DE2842014B2 - Vorrichtung zur Korrektur der Steigungsfehler der Leitspindel an einer Werkzeugmaschine ' - Google Patents
Vorrichtung zur Korrektur der Steigungsfehler der Leitspindel an einer Werkzeugmaschine 'Info
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Description
55
Die Erfindung betrifft eine Korrekturvorrichtung zur Korrektur der Steigungsfehler der Leitspindel an einer
Präzisions-Werkzeugmaschine, die ein aus der Leitspindel und einer Spindelmutter bestehendes Schraubgetriebe zur axialen Verschiebung eines Schlittens aufweist, so
wobei die Spindelmutter unverdrehbar und begrenzt axial verschiebbar im Schlitten gelagert ist, und wobei
eine mit einem einstellbaren, eine im wesentlichen ebene Abtastfläche aufweisenden Korrekturlineal in
Berührung stehende Abtasteinrichtung über einen quer zur Lettspindelachse beweglichen, zwischen der Spindelmutter und dem Schlitten angeordneten Keil dem
Schlitten eine zusätzliche Axialverschiebung erteilt.
Bei Prazisions-Werkzeugmaschinen mit Leitspindeln,
z. B, bei Gewindeschleifmaschinen, wird eine höchstmögliche Genauigkeit des Werkstückes erstrebt Um
dies zu erzielen, sind Korrekturvorrichtungen bekannt,
mit weichen sowohl die langwelligen, systematischen Steigungsfehler wie auch die variablen Tendenzsteigungsfehler kompensiert werden können. Für die erste
Art von Fehlern müssen Korrekturwerte fest in der Vorrichtung angebracht werden können, für die zweite
Art von Fehlern muß die Vorrichtung innerhalb gewisser Grenzen einstellbar sein.
Bei einer bekannten Ausführung einer Korrekturvorrichtung (Kucer, L M. Metallorezuscie Stanki — Osnovy
Konstniirovanija i Rasceta / Werkzeugmaschinen —
Grundlagen für die Konstruktion und Berechnung, 2. Auflage, 1969, Verlag: Masinostroenie, Leningrad/
UdSSR, Seiten 425, 426) erfolgt die Einstellung der erforderlichen oder beabsichtigten Größe der Steigungskorrektur durch die Schrägstellung eines Korrekturlineals in einer die Leitspindelachse enthaltenden
Ebene. Die Abtastung des Korrekturüneals durch ein
Abtastelement bewirkt über einen Verstellkeil eine axiale Relatiwerschiebung der Spindelmutter in bezug
auf den Schlitten.
Der Einbau eines Korrekturlineals an einer Gewindeschleifmaschine ist in der DE-PS 10 70522 dargestellt
und beschrieben. Zur Einstellung der Korrektur des Tendenzsteigungsfehlers (variable Korrektur) wird das
Lineal um einen festen Drehpunkt am Maschinenbett geschwenkt. Zur festen Korrektur des systematischen
Steigungsfehlers ist das Lineal mit einem entsprechenden Profil versehen, das empirisch ermittelt wird und
insbesondere die Fertigungsgenauigkeiten der Maschine ausgleicht
Bei einer weiteren, aus der Zeitschrift Feingerätetechnik 6 (1957) 12, S. 555—557 bekannten Korrekturvorrichtung ist das Korrekturlineal aus kleinen Segmentstücken zusammengesetzt, örtliche Korrekturen
nach beiden Richtungen können jederzeit vorgenommen werden, indem an den entsprechenden Stellen die
Segmentstücke nach innen oder nach außen verschoben werden. Nötigenfalls können die Abtastflächen der
Segmente an die Rolle der Abtasteinrichtung angeglichen werden. Die Korrektur des Tendenzstrigungsfehlers. der Leitspindel erfolgt durch Schwenken des
Korrekturlineals um einen Schwenkpunkt
Aus nachfolgend erwähnten Gründen sind die bekannten Korrekturlineale unbefriedigend: Da ein
solches Korrekturlineal aus Steifigkeitsgründen verhältnismäßig hoch ausgebildet sein muß, — man könnte
eher von einer Korrekturschablone sprechen —, ist sein Einbau in eine Maschine oder in ein Gerät, z. B. in eine
Gewindeschleifmaschine, nur mit großem Aufwand oder in gewissen Fällen gar nicht möglich. Dies darum,
weil der für solche Korrekturschablonen erforderliche Raum bereits durch die Handantriebe für die Einstell-
und Verstellorgane der Maschine belegt ist. Eine Umführung dieser Antriebe, um den notwendigen Raum
zu schaffen, ist meist zu kostspielig.
