DE2731601C2 - - Google Patents
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Description
Elektrostatische Sprühpistole mit einer Balgendichtung im Sprühmittelkanal,
die die Zugstange eines dort angeordneten Ventiles umgibt.
Bei der elektrostatischen Sprühbeschichtung werden
die versprühten Partikel des Beschichtungsmittels
vor, während oder nach ihrer Zerstäubung mit einer
hohen elektrischen Spannung aufgeladen, um den Be
schichtungsvorgang zu fördern. Die zu beschichtenden
Objekte werden auf oder annähernd auf Erdpotential
gehalten.
Im Sprühmittelkanal der Pistole befindet sich im allge
meinen ein entweder als Nadel- oder Kugelventil aus
gebildetes Ventil, welches mit einer Zugstange geöff
net und geschlossen wird. Als Dichtung für die Zugstange
gibt es bereits sogenannte "statische" Dichtungen
in Form von Membranen o. dgl., bei denen keine Gleit
bewegung der Zugstange gegenüber der Dichtung auftritt.
Die bekannten membranartigen statischen Dichtungen ha
ben zwar die Probleme bezüglich der Abnutzung und elek
trischen Isolierung gelöst, dafür jedoch andere Probleme
aufgeworfen. Man hat für die Dichtung vorzugsweise
Polytetrafluorethylen (PTFE) benutzt, weil es gute elektrische isolierende und
chemische Eigenschaften aufweist. Außerdem ist PTFE
gegenüber den meisten Beschichtungsmaterialien undurch
lässig. Die bekannten Dichtungen hatten dickwandige
mechanische Anschlußenden, s. beispielsweise DE-OS 22 55 631.
Ferner waren bei den bekannten Dichtungen die
Enden maschinell bearbeitet. Die dicken Wandungen ließen
sich nicht gut verformen, wenn sie gegen eine andere Ober
fläche gedrückt wurden. Aus diesem Grunde sind an den
Dichtoberflächen enge Herstelltoleranzen oder Zusatzdich
tungen erforderlich. Enge Maschinentoleranzen sind teuer,
und Zusatzdichtungen wie O-Ringe haben nicht die gewünsch
ten Werkstoffcharakteristiken wie PTFE. Darum waren die
verwendeten Zusatzdichtungen entweder teuer oder Schwach
stellen der Konstruktion.
Aus der DE-OS 22 55 631 ist eine elektrostatische
Sprühpistole der im Oberbegriff des Anspruches 1
genannten Art bekannt, bei der die Abdichtung der
Zugstange gegenüber dem Sprühmittelkanal durch zwei
in einer Patronenanordnung enthaltene, voneinander
beabstandete Balgendichtungen erfolgt. Spezielle An
schlußstücke befestigen diese Dichtungen an der Zug
stange; dazu müssen die Endbereiche der Balgendich
tungen ebenfalls einer aufwendigen, speziellen Bear
beitung unterzogen werden. Ähnliche Balgendichtun
gen offenbaren auch die DE-OS 22 55 632, die US-PS
29 69 926, 35 83 632 und 33 39 841 sowie die DE-OS
15 77 919.
Aus der US-PS 35 28 087 ist ein Umsteuerventil be
kannt, bei dem eine Balgendichtung aus elastomerem
Material einen speziell ausgeformten, scheibenarti
gen Befestigungsflansch mit axial vortretendem Ring
vorsprung aufweist. Am anderen Ende ist die Dich
tung einstückig mit dem Ventilkörper ausgebildet,
in den ein Anschlußteil für die Ventilstange einge
formt ist.
Nachteilig ist die aufwendige Formgebung der Balgendichtung, insbesondere deren
Endabschnitte.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße
elektrostatische Sprühpistole zu schaffen, die eine
unaufwendigere und billiger herzustellende Dichtung
zwischen Zugstange und Sprühmittelkanal aufweist.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des
Anspruches 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind den Ansprüchen 2
bis 6 zu entnehmen.
Erfindungsgemäß bevorzugt gehört zu dem im Sprühmit
telkanal befindlichen zweiteiligen Ventil eine fle
xible PTFE-Dichtung, die mit einem Ende statisch
mit der Zugstange des Ventils und mit ihrem anderen
Ende statisch im Sprühmittelkanal abgedichtet ist.
Die Ausführung der flexiblen Dichtung als
dünnwandiger und billig hergestellter Schlauch er
spart eine teure Bearbeitung des Dichtungselementes
und ermöglicht den Verzicht auf zusätzliche Dichtungs
elemente.
Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf eine
Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein bevor
zugtes Ausführungsbeispiel einer elek
trostatischen Luftzerstäuber-Sprüh
pistole,
Fig. 2 einen maßstäblich vergrößerten Teil
schnitt mit Einzelheiten einer Dich
tungsanordnung im Rohrbereich der
Sprühpistole von Fig. 1, und
Fig. 3 einen Querschnitt im Verlauf einer
Linie 3-3 von Fig. 1.
Als Hauptelemente der in Fig. 1 geschnitten dargestell
ten elektrostatischen Sprühpistole unterscheiden wir
einen aus Metall bestehenden und über eine nicht darge
stellte geeignete elektrische Verbindung geerdeten
Griff 1, ein aus Isoliermaterial wie Polyoxymethylen (POM) hergestell
tes und am Griff 1 befestigtes Rohr 2, eine am anderen
Rohrende befestigte Mündung 3 sowie einen rund um das
Rohr herum verlagerbaren Elektrodenansatz 4.
An einen Luftkanal 5, der sich durch den Griff 1 und
das Rohr 2 erstreckt und gegebenenfalls mit einer sich
durch das Rohr 2 und die Mündung 3 erstreckenden ersten
Luftkammer 6 und zweiten Luftkammer 7 in Verbindung ste
henden Luftkanal 5 ist mittels eines geeigneten Verbin
ders 8 eine Luftleitung 14 angeschlossen. Es sei bemerkt,
daß sich der Luftkanal 5 teilweise innerhalb des Griffes
1 und des Rohres 2 in einer von der Zeichnungsebene ab
weichenden Ebene erstreckt, und deshalb sind in Fig. 1
die Übergänge des Luftkanals 5 in die beiden Luftkammern
6 und 7 nahe der Mündung 3 mit unterbrochenen Linien an
gedeutet.
Ein am unteren Ende des Griffes 1 mittels einer Halte
mutter 10 befestigtes Elektrokabel 15 besitzt eine Ver
längerung 20, die sich in einem Kabelkanal 9 des Griffes
1 befindet. Der Kern des Elektrokabels 15 ist ein ge
eigneter elektrischer Leiter, beispielsweise aus Draht
litze oder aus hintereinander geschalteten Widerstän
den gemäß US-PS 33 48 186. Ein die Kabelverlängerung
20 umgebender Polyäthylenmantel 21 läßt lediglich ei
nen elektrischen Kontakt 45 am Ende der Verlängerung
20 frei, während das andere Ende des Elektrokabels 15
mit einer nicht dargestellten Hochspannungsquelle in
Verbindung steht.
Ein körperlich und elektrisch mit dem unteren Ende des
Griffes 1 in Verbindung stehendes Anschlußstück 17 aus
Metall dient als Anschlußstelle für einen Farbzuführ
schlauch 16, mit dessen Hilfe Farbe unter einem Druck
zugeführt wird. Ein nicht dargestellter Innenkanal des
Anschlußstückes 17 ist mittels einer Farbzuführleitung
18 mit einer Farbeinlaßöffnung 23 im Rohr 2 der Pistole
verbunden.
Die Farbeinlaßöffnung 23 steht über eine Farbleitung 22
im Rohr 2 mit einer Abgabeöffnung 24 der Mündung 3 in
Verbindung. Strömungsmäßig unmittelbar vor der Abgabe
öffnung 24 befindet sich ein Nadelventil, dessen Nadel
25 an einer Zugstange 26 aus Polyoxymethylen (POM)
befestigt ist, die sich durch eine Öffnung
am hinteren Ende der Farbleitung 22 erstreckt. Die Farb
leitung 22 ist gegenüber der Zugstange 26 ringsherum
eng abgedichtet mittels einer PTFE-Balgendichtung 19, der an
einem Ende eine statische Dichtung gegenüber der Zugstan
ge und am Umfang der Öffnung am anderen Ende aufweist.
Details dieser Dichtungsanordnung werden weiter unten
beschrieben.
Die Zugstange 26 ist verbunden mit einem federbelasteten
Abzug 27, und wenn dieser nach rückwärts verlagert wird,
hebt sich die Nadel 25 von ihrem Sitz hinter der Abgabe
öffnung 24 ab, und dann kann die Farbe austreten.
Wenn man Schleifmittel enthaltende Beschichtungsmateria
lien versprühen will, dann sind Nadel und Sitz vorzugs
weise aus verschleißfesten Materialien hergestellt wie
Keramik oder Karbid.
