DE2736881A1 - Verbesserungen bei der anordnung von filmschichten - Google Patents
Verbesserungen bei der anordnung von filmschichtenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer beschichteten, fotografischen Filmunterlage,
auf die Herstellung eines lichtempfindlichen, fotografischen Films mittels Aufbringung einer lichtempfindlichen,
fotografischen Emulsion auf die Filmunterlage und auf die dabei hergestellten Produkte.
Nach dem Stand der fotografischen Technik ist es weithin anerkannt, daß eine direkt auf die Oberfläche eines
Kunststoff-Trägerfilms aufgebrachte, lichtempfindliche,
fotografische Emulsion für die meisten der gewöhnlichen fotografischen Verwendungszwecke nicht in genügendem Maße
auf dem Trägerfilm anhaftet. Es ist darum allgemein üblich geworden, zwei oder mehr Zwischenschichten zwischen den
Xl/So.
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Trägerfilm und die fotografische Emulsion einzubringen.
Man kann z. D., wenn die fotografische Emulsion aus einer gelatinösen Silberhalogenidmasse besteht, auf die Oberfläche
des Trägerfilms erst eine polymere Zwischenschicht und dann eine gelatinöse Zwischenschicht aufbringen, bevor
man die gelatinöse Zwischenschicht mit der fotografischen Emulsion beschichtet.
Erfindungsgemäß wird eine fotografische Filmunterlage
hergestellt durch Beschichten der Oberfläche eines selbsttragenden Kunststoff-Films mit einer Zwischenschichtmasse,
die aus einem Copolymer besteht, das ein oder mehrere Comonomere, ausgev/ählt aus Acrylsäure und/oder Methacrylsäure
und/oder einem Derivat von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure, enthält, wobei dann die Oberfläche der aufgebrachten
Zwischenschicht einer modifizierenden Behandlung mittels Koronaentladung unterworfen wird, um die Zwischenschicht
bezüglich einer anschließend aufgebrachten, Gelatine enthaltenden Schicht haftfähig zu machen.
Die Erfindung bezieht sich auch auf eine fotografische Filmunterlage, die aus einem selbsttragenden Kunststoff-Film
und aus einer Zwischenschicht besteht, die wiederum aus einem Copolymer besteht, das ein oder mehrere Comonomere, ausgewählt
aus Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder einem Derivat von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure, enthält,
wobei die Zwischenschicht an dem Kunststoff-Film anhaftet und einer die Oberfläche modifizierenden Behandlung mittels
Koronaentladung unterworfen wurde.
Die erfindungsgemäß verwendeten, lichtempfindlichen,
fotografischen Emulsionen, wie z. B. gelatinöse Silberhalogenid emulsionen, haften direkt auf der mit einer Koronaentladung
behandelten, copolymeren Zwischenschicht der Filmunterlage, ohne daß eine weitere Behandlung oder Beschichtung,
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ζ. B. mit einer gelatinösen Zwischenschicht, nötig ist. Andererseits wurde gefunden, daß auch gelatinöse Zwischenschichten
sehr gut an der behandelten, copolymeren Zwischenschicht anhaften, und daß lichtempfindliche, fotografische
Emulsionsschichten sehrgut mittels der gelatinösen Zwischenschicht anhaften. Erfindungsgemäß kann daher eine gelatinöse
Zwischenschicht zwischen die behandelte, copolymere Zwischenschicht und die lichtempfindliche Emulsionsschicht einer
lichtempfindlichen fotografischen Emulsion gebracht werden,
obwohl vorzugsweise die lichtempfindliche, fotografische
Emulsion direkt auf die Oberfläche der behandelten copolymeren Zwischenschicht aufgebracht wird, was bezüglich der
Herstellung einfacher und ökonomischer ist und auch gewisse technische Nachteile vermeidet, die mit gelatinösen Schichten
verbunden sein können. Solche Nachteile sind z. B. ihre Klebrigkeit unter feuchten oder nassen Bedingungen, ihre
hohe Oberflächenreibung, die zu Problemen beim Aufwickeln führen kann, die optischen Interferenzmuster auf dem Film,
der Aufbau von statischer Ladung und ein Effekt, der "Altern beim Kontakt" genannt v;ird und der von Bestandteilen
wie etwa Härtungsmitteln herrührt, die in Beschichtungen enthalten sind, die sich auf der anderen Seite des
Films befinden und die, wenn der beschichtete Film auf eine Rolle aufgewickelt ist, in die gelatinöse Zwischenschicht
einwandern und eine vorzeitige Vernetzung der gelatinösen Zwischenschicht verursachen, was die Adhäsion der lichtempfindlichen
Emulsion an der Gelatine-Zwischenschicht beeinträchtigt.
