DE2728380C2 - Steuervorrichtung für eine thermische Vorrichtung - Google Patents
Steuervorrichtung für eine thermische VorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuervorrichtung für eine thermische Vorrichtung, der von einer
Wechselspannungsquelle eine elektrische Leistung zum Heizen oder Kühlen über einen gesteuerten Halbwellenschalter
zugeführt wird, mit einer Vergleichsschaltung, dio den Ist-Wert einer von der thermischen
Vorrichtung abhängigen Größe mit einem Soll-Wert
vergleicht und in Abhängigkeit davon ein kontinuierlich veränderbares Steuersignal abgibt, mit einer bistabilen
Kippstufe, deren Eingangssignal mit Hilfe des Steuersignals und eines zeitabhängigen Signals gebildet wird
und mit einer Zündschaltung, die Zündspannungsimpulse derart an den gesteuerten Halbwellenschalter abgibt,
daß eine vom Steuersignal und von dem zeitabhängigen Signal abhängige Anzahl von Halbwellen unterbunden
wird.
Es sind zahlreiche thermische Vorrichtungen bekannt, bei denen zur Aufrechterhaltung einer bestimmten
physikalischen Größe eine Leistung über eine Ein-Aus-Schaltvorrichtung
zugeführt wird. Ein typisches Beispiel sind Wärmemotoren oder Dehnstoff-Stellvorrichtungen,
bei denen das Stellglied in Abhängigkeit von der
Temperatur des Dehnstoffs unterschiedliche Lagen einnehmen soll. Bei diesen thermischen Vorrichtungen
ist es schwierig, den Ist-Wert der physikalischen Größe dem gewünschten Soll-Wert genau anzupassen. In der
Praxis pendelt vielmehr der Ist-Wert recht erheblich um
so den Sollwert. Dies liegt daran, daß die thermischen Vorrichtungen verhältnismäßig träge arbeiten und die
Feststellung der Regelabweichung Null, bei der die Leistung ein- oder ausgeschaltet wird, immer zu spät
erfolgt.
Bei einer bekannten Steuervorrichtung dieser Art (ETZ-B, 1971, Heft 20, Seite 494/495) ist es bekannt, die
Leistung einer an Wechselspannung liegenden Last, zum Beispiel der Heizung einer Kochplatte oder eines
Durchlauferhitzers, im Sinne einer Schwingungspaketsteuerung mit Hilfe eines Zweiweg-Thyristors zu
beeinflussen. Zur Abgabe der erforderlichen Zündimpulse ist ein Impulsgenerator mit einer den Nullpunkt
der Wechselspannung berücksichtigenden Torschaltung vorgesehen. Der Impulsgenerator wird von einer
Kippstufe gesteuert, an deren Eingang ein aus einer Brückenschaltung gewonnenes Steuersignal und ein von
einem Sägezahngenerator abgegebenes zeitabhängiges Signal miteinander verglichen werden. Die Kippstufe,
die Brückenschaltung und der Sägezahngenerator werden von einer Gleichspannung gespeist, die mit
Hilfe einer Diode und eines Kondensators aus der Wechselspannung gewonnen wird.
Es ist ferner eine Steuervorrichtung bekannt (DE-OS 23 29 451), bei der ein durch Wechselspannung gespeister
Motor durch einen Zweiweg-Th>ristor in Abhängigkeit
von einer Temperatur gesteuert wird. Eine Kippstufe weist einen Eingangstransistor auf, dessen
Basis mit dem einen Diagonalpunkt der Meßbrücke, dessen Emitter mit dem anderen Diagonalpunkt der
Meßbrücke und dessen Kollektor mit der Basis eines Ausgangstransistors verbunden ist Dessen Emitter
steht direkt mit dem Steuerwiderstand des Zweiweg-Thyristors in Verbindung, während sein Kollektor über
ein erstes ÄC-Glied mit der Basis des Eingangstransistors,
über ein zweites ÄC-Glied mit dem gegenüberliegenden
Zweig der Meßbrücke und über einen Widerstand mit dem einen Spannungseingang der
Meßbrücke verbunden ist Meßbrücke und Kippstufe werden durch eine Gleichspannung versorgt, die durch
Gleichrichtung und Glättung aus der Wechselspannung gewonnen ist Darüber hinaus ist die Basis des
Ausgangstransistors mit einem Nullspannungsschalter verbunden, der dafür sorgt, daß Zündimpulse nur im
Nullbereich der Wechselspannung abgegeben werden.
