DE1961151A1 - Regeleinrichtung - Google Patents
RegeleinrichtungInfo
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Description
Dipl. Ing. R: Mertens ■ ·
Patentanwalt IQRI IRI
-H31P 177 -
HONEYWELL INC.
27OI, Fourth Avenue South
Minneapolis, Minn/USA
Regeleinrichtung
Die Erfindung betrifft eine mit einem Sollwertgeber und einem Zustandsfühler versehene, wechselstromgespeiste Regeleinrichtung.
Die bekannten Regeleinrichtungen dieser Art haben den Nachteil, daß sie entweder eine erhebliche elektrische Leistung aufnehmen,
die zu ihrer Eigenerwärmung führt, oder als Niedervoltregler einen Transformator benötigen. Bei den bekannten Reglern ist weiterhin
nachteilig, daß in den meisten Fällen Gleichrichterschaltungen notwendig sind, um die Richtung der Regelabweichung berücksichtigen
zu können. Die Eigenerwärmung der Regeleinrichtung ändert nicht nur das Verhalten der im Regler verwendeten Bauteile, insbesondere
der Halbleiter, sondern kann auch den Zustandsfühler beeinflussen wenn dieser im Regler untergebracht ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine preiswert herstellbare und besonders
zuverlässig arbeitende Regeleinrichtung zu schaffen, die direkt vom Wechselspannungsnetz gespeist wird und als Niederspannungsregler
arbeitet. Die erfindungsgemäße Regeleinrichtung soll darüberhinaus ohne Transformator und Gleichrichterschaltung
auskommen sowie ohne sich bewegende Teile arbeiten können.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Wechselstromversorgung der
Soll-Istwert-Vergleichsschaltung mittels einer Schalteinrichtung
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periodisch im Anfangsteil der Wechselstromhalbwelle abgeschaltet wird und der Regler hierdurch bis zum Periodenende der Versorgungswechselspannung kein Regelabweichungssignal mehr abgibt.
Hierbei soll das Stellglied bis zum jeweiligen Periodenende der Versorgungswechselspannung durchschalten, wenn das vom Regler abgegebene Regelabweichungssignaleinen bestimmten Schwellwert überschreitet
und bei unterhalb des Schwellwertes liegendem Regelabweichungssignal bis zum Periodenende gesperrt bleiben. Hierdurch
bleibt der vom Stellglied vor der Abschaltung der Versorgungsspannung für den Regler angenommene Zustand Jeweils zumindest
bis zum Periodenende der Versorgungswechselspannung erhalten. Bei einem derartigen Aufbau der Regeleinrichtung ist es
vorteilhaft, daß die in ihr durchgeführten Schaltvorgänge schon
jeweils im Anfangsteil der Wechselspannungshalbwelle ablaufen, wodurch große Spannungssprünge vermieden werden, die andernfalls
zu Empfangsstörungen bei Rundfunk- und Fernsehgeräten führen würden.
Eine besonders günstige Lösung ergibt sich, wenn das Stellglied
ein Thyristor ist. In weiterer Ausgestaltung der Regeleinrichtung empfiehlt es sich, daß der Regler einen von seiner Vergleichsschaltung
mit dem Regelabweichungssignal angesteuerten Schwellwertschalter enthält,der das Stellgrößensignal abgibt.Als Schwellwertschalter
ist beispielsweise ein über die Vergleichsschaltung
rückgekoppelter Transistor gut geeignet.
In einer Reihe von Anwendungsfällen ist es wünschenswert zu vermeiden,
daß die der Regeleinrichtung nachgesehalteten Schalteinrichtungen im Takt der Versorgungsspannungsfrequenz betätigt werden
können. Dies läßt sich dadurch vermeiden, daß die Sollwertgeber
an einen mit seinem einen Anschluß zu der einen Anschlußklemme
und mit seinem anderen Anschluß über die Emitter-Kollektor-Strecke
des rückgekoppelten Transistors zu der anderen Anschluß-;
klemme des Reglers geführten elektrischen Speicher angeschlossen ist, der sich über den durchgeschalteten Transistor auflädt und
über einen der zum Sollwertgeber gehörende Widerstände entlädt.
Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß unabhängig von der
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Versorgungsspannung und unabhängig von dem Sollwert das Stellglied
solange durchgeschaltet bleibt, bis sich der Istwert um einen bestimmten, wählbaren Betrag geändert hat.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus dem Ausführungsbeispiel,
das nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert wird. Darin zeigt:
Figur .1 in symbolischer Darstellung den Aufbau der erfindungsgemäßen
Regeleinrichtung,
Figur 2 Spanungsverläufe an verschiedenen Bauelementen des
AusfUhrungsbeispiels nach Figur 1 während einer Periode in der das Stellglied' nicht betätigt wird,
Figur 5 Spannungsverläufe an verschiedenen Bauelementen des
AusfUhrungsbeispieles nach Figur 1 während einer Periode in der das Stellglied betätigt wird und
Figur 4 eine Abwandlung gegenüber dem in Figur 1 gezeigten, die
Wechselspannung zur Regeleinrichtung übertragenden Schaltkreis.
Die in Figur 1 gezeigte Regeleinrichtung dient der Temperatur-Überwachung,
über die Leitungen 10 und 11 wird einervon der Regeleinrichtung
gesteuerten Last 12 eine Wechselspannung von 120 V zugeführt. Die Last kann beispielsweise ein direktbeheiztes elektrisches
Heizgerät sein, kann aber auch eine Schalteinrichtung
darstellen, über die ein nachgeschalteter Heizer betätigt wird. Die erfindungsgemäße Regeleinrichtung ist Über eine Diode 15 und
einen Widerstand 16 an die Leitung 10 angeschlossen. Der andere Anschlußpunkt der Regeleinrichtung 14 ist direkt mit der Leitung
11 verbunden.
Zwischen den Anschlußklemmen 20 und 21 der Regeleinrichtung liegt eine Wechselstrom-Brückenschaltung, die durch zwei veränderbare
Widerstände 22, 23 einen festen Widerstand 24 und einen veränderbaren
Widerstand 25 gebildet ist. Der Widerstand 25 ist ein
temperaturempfindlicher Widerstand mit positivem Temperaturkoefflzienten
und befindet sich in dem Raum, in dem die Temperatur überwacht werden soll. Mit Hilfe der veränderbaren Widerstände 22
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und 23 kann der Sollwert der Temperatur eingestellt werden, der gleich dem Abgleichpunkt der Brückenschaltung ist. Der Verbindungspunkt
26 der Widerstände 22 und 23 bildet den einen Ausgang der Brücke, während der Verbindungspunkt 27 der Widerstände
24 und 25 der andere Ausgang der Brücke ist.
Zwischen den Anschlußklemmen 20 und 21 liegt ein Differenzverstärker
30, der mit zwei Transistorpaaren versehen ist. Jedes Transistorpaar hat die Wirkungsweise eines einzelnen pnp-Transistors.
Die Verwendung von Transistorpaaren ergibt sich aus der integrierten Bauweise des Verstärkers 30. Wird der Verstärker
30 aus einzelnen Bauelementen aufgebaut, so nimmt man
für jede Verstärkerhälfte einen einzelnen.pnp-Transistor Ql bzw. Q2, deren miteinander verbundene Emitter vom Verbindungspunkt Jl
über einen Widerstand 32 und einen Verbindungspunkt 29 zur Anschlußklemme
20 geführt sind. Die Basis 33 des Transistors Ql liegt.an einem Verbindungspunkt 26, während die Basis 34 des
Transistors Q2 über einen Widerstand 35 zum Verbindungspunkt 27 geführt ist. Der Transistor Ql gibt sein Ausgangssignal am
Kollektor 36 ab, während das Ausgangssignal des Transistors Q2 am Kollektor 37 abgegriffen wird.
Der Differenzverstärker 30ist so eingestellt, daß die über die
Kollektoren 36 und 37 fließenden Ströme bei abgeglichener Wechsel·
strom-Brückenschaltung gleich groß sind. Im Falle, daß das
Brückengleichgewicht verschoben ist, dient die Differenz der Kollektorströme der beiden Transistoren Ql und Q2 zur Steuerung
der Regeleinrichtung und der nachgeschalteten Bauelemente.
