DE2853360C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsniveaumesser nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiger Flüssigkeitsniveaumesser ist aus der DE-PS
14 73 178 bekannt und hat im einzelnen einen Aufbau, wie er
in Fig. 1 dargestellt ist, worin eine Trommel 1, eine Trommelwelle
2 und ein bewegbarer Kontakt 5 einerseits integral bzw.
fest aneinander angekoppelt sind, während andererseits
Schleifringe 3, ein Schneckenrad 4 und feste Kontakte 6 und
7, die voneinander im Abstand angeordnet sind, ebenfalls
integral bzw. fest aneinander angekoppelt sind. Die Trommelwelle
2 und das Schneckenrad 4 können sich in bezug aufeinander
frei drehen, und zwar in einem koaxialen Aufbau, sie
sind jedoch elastisch mittels einer Feder 11 miteinander
verkoppelt. Mit anderen Worten bedeutet das, daß die Feder
11 zwischen einem Federanschlag 17, der an dem Schneckenrad
4 befestigt ist, und einem weiteren Federanschlag 18, der an
der Trommelwelle 2 befestigt ist, gedehnt wird, um den bewegbaren
Kontakt 5 zu halten, so daß sowohl die Federwelle 2
als auch das Schneckenrad 4 elastisch aneinander angekoppelt
sind. Praktisch wird ein Paar Federn verwendet, aber im vorliegenden
Beispiel ist zu Zwecken der Vereinfachung nur eine
Feder 11 dargestellt. Das Schneckenrad 4 kämmt mit einer
Schnecke 8, die einen Drehantrieb von einem Motor 9 erhält.
Um die Trommel 1 ist ein Draht 12 gewickelt, an dessen freiem
Ende ein Verdränger bzw. Verdrängungskörper 10 herabhängt.
Die Spannung der Feder 11 ist so gewählt, daß sie dann, wenn
der Verdrängungskörper 10 auf einer zu messenden Flüssigkeitsoberfläche
(nicht dargestellt) schwimmt, mit einer Kraft
oder einem Drehmoment zum Drehen der Trommelwelle 2 über
den Draht 12 im Gleichgewicht steht. Der bewegbare Kontakt
5 ist so angeordnet, daß er zu diesem Zeitpunkt bzw. in diesem
Zustand in der neutralen Position zwischen den festen
Kontakten 6 und 7 ist, so daß er keinen von ihnen berührt,
und der Motor 9 hält seinen Nichtdrehungszustand aufrecht.
Wenn nun die Flüssigkeitsoberfläche abgesenkt wird, dann
bleibt der Verdrängungskörper 10 in der Luft hängen, so daß
sein Auftrieb Null wird. Demgemäß wird die Kraft, welche
das Bestreben hat, die Trommelwelle 2 im Uhrzeigersinn zu
drehen (in der Richtung, die durch den Pfeil a₁ in Fig. 1
angedeutet ist), größer als die Spannung der Feder 11, so
daß die Trommelwelle 2 relativ zu dem Schneckenrad 4 nach
rechts bzw. im Sinne des Pfeils a₁ gedreht wird. Hierdurch
wird der bewegbare Kontakt 5 in Berührung mit dem einen festen
Kontakt, im Beispiel der Fig. 1 mit dem Kontakt 7, gebracht,
so daß bewirkt wird, daß eine Wechselstromquelle
AC einen Strom über die Schleifringe 3 und Bürsten 13 an
eine Steuerschaltung 14 abgibt. Auf diese Weise wird die
Steuerschaltung 14 in der Weise betätigt, daß sie dem Motor
9 Strom zuführt, so daß dieser über die Schnecke 8 das
Schneckenrad 4 und demgemäß die Trommel 1 in der richtigen
Richtung bzw. der Rechtsrichtung oder in der durch den Pfeil
a₁ veranschaulichten Richtung verdreht. Die nach rechts erfolgende
Drehung der Trommel 1 bewirkt, daß sich der Draht
12 nach abwärts bewegt, so daß der Verdrängungskörper 10
abgesenkt wird. Wenn der Verdrängungskörper 10 die Flüssigkeitsoberfläche
erreicht, dann löst sich der bewegbare
Kontakt 5 von dem festen Kontakt 7, so daß der vorerwähnte,
geschlossene Stromkreis geöffnet und dadurch die Drehung
des Motors 9 angehalten wird und der Flüssigkeitsniveaumesser
wieder in den oben erläuterten Gleichgewichtszustand
zurückkehrt. Wenn dagegen die Flüssigkeitsoberfläche ansteigt,
dann sinkt der Verdrängungskörper 10 in die Flüssigkeit
ein, so daß sein Auftrieb erhöht wird. Infolgedessen
wird die Kraft, die auf die Trommelwelle 2 einwirkt, umgekehrt,
und der bewegbare Kontakt 5 wird in Berührung mit
dem anderen festen bzw. ortsfesten Kontakt 6 gebracht, so
daß die Stromquelle AC dem Motor 9 einen umgekehrten Strom
über die Steuerschaltung 14 zuführt und dadurch der Motor
in einer solchen Richtung gedreht wird, daß er den Verdrängungskörper
10 anhebt. Danach wird, wenn der Gleichgewichtszustand
wieder erreicht ist, der Betrieb des Motors 9 gestoppt.
Zur Anzeige des Niveaus der Flüssigkeit ist eine
über einen Riemen 16 mit der Schnecke 8 verbundene Flüssigkeitsniveauanzeigeeinrichtung
15 vorgesehen.
Bei dem vorstehend erläuterten Flüssigkeitsniveaumesser nach
der DE-PS 14 73 178 werden mechanisch betätigbare, elektrische
Kontakte 5 bis 7 verwendet, und außerdem sind
Schleifringe 3 und Bürsten 13 erforderlich, um die Veränderung
des auf die Trommelwelle 2 einwirkenden Drehmoments
zu ermitteln. Diese mechanischen Komponenten, wie z. B. die
erwähnten Kontakte, die Schleifringe und die Bürsten, sind
einer Abnutzung unterworfen. Darüber hinaus ist es schwierig,
den Zwischenraum zwischen dem bewegbaren Kontakt 5 und den
ortsfesten Kontakten 6 oder 7 so klein zu machen, wie das
wünschenswert wäre, und demgemäß kann eine Änderung des auf
die Trommelwelle 2 einwirkenden Drehmoments erst festgestellt
werden, wenn die Drehmomentänderung bis zu einem gewissen
Grade verhältnismäßig groß wird. Das hat den Nachteil zur
Folge, daß die Empfindlichkeit der Ermittlung der Drehmomentänderung
und demgemäß die Meßempfindlichkeit des Flüssigkeitsniveaumessers
ziemlich beschränkt sind.
