DE2840459A1 - Verfahren zur herstellung hochreiner kieselsaeure - Google Patents
Verfahren zur herstellung hochreiner kieselsaeureInfo
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Description
Henkelstraße 6j HENKELKGaA
4000 Düsseldorf, den 8. September 1978 ZR-FE/Patente
Dr. Zt/Pe
Patentanmeldung D 5842
"Verfahren zur Herstellung hochreiner Kieselsäure"
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung hochreiner, körniger Kieselsäure aus wäßrigen
Alkalimetallsilikatlösungen durch Ansäuern derselben, Ausfrieren und anschließendem Wiederauftauen des Reaktionsgemisches
sowie Filtrieren, Waschen und Trocknen des unlöslichen Rückstandes. Die so gewonnene Kieselsäure
kann aufgrund ihres hohen Reinheitsgrades als Rohstoff zur Herstellung von Quarzglas Verwendung finden.
Zur Herstellung von Quarzglas kommen im allgemeinen nur solche Rohstoffe in Frage, die einen sehr hohen
Reinheitsgrad aufweisen, da Verunreinigungen des Ausgangsmaterials die Eigenschaften des erzeugten Quarzglases
erheblich beeinträchtigen. Als Rohstoff verwendet
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Patentanmeldung D 584-2 2? HENKELKGaA
U ZR-FE/Patente
man üblicherweise Bergkristall, der zu mindestens 99*7 %
aus SiOp besteht und vorwiegend aus Brasilien oder
Madagaskar importiert wird. Die Analyse eines brasilianischen Bergkristalls ergab beispielsweise die folgende
Zusammensetzung:
| 99,750 % | SiO2 |
| 0,024 % | Al2O |
| 0,020 % | Fe2O |
| Ό,002 % | TiO2 |
| 0,013 % | CaO. |
(C. Döhler, Sprechsaal für Keramik, Glas, Email, Silikate,
(1966) 960 - 965)·
Der durch die Entwicklung der Technik bedingte, steigende Bedarf an Quarzglas zwingt zur Suche nach anderen Rohstoffen,
die den Bergkristall zu ersetzen vermögen, hinsichtlich ihres Reinheitsgrades diesem jedoch nicht
nachstehen bzw. diesen sogar noch übertreffen. Als Ersatz für den Bergkristall können beispielsweise Kieselsäuren
dienen, die sich bekanntlich aus Wasserglaslösungen gewinnen lassen. Doch weisen die handelsüblichen
Wassergläser einen zu hohen Grad an Verunreinigungen auf, deren Eliminierung bislang nur durch technisch
aufwendige Maßnahmen, zum Beispiel durch Elektrolyse, Dialyse, Elektrodialyse, Ionenaustausch, Extraktionsverfahren
etc. ermöglicht werden konnte.
In der DE-AS 12 68 122 wird ein Verfahren zur Herstellung von zweidimensionaler (lepidoider) Kieselsäure aus
Wasserglaslösungen beschrieben. Hierbei gießt man eine verdünnte Wasserglaslösung zu einer vorgelegten Mineralsäure,
vorzugsweise Schwefelsäure, bis der pH-Wert des
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2840453
Patentanmeldung D 5842 jf^ HENKELKGaA
S ZR-FE/Patente
Reaktionsgemisches auf 4,4 bis 4,8 eingestellt ist. Anschließend
wird das Reaktionsgemisch eingefroren und wiederaufgetaut, die gebildete unlösliche Kieselsäure
von der Lösung abgetrennt, ausgewaschen und getrocknet.
In der Auslegeschrift wird die nach diesem Verfahren gewonnene Kieselsäure als "rein" bezeichnet. Diese
Kieselsäure weist jedoch den Nachteil auf, daß sie noch größere Mengen an Verunreinigungen in Form von Aluminium-,
Eisen- und Titan-Ionen enthält, die sich durch bloßes Auswaschen nicht entfernen lassen (vergleiche Tabelle l).