Der Kollektor 36 ist über eine Leitung 38 an einen Tranaistor Q3
angeschlossen, dessen Basis und Kollektor miteinander kurzgeschlossen sind, so daß dieser Transistor die Wirkung einer in
Durchlaßrichtung geschalteten Diode hat. Der Emitter 4o des
Transistors Q3 ist über einen Verbindungspunkt 4l mit der Anschlußklemme
21 verbunden. Der Kollektor 37 des Transistors Q2 ist über
eine Leitung 42 und einen Verbindungspunkt 43 zum Transistor Q4
geführt. Die Basis dieses Transistors liegt an dem Verbindungs-
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punkt 44, während sein Emitter über eine Leitung 45 an den Verbindungspunkt 41 angeschlossen 1st. Der über die Leitung 42
fließende Strom wird nachfolgend mit Ig bezeichnet, während der
über den Transistor Q.4 fließende Strom mit X-, gekennzeichnet 1st,
Der Verbindungspunkt 43 ist über eine Leitung 50 an die Basis
eines Transistors Q5 angeschlossen, dessen Kollektor an einem
Verbindungspunkt 51 liegt. Dieser Verbindungspunkt ist über eine
Leitung 52 und einen Widerstand 53 an .den Verbindungspunkt 44 des
als Diode wirkenden Transistors QjJ angeschlossen* Die Leitung 52
und der Widerstand 53 stellen einen positiven Rückkopplungsweg
für den Transistor Q5 dar, so daß dieser Transistor wie ein vom
Verbindungspunkt 44 angesteuerter Schalter wirkt. An dem Verbindungspunkt 51 liegt darüberhinaus noch über eine Leitung 54,
einen Widerstand 55 und eine Leitung 56 der Verbindungspunkt 29.
Der Emitter des Transistors Q5 ist über eine Leitung 57 und einen Widerstand 58 an die Versorgungsleitung 11 angeschlossen.
Am Widerstand 58 fällt eine zur Steuerung eines Thyristors 60 dienende Vorspannung ab. Die Kathode 6l des Thyristors 60 liegt
an der Versorgungsleitung 11, während seine Anode über eine
Leitung 63 zu der Last 12 geführt ist. Bei durchgeschaltetem
Thyristor 60 ist die Last 12 über eine Leitung 64 während der positiven Halbwelle direkt an die beiden Versorgungsleitungen
10 und 11 angeschlossen.
Eine Vierschichtdiode 65 ist über die beiden Leitungen 66 und 67
zu den beiden Verbindungspunkten 41 und 29 geführt. Diese Vierschichtdiode
schließt die beiden Verbindungspunkte 29 und 4l miteinander kurz, sobald die Spannung zwischen diesen Punkten einen
bestimmten Grenzwert überschreitet, wobei dieser Grenzwert im Verhältnis
zur Versorgungsspannung sehr niedrig liegt. Ein typischer Grenzwert ist beispielsweise 7,5 V, wobei bei durchgeschalteter
Vierschichtdiode an dieser einer Spannung von etwa 0,8 V abfällt.
Zur erfindungsgemäßen Regeleinrichtung gehört weiterhin noch ein als Kondensator ausgestalteter Speicher und ein zu diesem in Reihe
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geschalteter Widerstand 71, wobei diese Reihenschaltung parallel
zum Widerstand 2K liegt. Der Verbindungspunkt 72 von Kondensator
70 und Widerstand 71 ist über eine Leitung 73, einen Widerstand
7^ und eine Diode 75 an den Verbindungspunkt 51 angeschlossen«
Die Verbindung aus Kondensator 70, Widerstand 7^
und Diode 75 dient zur Erzeugung einer gleichbleibenden Änderung der zu überwachenden Temperatur, wie weiter unten noch
erläutert wird. .
In Figur 1 sind eine ganze Reihe von zur Regeleinrichtung 14 gehörenden
Bauelementen durch eine Strichlinie 80 eingegrenzt. Alle
innerhalb dieser Strichlinie liegenden Bauelemente gehören zu einem
integrierten Schaltkreis. In einer praktischen Ausführungsform der hier beschriebenen Erfindung sind alle innerhalb der Strlehlinie
80 liegenden Bauelemente in einem einzigen Chip mit sechs
Anschlüssen vereint. Selbstverständlich kann die in Figur 1 gezeigte Schaltung auch aus einzelnen Bauelementen in der üblichen
Weise aufgebaut sein.
Figur -2 und 3 zeigen die Spannungsverläufe an verschiedenen Bauelementen
der Regeleinrichtung unter verschiedenen Betriebsbedingungen. In Figur 2 wurde angenommen, daß die Wechselstrombrückenschaltung
abgeglichen ist, während bei Figur 3 eine zur Betätigung des Stellgliedes 60 geeignete Verschiebung des Brückengleichgewichtes
angenommen wurde. Die in beiden Figuren durch Strichlinien gekennzeichnete Kurve 81 stellt den zeitlichen Verlauf
der Versorgungsspannung an den Leitungen 10 und 11 dar. Die Kurve 82 in Figur 2 kennzeichnet die Abhängigkeit der Spannung
zwischen den Verbindungspunkten 29 und 41 von der Zeit bei abgeglichener
Brücke, während die Kurve 83 in Figur 3 die gleiche Abhängigkeit bei nicht abgeglichener Wechselstrombrückenschaltung
darstellt. Der Verlauf der Kurve 83 in Figur 3 setzt eine Verschiebung
des Brückengleichgewichts voraus, die so groß ist, daß ' das Stellglied βθ betätigt wird.
