DE2844362C2 - Fotografischer Blendenverschluß - Google Patents
Fotografischer BlendenverschlußInfo
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- DE2844362C2 DE2844362C2 DE2844362A DE2844362A DE2844362C2 DE 2844362 C2 DE2844362 C2 DE 2844362C2 DE 2844362 A DE2844362 A DE 2844362A DE 2844362 A DE2844362 A DE 2844362A DE 2844362 C2 DE2844362 C2 DE 2844362C2
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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- G03B9/58—Means for varying duration of "open" period of shutter
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-
- G—PHYSICS
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Description
iormal zur Zeichenebene verläuft und fokussiert die lurch die Belichtungsöffnung 22 nach der Filmebene 30
lindurchtretenden Lichtstrahlen über einen Belichungsspiegel 32, und diese Teile sind alle in einer Belichungskammer
34 innerhalb des Gehäuses 12 unterge-Dracht
Zwischen dem Objektiv 24 und der Belichtungsöffiung
22 ist ein Verschluß 3(5 untergebracht, der zwei einander überlappende Verschlußlamellen 40 und 42
aufweist In der vorderen Gehäuseabdeckung 18 ist der Auslöser Si untergebracht Außerdem ist ein Sucher 38
vorgesehen.
In den Verschlußlamellen 40 und 42 sind zwei erste Blendenöffnungen 44 und 46 angeordnet, die die Belichtungsblende
bilden. Die Lamellen 40 und 42 werden längs eines vorbestimmten Piades aus einer ersten Stellung
(F i g. 3) in eine zweite Stellung (F i g. 4) überführt. In der ersten Stellung ist der Verschluß geschlossen. In
der zweiten Stellung gemäß F i g. 4 überlappen sich die Belichtungsblendenöffnungen 44 und 46 und definieren
gemeinsam eine maximale Blendenöffnung. Der Verschluß
weist einen Schwenkzapfen 48 auf, rler vom Träger 14 an einer Stelle seitlich versetzt zur Belichtungsöffnung 22 vorsteht und schwenkbar und quer verschieblich
Schlitze 50 und 52 führt, die in den Verschlußlamellen 40 und 42 angeordnet sind.
Die Mittel zur Lagerung des Verschlusses weisen außerdem einen Schwinghebel 54 auf, der schwenkbar an
den beiden Verschlußlamellen 40 und 42 angreift Der Schwinghebel 54 seinerseits ist drehbar auf einem Stift
56 gelagert, der an einer Stelle liegt, die seitlich von der Belichtungsöffnung 22 versetzt ist. Der Schwinghebel 34
ist schwenkbar an seinen gegenüberliegenden Enden mit den Verschlußlamellen 40 und 42 über Stifte 58 und
60 verbunden, die seitlich vom Schwinghebel 54 vorstehen. Eine Uhrzeigersinn-Drehung des Schwinghebels 54
bewirkt demgemäß, daß sich die Verschlußlamellen 40 und 42 in einer solchen Richtung bewegen, daß progressiv
die wirksame Belichtungsblendenöffnung vergrößert wir.1, die durch die überlappenden öffnungen 44
und 46 über der Belichtungsöffnung 22 definiert wird. Dadurch wird ein Bereich sich progressiv vergrößernder,
wirksamer Blendenöffnungen geschaffen. Eine Drehung des Schwinghebels 54 um seinen Schwenkzapfen
56 bewirkt gleichzeitig eine Linearbewegung und eine Winkeibewegung der Verschlußiamellen 40 und 42 um
den Stift 48, und diese Winkelbewegung ist minimal, so daß die Bewegung der Verschlußlamellen 40 und 42 als
translatorische Bewegung angesehen werden kann.