Zudem erfordert dieses Verfahren die Einhaltung eines relativ engen pH-Bereiches sowie die Verwendung stark
verdünnter Wasserglaslösungen.
Aufgrund der erwähnten Verunreinigungen erscheint eine auf diese Weise gewonnene Kieselsäure als Ersatz für den
Bergkristall zur Herstellung von Quarzglas wenig geeignet.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, ein Verfahren zur Herstellung von hochreiner Kieselsäure aus
Wasserglaslösungen zu entwickeln, die'hinsichtlich ihres Gehaltes an Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen mit Bergkristall
vergleichbar ist bzw. diesen an Reinheit übertrifft .
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur
Herstellung hochreiner, körniger Kieselsäure aus wäßrigen Alkalimetallsilikatlösungen durch Ansäuern derselben,
Ausfrieren und anschließendem Wiederauftauen des Reaktionsgemisches sowie Filtrieren, Waschen und Trocknen
des unlöslichen Rückstandes, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man konzentrierte oder verdünnte Al-
J50 kalimetallsilikatlösungen, die ein Molverhältnis
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Patentanmeldung D 5842 jf HENKELKGaA
£ ZR-FE/Patente
: Me2O von 2 : 1 bis 20 : 1 aufweisen, wobei Me ein
Alkalimetall bedeutet, vor dem Ausfrieren mit Hilfe von mindestens einer Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen
komplexierenden, in Wasser gelösten oder suspendierten
organischen Säure auf einen pH-Wert im Bereich von 2,5 bis 6 sowie auf einen Gehalt an 1 bis 10 Gew.-% SiOp
einstellt, mit Ausnahme solcher Säuren, die unter den Verfahrensbedingungen keine löslichen Alkalimetallsalze
bilden.
Es wurde nämlich.gefunden, daß die Verwendung von Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen komplexierenden
organischen Säuren unter den angeführten Verfahrensbedingungen zu einer hochreinen körnigen Kieselsäure führt,
deren Reinheitsgrad mit dem des Bergkristalls durchaus vergleichbar ist bzw. diesen noch übertrifft (vergleiche
Tabelle l). Darüber hinaus erleichtert die körnige Struktur der erfindungsgemäß hergestellten Kieselsäure den
Verfahrensablauf hinsichtlich des Abtrennens der Mutterlauge durch Filtration sowie des Auswaschens löslicher
Salze.
Für das erfindungsgemäße Verfahren können sowohl verdünnte
als auch konzentrierte Alkalimetallsilikatlösungen, d.h. Wasserglaslösungen, mit einem Molverhältnis SiO2 : ΜβρΟ
im Bereich von 2 : 1 bis 20 : 1 Verwendung finden. Als Alkalimetall Me kommt hierbei vorzugsweise Natrium oder
Kalium in Frage. Wassergläser mit einem Molverhältnis SiO2 : Me2O von größer als 4 bedürfen eines stabilisierenden
Zusatzes, beispielsweise in Form einer wasserlöslichen mono- und/oder polyquartären Stickstoffverbindung,
die am quartären Stickstoffatom mindestens eine hydroxylgruppenfreie Alky!gruppe-aufweist. Derartige
Stabilisierungsmittel für beständige alkaliärmere Wasserglaslösungen sind "zum Beispiel in der DE-OS 16 67 538
beschrieben.
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Patentanmeldung D 5842 ¥ HENKELKGaA
• - - t\. ZR-FE/Patente
Bevorzugt im Sinne des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Alkalimetallsilikatlösungen mit Molverhältnissen SiO2 :
Me2O im Bereich von 3,5 bis 4:1. Dieser Bereich umfaßt
die handelsüblichen Wasserglaslösungen mit dem niedrigsten Alkaligeha.lt, die gegebenenfalls auch unverdünnt
eingesetzt werden können.
