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Ringförmiger Sitz insbesondere für Ventile, Schieber und
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Hähne Die Erfindung bezieht sich auf einen ringförmigen Sitz, insbesondere
für Ventile, Schieber und Hähne, mit einem einen axialen Durchlaß aufweisenden Gehause
und einem beweglichen Verschlußkörper mit einer Ringfläche, die sich auf den Sitz
auflegt.
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Es sind bereits zahlreiche Sitze dieter Art bekannt, welche aus verschiedenen
Materialien hergestellt werden können.
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die für mehr oder weniger besondere Anwendungsbedingungen geeignet
sind, um eine gute Abdichtung und eine saufte Funktion des beweglichen Verschlußkörpers
zu sichern. Dennoch hat es sich bei den bekannten Sitzen als schwierig erwiesen,
die Abdichtung und die sanfte Funktion längere Zcit zu t-ewährleisten. Insbesondere
gilt dies in Verbindung mit Ventilen, Schiebern und Hähnen, welche höheren Temperatur-und
Druckbeanspruchungen ausgesetzt sind.
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Man ist somit gezwungen, schwierige Kompromisse zu suchen, um mehreren,
einander widersprechenden Bedingungen zu genügen. Eine gute Abdichtung setzt natürlich
einen ausgezeichneten Zustand der Fläche in den Auflagezonen des Sitzes und es Verschlußkörpers
voraus. wiener Oberflächenzustand muß langfristig erhalten bleiben. Im übrigen verbessert
sich die in der Verschlußstellung des Verschluß-.
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körpers erzielbare Abdichtung mit der Größe des Allflagedruckes zwischen
den tragenden Bereichen des Sitzes und des Verschlußkörpers. Das gilt insbesondere
dann, wenn der Druck des zu steuernden Mediums seinerseite ziemlich hoch ist.
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Bei einem Ventil, Schieber oder Hahn, der wiederholten Öffnungs- und
Schließbewegungen unterworfen wird, genügt es nun aber nicht, für einen hohen Auflagedruck
auf den Sitz zu sorgen, um die gewünschten Abdichtungseigenschaften für eine längere
Zeitspanne zu erhalten. Die sanfte) Funktion istX eine andere wichtige Forderung.
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Ein auf den Sitz ausgeübter hoher Auflagedruck erfordert in der Nähe
der Verschlußstellung eine häufig außergewöhnliche Betätigungskraft. Darüber hinaus
hat ein solcher hoher Auflagedruck meint eine Zerstörung rler Auflageflächen zur
Folge, weil ein sehräges Gleiten unter T)nick zwischen dem beweglichen Verschlußkörper
und dem Sitz nahezu unvermeidlich ist. Im Falle beispielsweise eines Drehschiebers
oder eines Kugel@ahnes verläuft die Gleitrichtung unter Druck an jeder Kontaktstelle
etwa tangential zu der sphärischen Oberfläche, welches auf de@ Drehachse des Schiebers
zentriert ist. Diese Richtung ändert sich somit auf dem Umfang des Sitzes. An de@
Kontaktstellen, die von der Drehachse des Verschlußkörpers entfernt sind, verläuft
diese Richtung fast parallel zur Achse des ringförmigen Sitzes. An den
Kontaktstellen
in der Nähe der Drehachse des Verschlußkörpers verläuft die Gleitrichtun dagegen
etwa rechtwinklig zur Achse des ringförmigen Sitzes. Dieses Gleiten in verschiedener
Richtung unterwirft den Sitz unterschiedlich verteilten Arbeitsbedingungen, die
bei wiederholter Betätigung des Schiebern oder Elahnes für eine längere Lebensdauer
sehr ungünstig sind. Gewisse komplizierte und kostspielige Vorrichtungen haben die
Aufgabe, das beschriebene Gleiten in verschiedener Richtung mehr oder weniger zu
vermindern. Solche Vorrichtungen sind jedoch für Schieber und Hähne der angegebenen
Gattung nicht wirtsehattlich verwendbar. Auf alle Fälle wird die Beschädigung der
tragenden Oberfläche des Sitzes und sogar der damit zusammenarbeitenden Oberfläche
des Verschlußkörpers im allgemeinen durch eine Ijaminierungswirkung des zu steuernden
Mediums beschleunigt, und zwar besonders dann, wenn sehr hohe oder sehr niedrige
Temperaturen gegeben sind.
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Im ubrigen ist es insbesondere bei Ventilen, Schiebern oder Hähnen
in einer Größenordnung über etwa 100 mm mit den bekannten Sitzen schwierig, eine
regelmäßige Verteilung des Auflagedruckes des Verschlußkörpers auf den Umfang der
ringfbrmigen Kontakt zone der Dichtung zu sichern. Es geneigt daher eine lokale
Änderung des Ai\flagedruckes, beispielsweise infolge einer Temperaturänderung, um
ein Fließen oder eine punktuelle Erosion des Sitzes oder der damit zusammenarbeitenden
Oberfläche des Verschlußkörpers hervorzurufen. Daraus ergibt sich dann ein erster
Abdichtungsfehler, der sich bei jeder neuen Betätigung des Verscnlußkörpers oer
bei der Einstellung auf eine kleine Abgabemenge vergrößert.
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Es kann also sehr schnell eine Undichtigkeit des Ventils,
Schiebers
oder Hahnes eintreten, und zwar oft zusammen mit einem mehr oder weniger vollständigen
Festfressen des Verschlußkörpers, insbesondere nahe der normalen Schließstellung.
Im Falle eines Schiebers tritt daß Festfressen gegenüber der Achse in dem Bereich
des größten Spiels des Verschlußkörpers auf.
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Die swahnten Mängel und Schwierigkeiten, die sich insbesondere bei
extremen Temperatur- und Druckbedingungen zeigen, treten bispielsweise bei Schiebern
und ringförmigen Sitzen nach Art der FR-PS 2 056 552 auf, wo elastomäre, nicht feuerfeste
Teile Verwendung finden.
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Die Schwierigkeit der Abdichtung und die Möglichkeit des Fressens
hat häufig schwerwiegende Folgen. Dies gilt beispielsweise für industrielle Anlagen
mit einer großen Anzahl von Ventilen, Schiehern und Hähnen, welche automatisch ferngesteuert
werden und ganz bestimmte Sicherheitsgrenzen einhalten müssen. Von solchen zusammengesetzten
Anlagen werden häufig gefährliche oder schädliche Medien behandelt, deren physikalische
Natur die bei den hekannten Sitzen auftretenden, die Abdichtung und das Fressen
betreffenden Schwierigkeiten vergrößern können. Dies ist beispielsweise in chemischen
Fabriken, Raffinerien und Tankanlagen fiir Erbölprodukte der Fall oder auch in Betrieben,
welche bei sehr niedriger Temperatur verfliissigte Gase, wie etwa Erdgas, Wasserstoff
oder Helium, behandeln. Die Erfindung hat die Aufgabe, den angegebenen Schwierigkeiten
abzuhelfen und einen Sitz zu schaffen, der wirtschaftlich ist und eine lange Lebensdauer
hat und infolgedessen für eine länger wirksame Abdichtung und eine sanfte Funktion
der mit solchen Sitzen ausgerüsteten Ventile, Schieber oder Hähne sorgt. Dies wird
selbst dann erreicht, wenn schädliche oder agressive Medien und sehr niedrige oder
sehr hohe Temperaturen auftreten, so daß das Ventil, der Schieber
oder
der Hahn auch feuersicher ist.