Weiter ist aus der DE-OS 19 61 625 ein Flüssigkeitsniveaumesser
bekannt, der ein Band aufweist, das an seinem einen
Ende an einem Verdrängungskörper befestigt ist, so daß
letzterer daran aufgehängt ist, sowie eine Trommel, die an
einer Trommelwelle befestigt ist und das Band darauf aufnimmt
und abgibt, und eine Antriebswelle, die zwar nicht
koaxial mit der Trommelwelle, jedoch zumindest parallel zu
der Trommelwelle ist, sowie weiter einen Motor zum Antreiben
der Antriebswelle durch eine Kupplungseinrichtung. Jedoch
besitzt der Flüssigkeitsniveaumesser nach der DE-OS
19 61 625 keine Einrichtung zum elastischen Koppeln der
Trommelwelle an die Antriebswelle, denn in dieser bekannten
Einrichtung ist zwar eine elastische Kopplungseinrichtung
vorgesehen, nämlich ein mittels einer Feder elastisch
aufgehängter Arm, an dem eine Bandführungsrolle 3 befestigt
ist, aber diese elastische Kopplungseinrichtung dient im
Gegensatz zu dem Flüssigkeitsniveaumesser, von dem die vorliegende
Erfindung ausgeht, nicht zum elastischen Koppeln
der Trommelwelle an die Antriebswelle, und außerdem sind
in dem Flüssigkeitsniveaumesser nach der DE-OS 19 61 625
keine einander gegenüberliegende und im Abstand voneinander
befindliche Elektroden vorgesehen.
Dieser Flüssigkeitsniveaumesser nach der DE-OS 19 61 625
ist insofern ähnlich wie der oben erörterte Flüssigkeitsniveaumesser
nach der DE-PS 14 73 178 aufgebaut, als beide
eine Nachführeinrichtung vom Ein-Aus-Typ aufweisen und aufgrund
dieses Ein-Aus-Typs der Nachführeinrichtung insbesondere
den Nachteil haben, daß sie kontinuierlichen Niveauänderungen
der Flüssigkeit nicht mit hoher Genauigkeit folgen
können und daher ihre Detektions- und Meßgenauigkeit
verhältnismäßig schlecht ist, auch wenn es sich hierbei um
unterschiedliche Ein-Aus-Einrichtungen handelt, nämlich um
Direktberührungskontakte in dem Flüssigkeitsniveaumesser
nach der DE-PS 14 73 178 und um magnetisch, also berührungslos
betätigende Reed-Kontakte bei dem Flüssigkeitsniveaumesser
nach der DE-OS 19 61 625.
Außerdem ist aus der DE-OS 26 59 416 ein Flüssigkeitsniveaumesser
bekannt, der ein Band besitzt, das an seinem einen
Ende an einem Verdrängungskörper befestigt ist, sowie eine
Trommel, die an einer Trommelwelle angebracht ist und das
Band darauf aufnimmt und abgibt, und eine Antriebswelle,
die durch eine Spiralfeder elastisch vorgespannt ist, so
daß sie das Band elastisch aufrollt und abrollt. Die Bandbewegung
wird auf einen Magnetkopf übertragen, der auf einem
Abtastarm sitzt, welcher fest mit einer Drehwelle verbunden
ist, die über ein Getriebe und eine Kupplung mit einem
Stachelrad verbunden ist, das seinerseits durch das Band,
an welchem der Verdrängungskörper hängt, hin- und hergedreht
wird. Dieser Magnetkopf ist durch den Abtastarm konzentrisch
zu einer Scheibe verdrehbar, daß er eine große Zahl von
magnetfelderzeugenden elektrischen Leitern abtastet, die
auf einer Seite der Scheibe radial verlaufend angeordnet
sind. Zur Umwandlung des Abtastwerts in einen Flüssigkeitsniveaumeßwert
ist der mittels des Abtastarms verdrehbare
Magnetkopf elektrisch mit einer Auswerteschaltung verbunden.
Wie in der DE-OS 26 59 416 beschrieben ist, sind in der einfachsten
Ausführungsform dieses Flüssigkeitsniveaumessers
auf der Scheibe einhundert elektrische Leiter angeordnet,
in denen mittels einhundert Transistorschaltern impulsförmige
Magnetfelder erzeugt werden, während diese einfachste Ausführungsform
nur eine einzige mit Drähten versehene Scheibe
erfordert, sind dagegen in ausgeklügelteren Ausführungsformen
mehrere solcher Scheiben, z. B. vier vorgesehen, denen
je ein Magnetkopf zugeordnet ist,von denen jeder auf einem
drehbaren Abtastarm angebracht ist und deren Drehwellen über
ein kompliziertes Untersetzungsgetriebe alle von dem Verdrängungskörper
betätigt werden. Ein solcher Flüssigkeitsniveaumesser
hat zwar eine hohe Meßgenauigkeit, er ist jedoch
verhältnismäßig sehr kompliziert und aufwendig aufgebaut.
Schließlich sind aus der US-PS 27 66 623 und der US-PS
35 17 282 Kapazitätsänderungseinrichtungen beschrieben, von
denen diejenige nach der ersten dieser beiden Druckschriften
in einen Flüssigkeitsdichte- oder -dielektrizitätskonstantenmesser
eingebaut ist, der im wesentlichen aus einem stets
vollständig in die Flüssigkeit eingetauchten Schwimmer besteht,
welcher fest an einer Welle angebracht ist, mittels
deren Drehung die Kapazitätsänderungseinrichtung verstellt
wird, während die Kapazitätsänderungseinrichtung nach der
letzteren Druckschrift als allgemein verwendbarer veränderbarer
kapazitiver Meßwandler beschrieben ist.
Im einzelnen umfaßt die eine der beiden in der US-PS
27 66 623 beschriebenen Ausführungsformen der Kapazitätsänderungseinrichtung
im wesentlichen zwei Kondensatoren veränderbarer
Kapazität, die im Prinzip Drehkondensatoren sind
und von denen der eine in die Flüssigkeit, deren Dichte oder
Dielektrizitätskonstante gemessen werden soll, eingetaucht
wird, während der andere von einem flüssigkeitsdichten Gehäuse
umgeben und damit von der Flüssigkeit abgeschirmt ist.
