DE2722270A1 - Mischung aus polyamid und modifiziertem polyaethylen - Google Patents
Mischung aus polyamid und modifiziertem polyaethylenInfo
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Description
Sie Erfindung betrifft Mischungen aus Polyamid und modifiziertem Polyäthylen mit verbesserter Schlagfestigkeit,
wobei die modifizierte Polyäthylen-Komponente der Mischungen
eine aktive -GO-0-CO-Gruppe enthält, die in das Äthylenpolymere durch Pfropf- oder Mischpolymerisation-Techniken eingeführt wurde, die wirksam äthylenisch ungesättigte Polycarbonsäureanhydride oder Polycarbonsäuren an oder in das Polymer gerüst binden.
In der Technik wurden zahlreiche Erfahrungen mit Mischungen
von Polyamiden mit modifizierten Polyolefinen gemacht, jedoch
wurde die nicht vorhersehbare ßtöchiometrie von Mischungen
aus Polyamid und modifiziertem Polyäthylen nicht erkannt,
die zu einer beträchtlichen Verbesserung der Izod-Kerbschlagfestigkeit und«der Gardner-Schlagfestigkeit führt.
In der JA-AS 30 943 (Senmura et al., veröffentlicht am
7. Oktober 1970) wird beschrieben, daß die Zugabe eines
mit einem inter- oder intramolekularen Säureanhydrid modifizierten Olef^polymerisationsprodukte^ z.B. eines Dispergiermittels in Form eines mit Maleinsäureanhydrid modifizierten Polyolefins, wie Polypropylen oder Polyäthylen, zu be-
HD-8516
stimmten Polyamid/Polyolefin-Zusammensetzungen den Diaperslonsgrad von Polyamid- und Polyoleflnmleohangen verbessert.
Diese JA-AS lehrt Im wesentlichen die Zugabe von einem Prozent (1 #) oder nominellen bzw. sehr geringen Mengen eines
modifizierten Polyäthylens, d.h. eines Dispergiermittels,
zu Polyamid- und Polyolefinen is chungen zur Verbesserung des
Dispers ionsgrades.
Obgleich diese JA-AS die Verbesserungsfähigkeit der Dispersionseigenschaften von völlig unmodlfizierten Polymermlschungen aus Polyamiden und Polyolefinen erkannte, d.h. von Mischungen mit weniger als 1 ^ an modifiziertem Polyolefin,
wurde in dieser JA-AS die Bedeutung der Stöohiometrie von
Mischungen aus Polyamiden und modifizierten Polyäthylenen
hinsichtlich der Schlagfestigkeit nicht erkannt.
Die Erfindung betrifft Polymermischungen aus Polyamid und
modifiziertem Polyäthylen mit unerwarteten und verbesserten
Schlagfestigkeitselgenschaften, wobei die modifizierte Polyäthylen-Komponente der Mischungen .. aktive -CO-O-CO-Gruppea
enthält, die in das Äthylenpolymere durch Pfropf- oder Mischpolymerisat ion s-Techniken einverleibt wurden, die wirksam
äthylenisch ungesättigte Polyoarbonsäureanhydrlde oder Polycarbonsäuren an oder In das Polymergerüst binden.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung betrifft Mischungen aus Polyamiden und modifizierten Polyäthylenen als «ach
aus kleineren Mengen anmodifizierter thermoplastischer Polymermaterial ien und gegebenenfalls üblichen Füllstoffen oder Zutaten, wie Weichmachern, Plastifizierungsmittel^ Stabilisatoren, oberflächenaktiven Mitteln, Pigmenten, Farbstoffen,
Verstärkungsmitteln, Flammhemmltteln, Verdünnungsmitteln
und deren Gemischen.
Der Ausdruck "Polyamid" umfaßt im vorliegenden Zusammenhang
Polymermaterialien, die üblicherweise als Nylon bezeichnet werden und die bekanntlich langkettige synthetische Polymer·
mit regelmäßig wiederkehrenden Amidgruppen als Bestandteil
der Hauptpolymerkette aufweisen; der Ausdruck umfaßt dement-
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sprechend Amid/Ester-Mischpolymere, Amld/Polyäther-Mischpolymere und/oder ihre Blockmischpolymeren.
Beispiele für Polyamide, die u.a. verwendet werden können, sind Polyamide, die durch Polymerisation eines difunktioneilen
Monomeren oder in äquivalenter Weise ihres cyclischen Lactame (wie epsilon-Aminocapronsäure oder Caprolactam) oder durch
Umsetzung eines Paars zueinander passender Monomerer hergestellt werden, beispielsweise eines Diamine und einer D!carbonsäure (z.B. Hexamethylendiamin und Adipinsäure).
Beispielsweise kann das Polylactam durch Polymerisation von
Lactammonomeren der Formel
hergestellt werden, wobei R1 eine Alkylengruppe mit 3 bis 12
oder mehr Kohlenstoffatomen ist, vorzugsweise mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen. Ein bevorzugtes Monomeres ist epsllon-Caprolactam mit 5 Kohlenstoffatomen in der Alkylengruppe.