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Die Erfindung hat somit einen ringförmigen Sitz, insbesondere für
Ventile, Schieber und Hähne, in einem Gehäuse mit axialem Durchlaß und einem beweglichen
Verschlußkörper mit einer mit dem Sitz zusammenarbeitenden ringförmigen Auflagefläche
zum Gegenstand, wobei der Sitz einen Metallmantel von hohlem Profil hat, der einen
in einer Gehäuseaussparung festgelegten Befestigungsteil und wenigstens einen ringförmigen
Abdeckteil mit einer ringförmigen Rontaktfläche aufweist, welche in der Arbeitsstellung
des Sitzes elastisch mit der ringförmigen Auflagefläche des beweglichen Verschlußkörpers
zusammenarbeitet.
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Gemäß der Erfindung kennzeichnet sich der Sitz dadurch, daß der Mantel
in der Nähe der ringförmigen Kontaktfläche, aber außerhalb derselben, eine etwa
ringförmige, mit dem Durchlaß in der Arbeitsstellung des Sitzes gleichachsige Unterbrechung
aufweist, welche die Elastizität des mit der ringförmigen Auflagefläche des Verschlußkörpers
zusammenarbeitenden Mantels in radialer Richtung bezüglich der Achse des Gehäuses
verbessert.
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Wie weiter unten näher erläutert werden wird, verbindet die in der
Nähe der Kontaktfläche mit dem Verschlußkörper befindliche kreisförmige Unterbrechung
des Mantels eine gute Festigkeit des Mantels, die insbesondere für sein Verhalten
und seine längere Lebensdauer wesentlich ist, mit der notwendigen lokalen Nachgiebigkeit
I und Elastizität, welche eine sanfte Funktion des Verschlußkörpers und einen sehr
guten dichten kontakt des ringförmigen Sitzes mit dem in seiner Schließstellung
befindlichen Verschlußkörper sichert.
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Dank der Halterung des Befestigungsteiles des Metallmantels befindet
sich die ringförmige Kontaktfläche des Abdeckteiles in einer gegenüber dem beweglichen
Verschlußkörper genau festgelegten Stellung. Das unter einem schrägen Gleiten erfolgende
Zusammenwirken der beiden Auflage zonen des Sitzes und des Verschlußkörpers kann
so auch bei einer Wiederholung huber lange Zeit gesichert werden. Wie sich aus der
spnteren Beschreibung ergeben wird, lassen sich mehrere Ausführungsformen des Befestigungsteiles
und des Abdeckteiles fÜr eine zuveilässige Festlegung des Befestigungsteiles unterscheiden,
wobei der Abdeckteil seine notwendige Freiheit behält. Außerdem erlaubt es der Metallmantel
leicht, eine vorteilhafte Oberflächenbeschaffenheit fiir die Wirksamkeit und die
Lebensdauer des Sitzes zu erhalten.
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Die bevorzugten Anwendungsgebiete des Sitzes gemäß der Erfindung sind
Schieber, insbesondere Drehschieber, und Kugelhähne, bei denen sich der Verschlußkörper
um eine Achse dreht, die parallel zur Mittelebene des Sitzes verläuft, aber sich
in einem gewissen Abstand von dieser Ebene befindet. Im Falle eines Drehscniebers
ist der Verschlußkörper zweckmäßig eine auf der Drehachse zentrierte Scheibe einer
Kugel. Bei solchen Geräten wird bei der Verstellung des Verschlußkörpers der Sitz
komplizierten, unsymmetrischen Beanspruchurgen unterworfen, welche sich in Verformungen
des Sitzes auswirken, welche mit denjenigen, die sich aus dem Aufsetzen eines beweglichen
Verschlußkörpers auf den Sitz in koaxialer Stellung ergeben, nicht vergleichen lassen.
Die im Betrieb auftretenden Beanspruchungen des Sitzes sind bei den bevorzugten
Anwendungsbedingungen der Erfindung auch sehr verschieden von denjenigen, welchen
der Sitz unterworfen wird, wenn er wie eine statische Dichtung Verwendung findet,
und zwar selbst dann, wenn er einer wechselnden Einspannung und einer Entspannung
unterliegt.
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Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung hat der Mantel des
Sitzes ein etwa viereckiges Profil mit einer Grundfläche auf der Seite des Befestigungsteiles
und einer gegenüberliegenden Grundfläche entsprechend der ringförmigen Kontaktfläche.
Für eine Anbringung in dem axialen Durchlaß eines Drehschiebers hat die Kontaktfläche
des mit der ringförmigen Auflageflinche des Verschlußkörpers zusammenarbeiLenden
Sitzes eine Aufweitung, deren Öffnung in der Arbeitsstellung des Sitzes nach der
Seite des Verschlußkörpers gerichtet ist. Vorteilhafterweise beträgt die Aufweitung
etwa 200 bis 400.
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Wie später erläutert werden wird, ermöglichen diese Ausbildungen die
Schaffung eines wirtschaftlichen und dauerhaften Sitzes, und zwar für den besonderen
Fall eines Drehschiebers.
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Der Metallmantel mit hohlem Querschnitt des Sitzes enthält zweckmäßig
eine Rillung, die z. B. aus zusammengepreßten Asbestfasern besteht.
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Gemaß einer anderen Ausführungsform des Sitzes, welche sich ebenfalls
in dem axialen Durchlaß eines Drehschiebers anbringen läßt, hat der Befestigungsteil
des Mantels ein im wesentlichen rechteckigeR Profil, welches zwischen einem Widerlager
des Durchlasses und einem a.xialen rohrförmigen Ende eines Klemmringes in der Betriebsstellung
des Sitzes eingespannt werden kann. Der Abdeckteil des Mantels hat ein abgerundetes
Profil, das mit dem rechteckigen Profil des Befestigungsteiles in Verbindung steht.
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Zweckmäßig verläuft die Längenausdehnung des rechteckigen Profils
des Befestigungsteiles quer zur Achse des ringförmigen Sitzes. Außerdem ist zweckmäßig
ein Verstärkungsring von im wesentlichen rechteckigem Profil in dem Befestigungsteil
des Mantels untergebracht.
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Man erreicht so mit einem geringsten Raumbedarf die notwendige Steifigkeit
und eine gute Haltbarkeit und Standfestigkeit des Befestigungsteiles, woraus sich
dann eine genaue Einstellung des Abdeckteiles ergibt, dessen abgerundetes Profil
für die erstrebte relative Nachgiebigkeit günstig ist.
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Zweckmäßig hat der Abdeckteil des abgerundeten Profils einen zurückgebogenen
Rand, der sich auf einem Rand des Verstärkungsringes des Befestigungsteiles abstützen
kann.
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Der Abdeckteil kann eine schraubenförmige Bewehrung mit dicht aneinanderliegenden
Windungen enthalten.
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Wie nachfolgend näher erläutert werden wird, ermöglichen es diese
Merkmale und Elemente, in vorteilhafter Weise die Nachgiebigkeit des Abdeckteiles
des Mantels in der KontaKtzone desselben zu dosieren und zu lokalisieren.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des Sitzes gemäß der Erfindung,
insbesondere für einen Kugelhahn, hat der Mantel zwei ringförmige Abdeckteile, die
je eine ringförmige Kontaktfläche haben, von denen die eine auf dem beweglichen
Verschlußkörper des Kugelhahnes und die andere an einem in der Querrichtung verlaufenden
Flansch einer an den Hahn angeschlossenen Leitung in der Betriebsstellung des Sitzes
eine Anlage findet. Die beiden ringförmigen Abdeckteile sind koaxial und durch einen
gemeinsamen ringförmigen Befestigungsteil mit gleicher Achse miteinander verbunden.
