DE2732669B2 - Lagervorrichtung - Google Patents
LagervorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lagervorrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs I beschriebenen
Art.
Eine derartige Lagervorrichtung ist aus der DE-OS 18 634 bekannt. Bei dieser sind die Träger-Kettenglieder
für die Lagerbehälter gabelförmig ausgebildet, um Zapfen aufnehmen zu können, die an den
Lagerbehältern befestigt sind. Die Kette als auch die Zapfen der Lagerbehälter werden in getrennten
Führungen geführt, wobei die äußere Führung für die Zapfen der Lagerbehälter im Bereich der Kehren in
einem größeren Abstand als im Bereich der senkrecht verlaufenden Kettentrume zu der inneren Führung für
die Kette angeordnet ist. Hierdurch können die Lagerbehälter in den gabelförmig ausgebildeten Träger-Kettengliedern
nach außen gefahren werden, so daß sich die einzelnen Lagerbehälter beim Hindurchfahren
durch die Kehren nicht behindern können, obwohl sie im Bereich der senkrecht verlaufenden Kettentrume
unmittelbar übereinander angeordnet sind. Dieser behinderungsfreie Umlauf der einzelnen Lagerbehälter
wird somit dadurch erreicht, daß die Lagerbehälter soweit auseinander geschwenkt werden, daß der
l.agerpunkt hiervon in den gabelförmigen Träger-Kettengliedern
abstandsmäßig von der Kette verdoppelt wird. Hierdurch ist eine darauf ausgerichtete Dimensionierung aller mit der Kette in Verbindung stehenden
Teile und der übrigen Konstruktion verbunden. Es ergibt sich wegen der zweiten Führung ein großer
-, Reibungskraftverlust und ferner ein hoher Energieaufwand bei entsprechend aufwendiger Konstruktion. Dies
macht sich insbesondere bei großen Behältern, etwa bei Vorrichtungen für Kühlhäuser nachteilig bemerkbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lagervorrichtung ι der beschriebenen Art zu schaffen, die hinsichtlich der
Führung der Behälter und der Dimensionierung der mit der Kette in Verbindung stehenden Teile konstruktionsmäßig weniger aufwendig und mit weniger Aufwand
betriebbar ist als die bekannte.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Die Verwendung der Verbindungsstücke in der im
Anspruch 1 angegebenen Weise führt dazu, daß sich der ι Abstand der Lagerbehälter im Bereich der Kehren ohne
weitere besondere Maßnahme im erforderlichen Ausmaß vergrößert und später wieder verkleinert, während
die Lagerbehälter im Bereich der senkrechten Trume der Ketten ohne Zwischenraum übereinander angeord-,
net bleiben. Dadurch, daß die Verbindungsstücke sich auf einer Umlaufkurve befinden, die innerhalb der
Umlaufkurve der Rollen liegt, ergibt sich in den Kehren eine Veränderung des Abstandes zwischen zwei
Träger-Kettengliedern und damit der Lagerbehälter, da
ι der Abstand zwischen den benachbarten Rollen eines Träger-Kettengliedes und eines Zwischcn-Kettengliedes
durch Auseinanderschwenken der beiden Kettenglieder um die Anlenkpunkte des Verbindungsstückes
verändert, d. h., in der ersten Hälfte der Kehre . vergrößert und in der zweiten Hälfte der Kehre wieder
verringert wird.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Achsen der benachbarten Rollen von benachbarten
Kettengliedern und der Anlenkpunkte des dazwischen ι befindlichen Verbindungsstücks auf einer Geraden in
den Kehren liegen. Dieses ist insofern vorteilhaft, weil durch die Gerade auf den Kehren die größtmögliche
Abstandsvergrößerung der Träger-Kettenglieder erreicht wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß bei Einsatz eines Kettenantriebsrades mit Ausnehmungen zum Ineingriffbringen mit der Kette
dieses, wie an sich bekannt, (DE-PS 8 53 332), oktogonal mit abwechselnden langen und kurzen Seiten ist, wobei
die langen Seiten Ausnehmungen zur Aufnahme der Rollen aufweisen, um durch den Eingriff hiermit die
Kette anzutreiben.
Die Wahl eines derartigen Kettenantriebsrades ist im Zusammenhang mit der Anordnung der Verbindungsstücke
deswegen besonders vorteilhaft, weil hierdurch jeweils die beiden Rollen der Trägerkettenglieder an
einer Seite mit dem Kettenrad in Eingriff gebracht werden und die Achsen benachbarter Rollen von
benachbarten Kettengliedern und die Anlenkpunkte des dazwischen befindlichen Verbindungsstückes im Bereich
des Kettenrades auf einer Geraden liegen können. Es folgt die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung anhand der Abbildungen.