Der selbsttragende Kunststoff-Film kann jeder geeignete
Kunststoff-Film sein,z.B. ein Film aus Polysulfonen und linearen Polyestern, die man durch Kondensation
einer oder mehrerer Dicarbonsäuren oder ihrer Diester mit niederen Alkylgruppen, zum Beispiel Terephthalsäure,
Isophthalsäure, Phthalsäure, 2,5-, 2,6- und 2,7-Naphthali h-
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dicarbonsäure, Bernsteinsäure, Sebacinsäure, Adipinsäure, Azelainsäure, Diphenyldicarbonsäure und Ilexähydroterephthalsäure
oder Bis-p-carboxyphenoxyäthan, wahlweise mit einer Monocarbonsäure wie Pivalinsäure, mit einem oder mehreren
Glykolen, wie A'thylenglykol, 1, 3-Propandiol, 1,4-Butandiol,
Neopentylglykol und 1,4-Cyclohexandimethanol erhalten
kann. Besonders geeignet zur Herstellung der erfindungsgemäßen fotografischen Filme sind biaxial orientierte und
heiß fixierte Polyäthylenterephthalat-Filme. Solche selbsttragenden
Kunststoff-Filme können durchsichtig und lichtdurchlässig
sein, wahlweise können sie fotografisch inerte Farbstoffe, z. B. blaue Farbstoffe für Röntgenfilme enthalten,
oder sie können durch Zugabe von Zusätzen wie Pijmenten und Füllstoffen opak gemacht werden, insbesondere
können sie eine weiße und papierähnliche Textur haben, was man durch Zugabe von geeigneten Füllstoffen und/oder durch
Erzeugung von Poren erreichen kann. Der weiße, papierartige Film kann als Grundlage für fotografische Abzüge
verwendet werden.
Wenn ein einzelnes Hauptmonomer eingesetzt wird, so wählt man es vorzugsweise aus Acrylsäure und/oder Methacrylsäure
und/oder Derivaten von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure aus, wenn zwei oder mehr Comonomere der
vorstehend beschriebenen Art eingesetzt werden, so stellen diese in Kombination mit dem Hauptcomonomer den Hauptbestandteil
des Copolymers der Zwischenschicht dar, d. h. die Mol-Menge eines solchen Comonomers (solcher Comonomerer)
überschreitet vorzugsweise die Mol-Menge von jedem anderen Comonomer. Im allgemeinen sollte die Mol-Menge eines solchen
Comonomers (solcher Comonomere) 25 Mol-% des Copolymers überschreiten.
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Unter anderen sind folgende monomeren Acrylsäure- und Methacrylsäurederivate für die Bildung der Copolymere
der Zwischenschicht geeignetiGlycidylacrylat und Glycidylmethacrylat,
Alkylester, bei denen die Alkylgruppe bis zu 10 C-Atome enthält, z. B. Methyl-, Äthyl-, Propyl-,
Isopropyl-, Butyl-, Hexyl-, Heptyl-, n-Octyl- und 2-Äthylhexylacrylate,
halogensubstituierte Acrylate und Methacrylate, Amide, darunter N-hydroxyalkyl- und N-alkylsubstituierte
Amide, z. B. Acrylamid, Methacrylamid, N-Hydroxymethylacrylamid, N-Hydroxyäthylacrylamid, N-Pydroxypropylacrylamid,
N-Hydroxymethy!methacrylamid, N-Hydroxyäthylmethacrylamid,
N-Methylacrylamid, N-t-Butylacrylamid,
Nitrile, z. B. Acrylnitril, halogensubstituiertes Acrylnitril und Methacrylnitril, Acryl- und Methacrylverbindungen,
die hydrophile funktioneile Gruppen enthalten und Amine, darunter Dimethylaminoäthylmethacrylat.
Besonders geeignete Alkylestercomonomere sind Äthylacrylat und Methylmethacrylat, die gute Zwischenr
schichtmaterialinerkmale haben, wenn sie miteinander oder
mit anderen Comonomeren copolymerisiert werden.
Die Epoxygruppe der Glycidylmethacrylat- und Glycidylacrylatmonomere wirkt vernetzend auf das Copolymer
der Zwischenschicht und bildet damit eine Sperre gegen das Eindringen von organischen Lösungsmitteln, die die Bindung
zwischen der Zwischenschicht und dem Trägerfilm schwächen oder zerstören könnten.
Eine weitere Steigerung der Vernetzung kann durch die Gegenwart eines hydrophilen Acryl- oder Methacrylcomonomers
in Verbindung mit Glycidylacrylat und/oder Glycidylmethacrylat erreicht werden, da die hydrophile Gruppe sich
mit der Epoxygruppe des Glycidylmethacrylats oder Glycidylacrylats vernetzen kann und so zu den Sperreigenschaften
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der Schicht beiträgt. Geeignete Monomere sind Hydroxyalkyl-
methacrylate wie Hydroxyäthylmethacrylat und Silane, die
in wässrigem Medium unter Einführung von funktioneilen
Hydroxylgruppen hydrolysieren, wie z. B. l*-Methacryloxypropyltrimethoxysilan.
Ein anderes geeignetes Comonomer zur Herstellung eines Zwischenschicht-Copolymers mit Sperreigenschaften
gegen das Eindringen von Lösungsmitteln ist Acrylnitril.
Durch Einsatz von Acryl- und Methacrylcomonomeren mit ionischem Charakter, z. B. des Acetatsalzes von Dimethylaminoäthylmethacrylat,
können dem Copolymer antistatische Eigenschaften verliehen werden.
Das Copolymer der Zwischenschicht kann auch von anderen copolymerisierbaren, äthylenisch ungesättigten
Comonomeren, z. B. Styrol, Styrolderivaten, Butadien, VinyIchloracetat, Vinylbenzoat, Vinylpyridin, Vinylchlorid,
Vinylidenchlorid, Maleinsäure und Maleinsäureanhydrid und Itaconsäure und Itaconsäureanhydrid, zusätzlich zu den vorstehend
beschriebenen Comonomeren Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder Derivaten dieser Säuren, abgeleitet
sein.
