DE2850340C2 - Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Faserabfällen - Google Patents
Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von FaserabfällenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D01G15/00—Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Faserabfällen, insbesondere Strips,
Kardenflug, Batteurabfall, mit einer Einzugswalze zum Zuführen des Faserabfalls zu einer Sägezahntrommel und
mit einer entgegengesetzt zur Sägezahntrommel umlaufenden Faserablösewalze, die über einen Teilkreisbogen
von einem bogenförmigen Leitblech umgeben Ist, dessen vordere freie Kante In Drehrichtung der Sägezahntrommel
hinter der Ablösewalze mit Abstand einer Mantellinie der Sägezahntrommel gegenüberliegt.
Es sind sogenannte Karden und Krempel, die zur Entfernung der pflanzlichen Verunreinigung von Wolle, insbesondere
von Baumwolle, dienen und in den Hauptarbeitsorganen zur Auflösung der Faserflocke aus rotierenden,
hintereinander angeordneten Trommeln wie Vorwalze, Vortrommel, Haupttrommel u. dgl. bestehen, um
die kleinere Walzen mit entgegengesetzter Drehrichtung, sogenannte Arbeiter- und Wenderwalzen, gruppiert sind.
Einfache Krempel bestehen beispielsweise aus einer Vorwalze mit Klettenschläger, einer Haupttrommel mit
Arbeiter- und Wenderwalzpaaren und einer Abnehmerbzw. Ablösewalze.
Es sind weiterhin sogenannte Schlagmaschinen (Batteure)
bekannt, die die Aufgabe haben, die Baumwolle mit wesentlich stärkerer Intensität iU öffnen und zu reinigen.
Dabei werden die von einer Muldenpresse eingeklemmten Faserflocken wiederholt von einem kreisförmigen
Schläger getroffen. An Stelle einzelner Schlagnasen können Schlagschienen, stark benadelte Nadelwalzen,
Sägezahnwalzen bzw. Sägezahntrommeln oder Kardlerschläger verwendet werden. Der Sägezahntrommel
bzw. -walze ist In der Regel ein Rost (Stab- oder Messerrost) zugeordnet, durch den freigesetzte Fremdbestandteile
hlndurchfaller..
In der US-PS 25 76 280 Ist eine Vorrichtung zum Öffnen
und Reinigen von Faserabfällen beschrieben. Bei dieser Vorrichtung werden die gereinigten Faserabfälle
uurch einen zwischen einer Ablösewalze und einem unteren Leitblech gebildeten Kanal einer Faserabzugsöffnung
zugeführt, während die unerwünschten Materialbestandteile durch einen Kanal ausgetragen werden. Bei
dieser Vorrichtung Ist eine einfache Trennung zwischen Abfall und Gutfasern und eine damit verbundene Abfallabscheidung
nur mit zusätzlichen aufwendigen Maßnahmen möglich, z. B. durch Erzeugung von Unterdruck.
Bei der In der weiterhin bekanntgewordenen US=PS
12 99 185 beschriebenen Fasertrenn- bzw. Reinigungsmaschine sind einer Abnahme- bzw. Ablösewalze verstellbare
Messer zugeordnet. Bei dieser Form des Ablösens des Materials und der Weiterförderung desselben zum
Zwecke einer Trennung von Fasermaterlal und Abfall Ist es nicht möglich, eine Abscheidung mit einfachen konstruktiven
Mitteln auf engstem Raum durchzuführen.
Bei einer In der US-PS Re 16 449 beschriebenen Reinigungsmaschine
lsi eine verstellbare Platte praktisch
unmittelbar Im Anschluß an eine Zuspelsungsstelle des
zu reinigenden Materials angeordnet und dient dazu, das Material unmittelbar hinter der Materlalzuspejsungsanordnung
Im Bereich der Bürstenwalze zu halten. Eine Anregung zur einfachen optimalen Trennung zwischen
dem weiter verwendbaren Fasermaterial und Staubabfailen
kann aus dieser Literatursielle nicht entnommen werden.