Beispiele für Lactammonomere sind zusätzlich zum epsilon-Caprolactam Pyrrolidon, Piperidon, Valerolactam, CaprsELactam
und Lauryllactam. ferner gehören Mischpolymere aus zwei oder mehreren der vorstehend angeführten oder aus entsprechenden
Lactammonomeren d/izu. Zu geeigneten Polyaminen, die zur Polymerisation von Polyamiden brauchbar sind, gehören beispielsweise Propandiamin, Hexamethylendiamin und Octamethylendiamin.
Zu geeigneten Polycarbonsäuren gehören beispielsweise Adipinsäure, Pimelinsäure, Suberinsäure, Sebacinsäure und DodecandIoinsäure (dodecanedioic acid). Ferner gehören Mischpolymere
oder Polymermischungen aus Polyamiden aus zwei der vorstehend
angeführten Kategorien dazu.
Die erfindungsgemäß verwendeten Polyamide, vorzugsweise
Polyhexamethylenadlpinsäureamid (Nylon 66) oder Poly-6-aalnocaproinsäure (Nylon 6), können ein Molekulargewicht mit elnea
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noch mehr besitzen. Es kann Irgendein Polyamid unter der
Voraussetzung, daß das Polyamid ein Zahlenmittel des Molekulargewichts von mindestens 4000 besitzt, das nach Irgendeiner bekannten Methode einschiießlIch der Methoden der
Encyclopedia of Polymer Science and Technology, Bd. 10, Titelt
Polyamides, S.483-597, Intersoi· PaM, (I9*9),auf Aijfcfci·*
voll Bezug genommen wird, hergestellt worden ist ,bei der Ausführung der Erfindung verwendet werden.
Der Ausdruck "Polyäthylen" umfaßt im vorliegenden Zusammenhang Äthylenhomopolymere und Mischpolymere aus Äthylen und
Propylen, Butenen oder anderen ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen.
Die bevorzugten Mischpolymeren des Äthylens enthalten bis
zu 40 Gew.-^ eines höheren Olefins, wie Propylen, 1-Buten,
1-Heien, d.h. acyclische 1-Monoolefine mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen je Molekül, oder deren Mischungen. Ferner (wenn
auch nicht so sehr bevorzugt) enthalten die Mischpolymeren bis zu 5 $ derartige Di- oder Tr!olefine, wie sie in der Teohnik in Äthylen/Propylen-Terpolymeren verwendet werden, wie
Äthylidennorbornen, Methylennorbornen, 1,4-Hexadien and
Yinylnorbornen. Ferner umfaßt der Ausdruck "Polyäthylen"
Mischungen von Homo-, Misch- oder Terpolyäthylenen, wosu Mischungen aus zwei oder mehreren der vorstehend angeführten Polymeren gehören. Es kann irgendein Polyäthylen unter
der Voraussetzung, daß das Polyäthylen eine Dichte toq mindestens etwa 0,85 und -vorzugsweise 0,915 bis Ot97O oder «ehr
besitzt, das nach irgendeiner bekannten Methode einsohlleelich der Methoden der Encyclopedia of Polymer Solenoe «ad
Technology, Bd. 6, Titel: Ethylene Polymers, S. 275 - 454t Interscience Publishers (1969), auf die hier ausdrücklich
Bezug genommen wird, hergestellt worden ist, bei dtr Auftftih
rung der Erfindung verwendet werden. Es können Äthylenpolymere, die durch Niederdruck- oder Hoohdruckteohnlken hergestellt werden, die im allgemeinen bei der Herstellung toq
linearen oder hochdichten Polyäthylenen und verswelgteo oder
niederdichten Polyäthylenen angewendet werden und bekannt
sind, zur Durchführung der Erfindung angewendet werden.
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Der Auedruck "modifiziertes Polyäthylen" umfaßt Polyäthylene
mit w . aktiven -CO-O-CO-Gruppeiitdie in oder an das Äthylenpolymere
durch Pfropf- oder Mlschpolymerlsations-Technlken
gebunden eiai.
Die Modifizierung dee Polyäthylene kann dadurch durchgeführt
werden, daß man eine äthylenlech ungesättigte Polycarboneäure
oder Ihr Anhydrid, d.h. ein Modifizier mittel, alt ftthylenlseher
Ungeeättlgthelt auf das Polyäthylengerüet aufp: opft
oder In das Polyäthylengerüet βInpolymerleiert.