Es ist ein Antrieb 'vorgesehen, um den Verschluß aus
der Schließstellung gemäß Fig.' 3 in die Öffnungsstellung gtmäß F i g. 4 zu versetzen und dann wieder in die
Schließstellung zurückzuführen. Dieser Antrieb weist einen Elektromagneten 62 auf, der den Schwinghebel 54
im Gegen-Uhrzeigersinn dreht und dadurch die Verschlußlamellen 40 und 42 aus ihrer Öffnungsstellung in
ihre Schließstellung zurückführt. Der Elektromagnet 62 weist einen zylindrischen Anker 64 auf, der in die Spule
des Elektromagneten eingezogen wird, sobald die Spule erregt wird. Der Anker 64 des Elektromagneten ist mit
dem Schwinghebel 54 über einen Schwenkstift 66 derart verbunden, daß eine Längsbewegung des Ankers 64 eine
Drehung des Schwinghebels um den Schwenkstift 56 derart bewirkt, daß die Verschlußlamellen 40 und 42
versetzt werden
Der Antrieb weist ferner eine Vorspannfeder 68 f.uf, die den Schwingherd! 54 und die Verschlußlamellen 40
und 42 kontinuierlich in die Öffnungsstellung vorspannt, in der die größtmögliche Blendenöfinung über der Belichtungsöffnung
gebildet wird. Das bewegliche Ende der Feder 68 ist am Schwinghebel 54 bei 70 verankert,
während das stationäre Ende der Feder 68 am Träger 14 mittels eines Stiftes 72 verankert ist. Durch diese Feder
wird der Verschluß kontinuierlich so vorgespannt, daß die Verschlußlamellen 40 und 42 aus ihrer Schließstellung
gemäß F i g. 3 in ihre maximale Öffnungsstellung gemäß F i g. 4 ablaufen.
Wenn der Elektromagnet 62 erregt wird, dann werden die Verschlußlamellen 40 und 42 aus ihrer zweiten
Stellung in ihre erste Stellung zurückgeführt Demgemäß verhindert die Erregung des Elektromagneten 62.
daß die Verschlußlamellen 40 und 42 in ihre maximale Öffnungsstellung (Fig.4) unter dem Einfluß der Feder
68 ablaufen. Der Belichtungsregler ist jedoch auch für fotografische Systems anwendbar, bei denen die Lamellen
40 und 42 unter Federvorspannung in ihre Schließstellung ablaufen.
Eine weitere Erregung des Elektromagneten 62 zurr. Halten der Verschlußlamellen -v? und 42 in ihrer
Schließstellung (erste Stellung gemäL' F i g. 3) führt zu
einem unerwünscht hohen Stromverbrauch der Batterie. Deshalb ist eine mechanische Verklinkung 74
(F i g. 3) vorgesehen, die in seitlichem Eingriff mit einem Rand des Schwinghebels 54 gelangt und die Verschlußlamellen
40 und 42 in ihrer Schließstellung hält, unabhängig davon, ob der Elektromagnet 62 erregt ist oder
nicht.
Die Kamera 10 kann mit Blitzbeleuchtung arbeiten, indem eine Blitzlampenleiste 76 aufgesetzt wird. Diese
Blitzleiste weist mehrere, im Abstand zueinander angeordnete Blitzlampen 78 auf, die an mehrere im Abstand
zueinander angeordnete Klemmen 82 angeschlossen sind, die auf einer Einsteck-Klinge 80 angeordnet sind.
Die Blitzleiste 76 kann mit dem Kameragehäuse 12 über eine Fassung 84 verbunden werden, die außerdem mehrere
im Abstand zueinander angeordnete Anschlußkontakte 86 besitzt.
Jede Verschlußlamelle 40,42 weist zwei zweite Blendenöffnungen
90 und 92 in der Lamelle 40 bzw. 94 und % in der Lamelle 42 auf, die Fotozellenblcndcn. d. h.
eine Lichtnießöffnung bilden. Die Fotozellen-Blendenöffnungen
90, 92, 94 und % sind so aufeinander ausge-
richtet, daß das durch eine zweite öffnung 97 im Abdeckabschnitt
18 des Gehäuses 12 einfallende Licht übertragen wird, wie dies weiter unten im einzelnen
erläutert wird. Hinter den Fotozellen-Blendenöffnungen ist ein lichtempfindliches Element 98 angeordnet.