Das Copolymer der Zwischenschicht enthält vorzugsweise 25 Mol-% bis 100 M-ol-%, insbesondere 51 Mol-% bis
1OO Mol-%, der Comonomere (des Comonomers), die aus Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder Derivaten dieser
Säuren bestehen. Dabei ist vorausgesetzt, daß, wenn solche Comonomere 100 Mol-% ausmachen, das Copolymer von 2 oder
mehr Monomeren, bestehend aus Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder Derivaten dieser Säuren, abgeleitet ist
und daß die Gesamtmonomerenmenge 100 Mol-% ausmacht.
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Für die erfindungsgemäße Verwendung besonders geeignete Zwischenschichtcopolymere bestehen aus 3 Mol-%
bis 25 Mol-% Glycidylmethacrylat oder Glycidylacrylat, 1 Mol-% bis 60 Mol-% Acrylnitril und 35 Mol-% bis 95 Mol-%
eines oder mehrerer anderer Comonomeren aus Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder Derivaten dieser Säuren,
z. B. aus Acryl- und/oder Methacrylsäureester (-estern) und/ oder aus einem Acryl- oder Mothacrylmonomer mit einer
funktioneilen Gruppe ,insbesondere aus einem Hydroxyalkylmethacrylat.
Vorzugweise enthalten solche Copolymere 5 Mol-% bis 10 Mol-% Glycidylmethacrylat oder Glycidylacrylat,
1 Mol-% bis 5 Mol-% eines Hydroxyalkylmethacrylats, 1 bis 40 Mol-% Acrylnitril und 50 bis 80 Mol-% Acrylsäure-
und/oder Methacrylsäureester. Ein besonders geeignetes Zwischenschichtcopolymer dieser Gruppe besteht aus 7 Mol-%
Glycidylmethacrylat, 1 Mol-% Hydroxyäthylmethacrylat,
35 Mol-% Äthylacrylat, 21 Mol-% Methylmethacrylat und
36 Mol-% Acrylnitril. Dies ist ein Beispiel für ein Copolymer, in dem die Gesamtmolmengen von Acrylsäure- und
Methacrylsäurederivaten 100 Mol-% ausmachen.
Die copolymere Zwischenschicht kann gebräuchliche Zusatzstoffe, wie Adhäsionsbeschleuniger, z. B. ein teilweise
hydrolysiertes Vinylacetat-Vinylchlorid-Copolymer, ggf. unter Zumischung eines chlorierten Phenols, Gleitmittel
und antistatische Mittel enthalten.
Falls gewünscht, kann in der Beschichtungsdispersion oder -lösung ein Vernetzungsmittel enthalten sein, das durch
Quervernetzung des Zwischenschichtcopolymers dessen Adhäsion an den Kunststoff-Film verbessert. Das Vernetzungsmittel
sollte vorzugsweise zusätzlich zur inneren Vernetzung fähig sein, um einen Schutz gegen das Eindringen von Lösungsmittel
zu bieten. Geeignete Vernetzungskomponenten können Epoxykunstharze,Alkydkunstharze, Aminderivate wie Hexameth-
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oxymethylmelamin und/oder Kondensationprodukte eines
Amins, z. B. von Melamin, Diazin, Harnstoff, zyklischem
A'thylenharnstof f, zyklischem Propylenharnstoff, Thioharnstoff,
zyklischem Äthylenthioharnstoff, Alkylmelaminen, Arylmelaminen, Benzoguanaminen, Guanaminen, Alkylguanaroinen
und Arylguanaminen mit einem Aldehyd,ζ. B. mit Formaldehyd^
enthalten. So ist z. B. das Kondensationsprodukt von Melamin mit Formaldehyd verwendbar. Das Kondensationsprodukt
kann ggf. alkoxyliert sein. Das Vernetzungsmittel kann in Mengen von bis zu 25 Gew.%, bezogen auf das Gewicht
des Polymers in der Zwischenschichtmasse, eingesetzt werden.
Vorzugsweise wird auch ein Katalysator verwendet, um das Vernetzen zu erleichtern. Bevorzugte Katalysatoren
für die Vernetzung von Melaminformaldehyd sind u. a. Ammoniumchlorid, Ammoniumnitrat, Ammoniumthiocyanat,
Ammoniumdihydrogenphosphat, Ammoniumsulfat, Diammoniumhydrogenphosphat, p-tToluolsulfonsäure , Maleinsäure,
durch Reaktion mit einer Base stabilisiert, und Morpholinium p-Tbluolsulfbnat. ·
Die copolymere Zwischenschicht kann erfindungsgemäß während des Herstellungsverfahrens des Kunststoff-Films oder
danach auf den Kunststoff-Film aufgebracht werden.
Wenn die Schicht nach der Herstellung des Kunststoff-Films aufgebracht wird, kann der Film in einer Weise
vorbehandelt oder beschichtet werden, durch die die Adhäsion der Schicht an die Filmoberfläche verbessert wird. Zur
Modifizierung der Filmoberflächo V.önnen chemische oder
physikalische Vorbehandlungen angewandt werden. Solche Vorbehandlungen können damit verbunden sein, daß man auf die
Filmoberfläche eine Lösung aufträgt, die eine schwellende, auflösende oder oxydierende Wirkung auf den Film hat.