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Zweckmäßig hat der gemeinsame Befestigungsteil ein Profil mit zwei
im wesentlichen rechteckigen Schenkeln, die je mit dem Profil eines der Abdeckteile
verbunden sind.
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Wenigstens einer derselben hat ein abgerundeten Profil und einen Rand,
der sich auf einem Rand eines profilierten Verstärkungsringes abstützen kann, welcher
im Innern des
Profils des Befestigungsteiles angeordnet ist.
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Diese Vorkehrungen ermöglichen die Verwirklichung eines wirtschaftlichen
und baulich vorteilhaften Sitzes, wie dies nachfolgend näher erläutert werden wird.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführun6sformen, die als nicht beschränkende
Beispiele der Erfindung in der Zeichnung dargestellt sind. In dieser zeigen: Fig.
1 einen Diametralschnitt durch einen Sitz gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine vergrößerte
Schnittdarstellung des oberen Teiles der Fig. 1, woraus sich das Profil des Sitzmantels
im einzelnen erkennen läßt, Fig. 3 einen Schnitt durch einen Drehschieber, in welchem
der Sitz nach Fig. 1 angeordnet ist, Fig. 4 einen Diametralschnitt durch eine zweite
Ausführungsform des Sitzes gemäß der Erfindung, Fig. 5 einen Schnitt entsprechend
Fig. 3 durch einen Sitz nach Fig. 4, der in einem Kugelhahn montiert ist, Fig. 6
Darstellungen entsprechend den Fig. 1, 2 und 3 bis 8 einer dritten Ausführungsform
des Sitzes bei seiner Anordnung in einem Drehschieber, Fig. 9 Darstellungen einer
vierten Ausführungsform des und 10 Sitzes gemäß der Erfindung und seiner Anordnung
in einem Kugelhahn,
Fig. 11 einen Schnitt durch eine abgeänderte
Ausführung des Sitzes gemäß Fig. 9, Fig, i zu 12 eine Schnittdarstellung einer anderen
Anwendungsmöglichkeit is Sitzes nach den Fig. 6 und 7 für die Abdichtung einer drehbaren
Stange, Fig. 13 einen Schnitt nach Linie XIII-XIII der Fig. 8 bei unvollständig
geschlossenem Drehschieber, Fig. 14 eine vergrößerte Teildarstellung der Ausführung
nach Fig. 13 bei geschlossenem Drehschieber, woraus sich die Zusammendrückung des
Abdichtungsteiles des Sitzes durch die Auflagefläche des Schiebers ergibt, Fig.
15 ein von Fig. 13 abgeleitetes Schema, welches den Verlauf der gemeinsamen Kontaktzone
des Sitzes und des Schiebers bei unvollständiger Schließung des letzteren erkennen
läßt und Fig. 16 eine Darstellung entsprechend Fig. 7 einer anderen Ausführungsform
des Sitzes gemäß der Erfindung.
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Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel des ringförmigen Sitzes
1, welches etwa für einen Drehschieber 2 bestimmt ist, den die Fig. 3 darstellt.
Der Drehschieber kann an Flansche 2 A von zwei nicht dargestellten Leitungsenden
angeschlossen werden. Im übrigen setzt sich der Drehschieber 2 aus einem Gehäuse
3 mit einem die Achse A-B aufweisenden Durchlaß 4 und einem beweglichen Verschlußkörper
5 zusammen, welcher auf einer Drehachse C-D befestigt ist. Diese Drehachse verläuft
rechtwinklig zu der Achse A-B des Gehäuses 3,und sie ist bezüglich der Mittelebene
des Verschlußkörpers 5 versetzt. Der Verschlußkörper 5 hat eine
rin»förmige
Auflagefläche 6, welche mit dem Sitz 1 zusammen arbeitet.
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Der Sitz 1 hat einem Metallmantel 7 mit einem Hohlprofil.
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Dieses Profil hat einen Befestigungsteil, der so gestaltet ist, daß
er in einer Ausnehmung 8 des Gehäuses 2 eingespannt und gehaltert werden kann. Das
Hohlprofil hat außerdem einen ringförmigen Abdeckteil mit einer ringförmigen Kontaktfläche
11, welche elastisch mit der ringförmigen Auflagefläche o des Velschlußkorpers 5
in der Arbeitsstellung des Sitzes 1 zusammenarbeitet (Fig. 3).
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Gemäß der Erfindung hat der Mantel 7 in der Nähe der ringförmigen
Kontaktfläche 11, aber außerhalb derselben, eine etwa ringförmige,mit dem Durchlaß
4 in der Arbeitsstellung des Sitzes 1 gleichachsige Unterbrechung, um die Elastizität
des mit der ringförmigen Auflagefläche 6 des Verschlußkörpers 5 zusammenarbeitenden
Mantels 7 in radialer Richtung bezüglich der Achse A-B des Gehäuses 3 zu verbessern.
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Aus den Fig. 1, 2 und 3 ergibt sich, daß die Unterbrechung des Metallmantels
7 beispielsweise aus zwei gegenüberliegenden Lippen des Mantels an einer in der
Querrichtung verlaufenden Auflagefläche 15 des Sitzes bestehen kann, so wie dies
nachstehend näher erläutert werden wird. Die Unterbrechung kann aber auch aus ein
ifberlappung an der erwähnten quer verlaufenden Auflage fläche bestehen, wobei den
so zusammengefügten Lippen die Möglichkeit einer Relativverschiebung in radialer
Richtung gelassen wird.
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Wie aus Fig. 1 ersichtlich, hat der Mantel 7 zweckmäßig ein viereckiges
Profil mit einer Grundfläche 12 auf der Seite des Befestigungsteiles, Dieser Grundfläche
liegt eine andere Grundfläche gegenüber, bei der es sich um die ringförmige Kontaktfläche
11 handelt. Diese riörmige Kontaktfläche 11 ist etwas kegelig, wobei ihre Achse
mit der Achse A 1, B 1 des ringförmigen Sitzes zusammenfällt. Somit zeigt die ringförmige
Kontaktfläche also eine Erweiterung 11 A (Fig. 2),
deren Öffnung
in der Betriebsstellung des Sitzes 1 nach dem Verschlußkörper 5 hingerichtet ist.
Zweckmäßig liegt die Erweiterung etwa zwischen 200 und 400 An ihrer Kante, die in
der Richtung des Verschlußkörpers 5 eingesetzt werden soll, kann die Grundfläche
12 des Befestigungsteiles des Sitzes 1 vuteilhafterweise eine Abschrägung 12 A (Fig.
2) autweisen, welche z. B. im wesentlichen konisch ist und mit der Achse A 1, B
1 des ringförmigen Sitzes 1 einen Winkel 12 B in der Größenordnunb von 15o bildet.
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Die abgeschrägte Kante 12 A erleichtert die Bildung des Mantels 7
des Sitzes 1 in seinem Befestiungrteil, und außerdem bewirkt die Abschrägung eine
bessere Nachgiebigkeit der Kontaktfläche 11.
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Der Befestigungsteil des Sitzes 1 (Fig. 1) ist beispielsweise so ausgebildet,
daß er in dem Durchlaß 4 zwischen einem Ansatz an der Ausnehmung 8 und einem Spannring
14 eingespannt werden kann. Der Spannring 14 ist auf der dem Verschlußkörper 5 abgewandten
Seite des Sitzes 1 angeordnet.