Die DE-PS 6 27 990 behandelt eine Vorrichtung zum Im wesentlichen pneumatischen Sichten gemischter
Stoffe. So soll beispielsweise nahezu das gesamte mittels einer Einzugswalze einer Sägezahntrommel zugeführte
ungeslchtete Material Im Bereich eines Führungskörpers von der Sägezahntrommel abgelöst werden, wobei das
spezifisch schwerere Material in die Sichtkammer fällt,
während das spezifisch leichtere Material, d. h. das Sichtgut in Form der entkörnten Baumwolle, durch die Austrittsöffnung
gefördert und einer Siebtrommel zugeführt wird, von wo es in einen Behälter fällt.
in der DE-OS 24 59 781 Ist eine Vorrichtung zum Ausscheiden
von Feststoffpartikeln und dergleichen beim Krempeln bzw. Kardieren von Fasermaterialien beschrieben.
Diese Vorrichtung enthält mindestens eine Tambourwalze mit Mulden- oder Walzeneinzugsvorrichtung
bzw. Übertragungswalze zu einer weiteren Tambourwalze, wobei. Kardlerelemente und eine Abnahmevorrichtung
vorgesehen sind.
Die bisher bekannten Karden bzw. Krempel sind nur in bedingtem Umfang zum Öffnen und Reinigen von
Baumwollabfällen geeignet, wobei bisher insbesondere noch keine Vorrichtung bekannt geworden ist, die eine
Weiterverarbeitung von sogenanntem »Batteur« ermöglicht hätte. Bei der bisherigen Aufbereitung von Baumwollabfällen
findet In der Regel In der Spinnerei eine
Trennung von welterverarbeltbarem Strips und Kardenflug einerseits und Batteur andererseits statt, der bisher
nicht In zufriedenstellender Welse verarbeitet werden
konnte und Abfall war. Dabei ist zu berücksichtigen, daß dieser mlndei wert Ige Baumwollanteil bzw. Batteuranteil,
bezogen auf das Rohmaterial, In einer Größenordnung von etwa 3,5% anfällt.
In der US-PS 39 41 530 Ist eins Vorrichtung zum Öffnen
und Reinigen von Baumwollabfällen beschrieben. Diese Vorrichtung enthält eine Fasermaterlalelnzugswalze
zum Zuführen des Fasermaterials zu einer Sägezahntrommel, deren Umfang mindestens einer Arbeiterwalze
zugestellt Ist, deren Umfangsgeschwindigkeit geringer ist als die Umfangsgeschwindigkeit der Sägezahntrommel,
wobei auf die Arbeiterwalze eine Faserablöseelnrlchtung
folgt, an die sich eine zu einem Fasermaterlalsammelbehälter
führende Leitung anschließt. Bei den mit dieser bekannten Vorrichtung aufzuarbeitenden
Fasermaterialabfällcn handelt es sich um Abfälle bzw.
Reststücke von an und für sich hochwertigem Fasermaterial, beispielsweise Randstreifen von genadelten Stoffbahnen.
Bei dieser bekannten Verrichtung handelt es sich somit Im wesentlichen darum, vorher bereits in Kardlerern
einmal geöffnetes, hochwertiges Fasermaterial, welches zur Bildung von genadelten Stoffbahnen geeignet
ist und von der Stoffbahn abgeschnitten worden Ist, ω
nach der thermischen Behandlung wieder zu zerfasern. Für die Aufarbeitung von minderwertigen Baumwollabfällen,
insbesondere Batteurmaterlal, 1st diese bekannte Vorrichtung weder vorgesehen noch geeignet.