Das lichtempfindliche Element 98 kann eine Fotospannungszelle sein, deren Ausgangssignal den auffallenden
Helligkeits-Intensitäten entspricht. Das lichtempfindliche Element 98 ist mit einer Lichtintegrations- und Steuerschaltung
100 verbunden. Die Lichtintegrations-Steuerschaltung 100 ist an den Elektromagneten £2 angeschlossen,
um diesen zu erregen, sobald auf den Film eine genügend große Lichtmenge aufgefallen ist, die
einem bestimmten Belichtungswert entspricht.
Die Mittel 7ur Feststellung des Szenenlichtes weisen
außerdem einen Abdeckschieber 102 auf, der eine langgestreckte Primäföffnung UO besitzt, die über der Be·
lichtungsöffnung 22 liegt. Weiter besitzt der Abdeckschieber
102 im Abstand zueinander angeordnete Sekundäröffnungen 106 und 108, wobei die Sckundäröffnungen
106 für'i>geslirhtbetrieb und die /weite Sekundärwicklung
108 für Blitzbetrieb wirksam ist. Der Abdeckschieber 102 ist über den Verschlußlamellen 40 und
42 gelagert und selektiv entsprechend den Verschlußla-
mellen 40 und 42 verschiebbar. Der Abdeckschieber 102 ist mittels eines Längsschlitzes 104 schwenkbar und
translatorisch verschiebbar auf dem Schwenkstift 48 in der vorbeschriebenen Weise gelagert. Außerdem ist ein
zweiter Schwinghebel 112 schwenkbar mit dem Abdeckschieber 102 mittels eines Stiftes 114 an einem Ende
des Schwinghebels angelenkt. Der Schwinghebel 112 ist
zusätzlich koaxial zu dem ersten Schwinghebel 54 so verdrehbar, daß eine im wesentlichen translatorische
Verschiebebewegung des Abdeckschiebers 102 in Richtung der Bewegung der Verschlußlamelle 42 zustandekommt.
Eine Torsionsfeder 116 spannt den Schwinghebel 112 gegenüber dem ersten Schwinghebel 54 so vor,
daß eine Uhrzeigersinn-Verschwenkung des ersten Schwinghebels 54 aus der Öffnungsstellung gemäß
Fig.3 nach der Schließstellung gemäß Fig.4 auf den
zweiten Schwinghebel 112 übertragen wird. Auf diese Weise bewegt sich der Äbueekschieber 102 gemäß der
Bewegung der Verschlußlamelle 42 aus der Abdeckstellung in die Öffnungsstellung. Die Torsionsfeder 116 ist
an einem Ende 118 mit dem ersten Schwinghebel 54 und mit dem anderen Ende an dem zweiten Schwinghebel
112 befestigt.
Der Rand des zweiten Schwinghebels 112 wird außerdem
von Rand des ersten Schwinghebels 54 an einem Punkt 122 derart erfaßt, daß eine Schwenkbewegung
des ersten Schwinghebels 54 im Gegenuhrzeigersinn auf den zweiten Schwinghebel 112 übertragen wird, um
den Abdeckschieber 102 gemäß der Verschlußlamelle 42 zu bewegen die sich von der Öffnungsstellung zurück
in die Schließstellung bewegt.
Das andere Ende des Schwinghebels 112 definiert eine
Anschlagfläche 123 an seinem gegenüberliegenden Ende und wirkt mit Mitteln zusammen, die den Lichtdetektor
veranlassen. Licht bei Blitzbetrieb zu empfangen, d. h. wenn eine Bützicistc 76 an der Kamera angesteckt
ist. Zu diesem Zweck ist eine Betätigungsvorrichtung 124 vorgesehen, die einen in Längsrichtung verlaufenden
Antriebshebel 126 aufweist, der relativ zu dem Träger 14 durch zwei im Abstand zueinander liegende Stifte
128 und 130 schwenkbar gelagert ist. Die Stifte verlaufen in Längsrichtung des Hebels 126 und sind in zwei
Schwenklagern des Basisblockes 14 getragen. Der Antriebshebel 126 ist damit um eine Achse verschwenkbar,
die parallel zur Ebene der Verschlußlamellenbewegung liegt, jedoch kann die Achse auch etwas gegenüber dieser
Bewegungsebene der Verschlußlamellen schräg gestellt sein, ohne die Arbeitsweise der Betätigungsvorrichtung
124 zu beeinträchtigen.