Alternativ oder zusätzlich kann man den Film einer Behänd-
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lung mit einer Koronaentladung, mit Flammen oder mit UV-Licht aussetzen. Wenn der Kunststoff-Film ein linearer
Polyester, z. B. Polyethylenterephthalat ist, kann die Vorbehandlung damit verbunden sein, daß man ein Material
auf die Filmoberfläche aufträgt, das eine schwellende oder auflösende Wirkung auf den Film hatf zum Beispiel
eine Lösung von p-Chlor -m-kresol, 2,4-Dichlorphenol,
2,4,6- oder 2,4,5-Trichlorphenol oder 4-Chlorresorcin
oder einer Mischung solcher Materialien in einem gewöhnliche^ organischen Lösungsmittel v/ie Aceton oder Methanol.
Falls gewünscht, kann die Vorbehandlungslösung eine polymere Komponente, z. B. ein Copolymer von Vinylchlorid und
Vinylacetat enthalten. Nach Auftragen einer solchen Losung auf die Filmoberfläche kann sie bei erhöhter Temperatur
ein paar Minuten getrocknet werden, bevor man die Zwischenschichtmasse aufträgt. Alternativ kann der Kunststoff-Film
eine adhäsionsbeschleunigende, polymere Schicht tragen, auf die die Schicht aufgebracht werden kann, die die polymere
Komponente enthält. Geeignete Schichten sind u. a. Polymere und Copolymere von Acrylsäuren und Methacrylsäuren und
ihren Estern und Copolymere von Vinylidenchlorid.
Die Zwischenschichtmasse kann nach allen bekannten Beschichtungsverfahren, z. B. durch Heißtauchen, Perlbeschichtung,
Umkehr-Walzenbeschichtung oder Breitschlitzbeschichtung
und in Form eines wässrigen Latex oder einer wässrigen Lösung oder einer Lösung in einem organischen
Lösungsmittel aufgebracht werden.
Wenn der Film nach einem Molekülorientierungsverfahren hergestellt wird, was man normalerweise durch
Strecken in eine oder in mehrere Richtungen erreicht, so trägt man geeigneterweise die copolymere Zwischenschicht
v/ährend der Herstellung des Films auf. Orientierte Filme werden im allgemeinen dadurch biaxial orientiert, daß man
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sie in zwei zueinander senkrechten Richtungen streckt
was . z. B. bei Polyathylenterephthalatfilmen der Fall ist.
Die Zwischenschicht kann aufgetragen werden, bevor man mit dem Arbeitsgang der Streckung beginnt, oder, was vorzuziehen
ist, zwischen den zwei senkrecht zueinander durchgeführten Streckungen. Vorzugsweise wendet man eine solche
Beschichtungsfolge zwischen den Arbeitsgängen der Streckung bei der Beschichtung von orientierten Polyathylenterephthalatf
ilmen an. Bei einem solchen Arbeitsgang wird die Zwischenschicht vorzugsweise in Form einer wäßrigen
Dispersion aufgebracht.
Der Kunststoff-Film und die Zwischenschicht können alternativ durch Coextrusion oder in unabhängigen Verfahren
mit anschließender Laminierung gebildet werden.
Die Behandlung mittels Koronaentladung kann in Luft bei Atmosphärendruck mit den üblichen Geräten unter
Verwendung eines Hochfrequenz-Hochspannungsgenerators,
vorzugsweise mit einer Leistungsabgabe von 1 bis 20 kW bei einem Potential von 1 bis 100 kV durchgeführt werden.
Geeigneterweise wird die Entladung ausgeführt, indem man den Film über eine dielektrische Unterstützungswalze an
der Entladungsstelle mit einer linearen Geschwindigkeit von vorzugsweise 1,0 bis 500 m/min vorbeilaufen läßt.
Die Entladungselektroden können sich in einer Entfernung von 0,1 mm bis 10,0 mm von der Oberfläche des sich bewegenden
Films befinden. Nach der Behandlung mit einer Koronaentladung sollte die aufgebrachte Zwischenschicht
vorzugsweise einen Benetzungstestwert aufweisen, der, gemessen nach dem Standardbenetzungstest von Union Carbide
(WC 81-3/1964) mit einer Mischung von Formamid und "Cellosolve", 56 . dyn/cm übersteigt, während eine unbehandelte
Schicht im allgemeinen einen Benetzungstestwert zwischen 35 und 45 dyn/cm aufweist. Bei diesem Test
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werden unter Verwendung von verschiedenen Konzentraten
von Formamid in "Cellosolve" (2-Äthoxyäthanol) flüssige
Mischungen mit verschiedenen Oberflächenspannungen hergestellt und auf die zu untersuchende Oberfläche aufgestrichen.
Der Benetzungstestwert ist die Oberflächenspannung der flüssigen Mischung, die von den Mischungen
die höchste Oberflächenspannung hat, die sich innerhalb von 2 see nach dem Aufstreichen auf die Oberfläche nicht
zu Tröpfchen zusammenziehen.
Bei copolymeren Zwischenschichten mit einem Schicht-
2 2
gewicht im Bereich von 0,1 mg/dm bis 10 mg/dm war die Adhäsion zufriedenstellend. Bevorzugt werden Schichtgewichte
2 2
im Bereich.von 1/0 mg/dm bis 3,0 mg/dm .
