DE272284C - - Google Patents
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- DE272284C DE272284C DENDAT272284D DE272284DA DE272284C DE 272284 C DE272284 C DE 272284C DE NDAT272284 D DENDAT272284 D DE NDAT272284D DE 272284D A DE272284D A DE 272284DA DE 272284 C DE272284 C DE 272284C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B7/00—Mercerising, e.g. lustring by mercerising
- D06B7/08—Mercerising, e.g. lustring by mercerising of fabrics of indefinite length
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 272284 KLASSE Sa. GRUPPE
J.P. BEMBERG AKTIEN-GESELLSCHAFT in BARMEN-RITTERSHAUSEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5.JuIi 1912 ab.
Längste Dauer: 30. Januar 1927.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum
Entlaugen und Spülen insbesondere von mercerisierten Geweben mittels Dampfes unter Zu-
rückgewinnung der Lauge, gemäß Patent 271314. Bei diesem wird das Gewebe beim
Entlaugen mittels Dampfes abwechselnd über gekühlte Führungswalzen, welche im Dampfraum
liegen, und durch den Dampfraum geführt. Diese Anordnung ist im allgemeinen die bequemste, hat jedoch die Nachteile, daß
sich auch auf den Teilen der gekühlten Walzen, welche nicht vom Gewebe bedeckt sind, viel
Dampf niederschlägt, und daß andererseits die Walzen durch den Dampf erwärmt werden.
Diese Nachteile werden nach vorliegender
Erfindung dadurch vermieden, daß man die gekühlten Walzen außerhalb des Dampfraumes
anordnet und die Gewebe wiederholt aus dem Dampfraum hinausführt, kühlt und in den
Dampfraum zurückführt. Dies hat außerdem den Vorteil, daß die Dichtungsflächen, an
welchen das Gewebe vorbeiläuft; ebenso wie die Walzen gekühlt werden, und dadurch die
Kühlwirkung verstärkt wird. Endlich sind die Walzen infolge ihrer Anordnung außerhalb
des Dampfraumes zugänglicher, als wenn sie innerhalb des Dampfraumes lägen. Dies bietet
die Möglichkeit, mit den Kühlwalzen Quetschwalzen zusammen arbeiten zu lassen, welche
das Gewebe vor seinem Wiedereintritt in den Dampfraum von der anhaftenden Flüssigkeit
befreien. Es ist schwierig, solche Quetschwalzen im Dampfraum selbst anzuordnen,
weil jede Unregelmäßigkeit im Laufe des Gewebes oder im Gewebe selbst (Falten u. dgl.)
zu großen Störungen führen kann, weil der für solche Walzen vorwiegend verwendete
Bekleidungsstoff, Gummi, im Dampf sehr bald hart und brüchig wird. Es empfiehlt sich, bei Verwendung von Quetschwalzen die
Walzenpaare senkrecht übereinander anzuordnen, so daß die ausgequetschte Flüssigkeit von
einem Walzenpaar auf das andere herabläuft, also eine Spülwirkung ausübt.
Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung mit senkrecht übereinander
liegenden Walzenpaaren dargestellt.
Fig. ι ist ein Schnitt durch die Vorrichtung quer zur Achse der Walzenpaare, Fig. 2 ein
Querschnitt.eines Walzenpaares in vergrößertem Maßstabe.
Das Gewebe tritt in den Dampfraum A durch den unteren FlüssigkeitsVerschluß d ein,
läuft über Leitwalzen g zu den Kühlwalzen f1, unterliegt hier der Wirkung der Quetschwalzen
i und kehrt, nachdem es die Kühlwalzen verlassen hat, in den Dampf raum zurück. Schließlich verläßt es ihn über eine
Anzahl weiterer Leitwalzen und durch den
oberen Flüssigkeitsverschluß d. Die Stirnwand
des Dampfraumes, an welcher die Walzenpaare gelagert sind, ist, wie Fig. 2 erkennen
läßt, bei / geschlitzt. Zu beiden Seiten jedes Schlitzes stehen zwei muldenförmige Abdichtungsstücke
h, welche konzentrisch zur Oberfläche der Kühlwalze f, aber in einigem Abstand
von ihr, verlaufen. Wenn das Gewebe über die Kühlwalzen zieht, so muß es zwischen
den Mulden h und den Walzen f1 durchgehen.
Der Abstand zwischen den Mulden und der Walze ist so bemessen, daß das Gewebe etwas
zusammengepreßt wird und in dieser Weise eine Abdichtung für den Dampfraum bildet.