Zur Messung dient eine entsprechende Meßschaltung. Eine
weiterentwickelte Ausführungsform, die in der US-PS
27 66 623 beschrieben ist, unterscheidet sich im wesentlichen
dadurch von der vorstehend genannten Ausführungsform,
daß deren beide Kondensatoren veränderbarer Kapazität verdoppelt
sind, d. h. es sind jeweils zwei gleiche und hintereinandergeschaltete
Kondensatoren vorgesehen, die durch eine
feststehende und durchgehende öffnungslose Abschirmungsplatte
voneinander getrennt sind.
Der variable Kapazitätswandler nach der US-PS 35 17 282
besteht aus drei koaxialen Kondensatorplatten, von denen
nur eine verdrehbar ist, wobei die eine feststehende Kondensatorplatte
in zwei voneinander isolierte Platten aufgeteilt
ist, um zwei verschiedene Kondensatoren zu bilden,
die mit einer Brückenschaltung verbunden werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Flüssigkeitsniveaumesser
der eingangs angegebenen Art so auszubilden,
daß dieser bei verhältnismäßig einfacher Ausführung
eine hohe Meßgenauigkeit besitzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen
des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Dieser erfindungsgemäße Flüssigkeitsniveaumesser hat insbesondere
folgende Vorteile:
- (1) Da die Veränderung der Kapazität durch die kontinuierliche Veränderung der durch die Abschirmplatten gebildeten gemeinsamen Öffnungsbereiche bewirkt wird, kann der Flüssigkeitsniveaumesser nach der vorliegenden Erfindung feinste Flüssigkeitsniveauänderungen kontinuierlich detektieren, so daß er eine hohe Meßgenauigkeit hat und dem Flüssigkeitsniveau nicht nur in begrenzten Schritten, wie es bei den bekannten Nachführeinrichtungen vom Ein-Aus-Typ ist, sondern vielmehr kontinuierlich folgen kann.
- (2) Da der erfindungsgemäße Flüssigkeitsniveaumesser, wie sich aus den vorstehenden Ausführungen ergibt, eine verbesserte hohe Detektionsempfindlichkeit hat, ermöglicht er es, Verdrängungskörper von sehr kleinen Abmessungen bei gleicher Wirkung zu verwenden. Diese wesentlich kleinere Abmessung des Verdrängungskörpers bei dem erfindungsgemäßen Flüssigkeitsniveaumesser hat den Vorteil, daß die Einführöffnung für diesen Verdrängungskörper an der Oberseite des jeweiligen Flüssigkeitstanks verhältnismäßig sehr klein im Vergleich zu der nach dem Stande der Technik erforderlichen Einführöffnung ausgeführt werden kann.
- (3) Der erfindungsgemäße Flüssigkeitsniveaumesser ist trotz seiner hohen Meßgenauigkeit verhältnismäßig einfach aufgebaut, insbesondere im Vergleich mit dem oben erörterten Flüssigkeitsniveaumesser nach der DE-OS 26 59 416.
- (4) Die Möglichkeit, den Verdrängungskörper in seinen Abmessungen verhältnismäßig sehr klein auszubilden, ergibt einige weitere, wesentliche Vorteile: Da Flüssigkeitsniveaumesser der hier in Frage stehenden Art weitgehend zum Detektieren des Flüssigkeitsniveaus einer entflammbaren Flüssigkeit, wie beispielsweise Öl, Benzin, Dieselkraftstoff od. dgl., verwendet werden, ist es wichtig, daß die Auftreffenergie des Verdrängungskörpers auf die Flüssigkeit, wenn dieser aus Unachtsamkeit in den Tank hineinfallen gelassen wird, gering ist, damit die Gefahr einer Entzündung der entflammbaren Flüssigkeit so klein wie möglich gehalten wird. Da nun der Verdrängungskörper bei dem erfindungsgemäßen Flüssigkeitsniveaumesser klein und damit auch leicht ausgeführt werden kann, wird eine solche Entzündungsgefahr weitestgehend bei dem Flüssigkeitsniveauanzeiger nach der Erfindung ausgeschaltet. Ein solcher kleiner und leichter Verdrängungskörper erfordert keinen zusätzlichen Führungsdraht gegen eine zu starke Beeinflussung durch Flüsigkeitswellen im Tank, wie er bei den relativ großen Verdrängungskörpern der Flüssigkeitsniveaumesser gemäß dem Stande der Technik erforderlich ist.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Die Erfindung sei nachfolgend anhand einiger, in den Fig.
2 bis 9 der Zeichnung im Prinzip dargestellter, besonders
bevorzugter Ausführungsformen näher erläutert, wobei in den
verschiedenen Figuren der Zeichnung gleichartige bzw. ähnliche
Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind;
es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Flüssigkeitsniveaumessers
nach dem Stand der Technik,
Fig. 2 ein hauptsächlich im Vertikalschnitt dargestelltes,
erstes Ausführungsbeispiel eines Flüssigkeitsniveaumessers
nach der Erfindung,
Fig. 3 eine Ansicht, die zur Erläuterung von Abschirmplatten,
wie sie in dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel
der Erfindung verwendet werden, dient,
Fig. 4 ein Blockschaltbild, das eine elektrische Schaltung
veranschaulicht, die bei dem in Fig. 2 gezeigten
Ausführungsbeispiel der Erfindung verwendet wird,
Fig. 5 ein Schaltbild, das ein Ausführungsbeispiel eines
Kapazitätswandlers veranschaulicht, wie er in der
Schaltung nach Fig. 4 verwendet werden kann,
Fig. 6 eine Kurvendarstellung zur Erläuterung der Betriebsweise
eines Komparators, wie er in der Schaltung
nach Fig. 4 vorgesehen ist, und
Fig. 7, 8 und 9 auseinandergezogene Ansichten anderer Ausführungsbeispiele
von Abschirmplatten, die in Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Flüssigkeitsniveaumessers
verwendet werden können.