Die DE-PS 14 35471 behandelt eine Maschine zum s5
Auflösen von Spinnerei- und Webereiabfällen. Bei dieser Vorrichtung besitzt eine Stachelwalze die Funktion einer
SDelsewalze. wobei die In den Zwickel zwischen der Speisewalze und Slachelzyllnder gerichtete Klinge eine JZerkleinerungsfunktion hat. Einer Hauptwalze sind Arbeitsund Reißwalzen zugeordnet, und das Ablösen des Materials von der Haupttrommel erfolgt spätestens Im Bereich
einer Abstreifkante, ohne daß an dieser Stelle eine besondere Abnahme- bzw. Ablösewalze vorgesehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der aufgezeigten Gattung so auszubilden, daß eine einfache Trennung zwischen Abfall und Gutfasern
und eine damit verbundene Abfallabscheldung nur unter
dem Einfluß der Fliehkraft erfolgt und hierbei auf die Erzeugung eines Unterdruckes verzichtet werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Abstand zwischen der vorderen freien Kante des
Leitblechs und der angenäherten Berührungslinie von Sägezahntrommel und Ablösewalze 30 bis 50 mm
beträgt, daß der Spalt zwischen dieser vorderen Kante des Leitbleches und der durch die Sägezahnspitzen
bestimmten Umfangsllnie der Säg°^ahntrommel 0 bis 10 mm breit Ist, daß in Drehrichtung der Ablösewalze
auf die hintere Kante des Leitbleches ein Abfallaustragskanal und daran anschließend eine zu einem Fasermaterialsammelbehälter
führende Leitung folgt, die durch ein Abfall- oder Trennmesser von dem Abfallaustragskanal
getrennt ist, und daß in Drehrichtung der Sägezahntrommel hinter dem Leitblech ein Staubabzugskanal liegt,
dessen zur Sägezahntrommel gerichtete Saugöffnung sich im wesentlichen von dem Leitblech bis zur Einzugswalze
erstreckt.
Auf diese Weise wird zwischen dem Mantel der Faserablösewalze und dem bogenförmigen Leitblech ein
gekrümmter Kanal gebildet, in dem bei rotierender Faserablösewalze dem Fasermaterial und dem daran noch
haftenden Abfall in Abhängigkeit von der Umfangsgeschwindigkeit eine entsprechend hohe Beschleunigung
erteilt wird, wodurch es am Austritt des Kanals Infolge der Fliehkraft zu einer Trennung zwischen Gutf-iser und
Abfall kommt, welcher spezifisch schwerer Ist als die Gutfasern. Die Abfallabscheidung durch die Ablösewalze
ke::n somit ausschließlich gegen atmosphärischen Druck
erfolgen, d. h. es braucht kein künstliche! Unterdruck erzeugt werden.
Der Abstand zwischen der vorderen freien Kante des Leitbleches und der angenäherten Berührungsiinie von
Sägezahntrommel und Ablösewalze beträgt 20 bis 35 mm, vorzugsweise etwa 35 mm, während der Spalt
zwischen dieser vorderen Kante des Leitbleches und der durch die Sägezahnspitzen bestimmten Umfangsllnie der
Sägezahntrommel 0 bis 10 mm, vorzugsweise etwa 0,2 mm, breit Ist.
Auf das Leitblech folgt in Drehrichtung der Sägezahntromiiisl
ein Staubabzugskanal, dessen zur Sägezahntrommel gerichtete Saugöffnung sich Im wesentlichen
von dem Leitblech bis zur FasermaterUlslnzugswalze
erstreckt. Dieser Im wesentlichen Im gesamten oberen
Berelrh der Sägezahntrommel bzw. des Tambours angeordnt..:
Saugtrichter gewährleistet eine kontinuierliche Felnstaubabsaugung. Beim Betrieb der Vorrichtung wird
ein gewisser Anteil Feinstaub freigesetzt, dadurch, daß
von der Sägezahntrommel bzw. dem Tambour infolge seiner Umfangsgeschwindigkeit von vorzugsweise
23 m/sek. noch feine Staubpartikel, die in der Sägezahngarnitur haften und nicht von der Ablösewalze abgenommen
werden, In den freien Raum oberhalb der Sägezahntrommel geschleudert werden.
Das gegenüber der Abzugswalze vorzugsweise verstellbar, Insbesondere verschwenkbar gelagerte Leitblech
umgibt die Ablösewalze in einem Winkelbereich von 90
bis 180°, vorzugsweise etwa 135°.
In Drehrichtung der Ablösewalze Folgt auf die hintere
Kante des Leitbleches ein Abfallaustragskanal und daran
anschließend eine zu einem Fasermaterlalsammelbehälter
führende Leitung, die durch ein Abfall- oder Trennmesser
von dem Abfallaustragskanal getrennt Ist. Das
Abfallmesser besteht aus einem hochwertigen 0,5 bis l.S mm starken Stahlblech, das In einer verwindungs·
steifen Stützkonstruktion eingeklemmt Ist. Bei Verschleiß
braucht lediglich das Stahlmesser ausgebaut und nachgeschliffen bzw. ausgetauscht zu werden Das
Abfallmesser, das zur Scparlerung von Abfall und GuI-fasern
an der Ablösewalze dient. Ist gegenüber der Ablösewalze
vorzugsweise sowohl Im Abstand als au-h Im
Winkel einstellbar.
