DE2842147A1 - Katalysator zum reduzieren von stickstoffoxiden und verfahren zur herstellung eines derartigen katalysators - Google Patents
Katalysator zum reduzieren von stickstoffoxiden und verfahren zur herstellung eines derartigen katalysatorsInfo
- Publication number
- DE2842147A1 DE2842147A1 DE19782842147 DE2842147A DE2842147A1 DE 2842147 A1 DE2842147 A1 DE 2842147A1 DE 19782842147 DE19782842147 DE 19782842147 DE 2842147 A DE2842147 A DE 2842147A DE 2842147 A1 DE2842147 A1 DE 2842147A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- catalyst
- sulfate
- water
- mixture
- vanadium
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J27/00—Catalysts comprising the elements or compounds of halogens, sulfur, selenium, tellurium, phosphorus or nitrogen; Catalysts comprising carbon compounds
- B01J27/02—Sulfur, selenium or tellurium; Compounds thereof
- B01J27/053—Sulfates
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D53/00—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
- B01D53/34—Chemical or biological purification of waste gases
- B01D53/74—General processes for purification of waste gases; Apparatus or devices specially adapted therefor
- B01D53/86—Catalytic processes
- B01D53/8621—Removing nitrogen compounds
- B01D53/8625—Nitrogen oxides
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D53/00—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
- B01D53/34—Chemical or biological purification of waste gases
- B01D53/92—Chemical or biological purification of waste gases of engine exhaust gases
- B01D53/94—Chemical or biological purification of waste gases of engine exhaust gases by catalytic processes
- B01D53/9404—Removing only nitrogen compounds
- B01D53/9409—Nitrogen oxides
- B01D53/9413—Processes characterised by a specific catalyst
- B01D53/9418—Processes characterised by a specific catalyst for removing nitrogen oxides by selective catalytic reduction [SCR] using a reducing agent in a lean exhaust gas
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D2251/00—Reactants
- B01D2251/20—Reductants
- B01D2251/206—Ammonium compounds
- B01D2251/2062—Ammonia
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D2255/00—Catalysts
- B01D2255/20—Metals or compounds thereof
- B01D2255/204—Alkaline earth metals
- B01D2255/2042—Barium
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D2255/00—Catalysts
- B01D2255/20—Metals or compounds thereof
- B01D2255/207—Transition metals
- B01D2255/20723—Vanadium
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Catalysts (AREA)
- Exhaust Gas Treatment By Means Of Catalyst (AREA)
Description
übe Industries, Yamaguchi-ken / Japan
Katalysator zum Reduzieren von Stickstoffoxiden und Verfahren zur Herstellung eines derartigen Katalysators
Die Erfindung bezieht sich auf einen Katalysator zum Reduzieren von Stickstoffoxiden mit Ammoniak. Es handelt
sich dabei insbesondere um einen Katalysator, der wasserbeständig ist und selbst bei niedriger Temperatur
eine hohe katalytische Aktivität hat.
Es ist bekannt, daß Stickstoffoxide (NO ), einschließlich
Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2), die
in Abgasen von Brennkraftmaschinen, Dampfkraftanlagen, Dampf- bzw. Heizkesseln, sonstigen Brennofen, Eisenerzaufbereitungsanlagen
und dergleichen stammen, gereinigt
909814/1006
werden durch Reduzieren mit Ammoniak in Gegenwart eines
Katalysators, wobei die Reduktion in folgender Weise abläuft:
4NO + 4NH3 + O2 6H3O + 4N2
6NO + 4NH3 5N2 + 6H3O
6NO2 + 8NH3 7N2 +
Die Abgase enthalten häufig Schwefeloxide (SO ), beispielsweise
Schwefeldioxid (S0„) und Schwefeltrioxid (SO-). Zum Reduzieren von Stickstoffoxiden mit Ammoniak
sind verschiedene Katalysatorarten bekannt, siehe beispielsweise die offengelegten japanischen Patentanmeldungen
Nr. 5Ο-6591, 51-21567, 51-22691 und 51-1o3869.
Ein typischer Katalysator zum Reduzieren von Stickstoffoxiden mit Ammoniak enthält als aktive katalytische
Komponenten Oxide des Eisens, Kupfers und Vanadiums, die auf einem Trägermaterial abgelagert sind, welches
beispielsweise aus Aluminiumoxid und Titandioxid besteht. Von diesen bekannten Katalysatoren zeichnet sich insbesondere
ein V3O5-TiO2-Katalysator hinsichtlich seiner
hohen katalytischen Aktivität bei relativ niedriger Temperatur (etwa 3oo 0C) und durch einen hohen Widerstand
gegenüber SO aus. Bei diesem Katalysator ist es jedoch nachteilig, daß infolge seiner hohen Aktivität im Sinne
einer Oxidation von SO an der Katalysatoroberfläche eine
große Menge SO3 gebildet wird, welches mit dem Ammoniak
reagiert, das als Reduktionsmittel für die Stickstoffoxide verwendet wird, wobei die Reaktionsprodukte, wie
Ammoniumsalze oder Schwefel enthaltende Säuren, beispielsweise Ammoniumhydrogensulfat, an den Oberflächen
des Katalysators, den verwendeten Wärmetauschern und Ableitungen bzw. Kaminen der Brennapparate abgelagert werden. Diese
Ablagerung der Reaktionsprodukte von SO3 mit Ammoniak führt zu einer Verringerung der katalytischen Aktivität
des Katalysators einerseits und andererseits zu einer
909814/1006
2842H7
Korrosion der eingesetzten Apparaturen. Diese Ablagerung und Korrosion führt nicht nur zu einer Beeinträchtigung
der für die Reduktion der Stickstoffoxide verwendeten Apparaturen sondern auch zu einer Verschlechterung der
katalytischen Aktivität des Katalysators, was einen erhöhten Zeitverbrauch bei der Reduktion zur Folge hat.
Zum Reduzieren von Stickstoffoxid mit Ammoniak sind außerdem verschiedene Katalysatoren bekannt, die als
aktive katalytische Komponente ein Metallsulfat, beispielsweise Vanadylsulfat, enthalten. Diese Katalysatoren
sind hinsichtlich- ihrer Resistenz gegenüber SO und hinsichtlich ihrer Haltbarkeit vorteilhaft.
Wenn derartige Katalysatoren, die mit in dem Abgas enthaltenem Staub verunreinigt worden sind, zur
Wiederaufbereitung mit Wasser gewaschen werden, oder wenn derartige Katalysatoren während des Reduktionsvorganges feucht werden, löst sich ein Teil des
Katalysators im Wasser auf oder wird von dem Wasser zerstört. Es ist auch nachteilig, daß diese Katalysatoren
bei niedriger Temperatur (etwa 3oo 0C) nur eine geringe
katalytische Aktivität bzw. Wirksamkeit haben. Die katalytische Aktivität dieser Katalysatoren zum Reduzieren
von Stickstoffoxiden mit Ammoniak ist außerdem auch nicht zufriedenstellend.
Wenn das Vanadiumoxid oder Vanadiumsulfat eines derartigen Katalysators auf einer Katalysatorbasis abgelagert
ist, beispielsweise aus Aluminiumoxid, wird das Aluminiumoxid unter dem Einfluß des in dem Abgas vorhandenem
SO zu Aluminiumsulfat umgewandelt. Diese Umwandlung führt zu einer niedrigen katalytischen Aktivität
des Katalysators und einer geringen Haltbarkeit.
In der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 51-1o3 869 sind Katalysatoren beschrieben, die
Sulfate verschiedener Metalle enthalten. In dieser
9Q98U/1006
Druckschrift ist auf Seite 3, linke Spalte, Zeile 2o, bis
rechte Spalte, Zeile 6, zum Ausdruck gebracht, daß der Katalysator ohne Calcinieren hergestellt werden kann, und
daß die katalytisch aktiven Komponenten leicht durch Waschen des Katalysators mit Wasser von dem Katalysator
getrennt werden kann. Die katalytisch aktive Komponente hat somit nur eine geringe Resistenz gegenüber Wasser.