Zudem ist die Korrektur des langwelligen Verlaufes des systematischen Steigungsfehlers aufwendig. Entweder muß die Abtastfläche des Korrekturlineals als
Kurvenschablone ausgebildet sein, was herstellungstechnisch mi· großen Schwierigkeiten verbunden ist,
oder im Fall des aus mehreren Segmenten bestehenden Kurvenlineals ist das Einstellen, Justieren und Ausmessen dieser Segmente zeitraubend.
Korrekturvorrichtung der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, welche ein Korrekturlineal aufweist, das einerseits im Betrieb die erforderliche Biegesteifigkeit
bei geringen Abmessungen besitzt und andererseits zur Korrektur der beiden Steigungsfehler einfach einstellbar ist,
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
daß die Korrekturlinealachse unter einem spitzen Winkel « eir.e Ebene durchsetzt, welche bestimmt ist
durch die Leitspindelachse und die diese schneidende, senkrecht zu ihr stehende Abtastrichtung der Abtasteinrichtung, und daß das Korrekturlineal mehrfach in
unterschiedlicher, den erforderlichen Korrekturbeträgen entsprechender Höhe abgestützt und um seine
Achse verdrehbar ist
Durch die mehrfache Abstützung erhält das in der Maschine eingebaute Korrekturlineal trotz seiner
kleinen Abmessungen im Betrieb die notwendige Steifigkeit
Die Korrektur des Tendenzsteigungsfehlers kann auf einfache Weise den jeweiligen Scarbeitungsverhältnissen angepaßt werden. In der Ausgangstage des
Korrekturlineals, bei einem Drehwinkel von β = 0°, liegt die Abtastfläche parallel zur Leitspindelachse und
die Abtastbahn der auf der Abtastfläche abrollenden Abtastvorrichtung liegt ebenfalls parallel zur Leitspindelachse. Der Verstellkeil wird durch die Abtastvorrichtung nicht bewegt Sobald nun das Korrekturlineal um
einen Winkel von β ^ 0° aus der Ausgangslage verdreht wird, ist die Abtastfläche zur Leitspindel jo
geneigt so daß nun auch die Abtastbahn nicht mehr parallel zur Leitspindelachse verläuft Beim Abrollen
der Abtastvorrichtung auf der Abtastfläche wird der Verstellkeil in Querrichtung bewegt wodurch die
Axialverschiebung des beweglichen Maschinenelementes korrigiert wird. Diese einstellbare Korrektur des
Tendenzsteigungsfehlers ist proportional zur Gewindesteigung der Leitspindel.