Die mögliche Verstellbarkelt des Leitbleches sowie des
Abfall- oder Trennmessers schafft bei sich verändernden
Betriebsbedingungen die Möglichkeit einer optimalen Anpassung der Vorrichtung an diese Bedingungen.
Der Ablösewalze können ein oder mehrere Arbeiterwalzen
vorgeschaltet sein. Bei Anordnung nur einer Arbeiterwalze kann eine noch bessere Ableitung des
Faserabfalls sowie des Abfalles erreicht werden, da der Faserabfall In einem größeren Bereich von der Ablösewalze
abgesaugt werden kann, wobei das Abfall- bzw. Trennmesser eine Im wesentlichen annähernd senkrechte
Stellung einnehmen kann.
An Stelle von einer oder zwei der Ablösewalze vorgeschalteten
Arbeiterwalzen, die die Aufgabe haben, das zu
reinigende und zu entstaubende Fasermaterial möglichst zu Einzelfasern aufzulösen, kann gemäß einer abgewandelten
Ausführungsform auch eine Anordnung mit feststehender Deckelgarnitur (Card-master) vorgesehen sein.
Damit wird eine erheblich größere arbeitswirksame Berührungsfläche zur Sägezahntrommel erzeugt, wodurch
eine optimalere Faserauflösung bewirkt und damit eine bessere Trennung von Gutfasern und Abfall an der
Ablösewalze erreicht wird.
Die Sägezahntrommel läuft vorzugsweise mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 11 bis 31 m/sek. Insbesondere
etwa 23 m/sek. um. während die Ablösewalze mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 20 bis 50 m/sek.
insebesondere etwa 42 m/sek. umlaufen soll. Zwischen der Einzugswalze und der ersten Arbeiterwalze kann vorteilhafterweise
ein mehrere Roststäbe umfassendes Rost angeordnet sein.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 teilweise im Schnitt eine Schemaansicht der
erfindungsgemäßen Vorrichtung:
Fig. 2 und 3 teilweise im Schnitt Schemaansichten abgewandelter Ausführungsformen der erfindungsgemä-IJen
Vorrichtung.
Die In den Fig. 1 bis 3 dargestellte Vorrichtung enthält
einen Tambour bzw. eine Sägezahntrommel 1, dem bzw. der das zu öffnende Fasermaterial mittels einer üblichen
Einzugsvorrichtung zugeführt, die neben einer Muldenplatte eine geriffelte bzw. gerillte Einzugswalze 3
enthält. Die Einzugswalze 3 und die Sägezahntrommel 1 rotieren in gleicher Drehrichtung, wobei die Zähne der
Sägezahntrommel 1 in Drehrichtung derselben gerichtet sind. Die Sägezahntrommel hat beispielsweise einen
Durchmesser von etwa 300 mm, so daß sich bei einer Drehzahl von beispielsweise 1450 U/min, eine Umfangsgeschwindigkeit
von ca. 23 m/sek. ergibt. Die Einzugswaize iäufi vorzugsweise mit einer Umfangsgeschwindigkeit
von 0.47 bis 4 J m/min, um.
Bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführungsform der
Erfindung folgt In Drehrichtung der Sägezahntrommel I auf die Einzugseinrichtung vorzugsweise eine nicht dargestellte
Roststrecke, an die sich zwei Arbeiterwalzen 7
anschließen. Unterhalb der nicht dargestellten Rost- Ί strecke befindet sich ein beispielsweise zu einem Staubventilator
führender Auffangtrichter. Die Arbelterwalzen 7 laufen in entgegengesetzter Drehrichtung um wie
die Sägezahntrommel 1, wobei die Zähne der Arbeiterwalzen
7 gegen Laufrichtung gerichtet sind. Die Arbel-
in terwalzen können beispielsweise einen Durchmesser von
100 mm haben, so daß sich bei einer belsplelswelsen Drehzahl von 270 U/mln. eine Umfangsgeschwindigkeit
von 1.4 m/sek. ergibt. Die Umfangsgeschwindigkeit der
Arbeiterwalzen 7 kann entsprechend den jeweiligen
1^ Gegebenheiten variiert werden, und zwar vorzugsweise
in einem Bereich von I bis 6,5 m/sek.