Zweckmäßigerweise läßt man die Alkalimetallsilikatlösung unter stetigem Rühren langsam in die vorgelegte, in
Wasser gelöste oder suspendierte Säure einfließen. Das Vermischen der beiden Komponenten kann ohne Nachteil bei
Raumtemperatur erfolgen; höhere Temperaturen sind im allgemeinen mit Rücksicht auf das nachfolgende Einfrieren
des Reaktionsgemisches nicht zweckdienlich.
Im Hinblick auf den erwünschten hohen Reinheitsgrad des Endproduktes ist es unbedingt von Vorteil, zum Verdünnen
der Wasserglaslösung und/oder zum Lösen bzw. Suspendieren der vorgelegten Säure ausschließlich destilliertes oder
entionisiertes Wasser zu verwenden. Die Gesamtmenge des hierfür eingesetzten Wassers ist in jedem Falle so zu
bemessen, daß das resultierende Reaktionsgemisch insgesamt einen SiO2-Gehalt im Bereich von 1 bis 10 Gew.-%
aufweist. Auf diese Weise läßt sich eine vorzeitige unerwünschte Bildung von Kieselgelen im Reaktionsgemisch
unterbinden. Beispielsweise lassen sich handelsübliche Alkalimetallsilikatlösungen mit einem Feststoffgehalt
von weniger als 35 Gew.-^ auch unverdünnt einsetzen.
In diesem Falle kann die entsprechende Menge an Wasser, die zur Einstellung des SiOg-Gehaltes im Reaktionsgemisch
erforderlich ist, ausschließlich zum Lösen bzw. Suspendieren der vorgelegten Säure dienen.
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Patentanmeldung D 5842 ff HENKELKGaA
O ZR-FE/Patente
Vorzugsweise wird der SiOp-Gehalt des Reaktionsgemisches
auf 5 bis 7 Gew.-^ eingestellt, da der Gehalt an Verunreinigungen
im Endprodukt im allgemeinen mit steigender SiOp-Konzentration im Reaktionsgemisch anwächst.
Geringere SiO2-Konzentrationen im Reaktionsgemisch hingegen
bedingen größere Flüssigkeitsmengen, die wiederum einen erhöhten technischen Aufwand erfordern.
Mit dem Eingießen der Alkalimetallsilikatlösung .in die
vorgelegte Säure erfolgt gleichzeitig die Einstellung des pH-Wertes im Reaktionsgemisch auf den Bereich von
2,5 bis 6. Zweckmäßigerweise verfolgt man hierbei die Änderung des pH-Wertes mit Hilfe eines geeigneten pH-Meters
.
Im Interesse eines möglichst hohen Reinheitsgrades sowie einer optimalen Korngröße der gebildeten Kieselsäure
ist es von Vorteil, das Reaktionsgemisch auf pH-Werte im Bereich von 3 bis 5 einzustellen.
Zum Ansäuern der Alkalimetallsilikatlösung kommen bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nur solche organische
Säuren in Frage, die Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen komplex zu binden vermögen. Hierzu können sowohl in
Wasser lösliche als auch unlösliche Säuren Verwendung finden. Von wesentlicher Bedeutung ist jedoch, daß diese
Säuren - ob löslich oder unlöslich - unter den angeführten Verfahrensbedingungen lösliche Alkalimetallsalze
zu bilden vermögen, die sich aus der Kieselsäure durch Auswaschen entfernen lassen. Unlösliche Alkalimetallsalze werden beim nachfolgenden Ausfrieren von der
Kieselsäure eingeschlossen und verbleiben somit als Verunreinigung im Endprodukt.