Zur Kompensation des systematischen Steigungsfehlers wird uJe Höhe der einzelnen Stützen entsprechend
angepaßt Es handelt sich hier um sehr kleine Korrekturen, meist in der Größenordnung von einigen
hundertste! Millimetern, so daß die Korrekturlinealachse nur geringfügig gekrümmt wird und nach wie vor im
wesentlichen gerade ist
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert Es
zeigt
F i g. 1 einen schematischen Aufriß des Korrekturlineals in jeiner um den Winkel λ gegenüber der
Horizontalen nach unten geneigten Lage,
F i g. 2 eine Ansicht des Korrekturlineals in Richtung
des Pfeiles II gemäß Fig. 1 bei einer um den Winkel β nach rechts gedrehten Lage des Lineals,
F i g. 3 die gleiche Ansicht des Korrekturlineals wie in
F i g. 2, wobei es in seiner Ausgangslage, d. h. bei β = 0°,
dargestellt ist
F i g. 4 die gleiche Ansicht des Korrekturlineals wie in F ί g. 2, wobei es in einer um den Winkel β nach links
gedrehten Lage dargestellt ist,
Fig.5 einen vertikalen Längsschnitt nach der Linie
V-V gemäß F i g. 6 durch die Leitspindelmutter,
F i g. 6 einen horizontalen Längsschnitt nach der Linie VI-VI gemäß Fig.7 durch die Leitspindelmutter, den
Verstellkeil und das Kc'rekturlineal,
gemäß F i g, 6 durch die Leitspindelmutter, den Verstellkeil und das Korrekturlineal,
Fig,8 einen Querschnitt nach der Linie VIH-VIII
gemäß Fig.6 durch das Korrekturlineal und die
Verstelleinrichtung für die Verdrehung des Korrekturlineals und
Fig.9 eine vereinfachte Darstellung der Aufspannung des Korrekturlineals zur Korrektur von langwelligen systematischen Fehlern.
Das Ausführungsbeispiel betrifft eine Gewindeschleifmaschine mit einer im Bett der Maschine drehbar
gelagerten, axial festgelegten Leitspindel, die in bekannter Weise die Axialverschiebung eines Werkzeugschlittens bewirkt Dazu greift die Leitspindel in
eine Spindelmutter ein, welche unverdrehbar am Werkzeugschlitten angeordnet ist In Axialrichtung ist
jedoch die Spindelmutter relativ ;nim Werkzeugschlitten begrenzt verschiebbar. Das Korrekturlineal ist
ortsfest und dreheinstellbar am Maschinenbett befestigt Ober eine Abtasteinrichtung wird ^-jrch das Lineal eine
Hubbewegung eines Versteükeiles ausgelöst Der Keil
wirkt derart mit dem Schlitten und der Spindelmutter zusammen, daß diese beiden Teile während der
gemeinsamen Axialverschiebung noch um einen bestimmten Betrag relativ zueinander in einer der beiden
Richtungen axial verschoben werden, um die gewünschte Fehlerkompensation zu erzielen.
In den F i g. 1 bis 4 ist das an einer Gewindeschleifmaschine angeordnete Korrekturlineal 1 schematisch
dargestellt Es hat die Form eines in Längsrichtung halbierten Zylinders, dessen Achsschnittfläclie eine
Abtastfläche 2 für die noch im Detail zu beschreibende Abtasteinrichtung bildet Seine zylindrische Mantelfläche dient zur drehbaren Lagerung in entsprechend
geformten Stützlagern 3.
Um eine Wirkung auf die Abtasteinrichtung bzw. auf
den Verstellmechanismus zur Ausübung einer axialen Korrekturverschiebung C (Fig.6) der Spindelmutter
ausüben zu können, muß das Korrekturlineal 1 so in der Maschine eingebaut sein, daß seine Achse 5 die
Verschieberichtung der Spindelmutter 4, welche mit der Richtung der Leitspindelachse 6 identisch ist unter
einem bestimmten Winkel <x kreuzt. Die Größe des Winkels λ ergibt sich aus dem geforderten Hub D der
Abtasteinrichtung, welche im vorliegenden Fall durch eine Abtastrolle 7 verkörpert wird. Der geforderte Hub
D seinerseits bestimmt sich aus dem gewünschten Bereich der axialen Korrekturverschiebung C der
Spindelmutter 4 und des Keilwinkels des Verstellkeils 8 (F ig. 6).
Da die Verschieberichtung der Spindelmutter 4 horizontal ist, muß das Korrekturlineal 1 am Bett 9 der
Maschine eine zur Horizontalen um den Neigungswinkel α nach unten geneigte Lage einnehmen.
