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DE284319C - - Google Patents

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Publication number
DE284319C
DE284319C DENDAT284319D DE284319DA DE284319C DE 284319 C DE284319 C DE 284319C DE NDAT284319 D DENDAT284319 D DE NDAT284319D DE 284319D A DE284319D A DE 284319DA DE 284319 C DE284319 C DE 284319C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fat
solid
organosols
colloids
caprine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT284319D
Other languages
English (en)
Publication of DE284319C publication Critical patent/DE284319C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/02Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution from inanimate materials

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Colloid Chemistry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bekanntlich sind die verschiedenen Kolloide in bezug auf ihre Haltbarkeit, d. h. bezüglich der Fähigkeit, ihren Organosol- oder Hydrosolcharakter zu bewahren, individuell verschieden. Auch wenn ihre Beständigkeit durch ein Schutzkolloid, z. B. Wollfett bei Organosolen oder protalbinsaures Natrium bei Hydrosolen, .eine ganz erhebliche Steigerung erfährt, so sind doch nicht alle organischen
ίο Kolloide in Kombination mit derartigen Schutzkolloiden gleich haltbar. Manche sind in fester Form und in Lösungen viele Jahre beständig, andere beginnen nach mehr oder minder langer Zeit auszuflocken, also in den Gelzustand überzugehen. Dies trifft auch für die anorganischen Kolloide in Kombination mit AVollfett zu, wenn sie in AVollfett lösenden organischen Flüssigkeiten, wie z. B. fetten Ölen, als Organosole gelöst werden. Manche Organosole sind darin ungemein haltbar, andere wieder weniger. Bei manchen kolloidalen Metallenzymen, insbesondere solchen der Edelmetalle, tritt, wenn sie in Fett aufgelöst sind, noch der weitere Übelstand hinzu, daß das Fett oxydiert und ranzig wird, wobei die Enzyme gleichzeitig ihre wertvollen Eigenschaften einbüßen. Das ist z. B. der Fall bei Auflösungen oder Suspensionen 'derartiger Metallenzyme in Olivenöl, Sesamöl o. dgl.
Es wurde nun gefunden, daß man die Haltbarkeit dieser Organosole außerordentlich steigern, d. h. sie fast unbegrenzt lange haltbar machen kann, dadurch, daß man den als Lösungsmittel dienenden Fetten eine derartige Konsistenz gibt, daß sie bei. gewöhnlicher Temperatur fest oder nahezu fest sind. Wird· ein Wollfett-Organosol in einem derartigen Fett oder Fettgemisch, das sich bei gelinder Wärme verflüssigt, gelöst, so verhindert das bei Zimmertemperatur festwerdende Lösungsmittel ein Zusammenflocken der kolloidalen Partikelchen, die in dem festen Lösungsmittel fixiert sind, und das Organosol wird dadurch unbegrenzt lange haltbar. .
Durch Kombination eines festen Fettes mit niederer Jodzahl oder eines durch katalytische Hydrogenisation bis zur Jodzahl null reduzierten Fettes, oder auch von auf synthetischem Wege dargestellten festen Glyzerinestern gesättigter Fettsäuren mit einem indifferenten Lösungsmittel von bei gewöhnlicher Temperatur flüssiger Konsistenz, hat man es so in der Hand, einerseits die katalytische Oxydationswirkung anorganischer Organosole, ζ. B. der Metallenzyme, auf das Lösungsmittel zu verhindern und andererseits ihren Organosolcharakter dauernd zu erhalten. Als derartige feste Fette mit niederer Jodzahl kommen besonders das gereinigte Palmkernöl und reines Kokosfett, z. B. die Handelsmarke Palmin, und als indifferentes Lösungsmittel der Capryl- oder Caprinester oder -äther sowie flüssige oder-bei niedriger Temperatur schmelzende Glyzeride gesättigter Fettsäuren, z. B. Tributyrin, in Betracht. Man verfährt beispielsweise wie folgt:
ι Teil des Organosols des Palladiumhydroxyduls (s. Patentschrift 268311) mit 20 Pro-
zent Palladiumgehalt wird unter gelindem Erwärmen in einer Mischung von Palmin (Jodzahl etwa 8) und Caprinäther gelöst, z.B. in einem Gemisch von 9 Teilen Palmin und 1 Teil Caprinäther. Das Ganze wird dann mit dem gleichen Gemisch auf den gewünschten Metallgehalt eingestellt, also z. B. auf 10 Teile für eine Lösung mit 2 Prozent Palladiumgehalt. Diese Lösung ist vollkommen haltbar, d. h. das darin enthaltene Fett wird nicht ranzig.
Es sei bemerkt, daß die Anwendung indifferenter Stoffe allein, z. B. des Caprinäthers, zu ■weniger haltbaren und weniger brauchbaren Präparaten führt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung haltbarer Präparate aus Organosolen und Fettkörpern, darin bestehend, daß man zwecks Erzielung bei gewöhnlicher Temperatur fester oder nahezu fester Produkte die Kolloide :in Glyzerinestern gesättigter Fettsäuren oder in solchen Fetten löst oder emulgiert, die nur wenig Glyzeride ungesättigter Säuren enthalten, und daß man den erforderlichen Grad der Leichtschmelzbarkeit nötigenfalls dadurch bewirkt, daß man dem Fett geeignete, an sich selbst indifferente Stoffe, wie Caprinäther o. dgl., zufügt.
DENDAT284319D Active DE284319C (de)

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