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DE272431C - - Google Patents

Info

Publication number
DE272431C
DE272431C DENDAT272431D DE272431DA DE272431C DE 272431 C DE272431 C DE 272431C DE NDAT272431 D DENDAT272431 D DE NDAT272431D DE 272431D A DE272431D A DE 272431DA DE 272431 C DE272431 C DE 272431C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
switch
counter
line
car
coil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT272431D
Other languages
English (en)
Publication of DE272431C publication Critical patent/DE272431C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L11/00Operation of points from the vehicle or by the passage of the vehicle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 272431 -KLASSE 201 GRUPPE
Straßenbahnwagen.
Zusatz zum Patent 267688.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. September 1913 ab. Längste Dauer: 12. Januar 1927.
In dem Patent 267688 ist eine Einrichtung beschrieben, durch die verhütet wird, daß ein nachfolgender Wagen den Kontakt zur Steuerung einer elektrischen Weichenstellvorrichtung schließt und dadurch die Weiche umstellt, bevor der erste Wagen die Weiche durchfahren hat. Dies geschieht dadurch, daß der auf die Weiche zu fahrende Wagen durch den Steuerstrom der Weichenstellvorrichtung oder einen besonderen Strom einen in der Steuerstromleitung liegenden Schalter öffnet und hinter der Weiche diesen Schalter wieder schließt.
Diese Einrichtung ist jedoch nur zu verwenden, wenn der nachfolgende Wagen vor dem isolierten Stück der Oberleitung stehenbleibt, von dem aus die Bewegung der Weichenstellvorrichtung eingeleitet wird, und zwar so lange, bis der vorangefahrene Wagen die Weiche durchfahren hat. Geschieht dies nicht, sondern fährt
z. B. der nachfolgende Wagen dicht hinter dem ersten in derselben Richtung, so wird durch den ersten die Weiche freigegeben, während der zweite Wagen noch in der Weiche steht, und es kann dann durch einen dritten nachfolgenden Wagen die Weiche unter dem zweiten verstellt werden.
Durch die Erfindung wird dies verhütet und es wird also ermöglicht, daß mehrere Wagen in derselben Richtung dicht hintereinander die Weiche durchfahren können, wobei der Strom-
kreis für die Stellvorrichtung erst vom letzten Wagen wieder geschlossen wird.
Dies geschieht durch einen Schalter, der mit Hilfe eines bei ähnlichen Einrichtungen bekannten Zählwerkes von dem ersten in die Weiche einfahrenden Wagen geöffnet wird. Das Zählwerk zählt jeden einfahrenden und ausfahrenden Wagen ab, indem es von jedem einfahrenden Wagen um einen bestimmten Betrag und von jedem ausfahrenden Wagen um denselben Betrag in entgegengesetzter Richtung verdreht wird; der Schalter und damit der Stellstromkreis bleiben dabei geöffnet, bis der letzte Wagen das Zählwerk wieder in die Anfangstellung bringt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es bedeutet 1 die Oberleitung der durchführenden Strecke, 2 die Abzweigung und 3 das in die Oberleitung eingefügte isolierte Stück zum Umstellen der Weiche, das über die Leitung 4, die Magnetspulen 5, 5 und die Leitung 6 mit der Oberleitung 1 in Verbindung steht. 7 ist der zum Anstellen der Weichenstellvorrichtung dienende Schalter, der einerseits über 5, 5, 6 mit der Oberleitung 1, andererseits über die Leitung 17 mit der Kontaktbrücke 16 des Zählwerks 15 verbünden ist. Das Zählwerk 15 besteht aus einer drehbaren Walze, die zwei Zahnkränze 27 und 28 und die auf ihr befestigte