Auf die beiden Arbeiterwalzen 7 folgt eine Ablösewalze 8. deren Laufrichtung entgegengesetzt zur Laufrichtung
der Sägezahntrommel I Ist. Diese Ablösewalze 8
*" kann beispielsweise ebenfalls einen Durchmesser von
100 mm haben, so daß sich bei einer bevorzugten Drehzahl
von 8000 U/mln. eine Umfangsgeschwindigkeit von etwa 42 m/sek. ergibt. Die Umfangsgeschwindigkeit der
Ablösewalze 8 kann Insgesamt Im Bereich von 20 bis 50 m/sek. variiert werden.
Der Winkelabstand zwischen der Im wesentlichen auf einer horizontalen Durchmesserlinie der Sägezahntrommel
1 'iegenden Einzugswalze 3 und der Ablösewalze 8 beträgt bei dem dargestellten Ausführungsbelsplel - In
{(1 Drehrichtung der Trommel I - 200 bis 235'.
Im wesentlichen Im gesamten oberen Bereich der Sägezahntrommel
1 Hegt die Saupöffnung eines an eine Unterdruckquelle anschließbaren Staubabzugskanals 21.
um In diesem Bereich eine kontinuierliche Felnstaubabsaugung
durchführen zu können. Während des Betriebes der Vorrichtung wird nämlich ein gewisser Anteil Feinstaub
freigesetzt dadurch, daß von der Sägezahntrommel 1 Infolge der Umfangsgeschwindigkeit von beispielsweise
23 m/sek. feine Staubpartikel, die In der Sägezahngarnitur
haften und nicht von der Ablösewalze 8 abgenommen werden. In den freien Raum oberhalb der Sägezahntrommel
1 geschleudert werden. Die Säugöffnung des Staubabzugskanals 21 nimmt Im wesentlichen den
gesamten freien Raum zwischen der Ablösewalze 8 und der Einzugswalze 3 ein.
Die Faserablösewalze 8 ist über einen Teilkreisbogen von etwa 90 bis 180*. vorzugsweise etwa 135°, von einem
bogenförmigen Leitblech 22 umgeben, dessen in Drehrichtung der Ablösewalze 8 hinteres Ende bei 23 an einer
an dem Maschinenrahmen 25 befestigten Halteplatte 24 angelenkt ist. Das Leitblech 22 ist weiterhin -i einer
Verstellanordnung in Form einer Stellspindel 26 befestigt, wodurch eine Verstellung des Leitbleches relativ
zur Ablösewalze 8 in Richtung der Pfeile/1,/2 und/3
möglich ist. Die vordere freie Kante 22' des Leitbleches
22 liegt mit einem Abstand von 0 bis 10 mm, vorzugsweise 0,2 mm, einer Mantell'nie der Sägezahntrommel 1
bzw. der Sägezahngarnitur dieser Trommel 1 gegenüber. Der Abstand zwischen der vorderen freien Kante 22' des
Leitbleches 22 und der angenäherten BerOhrungslinie
von Sägezahntrommel 1 und Ablösewalze 8 beträgt vorzugsweise 30 bis 50, insbesondere 35 mm. Diese »angenäherte
Berührungslinie« wird im wesentlichen durch den Bereich bestimmt, in bzw. an dem sich die Säge-
zahngarnituren von Sägezahntrommel 1 und Ablösewalze
8 am nächsten Seeminen, ohne sich jedoch zu berühren.
In Drehrichtung der Ablösewalze 8 schließt sich an die
hintere Kante des Leitbleches 22 ein Abfallaustragskanal
27 an, dessen Öffnung Im wesentlichen durch den Pfeil s>
bestimmt und beispielsweise etwa 25 mm breit Ist.