In beiden Fällen benötigt man zusätzliche Schaltglieder
(Impulsgenerator mit Torschaltung, Nullspannungsschalter), um das Ziel zu erreichen, daß bei der
Schwingungspaketsteuerung Zündimpulse nur jeweils jo zu Beginn jeder Halbwelle abgegeben werden. Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuervorrichtung
der eingangs beschriebenen Art anzugeben, mit der dieses Ziel erreicht wird, ohne daß dem Ausgang
der Kippstufe ein zusätzliches Schaltglied zugeordnet wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß aus der Wechselspannung durch Gleichrichtung
Halbwellen erzeugt sind und daß das Eingangssignal der bistabilen Kippstufe außer einem Summensignal, in
welches das Steuersignal und das zeitabhängige Signal eingehen, eine diesen Halbwellen proportionale Hauptkomponente
enthält und die bistabile Kippstufe den Zündimpuls abgibt, wenn das Eingangssignal im
Nullbereich der Halbwellen unterhalb eines vorgegebenen Wertes liegt.
Wenn bei dieser Schaltung die Hauptkomponente, die den Halbwellen der gleichgerichteten Wechselspannung
proportional ist, alleine wirksam wäre, würde der vorgegebene Wert des Eingangssignals kurz vor jedem so
Nullpunkt dieser Hauptkomponente unterschritten und kurz hinter dem Nullpunkt überschritten, so daß die
Kippstufe während dieser Zeit kurzfristig ihren Kippzustand ändert und ein Zündimpuls abgegeben
wird. Das Kippen in den die Zündung bewirkenden Kippzustand wird jedoch unterbunden, wenn die
Summe des Steuersignals und des zeitabhängigen Signals so groß ist, daß der vorgegebene Wert des
Eingangssignals der Kippstufe nicht unterschritten wird. Je größer das Steuersignal ist, umso langer dauert es bei «>
einem abnehmendem zeitabhängigen Signal, bis der vorgegebene Wert unterschritten wird und die Zündung
des Halbwellenschalters wieder einsetzt. Bei einem sehr großen Steuersignal wird die Sperrung im Halbwellenschalter
dauernd aufrechterhalten. *>5
Günstig ist es ferner, wenn das Steuersignal durch einen Steuerstrom und das zeitabhängige Signal durch
den Lade- oder Entladestrom eines /?C-Gliedes gebildet
ist und wenn die Kippstufe einen Mitkopplungszweig aufweist, der mindestens den Kondensator des ÄC-Gliedes
enthält Die beiden Ströme können sehr einfach überlagert werden, um das Summensignal zu erzeugen.
Außerdem wird das ÄC-GIied ausgenutzt um eine Mitkopplungsfunktion zu erfüllen, die das Kippen der
Kippstufe beschleunigt
Schaltungstechnisch empfiehlt es sich, daß die Kippstufe einen Eingangstransistor, dessen Kollektor
über einem Kollektorwiderstand mit dem einen Pol einer Gleichspannungsquelle, dessen Emitter mit dem
anderen Pol der Gleichspannungsquelle und dessen Basis mit dem Ausgang der Vergleichsschaltung und
über einen Summierwiderstand mit einem mit den Halbwellen der gleichgerichteten Wechselspannung
gespeisten Punkt verbunden ist sowie einen Ausgangstransistor, dessen Kollektor über einen Kollektorwiderstand
mit dem einen Pol der Gleichspannungsquelle und über ein Reihen-ÄC-Glied mit der Basis des Eingangstransistors, dessen Emitter über einen die Steuerelektroden-Kathoden-Strecke
des gesteuerten Gleichrichters überbrückenden Emitterwiderstand mit dem anderen Pol der Gleichspannungsquelle und dessen
Basis mit dem Kollektor des Eingangstransistors verbunden ist, aufweist Es genügt daher ein sehr
einfacher Schaltungsaufbau, um die gewünschten Funktionen zu erhalten.
Des weiteren kann die Kollektor-Emitter-Strecke des Ausgangstransistors durch einen normalerweise offenen
Endlagenschalter überbrückt sein. Dieser Endlagenschalter spricht an, wenn der Istwert der thermischen
Vorrichtung einen unteren Grenzwert unterschreitet, worauf dauernd Zündspannung an den gesteuerten
Gleichrichter gelegt wird.
In ähnlicher Weise kann zwischen Emitter des Ausgangstransistors und Emitterwiderstand ein normalerweise
geschlossener Endlagenschalter gelegt sein. Dieser Endlagenschalter öffnet, wenn der Istwert der
thermischen Vorrichtung einen oberen Grenzwert überschreitet. Alsdann wird die Leistungszufuhr unabhängig
von der Regelabweichung unterbrochen.
