DE2809000A1 - Vorrichtung zum spinnen textiler fasern - Google Patents
Vorrichtung zum spinnen textiler fasernInfo
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Description
Vorrichtung zum Spinnen textiler Fasern
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spinnen textiler Fasern mit einer einen ersten Eindrehkörper darstellenden
rotierenden Trommel und einem dieser unter Bildung eines Zwickels zugeordneten, ebenfalls bewegten
zweiten Eindrehkörper, wobei wenigstens einer der beiden Eindrehkörper eine im Zwickelbereich liegende Saugzone
aufweist und die fliegend eingebrachten Fasern im Zwickelbereich um eine diesen in Trommellängsrichtung zu einem
Abzugwalzenpaar od.dgl. durchlaufende Garnseele gedreht werden.
Es ist eine Vorrichtung bekannt (AT-PS 333 631),
bei der zwei eng nebeneinanderliegende, gleichsinnig rotierende gelochte Saugtrommeln mit einander im Zwickelbereich
zwischen ihnen zugekehrten Saugzonen vorgesehen sind, wobei die von einem Auflöseaggregat heranfliegenden
Fasern im Zwickelbereich zusammengedreht und dann als Garn unter gleichzeitiger Drehhinderung mit Hilfe eines an einer
Trommelstirnseite angeordneten Abzugwalzenpaares abgezogen werden. Eine solche Spinnvorrichtung hat den Vorteil, daß
bei verhältnismäßig geringem konstruktivem Aufwand mit vergleichsweise hohen Spinn- bzw. Garnabzugsgeschwindigkeiten
gearbeitet werden kann, weil keine Bauelemente vorhanden sind, von deren hoher Drehzahl die Verdrillung
und damit die Garnabzugsgeschwindigkeit abhängt, sondern nur ein Abwälzen des sich bildenden Garnes an den beiden
Saugtrommeln stattfindet.
Um eine erhöhte Reißfestigkeit der hergestellten Garne und damit auch eine weiter erhöhte Abzugsgeschwindigkeit
mit vergrößerter Arbeitsleistung in der Zeiteinheit zu
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erreichen, ist auch schon vorgeschlagen worden, die geschilderte Spinnvorrichtung dadurch zu verbessern, daß
eine von einer Lieferquelle an der Trommelstirnseite, die der Abzugvorrichtung entgegengesetzt ist, durch den
Zwicke Ib ere ich mitabgezogene Garnseele vorgesehen wird ■
(AT-AS A 2568/76).
Dabei wird als G-arnseele in der Regel ein endloses
Filament oder ein bereits vorhandenes Garn verwendet, das zwar die Reißfestigkeit des Endgarnes erhöht, aber die
Struktur des fertigen Garnes in manchmal nicht erwünschter Weise verändert bzw. keine sehr feinen Endgarne erreichen
läßt. Man könnte als Garnseele zwar auch eine Faserlunte
vorsehen, jedoch ließen sich auf diese Weise dann auch nur vergleichsweise dicke Garne herstellen, weil Faserlunten
normalerweise nur bis zu einem Mindestgewicht von Nm 1-2 und dementsprechend großen Durchmesser vorliegen.
Man kann zwar Lunten sehr stark verstrecken, jedoch müssen dabei die Lunten zugleich versponnen werden, weil
sie im verstreckten Zustand allein nicht transportfähig wären.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Vorrichtung so zu verbessern, daß
bei hoher Abzugsgeschwindigkeit auch sehr feine Garne gesponnen werden können.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß den beiden Eindrehkörpern für eine als Garnseele dienende
Faserlunte ein die Lunte an Drehung hinderndes Streckwerk unmittelbar vorgeordnet ist.
Es wird also die Faserlunte unmittelbar vor den beiden Eindrehkörpern, die beide als Saugtrommeln ausgebildet
sein können, von denen aber auch eine aus einer rotierenden Scheibe od.dgl. bestehen kann und nicht beide mit einer
Saugeinrichtung versehen sein müssen, verstreckt, wobei mit einer Geschwindigkeit von 300 m/min und mehr gefahren
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und eine 20- bis 40-fache Verstreckung erzielt werden
kann, ohne für den Zusammenhalt der verstreckten Lunte befürchten zu müssen, weil ja sofort nachfolgend im
Zwickelbereich der beiden Eindrehkörper eine Ummantelung mit den in den Zwickelbereich einfliegenden Fasern erfolgt.
Die hohe Arbeitsgeschwindigkeit des Streckwerkes läßt selbstverständlich auch eine entsprechend hohe Abzugsgeschwindigkeit
für das fertige Garn zu, wobei zufolge der starken Verstreckung auch sehr dünne Garne erreichbar sind.