/7 030013/0347
Patentanmeldung D 5842 / HENKELKGaA
§ ZR-FE/Patente
Die Auswahl einer geeigneten Säure erfolgt zweckmäßigerweise indem man das erfindungsgemäße Verfahren mit der
jeweiligen Säure durchführt und die so gewonnene Kieselsäure hinsichtlich ihres Gehaltes an Aluminium-, Eisen-
und Titan-Ionen analysiert. Eine solche Analyse kann zum Beispiel durch photometrische Bestimmung der genannten
Ionen nach Abrauchen der Kieselsäure mit Plußsäure erfolgen. Organische Säuren, die zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens geeignet sind, können beispielsweise aus der Gruppe der Aminopolycarbonsäuren,
der Polycarbonsäuren, wozu auch Carboxylgruppen enthaltende Polymerisate und Copolymerisate zählen, der
Ethergruppen enthaltenden Polycarbonsäuren sowie auch der Phosphonsäuren ausgewählt werden. Derartige Säuren
können neben Carboxylgruppen noch substituierte oder umsubstituierte Hydroxylgruppen sowie gegebenenfalls
weitere Substituenten aufweisen.
Unter den vorstehend genannten organischen Säuren sind die Phosphonsäuren eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens besonders geeignete Gruppe. Insbesondere kommen hierzu solche Phosphonsäuren in Betracht,
die mindestens eine Hydroxyl- und/oder Aminogruppe enthalten, beispielsweise l-Hydroxyethan-l,l-diphosphonsäure,
Aminotrimethylenphosphonsäure oder Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure.
Aus der Gruppe dieser Säuren wird die 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure bevorzugt für das
Verfahren gemäß der Erfindung eingesetzt, da sich mit dieser Säure ausgezeichnete Ergebnisse hinsichtlich des
Reinheitsgrades der gewonnenen Kieselsäure erzielen
JO lassen.
Nach Einstellen des erwünschten pH-Wertes und SiO^-Gehaltes
wird das erhaltene Reaktionsgemisch mit Hilfe einer geeigneten Kühleinrichtung eingefroren. Dieses
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Patentanmeldung D 5842 & HENKELKGaA
S[ Q ZR-FE/Patente
Einfrieren kann zum Beispiel chargenweise in Blocks oder auch kontinuierlich in Form dünner Filme erfolgen.
Die Dauer sowie die zum Einfrieren anzuwendenden Temperatüren hängen von der Dimensionierung des zum
Einfrieren verwendeten Gefäßes bzw. vom Volumen des einzufrierenden Reaktionsgemisches ab. Von Bedeutung
ist hierbei lediglich, daß das gesamte flüssige Reaktionsgemisch in einen Festkörper überführt wird, d.h. vollständig
durchfroren ist.
Anschließend wird der erhaltene Festkörper wieder aufgetaut, gegebenenfalls unter Anwendung erhöhter Temperaturen.
Die gebildete körnige Kieselsäure läßt sich mit Hilfe geeigneter Filtriereinrichtungen leicht von der
Mutterlauge abtrennen. Der erhaltene unlösliche Rückstand wird zweckmäßigerweise mehrfach mit einer verdünnten
wäßrigen Lösung der verwendeten Säure sowie anschließend mehrfach mit destilliertem oder entionisiertem
Wasser ausgewaschen. Die gewonnene hochreine Kieselsäure wird - gegebenenfalls bei erhöhter Temperatur - getrocknet.
Aufgrund des hohen Reinheitsgrades kann die erfindungsgemäß
hergestellte Kieselsäure als Ausgangsmaterial zur Gewinnung von Quarzglas Verwendung finden. Darüber hinaus
kommt eine solche hochreine Kieselsäure insbesondere für alle diejenigen Anwendungszwecke in Frage, bei denen
besondere Reinheitsanforderungen an Kieselsäure gestellt werden, zum Beispiel zur Herstellung von Spezialgläsern,
als Katalysatorträger, als Hilfsmittel in der Nahrungsmittelindustrie sowie als Zusatz zu pharmazeutischen
und kosmetischen Produkten.