Wenn der Katalysator zur Wiederaufbereitung mit Wasser gewaschen wird, wird demzufolge der Katalysator häufig
zerstört bzw. die katalytisch aktive Komponente wird durch das Wasser herausgelöst. Wenn der Katalysator
zur Reinigung eines schmutzigen Abgases verwendet worden ist, das eine große Staubmenge enthält, ist es schwierig,
die katalytische aktive Komponente von dem auf dem Katalysator
abgelagerten Staub zu trennen, und zwar selbst durch Waschen des Katalysators mit Wasser, um die katalytische
aktive Komponente zu lösen. Der zuletzt beschriebene Katalysator ist auch aufgrund seiner niedrigen katalytischen
Wirksamkeit bei niedriger Temperatur nachteilig.
Ausgehend davon besteht die Aufgabe, einen verbesserten Katalysator zum Reduzieren von Stickstoffoxiden mit
Ammoniak zu schaffen, wobei folgende Einzelprobleme zu lösen sind:
1. Der Katalysator soll nicht in der Lage sein, in dem Abgas vorhandenes SO2 zu SO3 zu oxidieren.
2. Der Katalysator soll eine hohe Resistenz gegenüber SO und über einen langen Zeitraum eine hohe
Wirksamkeit hinsichtlich seiner katalytischen Aktivität haben, und zwar selbst bei Abgasen mit einer
hohen SO -Konzentration.
3. Der Katalysator soll eine hohe Resistenz gegenüber Wasser haben, d.h. er soll weitgehend unlöslich
in Wasser sein, so daß selbst dann, wenn der Katalysator mit Wasser in Kontakt gebracht wird, keine
Komponente in dem Wasser gelöst wird und die Form
9098U/1006
des Katalysators ohne dessen Zerstörung beibehalten werden kann.
4. Der Katalysator soll eine hohe katalytische Aktivität bzw. Wirksamkeit bei einer niedrigen Temperatur
von etwa 3oo C aufweisen.
Zur Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe ist der erfindungsgemäße Katalysator dadurch gekennzeichnet,
daß er aus Bariumsulfat und wasserunlöslichem Vanadylsulfat besteht.
Das wasserunlösliche Vanadylsulfat unterscheidet sich deutlich von üblichem wasserlöslichem Vanadylsulfat. Das
erfindungsgemäß verwendete, wasserunlösliche Vanadylsulfat
hat im IR-Absorptionsspektrum Peaks bei 94o cm"
und 51o cm , während wasserlösliches Vanadylsulfat
im IR-Absorptionsspektrum weder einen Peak bei 9 4o cm
_1
noch bei 51o cm aufweist. Das wasserunlösliche Vanadylsulfat hat das gleiche Röntgenstrahlungsbild, wie es in
ASTM 19/14OO erwähnt ist.
Es hat sich herausgestellt, daß die der Erfindung zugrundeliegende Problemstellung mittels eines Katalysators
gelöst werden kann, der in der Weise hergestellt wird, daß man Bariumsulfat und Schwefelsäure oder eine
Ammoniumsulfatverbindung, beispielsweise Ammoniumhydrogensulfat, Ammoniumsulfit, Ammoniumsulfat, oder Ammoniumpersulfat
mit einer Lösung einer Vanadylverbindung mischt, die durch Lösen einer Vanadiumverbindung in einer
wässrigen Lösung eines Reduktionsmittels, beispielsweise Oxalsäure, hergestellt worden ist, um die Valenz
des Vanadiums auf einen Wert unter 5 zu senken, wobei diese Mischung anschließend getrocknet und calciniert
wird. Das auf diese Weise hergestellte Vanadylsulfat ist in Wasser unlöslich, während übliches Vanadylsulfat
in Wasser löslich ist; das wasserunlösliche Vanadylsulfat unterscheidet sich deutlich von dem wasserlöslichen
909814/1006
2842H7
Vanadylsulfat, wenn man die jeweiligen Rontgenstreuungsspektren
und IR-Absorptionsspektren miteinander vergleicht. Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird
ebenfalls durch einen Katalysator gelöst, der in Form einer Mischung aus Bariumsulfat, wasserunlöslichem
Vanadylsulfat und Wasser hergestellt worden ist, wobei diese Mischung anschließend getrocknet und calcinier
worden ist.
Auch ein Katalysator, der gemäß der' offengelegten japanischen
Patentanmeldung Nr. 51-1o3 869 durch Mischen von Kobaltsulfat, wasserlöslichem Vanadylsulfat oder
Ferrosulfat mit Bariumsulfat, Calcuimsulfat, Strontiumsulfat
oder Bleisulfat in einer kleinen Wassermenge und durch Trocknen und Calcinieren der Mischung hergestellt
worden ist, hat bei einer niedrigeren Temperatur nur eine geringe katalytische Aktivität und ist insofern
nachteilig, als die katalytischen Komponenten in Wasser herausgelöst werden. Im Rahmen der der vorliegenden
Erfindung zugrundeliegenden Entwicklungsarbeiten hat es sich weiterhin gezeigt, daß ein Katalysator, der
durch Mischen oder Imprägnieren einer Katalysatorbasis, beispielsweise Aluminium- oder Siliciumoxid, mit
wasserlöslichem Vanadylsulfat allein und durch Trocknen und Calcinieren der Mischung hergestellt worden ist,
eine hohe Aktivität hinsichtlich des Oxidierens von S0„ zu SO3 hat. Auch ein derartiger Katalysator ist
demzufolge nicht zur Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe geeignet.
Es hat sich weiterhin gezeigt, daß selbst dann, wenn Ammoniummetavanadat in einer wässrigen Lösung von
Oxalsäure gelöst und Ammoniumsulfat dieser Lösung zugesetzt wird, und die resultierende Lösung mit Calciumsulfat
oder Strontiumsulfat an Stelle von Bariumsulfat vermischt wird und dieses Gemisch getrocknet und zur
Herstellung eines Katalysators calciniert wird, die Vanadiumverbindung nicht gänzlich in das wasserun-
909814/1006
- 1ο -
lösliche Vanadylsulfat umgewandelt werden kann, wobei
der resultierende Katalysator außerdem auch nur eine geringe katalytische Aktivität bei niedriger Temperatur
hat.
Es hat sich als wesentlich herausgestellt, daß das wasserunlösliche Vanadylsulfat mit Bariumsulfat zur
Herstellung des erfindungsgemäßen Katalysators gemischt wird. Das Bariumsulfat kann außerdem nicht durch
irgend ein anderes Sulfat, beispielsweise Calciumsulfat oder Strontiumsulfat, ersetzt werden. Das Fehlen entweder
von wasserunlöslichem Vanadylsulfat oder Bariumsulfat führt zu einem minderwertigen bzw. schwachen
Katalysator, der nicht zur Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe geeignet ist.
Die Anteile an wasserunlöslichem Vanadylsulfat und Bariumsulfat
in dem Katalysator sind nicht auf bestimmte Bereiche beschränkt. Der Katalysator soll jedoch vorzugsweise
1 bis 35 Gewichtsprozent, insbesondere 5 bis 3o Gewichtsprozent, wasserunlösliches Vanadylsulfat und
65 bis 99 Gewichtsprozent, vorzugsweise 7o bis 95 Gewichtsprozent, Bariumsulfat enthalten. Es ist weiterhin vorteilhat,
wenn die gesamte Menge der Vanadylverbindung in dem Katalysator im Zustand des wasserunlöslichen Vanadylsulfats
vorliegt. Es können jedoch eine oder mehrere andere Vanadiumverbindungen, die sich von wasserunlöslichem Vanadylsulfat
unterscheiden, in einer Menge von 5 Gewichtsprozent oder weniger in dem Katalysator vorhanden sein,
bezogen auf das Gesamtgewicht der Vanadiumverbindungen in dem Katalysator.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Katalysators zum Reduzieren von Stickstoffoxiden mit
Ammoniak ist dadurch gekennzeichnet, daß man Wasser mit Bariumsulfat und wasserunlöslichem Vanadylsulfat
mischt, das durch Kochen einer Mischung aus Vanadium-
9098U/1006
2842H7
oxid und konzentrierter Schwefelsäure hergestellt worden ist, daß man anschließend die resultierende Mischung
trocknet und die getrocknete Mischung bei einer Temperatur von 2oo bis 45o °C in einer sauerstoffhaltigen
Atmosphöre calciniert.
