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Fahrzeug zum Transport von Fertiggaragen od dgl.
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Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug zum Transport von Fertiggaragen
od. dgl. mit einem Fahrzeugrahmen, einem darauf angeordneten Hilfsrahmen und einem
darauf nahe dem Führerhaus gelagerten Ausleger mit wenigstens einem ausfahrbaren
Teleskoparm, der an seinem freien Ende eine an der Innenseite der Ecke der Fertiggarage
angreifende Hubeinrichtung mit Hubstempeln und zwei parallel zur Längsachse des
Teleskoparms verlaufende Auflagerschiénen zum Anheben bzw. Absenken der Fertiggarage
aufweist.
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Zum Transport von Fertiggaragen sind eine Vielzahl von Fahrzeugen
bekannt. Der Aufbau dient dabei in erster Linie dem Zweck, die Fertiggarage im Betonwerk
aufladen und an der Baustelle abladen zu können, ohne daß gesonderte Hebezeuge hierfür
erforderlich sind. Dabei weisen die eingangs geschilderten Fahrzeuge mit einem Ausleger
den besonderen Vorteil auf, daß das Fahrzeug weder in die Garage hineinfahren,
noch
den Baustellenplatz befahren muß, da die an dem Teleskoparm "hängende" Fertiggarage
über das Fahrzeugheck auf- bzw. abgeladen werden kann.
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Unter diesen Fahrzeugen sind auch solche bekannt (DE-OS 24 24 921),
bei denen der Ausleger auf einem Drehkranz sitzt, so daß die Garage zusätzlich auch
zur Seite hin abgeladen bzw. von dort aufgeladen werden kann. Damit ist der Vorteil
verknüpft, daß auch bei beengten Platzverhältnissen die Garage ohne Befahren des
Baustel lenplatzes abgeladen werden kann, indem das Fahrzeug quer zum Aufstellplatz
der Garage angefahren wird.
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Bei dem Fahrzeug des zuletzt genannten Aufbaus besteht die Hubeinrichtung
aus insgesamt vier Hubstempeln, von denen je zwei parallel zur Längsachse des Fahrzeugs
angeordnet sind und je eine Auflagerschiene tragen. Beim Anheben und Absenken der
Fertiggarage mittels der Hubeinrichtung bereitet die Gleichlaufsteuerung aller vier
Hubstempel erhebliche Probleme. Dies hat zur Folge, daß die Fertiggarage unter Umständen
nicht exakt abgesetzt wird mit der Folge, daß auf den Boden bzw. den unteren Randbereich
der Wände der Fertiggarage unzul ässi g hohe P unktbel astungen wirken.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug des eingangs
genannten Aufbaus so auszubilden, daß ein exaktes Absetzen und Ausrichten der Fertiggarage
am Aufstellplatz möglich ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Hubeinrichtung
einen senkrecht zur Längsachse des Teleskoparms schwenkbar gelagerten Querträger
mit je einem Hubstempel an jedem Ende und einem zwischen dem Teleskoparm und dem
Querträger angeordneten
Stützzylinder aufweist.
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Die Fertiggarage wird demzufolge von nur zwei Hubstempeln angehoben
bzw. abgesenkt, deren Gleichlauf weit weniger Probleme bereitet, als dies bei vier
Hubstempeln der Fall ist. Durch die schwenkbare Lagerung des Querträgers kann die
Fertiggarage auch dann stets in einer Horizontalebene abgesenkt werden, wenn das
Fahrzeug gegenüber dem horizontalen Aufstellplatz in einer geneigten Lage steht.
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Mittels dieses Stützzylinders wird ein weiterer Vorteil erreicht:
Da der Ausleger aus konstruktiven Gründen sehr hoch baut bzw. am Fahrzeug hoch aufgelagert
ist, kann es beim Einfahren des Teleskoparms mit der Hubeinrichtung in die Fertiggarage
dadurch zu Problemen kommen, daß die horizontal angeordneten Auflagerschi enen am
Torsturz der Fertiggarage anstoßen. Durch Neigung der Auflagerschienen mittels des
Stützzyl i nders können die Aufl agerschi enen bei abgesenkten Hubstempeln, also
in ihrer tiefsten Stellung, in eine Neigungslage parallel zum Ausleger eingestellt
werden, so daß die Auflagerschienen auch bei niedrig bauenden Garagen ohne Gefährdung
des Torsturzes oder des dort bereits montierten Garagentors eingefahren werden können.
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Gemäß einer vortei Ihaften Ausführungsform der Erfindung sind die
beiden Hubstempel mit ihren Zylindern am Querträger befestigt, während ihre Kolbenstangen
an einem Rahmen angreifen, andem die Auflagerschienen seitlich verschiebbar geführt
sind. Dabei können die Auflagerschienen an dem Rahmen gleich- und gegensinnig verschiebbar
sein.