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Der Befestigungsteil hat gegenüber dem Spannring 14 eine in der Querrichtung
verlaufende Befestigungsfläche 15, die eine Erweiterung 15 A bildet, deren Öffnung
in der Arbeitsstellung des Sitzes 1 (Fig. 1 und 3) gegen die Seite des Spannringes
14 gerichtet ist. Vorteilhaft ist es, wenn die Erweiterung 15 A der Querfläche 15
unter einem Winkel von etwa 1500 bis 1700 verläuft (Fig. 1).
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Wie aus Fig. 1 ersichtlich, hat der Sitz 1 an seiner Befestigungsseite
15 zwei benachbarte Ränder, die nahezu aneinander stoßenand die der Fläche 11 eine
gewisse Nachgiebigkeit verleihen. Gemäß einer anderen Ausführungsform (Fig. 4) kann
der Sitz 1 an seiner Befestigungsseite 15 auch zwei aneinander stoßende Ränder haben,
die sich wenigstens durch eine Abkröpfung des mit der Kontaktfläche 11
verbundenen
Randes überdecken.
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Es ist zweckmäßig, den Mantel 7 beispielweise durch Ziehen herzustellen,wobei
man von rostfreiem Bandstahl ausgehen kann. Ferner kann der Mantel 7 eine Füllung
16 beispielsweise aus zusammengepreßten Asbestfasern enthalten. Man sichert auf
diese Weise ein ausgezeichnetes Verhalten des Sitzes 1 auch im Falle eines Brandes,
weil der Mantel 7 und die Füllung 16 ohne Zerstörung sehr hohen Temperaturen standhalten
können.
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Für einen Schieber 2 mit einem Durchlaß 4,beispielsweise von 150 mm
Durchmesser, kann der vorstehend beschriebene Sitz 1 in Richtung seiner Achse A
1, B 1 (Fig. 1) eine Starke z. B. von 7 mm haben, während seine Stärke in radialer
Richtung etwa 10 mm betragen kann. Der Mantel 7 aus rostfreiem Stahl hat z. B. eine
Stärke von nur 0,5 mm.
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Um eine gute Abdichtung der Kontaktfläche 11 und der damit zusammenarbeitenden
ringförmigen Auflagefläche 6 des Verschlußkörpers und schließlich eine große Weichheit
der Arbeitsweise des letzteren sicherzustellen, wird..die Kontaktfläche 11 des Sitzes
zweckmäßig einer Endbehandlung unterzogen. Diese Behandlung kann aus einem Polieren
der Kontaktfläche 11 aus rostfreiem Stahl bestehen, und damit kann beispielsweise
eine Polierbearbeitung der Auflagefläche 6 des Verschlußkörpers 5 aus Flußstahl
mit unterschiedlichem Feinheitsgrad verbunden sein.
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Die Kontaktfläche 11 des Sitzes 1 kann man auch verschiedenen anderen
Behandlungen unterwerfen. Beispielsreise kann man einen tiberzug aus Kunststoff,
insbesondere auf der Basis von kohlenstoffhaltigen Fluorharzen,in einigen Zehntelmillimetern
Stärke auftragen. Für sehr niedrige Temperaturen,
welche z. B.
-1800 C erreichen können, verwendet man zweckmäßig einen Überzug auf der Basis von
Polyäthylen großer Dichte oder auf der Basis eines Polymeren von Fluoräthylen-Propylen.
Für weniger starke Kältegrade in der Größenordnung von z. B. -400 C kann man auch
einen Überzug auf der Basis von Polytetrafluoräthylen oder von einem Polymer von
Trifluormonochloräthylen vorsehen.
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Unter den angegebenen Temperaturbedingungen zeigen diese Überzüge
vorteilhafte selbstschmierende Eigenschaften.
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Bei einem Sitz, der dagegen hohe Temperaturen bis etwa 3000 C aushalten
sollen, kann die Kontaktfläche 11 einen Metallauftrag erhalten, z. B. durch Hartverchromung
oder durch Aufspritzen einer feuerfesten Legierung, insbesondere auf der Basis von
Nickel mittels eines Gebläses. Man kann auch eine Nitrierhärtung der Kontaktfläche
11 vornehmen.
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Im Bedarfsfalle werden die genannten Hartüberzüge durch eine genaue
Bearbeitung vervollständigt, der sich eine Polierung anschließt, um der Fläche 11
eine genaue Form zu geben, beispielsweise mit einem kegligen oder leicht gewölbten,
konkaven oder konvexen Profil.
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Bemerkt sei, daß zusammen mit dem Überzug bzw. der Behandlung der
Kontaktfläche 11 des Sitzes oder unabhängig davon auch die ringförmige Auflagefläche
6 des Verschlußkörpers einen Überzug bzw. eine Endbehandlung gleicher Art erhalten
kann.
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Es sei nun die Anwendung und die Funktion des beschriebenen Sitzes
in Verbindung mit den Fig. 1 bis 3 erläutert.
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Der Sitz 1 wird in der Öffnungsstellung des Verschlußkörpers in die
Ausnehmung 8 des Durchlasses 4 des Schiebers eingesetzt, in dem die leicht glockige
Befestigungsfläche 15 gegenüber dem Verschlußkörper 5 seitlich des Spannringes 14
angeordnet wird. Das Einspannen der Befestigungeseite 15
des Sitzes
erfolgt beispielsweise durch nicht dargestellte Schrauben, welche in axialer Richtung
auf den Ring 14 einwirken. Der Ring 14 kann auch einem axialen Andrnck ausgesetzt
werden, z. B. mittels eines benachbarten Flansches, dem Flansch 2 A, auf welchem
das Gehäuse 3 des Schiebers durch nicht dargestellte Bolzen oder Klammern befestigt
ist.
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Der so durch seinen Befestigungsteil an der Seite seiner Grundfläche
12 (Fig. 1 und 2) eingespannte Sitz 1 befindet sich gegenilber der ringförmigen
Auflagefläche b des geschlossenen Verschlußkörpers 5 sicher festgelegt in der Ausnehmung
8. Natürlich müssen die genauen Profilabmessungen des Mantels 7 in seiner viereckigen
Gestalt überprüft werden, damit sie sich eng den Abmessungen der Ausnehmung 8, des
Spannringes 14 und der ringförmigen Anlagefläche 6 des Verschlußkörpers 5 anpassen.
Insbesondere ist der genaue Verlauf des Profils des Mantels 7 daraufhin zu überprüfen,
daß beispielsweise die Kontaktfläche 11 einige Millimeter in den Durchlaß 4 vorspringt.
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Für eine Serienfabrikation ist es zweckmäßig, den Verlauf und die
genauen Abmessungen der Sitze 2 verschiedener Größe in Abhangigkeit von den internen
genormten Abmessungen der Schieber 2 entsprechender Größen zu normen.
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Wird der Verschlußkörper 5 betätigt, um ihn in die Verschluß-Quersteilung
nach Fig. 3 zu bringen, so kommt die ringförmige Auflagefläche 6 des Verschlußkörpers
mit der Kontaktfläche 11 des Sitzes in Berührung, welche ein wenig radial in den
Durchlaß 4 vorsteht. Dieses Hineinragen der Kontaktfläche 11 in den Durchlaß 4 beträgt
beispielsweise 2 oder 3 mm und ist mit einer sehr geringen Toleranz vorherbestimmt,
um am Ende der Schließbewegung des Verschlußkörpers 5 ein gewisses Maß elastischer
Zurückdrückung der Kontaktfläche 11 des Sitzes zu gestatten.