Das in der oben ,beschriebenen Weise hergestellte wasserunlösliche Vanadylsulfat hat eine grüne Farbe.
Die Trocknung erfolgt vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 9o und 15o 0C und das Calcinieren findet vorzugsweise
bei einer Temperatur von 2oo bis 45o 0Cf
vorzugsweise 25o bis 4oo °Cf statt. Die sauerstoffhaltige
Atmosphäre kann atmosphärische Luft sein. Die Atmosphäre bzw. Umgebung kann schwefelsäurehaltiges
Gas, Ammoniakgas oder eine Mischung dieser beiden Gase enthalten. Der Calciniervorgang dauert vorzugsweise
1- bis 24 Stunden, insbesondere 3 bis 16 Stunden. Der resultierende Katalysator hat eine blau-grüne Farbe.
Der erfindungsgemäße Katalysator läßt sich gemäß abgewandelter
Erfindung auch dadurch herstellen, daß man eine wässrige Lösung einer Vanadylverbindung,
in der Vanadium eine Valenz unter 5 hat und die durch Lösen einer Vanadiumverbindung in einer wässrigen
Lösung eines Reduktionsmittels hergestellt worden ist, Schwefelsäure oder ein Ammoniaksalz einer Schwefel-Sauerstoff
-Säure und Bariumsulfat miteinander vermischt, die resultierende Mischung trocknet und die getrocknete
Mischung bei einer Temperatur von 2oo bis 45o 0C in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre calciniert.
Die in der wässrigen Lösung eines Reduktionsmittels zu lösende Vanadiumverbindung ist vorzugsweise Vanadiumpentaoxid
oder Ammoniummetavanadat. Das Reduktionsmittel ist nicht auf eine spezielle Substanz beschränkt,
solange diese Substanz in der Lage ist, die Valenz des Vanadiums auf einen Wert unter 5 zu reduzieren. Als
Reduktionsmittel wird vozugsweise eine reduzierende
909814/1006
2842H7
organische Carbonsäure verwendet, beispielsweise Oxalsäure, Citronensäure und Weinsäure. Die Ammoniumsalze
der Schwefel-Sauerstoff-Säure ist vorzugsweise eine Verbindung aus der Gruppe von Ammoniumhydrogensulfat,
Ammoniumsulfit, Ammoniumsulfat und Ammoniumpersulfat.
Das am meisten bevorzugte Ammoniumsalz ist Ammoniumsulfat. Wenn ein Ammoniumsalz einer Schwefel-Sauerstoff-Säure
anders als Ammoniumsulfat oder Schwefelsäure verwendet wird, besteht eine Tendenz, daß während
des Calciniervorganges eine kleine Menge an Vanadiumpentaoxid in dem Katalysator gebildet wird. Die Bildung von
Vanadiumpentaoxid kann unter Umständen zu einer Verringerung der katalytischen Aktivität des resultierenden Katalysators
und zu einer Erhöhung der Aktivität des resultierenden Katalysators hinsichtlich des Oxidierens von SO2 führen.
Um die auf der Bildung von Vanadiumpentaoxid basierenden Nachteile zu vermeiden, ist es vorteilhaft, die Sinteroperation
in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre durchzuführen,
die zusätzlich Ammoniakgas enthält. Diese Ammoniakgas enthaltende Calcinieratmosphäre verhindert
wirksam die Bildung von Vanadiumpentaoxid und gewährleistet die Umwandlung der Vanadiumverbindung in das
wasserunlösliche Vanadylsulfat. Die Reihenfolge, in der die Vanadiumlösung, Schwefelsäure oder das Ammoniumsalz
der Schwefel-Sauerstoff-Säure und Bariumsulfat miteinander vermischt werden, ist nicht kritisch. So
kann beispielsweise zuerst das Bariumsulfat mit Schwefelsäure oder dem Ammoniumsalz einer Schwefel-Sauerstoff-Säure
zusammen mit einer kleinen Wassermenge vermischt werden, bevor die Vanadiumlösung dieser Mischuug zugemlscht
wird. Es besteht auch die Möglichkeit, zuerst Bariumsulfat mit der Vanadiumlösung zu vermischen und
dann dieser Mischung Schwefelsäure oder ein Ammoniumsalz der Schwefel-Sauerstoff-Säure zuzumischen. Es kann
auch zuerst die Vanadiumlösung mit Schwefelsäure oder einem Ammoniumsalz einer Schwefel-Sauerstoff-Säure gemischt
werden, bevor dieser Mischung Bariumsulfat zugemischt wird. Die drei Komponenten können auch alle
9098U/1006
28A2U7
gleichzeitig miteinander vermischt werden. Die Schwefelsäure oder das Ammoniumsalζ der Schwefel-Sauerstoff-Säure
wird vorzugsweise in einem Atomverhältnis von Schwefel zu Vanadium von 1 : 2 verwendet. Selbst wenn das Verhältnis
über 2 liegt, kann kein zusätzlicher Effekt erwartet werden. Die Trocknung erfolgt vorzugsweise bei
einer Temperatur von 9o bis 15o 0C. Anschließend findet
die Calcinierung bei einer Temperatur von 2oo bis 45o 0C,
vorzugsweise 25o bis 4oo 0C, während eines Zeitraumes
von 1 bis 24 Stunden, vorzugsweise 3 bis 16 Stunden, statt. Die sauerstoffhaltige Atmosphäre kann atmosphärische Luft
sein. Die Atmosphäre bzw. Umgebung enthält vorzugsweise ein Ammoniakgas, vorzugsweise eine Mischung aus Ammoniakgas
und schwefelsäurehaltxgem Gas. Durch eine derartige Atmosphäre wird das Vanadylsulfat während der Calcinierungsstufe
zuverlässig im wasserunlöslichen Zustand gehalten. Die Calcinierung führt zur BiLdung des erfindungsgemäßen
Katalysators aus Bariumsulfat und wasserunlöslichem Vanadylsulfat.
Der erfindungsgemäße Katalysator läßt sich auch in der
Weise herstellen, daß man eine Mischung aus Wasser mit Bariumsulfat und wasserlöslichem Vanadylsulfat
zubereitet, diese Mischung trocknet und anschließend die getrocknete Mischung bei einer Temperatur von
25o bis 45o 0C in einer Schwefelsäuregas und Ammoniakgas
enthaltende Atmosphäre calciniert.
Bei dieser Verfahrensweise wird die Mischung in der Weise hergestellt, daß Bariumsulfat und das wasserlösliche
Vanadylsulfat zusammen mit einer kleinen Wassermenge miteinander vermischt werden, oder indem
in eine bestimmte Form gebrachtes Bariumsulfatmaterial mit einer wässrigen Lösung des wasserlöslichen Vanadylsulfats
imprägniert wird. Die Trocknung erfolgt vorzugsweise bei einer Temperatur von 9o bis 15o C. Das
Calcinieren wird bei einer Temperatur von 25o bis 45o 0C,
vorzugsweise 3oo bis 4oo 0C, während eines Zeitraumes
909814/1006
2842U7
von 1 bis 24 Stunden, vorzugsweise 3 bis 16 Stunden, durchgeführt. Eine Luftatmosphäre, die kein schwefelsäurehaltiges
Gas und Ammoniakgas enthält, ist für diese Verfahrensweise nicht geeignet.
Der erfindungsgemäße Katalysator kann in jeder beliebigen der oben beschriebenen Verfahrensweisen hergestellt
werden.