An den AbNlaustragskanal 27 schließt sich eine zu
einem nicht dargestellten Fasermaterialsammelbehälter i führende Leitung 28 an, die durch ein Abfall- oder
Trennmesser 29 von dem Abfallaustragskanal 27 getont Ist. Das Abfall- oder Trennmessef 29 besteht aus
einem hochwertigen 0,5 bis 1,5 mm starken Stahlblech,
das In einer verwlndungsstelfen Stützkonstruktion 30 to
eingeklemmt Ist. Bei Verschleiß braucht lediglich das Stahlblech ausgebaut und nachgeschliffen bzw. ausgetauscht zu werden.
Das Abfall- oder Trennmesser 20, das zur Separierung von Abfall und Gutfasern an der Ablösewalze 8 dient, Ist ιϊ
gegenüber dieser Ablösewalze 8 sowohl In Abstand (Pfeil h) als auch Im Winkel verstellbar.
Infolge des die Ablösewalze 8 teilweise umgebenden
Leitbleches 22 wird das von der Ablösewalze 8 von der Sägezahntrommel 1 abgelöste Fasermaterial zusammen
mit dem noch anhaftenden Abfall infolge der sehr hohen Umfangsgeschwindigkeit der Ablösewalze 8 entsprechend beschleunigt, so daß am Austritt der durch das
Leitblech 22 gebildeten Kanalführung eine Trennung zwischen Abfall und Gutfasern Infolge Fliehkraft des
Materlales erfolgt. Die Abfallabscheidung erfolgt dabei
ausschließlich unter dem Einfluß der Fliehkraft, so daß kein künstlicher L'nteidruck im Bereich des Abfallaus
tragskanals 27 benötigt wird.
Bei der Anordnung gemäß Flg. 2 ist der Ablösewalze
8 nur eine einzige Arbeiterwalze 7 vorgeschaltet, so daß es möglich Ist, die der Ablösewalze 8 zugewandte Öffnung der zum Fasermaterlalsammelbehülter führenden
Leitung 28 zu vergrößern. Damit kann das Fasergut In einem größeren Bereich von der Ablösewalze 8 abgeführt
werden, wobei außerdem die Möglichkeit besteht, das Trashmesser 29 in nahezu tangentlaler Richtung an die
Ablösewalze 8 anzustellen. Fig. 2 zeigt Im übrigen die
einen Teil der Einzugseinrichtung bildende Muldenplatte 2.
Bei der Ausführungsform gemäß Flg. 2 kann der der
Arbeiterwalze 7 an sich vorgeschaltete Rost durch eine
an sich bekannte Deckelgarnitur 31 ersetzt sein.
Bei der Ausführungsform gemäß Flg. 3 Ist auch die
letzte Arbeiterwalze durch eine feststehende Deckelgarnitur 32 ersetzt, wodurch eine erheblich größere arbeitswirksame Berührungsfläche Im Bereich der Auflösestrecke erreicht wird. Auf diese Welse wird eine optimalere Faserauflösung und damit eine bessere Trennung
von Gutfasern und Abfällen erreicht.
Auf den einzelnen Walzen sind folgende Sägezahngarnituren montiert:
| Sägezahntrommel | 0° | 12 | Gang/" | Teilg. 6 | ,5 | mm |
| Einzugswalze | 0° | 12 | Gang/" | TeIIg. 6 | ,5 | mm |
| Arbeiterwalzen | 10° | 16 | Gang/" | TeIIg. 4 | ,- | mm |
| Ablösewalze | 30° | 16 | Gang/" | TeIIg. 4 | ,- | mm |
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
- Patentansprüche;I1 Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Faserabfallen, insbesondere Strips, Kardenflug und Batteurabfall, mit einer Elnzugswalze zum Zuführen des Faserabfalls zu einer Sagezahntrommel und mit einer entgegengesetzt zur Sagezahntrommel umlaufenden Faserablösewalze, die über einen Teilkreisbogen von einem bogenförmigen Leitblech umgeben ist, to dessen vordere freie Kante in Drehrichtung der Sägezahntrommel hinter der Ablösewalze mit Abstand einer Mantellinie der Sägezahntrommel gegenüberliegt, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (k) zwischen der vorderen freien Kante (220 des Leitbleches (22) und der angenäherten Berührungslinie von Sägezahntrommel (1) und Ablösewalze (8) 30 bis 50 mm beträgt, daß der Spalt (Abstand j) zwischen dieser vorderen Kante des Leitbleches und der durch die Sägezahnspitzen bestimmten Umfangslinie der Sägezahntrommel 0 bis 10 mm breit ist, daß in Drehrichtung der Ablösewalze (8) auf die hintere Kante des Leitbleches ein Abfallaustragskanal (27) und daran anschließend eine zu einem Fasermaterialsammelbehälter führende Leitung (28) folgt, die durch ein Abfall- oder Trennmesser (29) von dem Abfallaustragskanal (27) getrennt ist, und das in Drehrichtung