DE2264865B2 - Gliederförderband aus mehreren gelenkig miteinander verbundenen metallischen Plattengliedern - Google Patents
Gliederförderband aus mehreren gelenkig miteinander verbundenen metallischen PlattengliedernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gliederförderband aus mehreren gelenkig miteinander verbundenen
metallischen Plättengliedern mit an ihren Seitenkanten befindlichen, ineinandergreifenden Scharnieraugen mit
zylindrischen Lageröffnungen und tonnenförmigen Scharnierbolzen.
Bei einer aus der Zeitschrift »Bergbau-Rundschau« 8/1956/9, Seiten 439, 440 bekannten Bogengelenk-Laschenkette
ist der Scharnierbolzen zwischen den Kettengliedern im mittleren Teil tonnenförmig ausgestaltet.
An die Enden des tonnenförmigen Teils schließen sich unmittelbar kurze zylindrische Teile an.
Das hat zur Folge, daß bei einer Kurvenfahrt die gegenüberliegenden Teile der einzelnen Kettenglieder
miteinander in Berührung gelangen und somit eine große Berührungsfläche ergeben. Dadurch verschleißen
nicht nur die Kettenglieder selbst, sondern es ergibt sich auch ein dementsprechend hohes Reibungsmoment, so
daß eine vergleichsweise große Antriebskraft erforderlich ist. Außerdem lassen sich mit dem bekannten
Scharnierbolzen keine sehr großen Kräfte übertragen, da der Scharnierbolzen an den Übergängen zum
mittleren, tonnenförmigen Teil aufgrund der dort auftretenden Scherkräfte bei hohen Antriebskräften
sehr schnell beschädigt wird. Schließlich unterscheiden sich Bogengelenklaschenketten und Gliederförderbänder
in ihrem gesamten konstruktiven Aufbau sehr wesentlich voneinander.
Gliederförderbänder werden nämlich vorwiegend in der Industrie zum Lösen mannigfacher Förderprobleme
eingesetzt, beispielsweise zum Transport von Gütern aus Glas, Papier, Metall und Kunststoff, insbesondere
Flaschen und Dosen. Infolge der gelenkigen, scharnierartigen Aneinanderreihung der Plattenglieder lassen
sich solche Gliederförderbänder auch durch Kurven führen. Um nun auch bei engen Kurven eine
hinreichende Schwenkbeweglichkeit der einzelnen Plattenglieder zu gewährleisten, muß der Scharnierausbildung
besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden und daher die Scharnierverbindung in besonderer
Weise ausgestaltet sein.
Dies wird bei einem bekannten Gliederförderband gemäß der US-Patentschrift 35 20 398 dadurch erreicht,
daß ein zylindrischer Scharnierbolzen in eine tonnenförmige Lageröffnung des Scharnierauges eingesetzt wird.
Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß die tonnenförmige Lageröffnung an dem einen mittleren
Scharnierauge des Plattengliedes angeordnet ist, während die auf der gegenüberliegenden Seite des
Plattengliedes befindlichen, mit Abstand voneinander angeordneten Scharnieraugen eine zylindrische Lageröffnung
aufweisen. Bei dem bekannten Gliederförderband besitzen somit die Scharnieraugen unterschiedlich
gestaltete Lageröffnungen, so daß schon insofern die Fertigung aufwendig ist. Die Fertigung wird aber auch
noch insofern erschwert, als die balligen Lageröffnungen innerhalb enger Toleranzen gepreßt oder geschmiedet
werden müssen. Dabei ist wesentlich, daß die das Schwenken des zylindrischen Scharnierbolzens
ermöglichende, in der Lageröffnung vorgesehene Schwenkkante genau in der Mitte der Lageröffnung
liegen muß, da andernfalls die Schwenkbeweglichkeit
lu nach beiden Seiten nicht gleich ist. Die vorstehende
Schwenkkante in der Lageröffnung bringt den erheblichen Nachteil mit sich, daß an dieser Stelle die
Lageröffnung verhältnismäßig schnell verschleißt und somit eine exakte Scharnierverbindung nicht mehr
aufrechterhalten werden kann. In diesem Fall muß, da das Scharnierauge mit dem Plattenglied einstückig
ausgebildet ist, das gesamte Plattenglied ausgetauscht werden. Außerdem Ist es sehr schwierig, die ballige
Lageröffnung durch Pressen und Schmieden so herzustellen, daß die Lageröffnung nach dem Einrollen
zur Schaffung des Scharnierauges im Bereich des Biegeradius nicht aufbeult bzw. einreißt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, bei einem Gliederförderband der eingangs genannten Art
die gelenkige Verbindung zwischen den metallischen Plattengliedern derart auszubilden, daß unter Aufrechterhaltung
einer guten Schwenkbeweglichkeit eine einfache sowie kostengünstige und auch funktionssichere
Schwenkverbindung erreicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Scharnierbolzen zwischen ihrem tonnenförmigen
Teil und ihren zylindrischen Enden konische Übergänge besitzen. Durch die konischen Übergänge
zwischen dem tonnenförmigen Teil und den zylindrisehen Enden ergibt sich eine hohe Festigkeit des
Scharnierbolzens, was im Hinblick auf den vornehmlich industriellen Einsatz des Gliederförderbandes von
großer Bedeutung ist. Die konischen Übergänge garantieren aber nicht nur die erforderliche Festigkeit
der Scharnierbolzen, sondern stellen gleichzeitig auch Anschläge für die jeweilige Lageröffnung in der
benachbarten Lagerplatte dar, wenn bei einer Kurvenfahrt die Randöffnung der Lageröffnungen an den
konischen Übergängen zur Anlage kommt. Auf diese Weise stützt sich gewissermaßen das eine Plattenglied
gegenüber dem anderen Plattenglied an den konischen Übergängen der Scharnierbolzen ab. Die daraus
resultierende Führung und Zentrierung der Plattenglieder untereinander ist mit dem Vorteil verbunden, daß
die Plattenglieder nicht an sonstigen Kanten, insbesondere Seitenkanten gegenseitig zur Anlage kommen.