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf einen
Polyäthylenterephthalatfilm aufgebrachter^ copolymeren
Zwischenschichten machen die Filmunterlage für ein Recycling durch den filmbildenden Extruder und die Streckvorrichtung
geeignet.
Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Herstellungsverfahren für einen fotografischen Film durch Aufbringen
einer lichtempfindlichen, fotografischen Emulsion auf die
an der Oberfläche modifizierte,copolymere Zwischenschicht
einer fotografischen Filmunterlage, hergestellt nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren, und auf den fotografischen
Film.
Alle geeigneten, lichtempfindlichen, fotografischen
Emulsionen, z. B. eine herkömmliche gelatinöse Silberhalogenidemulsion, können nach bekannten Verfahren auf die
modifizierte Oberfläche der Zwischenschicht aufgebracht werden. Eine solche Emulsion kann die bekannten Zusatzstoffe
enthalten. Man fand, daß lichtempfindliche Emulsionen
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mit guter Adhäsion anhaften-, wie vorstehend festgestellt,
nachdem man sie direkt auf die an der Oberfläche modifizierte Schicht aufgebracht hat. Erfindungsgemäß
bringt man daher vorzugsweise die lichtempfindliche Emulsion direkt auf die an der Oberfläche modifizierte
Zwischenschicht auf, wenn man den lichtempfindlichen, fotografischen Film herstellt.
Trotzdem können, falls gewünscht, bekannte
gelatinöse Zwischenschichten zwischen die an der Oberfläche modifizierte, copolymere Zwischenschicht und die lichtempfindliche,
fotografische Emulsionsschicht gebracht werden. Solche Zwischenschichten aus Gelatine können
übliche Zusatzstoffe wie z. B. Polyvinylacetat, Materialien in Teilchenform, z. B. Siliciumdioxyd, Antihaftmittel und
Vernetzungsmittel, z. B. Formalin, enthalten und können nach bekannten Verfahren aufgebracht werden.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, dabei sind die Trockenadhäsion und die
Naßadhäsion so definiert und wurden so abgeschätzt,wie im folgenden beschrieben.
bezieht sich auf die Adhäsion einer gelatinösen Silberhalogenidemulsion an den Kunststoff-FiIm in dem
fertigen, fotografischen Film über eine unter der Emulsion liegende , gelatinöse Zwischenschicht, falls
vorhanden. Die Trockenadhäsion wurde, vor und nach der Verarbeitung des Films in fotografischen Standardchemikalien,
dadurch abgeschätzt, daß man ein Selbstklebeband entlang der Reißkante des Films aufklebte und das Band rasch vom
Film abtrennte.
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Naßadhäsion
bezieht sich auch auf die Adhäsion einer gelatinösen
Silberhalogenidemulsion an den ■ Kunststoff-Film in dem fertigen fotografischen Film über : eine unter der
Emulsion liegende , gelatinöse Zwischenschicht, falls vorhanden. Die Naßadhäsion wurde dadurch abgeschätzt,
daß man den Film in den fotografischen Standardchemikalien verarbeitete , 15 min lang in Wasser wusch, und dann mit
einem Schwamm über eine Reihe von Linien rieb, die in die noch nasse Emulsion eingekerbt worden waren.
Aus folgender ifonomerenmischung wurde eine Zwischenschichtmasse
hergestellt:
36 Mol-% Äthylacrylat
29 Mol-% Methylmethacrylat
8 Mol-% Glycidylmethacrylat
2 Mol-% Hydroxyäthylmethacrylat
25 Mol-% Acrylnitril
600 ml Wasser, 20 g eines unter dem Namen "GAFAC" RE610 im Handel erhältlichen Emulgators, 2 ml Dimethylaminoäthanol,
0,6 ml Laurylmercaptan zur Kontrolle des Mol-Gewichts, 10 Gew.% des gesamten Monomerengehalts und
25 Gew.% des gesamten Katalysatorgehalts wurden in einen Kolben gefüllt, entgast, gerührt und auf eine Polymerisationstemperatur
von 60°C unter einer Inertatmosphäre erhitzt. Das Gesamtvolumen der Monomere betrug etwa 600 ml und das
Gesamtvolumen des Katalysators 300 ml in Form einer o,1%igen wässrigen Lösung von Kaliumpersulfat. Nachdem die Reaktion
30 min fortgeschritten war, wurden über einen Zeitraum von etwa 3 Stunden die verbliebenen Monomere und weitere
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55 Gew.% des Katalysators hinzugegeben. Der resultierende Latex wurde weitere 15 min gerührt, die restlichen 20 Gew.%
des Katalysators wurden zugegeben und der Ansatz wurde weitere 15 min gerührt, bevor man ihn ausleerte. Der Latex
wurde unter Teilvakuum durch Ausdämpfen von verbleibenden Monomeren befreit.
Diese Masse wurde verdünnt, bis 3,5 Gew.% Feststoff
anteil erreicht waren und 0,5 Vol.% eines nichtionischen, oberflächenaktiven Mittels, im Handel unter dem Namen
"Lissapol" N erhältlich, wurden hinzugegeben.
Ein Polyäthylenterephthalatfilm wurde aus der Schmelze extrudiert und auf einer gekühlten, rotierenden
Trommel rasch abgekühlt, wobei der Film amorph wurde. Der resultierende Film wurde in der Extrusionsrichtung auf
etwas das 3,5fache seiner ursprünglichen Länge gestreckt.