der Sägezahntrommel (1) hinter dem Leitblech (22) ein Staubabzugskanal (21) liegt, dessen zur Sägezahntrommel (1) ^richtete Saugöffnung sich Im wesentliehen von dem Leitblech (22* bis zur Einzugswalze (3) erstreckt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der vorderen freien Kante (220 des Leitbleches (22) und der ange- « näherten Berührungslinie von Sägezahntrommel (1) und Ablösewalze (8) etwa 35 mm beträgt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt zwischen der vorderen Kante des Leitbleches (22) und der durch die Sägezahnspitzen bestimmten Umfangslinie der Sägezah;:- trommel (1) etwa 0,2 mm breit Ist.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech (22) gegenüber der Ablösewalze (8) verstellbar Ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech (22) die Ablösewalze (8) In einem Winkelbereich von 90 bis 180°, vorzugsweise etwa 145°, umgibt.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitblech (22) im Bereich seines hinteren Endes schwenkbar gelagert Ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abfall- oder Trennmesser (29) gegenüber der Ablösewalze (8) sowohl Im Abstand als auch Im Winkel einstellbar Ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abfall- oder Trennmesser (29) In eine verwlndungssteife Stützkonstruktion (30) eingeklemmt Ist und vorzugsweise aus einem hochwertigen w 0,5 bis 1,5 mm starken Stahlblech besteht.
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablösewalze (8) eine oder mehrere Arbeiterwalzen (7) vorgeschaltet sind, und daß zwischen der Elnzugswalze (3) und der ersten Arbeiterwalze (7) ein mehrere Roststäbe umfassender Rost liegt.
- 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,dadurch gekennzeichnet, daß der Ablösewalze (8) eine feststehende Deckelgarnitur (32) (Card-master) vorgeschaltet ist.H. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sagezahntrommel mit einer Umfangsgeschwindigkeit von II bis 31 m/sek., insbesondere etwa 23 m/sek., und die AMösewalze mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 20 bis 50 m/sek., insbesondere etwa 42 m/sek., umlaufen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19782850340 DE2850340C2 (de) | 1978-11-20 | 1978-11-20 | Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Faserabfällen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19782850340 DE2850340C2 (de) | 1978-11-20 | 1978-11-20 | Vorrichtung zum Öffnen und Reinigen von Faserabfällen |
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ID=6055174
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|---|---|---|---|---|
| DE102012025181A1 (de) * | 2012-12-26 | 2014-06-26 | Hubert Hergeth | Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Nähfäden und Karbonfasern |
| WO2023241857A1 (de) * | 2022-06-14 | 2023-12-21 | Trützschler Group SE | Vorrichtung zum ausscheiden von verunreinigungen an einer garnierten walze |
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| FR2540895B1 (fr) * | 1983-02-15 | 1986-01-24 | Beghin Say Sa | Procede pour raccourcir des fibres textiles, notamment des dechets de coton blanchi, fibres obtenues par ce procede et application de celles-ci en tant que matelas absorbant |
| CN110373750B (zh) * | 2019-07-29 | 2023-11-10 | 湖北百奥科技股份有限公司 | 一种基于向心角罗拉齿给棉罗拉的皮棉清理装置及工艺 |
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-
1978
- 1978-11-20 DE DE19782850340 patent/DE2850340C2/de not_active Expired
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|---|---|---|---|---|
| DE102012025181A1 (de) * | 2012-12-26 | 2014-06-26 | Hubert Hergeth | Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Nähfäden und Karbonfasern |
| WO2023241857A1 (de) * | 2022-06-14 | 2023-12-21 | Trützschler Group SE | Vorrichtung zum ausscheiden von verunreinigungen an einer garnierten walze |
Also Published As
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| DE2850340A1 (de) | 1980-05-22 |
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