Mit besonderem Vorteil ändert sich das Steuersignal in einem Proportionalbereich linear mit der Regelabweichung.
Dies ergibt bei kleineren Regelabweichungen eine P-Regelung, während außerhalb des ProportionaJ-bereichs
entweder keine Leistung oder dauernd Leistung zugeführt wird.
Mit Vorteil ist dafür gesorgt, daß die Vergleichsschaltung einen Spannungsteiler mit einem festen Abgriff
und ein Potentiometer mit einem veränderbaren Istwertspannungs-Abgriff aufweist, die zwischen dem
einen und dem anderen Pol der Gleichspannungsquelle liegen, und einen Transistor aufweist, dessen Emitter mit
dem Spannungsteiler-Abgriff, dessen Kollektor mit der Zündschaltung und dessen Basis über einen ersten
Widerstand mit einem Sollwertspannungs-Eingang, über einen zweiten Widerstand mit dem Istwertspannungs-Abgriff
und über einen dritten Widerstand mit dem anderen Pol der Gleichspannungsquelle verbunden
ist. Dies ergibt eine sehr einfach aufgebaute Vergleichsschaltung, die einen Steuerstrom in Abhängigkeit von
der Regelabweichung erzeugt.
Des weiteren kann der Sollwertspannungs-Eingang übe*· einen Schalter mit einem zweiten Abgriff des
Spannungsteilers verbindbar sein. Durch diese einfache Maßnahme kann die Funktionsabhängigkeit der Vergleichsschaltung
umgekehrt werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 das Schaltbild einer Steuervorrichtung für einen Wärmemotor,
F i g. 2 in einem Diagramm die Abhängigkeit des ■-,
Steuerstroms, des Kondensatorstroms und der Leistung von der Regelabweichung,
F i g. 3 die Zündschaltung in ihrem einen Kippzustand mit die Entladung des Kondensators beschreibenden
Strompfeilen, m
F i g. 4 die Zündschaltung in ihrem anderen Kippzustand mit die Aufladung des Kondensators beschreibenden
Strompfeilen, wobei der Steuerstrom so klein ist, daß er noch außerhalb des Proportionalbereichs der
F ig. 2 liegt, ι,
F i g. 5 dieselbe Darstellung wie F i g. 4, jedoch mit größerem Steuerstrom, der innerhalb des Proportionalbereichs
liegt,
Fig.6 Spannungs- und Stromverläufe bei kleinem Steuerstrom, der außerhalb des Proportionalbereichs 2»
liegt, und
F i g. 7 Spannungs- und Stromverläufe bei größerem Steuerstrom, der innerhalb des Proportionalbereichs
liegt.
An die Klemme 1 ist eine pulsierende Gleichspannung t/l gelegt, die aus den gleichgerichteten Halbwellen
einer Wechselspannung besteht und beispielsweise durch Vierweggleichrichtung aus der Netzspannung
gewonnen werden kann. Der zugehörige andere Anschluß 2 ist geerdet Mit dieser Spannung t/l wird
einem Wärmemotor 3 Leistung zugeführt. Dieser besitzt ein Gehäuse 4 mit einem Kolben 5, der unter dem
Einfluß einer Rückstellfeder 5a steht. Im Gehäuseinneren befindet sich ein Dehnstoff 6, der mittels eines
Heizwiderstandes 7 erwärmbar ist Infolge der Ausdehnung des Dehnstoffs bei Temperaturerhöhung wird der
Kolben 5 nach außen geschoben; bei Abkühlung wird er durch die Feder 5a zurückgeschoben. Der Kolben 5
behält seine Stellung, wenn die jeweils zugeführte Wärmeleistung gleich der an die Umgebung abgegebenen
Wärmeleistung ist Die Steuerung der Leistungszufuhr erfolgt mit Hilfe eines gesteuerten Gleichrichters E,
der mit dem Heizwiderstand 7 in Reihe liegt und jeweils dann den Strom während einer Halbwelle hindurchläßt
wenn der Steuerelektrode 8 ein Zündspannungsimpuls von einer Zündschaltung 10 zugeführt wird. Die
Kathode des gesteuerten Gleichrichters ist mit der Steuerelektrode über einen Widerstand R 1 und mit der
Anode über einen Widerstand R 2 verbunden.