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Die sehr geringen Bearbeitungstoleranzen der Ausnehmung 8 für den
Sitz 1 in dem Schieber und die ebenfalls sehr geringen Fabrikationstoleranzen des
Metallmantels 7 (Fig. 2) ermöglichen eine Ruhestellung der Kontaktfläche 11 des
Sitzes 1 in dem Schieber 2 mit hoher Genauigkeit,z. B.
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mit einer Toleranz von 0,? mm, zu sichern. Man kann also bei der Konstruktion
für die Kontaktfläche 11 eine sehr geringe Eindrücktiefe z. B. in der Größenordnung
von nur 1 mm vorsehen.
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Infolgedessen und dank der Nachgiebigkeit des Mantels 7 im Bereich
der Kontaktfläche 11 und in der Nähe derselben wird im Belauf der Verschließbewegung
des Verschlußkörpers an allen Stdllen der ringförmigen Kontaktfläche 11 ein übermäßiger
oder ein ungenügender Anlagedruck vermieden.
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Durch die Erfindung wird die Elastizität des Mantels 7 des ringförmigen
Sitzes 1 in radialer Richtung beträchtlich verbessert. Diese Verbesserung beruht
auf der kreisförmigen Unterbrechung in dem Mantel 7 in der Nähe seiner ringförmigen
Kontaktfläche 11, welche mit der ringförmigen Auflagefläche 6 des Verschlußkörpers
5 bezüglich der Achse A-B des Gehäuses 1 in radialer Richtung zusammenarbeitet (Fig.
1 bis 3). Man hat infigedessen die Möglichkeit, einen Mantel 7 vorzusehen, der verhältnismäßig
dick und kräftig ist und beispielsweise aus rostfreiem Stahl besteht. Ein solcher
Mantel wird nicht so. leicht beschädigt, und er hat eine längere Lebensdauer. Dabei
hat jedoch der aktive Teil des Mantels 7, welcher aus der ringförmigen Kontaktfläche
11 besteht, infolge der Erfindung so viel lokale Nachgiebigkeit und Elastizität,
wie für ein sanftes Arbeiten des Verschlußkörpers 5 erforderlich ist. Außerdem wird
auf diese Weise ein sehr. guter dichter Kontakt des ringförmigen Sitzes 1 mit dem
in der Schließstellung befindlichen Verschlußkörper 5 erzielt (Fig. 3).
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Eine gleichmäßige Verteilung der Andruckwerte über die Fläche 11 auf
deren ganzem Umfang wird außerdem durch die glockenförmige Gestaltung 11 A dieser
Fläche erzielt (Fig. 2). Diese glockenförmige Gestaltung der Fläche 11 wird durch
eine entsprechende Schräge des Verlaufes der Kontaktfläche 6 des Verschlußkörpers
ergänzt. Beispielsweise kann die Kontakt fläche 6 des Verhlußkö.rpers durch entsprechende
Bearbeitung und:durch Einschleifen ein Kugelflächenprofil erhalten, dessen Zentrum
im Schnittpunkt O der Achse A-B des Durchlasses 4 des Schiebers mit der Drehachse
OD des Verschlußkörpers liegt. Gibt man der Kontaktfläche 11 des Sitzes 1 eine geringere
Wölbung als der Kontaktfläche 6 oder sogar eine geringe entgegengesetzte Wölbung,
so wird dadurch das Gleiten der Flächen 5 und 11 aufeinander erleichtert. Außerdem
wird dadurch ein einwandfreier Kontakt auf dem ganzen Umfang des in seiner Schließstellung
befindlichen Verschlußkörpers 5 erzielt, woraus sich auch ein genaues Eindrücken
der Fläche 11 ergibt.
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Das geringste Schließdrehmoment, das mit der Betätigungsspindel auf
den Verschlußkörper zu übertragen ist, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den
Druckwerten an der Kontaktfläche 11 der Dichtung. Dieser Druck hängt insbesondere
von der Stärkung der Steifigkeit des Mantels 7 der Dichtung in dem Bereich der Fläche
11 und von dem Kompressionsgrad der Füllung 16 bei der Herstellung der Dichtung
ab. Außerdem ist die Größe der radialen Vorkragung der Fläche 11 in dn Durchlaß
4, eine etwaige Krümmung dieser Fläche und die Größe der elastischen Eindrückung
der Fläche 11 von beispielsweise 1 mm am Ende der Schließbewegung des Verschlußkörpers
5 zu berücksichtigen.
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Durch eine sorgfältige Oberflächenbearbeitung der Kontaktfläche 11
erhält man selbst bei einem ziemlich geringen
Druck an der Kontaktfläche
11 eine ausgezeichnete Dichtigkeit des geschlossenen Schiebers. Die zuverlässige
Befestigung des Sitzes 1 und die sich aus der Gestaltung des Mantels 7 ergebenden
sehr geringen Fabrikationstoleranzen sichern eine genaue und bleibende Stellung
der Kontaktfläche 11 gegenüber der Kontaktfläche 6 des Verschlußkörpers.
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Die Kontaktfläche 11 hat im übrigen gewisse Elastizitätseigenschaften,
welche der gewünschten Eindrücktiefe und dem gewünschten Andruck genau angepaßt
sind.
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Die Erfahrung hat außerdem ein unerwartetes Ergebnis offenbart, nämlich
daß der gemaß der Erfindung aufgebaute Sitz eine beträchtliche Standfestigkeit gegenüber
unsymmetrischen Reibungsbeanspruchungen aufweist, welche durch die Winkelverschiebung
des Verschlußkörpers bei seinen Schließ- und Öffnungsbewegungen verursacht werden.
Diese Beanspruchungen lassen Scherkräfte in dem Sitz entstehen, wie dies noch näher
erläutert werden wird. Es handelt sich hierbei um so komplexe Beanspruchungen, daß
das Betriebsverhalten eines Sitzes bestimmter Struktur nicht vorhergesagt werden
kann.
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Bei besonderen Betriebsbedingungen unter hohen oder sehr tiefen Temperaturen
verbessert die Feinbearbeitung oder der etwaige Überzug der Kontaktfläche 11 die
Wirksamkeit und die Lebensdauer des Sitzes 1 unter Ausschluß der Gefahr eines Fressens.
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Die Schräge der Kontaktfläche 6 des Verschlußkörpers bewirkt bei der
Auflage auf der Kontaktfläche 11 des Sitzes, daß in den beiden Bereichen der Fläche
6, welche der Drehachse AD des Verschlußkörpers benachbart sind, der gewünschte
Druck erzielt wird, welcher den Sitz eindrückt.
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Dank der Schräge der Fläche 6 verursacht nämlich die Drehung des Verschlußkörpers
5 am Ende seiner Schließbewegung
eine radiale Beanspruchung der
Kontaktfläche 11 auch in der Nähe der AchseC-D (Fig. 3). Die dizh die Erfindung
erzielte Genauigkeit der Stellung der Fläche 11 gibt die Möglichkeit, von diesem
mit der Schräge der Kontaktfläche 11 zusammenhängenden Vorteil vollen Gebrauch zu
machen.
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Der beschriebene Sitz hat mehrere wichtige Vorteile.
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So bietet der Sitz eine große Sicherheit gegenüber Brandgefahren,
da sein Metallmantel 7, der beispielsweise aus rostfreiem Stahl bestehen kann, ohne
Beschädigung hohe Temperaturen auszuhalten vermag. Das gleiche gilt für das Gehäuse
des Schiebers 2 sowie für die Füllung 16, welche beispielsweise aus Asbestfasern
bestehen kann.