Der Antriebshebel 126 weist einen Arm 132 auf, der nach oben vorsteht und einen Finger 134 besitzt, der in
den Bereich der Blitzleistenfassung 84 vorsteht. Der Antriebshebel 126 hat außerdem einen Arm 136 auf der
gegenüberliegenden Seite, der in den Bewegungspfad der Anschlagfläche 123 des Schwinghebels überführt
werden kann. Eine nicht dargestellte Vorspannfeder dreht den Antriebshebel 126 in eine Stellung, in der der
Arm 136 aus dem Bewegungspfad der Anschlagfläche 123 des Schwinghebels herausbewegt ist. während
gleichzeitig der Finger 134 in die Fassung 184 eingreift und an der Steckklinge 80 der Blitzleiste 76 angreift, die
in die Fassung 85 eingesteckt ist.
Wenn die Verschlußlamellen 40 und 42 und der zugeordnete Abdeckschieber 102 in ihrer Schließstellung gemäß
F i g. 3. befindlich sind, dann ergibt sich, wie aus F i g. 6 deutlich wird, daß der Abdeckschieber 102 mit
der Verschlußlamelle 42 eine Labyrinthdichtung um die Primäröffnungen 44 und 46 bildet. Die Arbeitsweise des
fotografischen Apparates 10 bei Tageslichtbetrieb beginnt mit dem Niederdrücken des Auslösers Si, der die
mechanische Klinke 74 vom Rand des Schwinghebels 54 abhebt. Der Schwinghebel 54 läuft dann gemäß Fig. 3
im Uhrzeigersinn unter der Wirkung der Antriebsfeder 68 ab, um die Verschlußlamellen 40 und 42 in entgegengesetzten
Richtungen so zu bewegen, daß die Blendenöffnungen 44 und 46 einander überlappen und zusammen
einen Bereich progressiv sich vergrößernder Primär-Blendenöffnungen
bilden. Es ist ersichtlich, daß der zweite Schwinghebel 112 ebenfalls im Uhrzeigersinn
durch die Torsionsfeder 116 gedreht wird, so daß der Abdeckschieber 102 entsprechend dem Ablauf der Verschlußlamellen
40, 42 verschoben wird. Die langgestreckte Primäröffnung UO des Abdeckschiebers 102
überlappt wirksam die Primäröffnung, die zusammen von den einander überlappenden Blendenöffnungen 44
und 46 definier· wird. Außerdem bewegt sich die Tageslieht-Sekundärblendenöffnung
106 des Abdeckschiebers über die Fotozellen-Blendenöffnung, die durch
Überlappung der Sekundäröffnungen 90 und 94 gebildet wird, so daß Szenenlicht nach dem lichtempfindlichen
Element 98 gelangen kann. Gleichzeitig bewegt sich die Blit/Iicht-Sckundäröffnung 108 des Abdeck-
Schiebers 102 aus der Überlappungsstellung mit der Fotozellen-Sekundärabtastöffnung
heraus, die zusammen durch di {überlappenden Sekundäröffnungen 92 und 95
gebildet wird, so daß das Licht nach dem lichtempfindlichen Element 98 von jenem Licht abgeschirmt wird.
welches die Abtast -Sekundärblendenöffnung trifft, die
durch die überlappenden öffnungen 92 und 96 definiert ist.
Demgemäß überlappen die Sekundäröffnungen 90 und 94 einander, um zusammen den Durchtritt von Szenenlicht
nach dem lichtempfindlichen Element 98 über einen zweiten Bereich progressiv sich vergrößernder
Blendenöffnungen in der Weise zu steuern, wodurch eine erste vorgewählte entsprechende Beziehung zwischen
dem Szenenlicht und dem Licht aufrechterhalten wird, das der Brennebene 30 durch die Verschlußlamellen
40 und 42 zugeführt wird, wenn sich diese Verschlußlamellen über ihren Bereich sich progressiv vergrößernder
öffnungen bewegen.