F i g. 1 zeigt schematisch eine Lagervorrichtung in Seitenansicht.
F i g. 2a und 2b zeigen eine Ausführungsform einer
Kette für die Lagervorrichtung von Fig. 1 in Seitenansicht
und in Draufsicht.
F i g. 3 zeigt ein Kettenantriebsrad fur die Lagervorrichtung
von F i g. 1 zusammen mit dem Verlauf der Kette im Bereich des Kettenrades.
F i g. 4 zeigt die Anordnung der Träger-Kettenglieder für die Lagerbehälter bei einer Kette der Lagervorrichtung.
Fig.5 zeigt die Führung von Stützrollen für die
Träger-Kettenglieder der Lagerbehälter.
Die dargestellte Lagervorrichtung besitzt eine in Form eines Ovals geführte Endlosrollenkette 1, die über
ein Kettenan'-riebsrad 2 durch einen nicht dargestellten
Motor antreibbar ist. Die Kette 1 besteht aus Rollen 3, die jeweils paarweise abwechselnd durch Zwischen-Kettenglieder
4 bzw. Träger-Kettenglieder 5 verbunden sind.
Die Träger-Kettenglieder 5 sind in Seitenansicht im wesentlichen dreieckig, wobei die Basis des Dreiecks
mit einer in Längsrichtung der Kette 1 verlaufenden Nut 6 versehen ist, die zur Aufnahme der Rollen 3 dient,
deren Achsen in den Seitenwandungen der Nut 6 des Träger-Keltenglieds 5 gelager! sind.
An der Spitze des Dreiecks ist das Träger-Kettenglied 5 mit einer Bohrung 8 versehen, die zur Aufnahme
eines Lagerzapfens eines Lagerbehälters dient. Die Lagerbehälter 9 sind an ihrem oberen Ende mittig verschwenkbar
an einer Seite gelagert. Falls die aufzunehmenden Lasten sehr groß sein können, können auch
zwei synchron antreibbare Ketten 1 und eine beid itige
Lagerung der Lagerbehälter 9 vorgesehen werden. Auch können beidseitig des Träger-Kettenglieds 5
Lagerbehälter 9 angelenkt sein. Bevorzugt wird die beidseitige Lagerung der Lagerbehälter 9 und die
Verwendung von zwei synchron antreibbaren Ketten I. da hierdurch die auf die Ketten 1 wirkenden Kräfte am
günstigsten aufgefangen werden können.
Die Träger-Kettenglieder 5 können auch T-förmig ausgebildet sein, wubei die Lagerbehälter 9 an einem
Ende eines freien Schenkels aufgehängt sind, während der andere Schenkel die beiden Rollen 3 aufnimmt.
Zum Verbinden der Träger-Kettenglieder 5 mit den benachbarten zweiteiligen Zwischen-Kettengliedern 4
sinu zweiteilige Verbindungsstücke IO vorgesehen, die durch durchgehende oder getrennte Bolzen 11 gelenkig
jeweils mit einem Träger-Keltenglied 5 und einem Zwischen-Kettenglied 4 verbunden sind. Die Verbindungsstücke
10 können auch platzsparend in je eine Nut in dem Träger-Kettenglied 5 und den zweiteiligen
Zwischen-Kettengliedern 4 eingelassen werden. Die Bolzen 11 liegen dübei auf einer ovalen Umlaufkurve 12.
die sich parallel innerhalb einer ovalen Umlaufkurve 13 befindet, die von den Achsen 7 der Rollen 3 durchlaufen
wird, wenn die Kette 1 angetrieben wird. Die Rollen 3 sind bei geradem Ketten verlaufäquidistant zueinander
angeordnet.
Das Kettenantriebsrad 2 ist in der unteren Kehre der Kette 1 angeordnet und auf einer Antriebswelle 14
gelagert. Das Kettenantriebsrad 2 ist oktogona! ausgebildet, wobei vier längere und vier kürzere Seiten
15, Ib abwechselnd vorgesehen sind. Die längeren Seiten 15 besitzen benachbart den kürzeren Seiten 16
jeweils eine kreisbogenförmige Ausnehmung 17, deren Radius dem Radius der Rollen 3 entsprich:, die von den
Ausnehmungen 17 zum Antrieb der Kette 1 aufgenommen werden.