Die bevorzugte Verfahrensweise ist jedoch die an zweiter Stelle erwähnte Verfahrensweise, bei der Bariumsulfat
und Ammoniumsulfat mit einer wässrigen Lösung von reduziertem Vanadium vermischt werden, das durch Lösen von
Ammoniummetavanadat in einer wässrigen Lösung von Oxalsäure hergestellt worden ist. Die auf diese Weise
erhaltene Mischung wird bei einer Temperatur von 9o bis 15o 0C getrocknet und die getrocknete Mischung
wird anschließend 1 bis 24 Stunden lang, vorzugsweise 3 bis 16 Stunden lang, bei einer Temperatur von 2oo bis
45o C, vorzugsweise 25o bis 4oo C, in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre calciniert, die bevorzugt Ammoniakgas
und schwefelsäurehaltiges Gas enthält. Der resultierende Katalysator hat eine blau-grüne Farbe und kennzeichnet
sich dadurch aus, daß er Vanadium im Zustand von wasserunlöslichem Vanadylsulfat und mit dem Vanadylsulfat gleichmäßig
vermischtes Bariumsulfat enthält.
Der erfindungsgemäße Katalysator kennzeichnet sich durch folgende Vorteile aus:
1. Er hat bei verhältnismäßig niedriger Temperatur eine
höhere katalytische Aktivität bei der Reduktion von Stickstoffoxiden als übliche Sulfatkatalysatoren.
2. Er hat eine hohe Resistenz gegenüber SO und behält daher seine hohe katalytische Aktivität über einen
langen Zeitraum, selbst wenn das zu reinigende Abgas hohe SO -Konzentrationen hat.
9098U/1006
-is- 28A2U7
3. Er ist in Wasser weitgehend unlöslich und kann daher durch Waschen mit Wasser wieder aufbereitet
werden, wenn der Katalysator mit in einem Abgas enthaltenem Staub verunreinigt worden ist, ohne
daß die katalytisch aktive Komponenten herausgelöst und der Katalysator zerstört wird.
4. Er ist im wesentlichen nicht in der Lage, SO2 bei einer
niedrigen Temperatur von etwa 3oo C zu oxidieren, so daß die Bilding von unerwünschten Ammoniumsalzen,
beispielsweise Ämmoniumhydrogensulfat, an der Oberfläche des Katalysators verhindert wird, d.h. die
Bildung von Salzen, welche die katalytische Aktivität des Katalysators herabsetzen.
Der erfindungsgemäße Katalysator ist demzufolge außerordentlicht
wirksam bei der Reduktion von Stickstoffoxiden, die in einem Abgas enthalten sind, insbesondere einem Abgas,
welches zusätzlich zu Stickstoffoxiden SO enthält.
Die Erfindung wird nunmehr an Hand der folgenden Beispiele beschrieben, ohne daß die Erfindung jedoch in irgendeiner
Weise auf diese Beispiele beschränkt ist.
In jedem der folgenden Beispiele ist die katalytische Aktivität des resultierenden Katalysators bei der Reduktionvon
NO gemäß der folgenden Methode untersucht worden:
Der Katalysator wurde in Pelletform in eine U-förmige Reaktionsröhre aus nichtrostendem Stahl mit einem
Innendurchmesser mit 3o mm gegeben. Die Reaktionsröhre wurde in ein Salzbad gestellt und auf einer Temperatur
von 3oo 0C oder 6o 0C gehalten. Man ließ ein Modellgas
aus 3oo ppm NO, 33o ppm NH_, 7oo ppm SO2, 1o Volumenprozent
Dampf, 5 Volumenprozent O0 und Rest N0 mit
einer Raumgeschwindigkeit von 5ooo Std. durch die Reaktionsröhre strömen. Nachdem dieses Modellgas
9098U/1008
-ie- 2842H7
24 Stunden lang durch die Reaktionsröhre geströmt war,
wurden die Anteile an NO -Gas in dem Modellgas am Einlaßende und am Auslaßende der Reaktionsröhre mittels
eines Chemilumineszenz-Analyseapparates für NO gemessen. Der Reduktionsprozentsatz wurde gemäß der folgenden
Gleichung berechnet:
X1 - X2
Reduktion (%) = χ 1oo
X1
wobei X1 und X0 den NO -Gehalt des Modellgases am Einlaßende
bzw. Auslaßende der Reaktionsröhre repräsentieren. Die Aktivität des Katalysators bei der S02-0xidation wurde
gemäß der folgenden Methode gemessen: Eine ü-förmige Reaktionsröhre mit einem Innendurchmesser von 3o mm wurde
mit 2o ml des Katalysators gefüllt und auf eine Temperatur
-1
von 25o, 3oo oder 35o C erhitzt. Durch die Reaktions
röhre ließ man mit einer Raumgeschwindigkeit von 5ooo Std. ein Modellgas aus o,1 Volumenprozent SO2, 5 Volumenprozent
O2 und als Rest N2 strömen. Der S02~Gehalt Y des
Modellgases am Einlaßende der Reaktionsröhre und der SO2~Gehalt Y2 des Modellgases am Außlaßende der Reaktionsröhre wurde jeweils gemessen. Die SO0-Oxidationsaktivität
des Katalysators wurde gemäß der folgenden Gleichung berechnet:
Y1 - Y2
SO0-Oxidationsakitvität (%) = χ 1oo
Y1
Es wurde außerdem die Resistenz eines Katalysators gegenüber Wasser in der folgenden Weise ermittelt:
Der Katalysator wurde feinpulverisiert und mittels eines 1oo Mesh-Siebes gesiebt. Io g des pulverisierten Katalysators,
der das 1oo Mesh-Sieb passiert hatte, wurden 4 Stunden lang in 5o ml Wasser gelassen. Nach Abfilterung mittels
eines Glasfilters wurde der wasserbehandelte Katalysator zusammen mit dem Glasfilter 24 Stunden lang bei einer
Temperatur von 11o C getrocknet. Das Gewicht (Z) des getrockneten Katalysators wurde gemessen. Der Gewichtsverlust
(%) des Katalysators wurde gemäß der folgenden
909814/1006
-17- 2842U7
Gleichung berechnet:
1o - Z
Gewichtsverlust (%) = χ 1oo
1o
p-J spiele 1 bis 11
Im Beispiel 1 wurden 15 g wasserunlösliches Vanadylsulfat
(VOSO.), das durch Kochen von Vanadiumpentaoxid in konzentrierter Schwefelsäure hergestellt worden war,
und 185 Bariumsulfat zusammen mit einer kleinen Wassermenge
miteinander verknetet. Die resultierende Mischung wurde bei 11o C getrocknet und zu Pellets mit einem
Durchmesser von 5 mm und einer Höhe von 4 mm geformt. Die Pellets wurden 5 Stunden lang in einer Luftatmosphäre
bei 3oo C calciniert. Der resultierende Katalysator bestand aus 7,5 Gewichtsprozent wasserunlöslichem
Vanadylsulfat und 92,5 Gewichtsprozent Bariumsulfat.
Der Katalysator hatte die in Tabelle 1 angegebene katalytische Aktivität für die NO -Reduktion.
Es wurde auch die Valenz des in dem Katalysator vorhandenen Vanadiums ermittelt, siehe Tabelle 4. Außerdem
wurde die S02-Oxidationsaktivität des Katalysators
gemessen, siehe ebenfalls Tabelle 4.
Die Resistenz des Katalysators gegenüber Wasser wurde ebenfalls gemessen. Als Ergebnis dieses Testes betrug
der Gewichtsverlust o,o3 %, d.h. der Katalysator hatte eine sehr hohe Wasserresistenz.