Die Abtastfläche 2 des Korrekturlinealr 1, welche, wie
schon erwähnt, durch die Achsschnittfläche eines Zylinders dargestellt wird, nimmt in ihrer Ausgangslage
(F i g. 3), weiche durch einen Drehwinkel von β = 0° definiert ist, eine /ertikale Lage ein. Da das Korrekturlineal 1 unter dem Winkel λ zur Horizontalen geneigt ist,
verläuft die Berührungslinie 10, auf welcher die
horizontal sich verschiebende Abtastcolie 7 auf der Abtastfläche 2 abrollt, horizontal geradlinig vom Punkt
A zum Punkt B, d. h. sie kreuzt die Achse 5 des Korrekturlineals 1. In der erwähnten Ausgangslage des
Korrekturlineals 1, d. h. bei β = 0°, ist die Abtastfläche 2
genau parallel zur Leitspindelachse 6. Demzufolge verläuft auch die Berührungslinie 10 genau parallel zur
Leitspindelachse 6. Die Abtastrolle 7 führt in diesem Falle keine Hubbewegung Daus.
Wird das Korrekturlineal 1 um seine Achse nach links {ß
< 0") (Fig.4) oder nach rechts {ß
> 0°) (Fig.2) verdreht so ist die Ebene der Abtastfläche 2 nicht mehr
parallel zur Leitspindelachse 6, wodurch auch die Berührungslinie 10 nicht mehr parallel zur Leitspindel
achse 6 verläuft Die Verlängerungen der Berührungslinie 10 und der Leitspindelachse 6 schneiden sich in
einem weit entfernten Punkt. Die Abtastrolle 7 führt in diesem Falle, je nach Größe und Richtung des
Drehwinkels β und je nach Richtung der Verschiebung der Spindelmutter 4 bzw. des sich mit ihr verschiebenden
Schlittens 11, eine gegen die Leitspindelachse 6 gerichtete oder eine von ihr wegführende Hubbewegung
D aus. Diese Hubbewegung D wird nun für die Verschiebung eines Verstellkeils 8 benützt, welcher in
an sich bekannter Art und Weise eine axiale Korrekturverschiebung C der Spindelmutter 4 bezüglich
des von ihr zu verschiebenden Schlittens 11 bewirkt.
Das Korrekturlineal ! wird aus Steifigkei'sgründen auf einer Vielzahl von Stützlagern 3, welche mit
Schrauben 29 am Maschinenbett 9 befestigt sind, abgestützt (Fig.9), wobei die Anpreßkraft mit Hilfe
einer entsprechenden Anzahl von Zugfedern 12, welche mittels Gewindebolzen 13 und 14 im Korrekturlineal 1
und im Bett 9 der Maschine verankert sind, aufgebracht wird. Für die Abstützung des Lineals in Längsrichtung
dienen die beiden Anschläge 15, welche mit der Schraube 30 am Bett 9 festgeklemmt werden.
Die Einstellung des Drehwinkels β erfolgt mittels einer im Bett 9 angeordneten Mikrometerschraube 16
(Fig.6, 8). Sie ist in einem Körper 17, welcher das dazugehörige Muttergewinde aufweist, angeordnet.
Dieser Körper 17 ist im Bett 9 der Maschine mittels der Paßfeder 18 verdrehsicher aufgenommen und mit Hilfe
einer Ringmutter 19 festgeklemmt. Die dem Rändelrad gegenüberliegende Verlängerung der Mikrometerschraube
16 berührt einen Hebel 20, welcher mittels einer Schraube 21 am Korrekturlineal 1 befestigt ist. Mit
Hilfe der Mikrometerschraube 16 kann nun der Hebel 20 verschwenkt werden, was zu einer Verdrehung des
Korrekturlineals 1 um den gewünschten Drehwinkel β führt. Die Zugfeder 31, welche mittels Bolzen 32 und
Schraube 33 im Hebel 20 bzw. im Bett 9 verankert ist, druckt den Hebel 20 ständig gegen das freie Ende der
Mikrometerschraube 16.