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Wie schon erwähnt,ermöglicht die durch das Herstellungsverfahren fiir
den Mantel 7, z. B. durch Ziehen mittels genauer Werkzeuge, erzielte Fabrikationsgenauigkeit
des Sitzes 1 die Einhaltung einer genauen Stellung der ringförmigen Kontaktfläche
11. Dadurch erhält man eine geringe aber genau dosierte Eindrücktiefe der Kontaktfläche
11, wiche einem bestimmten regelmäßig auf den ganzen Umfang verteilten Andruck der
Kontaktfläche 6 des Verschlußkörpers entspricht, wobei dieser Anlagedruck seine
Größe während der ganzen Lebensdauer des Sitzes beibehält.
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Es wurde fernerhin schon erwähnt, daß die kreisförmige Unterbrechung
des Mantels 7, welche beispielsweise aus zwei gegenüberliegenden Lippen der Seitenfläche
15 (Fig. 1) oder aus einer Überlappung der beiden Lippen (Fig. 2) besteht, die radiale
Elastizität der ringförmigen Kontaktfläche 11 des Mantels, welche mit der radialen
Fläche 6 des Verschlußkörpers zusammenarbeitet, in Richtung auf die Achse A-3des
Sitzes 1 und des Gehäuses 2 erheblich verbessert. Die auf diese Weise ermöglichte
verhältnismäßig
große Stärke des Mantels 7 verbessert dessen Festigkeit
und dessen sonstige Eigenschaft. Außerdem kann man für den Mantel ein verhältnismäßig
steifes Material verwenden, wie z. B. rostfreien Stahl, und dadurch dem Mantel 7
eine größere Lebensdauer geben. Trotzdem hat dabei die ringförmige Kontaktfläche
11 eine ausgezeichnete radiale.Nachgiebigkeit und Elastizität, was einer sanften
Arbeitsweise des Verschlußkörpers 5 und der Dichtigkeit zwischen dem ringförmigen
Sitz 1 und dem in seiner Schließstellung befindlichen Verschlußkörper 5 zugute kommt.
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Dieses vorteilhafte und grundlegende Merkmal der Erfindung schaltet
jegliche Unsicherheit hinsichtlich des auf den Sitz 1 zur Auswirkung kommenden Auflagedruckes
aus. Im übrigen sichert die Endbehandlung bzw. ein etwaiger Überzug der Kontaktfläche
11 die Güte des Dichtungskontaktes und ein leichtes Gleiten der Auflagefläche 6
auf der Fläche 11.
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Man kann auf diese Weise einen genau dosierten Auflagedruck erzielen,und
zwar für eine lange Betriebszeit.
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Es kommt dies der Betriebssicherheit und der Lebensdauer des mit dem
Sitz 1 gemäß der Erfindung ausgerüsteten Schiebers o. dgl. 2 zugute. Außerdem wird
die zur Betätigung erforderliche Kraft dadurch beträchtlich vermindert.
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Die Erfindung ist nicht auf die beschriebene Ausführung beschränkt,
welche nur beispielsweise angegeben wurde und zahlreichen Abänderungen unterworfen
werden kann, ohne daß damit der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
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In den Fig. 4 und 5 ist eine zweite Ausführungsform des Sitzes 21
gemäß der Erfindung dargestellt. Dieser Sitz paßt zu einem Kugelhahn 22 mit einem
beispielsweise kugelförmigen Verschlußkörper 23. Wie bei dem Sitz 1 nach den
Fig.
1 bis 3 hat der Mantel des Sitzes 21 einen Befestigungsteil von beispielsweise rechteckigem
Profil, welcher in einer Ausnehmung 24 des Hahngehäuses 22 untergebracht werden
kann.
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Wie bei dem Mantel 12 nach Fig. 3 ist in dem Mantel des Sitzes 21
in der Nähe der ringförmigen Kontaktfläche 25, aber außerhalb derselben' ebenfalls
eine ringförmige Unterbrechung vorhanden. Diese in Fig. 4 gyeigte Unterbrechung
besteht beispielsweise aus einer Überlappung zweier benachbarter Lippen einer Seitenfläche
des Sitzes 21.
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Die ringförmige Kontaktfläche 25 des Mantels des Sitzes 21 hat ein
konkaves, beispielsweise kugelflächiges Profil, welches demjenigen des drehbaren
Verschlußkörpers 23 angepaßt ist. Die ringförmige Kontaktfläche 25 und die Kugel
können in verschiedener Weise behandelt, insbesondere gehärtet werden, um die Dichtigkeit
zu verbessern und eine leichte Verschiebung des Verschlußkörpers 23 zu gewährleisten,
wie dies bereits erläutert wurde.
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Den Fig. b bis 8 und 13, 14 ist eine dritte Ausführungsform des Sitzes
31 gemäß der Erfindung zu entnehmen, welche beispielsweise in einem Schieber 32
mit einem Verschlußkörper 33 entsprechend dem Schieber 2 der Fig. 3 Verwendung finden
kann. Der Befestigungsteil 34 des Mantels des Sitzes 31 hat ein im wesentlichen
rechteckiges Profil, und er kann zwischen einer Schulter 35 des Durchlasses des
Schiebers 32 und dem axialen rohrförmigen Ende eines Spannri nges 36 in der Arbeitsstellung
des Sitzes 31 eingespannt werden. Der Abdeckteil 37 des Sitzes 31 hat ein abgerundetes,
z. B. kreisförmiges Querschnittsprofil, welches mit dem rechteckigen. Profil des
Befestigungsteiles 34 verbunden ist.
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Zweckmäßig verläuft die Ausdehnung des rechteckigen Profils des Befestigungsteiles
34 quer zu der Achse A 1, B 1 des Sitzes 31. Man erreicht auf diese Weise eine ausgezeichnete
Einspannung des Befestigungsteiles 34 bei geringstem axialem Platzbedarf des Sitzes
in der für ihn bestimmten Ausnehmung an der Schulter 35.
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Zur Vergrößerung der Steifigkeit des Befestigungsteiles 34 ist ein
Metallring 38 (Fig. 7) von dem Mantel angepaßten rechteckigen Profil in den Befestigungsteil
34 eingesetzt.
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Der Abdeckteil 37 kann dann einen umgebogenen Rand 37 A haben, der
an einem Rand des Metallringes 38 anliegen kann.
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Dieser besteht beispielsweise aus Stahl, welcher den Verwendungsbedingungen
des Sitzes 31 angepaßt ist.
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Wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, besteht die ringförmige Unterbrechung
des mit seinem Zentrum auf der Achse A-B des Gehäuses des Schiebers 32 und des in
seiner Arbeitsstellung befindlichen Sitzes 31 liegenden Mantels 37 aus einem Spalt,
welcher der Ruhestellung zwischen dem zurückgebogenen Rand 37 A des Abdeckteiles
37 und dem Befestigungsteil 34 des Mantels und auch zwischen dem zurückgebogenen
Rand 37 A und dem Metallring 38 vorhanden ist.
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Es wurde bereits die Wichtigkeit einer solchen ringförmigen Unterbrechung
des Mantels 37 in der Nähe seiner Kontaktfläche mit dem Velschlußkdrper 33,aber
außerhalb der genannten Rontaiitfläche, betont, weil dadurch die Abdichtung des
Schiebers in der Verschlußstellung sowie die Leichtigkeit seiner Betätigung und
die Lebensdauer des Sitzes 31 verbessert werden.