Gegenwärtig bevorzugte Modlflzlermlttel sind beiepieleweise
Derivate von ungesättigten cyclischen Polycarbonsäureanhydrlden,
äthylenisch ungesättigten Polycarbonsäuren, die Anhydride bei erhöhten Temperaturen bilden, als auch Ester von
Polycarbonsäuren. Beispiele für Polycarbonsäureanhydrlde,
Polycarbonsäuren und Polycarbonsäureester, die geeignete PoIyäthylenmodlflzlermlttel
sind, sind folgende: Maleinsäure, Itaoonsäure, Citraconsäure, Mesaconsäure, MaleineäureanhydrId9
Cltraconeäureanhydrld, Itaconeäureanhydrld, 4-Methylcyclohex-4-en-1,2-dlcarbonBäureanhydrid,
Blcyclo-/^.2.27-oot-5-·!!-
2,3-d icarbonsäureanhydrId, 1,2,3,4,5,8,9,10-Octahydronaphthalln-2',3-dlcarbonsäureanhydrid,
2-0xa-1 ,J-dlketosplro-Zif^Z-non—T-en,
Blcyclo-/^.2.i7-hept-5-en-2,3-dIcarbonsäureanhydrId, 4-(2-Cyclopentenyl)-benzol-1,2-dicarbonBäureanhydrld,
x-Methylblcyclo-/2.2.l7-hept-5-en-2,3-dicarbonsäureanhydrld
oder MaleoprimarInsäure /maleo-priuaric aoid7, Dlmethylmaleat,
Dlpropylmaleat, Dllspbutylmaleat, Dlcyclopentylmaleat, Dlhexylmaleat,
Dibenzylmaleat, p-Chlorphenylmethylmaleat und Phenyläthylmaleat.
Zu besonders bevorzugten Modifiziermitteln gehören Malelnsäureanhydridverblndungen der Formel
In der R ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder eine
Methylgruppe ist. Spezielle Beispiele sind Maleinsäureanhydrid,
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Monochlormaleinsäureanhydrid, Dichlormaleinsäureanhydrid,
Oitraconsäureanhydrid und Dimethylmaleinsäureanhydrid. Davon
wird Maleinsäureanhydrid gegenwärtig am meisten aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugt, z.B. wegen der leiohten Verfügbarkeit und der geringen Materialkosten.
Die mod if izierte.n Polyäthylenpolymeren können nach irgendeiner Methode hergestellt werden, die in der Polymerkette
aktive -CO-O-CO-Gruppen liefert. Derartige aktive Gruppen
werden leicht durch Arbeitsweisen eingeführt, die als "Pfropfpolymerisationstechniken" bekannt sind. Beispiele für derartige geeignete Techniken sind u.a. das Erhitzen von Polyäthylen auf eine Temperatur bei oder oberhalb des Schmelzpunktes
des Polyäthylens, vorzugsweise in Abwesenheit eines inerten Lösungsmittels, wobei man die Mischung in Gegenwart eines
Modifiziermittels einer ionisierenden Strahlung hoher Energie unterwirft, z.B. gamma-Strahlen, Röntgenstrahlen oder
stark besohleunigten Elektronen; man kann auch das Polyäthylen mit einem freie Radikale liefernden Material In Berührung bringen, beispielsweise einem Peroxid oder einem Hydroperoxid. Gegenwärtig wird modifiziertes Polyäthylen vorzugsweise dadurch hergestellt, daß man eine Mischung aus Polyäthylen und einem Modifiziermittel oberhalb des Schmelzpunktes
des Polyäthylens in Gegenwart eines freie Radikale liefernden Katalysators, z.B. eines Peroxids oder Hydroperoxide,
vorzugsweise unter Mischbedingungen mit hoher Scherwirkung erhitzt. Es kann irgendein bekanntes Peroxid mit der allgemeinen Formel R-O-OH oder ROOR, wobei R ein organischer Rest
ist, mit einer Halbwertszeit von mindestens 2 bis 60 see bei 200 0C verwendet werden. Beispiele für verwendbare Peroxide sind u.a. Dicumylperoxid, Di-t-butylhydroperoxld,
p-Menthanhydroperoxid und Cumolhydroperoxid. Im allgemeinen wird die Mischung in Abwesenheit eines Lösungsmittels auf
eine Temperatur oberhalb 100 0C und unterhalb 300 0C zur ausreichenden Erwärmung und zum Verhindern einer wesentlichen
Zersetzung des anfallenden modifizierten Polyäthylens erhitzt.
Die gegenwärtig bevorzugten Pfropfpolymerisationstemperatüren
sind Temperaturen beispielsweise im Bereich von etwa 145 ble
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260 0C, insbesondere von etwa 160 bis 210 0O.
Im allgemeinen ist die Reaktionsdauer, die zum Modifizieren
des Polyäthylensubstrats erforderlich 1st, relativ kurz und beträgt einige Sekunden bis etwa 20 min, obgleich längere
Erhitzungszeiten die Modifizierung des Polyäthylens nicht
wesentlich beeinflussen und erforderlichenfalls angewendet werden können.
Bei der Menge des Modifiziermittels, das bei der Herstellung
des modifizierten Polyäthylens angewendet wird, handelt es
sich um eine beliebige Menge, die zur Herstellung eines modifizierten Polyäthylens ausreicht, In dessen Polymergrundgerüst etwa 5 x 1O~^ bis etwa 1 χ 10 , vorzugsweise etwa
-."=5 —2 —1
1 χ 10 J bis etwa 5 χ 10 und insbesondere etwa 5 x 10 J
bis etwa 1,5 χ 10" Moläquivalente (molecular equivalents) der
/aktlven-CO-O-CO-Gruppen je 100 g Polyäthylen einverleibt worden
sind. Beispielsweise wird ein gegenwärtig bevorzugtes unmodifiziertea Polyäthylen, d.h. ein niederes Polyäthylen,
mit einem gegenwärtig bevorzugten Modifiziermittel, d.h.
