DE2733311A1 - Platte zum herstellen eines bodenbelages aus elastischem material - Google Patents
Platte zum herstellen eines bodenbelages aus elastischem materialInfo
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Description
- Platte zum Herstellen eines Bodenbelages aus elastischem
- Material Die vorliegende Erfindung betrifft eine Platte zum Herstellen eines Bodenbelages aus elastischem Material, insbesondere für Sport- und Spielflächen.
- Es sind Platten zum Herstellen eines Bodenbelages bekannt, die mehrere Schichten verschiedener Dichte und Struktur aufweisen und die im wesentlichen aus einem Spanmaterial von verbrauchten Fahrzeug-Gummireifen oder anderen Gummiabfällen bestehen, welches mit Kautschuk oder einem anderen geeigneten Bindemittel in einer spänig-körnigporösen Struktur gebunden ist.
- Es ist bekannt, aus solchen Platten Bodenbeläge für Sport-und Spielplätze herzustellen. Dabei hat sich gezeigt, daß solche Bodenbeläge sehr stark von witterungsbedingten Temperaturschwankungen beeinträchtigt werden. Bei sommerlich warmem Wetter dehnen sich die Platten so sehr aus, daß es zu einem Aufbrechen des Bodenbelages kommt. Folgt einer starken Erwärmung eine rasche Abkühlung, wie zum Beispiel bei einem Gewitterregen, so kommt es zu einer Schrumpfung der oberen Schicht, während sich die untere Schicht wegen der geringen Wärmeleitfähigkeit des Materials nicht so schnell zusammenzieht. Es bilden sich schüsselförmige Verwerfungen der einzelnen Platten, wobei sich deren Ränder verschieden stark emporwölben. In einem solchen Zustand kann der Bodenbelag kaum noch als Spielfläche, beispielsweise für ein Tennis- oder sonstiges Ballspiel, benutzt werden, weil die Gefahr sehr groß ist, daß die Spieler über die emporgewölbten Plattenkanten stolpern.
- Auch die Wasserableitung ist unzureichend und zwar auch dann, wenn man beim Verlegen der Platten schmale Spalten freigelassen hat.
- Um diese Nachteile zu beseitigen, wurden auch schon Platten der vorbeschriebenen Materialart geschaffen, wobei die Ränder der Platten zumindest an zwei Kanten an der Plattenunterseite mit einem Falz versehen sind. Diese Falze sollen zunächst ein gitterartiges Kanalnetz bilden und damit für eine rasche Wasserableitung sorgen. Darüber hinaus sollten die Kantenflächen der Platten verkleinert werden, so daß sich die Plattenränder beim Ausdehnen der Platten unter starker Sonnenbestrahlung leichter zusammenpressen lassen. Damit sollte ein Aufbrechen des Belages unter Wärmeeinwirkung verhin -dert werden.
- Obwohl diese Platten gegenüber dem vorherigen Stand der Technik einen erheblichen Fortschritt brachten, weisen die damit hergestellten Bodenbeläge doch noch Mängel auf: Das sogenannte "Schüsseln" der Platten bei plötzlicher Abkühlung des stark erwärmten Bodenbelages konnte nicht vermieden werden, so daß auch bei einer Fläche aus solchen Platten nach einem Gewitterregen für eine kurze Zeit die Benutzbarkeit beeinträchtigt wird.
- Außerdem vollziehen sich die Ausdehnungs- und Schrumpfungsbewegungen der Platten bei Temperaturschwankungen nicht immer gleichmäßig von der Plattenmitte aus bzw. zur Plattenmitte hin, so daß sich mit der Zeit ein ungleichmäßiges Spaltengitter zwischen den Platten bildet. Dies wiederum führt durch ungleichmäßige Ausspülungen des Plattenuntergrundes und durch ungleichmäßige Einwaschungen von Flugsand und Schmutz in das Kanalgitter dazu, daß der Belag mit der Zeit immer unebener wird.