Ist nun das Korrekturlineal 1 aus der Ausgangslage gemäß Fig.3 in eine der Verdrehlagen gemäß Fig. 2
oder 4 verschwenkt worden, so führt, bei einer Längsverschiebung der Spindelmutter 4 bzw. des von
ihr angetriebenen Schlittens 11, die Abtastrolle 7 eine entsprechende Hubbewegung D aus. Die Abtastrolle J
ist am Verstellkeil 8 auf einer Achse 22 drehbar gelagert und mittels der auf den Verstellkeil 8 wirkenden
Druckfedern 23 gegen die Abtastfläche 2 des Korrekturlineals 1 gedrückt Die Druckfedern 23 stützen sich
auf das Winkelstück 24 ab, welches mittels Schrauben 25 am Schlitten 11 befestigt ist Die Hubbewegung D des
Verstellkreils 8 bewirkt infolge seiner Keilflächen eine axiale Verschiebung C der Spindelmutter 4 relativ zum
Schlitten 11. Währenddem sich der Schlitten und die Spiwielmutter gemeinsam verschieben, bewirkt die
Relativbewegung zwischen diesen beiden Teilen eine stetige Bewegungskorrektur des Schlittens 11. Je nach
Richtung der Verdrehlage des Korrekturlineals 1 um den Winkel β verschiebt sich die Spindelmutter etwas
■> rascher bzw. etwas langsamer im Vergleich zum
Schlitten 11. Auf diese Weise können Tendenzsteigungsfehler von umlaufenden Leitspindeln entsprechend korrigiert werden.
Bei der Relativbewegung gleitet die Spindelmutter 4
ίο mit ihrer Fläche Eauf der Gegenfläche Farn Schlitten
11. Die Flächen E, F berühren einander spielfrei und sichern die Spindelmutter gegen Verdrehung. Der
zwischen dem Schlitten und der Spindelmutter angeordnete Verstellkeil wirkt mit seiner Keilfläche G auf die
'"> entsprechende Schrägfläche Wan der Spindelmutter 4
ein, um die Relativbewegung zu erzeugen.
Führt der Verstellkeil 8 nun einen vom Korrekturlineal 1 über die Abtastrolle 7 bewirkten Hub D quer zur
Leitspindelachse 6 aus, so wird die Spinrielmiitirr 4
-'<> während ihrer durch die rotierende Leitspindel 26
verursachten Längsverschiebung, eine in bezug auf den Schlitten 11 zusätzliche Verschiebung in gleicher oder
entgegengesetzter Richtung mitgeteilt. Damit die notwendige Steifigkeit der Verbindung Spindelmutter 4
r. und Schlitten 11 gewährleistet ist, muß der Verstellkeil 8
mit Hilfe von verhältnismäßig starken Druckfedern 27 spielfrei zwischen der Spindelmutter 4 und dem
Schütter 11 in Wirkverbindung gehalten werden. Die Druckfedern 27 stützen sich am Schlitten 11 ab und
*' wirken auf einen mit der Spindelmutter 4 in Verbindung
stehenden Ring 28.
Für die feste Korrektur der langwelligen Abweichungen,
d. h. eines kurvenförmigen Verlaufes des systematischen Steigungsfehlers, können die Stützlager 3,
!> aufgrund einer Ausmessung des Steigungsfehlerverlaufes
innerhalb der nutzbaren Länge des Korrekturlineals 1 in der Höhe so korrigiert werden (Fig.9), daß eine
Glättung des Steigungsfehlerverlaufes, bzw. ein nahezu geradliniger Verlauf des systematischen Steigungsfeh-
4(1 lers erreicht wird. Die Auflagehöhen der Stützlager 3
sind in diesem Fall nicht mehr gleich; sie werden in der Zeichnung mit ACi. fa ... bezeichnet. Eine Beeinträchtigung
der Einstellbarkeit des Korrekturlineals 1 durch die Drehung um den Winkel β findet dabei nicht statt, da
4' die Verbiegung des Lineals sehr gering ist.