Diese gewählte korrespondierende Beziehung, die zwischen dem vom Detektor aufgenommenen Szenenlicht und dem den Film belichtenden Licht aufrechterhalten
wird, kann unter Bezugnahme auf die graphische Darstellung gemäß F i g. 8 klargestellt werden. Hierin
sind die Änderungen der normalisierten Flächen für den Bereich der wirksamen ersten Blendenöffnung^ i, die
durch die überlappenden öffnungen 44 und 46 gebildet sind und die Änderung der normalisierten Flächen für
den Bereich der wirksamen Fotozellen-Blendenöffnungen, die durch die überlappenden öffnungen 90 und 94
gebildet werden, als Funktion der Zeit aufgetragen, die erforderlich ist, die Verschlußlamellen 40 und 42 aus der
Schließstellung in die Öffnungsstellung zu überführen. Wie ersichtlich, vergrößert sich die normalisierte Fläche
der wirksamen Fotozellen-Blendenöffnung vor der normalisierten Fläche für die wirksame Belichtungs-Blendenöffnung,
um das Szenenlicht vorauszusehen, das nach der Filmebene 30 nach einer endlichen Zeitdauer
gelangt, die erforderlich ist, damit die Verschlußlamellen 40 und 42 aus ihrer Öffnungsstellung in ihre Schließstel-
b5 lung zurückkehren können.
Wenn genügend Szenenlicht auf die Filmebene 30 getroffen ist, um eine wirksame Belichtung durchzuführen,
dann liefert die Szenenlichtintegrier- und Steuer-
schaltung 100 ein Ausgangssignal, das den Elektromagnet
62 erregt und dadurch den Schwinghebel 54 im Gcgenuhrzeigers;nn so dreht, daß die Schlicßlamellcn
40 und 42 in ihre Schließstellung zurückkehren. Fine
Drehung des Schwinghebels 54 im (jcgenuhr/eigersinn
bringt den Schwinghebel 54 in Kingriff mit dem Kund des Schwinghebels 112, so daü der Schwinghebel 112 im
Gegenchrzeigersinn in seine Ausgangsstellung zurückgeführt wird.
Auf diese Weise wird der Abdeckschieber 102 in direkter Übereinstimmung mit der Verschlußlamelle 42
bewegt. Der Abdeckschieber dient dazu, den Zutritt von Szenenlicht durch die Fotozellen-Blendenöffnungen 92
und 96 zu verhindern, während Szenenlicht durch die Fotozellen-Blendenöffnungen 90 und 94 nach dem lichtempfindlichen
Element 98 gelangen kann. Die Fotozellen-Blendenöffnungen 90 und 94 können demgemäß in
spezieller Weise so geformt sein, daß eine vorgewählte entsprechende Beziehung zwischen dem aufgefangenen
Szenenlicht und dem Szenenlicht besteht, welches nach der Bildebene 30 gelangt, wobei der Verschluß so in
geeigneter Weise für Tageslichtbetrieb angepaßt ist.
Aus F i g. 5 und 6 ist ersichtlich, daß die Steckklinge 80 einer Blitzleiste 76 in die Fassung 84 eingesteckt ist. Die
Steckklinge 80 erfaßt beim Einstecken den Finger 134 des Hebels 126, so daß dieser um seine Längsachse gedreht
wird, wodurch der Anschlagarm 136 in den Bewegungspfad der Anschlagoberfläche 123 des Schwinghebels
112 eingedrückt wird.