Dann wurde der Film auf beiden Seiten mit der vorstehend beschriebenen, v/ässrigen Dispersion nach einem Walzenauftragverfahren
beschichtet und in einen Spannrahmentrockenofen überführt, wo die Beschichtung getrocknet wurde. Der getrocknete,
beschichtete Film wurde dann in seitlicher Richtung auf etwa das 3,5fache seiner ursprünglichen Breite gestreckt
und schließlich bei einer Temperatur von 21O°C heißfixiert. Die Enddicke der Zwischenschicht auf jeder
Seite des biaxial gezogenen Films betrug etwa 0,3/um und
die Gesamtdicke des Films etwa 100 yum.
Die copolymere Zwischenschicht wurde bei Atmosphärendruck mit einer Koronaentladung behandelt, wobei eine im
Handel unter dem Namen "Vetaphone" erhältliche Behandlungsvorrichtung mit einer Leistungsabgabe von 3 kW eingesetzt
wurde. Die so erhaltene Beschichtung hatte einen Benetzungstestwert,
gemessen nach dem Union Carbide-Verfahren, der größer war als 56 dyn/cm. Bei der Behandlung mit Korona-
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entladung wurden folgende Bedingungen eingehalten: Filmgeschwindigkeit 6,10 m/min, Leistung 2 kW, 1,5 mm
Abstand zwischen Elektrode und Film.
Eine gebräuchliche, fotografische Silberhalogenidemulsion
für Röntgenaufnahmen wurde direkt auf die mit Koronaentladung behandelte Oberfläche der Zwischenschicht
aufgebracht, ohne daß eine Zwischenschicht aus Gelatine dcizwischcnqclegt wurde. Die Adhäsion der nassen und der
trockenen Emulsion war zufriedenstellend.
Ein gebräuchlicher, biaxial orientierter, klarer Polyäthylenterephthalatfilm mit einer Dicke von 100/um
wurde mit der folgenden Lösung vorbehandelt:
5 g p-Chlor-m-kresol
1 g eines Copolymers aus Vinylacetat und Vinylchlorid, im Handel unter dem
Namen "VAGH" erhältlich
100 ml Aceton.
Die Lösung wurde auf den Film aufgebracht, wobei sich für die nasse Schicht ein Schichtgewicht von
100 mg/dm ergab, und 2 min bei 80°C getrocknet.
Auf die vorbehandelte Oberfläche wurde folgende Zwischenschichtmasse aufgetragen:
5 g eines carboxymodifizierten Acrylpolymers,
im Handel unter dem Namen "Hycar" 2671 erhältlich,
95 g destilliertes Wasser.
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Der beschichtete Film wurde 3 min bei OO C getrocknet,
das Schichtgewicht der so erhaltenen, trockenen, polymeren Zwischenschicht betrucf 2 mg/dm .
Der Film wurde in zwei Teile, Λ und B, aufgeteilt. Teil Λ
Eine gebräuchliche, gelatinöse Silberhalogenidemulsion
für Röntgenaufnahmen wurde direkt auf die Copolymerschicht,
die nicht mit Koronaentladung behandelt worden war, aufgebracht und gekühlt, um die Beschichtung zum
Gelieren zu bringen und 20 min lang bei 35°C getrocknet.
Dann wurde die Adhäsionseigenschaft der Silberhalogenidemulsion
geprüft. Die Trockenadhäsion war gut, doch die Naßadhäsion war sehr schlecht und die Emulsion
konnte durch Reiben vom Film abgelöst werden.
Teil h
Die copolymere Zwischenschicht v/urde unter Anwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Vorrichtung und Bedingungen
mit einer Koronaentladung behandelt.
Der behandelte Film wurde schließlich, wie der vorstehend beschriebene Teil A, mit einer gelatinösen
Silberhalogenidemulsion für Röntgenaufnahmen beschichtet.
Dann wurde die Adhäsion des fotografischen Materials
geprüft. Die Trockenadhäsion war vor und nach der Verarbeitung ausgezeichnet, und auch die Naßadhäsion während der
Verarbeitung war ausgezeichnet.
809808/0875 ORIGINAL INSPECTED
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Lin gebräuchlicher, biaxial orientierter, klarer Polyäthylentorephthalatfilm mit einer Dicke von 100/um,
der mit einem vernetzten Copolymer, gebildet aus 45 Gew.%
A'thylacrylat, LO Ccw.% Methylmethacrylat und 5 Gev/.% Methacrylamid,
vorbeschLchtet worden war, wurde durch Aufbringen einer Zwischenschichtlösung mit den folgenden Bestandteilen
:
3 g eines Copolymers aus Kthyl-ct -Chloracrylat/Äthylacrylat/Ttaconsäure
(60 Mol-%/35 Mol-%/5 Mol-%)
K)O ml Aceton
auf die Vorbeschichtunrj mit einer Zwischenschicht versehen.
auf die Vorbeschichtunrj mit einer Zwischenschicht versehen.
Die copolymere Zwischenschicht wurde unter Anwendung
der in Beispiel 1 beschriebenen Vorrichtung und Bedingungen mit einer Koronaentladung behandelt, dann wurde eine gebräuchliche,
aus gelatinösem Silberhalogenid bestehende fotografische Emulsion auf die behandelte Oberfläche aufgebracht
.