Es sei zunächst ein erstes Ausführungsbeispiel eines Flüssigkeitsniveaumessers
unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis
6 näher erläutert, von denen die Fig. 2 eine Vertikalansicht
durch den Flüssigkeitsniveaumesser veranschaulicht, in dem
diejenigen Elemente, welche denen der Fig. 1 entsprechen,
mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind und auf ihre
Erläuterung in Verbindung mit Fig. 1 verwiesen wird. In diesem
Ausführungsbeispiel dient ein Paar von Abschirmplatten
20 und 21 (die z. B. aus isolierendem Material hergestellt
sind) als elektrostatische Kapazitätsänderungseinrichtung,
wie weiter unten näher erläutert ist, und diese Abschirmplatten
sind in Verbindung mit der Trommelwelle 2 und dem
Schneckenrad 4 so angeordnet, daß die Feder 11 zwischen
einem Federanschlag 18, der an der Trommelwelle 2 befestigt
ist, und dem Federanschlag 17, der an einer Federbefestigungsplatte
19 befestigt ist, die indirekt an das Schneckenrad
4 angekoppelt ist, gestreckt bzw. gespannt wird. Das
Paar von Abschirmplatten 20 und 21 ist in der Weise auf-
bzw. eingebaut, daß die eine Abschirmplatte 20 an dem Federanschlag
18 befestigt ist und demgemäß die Trommelwelle 2
zusammen mit derselben gedreht wird, während die andere
Abschirmplatte 21 an einer hülsenartigen Antriebswelle 22 befestigt
ist. Diese Antriebswelle 22 ist koaxial mit der
Trommelwelle 2 und frei drehbar um ein Lagerteil 22′, durch
das die Trommelwelle 2 drehbar hindurchverläuft bzw. in dem
die Trommelwelle 2 gelagert ist. Das Schneckenrad 4 ist an
der Außenseite bzw. auf dem äußeren Umfang der Antriebswelle
22 befestigt. Weiterhin sind die Abschirmplatte 21 und die
Federbefestigungsplatte 19 durch wenigstens ein Stabteil
19′ integral bzw. fest miteinander gekoppelt. Demgemäß sind
die Trommelwelle 2 und die Antriebswelle 22 über die Feder
1 elastisch miteinander gekoppelt, so daß sie unter dem
Einfluß der Zugfestigkeit der Feder 11 bzw. soweit die Zugfestigkeit
der Feder 11 das zuläßt, relativ zueinander frei
drehbar sind.
In Fig. 2 ist mit 23 eine Abdeckung bezeichnet, die so ausgebildet
bzw. angeordnet ist, daß sie die Abschirmplatten
20 und 21 abdeckt, und zwar unter Einhaltung eines Abstands
zu denselben, wie aus der Darstellung ersichtlich ist, und
diese Abdeckung 23 ist an einem ortsfesten Teil (nicht dargestellt)
befestigt, so daß sie nicht drehbar ist. Die Abdeckung
23 ist aus zwei seitlichen Scheibenteilen 23₁ und
23₂ zusammengesetzt sowie aus einem Zylinderteil 23₃, das
die äußeren Umfänge der seitlichen Scheibenteile 23₁ und
23₂ verbindet, und alle diese Teile sind aus isolierendem
Material hergestellt. Die Scheibenteile 23₁ und 23₂ sind
in ihrer Mitte durchbohrt bzw. mit Öffnungen 23₄ und 23₅
versehen, so daß die Antriebswelle 22 und dergl. frei drehend
hindurchverlaufen kann. Auf der inneren Oberfläche des
Scheibenteils 23₁ der Abdeckung 23 ist gegenüber der Abschirmplatte
20 und in einem Abstand von letzterer eine
ringförmige Elektrode 24 befestigt oder in sonstiger Weise
aufgebracht, und auf der inneren Oberfläche des Scheibenteils
23₂ ist gegenüber der Abschirmplatte 21 unter Abstand
von letzterer in gleichartiger bzw. ähnlicher Weise eine
ringförmige Elektrode 25 befestigt oder in sonstiger Weise
angebracht. Diese Elektroden 24 und 25 dienen zusammen mit
den Abschirmplatten 20 und 21 als variable Kapazitätselemente.
Die Elektrode 24 ist mit einem Hochfrequenzoszillator
26, der z. B. eine Frequenz von 10 kHz liefert, verbunden,
um als Erregerelektrode elektrische Kraftlinien zu erzeugen,
und die Elektrode 25 dient dazu, als Empfangselektrode die
elektrischen Kraftlinien, die durch die Abschirmplatten 20
und 21 hindurchgehen, zu empfangen, und sie ist mit einer
elektronischen Steuerschaltung 27 verbunden. Das Ausgangssignal
der elektronischen Steuerschaltung 27 wird dem Motor
9 zugeführt, und es dient dazu, dessen Drehrichtung und -geschwindigkeit
zu steuern. Die Drehwelle des Motors 9 ist
integral bzw. fest an die Schnecke 8 angekoppelt, die mit
dem Schneckenrad 4 kämmt, und außerdem ist diese Drehwelle
durch eine Riemenkupplung 16 oder in sonstiger Weise an die
Anzeigeeinrichtung 15 angekoppelt.
Wie die Fig. 3 zeigt, sind die Abschirmplatten 20 und 21
in ihrer Mitte jeweils mit Durchgangslöchern 20₁ und 21₁
versehen, durch welche die Trommelwelle 2 drehbar hindurchverlaufen
kann. Die Abschirmplatten 20 und 21 sind weiterhin
in jedem Zwischenteil (zwischen ihrer Mitte und ihrem
äußeren Umfang) mit einer Mehrzahl von radialen Schlitzen
oder sektorförmigen Öffnungen 28 und 28′ versehen, die in
gleichen Abständen voneinander vorgesehen sind und untereinander
im wesentlichen die gleiche Konfiguration haben.
Die Abschirmplatte 20 ist außerdem an einer Stelle zwischen
ihrem Radialschlitzbereich und der mittigen Durchgangsöffnung
20₁ mit wenigstens einer langgestreckten oder bogenförmigen
Öffnung 20₂ versehen, durch die das Stabteil 19′,
das an der Abschirmplatte 21 befestigt ist, bewegbar hindurchverläuft,
so daß die Abschirmplatten 20 und 21 eine
Relativdrehung in bezug aufeinander ausführen können, wodurch
der Öffnungsbereich, der von beiden Öffnungen 28 und
28′ dieser Abschirmplatten 20, 21 gebildet wird, eingestellt
bzw. verändert werden kann. In Fig. 3 sind die Teile der
Abschirmplatte 21, die durch die Öffnungen 28 der Abschirmplatte
20 sichtbar sind, mit schraffierten Linien dargestellt,
während die durch die Abschirmplatte 20 verdeckten
Ränder der Öffnungen 28′ der Abschirmplatte 21 durch gestrichelte
Linien angedeutet sind. Weiterhin sind diese Abschirmplatten
20 und 21 beide mit Masse bzw. Erdpotential
verbunden. Der übrige Aufbau des Flüssigkeitsniveaumessers
ist im wesentlichen der gleiche wie derjenige eines Flüssigkeitsniveaumessers
nach dem Stand der Technik gemäß Fig.