Γ,ϊγ Belichtungszyklus bei Blitzbetrieb wird dadurch
eingeleitet, daß der Auslöser S\ gedrückt wird, wodurch die mechanische Verklinkung 74 außer Eingriff mit dem
Rand des Schwinghebels 54 gebracht wird, so daß der Schwinghebel 54 im Uhrzeigersinn unter der Wirkung
der Feder 68 ablaufen kann, wodurch die Verschlußlamellen 40 und 42 aus ihrer Schließstellung in ihre Öffnungsstellung
ablaufen. Der Schwinghebel 112 wird entsprechend dem Schwinghebel 54 durch die Torsionsfeder
116 gedreht, bis die Anschlagoberfläche 123 durch den Anschlagarm 136 (vgl. Fig. 6) abgefangen ist, und
danach wird die Torsionsfeder 116 weiter durch die sich
fortsetzende Uhrzeigersinn-Drehung des Schwinghebels 54 gespannt. Auf diese Weise wird verhindert, daß
sieh der Abdeckschieber 102 entsprechend der Vcrschlußlamelle 42 bewegt, und durch die untere Blendenöffnung
108 wird bewirkt, daß Szenenlicht, welches durch die Fotozellen-Blendenöffnung eintritt, welche
durch die überlappenden öffnungen 92 und % definiert sind, dem lichtempfindlichen Element 98 zugeführt wird.
Der Abdeckschieber 102 bewirkt gleichzeitig eine Blokkierung des Szenenlichts, welches durch die wirksamen
Fotozellenabtast-Blendenöffnung eintritt, die durch die überlappenden öffnungen 90 und 94 gebildet ist.
Dadurch, daß die Fotozellen-Blendenöffnungen 92 und % in spezieller Weise gestaltet sind, kann eine zweite
gewählte entsprechende Beziehung zwischen dem vom Detektor aufgenommenen Szenenlicht und dem
Szenenlicht hergestellt werden, welches auf die Bildebene 30 gelangt, wenn die Verschiußlamellen unter Blitzbetrieb
ablaufen. Diese zweite entsprechende Beziehung läßt sich unter Bezugnahme auf Fig.9 ableiten.
Hier sind die normalisierten Flächen für den Bereich der Fotozellenabtast-Sekundärblendenöffnungen definiert
durch die überlappenden öffnungen 92 und 96 und der Bereich der Primär-Blendenöffnungen, definiert durch
die überlappenden öffnungen 44 und 46, als Funktion der Zeit aufgetragen, die erforderlich ist, um die Verschlußlamellen
40 und 42 aus ihrer Abdeckstellung in die Öffnungsstellung zu überführen. Nach einer vorbestimmten
Zeitdauer, die den Beginn der Bewegung der Versehlußlamellen aus ihrer Schließstellung folgt, wird
eint· lilii/.lumpc 78 der Blitzlcistc 76 gezündet. Das Wh/.-
') liimpenAusgiings-Ansprechen, wurde den Kurven der
noriUiilisicrien l'lüehe für die Primär- und Sekundär
blcndenöffnungen überlagert, um besser die entsprechende Beziehung zwischen dem Bereich von Fotozellen-Blendenöffnungen
(definiert durch die tiberlappen-
den öffnungen 92 und 96) und den Blitzlampen zu veranschaulichen.
Es ist ersichtlich, daß eine völlig unterschiedliche, entsprechende Beziehung zwischen dem
vom Detektor aufgenommenen Szenenlicht und dem Szenenlicht, das auf die Bildebene 30 gelangt, bei Blitzbetrieb
erhalten wird, als bei Tageslichtbetrieb. Außerdem kann, da die wirksame Fotozellen-Blendenöffnung
(definiert durch überlappende Öffnungen 92 und 96) kleiner ist, als die wirksame Fotozellen-Blendenöffnung
(definiert durch die überlappenden Öffnungen 90 und 94), ein Anheben des Sichtfeldes für das lichtempfindliche
Element 98 erreicht werden, wie dies bei Blitzbetrieb erwünscht ist.