Die Steuerung der Heizleistung erfolgt mit Hilfe einer Vergleichsschaltung 9 und der Zündschaltung 10. Der
isiwert der Kolbenstellung wird, wie durch die
gestrichelte Linie 11 angedeutet vom Abgriff 12 eines Potentiometers P in die Vergleichsschaltung eingeführt
und dort als Istwertspannung t/12 nachgebildet Eine Sollwertspannung £/13 wird an einem Sollwertspannungs-Eingang
13 zugeführt In Abhängigkeit von der Regelabweichung ergibt sich am Ausgang 14 dieser
Vergleichsschaltung ein Steuerstrom /14, in Abhängigkeit von dem die Zündschaltung Zündimpulse abzuge- m>
ben vermag.
Der Vergleichsschaltung 9 wird die pulsierende Gleichspannung Ui über einen Gleichrichter und ein
Ä-C-Glättungsglied, das aus Widerständen A3 und R4
sowie einem Kondensator Ci besteht, zugeführt und t>5
anschließend mit Hilfe einer Zenerdiode Zi auf einen
konstanten Wert beschnitten. Von dieser Gleichspannung wird eine erste Reihenschaltung, bestehend aus
einem Widerstand R 5 und dem Potentiometer P, und ein Spannungsteiler 15, bestehend aus den Widerständen
R 6, R 7 und R 8, gespeist. Ein Transistor Ti, dessen
Kollektor den Ausgang 14 der Vergleichsschaltung 9 bildet, liegt mit seinem Emitter an einem Abgriff 16 des
Spannungsteilers 15 und mit seiner Basis an einem Punkt 17, welcher über einen Widerstand R9 mit dem
Sollwertspannungs-Eingang 13, über einen Widerstand R 10 mit dem Istwertspannungs-Abgriff 12 und über
einen Summenwiderstand Rii mit dem Anschluß 2
verbunden ist. Mit Hilfe eines Schalters 18 kann die Sollwertspannung t/13 auch einem weiteren Abgriff
18a des Spannungsteilers 15 zugeführt werden, um die Regelabhängigkeit der Vergleichsschaltung und damit
die steuerungstechnische Wirkungsweise des Wärmemotors umzukehren. Während sich der Kolben 5 bei
offenem Schalter 18 unter dem Einfluß einer bestimmten steuernden Sollwertspannung t/13 auswärts bewegt,
erfolgt bei geschlossenem Schalter 18 und derselben Sollwertspannung eine Einwärtsbewegung.
Am Abgriff 16 ergibt sich eine konstante Spannung t/16. Am Punkt 17 ergibt sich eine Basisspannung t/17,
die sich in Abhängigkeit von der Sollwertspannung U13
und der Istwertspannung t/12 einstellt Wenn die Basisspannung t/17 die feste Spannung t/16 um etwa
0,6 V unterschreitet, was dem Emitter-Basis-Strecken-Spannungsabfall entspricht, wird der Transistor Tl
leitend. Je mehr die Basisspannung t/17 absinkt, umso größer wird der Steuerstrom /14. Wenn der Schalter 18
geschlossen wird, wird dem Abgriff 18a des Spannungsteilers 15 die Sollwertspannung U13 aufgezwungen mit
der Folge, daß die Spannung t/16 proportional zur Sollwertspannung schwankt, wodurch sich die erwähnte
umgekehrte steuerungstechnische Wirkungsweise ergibt.
Die Zündschaltung weist eine bistabile Kippstufe 19 auf, welche einen Eingangstransistor T2 und einen
Ausgangstransistor Γ3 besitzt. Die Kollektoren beider Transistoren sind über einen Kollektorwiderstand R 12
bzw. R 13 mit der Gleichspannung t/9 der Vergleichsschaltung
9 versorgt. Der Emitter des Eingangstransistors T2 liegt am Anschluß 2, der Emitter des
Ausgangstransistors 7"3 ist über den die Zündspannung bestimmenden Widerstand R 1 mit diesem Anschluß 2
verbunden. Der Kollektor des Eingangstransistors T2 ist mit der Basis des Ausgangstransistors Γ3 direkt der
Kollektor 20 des Ausgangstransistors 7"3 mit der Basis
21 des Eingangstransistors T2 über ein Reihen-Ä-C-Glied,
bestehend aus einem Widerstand R 14 und einem Kondensator C2, verbunden. Diese Basis 21, an die auch
der Ausgang 14 der Vergleichsschaltung 9 angeschlossen ist-, steht weiterhin über einen Summierwiderstand
R15 mit einem Punkt 22 in Verbindung, dem über eine
Diode D2 die pulsierende Gleichspannung t/l zugeführt wird und der über einen Widerstand R16 mit
dem Anschluß 2 verbunden ist
Mit Hilfe eines Endlagenschalters 23 kann über den Widerstand Ri ein Dauerstrom geführt und damit
ständig eine Zündspannung US erzeugt werden, mit Hilfe eines Endlagenschalters 24 kann der Strom über
den Widerstand R1 ständig unterbrochen und damit die
Zündspannung t/8 auf Null abgesenkt werden. Beide Endlagenschalter werden durch Fühler 25 bzw. 26
gesteuert, die ansprechen, wenn der Kolben 5 die innere
bzw. äußere Endlage erreicht hat Wenn diese Fühler als druckabhängige Fühler arbeiten, können sie auch
wirksam werden, wenn der Kolben oder das von ihm betätigte Organ zwischen seinen Endlagen auf Hinder-
nisse stößt.