Nachfolgend wird die Wirkungsweise der Regeleinrichtung beschrieben.
Nimmt man an, daß der zur Wechselstrombrückenschaltung
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gehörende temperaturempfindliche Widerstand 25 einer Temperatur
ausgesetzt ist, die der mit Hilfe der beiden veränderbaren Widerstände 22 und 23 eingestellten Sollwerttemperatur entspricht, so
ist die aus den Widerständen 22 bis 25 bestehende Brückenschaltung
im Gleichgewicht. In diesem Falle fließen gleiche Ströme aus den Kollektoren 36 und 37 der Transistoren Ql und Q2. Die aus den
Transistoren Q3 und Q4 gebildete Vergleichseinrichtung leitet fast
den gesamten über die Leitung 42 fließenden Strom I2 über den
Transistor Q4 zur Leitung 11. Um die Beschreibung zu vereinfachen,
wird ein Strom I1 als Differenz der Ströme I2 und I, definiert.
Dieser Strom fließt Über die Leitung 50, wie in Figur 1 angedeutet. Im Falle, daß die Wechselstrombrücke abgeglichen 1st,
wird, wie weiter oben schon erwähnt, I, ebensogrß wie I« was bedeutet, daß der zur Basis des Transistors Q5 fließende Strom
vernachlässigbar klein ist. Daraus ergibt sich, daß bei abgeglichener Brückenschaltung der Transistor Q5 gesperrt ist, wodurch
kein Strom über den Widerstand 58 'fließen kann. Wegen der niedrigen
Spannung an diesem Widerstand ist auch der Thyristor 60 gesperrt, und die Last 12 ist von ihrer Energiequelle abgetrennt.
Nimmt man nun an, daß die Temperatur in der Umgebung des als Temperaturfühler dienenden Widerstandes 25 sinkt, so verschiebt
sich die Brückenschaltung aus ihrer Gleichgewichtslage, wodurch widerum der aus dem Kollektor 37 fließende Strom I2 größer wird
und der aus dem Kollektor 36 fließende Strom sich vermindert.
Daraus resultiert, daß der Strom I, kleiner als der Strom I2 ist
und daß ein Strom I, Über die Emitter-Basis-Strecke des Transi-
1 der
stör Q5 fließt. Dieser Strom entspricht in seiner Form dem Anfang
Kurve 8l und fließt solange, bis die Spannung zwischen den Verbindungspunkten
29 und 4Ί bei 89 in Figur 3 den Wert der Durchbruchspannung VD der Vierschichtdiode Überschreitet. Einer für
eine Vierschichtdiode typischer Spannungswert, bei dem die Diode durchschaltet, liegt beispielsweise bei 7*5 V. Ist nun der Strom
I- zu klein.um den Transistor Q5 durchzuschalten bevor die Spannung
an der Vierschichtdiode 65 den zu ihrem Durchbruch notwendigen Spannungswert (beispielsweise 7»5 V) erreicht, so werden
die Wechselstrora-BrUckenschaltung sowie der Regler kurzgeschlossen
und damit bis zum Beginn der nächsten Wechselspannungsperiode wirkungslos.
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Steigt aber der Strom I1 vor dem Durchschalten der Vierschichtdiode
65 auf einen Wert an, der ausreicht den Transistor Q5 durchzuschalten, so fällt am Widerstand 58 eine Spannung ab, die
genügt, um das als Thyristor ausgestaltete Stellglied 60 zu betätigen. Dabei muß der Strom" I- nicht notwendigerweise so groß
sein, daß er den Transistor Q5 in die Sättigung treibt. Wegen des rückkoppelnden, die Wirkung des Basisstromes unterstutzenden
Widerstandes 53 genügt bereits ein relativ kleiner Basisstrom zum öffnen der Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors Q5.