1.
Als nächstes sei die Betriebsweise des vorstehend erläuterten
Ausführungsbeispiels beschrieben. Wenn der Verdrängungskörper
10 auf der Flüssigkeitsoberfläche schwimmt, dann wird
das Drehmoment, das von dem Verdrängungskörper 10 auf die
Trommelwelle 2 ausgeübt wird, durch die Spannung der Feder
11 ausgeglichen bzw. im Gleichgewicht gehalten, wie das bei
dem oben erläuterten Beispiel eines Flüssigkeitsniveaumessers
nach Fig. 1 der Fall ist. Die Anordnung ist so getroffen,
daß in diesem Zustand jeder Öffnungsbereich bzw. jede Öffnungsfläche,
der bzw. die durch die jeweiligen sektorförmigen
Öffnungen 28 und 28′ der Abschirmplatten 20 und 21 gebildet
wird, im wesentlichen gleich der Hälfte jedes Sektorbereichs
bzw. jeder Sektorfläche ist, wie in Fig. 3 dargestellt.
Demgemäß verlaufen die elektrischen Kraftlinien von
der Elektrode 24 durch die vorerwähnten Öffnungsbereiche
bzw. -flächen der Öffnungen 28 und 28′ zu der Elektrode 25.
Da aufgrund der vorstehenden Anordnung die elektrostatische
Kapazität, die sich zwischen den Elektroden 24 und 25 ergibt,
der Anzahl der elektrischen Kraftlinien proportional
ist, welche von der Elektrode 24 ausgehend die Elektrode
25 erreichen, ist die elektronische Steuerschaltung 27, die
mit der Elektrode 25 verbunden ist, so ausgebildet, daß sie
die elektrostatische Kapazität in ein entsprechendes elektrisches
Signal umwandelt, so daß sie also ein Ausgangssignal
liefert, welches von der Größe der jeweiligen elektrostatischen
Kapazität zwischen den Elektroden 24 und 25 abhängt.
Das Niveau dieses elektrischen Signals von der elektronischen
Steuerschaltung 27 ist bei dem obigen Zustand (nämlich dem
Gleichgewichtszustand) so, daß es keine Drehung des Motors
9 veranlaßt (das Niveau dieses elektrischen Signals sei z. B.
in diesem Zustand gleich einer Bezugsspannung V B ).
Wenn nun z. B. die Flüssigkeitsoberfläche absinkt, bleibt
der Verdrängungskörper 10 gewissermaßen teilweise oder ganz
in der Luft hängen, so daß sein Auftrieb, den er durch die
Flüssigkeit erfahren hatte, abnimmt. Infolgedessen wird das
Drehmoment, das über den Draht 12 auf die Trommelwelle 2
ausgeübt wird, größer als die Spannung der Feder 11, so daß
die Trommelwelle 2 nach rechts oder im Uhrzeigersinn gedreht
wird, wie das auch bei der weiter oben erläuterten
Einrichtung nach Fig. 1 derFall ist. Daher wird die Abschirmplatte
20, die an die Trommelwelle 2 angekoppelt ist,
in der Richtung nach rechts oder in der Richtung des Pfeils
a₂ der Fig. 3 relativ zu der Abschirmplatte 21 gedreht. Als
Ergebnis dieses Vorgangs kommt es dazu, daß die gegenseitige
Abweichung bzw. der Grad der Nichtübereinstimmung der Öffnungen
28 und 28′ zwischen beiden Abschirmplatten 20 und
21 z. B. größer wird. Mit anderen Worten bedeutet das, daß
der Öffnungsbereich bzw. die Öffnungsfläche zwischen beiden
Abschirmplatten 20 und 21 durch die Öffnungen 28 und 28′
hindurch vermindert wird, so daß die Anzahl der elektrischen
Kraftlinien, die durch die Öffnungen 28 und 28′ zwischen
den Elektroden 24 und 25 hindurchgehen, herabgesetzt und
dadurch die elektrostatische Kapazität zwischen letzteren
beiden vermindert wird. Die elektronische Steuerschaltung
27 arbeitet so, daß sie diese Kapazitätsänderung (Verminderung)
in ein elektrisches Signal umwandelt, das dann an
den Motor 9 abgegeben wird, so daß letzterer entsprechend
die Antriebswelle 22 nach rechts oder im Uhrzeigersinn dreht.
Diese Drehung der Antriebswelle 22 wird durch die Kupplungsteile,
wie z. B. die Feder 11 und dergl., auf die Trommelwelle
2 und infolgedessen auf die Trommel 1 übertragen, so
daß letztere im Uhrzeigersinn gedreht wird. Wenn der Verdrängungskörper
10 auf diese Weise auf die Flüssigkeitsoberfläche
abgesenkt worden ist und wieder auf dieser
schwimmt, dann wirkt die Spannung der Feder 11 in der Weise,
daß die Öffnungsfläche zwischen den jeweiligen Öffnungen
28 und 28′ der Abschirmplatten 20 und 21 wieder auf die
Hälfte jeder Öffnungsfläche gebracht wird, also auf den Zustand,
welcher dem Gleichgewichtszustand entspricht. Demgemäß
stoppt der Motor 9 seine Drehung, und der Gleichgewichtszustand
wird aufrechterhalten. Gleichzeitig mit dem
vorstehenden Vorgang wird auch die Anzeigeeinrichtung 15,
die an die Schnecke 8 angekoppelt ist, betrieben, so daß
sie nun das neue Flüssigkeitsniveau, vorzugsweise in digitaler
Weise, anzeigt.