Kontaktbrücke i6 trägt. In die Zahnkränze greifen die von Magnetspulen 19 und 20 bewegten Anker 29 und 30 so ein, daß bei Bewegung des einen Ankers die drehbare Walze 15 im entgegengesetzten Sinne gedreht wird als bei Bewegung des anderen, und zwar wird bei jeder Aufwärtsbewegung eines Ankers die Walze um den gleichen Betrag weitergedreht. Auf dem Kontaktstück 16 schleifen zwei Bürsten, von denen die eine mit der Leitung 17, die andere über die Leitung 18 mit der Verriegelungspule 8 und mit je einer Klemme der Steuerspulen 9 und 10 für die Weiche 11 in Verbindung steht. Die freien Klemmen der Steuerspulen sind mit den Kontakten 12 und 13 verbunden, die abwechselnd durch den Schalthebel 14 an Erde gelegt werden.
Die Magnetspule 19 ist über die Leitung 21 an den vor der Weiche neben der Oberleitung 1
ao liegenden Kontakt 22 angeschlossen und durch • die Leitung 39 über einen Widerstand 40 mit der Erde bei 41 verbunden; die Magnetspule 20 ist über die Leitung 23 an die Kontakte 24 und 25, die neben den Oberleitungen 1 und 2 hinter der Weiche liegen, angeschlossen und ebenfalls bei 41 geerdet.
Es sind ferner erfmdungsgemäß noch die Hilf spulen 31 und 32 angeordnet, zu dem Zwecke, die Anker 29 oder 30 in der oberen Stellung festzuhalten, wenn die Spulen 19 oder 20 z. B. durch Zurückfedern der Kontaktstange mehrmals erregt werden, und dadurch falsches Zählen am Zählwerk zu vermeiden.
Zu diesem Zwecke tragen die Anker 29 und 30 je einen Kontaktarm 42 und 43 und verbinden, wenn sie bei Erregung der Spulen 19 oder 20 nach oben gezogen werden, die Kontakte 44 mit 45 oder 44 mit 46. Es kann dann ein Strom von der Oberleitung 1 durch die Leitung 47 nach 44 und entweder über 42, 45 durch die mit 45 einerseits und mit der Leitung 39 andererseits verbundene Hilfspule 31 und den Widerstand 40 zur Erde bei 41 gehen, oder es kann der entsprechende Strom über 44, 43, 46, 32, 40 nach 41 laufen.
Um nun diesen Strom, der die Spulen 31 oder 32 dauernd erregt und die Anker in ihrer oberen Stellung hält, wieder unterbrechen zu können, sind die einander gegenüberliegenden Kontakte 33, 34 vor der Weiche, die Kontakte 35, 36 in der Abzweigung 2 und 37, 38 in der Oberleitung i hinter der Weiche angeordnet und mit je einem Ende der Spule 31 oder 32 verbunden. Wenn also der Stromabnehmer des Wagens je ein Paar dieser einander gegenüberliegenden Kontakte verbindet, wird die entsprechende Spule kurzgeschlossen; ist z. B. der Anker 29 angezogen und gelangt der Stromabnehmer des Wagens über 33, 34, so fließt der Strom von 1 über 47, 44, 42, 45, 34, über den Stromabnehmer nach 33, 39, 40 zur Erde bei 41.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Es fahre ein Wagen von links her mit eingeschaltetem Wagenmotor auf die Weiche zu. Sobald der Stromabnehmer das Kontaktstück 3 berührt, fließt ein Strom von der Oberleitung 1 über Leitung 6, die Spulen 5, Leitung 4 zum Kontakt 3 und über den Stromabnehmer und die Motoren zur Erde. Die Spulen 5 ziehen den Hebel 26 an und schließen den Schalter 7, so daß ein zweiter Strom von 1 über 6, 5, 7,17, 16, 18, zur Verriegelungspule 8, weiter zur Magnetspule 10 und über den. Kontakt 13 und Schalthebel 14 zur Erde fließt. Es wird der Schalthebel 14. durch den Anker der Spule 8 in seiner Stellung verriegelt und die Weiche 11 durch die Magnetspule 10 so umgestellt, daß die Abzweigung offen steht.
Verläßt der Stromabnehmer das isolierte Stück 3, so werden die Spulen 5 stromlos und der Stellstromkreis von 1, 6, 5, 7, 17, 16, 18, 8, 10, 13 zur Erde wird durch Abfallen des Ankers 26 unterbrochen.
Bei der Weiterfahrt berührt der Stromabnehmer den Kontakt 22, und es fließt ein Strom von der Oberleitung 1 über den Stromabnehmer, Kontakt 22, Leitung 21, Spule 19, Leitung 39, Widerstand 40 zur Erde. Die Spule 19 zieht den Anker 29 nach oben, dieser schaltet das Zählwerk 15 um einen Zahn bei 27 weiter und unterbricht dadurch den beschriebenen Stellstromkreis noch einmal an den Schleifbürsten der Kontaktbrücke 16. Gleichzeitig schließt der Anker 42 den Stromkreis 1, 47, 44, 42, 45, 31, 39, 40, 41, so daß auch die Spule 31 erregt wird, die dann den Anker in der oberen Stellung festhält. ■ \