Die Trocken- und Naßadhäsion der aufgebrachten Emulsion war zufriedenstellend.
Ims Verfahren von Beispiel 1 wurde unter Streckung
eines Polyäthylenterephthalatfilms und Beschichtung des Films
mit einer Zwischenschichtmasse, ciie die folgende Zusammensetzung
hatte:
809808/0875
ORIGINAL INSPECTED
- 73 - B 8377
10 g eines carboxymodifizierten Acrylpolymers,
im Handel unter dem Namen "Hycar" 260X84 erhältlich,
90 g destilliertes Wasser, wiederholt.
Die polymere Zwischenschicht wurde in Übereinstimmung
mit Beispiel 1 mit einer Koronaentladung behandelt und mit einer gebräuchlichen, aus gelatinösem Silberhalogenid bestehenden
fotografischen Emulsion beschichtet. Die Emulsion wurde vor dem Adhäsionstest 16 Stunden lang bei 500C und
einer relativen Feuchtigkeit von 67 % einer beschleunigten Alterung unterworfen. Die Naß- und Trockenadhäsion der
Emulsion war zufriedenstellend.
Das Verfahren von Beispiel 1 wurde unter Streckung eines Polyäthylenterephthalatfilms und Beschichtung des
Films mit einer Zwischenschichtmasse, die aus folgendem bestand:
10 g eines Acryl-ZVinylchlorid-Copolymers,
im Handel unter dem Namen "Geon" 4 50X20 erhältlich,
90 g destilliertes Wasser, wiederholt.
Die copolymere Zwischenschicht wurde in Übereinstimmung mit Beispiel 1 mit einer Koronaentladung behandelt
und mit einer gebräuchlichen, gelatinöses Silberhalogenid enthaltenden fotografischen Emulsion beschichtet. Die Naß-
und Trockenadhäsion der Emulsion war ausgezeichnet.
809808/0875
ORIGINAL INSPECTED
z/3688 1
- 2" - D 8377
L'.eispiel 6
Beispiel 5 wurde wiederholt, mit dem Unterschied, daß die Zwischenschichtmasse wie folgt zusammengesetzt war:
10 g eines Acryl-ZAcrylnitril-ZStyrol-
Copolymers (Morton Williams Limited) , unter dem Namen ΛΛ4 21 im Handel erhältlich
90 g destilliertes Wasser.
Bei manueller Verarbeitung des Films
und auch in gebräuchlichen Lösungen für die Verwendung in automatischen Verarbeitungsapparaturen zeigte die so aufgebrachte
Ilinulsion eine ausgezeichnete Naß- und Trockenadhäsion.
Uuispiel 7
Beispiel 3 wurde wiederholt, nur daß die Zwischenschichtmasse wie folgt zusammengesetzt v/ar:
3 g eines Chloracrylnitril-//\ thylacrylat-/
Itaconsäure-Copolymers (60 Mol-%/35 Mol-%/
5 Mol-?,) ,
100 ml Aceton.
Auf die mit einer Koronaentladung behandelte, copolymere
Zwischenschicht wurde eine gebräuchliche, aus gelatinösem Silberhalogenid bestehende Emulsion für Röntgenaufnahmen aufgebracht.
Die Naß- und Trockenadhäsion der Emulsion war gut.
809808/0875
ORlQiNAL INSPECTED
ORlQiNAL INSPECTED
-2b- B 3377
Beispiel 5 wurde wiederholt, mit dem Unterschied, daß die Zwischenschichtmasse folgende Bestandteile enthielt:
10 g eines Athylacrylat-ZHethylmethacrylat-/
Itaconsäure-/Styrolcopolymerlatex
(28,5 Mol-£/28,5 Mol-%/5 Mol-'i/ 38 Mol-%) ,
90 g destilliertes Wasser.
Auf die mit einer Koronaentladung behandelte, copolymere "v.ischenschicht wurde eine gebräuchliche, fotografische
Silberhalogenidemulsion für Röntgenstrahlen aufgebraucht.
809808/0875 ORIGINAL INSPECTED
Claims (16)
- IyPatentansprücheVerfahren zur Herstellung einer fotografischen Filmunterlage durch Beschichten der Oberfläche eines selbsttragenden Kunststoff-Films mit einer zur Vermittlung der Adhäsion der lichtempfindlichen Schicht dienenden Zwischenschichtmasse, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Zwischenschichtmasse einsetzt, die aus einem Copolymer besteht, das ein oder mehrere Comonomere, ausgewählt aus Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder einem Derivat von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure, enthält, und daß man dann die Oberfläche der auf den selbsttragenden KunststofE-FiIm aufgebrachten Zwischenschicht einer modifizierenden Behandlung mittels Koronaentladung unterwirft und auf dieseXI/so.809808/0875Dresdner Bank (München) KtO 3939 844Postscheck (München) Kto. 670-43-804ORIGINAL INSPECTED^688Wfiise die Zwischenschicht bezüglich einer anschließend aufgebfachten, Gelatine enthaltenden Schicht haftfähig macht.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Zwischenschichtmasse einsetzt, deren Copolymer sich von einem oder mehreren Monomeren ableitet, ausgewählt aus Glycidylacrylat und Glycidylmethacrylat, Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Hexyl-, Heptyl-, n-Octyl- und 2-Äthylhexylacrylaten, halogensubstituierten Acry-Iaten und Methacrylaten, Acrylamid, Methacrylamid, N-Hydroxymethylacrylamid, N-Hydroxyäthylacrylamid,. N-Hydroxypropylacrylamid, N-Hydroxymethylmethacrylamid, N-hydroxyäthy!methacrylamid, N-Methylacrylamid und N-t-Butylacrylamid, Acrylnitril, halogensubstituiertem Acrylnitril und Methacrylnitril, Acryl- und Methacry!verbindungen, die hydrophile funktionelle Gruppen enthalten; und Dimethylaminoäthylmethacrylat.