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EJle Erfahrung hat rlie Bedeutung des im Ruhezustand vorhandenen Spielen
zwischen dem Abdeckungsteil 37 und dem im Profil etwa konischen Profilteil 36 A
gezeigt. Dieses Spiel
laßt eine elastische Verformung des Teiles
37 zu, begrenzt dieses jedoch auf den Teil, wo der Teil 37 zusammengedrückt wird,
wobei der freie Ansatz dieses Teiles 37 sich auf dem Metallring 38 abstützt, wodurch
eine Abdeckung des inneren Volumens des Sitzes gesichert ist.
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Bei der Ausführungsform nach den Fig. 6 und 7 kann der Sitz 31 eine
schraubenförmige Metallarmierung 39 mit dicht aneinanderliegends Windungen beispielsweise
aus Federstahl aufweisen.
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Dxse Bewehrung ist in dem ringförmigen Abdeckungsteil 37 mit rundem
Profil untergebracht. Dieses Profil kann durch eine Krdsformgebung erhalten werden.
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Das Vorhandensein der schraubenförmigen Bewehrung 39 in dem ringförmigen
Abdeckungsteil 37 bietet die Möglichkeit, dem Mantel des Sitzes 31 eine verhaltnismäßig
geringe Stärke von beispielsweise nur 0,5 mm bei einem Sitz von 10 mm zu geben.
Die geringe Stärke des Mantels begünstigt seine lokale Nachgiebigkeit, während die
innere schraubenförmige Bewehrung 39 die elastische Aufrechterhaltung des abgerundeten
Profils des Abdecktlngsteilen 37 mit der gewünschten allgemeinen Steifigkeit sichert.
Der Durchmesser des abgerundeten Profils des Abdeckungsteiles 37 und die AbmessunGen
der Windungen der Bewehrung 39 werden entsprechend abgestimmt.
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Die Fig. 13 bis 15 zeigen die Ausbildung des gegenseitigen Kontaktes
zwischen dem Abdeckungsteil 37 des Sitzes 31 und dem entsprechenden Rand des Verschlußkörpers
33,der um seine AchseC-D drehbar ist. In der unvollständigen Verschlußstellung des
Verschlußkörpers 33, der sich aus den Fig. 13 und 15 ergibt, erfolgt der gegenseitige
Kontakt auf zwei Flächen 37 X, welche zur Zeichenebene symmetrisch sind. Eine der
Flächen 37 B ist in ebener Projektion in der Fig. 15 zu sehen. Unter Berücksichtigung
der Eindrückung
"s" des Abdeckungsteiles 37 (Fig. 14) ergibt sich
eine Berührung 33/37 auf einem Band des Teiles 37, der in Fig. 15 strichpunktiert
dargestellt ist. Die schematische Projektion der Kontaktzone 57B zwischen dem Verschlußkörper
33 und dem Abdeckteil 37 ergibt demzufolge etwa ein mehr oder weniger längliches
Parallelogramm, welches durch den Schnitt des Randes des Verschlußkörpers 33 mit
dem erwähnten Eindrückungsrand des Abdeckungsteiles 37 des Sitzes 31 bestimmt ist.
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Wenn sich die Schließbewegung des Verschlußkörpers 33 im Sinne des
Teiles 33 F (Fig. 15) fortsetzt, so verschiebt bzw. erweitert sich die Kontaktfläche
37 B,und sie wird nach und nach zu der Achse A-B des ringförmigen Sitzes 31 symmetrisch,
wobei sie schließlich die ganze Hälfte der Kontaktfläche des ringförmigen Abdeckungsteiles
37 einnimmt. Am Schluß, nämlich in der vollständigen ShliEitellung des Verschlußkörpers
33 (Fig. 8), haben sich die untere und die obere Kontaktfläche vereinigt, und es
ergibt sich dann eine gleiche Verteilung der Einrückung E (Fig. 14 auf den ganzen
Umfang des Sitzes 31.
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Im Verlauf der fortschreitenden Verlagerung der gegenseitigen Kontaktzone
37 B, die eine lokale Biegung bewirkt, und durch die auf den Sitz 31 ausgeübten
unsymmetrischen Scherbeanspruchungen ist die Schräge der Gleitbewegung des Randes
des Verschlußkörpers 33 auf dem Abdeckungsteil 37 veränderlich (Fig. 13 und 15).
Bei einer mehr oder weniger ausgedehnten Kontaktfläche, wie der Fläche 37 B, wird
die Schräge der Gleitbewegung an jedem Punkt durch eine quer zu der AchseC-D verlaufende
Tangente an die auf der Achse C-D zentrierte Kontaktkugel bestimmt.
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Alls der schematischen Darstellung der Fig. 13 ist zu ersehen, daß
die Schräge der Gleitbewdgung auf der Kontaktfläche
33/37 somit
je nach den verschiedenen betrachteten Stellen des Teiles 37, wie z. B. 37 C, 1),
I , F, G, H, verschieden ist. Daraus ergeben sich für den Abdeckungsteil 37 den
Sitzes 31 sehr ungleich verteilte Arbeitsbedingungen. Der Abdeckungsteil 37 ist
jedoch dank seiner Elastizität und seiner genauen und stabilen Stellung, wofür der
Befestigungsteil 34 sorgt, in vorteilhafterlçeise daran angepaßt.
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Die genaue Stellung und das elastische Verhalten des Abdeckungsteiles
37 (Fig. 14) können in vorteilhafter Weise durch einaiprofilierten Teil 36 A des
Spannringes 36 verbessert werden, welcher dafür eingerichtet ist, den Abdeckungsteil
37 im Unterschied zu seiner Kontaktzone mit dem Verschlußkörper 33 festzuhalten.
Man zwingt so das abgerundete Profil des Abdeckungsteiles 37, sich bei der Eindrückung
"E" mit einer beträchtlichen elastischen Reaktion in der Querrichtung zu ovalisieren.
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Das in der Ruhestellung zwischen dem Rand des Abdeckungsteiles 37
des Sitzes 31 und den benachbarten Teilen, insbesondere dem Verstärkungsring 38,
vorhandene Spiel verbessert die Elastizität des Mantels des Sitzes 31.
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Die daraus sich ergebenden Vorteile der Erfindung hin-.
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sichtlich einer leichten Funktion des Schiebers 32 und seiner Dichtigkeit
auch bei langen Betrieben sowie hinsichtlich der Lebensdauer des Sitzes 31 sind
bereits in Verbindung mit den Fig. 1 bis 7 erläutert worden.
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Die Fig. 9 und 10 zeigen eine vierte Ausführungsform des Sitzes 41
gemäß der Erfindung, welche beispielsweise für einen Kugelhahn 42 mit einem drehbaren
Abschlußkörper entsprechend dem Hahn 22 der Fig. 5 bestimmt ist. Der Mantel des
Sitzes 41 hat zwei ringförmige koaxiale Abdeckteile 43, 44, z. B. von abgerundetem
Profil, die miteinander
durch einen gemeinsamen und gleichachsigen
ringförmigen Befestigungsteil 43 A verbunden sind. Ilie ringförmigen Abdeckteile
42, 43 können je eine innere schraubenförmige Bewehrung 39 enthalten, wie sie bereits
in Verbindung mit dem Sitz 31 der Fig. 7 beschrieben wurde.