Im Beispiel 2 wurde 2o g von im Handel erhältlichem wasserlöslichem Vanadylsulfat (VOSO-.2H3O), was 15 g
dehydriertem Vanadylsulfat (VOSO.) entspricht, und 185 g Bariumsulfat (BaSO4) zusammen mit einer kleinen
Wassermenge gründlich miteinander verknetet. Die Mischung wurde bei Ho 0C getrocknet und zu mehreren Pellets mit
einem Durchmesser von 5 mm und einer Höhe von 4 mm geformt. Die Pellets wurden 7 Stunden lang bei 380 0C in einer
Gasatmosphäre calciniert, die o,1 Volumenprozent NH,,
909814/1006
o,1 Volumenprozent SO« und als Rest KL enthielt. Der
resultierende Katalysator war aus 7,5 Gewichtsprozent wasserunlöslichem Vanady!sulfat und 92,5 Gewichtsprozent
Bariumsulfat zusammengesetzt. Die Ergebnisse der die katalytische Aktivität betreffenden Untersuchungen sind
in Tabelle 1 enthalten.
Es wurde außerdem die Valenz des Vanadiums in dem resultierendem Katalysator und die S02-Oxidationsaktivität gemessen,
siehe Tabelle 4.
Im Beispiel 3 wurden 1o,8 g Ammoniummetavanadat zu 15o ml Wasser zugesetzt, und die resultierende Mischung
wurde auf 8o 0C erhitzt. Der resultierenden heißen
Lösung wurden zur Reduktion des Vanadiums 15g Oxalsäure
(COOH)2 langsam zugesetzt. Der reduzierten Vanadiumlösung
wurden 18 g Ammoniumsulfat zugesetzt, und anschließend
wurden der Lösung 185 g Bariumsulfat (BaSO.) zugemischt. Die Mischung wurde gründlich zu einer Paste verknetet.
Die Paste wurde bei 15o 0C getrocknet und die getrocknete
Mischung wurde zu Pellets mit einem Durchmesser von 5 mm und einer Höhe von 4 mm geformt. Die Pellets wurden
4 Stunden lang in eine Luftatmosphäre bei 35o C calciniert.
Der resultierende Katalysator bestand aus 7,5 Gewichtsprozent wasserunlöslichem Vanadylsulfat und 92,5 Gewichtsprozent
Bariumsulfat. Die Ergebnisse von die katalytische Aktivität betreffenden Versuchen sind in Tabelle 1 enthalten.
Die Valenz des Vanadiums und die SO»-Oxidationsaktivität des resultierenden Katalysators wurden gemessen, siehe
Tabelle 4.
Der Katalysator wurde auch einem Versuch zur Bestimmung der Resistenz gegenüber Wasser unterworfen. Das Ergebnis
zeigte einen sehr geringen Gewichtsverlust von 0,06 %.
Im Beispiel 4 wurde im wesentlichen in der gleichen Weise wie im Beispiel 3 verfahren, wobei jedoch zuerst das
9098U/1006
2842H7
Bariumsulfat und das Aramoniumsulfat zusammen mit einer
kleinen Wassermenge miteinander verknetet wurden, bevor eine wässrige Lösung, die durch Lösen von Ammoniummetavanadat
in einer wässrigen Lösung der Oxalsäure hergestellt worden war, der Knetmischung zugesetzt wurde.
Der resultierende Katalysator in Form von Pellets hatte die gleiche Zusammensetzung wie im Beispiel 3. Die katalytische
Aktivität dieses Katalysators ergibt sich ebenfalls aus Tabelle 1.
Im Beispiel 5 wurde im wesentlichen in der gleichen Weise verfahren wie im Beispiel 3, wobei jedoch zuerst das
Bariumsulfat mit einer reduzierten Vanadiumlösung vermischt wurde, die durch Lösen von Ammoniummetavanadat in
einer wässrigen Lösung von Oxalsäure hergestellt worden war, bevor anschließend das Ammoniumsulfat der in der
oben beschriebenen Weise zubereiteten Mischung zugesetzt wurde. Der resultierende Katalysator hatte die gleiche
Zusammensetzung wie im Beispiel 3.
Die Ergebnisse der sich auf die katalytische Aktivität beziehenden Versuche sind in Tabelle 1 enthalten.
Im Beispiel 6 wurde im wesentlichen in der gleichen Weise verfahren wie im Beispiel 3, wobei jedoch an Stelle
von Ammoniumsulfat 13,6 g konzentrierte Schwefelsäure (98%) benutzt wurden, während die Pellets 4 Stunden lang
bei 4oo 0C in einer Gasatmosphäre calciniert wurden, die
aus 2 Volumenprozent NH3, 1 Volumenprozent O2 und als
Rest N2 bestand. Der resultierende Katalysator hatte die
gleiche Zusammensetzung wie im Beispiel 3. Die katalytis uhe Aktivität dieses Katalysators ergibt sich ebenfalls aus
Tabelle 1.
Im Beispiel 7 wurde im wesentlichen in der gleichen Weise verfahren wie im Beispiel 3, wobei jedoch an Stelle von
Ammoniumsulfat 15,7 g Ammoniumhydrogensulfat (NH4HSO4) benutzt
wurden, während die Pellets 4 Stunden lang bei 4oo C
909814/1006
-2ο- 2842Η7
in einer Gasatmosphäre calciniert wurden, die aus
1 Volumenprozent NH3 und 99 Volumenprozent N2 bestand.
Der resultierende Katalysator hatte die gleiche Zusammensetzung wie im Beispiel 3 und die katalytische Aktivität
ergibt sich aus Tabelle f.
Es wurden außerdem die Valenz des Vanadiums und die SO„-Oxi-
dationsaktivität gemessen, siehe Tabelle 4.
In jedem der Beispiele 8 und 9 wurde im wesentlichen in der gleichen Weise Verfahren wie im Beispiel 3, wobei jedoch
das Ammoniummetavanadat in einer solchen Menge verwendet wurde, daß der resultierende Katalysator in der in Tabelle
1 angegebenen Menge aus wasserunlöslichem Vanadylsulfat bzw. Bariumsulfat bestand. Hinsichtlich der katalytischen
Aktivität des resultierenden Katalysators siehe Tabelle
In den Beispielen 1o und 11 wurde im wesentlichen in
der gleichen Weise verfahren wie im Beispiel 3, wobei jedoch das Ammoniumsulfat in Mengen von 13,4 g (Beispiel
1o) bzw. 24,4 g (Beispiel 11) eingesetzt wurde. Die katalytischen Eigenschaften der resultierenden Katalysatoren
ergeben sich aus Tabelle 1.
909814/1006
Beispiel Nr. Katalysatorzusainmens. Calciniertemperatur NO Reduktion
(Gewichtsprozent) (0C) x "1^
co ο co cc
CD O O
| VOSO4 | BaSO4 | 3oo | 3oo 0C | 3 6 o°C | |
| 1 | 7,5 | 92,5 | 38o | 77 | 89 |
| 2 | 7,5 | 92,5 | 38o | 79 | 89 |
| 3 | 7,5 | 92,5 | 38o | 82 | 93 |
| 4 | 7,5 | 92,5 | 38o | 82 | 92 |
| (JI | 7,5 | 92,5 | 4oo | 82 | 93 |
| 6 | 7,5 | 92,5 | 4 oo | 79 | 9o |
| 7 | 7,5 | 92,5 | 38o | 8o | 91 |
| 8 | 2o | 8o | 38o | 84 | 95 |
| 9 | 3 | 97 | 38o | 79 | 9o |
| 1o | 7,5 | 92,5 | 38o | 82 | 93 |
| 11 | 7,5 | 92,5 | 8o | 92 | |
2842747
Tabelle 1 zeigt deutlich, daß der erfingungsgemäße,
wasserunlösliches Vanadylsulfat enthaltende Katalysator
einen außerordentlich hohen NO -Reduktionsprozentsatz bei einer relativ niedrigeren Temperatur von
3oo 0C hat.