Mit dieser Schaltung ergibt sich die in Fig. 2 dargestellte Betriebsweise. Innerhalb eines durch die
Grenzen A und S bestimmten Proportionalbereichs der Regelabweichung Δχ, also dem Unterschied zwischen
dem eingestellten Sollwert und dem vom Wärmemotor erreichten Istwert, fällt die Leistung A/, die vom
Heizwiderstand 7 abgegeben wird, von einem Maximalwert auf Null. Die Steuerung erfolgt in Abhängigkeit
von dem linear ansteigenden Steuerstrom /14. Jedem Wert des Steuerstromes ist innerhalb des Proportionalbereiches
ein Ladestrom ic des Kondensators nach der Maßgabe zugeordnet, daß die Summe beider Werte
einen konstanten Strom /* ergibt. Dies wird nachstehend noch näher erläutert.
Es wird zunächst die Betriebsweise bei so kleinem Steuerstrom /14 betrachtet, daß er noch keinen Einfluß
auf die Zündschaltung hat. Die Basis 21 des Eingangstransistors T2 wird primär von der Spannung Ul, also
den Halbwellen der gleichgerichteten Wechselspannung gesteuert. Immer dann, wenn sich diese Spannung
dem Nullpunkt nähert und die Basisspannung L/21 den Basis-Emitter-Spannungsabfall Übe von etwa 0,6 V
unterschreitet, sperrt der Eingangstransistor 7"2; der Ausgangstransistor Γ3 wird leitend und es wird der
Steuerelektrode 8 des steuerbaren Gleichrichters E ein Zündimpuls zugeführt, so daß bis zum Ende der
Halbwelle ein Heizstrom /7 durch den Heizwiderstand 7 fließt. Kurz nach Beginn der nächsten Halbwelle der
Spannung Ui wird der Basis-Emitter-Spannungsabfall
Übe überschritten, so daß die Kippstufe 19 wieder in den Ursprungszustand zurückkehrt. Dies ergibt die in F i g. 6
veranschaulichte Betriebsweise, bei der zu Beginn jeder Halbwelle ein Zündimpuls von der Länge 11 abgegeben
wird, so daß dem Heizwiderstand 7 während jeder Halbwelle ein Heizstrom /7 zugeführt und damit die
maximale Leistung N abgegeben wird. Die Sperrzeiten 12 zwischen diesen Zündimpulsen sind verhältnismäßig
kurz.
Das Kippen wird durch das R 14-C2-Glied im Mitkopplungszweig unterstützt. Denn wenn der Ausgangstransistor
T3 leitend wird, fällt die Spannung U20
am Kollektor 20 des Ausgangstransistors 7"3 von dem Wert der Gleichspannung L/9 auf nahezu Null. Um den
gleichen Sprung fällt auch die Spannung L/28 an der anderen Elektrode des Kondensators C2 und um ein
entsprechendes Maß die Basisspannung i/21. Dies führt zu einem plötzlichen Kippen. Beim Rückkippen ergeben
sich ähnliche Verhältnisse.
Wenn der Steuerstrom /14 so groß ist, daß er jenseits
der Grenze B des Proportionalbereiches liegt, vermag
er dem Eingangstransistor T2 unabhängig von der Spannung Ul einen solchen Basisstrom /ß zuzuführen,
daß dieser dauernd leitend ist. Der Ausgangstransistor Γ3 bleibt dann dauernd gesperrt; es werden keine
Zündimpulse und daher auch keine Heizleistung abgegeben.