Da die verstreckte Lunte einerseits im Streckwerk und anderseits im Abzugswalzenpaar an Drehung gehindert, zwischen
den beiden Eindrehkörpern aber zusammen mit den zufliegenden Fasern verdreht wird, müßte man annehmen, daß es sich hier
bloß um eine Falschdrahterteilung handelt. Es hat sich aber überraschenderweise herausgestellt, daß die Luntenfasern
ihre durch die beiden Eindrehkörper hinter dem Streckwerk erzeugte Verdrillung beibehalten, weil sie durch die im
Zwickelbereich zufliegenden und sich dann um die Luntenfasern wickelnden Einzelfasern gehindert werden, sich
zwischen den Eindrehkörpern und dem Abzugwalzenpaar wieder aufzudrehen. Es ergibt sich also ein Garn mit einem Optimum
an Eeißfestigkeit, da der Kern des Garnes aus im wesentlichen in Garnlängsrichtung liegenden gestreckten Fasern
mit einer entsprechenden Umhüllung besteht, wobei auch flauschige Garne, die trotz geringer Verdrehung noch eine
ausreichende Festigkeit aufweisen, hergestellt werden können.
Bekanntlich ist es notwendig, umsomehr mit parallelisierten und gestreckten Fasern zu arbeiten, je höher die
Nummer des herzustellenden Garnes ist, je feiner das Garn
also ausgesponnen werden soll. Dazu kommt noch, daß bei feinerem Garn bzw. hohen Garnnummern eine möglichst hohe
Gleichmäßigkeit des Garnes, also der jeweiligen Anzahl der Einzelfasern in aufeinanderfolgenden Querschnitten
erforderlich ist, da die absolute- Zahl der Fasern im Querschnitt mit größerer Feinheit abnimmt. Durch die Lunten-
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verstreckung lassen sich mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
Garne im hohen Nummernbereich bis zu Nm 80 und mehr herstellen, weil eben die vorstehend geschilderten
Voraussetzungen erfüllt sind.
Während, wie bereits ausgeführt, bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Garngeschwindigkeit von
300 m/min und mehr entsprechend der Arbeitsgeschwindigkeit des Streckwerkes gesponnen werden kann, arbeiten moderne
Ringspinnmaschinen mit einer Garngeschwindigkeit bis maximal 40 m/min und moderne Rotorspinnmaschinen im feinen
Nummernbereich ab etwa Nm 20 mit 80 - 100 m/min, wobei aber die oberste Grenze bei nur etwa Nm 40 liegt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel rein schematisch dargestellt, und zwar
zeigen
Fig.1 einen Teil einer Spinnvorrichtung im normal zum
sich bildenden Garn gerichteten Querschnitt und Fig.2 in Seitenansicht bei weggelassenem vorderem EindrehkÖrper.
Fasern werden von einer gezähnten Kardentrommel 1 frei fliegend in den Zwickelbereich zwischen zwei Eindrehkörpern
eingebracht, die von zwei eng nebeneinanderliegenden, gleichsinnig rotierenden Saugtrommeln 2 gebildet sind.
Jede Saugtrommel 2 weist einen Saugeinsatz 3 auf, die im Zwickelbereich angeordnete, einander zugekehrte Saugzonen
bilden. An der einen Trommelstirnseite ist ein Walzenpaar 5 für den Abzug des entstehenden Garnes vorgesehen, wobei
das Garn durch die Walzen 5 an Drehung gehindert ist. An der den Walzen 5 entgegengesetzten Stirnseite der Trommeln
2 ist letzteren ein aus mehreren Walzenpaaren 6,7»8 bestehendes
Streckwerk unmittelbar vorgeordnet, wobei die Walzen 6,7»8 mit von Walze zu Walze zunehmender Umfangsgeschwindigkeit
rotieren, um den Streckeffekt zu erzielen.
Dem Streckwerk 6,7,8 wird eine Faserlunte 9 durch eine öse 10 zugeführt, wobei eine 20 - 40-fache* Verstreckung
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erfolgt und die verstreckte Lunte durch den Zwickelbereich zwischen den Trommeln 2 zum Abzugwalzenpaar 5 geführt wird,
um mit Hilfe der Trommeln 2 zusammengedreht, und mit den
von der Kardentrommel 1 heranfliegenden Pasern umhüllt ^
zu werden, welch letztere die sich sonst ergebende Palschdrahtwirkung
verhindern.
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Claims (1)
- Patentanspruch :Vorrichtung zum Spinnen textiler Fasern mit einer einen ersten Eindrehkörper darstellenden rotierenden Trommel und einem dieser unter Bildung eines Zwickels zugeordneten ebenfalls bewegten zweiten Eindrehkörper, wobei wenigstens einer der beiden Eindrehkörper eine im Zwickelbereich liegende Saugzone aufweist und die fliegend eingebrachten Fasern im Zwickelbereich um eine diesen in Trommellängsrichtung zu einem Abzugwalzenpaar od.dgl«, durchlaufende Garnseele gedreht werden, dadurch gekennzeichnet, daß den beiden Eindrehkörpern (2) für eine als Garnseele dienende Faserlunte (9) ein die Lunte an Drehung hinderndes Streckwerk (6,7,8) unmittelbar vorgeordnet ist.809845/0660
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