Wenn beim Weiterfahren der Stromabnehmer den Kontakt 22 verläßt und die Kontakte 34 und 33 miteinander verbindet, so wird die Spule 19 stromlos und die Spule 31 kurzgeschlossen, wobei der Strom von der Oberleitung auf dem eingangs beschriebenen Wege zur Erde gelangt. Hierdurch fällt der Anker 29 in die gezeichnete Stellung zurück.
Folgen, bevor der erste Wagen die Weiche verläßt, ein oder mehrere Wagen in derselben Richtung nach, so wird zwar beim Bestreichen des Stückes 3 durch die Stromabnehmer der Kontakt 7 vorübergehend wieder geschlossen, der Stellstromkreis bleibt jedoch bei 16 unterbrochen und die Weiche also in Ruhe. Das Zählwerk 15 wird aber beim Berühren des Kontaktes 22 durch jeden nachfolgenden Wagen um je einen Zahn des Zahnkranzes 27 weiter verstellt.
Berührt nun der Stromabnehmer des ersten Wagens beim Befahren der Abzweigung den Kontakt 25, so fließt ein Strom von 2 über den Stromabnehmer, Kontakt 25, Leitung 23, Spule 20 und Widerstand 40 zur Erde. Die Spule 20
zieht den Anker 30 nach oben und schaltet die Hilfspule 32 ein, wie dies entsprechend für die Spule 19, Anker 29 und Hilfspule 31 beschrieben wurde. Das Ausschalten der Hilfspule geschieht durch die Kontakte 35, 36. Durch den Anker 30 wird das Zählwerk 15 um einen Zahn des Kranzes 28 zurückgedreht. Dasselbe geschieht jedesmal, wenn die Stromabnehmer der nachfolgenden Wagen die Kontakte 25, 35, 36 berühren.
to Hat also der letzte Wagen die Weiche verlassen, so steht das Zählwerk 15 wieder in seiner Anfangstellung. Der Stellstromkreis wird bei 16 wieder geschlossen, und der Ström kann, wenn jetzt ein anderer Wagen von links her einfährt und das Kontaktstück 3 berührt, nunmehr durch die Spülen 8 und 9 fließen und die Weiche umlegen.
Die punktierten Leitungen dienen zur Speisung von Signallampen.
Die Lampengruppe 48 ist an die Oberleitung 1 und über die Leitung 49, Kontaktbrücke 50 und Leitung 51 an die Erde angeschlossen. Die Lampen leuchten auf, wenn die Verbindung der Leitung 17 mit der Kontaktbrücke 16 unterbrochen und die Weiche besetzt ist; sie erlöschen, sobald der letzte Wagen, der die Weiche befährt, das Zählwerk verstellt und den Strom bei 50 unterbricht.
Die Lampengruppen 53 und 54 sind mit den Kontakten 55 und 56 einerseits und andererseits mit der Oberleitung 1 verbunden. Es leuchtet beispielsweise die Gruppe 54, solange der Kontakthebel 14 und die Weiche 11 in der gezeichneten Stellung stehen. Diese Lampengruppen zeigen demnach an, ob die Weiche auf Durchfahrt oder auf Abzweigung steht.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Einrichtung zur Verhütung des Umstellens einer Weiche unter einem fahrenden Straßenbahnwagen nach Patent 267688, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter mit Hilfe eines Zählwerkes durch den ersten auf die Weiche zu fahrenden Wagen geöffnet wird, und daß weitere, in derselben Richtung fahrende Wagen das Zählwerk verstellen, daß andererseits die über die Weiche hinausfahrenden Wagen das Zählwerk zurückstellen, so daß deren letzter mit Hilfe des Zählwerkes den Schalter wieder schließt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zählwerk (15) durch einen vom Wagen zu schließenden Schalter (22, 24, 25) mittels einer Magnetspule (19, 20) gesteuert wird, deren Anker (29, 30) in der angezogenen Stellung eine Festhaltespule (31, 32) einschaltet, die durch einen zweiten vom Wagen gesteuerten Schalter (33, 34, 35; 36, 37, 38) kurzgeschlossen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT272431D Active DE272431C (de)

Publications (1)

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DE272431C true DE272431C (de)

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