Maleinsäureanhydrid, in einer Menge von etwa 0,1 bis 1,25
(rew.-c/o auf Basis des Gewichts des Polyäthylens unter Reaktionsbedingungen
in Berührung gebracht, die für einen chemischen Einbau des Maleinsäureanhydrids in das Polyäthylengrundgerüst
durch Pfropfmischpolymerisationstechniken geeignet sind.
Es kann irgendeine Menge des modifizierten Polyäthylens
unter der Voraussetzung verwendet werden, daß das Polyäthylen mindestens eine minimale effektive Menge an -CO-O-CO-Einheiten
gemäß der folgenden Definition enthält, wobei die Menge ausreicht, um
(1) die Garduer-Schlagfestigkeit (gemessen In ln-lbs = 2,54 cm
χ 0,45 kg) der Mischungen aus Polyamid und modifiziertem Poly
äthylen um mindestens 50 "/>, vorzugsweise 100 $>t insbesondere
200 °/o und besonders bevorzugt 300 %, gegenüber der Gardner-Schlagfestigkeit
von Mischungen aus Polyamid und unmodiflzlertem
Polyäthylen mit vergleichbaren Mengen an Polyamid/PoIy-
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äthylen-Bestandteilen zu erhöhen, oder wobei
(2) die Menge vorzugsweise ausreicht, um die Izod-Kerbschlagfestigkeit (d.h. die Schlagfestigkeit gemäß der Izod-Kerbschlagfestigkeit gemäß ASTM D-256, Methode A (gemessen in
ft-lbs/in Kerbe = 0,3 m χ 0,45 kg/2,54 cm Kerbe)) der Mischungen aus Polyamid/mod if iz iert em Polyäthylen um mindestens 50 5t,
vorzugsweise 500 $ und insbesondere 1000 #, gegenüber der
Izod-Kerbschlagfestigkeit von Mischungen aus Polyamid und
unmodifiziertem Polyäthylen mit vergleichbaren Mengen an
Polyamid/Polyäthylen-Bestandteilen zu verbessern.
Die Erhöhung der Schlagfestigkeit der Mischungen aus Polyamid
und modifiziertem Polyäthylen gemäß der Erfindung wird mit
den Moläquivalenten der aktiven -rCO-O-CO-Gruppen des modifizierten Polyäthylens in bezug auf den -NHg-Gruppengehalt des
Polyamids unter der Voraussetzung in Beziehung gebracht, daß das Verhältnis von Polyamid zu modifiziertem Polyäthylen Im
Bereich von etwa 90:10 bis etwa 40:60, vorzugsweise 85:15
bis 50:50 und insbesondere 80:20 bis 60:40 liegt.
Im allgemeinen liegt das Molverhältnis -CO-O-CO-Z-NB^,
für optimale Gardner-Schlagfestigkeits- und Izod
keitswerte erforderlich ist, im Bereich von 0,02 bis 3,0, vorzugsweise im Bereich von 0,05 bis 2,5 und insbesondere
im Bereich von 0,10 bis 1,5.
Auf Basis des vorstehend angegebenen Verhältnisses -CO-O-CO-/
-NH2 als auch der relativen Menge des Polyamide in bezug auf
das modifizierte Polyäthylen (wie vorstehend angegeben) kann der Fachmann Mischungen aus Polyamid und modIfIziertem Polyäthylen mit beträchtlich verbesserten Schlagfestigkeltselgenschaften herstellen, indem er das optimale, bevorzugte oder
besonders bevoräugte Verhältnis der -CO-O-CO-Gruppe zur AmIngruppe bei der Durchführung der Erfindung anwendet.
Die Mischungen aus Polyamid und modifiziertem Polyäthylen
können auf eine beliebige bekannte Weise hergestellt werden, wobei man vorzugsweise bei einer Temperatur oberhalb des
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Schmelzpunktes des Polyamids, im allgemeinen bei einer Temperatur
im Bereich von etwa 220 bis etwa 400 0C arbeitet. Vorzugsweise
wird das Mischen in Abwesenheit eines Lösungsmittels und durch mechanisches Verarbeiten durchgeführt. Dementsprechend können Mischungen z.B. in Extrudern, Banbury-Mischern
oder Walzenmühlen hergestellt werden, ein gegenwärtig bevorzugter Mischer weist einen Zwillingsschneckenextruder
auf, wie z.B. eine 28mm-Zwillingsschnecke (Werner & P^leiderfr,
Typ ZDS-K28), der an das mechanische Bearbeiten und Kc-poundieren
von thermoplastischen Materialien bei erhöhten Temperaturen
angepaßt ist und Vakuum-oder Entlüftungsöffnungen aufweist,
wodurch unumgesetzte und mitgerissene Stoffe leicht ais den zu mischenden Materialien entfernt werden können. Im
allgemeinen kann als Mischzeit irgendeine Zeit gewählt werden, in der eine homogene Dispersion gebildet wird, z.B.
Zeiten von 1 see bis zu 10 h oder noch mehr.