Die Mündung 3 besteht aus einem Fluid-Mündungsabschnitt 28
mit einer Keramik-Auskleidung 30, einer Luftkappe 29
und einer Haltemutter 35. Alle Einzelteile, mit Ausnah
me der Keramik-Auskleidung 30, sind aus POM herge
stellt.
Der Fluid-Mündungsabschnitt 28 ist in das Frontende der
Farbleitung 22 im Rohr 2 eingeschraubt, und zwar soweit,
daß eine rückseitige konische Oberfläche der Keramik
Auskleidung 30 an einer dazu passenden Oberfläche außer
halb der Farbleitung 22 anliegt. Diese beiden passenden
Oberflächen bilden eine hydraulische Dichtung, so daß
die Farbleitung auf den Innenbereich der Keramik-Aus
kleidung 30 bis zur Abgabeöffnung 24 begrenzt ist. Die
Innenoberfläche der Keramik-Auskleidung bildet unmittel
bar hinter der Abgabeöffnung 24 des Fluid-Mündungsab
schnitts 28 den Sitz des Nadelventils.
Das vordere Ende des Fluid-Mündungsabschnitts 28 umgibt
eine Luftkappe 29 mit einem Zentralloch darin, durch den
sich die Abgabeöffnung 24 von Abschnitt 28 erstreckt.
Die Haltemutter 35 preßt eine rückseitige kegelige
Oberfläche der Luftkappe 29 gegen eine dazu passende
Oberfläche des Fluid-Mündungsdabschnitts 28.
Die erste Luftkammer 6 liegt zwischen Oberflächen der
Mündung 3, der Haltemutter 35, der Luftkappe 29 und
des Fluid-Mündungsabschnitts 28. Luftkanäle in der Luft
kappe stehen in Verbindung mit der ersten Luftkammer 6
und enden mit Luftauslaßöffnungen 34.
Mehrere Luftkanäle 31 im Fluid-Mündungsabschnitt 28
sind gleichförmig um dessen Achse verteilt und dienen
zur Überleitung von Druckluft von der zweiten abge
dichteten Luftkammer 7 in den Mündungsbereich einer
dritten Luftkammer 32 dicht an der Abgabeöffnung 24.
Luft aus dieser dritten Luftkammer 32 tritt durch
Löcher 33 in der Luftkappe aus.
Durch aus den Löchern
33 und 34 in der Luftkappe 29 austretende Luft erfolgt die
Zerstäubung des aus der Abgabeöffnung 24 austretenden
Fluidstromes
Die Luftkappe 29 läßt sich um die Achse der Abgabeöffnung
24 verdrehen, so daß man den flachen Sprühfächer
der Düse beliebig orientieren kann.
Die Farbleitung 22 ist im Querschnitt groß genug, damit
im Betrieb niedrige Strömungsgeschwindigkeiten auftreten.
Nur im Bereich des Nadelventils und der Abgabeöffnung
24 treten relativ hohe Strömungsgeschwindigkeiten
auf, aber diese Bereiche sind in die abriebfeste
Keramikauskleidung 30 einbezogen, so daß beim Verarbeiten
von starken abrieberzeugenden Materialien diese Bereiche
nicht geschädigt werden können.
Die die Zugstange 26 umgebende PTFE-Balgendichtung 19 ist im
wesentlichen zylindrisch und in seinem faltenartigen
Bereich dünnwandig, und auch die zylindrischen Enden
sind dünnwandig. Das hintere Ende der Balgendichtung 19 ist aufgeweitet,
und das vordere Ende umgibt einen Wulst auf
der Zugstange 26. Der Wulstdurchmesser ist relativ groß,
reicht jedoch nicht aus, um die Balgendichtung 19 dauernd zu verformen.
Das vordere Ende des Wulstes bildet eine konische
Dichtfläche. Eine diesem Wulstkonus angepaßte größere
Muffe 40 drückt das Balgende auf den Konus, und das ganze
ist mittels einer auf die Zugstange 26 aufgeschraubten
Mutter 41 festgehalten.
Auch am hinteren Ende ist die Balgendichtung 19 zylindrisch aufgeweitet,
und diese Aufweitung ist von außen eingefaßt
durch einen im Querschnitt U-förmigen PTFE-Ring 38, der
zwischen seinen in der Mitte vereinigten Schenkeln mit
Gummi oder einem anderen geeigneten elastomeren Ma
terial 39 gefüllt ist. Der eine Schenkel des PTFE-
Ringes wird gegen eine Ringfläche 37 des Rohres 2
gepreßt, welche die Öffnung in die Farbleitung 22
umgibt. Als Andrückmedium dient eine Scheibe
42 aus POM. Das hintere aufgeweitete Ende der
PTFE-Balgendichtung 19 wird zwischen dem hinteren Ende
der Scheibe 42 und einer Gummischeibe 43 durch eine
Packungsmutter 36 zusammengepreßt. Diese Packungs
mutter 36 komprimiert auch den PTFE-Ring 38 mit dem
elastomeren Material 39.