Es wurde im wesentlichen in der gleichen Weise verfahren wie im Beispiel 3, wobei jedoch das Ammoniummetavanadat
in einer solchen Menge zugesetzt wurde, daß der resultierende Katalysator eine Zusammensetzung von 3o Gewichtsprozent
wasserunlöslichem Vanadylsulfat und 7o Gewichtsprozent Bariumsulfat hatte. Zur Peststellung der Haltbarkeit
des Katalysators wurde ein sich auf die katalytische Aktivität beziehender Test durchgeführt, der sich bei einer
Temperatur von 3oo 0C über einen Zeitraum von 35oo Stunden
erstreckte. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 enthalten.
Tabelle 2 Haltbarkeit
Testzeit (Std.) 5o 1oo 5oo 1ooo 15oo 2ooo 25oo 3ooo 35oo
Testzeit (Std.) 5o 1oo 5oo 1ooo 15oo 2ooo 25oo 3ooo 35oo
NO -Reduktion 85 87 88 87 87 88 87 87 87
Tabelle 2 zeigt, daß der erfindungsgemäße Katalysator eine
außerordentlich lange Standzeit hat.
Im Vergleichsbeispiel 1 wurden Kobaltsulfat (CoSO4) und
Calciumsulfat (CaSO.) in den in Tabelle 3 angegebenen Mengen miteinander vermischt.
Im Vergleichsbeispiel 2 wurden wasserlösliches Vanadylsulfat (VOSO4) und Calciumsulfat (CaSO4) in den in Tabelle
3 angegebenen Mengen miteinander vermischt.
909814/1006
Im Vergleichsbeispiel 3 wurden Ferrosulfat (FeSO4)
und Calciumsulfat (CaSO.) in den in Tabelle 3 angegebenen
Mengen miteinander vermischt.
Im Verglexchsbeispiel 4 wurden wasserlösliches Vanadylsulfat
(VOSO4) und Bariumsulfat (BaSO4) in den in Tabel]
3 angegebenen Mengen miteinander vermischt.
Im Verglexchsbeispiel 5 wurden wasserlösliches Vanadylsulfat
(VOSO4) und Strontiumsulfat (SrSO4) in den in
Tabelle 3 angegebenen Mengen miteinander vermischt.
Tabelle 3 angegebenen Mengen miteinander vermischt.
Im Verglexchsbeispiel 6 wurden wasserlösliches Vanadylsulfat
(VOSO4) und Bleisulfat (PbSO4) in den in Tabelle
3 angegebenen Mengen miteinander vermischt.
Bei jedem dieser Vergleichsbeispiele wurde die resultierende Mischung mit einer kleinen Wassermenge verknetet, zu
Pellets mit einem Druchmesser von 5 mm und einer Höhe von 4 mm geformt und anschließend 5 Stunden lang bei
einer Temperatur von Ho 0C getrocknet. Die Pellets wurden
nicht calciniert. Die resultierenden Katalysatoren hatten die in der Tabelle 3 angegebenen Zusammensetzungen. Bei
jedem der Vergleichsbeispiele 2 und 4 bis 6 enthielt der Katalysator wasserlösliches Vanadylsulfat. Die katalytische
Aktivität jedes Katalysators ist in Tabelle 3 angegeben.
809814/1006
Tabelle 3
Vergleichsbeispiel Katalysatorzusammensetzung
Nr. (Gew.-%)
1 CoSO4:7,5 CaSO4:92,5
2 VOSO4:7,5 CaSO4:92,5
3 FeSO4:7f5 CaSO4:92,5
co 4 VOSO4:7,5 BaSO4:92,5
2 5 VOSO4:7,5 SrSO4:92,5
cd 6 VOSO4:7,5 PbSO4:92f5
| NO X r |
-Reduktion Q. \ |
| ( 3oo |
%) 0C 36o°C |
| 67 | 85 |
| 51 | 75 |
| 55 | 76 |
| 56 | 78 |
| 5o | 72 |
| 48 | 7o |
-25- 2842U7
Tabelle 3 zeigt, daß sämtliche Vergleichskatalysatoren einen geringeren Reduktionsprozentsatz sowohl bei 3oo 0C
als auch bei 360 C hatten als der erfindungsgemäße
Katalysator. Die Katalysatoren gemäß den Vergleichsbeispielen 2, 4 und 5 wurden auch hinsichtlich ihrer Resistenz
gegenüber Wasser überprüft. Die Katalysatoren gemäß den Vergleichsbeispielen 2, 4 und 5 hatten dabei relativ hohe
Gewichtsverluste von 6,55 %, 6,31 % bzw. 6,52 %.
In den Vergleichsbeispielen 7 und 8 wurde im wesentlichen in der gleichen Weise verfahren wie im Beispiel 3, wobei
jedoch an Stelle von Bariumsulfat Calciumsulfat (Vergleichsbeispiel 7) und Strontiumsulfat (Vergleichsbeispiel 8) verwendet wurden. Die Ergebnisse von sich
auf die katalytische Aktivität beziehenden Versuchen zeigten, daß der Katalysator gemäß Vergleichsbeispiel 7 bei einer
Temperatur von 3oo °C eine NO -Reduktion von 56 % und bei einer Temperatur von 36ο C eine NO -Reduktion von 72 %
hatte, während der Katalysator gemäß Vergleichsbeispiel 8 bei 3oo 0C eine NO -Reduktion von 58 % und bei 36o 0C
eine NO -Reduktion von 77 % ergab. Die katalytische Wirksamkeit der Vergleichskatalysatoren ist demzufolge beträchtlich
niedriger als diejenige des erfindungsgemäßen Katalysators.
27,8 g Kobaltsulfat (CoSO4.7H3O) und 185 g Bariumsulfat
wurden vermischt und zusammen mit einer kleinen Wassermenge verknetet. Der Mischung wurden anschließend 19,2 g
Ammoniumsulfat zugesetzt und das Gemisch wurde bei Ho C getrocknet. Das getrocknete Gemisch wurde zu
Pellets mit einem D urchmesser von 5 mm und einer Höhe von 4 mm geformt. Die Pellets wurden 5 Stunden lang
bei 35o 0C calciniert. Sich auf die katalytische Akti
vität beziehende Versuche ergaben eine NOY-Reduktion
von 73 % bei 36<
909814/1006
von 52 % bei 3oo 0C und von 73 % bei 36o 0C.
4o,o g Ferrinitrat (Fe(NO3) 3.9H„O) , 52,1 g Ammoniumsulfat
und 185 Bariumsulfat wurden miteinander vermischt und mit einer kleinen Wassermenge zusammen verknetet. Die
Mischung wurde bei 12o 0C getrocknet und zu Pellets mit
einem Durchmesser von 5 mm und einer Höhe von 4 mm geformt. Die Pellets wurden 5 Stunden lang bei 35o 0C
calciniert. Sich auf die katalytische Aktivität beziehende Versuche ergaben NO -Reduktionen von 56 % bei 3oo 0C
und von 75% bei 360 C.
Es wurde im wesentlichen in der gleichen Weise verfahren wie im Vergleichsbeispiel 9, wobei jedoch kein Ammoniumsulfat
zugesetzt wurde. Die resultierenden Katalysatoren führten zu einer NO -Reduktion von 53 % bei 3oo 0C und
von 72 % bei 36o 0C.
Im Vergleichsbeispiel 12 wurde *C-Aluminiumoxid in Form
von Kugeln mit einer Größe von 5 mm in eine wässrige Lösung von 2o Gewichtsprozent wasserlöslichem Vanadylsulfat
(VOSO4) eingetaucht, um diese Kugeln mit dem Vanadylsulfat zu imprägnieren. Die imprägnierten
<£■ -Aluminiumoxidkugeln wurden bei 11 ο 0C getrocknet
und anschließend 3 Stunden lang in einer Luftatmosphäre bei 35o 0C calciniert.
Im Vergleichsbeispiel 13 wurde im wesentlichen in der gleichen Weise verfahren wie im Vergleichsbeispiel 12,
wobei jedoch l£ -Aluminiumoxid in Form von Kugeln mit
einer Größe von 5 mm an Stelle von ei. -Aluminiumoxidkugeln
verwendet wurden.