Die Erfindung betrifft also Polymermiechungen aus Polyamid un4
modifizierten Äthylenpolymeren mit verbesserten Schlagfestigkeitseigenschaften. Das modifizierte Polyäthylen als eine
Komponente der Mischungen enthält aktive -CO-O-CO-Gruppen,
die.in das ithylenpolymere durch Pfropf- oder Mischpolymerisat
ions-Techniken einverleibt worden sind, die wirksam äthylenisch ungesättigte Polycarbonsäureanhydrlde oder -säuren
an oder in das Polymergerüst binden. Die Polymermischungen
können zu Filmen, Flachmaterial, Fasern, Laminaten oder anderen Formgegenständen einschließlich verstärkten Gegenstände
durch übliche Formgebungstechniken gepreßt oder geformt
werden.
Bei allen Beispiel'en basieren die angegebenen mechanischen
Werte auf den im folgenden angegebenen Standards; alle Teile sind auf Gewichtsbasis ausgedrückt, sofern nichts anderes
angegeben ist. Nachstehend wird die Erfindung durch Beispiele näher erläutert. Für die Beispiele wurden die folgenden Teats
angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
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At
211121^
Dehnungswert (psi = 0,07 kg/cm ) ASTM D633 Zerreißdehnung (<;') ASTH D639
Biegefestigkeit (psi = 0,07 kg/cm2) ASTM D790
Biegemodul (psi = 0,07 kg/cm2) ASTM D79O
Izod-Schlagfestigkeit (ft-lbs/in = ASTM D256A
0,3 m χ 0,45 kg/2,54 cm)
gekerbt
un, gekerbt
Gardner-;;ohl'j(;festiükelt (in-lbs = 2,54 cm χ 0,45 kg) unter
Verwendung eines variablen Gardner-Hochleistungsschlagfestigkeitstestgerät3
(vgl. ASTM D2794-69 hinsichtlich der Beschreibung der Vorrichtung). Testarbeitsweise: 3 2x25 4x25 4mm
Die spritzgego3sene Testplatte (1/8 χ 2,5 x 2,5)in bzw./
wird auf die Auflagefläche gelegt, wobei die Prüfspitze die Oberfläche berührt. Das Gewicht wird bis zu einer vorgegebenen
Höhe angehoben und freigegeben. Die Testplatte wird entfernt und der getroffene Bereich auf Risse untersucht. Wenn keine
Risse beobachtet werden, wird der Vorgang bei größerer Höhe wiederholt, bis Risse in der Testplatte auftreten. Danach
werden weitere Teotplatten bei Höhen getestet, die etwas geringer
als die Hohe sind, bei der zuerst Risse in der ersten Testplatte beobachtet wurden, um eine Durchschnittsschlagfestigkeit
zu ermitteln.
Anmerkung (Testproben-Vorbehandlung): Alle Testproben wurden
30 min lang in siedendem Wasser vorbehandelt und danach 3 Tage lang bei 23 0C (73 0P) und einer relativen Feuchtigkeit von
50 ia vor dem Testen gealtert.
Beispiele 1 bis 3. Herstellung von Mischungen aus Nylon 66/
Polyäthylen geringer Dichte.
Es wurde eine Mischung aus 2450 g Nylon 66 und 1050 g Polyäthy len geringer Dichte bei 271 0C und 200 U/min mit einer Rate
von 113 g/min mit einem 28 mm-Doppelschneckenextruder (ZDS-K28
von Werner & Pfleiderer) extrudert. Unter Anwendung der glei
chen Arbeitsweise wurde eine Mischung aus 2450 g Nylon 66 und
1050 g .\)ly-(äthylen-g-maleinsäureanhydrid) extrudiert. Das
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Extrudat jeder Mischung wurde zu Pellets zerkleinert, getrock-
Zylinder o n
net und au Testproben spritzgegossen (J 282 C = 540 F,
Form 54 0G = 130 0P). Ferner wurde ungemischtes Nylon 66
spritzgegossen. Die Testergebnisse sind in Tabelle I zusammengestellt. (Poly-(äthylen-g-maleineäureanhydrid) - Polyäthylen
■it aufgepfropften Maleinsäureanhydrid)
Nylon 66 (Gew.-'/o) ^ 70 70 100
Polyäthylen geringer Dichte (Gew.-^) 'b' 30 30 0
Maleinsäureanhydrid auf Polyäthylen.
gepfropft (Gew.-^) 0 1,25
Gardner-Schlagfestigkeit (2,54 cm χ 0,45 kg = in-lb)
23 0C (73 0F)
-1S°C (0 0F)
-1S°C (0 0F)
Izod-Kerbschlagfestigkeit (0,3 m χ 0,45 kg/
2,54 cm = ft-lbs/in)
Dehnungswert ^c' (0.07 kg/cm = psi)
Dehnung Leim Bruch 'c' (0,07 kg/cm = psi)
| 16 | >320 | > 320 | ,4 |
| 3 | 210 | 7 | |
| 1 | ,0 19 | ,4 1 | |
| 3550 | 3250 | 5150 | |
| 2850 | 4200 | 4300 | ,74 |
| 90 | 140 | 160 | |
| 1 | ,77 1 | ,35 2 | |
ZerreiOdehnung (
Biegemodul (0,07 x 10~5 kg/cm2 = 10"5pei)
(a) Nylon 66 = DuPont Zytel 101
(b) Polyäthylen geringer Dichte = Exxon XP80-8
(c) Probe gemäß ASTM D1322 Typ L; Stärke 3,2 mm (0,125
in); Querspritzkopfgeschwindigkeit 0,13 cm/min (0,05 in/min); Abstand der Einspanner 2,54 cm
= 1,0 in.