In den nachfolgenden Beispielen wird die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens näher erläutert«
/9 030013/0347
Patentanmeldung D 5842 jf HENKELKGaA
- * ZR-FE/Patenle
ΛΛ
3>8,2 g einer 60 ^igen wäßrigen Lösung von 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
werden mit J56l,8 g entionisiertem Wasser verdünnt. Zu dieser Lösung werden 124 g eines
handelsüblichen Natronwasserglases (Molverhältnis SiOp : Na2O = 5,97; Gesamtfeststoffgehalt 28,1 %) unter stetigem
Rühren langsam zugegeben. Das resultierende Reaktionsgemisch weist einen SiOg-Gehalt von 5,28 % sowie einen
pH-Wert von 4,7 auf.
Dieses Reaktionsgemisch wird in einem verschließbaren
1 1-Kunststoffgefäß über 24 Stunden bei einer Temperatur
von -2O0C in einer Kühltruhe gelagert. Das vollständig
gefrorene Gemisch wird anschließend in einem Warmwasserbad (60 C) aufgetaut und der verbliebene feste Bodensatz
über eine Nutsche abgesaugt. Der unlösliche Rückstand wird fünfmal mit je 15O ml einer 0,5 ^igen wäßrigen
Lösung der 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure und danach
dreimal mit je 15O ml entionisiertem Wasser gewaschen.
Nach dem Trocknen bei 104°C verbleibt ein Rückstand von 29j6 g hochreiner körniger Kieselsäure.
52 g einer 50 #igen wäßrigen Lösung von Aminotrimethylenphosphonsäure
werden mit 48 g entionisiertem Wasser verdünnt. Zu dieser Lösung werden 126,4 g Natronwasserglas
(analog Beispiel l), verdünnt mit 5O6 g entionisiertem
Wasser, unter Rühren langsam zugegeben. Das resultierende
/10 0 30 013/03 kl
Patentanmeldung D 5842 yC HENKELKGaA
% ZR-FE/Patente
Reaktionsgemisch weist einen SiO2-Gehalt von 5>29 %
sowie einen pH-Wert von 4,5 auf. Dieses Reaktionsgemisch wird in einer flachen Schale über 24 Stunden bei
-5°C gelagert. Die Aufarbeitung des vollständig gefrorenen Gemisches erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben.
Die Ausbeute an Kieselsäure beträgt 29,8 g.
52,6 g Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure werden in
6j,h g destilliertem Wasser suspendiert. Zu dieser
Suspension wird eine Lösung von 125 g Natronwasserglas (analog Beispiel l) in JOQ g entionisiertem Wasser unter
Rühren langsam zugegeben. Das resultierende Reaktionsgemisch weist einen SiOg-Gehalt von 5,31 % SiO2 sowie
einen pH-Wert von 4,42 auf. Die weitere Aufarbeitung
erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben. Die Ausbeute an Kieselsäure beträgt 28,4 g.
63>2 g Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure werden
in 136,8 g entionisiertem'Wasser suspendiert. Zu dieser
Suspension wird eine Lösung von 187,06 g Natronwasserglas
(analog Beispiel l) in 396,44 g entionisiertem
Wasser unter Rühren langsam zugegeben. Das resultierende Reaktionsgemisch weist einen SiO2-Gehalt von 5,31 % sowie
einen pH-Wert von 3*06 auf. Die weitere Aufarbeitung
erfolgt wie in Beispiel 1 angegeben. Die Ausbeute an Kieselsäure beträgt 40 g
/11 03 0 0 13/0347
Patentanmeldung D 584-2
HENKELKGaA ZR-FE/Patente
94,8 g Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure werden
in 1296 g entionisiertem Wasser suspendiert. Zu dieser Suspension wird eine Lösung von 375 g Natronwasserglas
(analog Beispiel l) in 6OO g entionisiertem Wasser unter
Rühren langsam zugegeben. Das resultierende Reaktionsgemisoh weist einen SiOg-Gehalt von 1 % sowie einen
pH-Wert von 4,39 auf. Das Ausfrieren erfolgt bei -20°C
über 56 Stunden in einem 12 1-Kunststoffgefäß; die weitere Aufarbeitung analog Beispiel 1. Die Ausbeute
an Kieselsäure beträgt 79.» 1 6·
Die nachstehende Tabelle 1 zeigt die Analysenergebnisse der nach den Beispielen 1 bis 5 gewonnenen Kieselsäuren
bezüglich des' Gehaltes an Aluminium-, Eisen- und Titan-Ionen. Ferner enthält sie die entsprechenden Analysenwerte des verwendeten Wasserglases (Stückenglas), einer
nach Beispiel 2 der DE-AS 12 68 122 gewonnenen Kieselsäure (Vergleichsbeispiel) sowie des brasilianischen
Bergkristalls.