Im Vergleichsbeispiel 14 wurde im wesentlichen in der
gleichen Weise verfahren wie im Vergleichsbeispiel 12,
9098U/1006
wobei jedoch an Stelle von ^C-Aluminiumoxid Siliciumoxid-Aluminiumoxid
in Form von Pellets mit einem Durchmesser von 5 mm und einer Höhe von 4 mm verwendet wurde.
Bei der Zubereitung dieser Vergleichskatalysatoren änderte sich jeweils die Farbe von orange zu braun. Es wurde
die Vanadiumvalenz von jedem der Vergleichskatalysatoren ermittelt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 enthalten.
Von jedem der Vergleichskatalysatoren wurde die S0_-Oxidations aktivität gemessen, siehe Tabelle 4.
2o g im Handel erhältliches wasserlösliches Vanadylsulfat
(VOSO..3H2O) und 185 g Bariumsulfat (BaSO.) wurden vermischt
und zusammen mit einer kleinen Wassermenge verknetet. Die Mischung wurde bei 11o °C getrocknet und zu Pellets
mit einem Durchmesser von 5 mm und einer Höhe von 4 mm geformt. Die Pellets wurden 3 Stunden lang in einer Luftatmosphäre
bei 38o 0C calciniert. Die Vanadiumvalenz der
resultierenden Katalysatoren und die SO2-Oxidationsaktivität
wurde ermittelt,, siehe Tabelle 4.
9098U/1006
Katalysator
S02~Oxidationsaktivität
25o 0C 3oo °C 35o °C Vanadiumvalenz und Katalysator
v+5/v+4 (Gewicht)
Vargleichsbeispiel 12
13
14
15
| 1ο | ,1 | 11, | ο | 6 | 19,8 |
| 1ο | ,4 | 12, | 6 | 22,3 | |
| 6 | ,4 | 7, | 3 | 12,6 | |
| 4 | /5 | 6, | 8 | 11,9 | |
| ο | ο | 1,9 | |||
| ο | ο | 2,1 | |||
| ο | ο | 1,7 | |||
| ο | 1,8 |
94/6 96/4 91/9 87/13
o/1oo 1,5/98,5 o,5/99,5 o,8/99,2
Tabelle 4 zeigt deutlich, daß die gesamte Vanadiummenge oder im wesentlichen die gesamte Vanadiummenge in dem
erfindungsgemäßen Katalysatoren eine Valenz von 4 aufwies,
wobei die erfindungsgemäßen Katalysatoren außerdem im wesentlichen keine katalytische Aktivität bzw. Wirkung
bei der Oxidation von SO2 hatten. Bei den Vergleichskatalysatoren
hatten im wesentlichen alle Vanadiumatome eine Valenz von 5. Die Vergleichskatalysatoren hatten
weiterhin eine relativ hohe katalytische Aktivität bei der S02~Oxidation.
Die oben aufgeführten Beispiele und die Vergleichsbeispiele zeigen weiterhin, daß die erfindungsgemäßen
Katalytisatoren eine ausgezeichnete Resistenz gegenüber Wasser haben, während die Vergleichskatalysatoren beim
Eintauchen in Wasser relativ hohe Gewichtsverluste aufwiesen. Daraus ergibt es sich deutlich, daß das Vanadylsulfat
in dem erfindungsgemäßen Katalysator praktisch im Wasser unlöslich sind und sich allein schon dadurch
deutlich von den üblichen wasserlösliches Vanadylsulfat enthaltenden Katalysatoren unterscheiden.
909814/1006
Claims (1)
- Patentansprüche3. Katalysator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, bezogen auf das Gesamtgewicht des Katalysators, das Bariumsulfat in einer Menge von 65 bis 99 Gewichtsprozent und das wasserunlösliche Vanadylsulfat in einer Menge von 1 bis 35 Gewichtsprozent vorhanden ist.4. Katalysator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß er, bezogen auf das Katalysatorgesaiatgewicht, Bariumsulfat in einer Menge von 7o bis 95 Gewichtsprozent und Vanadylsulfat in einer Menge von5 bis 3o Gewichtsprozent enthält.5. Verfahren zur Herstellung eines Katalysators zum Reduzieren von Stickstoffoxiden mit Ammoniak, dadurch gekennzeichnet, daß man Wasser mit Bariumsulfat und wasserunlöslichem Vanadylsulfat mischt, das durch Kochen einer Mischung aus Vanadiumoxid und konzentrierter Schwefelsäure hergestellt wordenist, daß man anschließend die resultierende Mischung trocknet und die getrocknete Mischung bei einer Temperatur von 2oo bis 45o 0C in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre calciniert.9098U/10066. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die sauerstoffhaltige Atmosphäre schwefelsäurehaltiges Gas, Amironiakgas oder eine Mischung dieser Gase enthält.7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die getrocknete Mischung 1 bis 24 Stunden lang calciniert.8. Verfahren zur Herstellung eines Katalysators zum Reduzieren von Stickstoffoxiden mit Ammoniak dadurch gekennzeichnet, daß man eine wässrige Lösung einer Vanadylverbindung, in der Vanadium eine Valenz unter 5 hat und die durch Lösen einer Vanadiumverbindung in einer wässrigen Lösung eines Reduktionsmittels hergestellt worden ist, Schwefelsäure oder ein Ammoniaksalz einer Schwefel-Sauerstoff-Säure und Bariumsulfat miteinander vermischt, die resultierende Mischung trocknet und die getrocknete Mischung bei einer Temperatur von 2oo bis 45o 0C in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre calciniert.9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man die resultierende Mischung bei einer Temperatur von 9o bis 15o 0C trocknet.10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man als zu reduzierende Vanadiumverbindung Vanadiumpentoxid oder Ammoniummetavanadat verwendet.11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man als Reduktionsmittel Oxalsäure verwendet.9098U/100612. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Ammoniumsalζ einer Schwefel-Sauerstoff-Säure eine Verbindung ist aus der Gruppe von Ammoniumhydrogensulfat, Ammoniumsulfit, Ammoniumsulfat und Ammoniumpersulfat.13. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die sauerstoffhaltige Atmosphäre Ammoniakgas oder eine Mischung aus Ammoniakgas mit Schwefelsäuregas enthält.14. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnetr daß die Mischung ein Atomverhältnis von Schwefel zu Vanadium von 1 : 2 hat.15. Verfahren zur Herstellung eines Katalysators zum Reduzieren von Stickstoffoxiden mit Ammoniak dadurch gekennzeichnet, daß man eine Mischung aus Wasser mit Bariumsulfat und wasserlöslichem Vanadylsulfat zubereitet diese Mischung trocknet und anschließend die getrocknete Mischung bei einer Temperatur von 25o bis 45o C in einer Schwefelsäuregas und Ammoniakgas enthaltenden Atmosphäre calciniert.16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß man die Mischung durch Imprägnieren eines Bariumsulfatformmaterials mit einer wässrigen Lösungdes wasserlöslichen Vanadylsulfats imprägniert.17. Verfahren zum Reduzieren von Stickstoffoxiden mit Ammoniak in Gegenwart eines Katalysators, der Bariumsulfat und wasserunlösliches Vanadylsulfat enthält.9098U/1006
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP11668977A JPS5450495A (en) | 1977-09-30 | 1977-09-30 | Nitrogen oxides purification catalyst |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2842147A1 true DE2842147A1 (de) | 1979-04-05 |
| DE2842147C2 DE2842147C2 (de) | 1983-12-01 |
Family
ID=14693419
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2842147A Expired DE2842147C2 (de) | 1977-09-30 | 1978-09-28 | Katalysator zum Reduzieren von Stickstoffoxiden und Verwendung eines derartigen Katalysators |