Wegen des durchgeschalteten Transistors Q5 fließt vom Verbindungspunkt
29 sowohl ein Strom über den Widerstand 55 und die
Leitung 54 als auch ein den Kondensator 70 aufladender Strom über
den Kondensator 70, den Widerstand 74 und die Diode 75. Wegen des ·
plötzlichen Anstieges des über den Widerstand l6 zum Verbindungspunkt 20 fließenden Stromes bricht die Spannung zwischen den Verbindungspunkten
29 und 4l kurzzeitig zusammen, wie bei 84 in Figur 3 angedeutet. Der sich nach einer e-Funktion nun aufladende
Kondensator bewirkt einen Spannungsanstieg, der durch das Kurvenstück '85 in Figur 3 gekennzeichnet ist. Dieser Spannungsanstieg
kann nicht größer als die Durchbruchsspannung der Vierschichtdiode
65 werden, da sobald die Spannung zwischen den Verbindungspunkten 29 und 41 den Wert von 7*5 V überschreitet (siehe 86 in
Figur 3)> die Vierschichtdiode 65 durchschaltet, wodurch die
Spannung zwischen den Verbindungspunkten auf den Wert des Spannungsabfalls der durchgeschalteten Diode (0,8 V) zurückgeht, was durch
den Kurvenzug 83 in Figur 3 dargestellt ist. Der bereits vor dem Durchschalten der Diode 65 gezündete Thyristor 60 wird durch das
nachfolgende Kurzschließen der Verbindungspunkte 29 und 41 nicht mehr beeinflußt. Daraus ergibt sich, daß der Thyristor 6o in
zeitlicher Reihenfolge nur vor der Vierschichtdiode 65 oder Überhaupt nicht durchgeschaltet werden kann.
Nachdem die Versorgungsspannung 8l in Figur 3 am Punkt 87 angekommen
ist, geht sie in eine negative Halbwelle 88 über. Die Zeitkonstante
des durch die Widerstände 71 und 24 gebildeten Entlade-
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kreis /des Kondensators 70 ist so groß gewählt, daß der Kondensator
sich auch zu Beginn der nachfolgenden neuen positiven Halbwelle immemDch entlädt. Der über den zur WechselstrombrUckenschaltung
gehörenden Widerstand 24 fließende Entladestrom des 'Kondensators 70 schafft eine Verschiebung des Brückengleichgewichtes
die bewirkt, daß der Widerstand 24 einen größeren Widerstandswert vortäuscht als er tatsächlich hat. Die daraus resultierende
Verschiebung des Brückengleichgewichtes hat die gleiche Wirkung wie der Temperaturfühlerwiderstand 25 bei unterhalb dem
Sollwert liegender Temperatur. Das bedeutet, daß die Brückenschaltung auf diese Weise länger außerhalb des Gleichgewichtes
bleibt als dem tatsächlichen Zustand der zu überwachenden Temperatur
entspricht. Da die.Kondensatorladung nur von der Durchbruchspannung
der Vierschichtdiode 65 abhängig ist, wird, sobald der Transistor Q5 durchgeschaltet ist, die zu überwachende Temperatur
um einen bestimmten immer gleichbleibenden Betrag erhöht, der von keiner anderen außer der genannten Größe abhängt. Daraus
resultiert, daß die Temperaturänderung auch nicn^^ilne Änderung
der Versorgungsspannung beeinflußt werden kann. Sinn dieser Maßnahme ist zu verhindern, daß die dem Thyristor nachgeschalteten
Bauelemente, zu denen auch mechanisch bewegliche Teile gehören können, im Takt der Versorgungsspannungfrequenz ständig an- und
abgeschaltet werden. Andererseits kann es bei bestimmten Anwendungsfällen
wünschenswert sein, die zu untersuchende Temperatur genau auf den Sollwert zu halten, was mit der hier offenbarten
Regeleinrichtung vorteilhaft erreicht werden kann, wenn man die Kapazität des Kondensators 70 sehr klein wählt oder diesen Kondensator
ganz fortläßt. In diesem Falle wird die zu überwachende ■ Temperatur entsprechend der Frequenz der Versorgungsspannung bis
zu 50-oder 60mal in der Sekunde bewertet und das Stellglied gemäßvdem
gefundenen Meßergebnis eingestellt.
Durch die Wirkung der Vierschichtdiode ist sichergestellt, daß die Regeleinrichtung und gegebenenfalls das Stellglied nur zu Beginn
einer jeden positiven Periode geschaltet werden, da die Schaltspannung durch die Durchbruchsspannung der Diode vorgegeben
ist.
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Figur 4 zeigt eine Abwandlung gegenüber dem in Figur 1 gezeigten,
die Wechselspannung zur Regeleinrichtung übertragenden, Schaltkreis.