Wenn hingegen die Flüssigkeitsoberfläche ansteigt und dadurch
das Drehmoment, das auf die Trommelwelle 2 einwirkt,
herabgesetzt wird, dann dreht sich die Abschirmplatte 20
im Gegenuhrzeigersinn relativ zur Abschirmplatte 21, wodurch
die Abweichung bzw. das Maß der Nichtübereinstimmung
der Öffnungen 28 und 28′ zwischen den beiden Abschirmplatten
20, 21 vermindert wird, was zur Folge hat, daß die von
den Öffnungen 28 und 28′ gebildete Öffnungsfläche vergrößert
wird, so daß die elektrostatische Kapazität zwischen den
Elektroden 24 und 25 erhöht wird. Infolgedessen erzeugt die
elektronische Steuerschaltung 27 ein Signal, das eine
Drehung des Motors 9 in der Richtung bewirkt, die einem Anheben
des Verdrängungskörpers 10 entspricht. Wenn das vorerwähnte
Signal dem Motor 9 zugeführt wird, bewegt sich der
Verdrängungskörper 10 nach aufwärts zur Flüssigkeitsoberfläche,
und der Motor 9 stoppt seine Drehung, wenn der
Gleichgewichtszustand wieder erreicht worden ist, und dieser
Gleichgewichtszustand wird so lange aufrechterhalten,
bis es zu einer erneuten Veränderung der Flüssigkeitshöhe
kommt. Das Flüssigkeitsniveau wird wiederum durch die Anzeigeeinrichtung
15, vorzugsweise in digitaler Form, angezeigt.
In Fig. 4 ist ein Blockschaltbild des in der Flüssigkeitsniveaumeßeinrichtung
nach Fig. 2 verwendeten elektronischen
Systems dargestellt. Diejenigen Elemente in Fig. 4, die solchen
in Fig. 2 entsprechen, sind mit den gleichen Bezugszeichen
versehen. Die elektronische Steuerschaltung 27 umfaßt
einen Kapazitätswandler 31, der über die Elektroden
25 und 24 (diese sind in Fig. 4 als variables Kapazitätselement
mit C x bezeichnet) mit dem Hochfrequenzoszillator 26
verbunden ist. Außerdem umfaßt die elektronische Steuerschaltung
27 eine Motorgeschwindigkeits-Steuereinrichtung
32, der das Ausgangssignal des Kapazitätswandlers 31 zugeführt
wird; einen Komparator 33, dem in gleichartiger
Weise das Ausgangssignal des Kapazitätswandlers 31 zugeführt
wird; eine Motordrehrichtungs-Steuereinrichtung 34,
welcher die Ausgangssignale der Motorgeschwindigkeits-
Steuereinrichtung 32 und des Komparators 33 zugeführt werden;
und eine Motorantriebsschaltung 35, welcher das Ausgangssignal
der Motordrehrichtungs-Steuereinrichtung 34 zugeführt
wird. Der Kapazitätswandler 31 dient dazu, eine ermittelte
elektrostatische Kapazität bzw. einen ermittelten
elektrostatischen Kapazitätswert in eine entsprechende
Gleichspannung umzuwandeln, und die Motorgeschwindigkeits-
Steuereinrichtung 32, der die Ausgangsspannung des Kapazitätswandlers
31 zugeführt wird, wandelt diese Gleichspannung
in ein Signal zum Steuern der Geschwindigkeit des Motors
9 um, das dann an die Motordrehrichtungs-Steuereinrichtung
34 gegeben wird. Währenddessen dient der Komparator
33 dazu, die Uhrzeiger- und Gegenuhrzeigersinn-Drehungen
des Motors 9 zu diskriminieren bzw. festzustellen, ob der
Motor 9 im Uhrzeiger- oder im Gegenuhrzeigersinn verdreht
werden muß. Mit anderen Worten bedeutet das, daß dem Komparator
33 die Ausgangsspannung des Kapazitätswandlers 31
zugeführt wird, damit er diese mit der vorerwähnten Bezugsspannung
V B vergleichen kann, welche dem Gleichgewichtszustand
entspricht. Wenn die Ausgangsspannung des Kapazitätswandlers
31 höher als die Bezugsspannung V B ist, dann
erzeugt der Komparator 33 ein Diskriminations- bzw. Unterscheidungssignal
für das Bewirken einer Drehung des Motors
9 im Gegenuhrzeigersinn, was einer Steigbewegung des Verdrängungskörpers
10 entspricht. Wenn andererseis die Ausgangsspannung
des Kapazitätswandlers 31 niedriger als die
Bezugsspannung V B ist, dann erzeugt der Komparator 33 ein
Diskriminations- bzw. Unterscheidungssignal für das Bewirken
einer Drehung des Motors 9 im Uhrzeigersinn, was einer
Abwärtsbewegung des Verdrängungskörpers 10 entspricht. Diese
Signale werden der Motordrehrichtungs-Steuereinrichtung 34
zugeführt. Die Motordrehrichtungs-Steuereinrichtung 34 erhält
somit sowohl das vorerwähnte Geschwindigkeitssteuersignal
als auch das Diskriminations- bzw. Unterscheidungssignal,
so daß sie ein Signal zum Steuern der Drehrichtung
und der Geschwindigkeit des Motors 9 erzeugt, und dieses
Signal wird der Motorantriebsschaltung 35 zugeführt. Diese
gibt dann an den Motor 9 ein Signal zum Steuern von dessen
Drehrichtung und -geschwindigkeit ab, so daß der Motor 9
in einer vorbestimmten Richtung und mit einer vorbestimmten
Geschwindigkeit angetrieben wird.
Die Steuerschaltung 27 ist daher eine Schaltungsanordnung
zum Erzeugen eines elektrischen Signals in Ansprechung auf
die Drehmomentänderung und zum Zuführen des elektrischen
Signals zu dem Motor, so daß dieser die Trommel in einer
Richtung dreht, die eine Drehmomentänderung im Sinne einer
Rückkehr zu einem Gleichgewichtszustand des Drehmoments mit
der Feder und eine Rückkehr zu diesem Gleichgewichtszustand
zur Folge hat.
Der Kapazitätswandler 31 kann von jeder beliebigen Art sein,
vorausgesetzt, daß er eine elektrostatische Kapazität bzw.
einen elektrostatischen Kapazitätswert in ein entsprechendes
elektrisches Signal umwandelt. Ein Beispiel der Kapazitätsmeßeinrichtung
31 sei nunmehr in näheren Einzelheiten
unter Bezugnahme auf die Fig. 5 erläutert. In Fig. 5 ist
mit A₁ ein Operationsverstärker bezeichnet, dessen negativer
(-) Eingangsanschluß mit dem Ausgang des variablen
Kapazitätselements C x verbunden ist, während sein positiver
(+) Eingangsanschluß mit Masse verbunden ist. Mit dem Bezugszeichen
e i ist die Ausgangsspannung des Hochfrequenzoszillators
26 bezeichnet; C f ist ein Rückkopplungskondensator
zwischen dem negativen Anschluß (-) des Operationsverstärkers
A₁ und dessen Ausgangsanschluß; und e o ist die Ausgangsspannung
des Operationsverstärkers A₁. Mit dem Bezugszeichen
36 ist eine Gleichrichterschaltung bezeichnet, die
aus einem Operationsverstärker A₂, Dioden D₁ und D₂, Widerständen
R₁ und R₂ sowie einem Kondensator C₁ besteht, wobei
der negative Anschluß (-) des Operationsverstärkers A₂ über
eine Reihenschaltung eines Kondensators C und eines Widerstands
R mit der Ausgangsspannung e o des Operationsverstärkers
A₁ beaufschlagt wird, während der positive Anschluß
(+) des Operationsverstärkers A₂ an Masse gelegt ist. Weiterhin
ist mit e s die Ausgangsspannung der Gleichrichterschaltung
36 bezeichnet.