- Man hat auch schon versucht, das Verwerfen der Platten und das Aufbrechen des Belages bei Temperaturschwankungen mit all seinen unangenehmen Folgen dadurch zu beseitigen, daß die Plattenränder mit Nut und Feder ausgerüstet wurden. Dies brachte aber den Nachteil mit sich, daß Niederschlagswasser nur über die Oberfläche abgeleitet werden konnte. Außerdem können sich die Platten nicht nur in der gewünschten Weise zueinander, sondern auch in unerwünschter Weise aneinander verschieben, so daß auch hierbei der Belag mit der Zeit ungleichmäßig wird.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Mittel zu finden, durch die die vorbeschriebenen Mängel ohne wesentliche Verteuerung des Belages beseitigt werden. Es soll gewährleistet sein, daß auch bei extremen Temperaturschwankungen die Sport-oder Spielfläche nicht aufbricht oder durch hervorstehende Plattenkanten uneben wird. Das Niederschlagswasser soll schnell und gleichmäßig durch den Belagsuntergrund abgeleitet werden.
- Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung aus von einer Platte zum Herstellen eines Bodenbelages aus elastischem Material, die mehrere Schichten verschiedener Dichte und Struktur aufweist und im wesentlichen aus einem Spanmaterial von verbrauchten Fahrzeug-Gummi reifen oder einem Granulat aus anderen Gummiabfällen besteht, das durch Vulkanisieren mit Kautschuk oder einem anderen geeigneten Bindemittel in einer spänig-porösen Struktur gebunden ist, wobei die Ränder der Platte zumindest an zwei Kanten an der Plattenunterseite mit einem Falz versehen sind.
- Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Platten in ihrem vorstehenden Falzrand mindestens an zwei einander gegenüberliegenden Seiten in regelmäßigen Abständen parallel zur Plattenoberfläche und rechtwinklig zu den Seitenkanten veric ufende Bohrungen aufweisen, wobei in der Hälfte aller Bohrungen Fixierzapfen vorgesehen sind, die jeweils zur Hälfte in der betreffenden Bohrung stecken und eine an der Plattenkante anliegende flanschringartige Distanzscheibe aufweisen.
- Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß an zwei einander gegenüberliegenden Seiten einer Platte jeweils vier Bohrungen vorgesehen sind, wobei der Abstand zwischen den mittleren Bohrungen um etwa 2 mm mehr als doppelt so groß ist, wie der jeweilige Abstand der äußeren Bohrungen von den Plattenkanten.
- Zweckmäßigerweise sind die Distanzzapfen als Kunststoffröhrchen mit abgerundeten Enden ausgebildet.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer sie beispieisweise wiedergebenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Ausschnitt eines Bodenbelages mit erfindungsgemäßen Platten in Draufsicht; Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch die benachbarten Kanten von zwei Platten nach der Linie a - a gem. Fig. 1.
- Die Platten 1 bestehen im wesentlichen aus einem Spanmaterial von verbrauchten Fahrzeug-Gummi reifen, das durch Vulkanisieren mit Kautschuk in einer spänig-porösen Struktur gebunden ist. Die Ränder sind an der Plattenunterseite 2 mit einem Falz 3 versehen. Die obere Schicht 4 der Platten 1 weist eine dichtere Struktur auf und ist mit Farbstoffen versehen.
- Die Oberfläche 5 ist runzelig und leicht porös.
- Außer den Randplatten haben in diesem Ausführungsbeispiel alle Platten des Bodenbelages eine gleiche, rechteckige Form.
- In jeder Längsseite einer Platte sind in den vorstehenden Falzrändern 6, 7 vier Bohrungen 8, 9, 10, 11 und 12, 13, 14, 15 vorgesehen, die rechtwinklig zu den Falzrändern 6, 7 und parallel zur Plattenoberfläche 5 in den Plattenkörper 1 führen. Dabei ist der Abstand zwischen den mittleren Bohrungen 9, 10 und 13, 14 um etwa 2 mm mehr als doppelt so groß, wie der jeweilige Abstand der äußeren Bohrungen 8, 11 und 12, 15 von den Plattenecken.