Das Korrekturlineal muß nicht unbedingt, wie vorstehend beschrieben, aus einem längshalbierten
Zylinder bestehen. Wichtig ist daß es eine im wesentlichen ebene Abtastfläche aufweist, die um die
^0 geneigte Längsachse des Lineals verdrehbar ist. Das
Lineal könnte z.B. aus einem Stab mit rechteck1 ^em
Querschnitt bestehen und nur an den Stützstellen Drehlagerflächen aufweisen.
Die Korrekturvorrichtung läßt sich nicht nur bei Gewindeschleifmaschinen, sondern auch bei anderen
Präzisionsmaschinen mit Leitspindeln verwenden. Auch die Anordnung der verschiedenen Teile (Leitspindel,
Spindelmutter, Schlitten) zueinander kann unterschiedlich sein.
Dementsprechend kann das Korrekturlineal entweder, wie im Ausführungsbeispiel, am Bett oder aber am
Schlitten befestigt sein.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Korrekturvorrichtung zur Korrektur der Steigungsfehler der Leitspindel an einer Präzisions-Werkzeugmaschine, die ein aus der Leitspindel und
einer Spindelmutter bestehendes Schraubgetriebe zur axialen Verschiebung eines Schlittens aufweist,
wobei die Spindelmutter unverdrehbar und begrenzt axial verschiebbar im Schlitten gelagert ist, und
wobei eine mit einem einstellbaren, eine im ι ο wesentlichen ebene Abtastfläche aufweisenden
Korrekturlineal in Berührung stehende Abtasteinrichtung Ober einen quer zur Leitspindelachse
beweglichen, zwischen der Spindelmutter und dem Schlitten angeordneten Keil dem Schlitten eine \>-zusätzliche Axialverschiebung erteilt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Korrekturlinealach
se (5) unter einem spitzen Winkel (<x) eine Ebene
durchsetzt, weiche bestimmt ist durch die Leitspindelachse {6) und die diese schneidende, senkrecht zu
ihr stehende Abtastrichtung der Ablasleinrichtung (7), und daß das Korrekturlineal (1) mehrfach in
unterschiedlicher, den erforderlichen Korrekturbeträgen entsprechender Höhe abgestützt und um
seine Achse (5) verdrehbar ist 2s
2. Korrekturvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung aus
Stützlagern (3) besteht, die entweder an' einem unbeweglichen Maschinenteil (9) oder am Schlitten
(II) angeordnet sind. -so
3. Korr<\turvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Korrekturlineal (1) in
Form einer halbzylindrischen Stange ausgebildet ist,
wobei die Achsschnitteb-jne die. Abtastfläche (2) ist
4. Korrekturvorrichtung nach Anspruch 3 und/ 3S
oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Korrekturlineal (1) mittels Ober seine Länge verteilt
angeordneter Federn (12) gegen die Stützlager (3) gepreßt ist.
5. Korrekturvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verdrehung des
Korrekturlineals (1) um seine Achse (5) eine manuell betätigbare Verstelleinrichtung (16,31,20) vorgesehen ist
6. Korrekturvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung
eine Mikrometerschraube (16) aufweist, deren Ende auf einen am Korrekturlineal (1) befestigten Hebel
(20) einwirkt, und daß der Hebel (20) mittels einer Feder (31) ständig gegen das Ende der Mikrometer- so
schraube (16) gepreßt ist.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19782842014 DE2842014C3 (de) | 1978-09-27 | 1978-09-27 | Vorrichtung zur Korrektur der Steigungsfehler der Leitspindel an einer Werkzeugmaschine |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
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ID=6050584
Family Applications (1)
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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1978
- 1978-09-27 DE DE19782842014 patent/DE2842014C3/de not_active Expired
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1979
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Also Published As
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