Wenn die Übertragungsfunktion des Operationsverstärkers A₁
als Z T bezeichnet wird, ergibt sich nun die folgende Beziehung.
Demgemäß ist die Ausgangsspannung e o des Operationsverstärkers
A₁ proportional dem Kapazitätswert des variablen Kapazitätselements
C x . Diese Ausgangsspannung e o des Operationsverstärkers
A₁ wird von der Gleichrichterschaltung 36 gleichgerichtet,
um die Ausgangsspannung e s zu erzeugen, so daß
die Ausgangsspannung e s eventuell (sofern im Proportionalitäts-
bzw. Linearitätsbereich der Gleichrichterschaltung
36 gearbeitet wird) dem Kapazitätswert des variablen Kapazitätselements
C x proportional ist. Da der Verstärkungsgrad
des Operationsverstärkers A₁ sehr groß gewählt ist,
kann die Spannung zwischen dem positiven (+) und dem negativen
(-) Eingangsanschluß desselben sehr klein gemacht werden.
Die Fig. 6 ist eine Kurvendarstellung zur Erläuterung der
Betriebsweise des Komparators 33, der die Uhrzeigersinn-
und Gegenuhrzeigersinndrehungen des Motors 9 oder die Sink-
und Steigbewegungen des Verdrängungskörpers 10 diskriminiert.
Auf der Ordinate der Fig. 6 ist die Differenzspannung V zwischen
der Ausgangsspannung des Kapazitätswandlers 31 und
der Bezugsspannung V B aufgetragen, während auf der Abszisse
das Drehmoment T, das an den Motor 9 angelegt werden soll,
aufgetragen ist. Die linke Seite der Drehmomentswerte T von
der Mitte aus ist in Fig. 6 der Drehrichtung im Uhrzeigersinn
oder der Absinkrichtung des Verdrängungskörpers 10 zugeordnet,
während die rechte Seite der Drehrichtung im Gegenuhrzeigersinn
oder der Steigrichtung des Verdrängungskörpers
10 zugeordnet ist, wobei die Mitte der Ordinate der Bezugsspannung
V B entspricht.
Wie man aus der obigen Erläuterung ersieht, wird bei der
vorgeschlagenen Flüssigkeitsniveaumeßeinrichtung keinerlei
mechanisches Kontaktteil, wie es z. B. ein beweglicher Kontakt,
ein ortsfester Kontakt, ein Schleifring, eine Bürste
oder dergl. ist, verwendet, und infolgedessen ist kein Teil
für Abnützung anfällig, bzw. kein Teil kann durch Abnützung
ausfallen. Darüber hinaus kann, da die Änderung des Drehmoments
elektronisch ermittelt wird, ein weiteres Steuersignal
(oder mehrere weitere Steuersignale), z. B. ein
Steuersignal für einen solchen abnormalen Zustand, wie er
vorhanden ist, wenn ein übermäßiges Drehmoment auftritt oder
der Draht 12 zu Bruch gegangen ist, leicht erzeugt werden.
Außerdem ist die Form der Öffnung in der Abschirmplatte 20,
21 nicht notwendig auf eine Sektorform beschränkt, wie sie
dargestellt ist, sondern sie kann auf verschiedenste Weise
verändert werden, so daß man verschiedenste Arten zur Ermittlung
eines Drehmoments zur Verfügung hat.
Es ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht notwendig,
daß die Aschirmplatten 20 und 21 auf die Ausführungsformen
beschränkt sind, die in Fig. 3 gezeigt sind. Beispielsweise
kann, wie in Fig. 7 veranschaulicht ist, eine Mehrzahl von
runden Öffnungen 40 und 40′ anstelle der sektorförmigen
Öffnungen 28 und 28′, die in Fig. 3 gezeigt sind, jeweils
in den Abschirmplatten 20 und 21 vorgesehen sein. In diesem
Fall können z. B. vier bogenförmige Öffnungen 20₂ mit einem
Winkelabstand von 90° zwischen benachbarten bogenförmigen
Öffnungen durch die Abschirmplatte 20 gebohrt oder in sonstiger
Weise hindurchgeführt sein, und demgemäß können vier
Stabteile 19′ in entsprechender Weise verwendet werden.
Es ist auch möglich, eine Mehrzahl von quadratischen, rechteckigen
oder sektorförmigen Öffnungen 50 in der Abschirmplatte
20 auszubilden, die voneinander den gleichen Winkelabstand
haben, und eine entsprechende Anzahl von dreieckigen
Öffnungen 50′ mit dem entsprechenden Winkelabstand in der
Abschirmplatte 21 vorzusehen, wie in Fig. 8 gezeigt ist.
Weiterhin kann nach der Ausführungsform, die in Fig. 9 gezeigt
ist, eine große Änderung des Drehmoments unter Überdeckung
eines großen bzw. weiten Winkels ermittelt werden,
wenn eine sektorförmige Öffnung 60 in der Abschirmplatte
20 vorgesehen ist, während eine entsprechende spiralförmige
Öffnung 60′ in der Abschirmplatte 21 über etwa die Hälfte
von deren Umfang vorgesehen ist, wobei die Breite dieser
letztgenannten Öffnung 60′ in der Radialrichtung allmählich
längs der Umfangsrichtung der Abschirmplatte 21 abnimmt.
In diesem Falle stellt man den Gleichgewichtszustand vorzugsweise
in der Position ein, in welcher die Öffnung 60 etwa
der Mitte der Öffnung 60′ entspricht bzw. sich in der Mitte
der spiralförmigen Öffnung 60′ befindet (das ist also etwa
die Position, die im rechten Teil der Fig. 9 angedeutet ist).