Innerhalb des Proportionalbereiches ist der Steuerstrom /14 allein nicht ausreichend, um den Eingangstransistor T2 im leitenden Zustand zu halten, wenn die
Halbwellen-Spannung Ui gegen Null geht Es muß
noch ein ausreichend starker Ladestrom ic des Kondensators C2 hinzutreten. Da dieser Ladestrom mit
der Zeit abnimmt, werden jeweils ein oder einige Halbwellen des Heizstromes /7 unterdrückt Dies wird
nachstehend erläutert
Während jeder Zeit 11, in der der Ausgangstransistor
TZ leitend ist und einen Zündimpuls abgibt, wird der
Kondensator C 2 entladen. Wie aus F i g. 3 ersichtlich ist, fließt der Entladestrom i'c über die Kollektor-Emitter-Strecke
des Transistors Γ3, über zwei Parallelzweige, von denen der eine durch den Widerstand R 1 und der
andere durch die Steuerelektroden-Kathoden-Strecke des steuerbaren Gleichrichters E gebildet wird, über
weitere Parallelzweige, von denen der eine durch die Widerstände R 16 und R 15 und der andere durch den
Widerstand Ri und die Emitter-Kollektor-Strecke des
ίο Transistors Tl gebildet wird (Fig. 1), und über den
Widerstand R 14.
Sobald der Ausgangstransistor 7"3 wieder sperrt, was
bei fehlendem Steuerstrom /14 spätestens der Fall ist, wenn die Halbwellen-Spannung Ul einen der Basis-
ii Emitter-Spannung Übe des Eingangstransistors T2
entsprechenden Wert übersteigt, wird der Kondensator C2 von der Gleichspannung t/9 über den Widerstand
R 13, den Widerstand R 14 und die Basis-Emitter-Strekke des Transistors T2 aufgeladen, wobei der Ladestrom
ic fließt. Wie Fig.4 zeigt, gilt bei sehr kleinem
Steuerstrom /14 für den Basisstrom /β, der im leitenden Zustand des Transistors T2 fließen muß, die Bedingung
ie — /14 + /15 + /Ο wobei /15 der aufgrund der
Spannung L/l über den Widerstand R15 fließende
Stromanteil ist. Wenn gegen Ende der Halbwelle /15 zu Null wird, reicht die Restsumme von /14 + ic nicht aus,
um den Basistrom ie in der erforderlichen Höhe zu
halten. Der Transistor C2 sperrt und über den Transistor T3 wird ein Zündimpuls abgegeben.
Wenn der Transistor T2 am Ende der Halbwelle leitend gehalten werden soll, muß die Summe /14 + ic
einen konstanten Wert 4 erreichen, der größer ist als der erforderliche Basisstrom ig, weil nämlich die
Reihenschaltung der Widerstände R15 und R16
3> parallel zur Basis-Emitter-Strecke des Transistors 72
liegt und daher über diese Reihenschaltung ein zusätzlicher Strom /15 = /16 fließt. Diese Verhältnisse
sind in Fig.5 dargestellt. Je kleiner also der Steuerstrom :14, umso größer muß der Ladestrom ic
"o sein, um den Transistor 7"2 am Ende der Halbwelle in
den leitenden Zustand zu halten.
Innerhalb des Proportionalbereichs stellen sich automatisch stabile Verhältnisse ein, bei denen der
Ladestrom ic den in F i g. 2 dargestellten Bedingungen
4"> genügt. Wenn nämlich der Steuerstrom /14 erhöht und
damit der Transistor T2 über das Ende der Halbwelle hinweg leitend gehalten wird, erfolgt eine längere
Aufladung des Kondensators CX so daß die an ihm anliegende Spannung Uc2 erhöht wird. Dieser höheren
">" Kondensatorspannung entspricht aber ein geringerer
Ladestrom.
Mißt man die Spannung L/28 gegenüber Masse, so erhält man den in den F i g. 6 und 7, Zeile 4, dargestellten
Spannungsverlauf. Die Spannung sinkt längs der Linie a beim Laden des Kondensators. Beim Leitendwerden des
Transistors Γ3 erfolgt der Sprung b, weil die Spannung t/20 vom Wert der Spannung t/9 bis auf etwa 0,6 V
absinkt, was dem Spannungsabfall am Transistor T3 in Reihe mit dem Spannungsabfall an der Steuerstrecke
des Gleichrichters E entspricht Der Sprung b ist stark verkleinert dargestellt Bei der anschließenden Entladung
steigt die Spannung [/28 längs der Linie c Beim
Sperren des Transistors Γ3 erfolgt der Sprung d,
worauf ein neues Arbeitsspiel beginnt Da die während des Zeitraums 11 abgegebene Ladungsmenge gleich der
während des Zeitraums ti aufgenommenen Ladungsmenge
sein muß, tritt bei dieser Arbeitsweise ein verhältnismäßig hoher Ladestrom ic auf. Die am
Kondensator liegende Spannung freist vergleichsweise
niedrig; die Mittelspannung Un, der Spannung U28
vergleichsweise groß.