Tabelle 1: Analysenwerte (ppm)
| Al | Fe | Ti | |
| Beispiel 1 | 13 | 54 | ^l |
| Beispiel 2 | 39 | 55 | •u |
| Beispiel 3 | 45 | 60 | <:l |
| Beispiel 4 | 11 | 50 | <1 |
| Beispiel 5 | 35 | 53 | <1 |
| Bergkristall | 127 | l40 | 12 |
| Vergleichsbeispiel | 100 | 274 | 200 |
| Stückenglas | 582 | 294 | 207 |
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Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung hochreiner, körniger Kieselsäure
aus wäßrigen Alkalimetallsilikatlösungen durch ' Ansäuern derselben, Ausfrieren und anschließendem
Wiederauftauen des Reaktionsgemisches sowie Filtrieren, Waschen und Trocknen des unlöslichen Rückstandes,
dadurch gekennzeichnet, daß man konzentrierte oder verdünnte Alkalimetallsilikatlösungen, die ein MoI-verhältnis
SiO2 : Me3O von 2 : 1 bis 20 : 1 aufweisen,
wobei Me ein Alkalimetall bedeutet, vor dem Ausfrieren mit Hilfe von mindestens einer Aluminium-, Titan- und
Eisen-Ionen komplexierenden, in Wasser gelösten oder
suspendierten organischen Säure auf einen pH-Wert im Bereich von 2,5 bis 6 sowie auf einen Gehalt an 1 bis
10 Gew.-% Si02 einstellt, mit Ausnahme solcher Säuren,
die unter den Verfahrensbedingungen keine löslichen Alkalimetallsalze bilden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Alkalimetallsilikatlösungen, die ein Molverhältnis
SiO2 : Me2O von 3,5 : 1 bis 4 : 1 aufweisen,
verwendet.
J5. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Alkalimetallsilikatlösungen auf einen pH-Wert im Bereich von 5 bis 5 einstellt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Alkalimetallsilikatlösung auf
einen Gehalt an 5 bis 7 Gew.-^ SiO3 einstellt.
/2 030013/0347
Patentanmeldung D 5842 2 HENKELKGaA
ZR-FE/Patente
5· Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man das Einstellen des pH-Wertes mit
Hilfe einer Phosphonsäure vornimmt, vorzugsweise einer Phosphonsäuren die mindestens eine Hydroxyl- und/oder
Aminogruppe enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Phosphonsäure 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
verwendet.
030013/0347
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| DE2840459A1 true DE2840459A1 (de) | 1980-03-27 |
| DE2840459C2 DE2840459C2 (de) | 1982-08-05 |
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ID=6049686
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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1978
- 1978-09-16 DE DE2840459A patent/DE2840459C2/de not_active Expired
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1979
- 1979-08-23 GB GB7929421A patent/GB2029815B/en not_active Expired
- 1979-08-30 US US06/071,122 patent/US4264564A/en not_active Expired - Lifetime
- 1979-09-14 JP JP11741279A patent/JPS5542294A/ja active Granted
Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|---|
| WO2013160388A1 (de) * | 2012-04-26 | 2013-10-31 | Heraeus Quarzglas Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur herstellung eines sio2-granulats |
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| US4264564A (en) | 1981-04-28 |
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