Beispiele 4 bi3 30. Herstellung von Mischungen aus Nylon 66
und Polyäthylen geringer Dichte.
Unter Anwendung der Arbeitsweise von Beispiel 1 wurde ein*
Reihe von Mischungen mit 10 bis 60 Gew.-$ Polyäthylen hergestellt,
dna 0 bis 1,25 Gew.-% aufgepfropftes Maleinsäureanhydrid
enthielt. Das Extrudat jeder Mischung wurde zu Pellets /'^ylii'ncierrt' L'6''1"00^116* und zu Testproben spritzgegossen
(A :>'J2 °t: = 540 ütf, Form 63 0C = 145 0F). Ferner wurden
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-Ar
ungemischtes Nylon 66 und ungemischtes Polyäthylen geringer
Dichte, das Null und 1,25 Gew.-^ aufgepfropftes Maleinsäureanhydrid enthielt, spritzgegossen. Sie Testergebnlaae sind
in Tabelle 2 zusammengestellt.
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ITylon 66 (Gew.-$) (a)
Polyäthylen (Gew.-$) (b)
"sl^insäureanhydrid auf
Polyäthylen gepfropft (Gew.-To)
O
Verhältnis -C-O-C- / -NH2 (c)
Gardner-Schlagfestigkeit (2,54 cm χ 0,45 feg = in-lb,
230C m 730p
"indestverbesserung (fo) gegenüber Kontrollwerten (CV.)
Tzod-Kerbschlagfestigkeit (0,3 m χ 0,45 kg/2,54 cm
= ft-lb/in)
Mindestverbesserung (#) gegenüber Kontrollwerten (C.7.)
Dehnungswert (Tensile Yield; psi = 0,07 kg/cm )
Dehnung beim Bruch (Tensile Break; psi « 0,07 kg/cm )
Zerreißdehnung ($>)
Biegemodul (psi χ 10"^ = 0,07 x 10"^ kg/cm )
__4 5_ 6 7 8 9 10
100 90 90 90 90 80 80 0 10 10 10 10 20 20
O 0,1 0;5 1;25
0^020 ^10 ^25 0^045
>320 230 320 >32O >320 135 >320
1,1 1,3
1,9 2,2
- CV. 40 >40 >40 CV. >140 ^
- CV. 90 50 70 CV. 40
9200 7800 7800 7900 7800 6500 6600
7500 7200 6900 6800 7200 6300 6300
210 75 65 70 75 70 85
1,84 1,56 1,60 1,51 1,51 1,35 1,20 IsJ
K) ts) N)
O
O
pH
O
νθ
νθ
O O
<t VO
O O
<t VO
O
νθ
νθ
O O
in m
ο ο
in m
ο ο
ο ο
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| 006 | m | 470 | 2600 | 2400 | ο en |
0.47 |
| 2800 | oo r». |
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| δ | cn | O cn |
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| 00 in |
380 | 3200 | 3000 | O CM |
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709848/1037
(a) Nylon 66 = DuPont Zytel 101
(b) Polyäthylen geringer Dichte = Cities Service EH497
(c) Annahme: (1) Hn von Nylon 66 = 18 000; die Hälfte der
Polyamidendgruppen sind -NHp-Gruppen.
Beispiele 31 und 32. Herstellung von Mischungen aus Nylon 66
und hochdichtem Polyäthylen.
Unter Anwendung der Arbeitsweise des Beispiels 1 wurden Mischungen
aus Nylon 66 mit 30 Gew.-# hochdichtem Polyäthylen hergestellt, das Null bzw. 1,25 Gew.-^ aufgepfropftes Maleinsäureanhydrid
enthielt. Das Extrudat jeder Mischung wurde zu Pellets zerkleinert, getrocknet und zu Testproben spritzgegossen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle III zusammengestellt.
Tabelle III (a)
Beispiele 31 32_
Nylon 66 (Gew.-^) (b) 70 70
Polyäthylen hoher Dichte (G6W.-#) (b) 30 30
Maleinsäureanhydrid auf Polyäthylen
gepfropft (Gew.-$) 0 1,25
Gardner-Schlagfestigkeit (2,54 cm χ 0,45 kg
= in-lb) 12 320
Izod-Kerbschlagfestigkeit (0,3 m χ 0,45 kg/
2,54 cm = ft-lbs/in)
Dehnungswert (c) (0,07 kg/cm = jlsi) Dehnung beim Bruch (c) (0,07 kg/cm = psi)
Zerreißdehnung (}*) (c)
Biegemodul (0,07 x 10~5 kg/cm2 = 10~^ pei)
(a) Nylon 66 = DuPont Zytel 161
(b) Polyäthylen hoher Dichte = Chemplex 6060
(c) Probe gemäß ASTM D1822 Typ I; Stärke 3,2 mm (0,125 in);
Querspritzkopfgeschwindigkeit 0,13 cm/Win(0,05 in/min);
Abstand der Einspanner 2,54 cm = 1,0 in.
| 0 | ,3 | 4, | 9 |
| 8000 | 7100 | ||
| 6700 | 8500 | ||
| 50 | 145 | ||
| 2 | ,69 | 2, | 26 |
709848/1037
und Polyäthylen geringer und hoher
Dichte.