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Der Sitz 41 kann gemäß Fig. 10 in einer ringförmigen Ausnehmung 45
des Hahnes 42 angeordnet sein. Der ringförmige Abdeckteil 43 liegt dann gegenüber
einem der in der Querrichtung verlaufenden Flanschen 46 einer bis an den Hahn 42
anschließenden Rohrleitung. Der ringförmige Abdeckteil 43 springt in der Ruhestellung
aus dem Gehäuse des Hahnes 42 vor und kann bei der Montage des Hahnes an dem Flansch
46 B. B. mit Hilfe von Bolzen 47 elastisch zusammengedrückt werden.
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Der andere ringförmige Abdeckteil 44, welcher in Fig. 10 in der Einbaustellung
des Sitzes 41gezeigt ist, liegt an dem beweglichen Abschlußkörper 42 A des Hahnes
an. Um die Abdichtung und die Leichtigkeit der Verschiebung des Abschlußkörpers
42 A auf der Abdeckfläche 44 zu verbessern, kann eine Endbearbeitung oder ein geeigneter
Überzug Ahwendung finden, wie dies in Verbindung mit dem Sitz 1 der Fig. 1 bis 3
bereits beschrieben wurde.
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Der Befestigungsteil 43 A des Mantels des Sitzes 41 hat, wie die Fig.
9 und 10 zeigen, ein Profil mit zwei im wesentlichen rechteckigen Schenkeln, von
denen jeder mit dem Profil eines der Abdeckungteile 43 bzw. 44 verburin ist.
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Der Befestigungsteil 43 A kann vorteilhafterweise einen Verstärkungsring
48 enthalten, dessen Profil demjenigen des Befestigungsteiles 43 A angepaßt und
der im Innern dieses Profils untergebracht ist. Jeder der'beiden Abdeckungsteile
43, 44 kann einen zurückgebogenen Rand haben, welcher
an einem
Rand des profilierten Verstärkungsringes anliegen kann, wie dies bei dem Sitz 31
nach Fig. 7 zu sehen ist.
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Bei einer abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 11 kann man in der
Ausnehmung 45 des Hahnes 42 auch einen anderen ringförmigen Sitz flir den Flansch
51 anordnen, welcher einen einzigen Abdeckungsteil 52 entsprechend dem Abdeckungsteil
43 den Sitzes 41 der Fig. 10 enthält. Ein Befentigungsteil 53, n. 3. von rechteckigem
Profil, ist mit dem Abdeckteil 52 verbunden. Die Längserstreckung des rechteckigen
Profils des Befestigungsteiles 53, welcher einen internen Ring 54 enthalten kann,
verläuft parallel zur Achse des ringförmigen Sitzes 51. Dieser kann in der Ausnehmung
45 des Hahnes 42 zusammen mit einem anderen Sitz, z. B. mit einem ringförmigen flachen
Sitz, nach Art des Sitzes 31 der Fig. 6 und 7 untergebracht sein.
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Der rechteckige Befentigungsteil 53 des Sitzes 51 kann dann in axialer
Richtung an den rechteckigen Befestigungsteil des flachen Sitzes entsprechend dem
Befestigungsteil 34 des Sitzes 31 anstoßen.
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Der flache, ringförmige Sitz 31 der Fig. 6 und 7 kann auch zur Sicherung
der Abdichtung einer umlaufenden Welle 61 (Fig. 12) ähnlich z. 3. der Betätigungsstange
des Schiebers 2 der Fig. 3 dienen. Die Welle 61 kann dann einen Kragen 62 von gewölbtem
Profil aufweisen, der gegebenenfaib eine Behandlung zur Erhöhung seiner Härte erfahren
hat. Auf diesem Kragen kann der ringförmige Abdeckteil 37 des Sitzes 31 elastisch
aufliegen. Zu diesem Zweck wird der Befestigungsteil 37 des Sitzes 31 in einer Ausnehmung
63 gehaltert, und zwar in einer genauen Einstellung gegenüber detn Kragen 62 etwa
mit Hilfe von Stützringen 64, welche dem Druck eines Einspannringes 65 unterliegen.
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In Fig. tb ist eine weitere Ausführungsform 71 des Sitzes gemäß der
Erfindung dargestellt, welche den, Sitz 31 der
Fig. ó bis 8, 13,
14 vergleichbar ist. Der Befestigungsteil 72 des Mantels enthält einen Verstärkungsring
73, welcher dem Ring 38 der Fig. 7 und 14 entspricht, Der Abdeckteil 74 hat ein
abgerundetes Profil, das beispielsweise kr*isförmig, in sich selbst vollständig
geschlossen und an der im wesentlichen zylindrischen Innenseite 73 A den Verstärkungsringes
73 seitlich abgestützt sein kann. Auf diese Weise wird die elastische Eindrückung
des Abdeckteiles 74 entsprechend der Eindrücktiefe " des Sitzes 31 der Fig. 14 infolge
der genauen Stellung des Befestigungstciles 72 und der Reaktion des zurückgebogenen
Bereiches des Abdeckteiles 74 bei der Anlage an dem Verstärkungsring 73 exakt lokalisiert
und festgelegt.
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Durch eine zusätzliche Abstützung des profilierten Teiles 36 A des
Einspannringes 36 gegenüber dem Verschlußkörper, wie sie Fig. 14 zeigt, wird die
Genauigkeit der Stellung und die elastische Reaktion des Abdeckteiles 74 inch verbessert.
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Es versteht sich, daß die verschiedenen Merkmale und Ausffihrungsformen
des Sitzes gemäß der Erfindung innrännigfaltiger Weise kombiniert werden können.
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So ist es beispielsweise möglich, bei dem Sitz 41 der Fig. 9 zwischen
den beiden zurückgebogenen Abdeckteilen 43, 44 einen profilierten Abstützteil entsprechend
einem abgeänderten Verstärkungsring 81, wie er strichpunktiert eingezeichnet ist,
anstelle des Ringes 48 anzuordnen. In diesem Falle kann das elastische Verhalten
jedes der Abdeckteile 43, 44 des Mantels dem Verhalten des Abdeckteiles 74 mit eingerolltem
Profil des Sitzes 71 der Fig. 16 entsprechen.
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Weiterhin kann bei dem Sitz 71 der Fig. 16 der Abdeckteil 74 mit geschlossenem
Profil eine innere schraubenförmige
Bewehrung 76 mit dicht aneinander
liegenden Windungen entsprechend der schraubenförmigen Bewehrung 39 des Sitzes 31
der Fig. 7 und 14 enthalten. Dabei kann es zweckmäßig sein, die innere Bewehrung
76 in einem Hilfsmantel 75 anzuordnen, der sich zwischen der Bewehrung 76 und dem
Abdeckteil 74 befindet. Bei abgerundetem Profil unter Anpassung an dasjenige des
Abdeckteiles 74 ist der Hilfsmantel 75 beispielsweise auf einer kreisförmigen Erzeugenden
geschlitzt, und zwar mit einem genügenden Spiel, um sein elastisches Gleiten in
der Profilrichtung gegenüber dem Abdeckteil 74 gemäß der elastischen Einqrückung
desselben zu ermöglichen.
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Der flache Sitz 31 der Fig. 7 und 12, welcher einen dichten Kontakt
auf dem Kragen 62 der Welle 61 herstellen soll, kann an einem nicht dargestellten
profilierten Ende mft einem axialen Einspannring versehen sein, welcher auf den
Abdeckteil 37 gegenüber dem Kragen 62 einwirkt. Diese nicht dargestellte Anordnung
wird im Gegensatz zu der Anordnung des profilierten Endes 36 A des Einspannringes
36 der Fig. 14 und 16 durchgeführt.
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Der Sitz 31 der Fig. 7 kann in seinem zurückgebogenen Abdeckteil 37
einen nicht dargestellten Hilfsmantel enthalten.
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Dieser Hilfsmantel, der sich zwischen der inneren schraubenförmigen
Bewehrung 39 und dem Abdeckteil 37 befindet, entspricht dem Hilfsmantel 75 des Sitzes
71 der Fig. 16.
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L e e r s e i t e