Bei dieser Dichtungsanordnung an jedem Balgende kommt
das verarbeitete Strömungsmedium bzw. Fluid nur mit POM
oder PTFE in Berührung, und diese beiden Sub
stanzen sind ausgezeichnet chemisch resistent gegen
über den meisten Sprühbeschichtungsmedien. Weder Gum
mioberflächen noch andere Packungselemente kommen in
Kontakt mit dem versprühten Medium in der Farbleitung
22. Außerdem brauchen diese statischen Dichtungen in der
Fertigung nicht mechanisch bearbeitet zu werden.
Das hochspannungsfeste Elektrokabel 15 ist vollständig
von seinem Polyäthylenmantel 21 umschlossen. Gemäß
Fig. 1 stoßen Griff 1 und Rohr 2 an einer Fuge 55 zusam
men. Ein Rohr 44 aus Polyäthylen verläuft beiderseits
der Trennfuge 55 durch den Kabelkanal 9 in Griff 1 und
Rohr 2. Der Kabelkanal 9 verläuft vom Griff 1 über das
Rohr 2 zu einem Ansatzgehäuse 51 und dann weiter durch
ein Ansatzrohr 52 des Elektrodenansatzes 4. Das verschieb
bare Ansatzgehäuse 51 ist durch U-Ringe 58 abgedichtet.
Im Kabelkanal von Rohr 2, Ansatzgehäuse 51 und Ansatz
rohr 52 befindet sich ein flexibles Verbindungskabel
50 mit ähnlichen Eigenschaften wie die Kabelverlängerung
20 und mit elektrischen Kontakten 47, 48 an beiden Enden.
Der vordere Kontakt 47 ist über eine elektrisch leitende
erste Feder 46 mit dem Kontakt 45 am zugekehrten Ende
des Elektrokabels 15 verbunden, während das andere Ende
des Verbindungskabels 50 bzw. dessen Kontakt 48 nur
eine zweite Feder 49, die ebenfalls leitfähig ist, ei
ne Elektrode 54 berührt, die in das vordere Ende des
Elektrodenansatzes 4 eingebettet ist und in die freie
Atmosphäre hinausragt.
Die Elektrode 54 besteht aus einer eng schraubenförmig
gewickelten Stahlfeder, deren äußeres Ende nach Art ei
ner Nadel abgespreizt ist und eine Korona-Spitze bil
det, welche die elektrostatische Aufladung des ver
sprühten Beschichtungsmaterials bewirkt.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Elektrode
54 über ihre ganze Länge hinweg gleichförmig flexibel,
so daß sie bei auftretenden äußeren Belastungen flexi
bel ausweichen kann.
Das Ansatzgehäuse 51 des Elektrodenansatzes 4 besteht
aus POM. Die O-Ringe 58 als Dichtung schützen sämt
liche Oberflächen innerhalb des elektrischen Kabel
kanals 9 vor Verschmutzungen, die sonst die dortigen
Oberflächenwiderstände ungünstig beeinflussen könnten,
indem sich Kriechwege bilden, welche den Hochspannungs
pfad kurzschließen oder die Gefahr von Funkenbildungen
mit sich bringen.
Aus der durch die Ebene 3-3 von Fig. 1 verlaufenden
Schnittdarstellung von Fig. 3 kann man sehen, wie das
Ansatzgehäuse 51 um das Rohr 2 herumgelegt ist. Eine
in eine Ausnehmung 56 des Rohres 2 eingreifende Mutter
53 fixiert das Ansatzgehäuse 51 in der eingestellten
Winkelposition um das Rohr. Eine flache Oberfläche des
Rohres 2 bildet eine Kammer 57 zwischen Rohr 2 und An
satzgehäuse 51, in welcher das Verbindungskabel 50 ver
läuft. Wie in Fig. 3 durch eine strichpunktierte Kon
tur angedeutet ist, läßt sich das Ansatzgehäuse 51 um
90° am Rohr 2 verdrehen. Dieser Schwenkbereich reicht
für alle kommerziellen Fälle aus, der Sprühfächer
läßt sich von horizontal bis vertikal orientieren.