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Mit dieser Ausbildung ist es möglich, unabhängig von der Anordnung
der Hubstempel die Auflagerschienen auf unterschiedlich breite Fertiggaragen einzustellen,
so daß sie stets soweit außen als möglich an der
Decke angreifen.
Andererseits kann durch die gleichsinnige Verschiebung die angehobene Fertiggarage
über dem Aufstellplatz in Richtung quer zu ihrer Längsachse ausgerichtet, beispielsweise
an eine vorhandene Garage oder ein Gebäude herangefahren werden, ohne daß das Fahrzeug
hierzu verfahren werden muß.
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Es ist zwar ein Fahrzeug bekannt (DE-OS 21 25 241), bei dem am Ende
des Teleskoparms ein daran schwenkbar gelagerter Träger angeordnet ist, der zwei
mit Abstand hintereinander angeordnete Auflager für die Decke der Fertiggarage aufweist.
Hier ist aber der Träger nicht als Hubeinrichtung ausgebildet, vielmehr dient die
waagebalkenartige Lagerung nur dazu, den Träger stets in einer Horizontalebene zu
halten. Diese instabile Lagerung des Trägers setzt natürlich eine sehr genaue Positionierung
innerhalb der Fertiggarage voraus. Im übrigen erfolgt das Anheben und Absenken bei
diesem Fahrzeug dadurch, daß der gesamte Ausleger mit Teleskoparm mittels eines
Hubstempels betätigt wird. Dies ist deshalb von Nachteil, weil der Hubzylinder erheblichen
Biegekräften ausgesetzt und nicht nur das Gewicht der Fertiggarage, sondern auch
noch das komplette Gewicht des Auslegers bewegen muß.
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Schließlich ist gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung vorgesehen,
daß die Schwenkachse des Querträgers auf einem am Teleskoparm befestigten Drehkranz
sitzt und der Stützzylinder zwischen dem Drehkranz und dem Querträger angeordnet
ist. Damit ist es möglich, die angehobene Fertiggarage auch um eine vertikale Achse
zu drehen und demgemäß vor dem Absetzen oder während des Aufladen auf das Fahrzeug
entsprechend auszurichten.
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Es ist zwar ein Garagen-Transportfahrzeug bekannt (DE-OS 17 55 980),
bei dem die Fertiggarage gleichfalls um eine horizontale Querachse
und
eine vertikale Achse geschwenkt bzw. gedreht werden und zusätzlich in einer Horizontalebene
verschoben werden kann, jedoch arbe itet dieses Fahrzeug mit einer direkt auf dem
Hilfsrahmen angeordneten Hubeinrichtung und Auflagerkonsolen am Hilfsrahmen. Es
handelt sich also um ein Fahrzeug anderer Gattung, das nur in Verbindung mit bodenlosen
Fertiggaragen verwendet werden kann und das den Aufstellplatz der Fertiggarage befahren
muß.
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Nachstehend ist die Erfindung anhand einer in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsform beschrieben. In der Zeichnung zeigen: Figur 1 Eine Seitenansicht
des Fahrzeugs mit dahinter stehender Fertiggarage; Figur 2 das in Figur 1 gezeigte
Fahrzeug mit aufgesattelter Ferti garage, Figur 3 eine Ansicht auf di e Hubeinrichtung
von hinten und Figur 4 eine Seitenansicht der Hubeinrichtung.
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Das Fahrzeug 1 weist beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel vier
Achsen 2 auf, die an dem Fahrzeugrahmen 3 aufgehängt sind. An dem Fahrzeug 3 sind
vordere und hintere Seitenstützen 4, 5 angeordnet, die nach der Seite hin ausfahrbar
sind und absenkbare Stützfüße aufweisen.
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Auf dem Fahrzeugrahmen 1 ist ein Hilfsrahmen 6 befestigt, der beim
wiedergegebenen Ausführungsbeispiel als Profilrahmen mit Lochblechen gebildet ist.
Der Hilfsrahmen 6 besteht aus einem vorderen, normal
hohen Abschnitt
7 und einem etwa ab der Fahrzeugmitte zum Fahrzeugheck 9 hin abgeschrägten Abschnitt
8. Auf dem normal hohen Abschnitt 7 des Hilfsrahmens 6 ist nahe dem Führerhaus 10
ein Auflager 11 mit einem Drehkranz 12 für einen insgesamt mit 13 bezeichneten Ausleger
vorgesehen. Der Ausleger 13 liegt über zwei unterschiedlich hohe Lager 14, 15 dem
Drehkranz 12 auf, derart, daß der Ausleger 13 entsprechend dem abgeschrägten Abschnitt
8 des Hilfsrahmens 6 nach hinten abfallend geneigt ist.
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Der Ausleger 13, der im Querschnitt über die gesamte Länge dreieckförmig
mit oben liegender "Spitze" ausgebildet ist, besteht aus einem Abschnitt 16 und
zwei Teleskoparmen 17 und 18. Als Stellantrieb für den Teleskoparm 17 dient ein
Hubzylinder 19 und ein nicht gezeigter, im Teleskoparm 17 angeordneter Hubzylinder
für den Teleskoparm 18.