Claims (7)
1. Flüssigkeitsniveaumesser mit einem Verdrängungskörper,
der auf einer Flüssigkeit, deren Niveau gemessen werden
soll, schwimmen gelassen wird;
sowie mit einem Draht, einem Band oder einer Schnur, der bzw. die an seinem bzw. ihrem einen Ende an dem Verdrängungskörper befestigt ist, so daß letzterer daran aufgehängt ist;
mit einer Trommel, die an einer Trommelwelle befestigt ist und den Draht, die Schnur oder das Band darauf aufnimmt und abgibt;
einer Antriebswelle, die koaxial mit der Trommelwelle ist;
einem Motor zum Antreiben der Antriebswelle durch eine Kupplungseinrichtung;
einer Einrichtung zum elastischen Koppeln der Trommelwelle an die Antriebswelle;
einer Einrichtung zum Anzeigen des Niveaus der Flüssigkeit in Übereinstimmung mit der Drehung des Motors;
mit einer Einrichtung zum Ermitteln der Veränderung des auf die Trommelwelle ausgeübten Drehmoments, welche durch eine Niveauänderung der Flüssigkeit bewirkt wird, wobei die Einrichtung zum Ermitteln der Veränderung des Drehmoments ein Paar von ringförmigen Elektroden aufweist, die einander gegenüberliegend und im Abstand voneinander angeordnet sind;
und mit einer Steuerschaltung, die entsprechend den Signalen, die von der Einrichtung zum Ermitteln der Veränderung des Drehmoments abgegeben werden, den Motor steuert;
dadurch gekennzeichnet, daß eine Kapazitätsänderungseinrichtung in dem Zwischenraum zwischen den ringförmigen Elektroden (24, 25) vorgesehen ist, die ein Paar von scheibenförmigen Abschirmplatten (20, 21) aufweist, von denen jede eine oder mehrere Öffnungen (28, 28′; 40, 40′, 50, 50′; 60, 60′) hat, wobei die eine (20) der beiden scheibenförmigen Abschirmplatten (20, 21) an der Trommelwelle (2) und die andere (21) an der zu drehenden Antriebswelle (22) befestigt ist, so daß die beiden Abschirmplatten (20, 21) in Ansprechung auf eine Niveauänderung der Flüssigkeit relativ zueinander verdrehbar und damit die Öffnungsbereiche, welche durch die übereinanderliegenden Bereiche der Öffnungen (28, 28′; 40, 40′; 50, 50′; 60, 60′) der beiden Abschirmplatten (20, 21) gebildet sind, variierbar sind, sowie dadurch die von den beiden Elektroden (24, 25) gebildete Kapazität veränderbar ist.
sowie mit einem Draht, einem Band oder einer Schnur, der bzw. die an seinem bzw. ihrem einen Ende an dem Verdrängungskörper befestigt ist, so daß letzterer daran aufgehängt ist;
mit einer Trommel, die an einer Trommelwelle befestigt ist und den Draht, die Schnur oder das Band darauf aufnimmt und abgibt;
einer Antriebswelle, die koaxial mit der Trommelwelle ist;
einem Motor zum Antreiben der Antriebswelle durch eine Kupplungseinrichtung;
einer Einrichtung zum elastischen Koppeln der Trommelwelle an die Antriebswelle;
einer Einrichtung zum Anzeigen des Niveaus der Flüssigkeit in Übereinstimmung mit der Drehung des Motors;
mit einer Einrichtung zum Ermitteln der Veränderung des auf die Trommelwelle ausgeübten Drehmoments, welche durch eine Niveauänderung der Flüssigkeit bewirkt wird, wobei die Einrichtung zum Ermitteln der Veränderung des Drehmoments ein Paar von ringförmigen Elektroden aufweist, die einander gegenüberliegend und im Abstand voneinander angeordnet sind;
und mit einer Steuerschaltung, die entsprechend den Signalen, die von der Einrichtung zum Ermitteln der Veränderung des Drehmoments abgegeben werden, den Motor steuert;
dadurch gekennzeichnet, daß eine Kapazitätsänderungseinrichtung in dem Zwischenraum zwischen den ringförmigen Elektroden (24, 25) vorgesehen ist, die ein Paar von scheibenförmigen Abschirmplatten (20, 21) aufweist, von denen jede eine oder mehrere Öffnungen (28, 28′; 40, 40′, 50, 50′; 60, 60′) hat, wobei die eine (20) der beiden scheibenförmigen Abschirmplatten (20, 21) an der Trommelwelle (2) und die andere (21) an der zu drehenden Antriebswelle (22) befestigt ist, so daß die beiden Abschirmplatten (20, 21) in Ansprechung auf eine Niveauänderung der Flüssigkeit relativ zueinander verdrehbar und damit die Öffnungsbereiche, welche durch die übereinanderliegenden Bereiche der Öffnungen (28, 28′; 40, 40′; 50, 50′; 60, 60′) der beiden Abschirmplatten (20, 21) gebildet sind, variierbar sind, sowie dadurch die von den beiden Elektroden (24, 25) gebildete Kapazität veränderbar ist.
2. Flüssigkeitsniveaumesser nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abschirmplatten
(20, 21) im Abstand voneinander und auch von den beiden
Elektroden (24, 25) angeordnet sind.
3. Flüssigkeitsniveaumesser nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jede der Öffnungen (28,
28′) eine Sektorform bzw. die Form eines Kreisringabschnitts
hat.
4. Flüssigkeitsniveaumesser nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jede der Öffnungen
(40, 40′) eine runde Form, insbesondere eine Kreisform,
hat.
5. Flüssigkeitsniveaumesser nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Öffnung (50) von
einer (20) der Abschirmplatten (20, 21) eine Sektorform
bzw. die Form eines Kreisringabschnitts hat, während die
Öffnung (50′) der anderen Abschirmplatte (21) eine dreieckige
Form hat.
6. Flüssigkeitsniveaumesser nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Öffnung (60) von
einer (20) der Abschirmplatten (20, 21) eine Sektorform
bzw. die Form eines Kreisringabschnitts hat, während die
Öffnung (60′) der anderen Abschirmplatte (21) eine Spiralform
hat.
7. Flüssigkeitsniveaumesser nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Breite der spiralförmigen
Öffnung (60′) in der Radialrichtung allmählich
längs der Umfangsrichtung der Abschirmplatte (21) abnimmt.
Applications Claiming Priority (1)
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