 getragen wird.
Bei den gezeigten Ausführungen schließt der in einem Schlitz 320 der Abdeckung gelagerte Schwenkhebel 7
bzw. 9 bündig mit der Außenfläche der Abdeckung 32 ab. Dies ist aus ästhetischen Gründen, aber auch aus
Gründen der Sicherheit besonders vorteilhaft. Die Erfindung schließt jedoch andere Anordnungen und Ausbildungen
nicht aus.
Zur Verriegelung des Schwenkhebels 7 bzw. 9 mit der Abdeckung 32 kann jede geeignete Vorrichtung Anwendung
finden. Beispielsweise kann der Schwenkhebel 7 bzw. 9 in den Stellungen I und III mit Hilfe einer
Kugelraste (nicht gezeigt) und in der Stellung II durch einen Anschlag (nicht gezeigt) gesichert werden und zur
Betätigung mit einem über die Abdeckung 32 herausragenden Griff (nicht gezeigt) ausgestattet sein. Dabei
kann für den Schwenkhebel 7 bzw. 9 ein separater elastischer Kraftspeicher (z.B. Druckfeder 90 — siehe
F i g. 3) oder ein elastischer Kraftspeicher, der gleichzeitig der Rotor-Bremsvorrichtung 5 zugeordnet ist (z. B.
Zugfeder 501 — siehe F i g. 1 und 4), vorgesehen sein. Auf diese Weise wird die an und für sich auch denkbare
Möglichkeit, daß der Schwenkhebel 7 bzw. 9 manuel' in die Stellung 11 bewegt wird, automatisiert.
Das Betätigen des Freigabeknopfes 73 (F i g. 1, 2 und
4) bzw. des Freigabehebels 93 für das Auslösen des Rotor-Bremsvorganges und der Rotor-Reinigung sowie
das Rückführen des Schwenkhebels 7 bzw. 9 in die Stellung III und dann in die Stellung I sowie die Betätigung
des Schaltknopfes 330 erfolgen in der Regel von Hand, ebenso wie das darauffolgende Anspinnen. Es ist aber
auch möglich, das Anspinnen und die erwähnten Vorbc reitungsarbeiten mit ein und derselben Wartungsvorrichtung
automatisch durchzuführen, ohne daß hierdurch die Möglichkeit der manuellen Einleitung und
Durchführung dieser Arbeiten ausgeschlossen ist.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum individuellen Anspinnen einzelner Spinnvorrichtungen einer Offenendspinnmaschine,
wobei jede Spinnstelle einen Spinnrotor, der mittels einer wegbewegbaren Abdeckung abgedeckt
ist, eine Rotor-Bremsvorrichtung sowie eine durch die Abdeckung hindurch wirkende, in ihrer
Gesamtheit in der Offenendspinnmaschine angeordnete Rotor-Reinigungsvorrichtung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor-Bremsvorrichtung (5) und der Rotor-Reinigungsvorrichtung
(4) ein gemeinsames, im Bereich der Abdekkung (32) befindliches Steuerorgan (7,9) zugeordnet
ist, durch das bei dessen Bewegung relativ zur geschlossenen Abdeckung (32) die Rotor-Reinigungsvorrichtung
(4) und die Rotor-Bremsvorrichtung (5) gemeinsam und bei dessen Bewegung gemeinsam
ersten Stellung (I) in seine zweite Stellung (II) bringt 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der elastische Kraftspeicher (501) der Rotor-Bremsvorrichtung (5) zugeordnet ist und über
diese auf den Schwenkhebel (7,9) einwirkt
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerorgan (7,9) als Schwenkhebel ausgebildet ist
und die Rotor-Reinigungsvorrichtung (4) unwirksam hält, in der zweiten Stellung (II) die Rotor-Bremsvorrichtung
(5) und die Rc tor-Reinigungsvorrichtung (4) auf den Spinnrotor (3) einwirken läßt und in
ίο Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung
zum individuellen Anspinnen einzelner Spinnvorrichtungen einer Offenendspinnmaschine, wobei jede
Spinnstelle einen Spinnrotor, der mittels einer wegbewegbaren Abdeckung abgedeckt ist eine Rotor-Bremslj
vorrichtung sowie eine durch die Abdeckung hindurch wirkende, in ihrer Gesamtheit in der Offenendspinnmaschine
angeordnete Rotor-Reinigungsvorrichtung aufweist
Ein Fadenbruch steht fast immer im Zusammenhang
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: D01H 7/882 |
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Owner name: RIETER INGOLSTADT SPINNEREIMASCHINENBAU AG, 8070 I |