Country Status (9)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4225462A (de) |
| JP (1) | JPS5450495A (de) |
| BE (1) | BE870901A (de) |
| CA (1) | CA1125730A (de) |
| DE (1) | DE2842147C2 (de) |
| FR (1) | FR2404463A1 (de) |
| GB (1) | GB2005150B (de) |
| IT (1) | IT1099135B (de) |
| NL (1) | NL172517C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5116586A (en) * | 1988-12-14 | 1992-05-26 | Degussa Aktiengesellschaft | Method for the reduction of nitrogen oxides from waste gases using a zeolite |
Families Citing this family (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS6164334A (ja) * | 1984-09-07 | 1986-04-02 | Ube Ind Ltd | 窒素酸化物浄化用触媒の製法 |
| US4929586A (en) * | 1988-06-09 | 1990-05-29 | W. R. Grace & Co.-Conn. | Catalysts for selective catalytic reduction DeNOx technology |
| US4975256A (en) * | 1988-06-09 | 1990-12-04 | W. R. Grace & Co.-Conn. | Process using catalysts for selective catalytic reduction denox technology |
| JPH05193648A (ja) * | 1992-01-10 | 1993-08-03 | Fujikou Kk | 包装用容器 |
| WO2001023086A1 (en) * | 1999-09-29 | 2001-04-05 | Mitsui Chemicals, Incorporated | Catalyst for decomposing organic hazardous material and method for decomposing organic halides using the same |
| KR100314758B1 (ko) * | 1999-10-19 | 2001-11-15 | 이종훈 | 배기가스에 함유된 질소산화물 제거용 오산화바나듐계 촉매 및그 제조방법 |
| US7390471B2 (en) * | 2005-11-17 | 2008-06-24 | Siemens Power Generation, Inc. | Apparatus and method for catalytic treatment of exhaust gases |
| WO2018021511A1 (ja) * | 2016-07-29 | 2018-02-01 | 三菱日立パワーシステムズ株式会社 | 排ガス脱硝触媒、co酸化触媒、排ガス処理システム、及び排ガス処理方法 |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS51103869A (de) * | 1975-03-10 | 1976-09-14 | Kanden Hankyu Shoji Kk |
Family Cites Families (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1675308A (en) * | 1927-08-03 | 1928-06-26 | Selden Co | Contact sulphuric-acid process |
| NL27123C (de) * | 1928-07-03 | |||
| US3523964A (en) * | 1967-04-10 | 1970-08-11 | Olin Corp | Preparation of aromatic isocyanates |
| US3544534A (en) * | 1967-04-28 | 1970-12-01 | Furukawa Electric Co Ltd | Method for polymerizing olefins |
| BE790409A (fr) * | 1971-10-25 | 1973-02-15 | Isc Chemicals Ltd | Catalyseurs d'oxydation a base de vanadium |
| GB1448550A (en) * | 1974-01-31 | 1976-09-08 | Japan Gasoline | Process for the removal of nitrogen oxides from a gas stream |
| JPS50159867A (de) * | 1974-06-17 | 1975-12-24 | ||
| JPS5451990A (en) * | 1977-09-30 | 1979-04-24 | Seitetsu Kagaku Co Ltd | Preparation of catalyst for denitration |
-
1977
- 1977-09-30 JP JP11668977A patent/JPS5450495A/ja active Granted
-
1978
- 1978-09-13 US US05/941,929 patent/US4225462A/en not_active Expired - Lifetime
- 1978-09-20 CA CA311,639A patent/CA1125730A/en not_active Expired
- 1978-09-21 IT IT27941/78A patent/IT1099135B/it active
- 1978-09-25 GB GB7837953A patent/GB2005150B/en not_active Expired
- 1978-09-28 DE DE2842147A patent/DE2842147C2/de not_active Expired
- 1978-09-29 FR FR7827966A patent/FR2404463A1/fr active Granted
- 1978-09-29 BE BE190819A patent/BE870901A/xx not_active IP Right Cessation
- 1978-09-29 NL NLAANVRAGE7809863,A patent/NL172517C/xx not_active IP Right Cessation
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS51103869A (de) * | 1975-03-10 | 1976-09-14 | Kanden Hankyu Shoji Kk |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5116586A (en) * | 1988-12-14 | 1992-05-26 | Degussa Aktiengesellschaft | Method for the reduction of nitrogen oxides from waste gases using a zeolite |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB2005150B (en) | 1982-04-15 |
| DE2842147C2 (de) | 1983-12-01 |
| IT1099135B (it) | 1985-09-18 |
| GB2005150A (en) | 1979-04-19 |
| NL7809863A (nl) | 1979-04-03 |
| BE870901A (fr) | 1979-01-15 |
| NL172517B (nl) | 1983-04-18 |
| FR2404463B1 (de) | 1982-01-15 |
| NL172517C (nl) | 1983-09-16 |
| CA1125730A (en) | 1982-06-15 |
| JPS5632020B2 (de) | 1981-07-24 |
| US4225462A (en) | 1980-09-30 |
| JPS5450495A (en) | 1979-04-20 |
| IT7827941A0 (it) | 1978-09-21 |
| FR2404463A1 (fr) | 1979-04-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2646753C3 (de) | Verfahren zur katalytischen Behandlung von Abgasen | |
| DE3531871C2 (de) | ||
| DE2705901A1 (de) | Verfahren zur behandlung eines schwefeloxide enthaltenden gases | |
| DE3018279A1 (de) | Verfahren zur reinigung eines schwefelwasserstoff enthaltenden gases | |
| DE2441199A1 (de) | Katalysatoren fuer die behandlung von schwefelverbindungen enthaltenden abgasen | |
| DE2442828A1 (de) | Verfahren zur behandlung von stickstoffoxidhaltigen gasen | |
| DD300511A5 (de) | Katalysator zur reduktion von stickstoffoxiden, herstellungs- und verwendungsverfahren | |
| DE2443262A1 (de) | Verfahren zur zersetzung von stickstoffoxyden | |
| DE2842147A1 (de) | Katalysator zum reduzieren von stickstoffoxiden und verfahren zur herstellung eines derartigen katalysators | |
| DE2559009C3 (de) | Fester Tragerkatalysator zur katalytischen Reduktion von Stickstoffoxiden | |
| DE2346000B2 (de) | Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxiden aus Industrieabgasen | |
| DE4424695A1 (de) | Neue Katalysatoren und Behandlung von Gasen mit denselben | |
| DE2617744A1 (de) | Katalysator zur entfernung von stickstoffoxiden aus abgas und verfahren zu seiner verwendung | |
| EP0514729A2 (de) | Verfahren zur Entfernung des Ammoniakgehaltes in Gasen | |
| DE1217346B (de) | Verwendung eines Kupfer und Nickel enthaltenden Traegerkatalysators zum Entfernen von Sauerstoff aus Wasserstoff und Sauerstoff enthaltenden Gasgemischen | |
| EP0215317B1 (de) | Verfahren zum Entfernen von Schwefelwasserstoff aus Abgasen | |
| DE2411888C3 (de) | Verfahren zur Beseitigung von Stickstoffoxiden in Abgasen | |
| DE2012430C3 (de) | Katalysator zur Durchführung von Redoxvorgängen | |
| DE1005668B (de) | Verfahren zur Herstellung eines fuer die Behandlung von Kohlenwasserstoffen in Gegenwart von Wasserstoff geeigneten Katalysators | |
| DE2348295C3 (de) | Verfahren zur Entfernung von Stickstoffoxiden aus Gasen | |
| DE2454515A1 (de) | Verfahren zur reduktion von stickstoffoxyden | |
| DE3208931A1 (de) | Katalysatorzusammensetzung mit schwefeloxid-getter zum katalytischen kracken von kohlenwasserstoffen | |
| DE3821480A1 (de) | Verfahren zur entfernung von stickoxiden aus verbrennungsabgasen | |
| DE2502079A1 (de) | Verfahren zur entfernung von schwefeldioxid aus abgasen | |
| DE2436683B2 (de) | Oxidträgerkatalysator und seine Verwendung zum selektiven Entfernen von Stickstoffoxiden aus Abgasen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |