DE2734768C2 - Vorrichtung zum kontinuierlichen Naßbehandeln von flüssigkeitsdurchlässigem Textilgut o.dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum kontinuierlichen Naßbehandeln von flüssigkeitsdurchlässigem Textilgut o.dgl.Info
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Naßbehandeln von flüssigkeitsdurchlässigem Textilgut od. dgl. mit einer in einem mit der Flüssigkeit angefüllten Behälter drehbar gelagerten, in die Flüssigkeit zumindest teilweise eingetauchten und von dem Gut von außen teilweise bedeckten Siebtrommel, zwischen der und dem Behälter ein etwa ringförmiger Behandlungsraum gebildet ist, dem von außerhalb über einen über die Länge der Siebtrommel zum Behandlungsraum hin offenen, ggf. stirnseitig mittels einer Pumpe mit Flüssigkeit beschickten, im Bereich des Einlaufs über die Arbeitsbreite angeordneten Verteilerkanal die Flüssigkeit zugeführt ist.
- Eine Vorrichtung dieser Art ist durch die DE-OS 17 60 762 bekannt. Zur gleichmäßigen Zuführung des flüssigen Behandlungsmittels erstreckt sich der Verteilkanal im wesentlichen über die Höhe der Siebtrommel und weist über diese Höhe in den Behandlungsraum gerichtete Durchflußbohrungen auf.
- Nach der GB-PS 9 32 007, die eine Siebtrommelnaßbehandlungseinrichtung zur Herstellung von Warenbahnen für Schuhprodukte offenbart, ist eine gattungsähnliche Vorrichtung bekannt, bei der der Verteilerkanal in Höhe des Wareneinlaufs angeordnet ist und aus dem die Behandlungsflüssigkeit entlang eines Überlaufs dem Behandlungsraum zufließt.
- Die DE-OS 21 13 473 dagegen zeigt wieder eine Siebtrommelwaschvorrichtung, in der ein ringförmiger Behandlungsraum gebildet ist, bei dem am Warenauslauf ein Flüssigkeitsablauf angeordnet ist.
- Der Verteilkanal nach der DE-OS 17 60 762 ist mit dem Behandlungsraum über ein Staublech verbunden, womit die von der Pumpe geförderte Flüssigkeit gleichmäßig über die Arbeitsbreite dem Behandlungsraum zugeführt wird. Nachteilig ist jedoch, daß eine sehr große Flüssigkeitsmenge in den Behälter eingefüllt werden muß, damit eine Stauwirkung und eine gleichmäßige Durchströmung der Siebtrommel erzielt werden kann. Besser ist hier die Konstruktion nach der GB-PS 9 32 007, wo die Flüssigkeit über einen Überlauf der Breite der Siebtrommel zugeführt wird, jedoch ist dort kein ringförmiger Behandlungsraum, so daß auch dort große Flüssigkeitsmengen zur Behandlung notwendig sind. Dies ist aber heute bei dem knapp gewordenen Wasser und bei den teuren Chemikalien zu vermeiden.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Siebtrommelnaßbehandlungsvorrichtung zu entwickeln, bei der der Behandlungsraum klein gehalten werden kann und dennoch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gleichmäßig über die Länge der Siebtrommel gewährleistet ist.
- Ausgehend von der Vorrichtung anfangs genannter Art ist die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß der Verteilerkanal in Höhe des Wareneinlaufs einen Ausflußbereich längs der Siebtrommel aufweist, am Warenauslauf ein Ablauf angeordnet ist, und daß die Siebtrommel exzentrisch in dem ringförmigen Behandlungsraum angeordnet ist, wobei dieser sich zum Ablauf hin konisch verengt. Diese Vorrichtung hat den Vorteil einer verhältnismäßig kleinen Querschnittskonstruktion. Der Behandlungsraum kann bei gleichbleibendem Siebtrommeldurchmesser kleiner gehalten werden, und der Verteilerkanal erstreckt sich nur noch auf der einen Seite der Siebtrommel. Er braucht ebenfalls nur klein im Querschnitt ausgebildet zu sein. Eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit ist jedoch gewährleistet, da die Flüssigkeit am Einlauf gleichmäßig über die Arbeitsbreite mit dem einlaufenden Gut zufließt, sich über den ringförmigen Behandlungsraum verteilt und somit die Siebtrommel über den ganzen Umfang durchdringt. Der zuviel zugeführte Teil der Flüssigkeit wird über den Ablauf am anderen Ende der Siebtrommel abgeführt. Der ringförmige Behandlungsraum soll sich bei dieser Vorrichtung zum Ablauf hin konisch verengen, indem die Siebtrommel exzentrisch in dem ringförmigen Behandlungsraum angeordnet ist. Auf diese Weise ist genügend Raum für die zufließende Flüssigkeit vorhanden, obgleich der Behandlungsraum nur gering im Querschnitt ausgebildet ist.
- Für die Zufuhr der Flüssigkeit kann der Verteilerkanal allseitig geschlossen sein, und lediglich einen Ausflußschlitz zum Behandlungsraum hin aufweisen. Einfacher ist es, den Verteilerkanal mit einer parallel zur Siebtrommel sich erstreckenden Überlaufkante zu versehen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt
- Fig. 1 einen Querschnitt durch die Siebtrommelvorrichtung, und
- Fig. 2 einen Schnitt längs der Siebtrommel nach Fig. 1.
- Die Vorrichtung besteht aus einem Behälter 1, in dem eine Siebtrommel 2 drehbar gelagert ist. Die Siebtrommel umgibt ringförmig ein Blech 3, das mit der Siebtrommel 2 den Behandlungsraum 4 begrenzt. Das zu behandelnde Textilgut 5 wird über Umlenkrollen 6 an die Siebtrommel geführt und von dieser durch die Flüssigkeit transportiert. Dabei wird es von der im Behandlungsraum 4 vorhandenen Flüssigkeit durchdrungen, indem die Flüssigkeit in den Innenraum der Siebtrommel strömt und von dort stirnseitig selbsttätig in den Auffangbehälter 7 ausfließt.
- Eine Pumpe 8, die dem Auffangbehälter 7 zugeordnet ist, pumpt die Flüssigkeit in einen Verteilerkanal 9, der sich im Bereich des Einlaufs am oberen Ende des einlaufseitigen Behandlungsraumes außerhalb des Bleches 3 längs der Siebtrommel 2 erstreckt. Die Zufuhr der Flüssigkeit vom Auffangbehälter 7 zum Verteilerkanal 9 erfolgt über ein Rohrsystem 10, das über mehrere Zuflüsse die Flüssigkeit über die Länge des Verteilerkanals gleichmäßig verteilt. Es ist auch möglich, auf dieses Rohrsystem zu verzichten, und die Flüssigkeit über einen Kanal der Stirnseite des Verteilerkanals 9 direkt zuzuführen.
- Vom Verteilerkanal fließt die Flüssigkeit gleichmäßig über die Länge der Siebtrommel 2 über eine Überlaufkante 11 entsprechend der dargestellten Pfeile in den ringförmigen Behandlungsraum 4, der sich zum Auslauf hin konisch verengt. Am Auslauf ist die Höhe des Niveaus im Behandlungsraum 4 eine Überlaufkante 12 längs der Siebtrommel vorgesehen, über die die zuviel am Einlauf in den Behandlungsraum 4 geströmte Flüssigkeit in einen Abführkanal 13 abfließt.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Naßbehandeln von flüssigkeitsdurchlässigem Textilgut od. dgl. mit einer in einem mit der Flüssigkeit angefüllten Behälter drehbar gelagerten, in die Flüssigkeit zumindest teilweise eingetauchten und von dem Gut von außen teilweise bedeckten Siebtrommel, zwischen der und dem Behälter ein etwa ringförmiger Behandlungsraum gebildet ist, dem von außerhalb über einen über die Länge der Siebtrommel zum Behandlungsraum hin offenen, ggf. stirnseitig mittels einer Pumpe mit Flüssigkeit beschickten, im Bereich des Einlaufs über die Arbeitsbreite angeordneten Verteilerkanal die Flüssigkeit zugeführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerkanal (9 ) in Höhe des Wareneinlaufs einen Ausflußbereich längs der Siebtrommel (2) aufweist, am Warenauslauf ein Ablauf (12, 13) angeordnet ist, und daß die Siebtrommel (2) exzentrisch in dem ringförmigen Behandlungsraum (4) angeordnet ist, wobei dieser sich zum Ablauf (12, 13) hin konisch verengt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerkanal (9) allseitig geschlossen und lediglich einen Ausflußschlitz zum Behandlungsraum (4) hin aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteilerkanal (9) mit einem parallel zur Siebtrommel (2) sich erstreckenden Überlauf (11) versehen ist.
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