Unter Anwendung der Arbeitsweise von Beispiel 1 wurden Mischungen von Nylon 6 ( foster Grant Fosta Nylon 525) mit 30 Gew.-56
Polyäthylen geringer Dichte (Citlee Service EH497) bzw. hochdichtem Polyäthylen (Chemplex 6060) hergestellt, da« Null
bzw. 1,25 Gew.-^o aufgepfropftes Maleinsäureanhydrid enthielt.
Das Extrudat jeder Mischung wurde zu Pellets zerkleinert, getrocknet und spritzgegossen. Beim Formen der Mischung mit
einem Gehalt an unmodifiziertem Polyäthylen traten Schwierigkeiten auf, da eine Auftrennung in derartigem AuemaS eintrat,
daß die Formgegenstände mechanisch kaum zusammenhielten, so daß sie mechanisch nicht getestet wurden. Keine Schwierigkeiten traten beim Formen der Mischungen auf, die die mit
Maleinsäureanhydrid modifizierten Polyäthylene enthielten;
ausgewählte mechanische Eigenschaften der Mischungen sind In
Tabelle IV zusammengestellt.
Beispiele . 33 34
Nylon 6 (Gew.-^) (a)
Polyäthylen geringer Dichte (Gew.-^) (b)
Polyäthylen hoher Dichte (Gew.-#) (c)
Maleinsäureanhydrid auf Polyäthylen gepfropft (Gew.-?S)
Gardner-Schlagfestigkeit (2,54 cm χ 0,45 kg » in-lb)
Isod-Kerbschlagfestigkelt (0,3 m χ 0,45 kg/
2,54 cm » ft-lbs/ln)
Dehnungswert (d) (0,07 kg/om » pel)
Dehnung beim Bruch (d) (0,07 kg/om ■ pel)
Zerreißdehnung (#)
Biegemodul (0,07 x 10~5 kg/cm2 - 10Γ5
| 70 | 70 | ,25 |
| 30 | ,0 | |
| 0 | 30 | ,5 |
| 1f | 25 1 | |
| 320 | 320 | |
| 4, | 3 1 | |
| 6250 | 7600 | ,53 |
| 9200 | 8500 | |
| 240 | 165 | |
| 2, | 17 2 | |
(a) Nylon 6 = Foster Grant Foeta Nylon 525
(b) Polyäthylen geringer Dichte ■ 01tle· Service EH497
(c) Polyäthylen hoher Dichte * Chemplex 6060
(d) Probe gemäß ASTM D1822 Typ 2; Stärk· 3,2 mm (0,125 In);
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Unter Anwendung der Arbeitsweise von Beispiel 1 wurden Mischungen des Beispiele 16 hergestellt, die 10 bzw. 30 Gew.-^
Glasfaser bzw. Siliciumdioxid enthielten. Das Extrudat jeder
Mischung wurde zu Pellets zerkleinert, getrocknet ui1 spritzgegossen. Die Ergebnisse sind in Tabelle V zusammengestellt.
Beispiele 35 36 37 33 39
x 0,45 kg = in-lbs) >320 175 25 195 175
x 0,45 kg/2,54 cm= ft-lbs/in) 20,3 4,6 2,7 2,8 1,5
x 0Λ5 kg/2,54 cm - ft-lbe/in) NB NB 17 NB 49
β 10-5 psi) 0,93 1,26 3,06 1,45 2,15
(a) Glasfaser = OC 219A
(b) Siliciumdioxid = Minusil (5 jub)
Beispiel 40. Herstellung von Poly-(äthylen-g-maleinsäureanhydrid)
Es wurde eine Mischung aus 1000 g hochdichtem Polyäthylen
(Chemplex 6060), 12,50 g Maleinsäureanhydrid und 0,75 g
Dicunylperoxid in einem Glasgefäß auf einer Walzenmühle
oa. 15 min lang bewegt und danach mit einem 28 mm-Doppelflohneokenextruder extrudiert (ZDS-K2*8 Werner & Pfleiderer).
Die Schneckengeschwindigkeit betrug 200 U/min, die Zufuhrrate 2,7 kg (6 lb)/h und die Temperaturen (Zonen-Fixwerte)
betrugen: (1) 130 0C; (2) HO 0C; (3) HO 0C; (4) 1900C;
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(5) 190 0C; (6; Preßwerkzeug) 135 0C. Das Extrudat wurde
zu Pellets zerkleinert. Eine IR-Analyse des Extrudats zeigte
Carbonylbanden bei 1855 und 1780 cm . Eine Sauerstoffanalyse
des Extrudats ergab 0,52 # Sauerstoff, was 1,03 Gew.-% aufgepfropftem
Maleinsäureanhydrid entspricht. In ähnlicher Weise wurde Poly-(äthylen-g-maleinsäureanhydrid) der Beispiele
2, 6 bis 8, 10 bis 12, H bis 16, 18 bis 20, 22 bis 24, 26 bis 23, 30, 32 bis 33 und 35 bis 39 zubereitet, wobei
die angegebenen Polyäthylene geringer und hoher Jnchte mit Maleinsäureanhydrid-Pfropfwerten von 0,1 bis 5t0 Gew.-^ verwendet
wurden.