In gleicher Weise wie bei Tageslichtbetrieb liefert die
Lichtintegrations- und Steuerschaltung 100 ein Ausgangssignal, um den Elektromagneten 62 zu erregen
und die Verschiußlamellen 40 und 42 in ihre Schließstellung zurückzuführen, sobald eine vorbestimmte Lichtmenge
auf die Bildebene 30 aufgetroffen ist, die eine richtige Belichtung bewirkt. Bei Blitzbetrieb wird der
Μ Schwinghebel 112 über einen begrenzten Drehwinkel
gedreht, bis die Anschlagoberfläche 123 am Anschlagarm 136 anstößt, um den Vorderrand der Tageslicht-Durchtrittsöffnung
110 aus der Schließstellung gegenüber den wirksamen Szenenlicht-Primäröffnungen zu
bewegen, die durch die überlappenden öffnungen 44 und 46 gebildet werden, wenn der Verschluß zwischen
der ersten und zweiten Stellung bewegt wird. Unabhängig davon ob der Abdeckschieber 102 sich gemäß der
Verschlußlamelle 42 bewegt, wie es bei Tageslichtbetrieb der Fall ist, oder ob er in einer festen Stellung
gegenüber der Betätigungsvorrichtung 124 gehalten wird, wie dies bei Blitzbetrieb der Fall ist, gibt die langgestreckte
Szenenlicht-Durchgangsöffnung 110 die Belichtungsöffnung
im Träger 14 frei.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Fotografischer Blenden Verschluß mit zwei zwischen einer öffnungs- und Schließstellung bewegbaren
Verschlußlamellen mit ersten Blendenöffnungen zur Einstellung einer Belichtungsöffnung und mit
zweiten Blendenöffnungen zur Einstellung einer Lichtmeßöffnung für einen fotoelektrischen Wandler
einer Verschlußsteuerschaltung, wobei sich die Belichtungs- und Lichtmeßöffnung bei der Öffnungsbewegung
der Lamellen in für Tages- und Blitzlichtbetrieb unterschiedlicher Weise zunehmend
vergrößern, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Verschlußlamellen (40, 42) zwei
zweite Blendenöffnungen (90, 94, 92, 96) unterschiedlicher Form und Größe aufweist, so daß ein
erstes Paar (90, 94) zusammen wirkender zweiter Blendenöffnungen eine an den Tageslichtbetrieb sowie
ein /.weites Paar (92,96) eine an den Biitzüchtbetrieb
angepaßte Lichtmeßöffnung bestimmt und ein Abdeckschieber (102) vorgesehen ist, der parallel zu
den Verschlußlamellen abhängig von der Einstellung auf Tages- oder Bliizlichtbetrieb derart verschiebbar
ist, daß jeweils das nicht benötigte Paar zweiter Blendenöffnungen abgedeckt ist.
2. Blendenverschluß nach Anspruch !.dadurch gekennzeichnet,
daß der Abdeckschieber (102) im Abstand zueinander angeordnete Sekundäröffnungen
(106, 108) a f«/eist, von denen die eine (106) für Tageslichtbetrieb
und die andere (108) für Blitzbetrieb wirksam isv
3. Blendenverschluß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dab der Abdeckschieber
(102) mittels eines Längsschlitzes (104) schwenkbar und iranslatorisch verschiebbar auf einem gehäusefesten
Stift (48) gelagert ist. der auch die Verschlußlamellen (40,41) führt.
4. Blendenverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußlamellen
(40, 42) von einem Schwinghebel (54) angetrieben werden, und daß koaxial zu diesem Schwinghebel
(54) ein zweiter Schwinghebel (112) schwenkbar
mit dem Abdeckschieber (102) mittels eines Stiftes
(114) angelenkt ist. und daß eine Torsionsfeder (116) den die Verschlußlamellcn antreibenden
Schwinghebel (112) gegenüber dem Abdeckschieber-Schwinghebel
(54) vorspannt.
5. Blendenverschluß nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß eine Umschaltung von Tageslichtbetrieb auf Blitzlichtbetrieb beim Einstecken einer
Blitzleiste (76) in die kameraeigene Fassung automatisch über Übertragungsglieder (134, 126) bewirkt
wird.
6. Blendenverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdeckschieber
(102) in Verbindung mit den Vcrschlußlamellen (40,42) eine Labyrinth-Lichtdichtung um die Belichtungsblendenöffnung
herum bildet, wenn der Verschluß in Schließstellung befindlich ist.
7. [tlciulcnvcrsi'hliiß nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet,
iliill nach Hinsct/.cn einer Biiulcistc
(76) in die Blit/fassung der Abdcckschicber (102) gegenüber
den Verschlußiumellen (40, 42) stillgesetzt wird.