Hierbei wurde die Diode 15 weggelassen und ein kleiner Kondensator 90 dem Widerstand 16 parallelgeschaltet. Da die hier
beschriebene Regeleinrichtung mit Wechselstrom arbeitet, ergibt sich durch den Kondensator 90 eine Phasenverschiebung, wobei die
der Regeleinrichtung 14 zugeführte Wechselspannungsphase der Phase
der dem Thyristor 60 zugeführten Wechselspannung etwas voreilt. Durch diese Maßnahme läßt sich der Zündpunkt des Thyristors 60
mit dem Null-Durchgang der Wechselspannung synchronisieren. An
der Arbeitsweise des restlichen Teiles der Regeleinrichtung ändert sich hierbei nichts.
Die hier beschriebene Regeleinrichtung ist nicht auf die Überwachung
von Temperaturen beschränkt, sondern läßt sich auch vorteilhaft für andere regelungstechnische Aufgabe verwenden. Die
beschriebene Schaltung läßt sich beispielsweise dann vorteilhaft einsetzen, wenn erreicht werden soll, daß ein Thyristor oder eine
dem Thyristor nachgeschaltete Last im. Null-Durchgang der Versorgungswechselspannung
geschaltet wird. Eine derartige Schaltungsweise ist günstig, da hierbei die beim Schalten höherer
Spannungen auftretenden Schwierigkeiten,wie beispielsweise Störung
des Rundfunk- und Fernsehempfanges, vermieden werden können.
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Claims (1)
- PatentansprücheMit einem Sollwertgeber und einem Zustandsfühler versehene wechselstromge.speiste Regeleinrichtung, dadurch g e kennzei chnet, daß die Wechselstromversorgung der Soll-Istwert-Vergleichsschaltung (30-50) mittels einer Schalteinrichtung (65) periodisch im Anfangsteil der Wechselstromhalbwelle abgeschaltet wird und der Regler (80) hierdurch bis zum Periodenende der.Versorgungswechselspannung kein Regelabweichungssignal mehr abgibt und daß das Stellglied (60) bis zum jeweiligen Periodenende der Versorgungswechselspannung durchschaltet, wenn das vom Regler abgegebene Regelabweichungssignal einen bestimmten Schwellwert überschreitet, und bei unterhalb des Schwellwertes liegendem Regelabweichungssignal bis zum Periodenende gesperrt bleibt, wodurch der vom Stellglied vor der Abschaltung der Versorgungsspannung für den Regler angenommene Zustand jeweils zumindest bis zum Periodenende der Versorgungswechselspannung erhalten bleibt.Regeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn ζ e i c h n, e t, daß der Zustandsfühler (25) und der Sollwertgeber (22-24) Teile einer Wechselstrombrückenschaltung (22-25) sind.Regeleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechselstrombrückenschaltung (22-25) aus elektrischen Widerständen und der Zustandsfühler aus einem temperatürempfindlichen, vorzugsweise einem PTC-Widerstand (25) gebildet ist.009827/126*2,4. Regeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis J5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung eine die Wechselstromanschlußklemmen (20,21) des Reglers (80) periodisch kurzschließende Vierschichtdiode (65) ist.5. Regeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a durch gekennzeichnet, daß das Stellglied ein Thyristor (6Ö) ist.6. Regeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5> d a durch gekennzeichnet, daß der Regler (8o) einen von seiner Vergleichsschaltung (30-50) mit dem Regelabweichungssignal angesteuerten Schwellwertschalter (Q5) enthält, der das Stellgrößensignal abgibt.7. Regeleinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellwertschalter ein über die Vergleichsschaltung (30-50) rückgekoppelter Transistor (Q5) ist.8. Regeleinrichtung nach Anspruch 7* dadurch gekennzeichnet, daß die Sollwertschaltung (22-24) an einen mit seinem einen Anschluß zu der einen Anschlußklemme (20) und mit seinem anderen Anschluß über die Emitter-Kollektor-Strecke des rückgekoppelten Transistors (Q5) zu der anderen Anschlußklemme (21) des Reglers (80) geführten elektrischen Speicher (70) angeschlossen ist, der sich über den durchgeschalteten Transistor auflädt und über einen der zur Sollwertschaltung gehörenden Widerstände (24) entlädt.009827/1262
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1969
- 1969-11-04 FR FR6937844A patent/FR2026035A1/fr active Pending
- 1969-12-05 DE DE19691961151 patent/DE1961151A1/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2026035A1 (de) | 1970-09-11 |
| US3514628A (en) | 1970-05-26 |
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