Wird nun durch Erhöhung des Steuerstroms /14 der Kondensator C2 auf eine höhere Spannung UC2 r>
aufgeladen (Fig.7), so ergibt sich eine höhere Spannung Uc 2 am Kondensator, eine kleinere Mittelspannung
Un, und ein kleinerer Ladestrom ic. Da die
während der Zeit 11 abgeführte Ladungsmenge annähernd gleich bleibt, benötigt man wegen des
geringeren Ladestroms zum Zuführen der gleichen Lademenge eine größere Ladezeit /2. Erst am Ende
dieser längeren Zeit wird die Bedingung erreicht, daß /14 + ic
< 4 so daß der Transistor T2 am Ende der Halbwelle gesperrt und ein Zündimpuls abgegeben r,
wird.
Die Leistungskurve /V ist kontinuierlich dargestellt, obwohl sie innerhalb kurzer Zeiträume nur aus
ganzzahligen Verhältnissen zwischen durchgelassenen Halbwellen und unterdrückten Halbwellen dargestellt
werden kann. Bei der beschriebenen Wirkungsweise können aber bei einem gegebenen Steuerstrom /14
abwechselnd unterschiedliche Zahlen von Halbwellen, z. B. zunächst η Halbwellen und anschließend η + 1
Halbwellen, unterbunden oder durchgelassen werden. Auf diese Weise läßt sich die Leistungskurve N recht
genau nachbilden.
Die Größe des Kondensators C2 hat auf die Schaltung einen verhältnismäßig geringen Einfluß, da
seine Arbeitsweise sich immer so einstellt, daß die während der Entladung abgegebene Ladungsmenge
gleich der während der anschließenden Ladung aufgenommenen Lademenge ist. In jedem Fall wirkt er
bezüglich des Steuerstroms /14 im Sinne einer Gegenkopplung (größerer Steuerstrom = kleinerer
Ladestrom) und bezüglich der Kippfunktion im Sinne einer Mitkopplung. Mit steigender Größe dieses
Kondensators kann allerdings der Regelbereich vergrößert werden.
Es läßt sich nachweisen, daß die Größe des Kondensators C2 keinen Einfluß auf die Funktion der
Schaltung hat. Er kann daher, sofern er einen bestimmten Mindestwert hat, beliebig gewählt werden.
Bei einer Ausführungsform wurde mit einer pulsierenden Gleichspannung UX mit einer Amplitude von 24 V
und einer konstanten Gleichspannung L/9 von 12 V gearbeitet. U16 betrug 8,5 V. Der gleiche Wert stellte
sich am Punkt 17 ein, wenn eine Sollwertspannung U13
von UV und eine Istwertspannung t/12 von 6 V
vorhanden sind. Wird die Sollwertspannung t/13 auf ihren unteren Grenzwert von 6 V eingestellt, wird ein
entsprechender Steuerstrom /14 abgegeben mit der Folge, daß die Leistung N vermindert oder unterbrochen
wird, so daß der Wärmemotor 3 abkühlen und dadurch den Abgriff 12 nach oben verschieben kann, bis
die Regelabweichung nahezu ausgeglichen ist und der Steuerstrom /14 herabgesenkt wird. Wenn die Sollwertspannung
U13 auf einen oberen Grenzwert von 16 V gebracht wird, sperrt der Transistor Ti. Der Wärmemotor
3 wird dauernd beheizt, wodurch der Abgriff 12 nach unten bewegt wird, bis im Bereich der Regelabweichung
Null ein gewisser Steuerstrom fließen kann und die Leistung N herabgesetzt wird.
Bei einer Spannung U9 von 12 V lag der positive
Mittelwert Un, der Spannung (728 zwischen 0,6 V (dies
entspricht einem negativen Mittelwert von —11,4 V)
und 1,1 V (dies entspricht einem negativen Mittelwert von —10,9 V). Diese Änderungen reichten aus, um den
Ladestrom ;cim gewünschten Maß zu ändern.
Der Schalter 18 hat den Zweck, die Funktion des Motors bei unverändertem Eingangssignal U13 umzukehren.
Ist der Schalter geöffnet, bewegen sich Kolben 5 und Abgriff 12 des Potentiometers P bei einer
Eingangsspannung von 16 V nach unten. Ist unter den gleichen Voraussetzungen der Schalter 18 geschlossen,
bewegen sich Kolben 5 und Abgriff 12 nach oben.