Selbstverständlich bringt die Schwenkung des An
satzgehäuses 51 eine gewisse Längenverschiebung
des Verbindungskabels 50 mit sich, aber die Federn
46 und 49 an den Kabelenden gleichen das aus. Die
an den genannten Federn anliegenden Kontakte sind
drehbar, können also Torsionsbelastungen am Ver
bindungskabel 50, wie sie beim Verschwenken des
Ansatzgehäuses 51 auftreten, ausgleichen. Man könn
te auch andere drehbare Kontakte und Längenaus
gleichsmittel verwenden, aber die hier beschriebenen
haben sich bewährt.
Insgesamt hat die erfindungsgemäße
Sprühpistole eine verbesserte packungslose Balgdichtung
zwischen einer Öffnung in der Beschichtungslei
tung im Rohr der Pistole und einer Steuerstange für
ein Nadelventil in der Leitung. Neuartige statische
Dichtungen erlauben die Verwendung einer Balgdichtung
in Form eines nicht bearbeiteten extrudierten PTFE-
Schlauches. Die packungsfreien Dichtungen, sauber
konstruierte Durchflußkanäle, die Anordnung der Auf
ladungselektrode und die Verwendung verschleißfreier
Materialien an der Mündungsspitze und im Nadelventil
machen es möglich, daß die Pistole nicht nur für
das elektrostatische Sprühen von gewöhnlichen elektrisch
leitenden Beschichtungsmaterialien geeignet ist, sondern
auch für mit einem starken Abrieb verbundene Beschich
tungsmaterialien wie Glasuren in breiiger Form.
Claims (6)
1. Elektrostatische Sprühpistole, mit einem Rohr,
in dem sich ein Sprühmittelkanal befindet, einem im
Sprühmittelkanal angeordneten Ventil, an dessen
beweglichem Teil eine Zugstange angreift, die sich
durch den Sprühmittelkanal erstreckt, und einer die
Zugstange im Sprühmittelkanal umgebenden Balgendich
tung aus
elastischen Ma
terial, die die Zugstange gegenüber dem Sprühmit
telkanal abdichtet, wobei
die Balgendichtung (19)
als dünnwandiger Schlauch mit im wesentlichen
zylindrischen Endbereichen und einem balgartigen Mit
telbereich ausgebildet ist, daß die Zugstange (26)
zwischen ihren Enden einen aufgebauchten Abschnitt
aufweist, dessen Bereich größten Durchmessers vom
einen Endbereich der Balgendichtung (19) im Einbau
zustand umschlossen ist; daß ein Befestigungsele
ment (40) vorgesehen ist, welches den Endbereich
der Balgendichtung (19) dichtend gegen den aufge
bauchten Abschnitt der Zugstange (26) preßt; daß
der zweite Endbereich der Balgendichtung (19) an
seinem Ende flanschartig aufgeweitet und außerhalb
des Sprühmittelkanals (22) von einem Ring (38) mit
nach außen hin offenem U-Querschnitt abdichtend um
geben ist; daß der Zwischenraum zwischen den beiden
Flanschabschnitten des U-Querschnittes des Ringes
mit einem elastomeren Material (39) ausgefüllt ist;
daß die Innenoberfläche des zweiten Endbereiches im
Bereich seiner flanschartigen Aufweitung im Kontakt
mit einer die Zugstange (26) umgebenden elastomeren
Scheibe (43) steht und daß eine Vorrichtung (36)
alle aneinanderliegenden Oberflächen abdichtend
zusammenpreßt.
2. Sprühpistole nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der aufgebauchte Zug
stangenabschnitt einen sich konisch bis zu einem
Maximaldurchmesser, welcher größer als der Innen
durchmesser des zugeordneten Endbereichs der Bal
gendichtung (19) im entspannten Zustand ist, er
weiternden Anstiegsabschnitt und dahinter einen
konischen Abstiegsabschnitt aufweist, und daß das
Befestigungselement (40) den Endbereich im Bereich
der konischen Abschnitte des aufgebauchten Zugstan
genabschnittes umgreift.
3. Sprühpistole nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Balgendichtung (19)
in ihrem faltenartigen Bereich dünnwandig gestaltet ist.
4. Sprühpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungselement
eine Muffe (40) ist, welche durch eine auf die Zug
stange (26) geschraubte Mutter (41) gegen den auf
gebauchten Zugstangenabschnitt gedrückt wird.
5. Sprühpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß in abdichtendem Kontakt
zwischen dem Ring (38) und der elastomeren Scheibe
(43) ein starrer Ring (42) angeordnet ist.
6. Sprühpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (38) und die
Balgendichtung (19) aus Polytetrafluorethylen be
stehen.
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