- In den Bohrungen stecken Fixierzapfen 16, die als Kunststoffröhrchen mit abgerundeten Enden ausgebildet sind und die in ihrer Mitte eine flanschringartige Distanzscheibe 16a aufweisen. Die Fixierzapfen 16 können zu einem beliebigen Zeitpunkt vor dem Verlegen oder beim Verlegen der Platten jeweils in die Bohrungen einer Plattenseite gesteckt werden.
- Die Platten 1 sind im Verbund verlegt, so daß ihre Längsseiten einander jeweils zur Hälfte überlappen. Auf diese Weise ist jede Platte mit vier benachbarten Platten durch jeweils zwei Fixierzapfen verbunden. Durch die Distanzscheiben 16a auf den Fixierzapfen 16 werden die Platten an ihren Längsseiten bei normaler Temperatur in einem Abstand von etwa 2 mm gehalten. Ein ebenso breiter Spalt zwischen den Platten wird an den Stirnseiten dadurch hergestellt, daß jeweils der Abstand zwischen den mittleren Bohrungen einer Platte mehr als doppelt so groß ist, wie der jeweilige Abstand der äußeren Bohrungen von den Plattenecken. Bei starker Erwärmung können sich die Platten ausdehnen, wobei sich die Distanzscheiben 16a in die Falzränder 6, 7 eindrücken.
- Ein Aufbrechen des Belages wird hierdurch verhindert.
- Bei Abkühlung entsteht wieder ein gleichmäßiges Spaltengitter, das in Verbindung mit dem durch die Falze 3 gebildeten Kanal gitter an der Unterseite des Belages ein rasches Ableiten von Niederschlagswasser gewährleistet.
- Die Anwendung des Erfindungsgedankens ist nicht auf das hier beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Cie Platte können auch andere Formen haben. Die Fixierzapfen können auch massiv aus Kunststoff oder Metall hergestellt sein.
- Wenn der Abstand zwischen den mittleren Bohrungen 9, 10 und 13, 14 nicht mehr als das Doppelte so groß ist, wie der jeweilige Abstand der äußeren Bohrungen 8, 11 und 12, 15 von den Plattenecken, so sind die Spalten an den Stirnseiten der Platten etwas breiter.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE 1.)Platte zum Herstellen eines Bodenbelages aus elastischem Material, die mehrere Schichten verschiedener Dichte und Struktur aufweist und im wesentlichen aus einem Spanmaterial von verbrauchten Fahrzeug-Gummireifen oder einem Granulat aus anderen Gummiabfällen besteht, das durch Vulkanisieren mit Kautschuk oder einem anderen geeigneten Bindemittel in einer spänig porösen Struktur gebunden ist, wobei die Ränder der Platte zumindest an zwei Kanten an der Plattenunterseite mit einem Falz versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (1) in ihrem vorstehenden Falzrand (6, 7) mindestens an zwei einander gegenüberliegenden Seiten in regelmäßigen Abständen parallel zur Plattenoberfläche (5) und rechtwinklig zu den Seitenkanten verlaufende Bohrungen (8, 9, 10, 11 und 12, 13, 14, 15) aufweisen, wobei in der Hälfte aller Bohrungen Fixierzapfen (16) vorgesehen sind, die jeweils zur Hälfte in der betreffenden Bohrung stecken und eine an der Plattenkante anliegende flanschringartige Distanzscheibe (16 a) aufweisen.
- 2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine rechteckige Form hat, wobei die Bohrungen an den zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten angeordnet sind.
- 3. Platte nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen den mittleren Bohrungen 9, 10 und 13, 14) um etwa 2 mm mehr als das Doppelte so groß ist, wie der jeweilige Abstand der äußeren Bohrungen (8, 11 und 12, 15) von den Plattenecken beträgt.
- 4. Platte nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnest, daß der Abstand zwischen den mittleren Bohrungen (9, 10 und 13, 14) doppelt so groß ist wie der Abstand der äußeren Bohrungen (8, 11 und 12, 15) von den Plattenecken.
- 5. Platte nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzzapfen (16) als Kunststoffröhrchen mit abgerundeten Enden ausgebildet sind.
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