Letzteres ist beispielsweise von Interesse, wenn bei einer Klimaanlage ein Kälteventil statt eines Wärmeventils
betätigt werden soll. Auch können z. B. zwei Drosselklappen mit je einem Stellmotor gegensinnig
zueinander in Abhängigkeit von einem einzigen Eingangssignal bewegt werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Steuervorrichtung für eine thermische Vorrichtung, der von einer Wechselspannungsquelle eine
elektrische Leistung zum Heizen oder Kühlen über einen gesteuerten Halbwellenschalter zugeführt
wird, mit einer Vergleichsschaltung, die den Ist-Wert einer von der thermischen Vorrichtung abhängigen
Größe mit einem Soll-Wert vergleicht und in Abhängigkeit davon ein kontinuierlich veränderbares
Steuersignal abgibt, mit einer bistabilen Kippstufe, deren Eingangssignal mit Hilfe des Steuersignals
und eines zeitabhängigen Signals gebildet wird und mit einer Zündschaltung, die Zündspannungsimpulse
derart an den gesteuerten Halbwellenschalter abgibt, daß eine vom Steuersignal and von dem
zeitabhängigen Signal abhängige Anzahl von HaIb-'.vellen
unterbunden wird, dadurch gekennzeichnet,
daß aus der Wechselspannung durch Gleichrichtung Halbwellen erzeugt sind und daß das
Eingangssignal der bistabilen Kippstufe (19) außer einem Summensignal, in welches das Steuersignal
(iu) und das zeitabhängige Signal (ic) eingehen, eine
diesen Halbwellen proportionale Hauptkomponente enthält und die bistabile Kippstufe den Zündimpuls
abgibt, wenn das Eingangssignal im Nullbereich der Halbwellen unterhalb eines vorgegebenen Wertes
liegt.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuersignal durch einen
Steuerstrom (in) und das zeitabhängige Signal durch
den Lade- oder Entladestrom (ic) eines /?-C-Gliedes
(R 14, C2) gebildet ist und daß die Kippstufe einen Mittkopplungszweig aufweist, der mindestens den
Kondensator (C2) des K-C-Gliedes enthält
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippstufe (19)
einen Eingangstransistor (T2), dessen Kollektor über einen Kollektorwiderstand (R 12) mit dem
einen Pol einer Gleichspannungcquelle, dessen Emitter mit dem anderen Pol der Gleichspannungsquelle und dessen Basis (21) mit dem Ausgang (14)
der Vergleichsschaltung und über einen Summierwiderstand (R 15) mit einem mit den Halbwellen der
gleichgerichteten Wechselspannung (L/1) gespeisten
Punkt (22) verbunden ist, sowie einen Ausgangstransistor (T3), dessen Kollektor (20) über
einen Kollektorwiderstand (R 13) mit dem einen Pol der Gleichspannungsquelle und über ein Reihen-Ä-C-Glied
(C 2, R 14) mit der Basis des Eingangstransistors, dessen Emitter über einen die Steuerelektroden-Kathoden-Strecke
des gesteuerten Gleichrichters (^überbrückenden Emitterwiderstand (R 1) mit
dem anderen Pol der Gleichspannungsquelle und dessen Basis mit dem Kollektor des Eingangstransistors
verbunden ist, aufweist.
4. Steuervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kollektor-Emitter-Strecke
des Ausgangstransistors (T3) durch einen normalerweise offenen Endlagenschalter (23) überbrückt ist.
5. Steuervorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Emitter des
Ausgangstransistors (T3) und Emitterwiderstand (R 1) ein normalerweise geschlossener Endlagenschalter
(24) gelegt ist.
6. Steuervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die Vergleichsschaltung einen
Spannungsteiler mit einem festen Abgriff und einen
weiteren Spannungsteiler aufweist, die zwischen dem einen und dem anderen Pol einer Gleichspannungsquelle
liegen, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Spannungsteiler durch ein Potentiometer (P)
mit einem veränderbaren Istwertspannungs-Abgriff (12) gebildet ist, und daß die Vergleichsschaltung (9)
einen Transistor (Ti) aufweist, dessen Emitter mit
dem Spannungsteiler-Abgriff, dessen Kollektor mit der Zündschaltung (10) und dessen Basis über einen
ersten Widerstand (R9) mit einem Sollwertspannungs-Eingang (13), über einen zweiten Widerstand
(R 10) mit dem Istwertspannungs-Abgriff und über einen dritten Widerstand (R 11) mit dem anderen
Pol der Gleichspannungsquelle verbunden ist.
7. Steuervorrichtung nach Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sollwertspannungs-Eingang (13) über einen Schalter (17) mit einem zweiten
Abgriff (18) des Spannungsteilers (15) verbindbar ist
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2728380A DE2728380C2 (de) | 1977-06-24 | 1977-06-24 | Steuervorrichtung für eine thermische Vorrichtung |
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