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An dem äußeren Teleskopabschnitt 18 ist eine insgesamt mit 20 bezeichnete
Hubeinrichtung befestigt, die aus zwei parallelen Auflagerschienen 21 (Figur 3 und
4) und zwei daran angreifenden Hubstempeln 22 besteht.
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Im Bereich des Fahrzeughecks 9 sind an dem Fahrzeugrahmen 3 schwenkbare
Stützen an beiden Seiten des Rahmens angeordnet. Diese sätzen 24, die als eine Art
Konsolen ausgebildet sind, können linear ein- und ausfahrbar oder schwenkbar an
dem Fahrzeugrahmen 3 angebracht sein.
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In Figur 3 und 4 ist die lFçubeinrichtung 20 näher dargestellt.
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Am Ende des äußeren Teleskoparms 18 sitzt ein Drehkranz 27 mit einem
Lagerbock 28. Der Lagerbock 28 nimmt eine Schwenkachse 29 für die Hubeinrichtung
auf. Die Hubeinrichtung weist einen quer zum Teleskoparm
18 verlaufenden
Querträger 31 auf, an dem die Zylinder 32 der Hubstempel 22 befestigt sind. Der
Querträger 31 ist über Laschen 33 an der Achse bzw. an den Achsstummeln 30 schwenkbar
gelagert.
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Die Kolbenstangen der Hubstempel 22 greifen an einer7Rahmen 25 an,
der aus Tragstücken 34 und parallel zum Querträger verlaufenden Querrohren 26 besteht,
in denen die Auflagerschienen 21 mit rohrförmigen Ansätzen 38 seitlich verschiebbar
geführt sind. Zum Verschieben dienen die in Figur 3 erkennbaren Hubzylinder 35,
die gleich- und gegensinnig beaufschlagt werden können. Zum Neigen der Hubeinrichtung
20 dient ein Stützzylinder 36, der an dem Lagerbock 28 angelenkt ist und dessen
Kolbenstange 37 an dem Querträger 31 befestigten Laschen 33 gelenki g angreift.
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Zum Aufladen einer Fertiggarage 23 wird das Fahrzeug 1 vor die Torwand
der Garage gefahren. Anschließend werden die Teleskoparme 17, 18 des Auslegers 13
bei geneigter Hubeinrichtung 20 ausgefahren. Die Oberseite der Auflagerschienen
21 liegt etwa parallel zur geneigten Oberkante des Teleskoparms 18, so daß die Hubeinrichtung
mit ihrer hinteren Kante nicht an den Torsturz der Fertiggarage bzw. an das schon
montierte, geöffnete Garagentor anstößt. Die Hubeinrichtung 20 wird schließlich
in eine solche Stellung innerhalb der Garage verfahren, daß die Auflagerschienen
21 nach Anheben mittels der Hubzylinder 22 an der Decke der Fertiggarage 23 angreifen
können. Die Hubzylinder 22 werden dann weiter ausgefahren, bis sich der Boden der
Fertiggarage 23 auf einem Niveau oberhalb des Fahrzeughecks 9 befindet.
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Anschließend werden die Teleskoparme 17, 18 eingefahren, bis die Fertiggarage
23 etwa die in Figur 2 dargestellte Position erreicht hat, sich jedoch noch mit
geringem Abstand oberhalb des Hilfsrahmens 6 befindet. Dann werden die Stützen 24
in die in Figur 2 dargestellte Lage hochgeschwenkt und abgesteckt und die Fertiggarage
23 mittels
der Hubzylinder 22 der Hubeinrichtung 20 abgesenkt,
bis sie mit ihrem vorderen Bereich dem normal hohen Abschnitt 11 des Hilfsrahmens
6 und mit ihrem hinteren Bereich auf den hochgeklappten Stützen 24 aufliegt. In
dieser Stellung wird die Fertiggarage an die Baustelle verfahren. Dort wird die
Fertiggarage mittels der Hubeinrichtung 20 angehoben, nach Herunterklappen der Stützen
24 mittels der Teleskoparme 17, 18 nach hinten herausgefahren. Steht das Fahrzeug
auf einer gegenüber dem Aufstellplatz geneigten Fläche, so wird die Hubeinrichtung
20 bzw. der Querträger 31 mittels des Stützzyl i nders so geneigt, daß der Garagenboden
parallel zum Aufstellplatz verläuft. Ist das Fahrzeug nicht genau angefahren worden,
kann die Garage zunächst durch Drehen des Drehkranzes 27 zu den Längsseiten des
Aufstellplatzes parallel ausgerichtet und ggfs.
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noch parallel zu diesen seitlich verfahren werden, indem die Auflagerschienen
mittels der Hubzylinder 35 gleichsinnig beaufschlagt werden.
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Ein Fehler in der Bauflucht wird durch Verfahren der Teleskoparme
17, 18 ausgeglichen.
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