Somit entfällt durch das linienförmige Abstützen an den konischen Übergängen die sonst auftretende hohe
Kantenreibung an den Seitenkanten der Plattenglieder, so daß sich das erfindungsgemäße Gliederförderband
durch eine merkliche Geräuschreduzierung auszeichnet. Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf ein Gliederförderband aus mehreren über eine Scharnierverbindung gelenkig
miteinander verbundenen Plattengliedern;
F i g. 2 eine Draufsicht auf ein Plattenglied in vergrößertem Maßstab;
μ F i g. 3 die zugehörige Seitenansicht;
Fig.4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV der
F i g. 2 und
F i g. 5 die Scharnierverbindung.
F i g. 5 die Scharnierverbindung.
Wie die F i g. 1 zeigt, besteht ein Gliederförderband aus einer Vielzahl von identischen metallischen
Plattengliedern 1, die an ihrer einen Seitenkante ein mittleres Scharnierauge 2 und an ihrer gegenüberliegenden
Seitenkante zwei Scharnieraugen ;ί aufweisen, die in einem solchen Abstand zueinander liegen, daß das
mittlere Scharnierauge 2 des jeweils benachbarten Plattengliedes dazwischen eingesetzt werden kann. Zur
scharnierartigen Verbindung der einzelnen Piattenglieder 1 untereinander dienen Scharnierbolzen 4, die in die
Scharnieraur;en eingesetzt sind. Durch das scharnierartige Aneinanderreihen der einzelnen Platienglieder 1
ergibt sich ein gelenkiges Gliederförderband, das durch nicht näher dargestellte Zugmittel entlang einer
kurvenförmigen Bahn bewegt werden kann, die beispielsweise durch ortsfeste Gleitleisten 5 begrenzt
ist.
Wie die F i g. 2 bis 4 zeigen, besitzt jedes Plattenglied 1 iiri wesentlichen rechtwinklig nach unten gewinkelte
Flansche 6 zum seitlichen und horizontalen Führen an den Gleitleisten 5. Diese Flansche 6 sitzen an sich
parallel zur Unterseite des Plattengliedes 1 erstreckenden Stegen 7, die ihrerseits an den beiden Scharnieraugen
3 des Plattengliedes 1 angeordnet sind. Aus Vorstehendem ergibt sich, daß sowohl das Plattenglied 1
als auch die als Führung dienenden Flansche 6 und die Scharnieraugen 2 und 3 insgesamt aus einem Stück
bestehen, beispielsweise aus einem einzigen Blechstreifenzuschnitt.
Damit das Gliederförderband einer kurvenförmigen Bahn folgen kann, muß der scharnierartigen Verbindung
zwischen den einzelnen Plattengliedem 1 besondere
Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zu diesem Zweck sind, wie aus F i g. 5 hervorgeht, die Lageröffnung 8 des
mittleren Scharnierauges 2 zylindrisch und der Scharnierbolzen 4 tonnenförmig ausgebildet, und zwar in der
Weise, daß er in seinem tonnenförmigen Bereich die geometrische Form einer um einen in der Mittelebene
des mittleren Scharnierauges 2 liegenden Punkt 11 geschwenkten Geraden besitzt. Die äußeren Enden 12
des Scharnierbolzens 4 sind zylindrisch ausgebildet. Zwischen den äußeren Enden 12 und dem tonnenförmigen
Teil des Scharnierbolzens 4 befinden sich konische Übergänge 13, um dem Scharnierboizen 4 eine
größtmögliche Festigkeit zu geben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Gliederförderband aus mehreren gelenkig miteinander verbundenen metallischen Plattengliedern mit an ihren Seitenkanten befindlichen, ineinandergreifenden Scharnieraugen mit zylindrischen Lageröffnungen und tonnenförmigen Scharnierbolzen, d a durch gekennzeichnet, daß die Scharnierbolzen (4) zwischen ihrem tonnenförmigen Teil und zylindrischen Enden (12) konische Übergänge (13) besitzen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19722264865 DE2264865B2 (de) | 1972-07-31 | 1972-07-31 | Gliederförderband aus mehreren gelenkig miteinander verbundenen metallischen Plattengliedern |
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|---|---|---|---|
| DE19722264865 DE2264865B2 (de) | 1972-07-31 | 1972-07-31 | Gliederförderband aus mehreren gelenkig miteinander verbundenen metallischen Plattengliedern |
Publications (2)
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|---|---|
| DE2264865A1 DE2264865A1 (de) | 1975-05-22 |
| DE2264865B2 true DE2264865B2 (de) | 1978-05-11 |
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Family Applications (1)
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| DE19722264865 Ceased DE2264865B2 (de) | 1972-07-31 | 1972-07-31 | Gliederförderband aus mehreren gelenkig miteinander verbundenen metallischen Plattengliedern |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1972
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Also Published As
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|---|---|---|---|
| 8235 | Patent refused |