Wie sich aus den Vierten der Beispiele ergibt, besitzen die Mischungen aus Polyamid und modifiziertem Polyäthylen
gemäS der Erfindung eine beträchtlich verbesserte Schlagfestigkeit,
wenn man sie mit der Schlagfestigkeit von Vergleichsproben aus Polyamid und unmodifiziertem Polyäthylen vergleicht.
Die Verwendung von anderen Polyamiden oder anderen modifizierten
Polyäthylenen, d.h. modifiziertem Polyäthylen mit anderen
Modifiziermitteln als Maleinsäureanhydrid und/oder Polyäthylen
als Pfropfpolymeres oder Mischpolymeres, anstelle der
Polyamide bzw. modifizierten Polyäthylene der Beispiele liefert entsprechende Verbesserungen der Schlagfestigkeit
der Mischungen aus Polyamid und modifiziertem Polyäthylen.
Die Mischungen aus Polyamid und modifiziertem Polyäthylen liefern thermoplastische Zusammensetzungen, die zu den verschiedenartigsten
Gegenständen gepreßt oder geformt werden können, die auf dem Gebiet der Kraftfahrzeug-, Anlagen- .
und Luftfahrttechnik und auch zu Dekoratlons- und Schutzzwecken
als auch beispielsweise als Behälter und Behälterauskleidungen brauchbar sind, wobei sie beispielsweise in
Waschmaschinen, Müllpressen und Geschirrspülmaschinen oder zu anderen Zwecken verwendet werden können, oder die zu
allen sonstigen möglichen thermoplastischen Gegenständen gepreßt oder geformt werden können, bei denen die verbesserten
Schlagfestigkeitseigenschaften der Mischungen Vorteile bieten.
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Claims (7)
1. Mischung aus Polyamid und modifiziertem Polyäthylen,
dadurch gekennzeichnet, daß das modifizierte Polyäthylen
— A aktive -CO-O-CO-Qruppen in einer Menge von etwa 5 ι 10
bis etwa 1 χ 10 Moläquivalenten je 100 g Polyäthylen ent hält, daß die Mischung eine um mindestens 50 i» verbesserte
Gardner-Schlagfestigkeit besitzt und daß das Gewichtsverhältnis
von Polyamid zu modifiziertem Polyäthylen im Bereich
von etwa 90:10 bis etwa 4-0:60 liegt.
2. Mischung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
um mindestens 50 % verbesserte Izod-Kerbschlagfestigkeit.
3. Mischung nach Anspruch 1 oder 2» gekennzeichnet durch
Polyamid und modifiziertes Polyäthylen als wesentliche.
Polymerbestandteile.
4. Mischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da durch gekennzeichnet, daß das modifizierte Polyäthylen etwa
1 χ 10~5 bis etwa 5 x 10"2 Moläquivali
Gruppen je 100 g Polyäthylen enthält.
1 χ 10~5 bis etwa 5 x 10"2 Moläquivalente aktive -CO-O-CO-
5. Mischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Gewichtsverhältnis von Polyamid
zu modifiziertem Polyäthylen im Bereich von etwa 85:15 bis
etwa 50:50.
709848/1037
ORIGINAL INSPECTED
6. Mischung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch ein Gewichtsverhältnis von Polyamid zu modifiziertem Polyäthy
len im Bereich von etwa 80:20 bis etwa 60:40.
7. Mischung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Maleinsäure, Itaconsäure, Citracon
säure, Mesaconsäure, Maleinsäureanhydrid, Citraconsäureanhydrid,
Itaconsäureanhydrid, 4-Methylcyclohex-4-en-1,2-dicarbonsäureanhydrid,
Bicyclo-/2.2.2/-oct-5-en-2,3-d!carbon·
säureanhydrid, 1 ^^^^,SjiJiiO-Octahydronaphthalin^^-
d icarbonaäureanhydrid, 2-0xa-1,3-d iketospiro-/4,4/-non-7-en, Bicyclo-/2.2.1/-hept-5-en-2,3-dioarbon8äureanhydrid, 4-(2-Cyclopentenjl)-benzol-1,2-dicarbonsäureanhydrid, i-Methylbicyclo-/2.2.1/-hept-5-en-2,3-dicarbonsäureanhydrid oder
Maleoprimarinsäure, Dimethylmaleat, Dipropylmaleat, Diisobutylmaleat,
Dicyclopentylmaleat, Dihexylmaleat, Dibenzylmaleat,
p-Chlorphenylmethylmaleat oder Phenyläthylmaleat
als Polyäthylenmodifiziermittel.
709848/1037
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US68792576A | 1976-05-19 | 1976-05-19 |
Publications (1)
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|---|---|
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