- 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Zwischenschicht ein Copolymer einsetzt, das sich von Athylacrylat und Methylmethacrylat herleitet.
- 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Zwischenschicht ein Copolymer einsetzt, das mehr als 2L> Mol-% eines Comonomers enthält, das aus Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder aus einem Derivat dieser Säuren besteht.809008/0875- 3 - B 8377
- 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Zwischenschicht ein Copolymer einsetzt, das 3 Mol-% bis 25 Mol-% Glycidylmethacrylat oder Glycidylacrylat, 1 Mol-% bis 60 Mol-% Acrylnitril und 35 Mol-% bis 95 Mol-% eines oder mehrerer anderer Comonomere enthält, die aus Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder aus einem Derivat dieser Säuren bestehen.
- 6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Zwischenschicht ein Copolymer einsetzt, das aus 7 Mol-% Glycidylmethacrylat, 1 Mol-% Hydroxyäthylmethacrylat, 35 Mol-% Äthylacrylat, 21 Mol-% Methylmethacrylat und 36 Mol-% Acrylnitril besteht.
- 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man die Zwischenschichtmasse während des Herstellungsverfahrens des Kunststoff-Films auf diesen Film aufbringt.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man den Kunststoff-Film durch Strecken in zwei zueinander rechtwinklige Richtungen biaxial orientiert und daß man die Zwischenschichtmasse zwischen den Arbeitsgängen der Streckung in den zwei Richtungen aufbringt.
- 9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Kunststoff-Film einsetzt, der ein biaxial orientierter, heiß fixierter Polyäthylenterephthalatfilm ist.809808/0875 ORIGINAL INSPECTED■v4 - B 8377
- 10. Fotografische Filmunterlage, hergestellt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bestehend aus einem selbsttragenden Kunststoff-Film und einer Zwischenschicht zur Vermittlung der Haftfähigkeit einer darauf aufzubringenden, Gelatine enthaltenden Schicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht aus einem Copolymer besteht, das ein oder mehrere Comonomere, ausgewählt aus Acrylsäure und/ oder Methacrylsäure und/oder einem Derivat von Acrylsäure und/oder Methacrylsäure,enthält, daß die Zwischenschicht an dem Kunststoff-Film anhaftet und einer modifizierenden Oberflächenbehandlung mittels Koronaentladung unterworfen wurde.
- 11. Fotografische Filmunterlage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht aus einem Copolymer besteht, das sich von einem oder mehreren Monomeren, ausgewählt aus Glycidylacrylat und Glycidylmethacrylat, Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Hexyl-, Heptyl-, n-Octyl- und 2-Äthylhexylacrylaten, halogensubstituierten Acrylaten und Methacrylaten, Acrylamid, Methacrylamid, N-Hydroxymethylacrylamid, N-Hydroxyäthylacrylamid, N-Hydroxypropylacrylamid, N-Hydroxymethylmethacrylamid, N-Hydroxyäthy!methacrylamid, N-Methylacrylamid und N-t-Butylacrylamid, Acrylnitril, halogensubstituiertem Acrylnitril und Methacrylnitril, Acryl- und Methacryl-Verbindungen, die hydrophile funktioneile Gruppen enthalten und Dimethylaminoäthylmethacrylat, ableitet.
- 12. Fotografische Filmunterlage nach Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Copolymer der Zwischenschicht von Äthylacrylat und Methylmethacrylat abgeleitet ist.809808/0875- 5 - B 8377
- 13. Fotografische Filmunterlage nach Ansprüchen 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Copolymer der Zwischenschicht mehr als 25 Mol-% eines Comonomers enthält, das aus Acrylsäure und/oder Methacrylsäure und/oder Derivaten dieser Säuren besteht.
- 14. Fotografische Filmunterlage nach Ansprüchen 10 bis13, dadurch gekennzeichnet, daß das Copolymer der Zv/ischenschicht 7 Mol-% Glycidylmethacrylat, 1 Mol-% Ilydroxyäthy lmethacry lat, 35 Mol-% Äthylacrylat, 21 Mol-% Methylmethacrylat und 36 Mol-% Acrylnitril enthält.
- 15. Fotografische Filmunterlage nach Ansprüchen 10 bis14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff-Film ein biaxial orientierter, heiß fixierter Polyäthylenterephthalatfilm ist.
- 16. Verwendung der nach einem der Ansprüche 1 bis 9 hergestellten, fotografischen Filmunterlage nach Ansprüchen 10 bis 15 zur Herstellung eines fotografischen Films durch direktes Aufbringen einer lichtempfindlichen, fotografischen Emulsion auf die einer Behandlung mittels Koronaentladung unterworfene, polymere Zwischenschicht der fotografischen Filmunterlage.809808/0875
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