Derartige Verschluß vorrichtungen, bestehend aus einer mit Durchlaßschlitz versehenen Mulde
und einer in derselben drehbaren Abdichtwalze zum Aus- und Einführen von breitgeführtem
Gewebe aus oder in nach außen abgeschlossene Behandlungsbehälter, sind an
sich bekannt und bilden keinen Teil der Erfindung.
Ein Teil der Flüssigkeit wird dem Gewebe bei seinem Durchgang zwischen Walze Z"1 und
Mulden h bereits entzogen. Um jedoch die Flüssigkeit noch gründlicher zu entfernen,
empfiehlt es sich, noch eine besondere Quetschwalze i anzuordnen, welche zweckmäßigerweise,
wie Fig. 2 darstellt, in einem drehbaren Rahmen gelagert und durch ein verstellbares
Gewicht k belastet ist. Die untere Mulde h kann mit einem spitz zulaufenden Vorsprung
versehen werden, von welchem die dem Gewebe abgequetschte Flüssigkeit auf das nächst
untere Walzenpaar niedertropft.
Beim Umlauf um jede Walze wird das Gewebe gekühlt, und je nachdem Quetschwalzen
vorhanden sind oder nicht, in mehr oder weniger starkem Grade von seiner Feuchtigkeit
befreit, so daß es kalt und ohne anhaftende, das Niederschlagen des Dampfes störende
Flüssigkeit in den Dampfraum gelangt. Dort dringt der Dampf in das Gewebe ein, schlägt
sich auf und in ihm reichlich nieder und wäscht es gründlich aus. Die von dem oberen Walzenpaare
auf die tiefer gelegenen hinabrieselnde Flüssigkeit unterstützt das Auswaschen des
Gewebes und reichert sich auf ihrem Wege über die Walzen ständig mit Lauge an.
An Stelle übereinander angeordneter Walzen kann man auch nebeneinander oder unterhalb
des Dampfraumes liegende Walzen verwenden, doch kann in diesem Falle natürlich die abtropfende
Lauge nicht ohne weiteres von einem Walzenpaar auf das andere geleitet werden.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Entlaugen und Spülen insbesondere von mercerisierten Geweben
durch Dampf unter Zurückgewinnung der Lauge nach Patent 271314, dadurch
gekennzeichnet, daß die gekühlten Walzen (f1) außerhalb des Dampfraumes (A)
angeordnet sind, und der wiederholte Durchtritt des Gewebes durch die Wandungen (q)
des Dampfraumes durch in denselben vorgesehene, den Aus- und Eintritt des Gewebes
gestattende Dichtungen erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher das Gewebe zwischen in den Dampfraumwandungen
vorgesehenen muldenförmigen, mit Durchgangsschlitz (I) versehenen
Abdichtungsstücken (h) und von diesen teilweise umhüllten Abdichtwalzen (f1)
hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtwalzen (f1) als
Kühlwalzen ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit jeder Kühlwalze
(f1) eine Abquetschwalze (i) zusammenwirkt,
welche das Gewebe vor seinem Wiedereintritt in den Dampfraum (A) von der anhaftenden, durch Kondensation des
Dampfes entstandenen Flüssigkeit befreit.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE272285T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE272284C true DE272284C (de) |
Family
ID=6009478
Family Applications (3)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT271314D Active DE271314C (de) | |||
| DENDAT272284D Active DE272284C (de) | |||
| DENDAT272285D Active DE272285C (de) |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT271314D Active DE271314C (de) |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT272285D Active DE272285C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (3) | DE272285C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1284928B (de) * | 1961-03-23 | 1968-12-12 | Kobe Steel Ltd | Ein- bzw. Auslass fuer das Behandlungsgut an einer Behandlungskammer |
| EP0052302A1 (de) * | 1980-11-15 | 1982-05-26 | Kleinewefers, Jaeggli AG | Verfahren und Vorrichtung zum Mercerisieren von Geweben und Gewirken |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1284928B (de) * | 1961-03-23 | 1968-12-12 | Kobe Steel Ltd | Ein- bzw. Auslass fuer das Behandlungsgut an einer Behandlungskammer |
| EP0052302A1 (de) * | 1980-11-15 | 1982-05-26 | Kleinewefers, Jaeggli AG | Verfahren und Vorrichtung zum Mercerisieren von Geweben und Gewirken |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE271314C (de) | |
| DE272285C (de) |
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