Die Erfindung bezieht sich auf einen fotografischen Blendenverschluß der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 angegebenen Gattung. Ein solcher Blendenverschltiß
ist aus der DE-OS 28 23 636 bekannt Hierbei erfolgt die Steuerung derart, daß bei Tageslichtbetiieb
Belichtungsblende und Fotozellenblende innerhalb eines ersten Bereichs auf einen vorbestimmten Blendenwert ablaufen, während bei Blitzbetrieb dieser bereich
erweitert ist und die Lamellen bis zum Erreichen der ίο maximalen Blendenöffnung ablaufen, wobei die Blitzzündung
bei der das Ende des ersten Bereiches bildenden vorbestimmten Blendenöffnung erfolgt. Hierdurch
ergibt sich eine etwas geringere Tiefenschärfe bei Blitzbetrieb, jedoch zu Gunsten einer verbesserten Ausnutzung
der Biitzbeleuchtung. Die wirksame Fotozellenblendenöffnung ist jedoch bei Blitzaufnahmen und bei
Tageslichtaufnahmen innerhalb des ersten Bereiches bis zur vorbestimmten Blendenöffnung gleich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Blen-
2Q denversch.luß so auszugestalten, daß bei Blitzbetrieb und Tageslichtbetrieb völlig unterschiedliche wirksame
Fotozellenblendenöffnungen jeweils angepaßt an die Beleuchtung erhalten werden können.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die im Kennzeichnungsteil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmale.
Dadurch, daß bei Tageslichtbetrieb eine andere Fotozellenblende
wirksam wird als bei Blitzbetrieb, kann durch entsprechende Gestaltung der sich überlappenden
Blendenöffnungen das Ansprechverhalten der Fotozelle an die jeweilige Beleuchtungsart angepaßt werden,
wobei ein Ablaufen in beiden Fällen bis zum Erreichen der maximalen Blendenöffnung möglich ist.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung
zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer mit dem erfindungsgemäßen BlendenverscWuß ausgestatteten
Kamera;
Fig. 2 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung des Blendenverschlusses;
Fig. 3 eine Ansicht des Blcndenvcrschlusses gemäß
.»ι F i g. 2 in Schließstellung bei Einstellung auf Tageslichtbetrieb:
Fig. 4 eine Ansicht des Verschlusses nach Fig. 3 in
Öffnungsstellung:
Fig. 5 eine Ansicht des Verschlusses nach Fig. 2 in
Schließstellung bei Einstellung auf Blitzbetrieb;
Fig. 6 eine Ansicht des Verschlusses nach Fig. 5 in
Öffnungsstellung:
F i g. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 gemäß F i g. 3; F i g. 8 eine grafische Darstellung, die den normalisierten
Bereich der Blendenöffnung während eines Belichtungsvorganges bei Tageslicht zeigt;
F i g. 9 eine grafische Darstellung, die den normalisierten Bereich der Blendenöffnung bei Blitzbetrieb
zeigt.
bo Der BiendenverschluB 16 ist einer fotografischen Kamera
to zugeordnet und innerhalb eines Kameragehäuses 12 eingebaut. An dem Gehäuse 12 ist ein Träger 14
fixiert, der die verschiedenen Bestandteile des Blenden-Verschlusses
16 trägt. Vorn und hinten ist eine Abdekh> kung 18 vorgesehen, die das Objektiv 24 trägt.
Das Objektiv 24 liegt über der Belichtungsöffnung 22. und ist in dem Objektivtubus 26 angeordnet. Das Objektiv
24 bestimmt die optische Achse 28. die gemäß F i g. 3
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/841,192 US4147418A (en) | 1977-10-11 | 1977-10-11 | Photographic exposure control system with independent ambient and artificial illumination control modes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2844362A1 DE2844362A1 (de) | 1979-04-19 |
| DE2844362C2 true DE2844362C2 (de) | 1984-05-24 |
Family
ID=25284267
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2844362A Expired DE2844362C2 (de) | 1977-10-11 | 1978-10-11 | Fotografischer Blendenverschluß |
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- 1978-10-10 CA CA000313013A patent/CA1116454A/en not_active Expired
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