Die Bolzen 11 und die Achsen 7 sind derart angeordnet, daß im Bereich der Kehre zwei Achsen 7
der Rollen 3 und die dazwischen liegenden Bolzen 11 der Verbindungsstücke 10 auf einer Geraden 18 liegen,
so daß die Bolzen 11 in der Kehre mit den kürzeren Seiten 16 des Kettenantriebsrads 2 in Eingriff gelangen.
Das Kettenantriebsrad 2 wird von den Nuten 6 der Träger-Kettenglieder 5 sowie von den Zwischen-Kettengliedern
4 und den Verbindungsstücken 10 am Umfang umfaßt.
Bei einer derartigen Ausbildung der Kette 1 der Lagervorrichtung ergibt sich eine Verlängerung des
Weges der Bohrungen 8 der Träger-Kettenglieder 5 in der Kehre, so daß die Lagerbehälter 9 so weit
voneinander weggeschwenkt werden, daß der nachlaufende Lagerbehälter 9 nicht behindert wird, während in
den senkrecht verlaufenden Trumen der Kette 1 die Lagerbehälter 9 praktisch ohne Abstand zueinander
aufhängbar sind, so daß sich eine maximale Raumausnutzung ohne Zwischenraumverlust ergibt. Die Höhe
der Lagerbehälter 9 entspricht dem Abstand der Lagerzapfen in den Bohrungen 8 der Träger-Kettenglieder
5.
Auf den Achsen 7 der Rollen 3, der in Träger-Kettengliedern 5 gelagert sind, sind außerhalb der Träger-Kettenglieder
5 benachbart von diesen zusätzlich Stütz rollen 19 angeordnet, um ein Abknicken der Träger-Kettenglieder
5 zu verhindern, indem sie auf ihrem gesamten Umlauf von einer Führungsschiene 20
abgestützt werden. Um ein sauberes Einfädeln der Kette 1 in die gerade verlaufenden Trume zu
gewährleisten, sind ferner im Bereich des Kettenantriebsrads 2 im Endbereich der Kehre und benachbart
hiervon entlang eines Stücks der gerade verlaufenden Trume Führungen 21 für die Stützrollen 19 vorgesehen.
Die Trägerollen 3 laufen um das Kettenantriebsrad 2 und einen darüber angeordneten Laufkranz 22. Die Nut
6 der Träger-Kettenglieder 5, die Rollen 3 aufnimmt, ist so tief, daß der Laufkranz 22 von den Träger-Kettengliedern
5 am Umfang umfaßt wird, so daß ein Abspringen der Kette 1 verhindert wird. Der Laufkranz 22 bildet
mit dem Kettenantriebsrad 2 ein Oval.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Lagervorrichtung mit einer Vielzahl paternosterartig umlaufender Lagerbehälter und einer
antreibbaren Endlosrollenkette aus einer Vielzahl von Kettengliedern mit längs einer Umlaufkurve
beweglichen Rollen, wobei in regelmäßigem Abstand zueinander befindliche Kettenglieder als
Träger für die Lagerbehälter ausgebildet sind und zwischen jeweils zwei Träger-Kettengliedern mindestens ein mit den benachbarten Kettengliedern
gelenkig verbundenes Zwischen-Kettenglied vorhanden ist und ein Aneinanderecken der Lagerbehälter in den Kehren der Umlaufkurve verhindernde
Mittel vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung der Zwischen-Kettenglieder (4) mit ihren benachbarten Kettenglie
dern (4, 5) über ein an beiden benachbarten Kettengliedern (4,5) angelenktes Verbindungsstück
(10) erfolgt und sich die Anlenkpunkte (11) aller Verbindungsstücke (10) auf einer Umlaufkurve (12)
befinden, die innerhalb der Umlaufkurve (13) der Rollen (3) liegt, so daß sich der Absland zwischen
zwei Träger-Kettengliedern (5) im Bereich der Kehren verändert und dadurch das Aneinanderekken
der Lagerbehälter (9) verhindert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, daduren gekennzeichnet,
daß die Achsen (7) der benachbarten Rollen (3) von benachbarten Kettengliedern (4, 5)
und der Anlenkpunkte (11) des dazwischen befindlichen
Verbindungsstückes (10) auf einer Geraden (18) in den Kehren liegen.
3. Lagervorrichtung mit einem Kettenaniriebsrad mit Ausnehmungen zum Incingriffbringen mit der
Kette, nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kettenantriebsrad (2) oktogonal
mit abwechselnden langen und kurzen Seiten (15,16) ist, wobei die langen S;iten (15) die Ausnehmung (17)
zur Aufnahme der Rollen (3) aufweisen.
Priority Applications (1)
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ID=6014327
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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