DE2720669A1 - Einstellbare verduennungsvorrichtung - Google Patents
Einstellbare verduennungsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine einstellbare Verdünnunqsvorrichtung, mit der bestimmte Volumina einer Probenflüssigkeit und bestimmte
Volumina einer Verdünnungsflüssigkeit miteinander gemischt werden
können und mindestens eines der Volumina veränderbar ist.
Die Verdünnunqsvorrichtung gemäß der Erfindung gestattet es, ein
bestimmtes Volumen einer Probenflüssiqkeit und ein bestimmtes
Volumen einer Verdünnunqsflüssigkeit schnell und sehr genau in
einen Mischbehälter zu bringen und nach Herstellung der gewünschten
Verdünnung das Gemisch schnell und sicher in ein anderes Gefäß zu überführen.
Die Verdünnungsvorrichtung gemäß der Erfindung umfaßt
a) ein länglich geformtes Gehäuse, das mit einem unten angeordneten,
rohrförmigen Ansatz dicht verbunden ist,
b) einen Mechanismus zum Einstellen des gewünschten Volumens der
Probenflüssigkeit bzw. der Verdünnungsflüssigkeit,
c) eine Volumenanzeigeeinrichtung, die mit dem Einstellungsmechanismus
gekuppelt ist,
d) eine Tauchkolbeneinheit, die abgedichtet im Gehäuse hin und her bewegbar ist.
Die Tauchkolbeneinheit umfaßt :
a) einen ersten Kolben, der einen zentralen, zylindrischen, nach unten offenen Hohlraum aufweist und abgedichtet im Inneren des
verjüngten , rohrförmigen Ansatzes verschiebbar ist,
b) einen zweiten zylindrischen Kolben von kreisförmigem Querschnitt,
der in dem zylindrischen Hohlraum des ersten Kolbens mit Zwischenlagerung einer Friktionsverbindung zwischen dem
zentralen zylindrischen Hohlraum und dem ersten Kolben verschiebbar ist,
c) eine Steuerhülse des ersten Kolbens, die mit dem ersten Kolben
fest verbunden ist und an ihrer Außenfläche eine ringförmige Schulter aufweist, die mit einem Begrenzungsanschlag für die
Aufwärtsbewegung des ersten Kolbens zusammenarbeitet,
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wobei dieser Begrenzungsanschlag elastisch nach oben gedrängt wird und bezüglich seiner Vertikalstellung im Gehäuse durch
den Einstellunqsmechanismus regulierbar ist,
d) eine Steuerstanqe des zweiten Kolbens, die mit diesem fest ver·
bunden ist und innerhalb der Steuerhülse des ersten Kolbens verschiebbar ist,
e) einen am oberen Ende der Steuerstange des zweiten Kolbens angeordneten
Druckknopf, dessen Unterteil eine Anschlagfläche bildet, die mit dem oberen Ende der Steuerhülse des ersten
Kolbens zusammenarbeitet.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist am freien Ende des
untenliegenden, rohrförmigen Ansatzes eine abnehmbare, konische Tülle unter Reibung aufgesetzt. Diese dient dazu, jegliche Verunreinigung
der Verdünnunqsvorrichtung zu vermeiden. Durch Zwischen
schaltung der Tülle kommt die eigentliche Verdünnungsvorrichtung nicht in direkte Berührung mit den Flüssigkeiten in den Entnahmegefäßen.
Mit Vorteil ist die Verdünnungsvorrichtung mit einer Auswerfvorrichtung
für die Tülle ausgerüstet. Diese kann durch einen Handknopf in Nähe des Bedienungsdruckknopfes betätigt werden.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung und ihrer sonstigen Merkmale
wird das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel beschrieben.
Figur 1 zeigt die Verdünnungsvorrichtung gemäß der Erfindung im Längsschnitt,
Figur 2 zeigt in vergrößertem Maßstab das Teil der Verdünnungsvorrichtung, das die Entnahmekolben für die Probe und das
Verdünnungsmittel enthält,
die Figuren 3 A, 3 B und 3 C zeigen die Relativstellungen der
Kolben und ihrer Steuerungsorgane während verschiedener Stadien des Mischungsvorgangs.
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Die in Figur 1 dargestellte, auf verschiedene Mischungsvolumina
einstellbare Verdünnungsvorrichtunq 10 umfaßt ein längliches Gehäuse 12, an das sich nach unten ein verjüngter, rohrförmiger Ansatz
14 anschließt. Gehäuse 12 und Ansatz 14 sind dicht miteinander verbunden. Zum Erreichen der Dichtheit ist der rohrförmige Ansatz 14
mittels einer Überwurfmutter 16 an das untere Ende des Gehäuses 12
angeschraubt. Der rohrförmige Ansatz 14 hat einen oberen, erweiterten
Abschnitt 18, der eine Abflußkammer enthält. Ein Ringbund 20 wird von der Ringfläche 22 der Überwurfmutter 16 fest gegen das
untere Ende des Gehäuses 12 gepreßt. Zwischen dem hinteren Ende des rohrförmigen Ansatzes 14 und einer Schulter 26 im rohrförmigen
Ende des Gehäuses 12 ist ein Zentrierring 24 fest eingeschlossen.
Im Inneren des Gehäuses 12 und des rohrförmigen Ansatzes 14 ist eine Tauchkolbeneinheit beweglich angeordnet. Die Tauchkolbeneinieit
umfaßt einen ersten Kolben 28 und einen zweiten Kolben 30 von
reisförmig zylindrischem Querschnitt. Der erste Kolben 28 hat einen zentralen zylindrischen Hohlraum 32, der an seiner unteren
lache mündet. Der erste Kolben 28 ist so eingebaut,daß er abgedichtet
im Innenraum des rohrförmigen Ansatzes 14 gleiten kann.Zur
Abdichtung kann z.B.zwischen der Außenfläche des ersten Kolbens 28
jnd der Innenfläche des erweiterten Abschnitts 18 des rohrförmigen
Ansatzes 14 eine Dichtungseinlage 34 wie aus den Zeichnungen ersichtlich
angeordnet sein, die nach unten in Richtung der Ringschulter 36 elastisch belastet ist. Zwischen der unteren Fläche dsi
)ichtungseinlage 34 und der Ringschulter 36 ist eine Dichtung aus 'olytetrafluoräthylen 40 und eine torische Dichtung 42 vorgesehen.
)er zweite kreisförmig zylindrische Kolben 30 ist in dem zentralen
zylindrischen Hohlraum 32 des ersten Kolbens 28 verschiebbar. Zwischen
der Außenfläche des zweiten Kolbens 30 und der Innenfläche jes ersten Kolbens 28 ist in Nähe des unteren Endes des letzteren
jine Friktionsverbindung vorgesehen. Diese Friktionsverbindung kanr
/orteilhafterweise bestehen aus einem Dichtungsring 44 aus Polytetrafluorethylen,
der durch beliebige Mittel mit dem ersten Kolben IB verbunden ist. Diese Friktionsverbindunq wirkt als Bremse und
jestattet die Festlegung des zweiten
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Kalbens 3d in einer im Verhältnis zum ersten Kolben 2fr gewählten Stellung.
Der erste Kolben 2ü ist mit einer Steuerhülse 46 fest verbunden.
Hierzu kann man 2. t). den ersten Kolben 28 auf die Steuerhülse 46
aufpressen oder aufschrumpfen.
Fine Steuerstanqe 48 ist verschiebbar im Inneren der Steuerhülse
46 des ersten Kolbens 28 anqeordnet. Diese Steuerstanqe 48 ist mit dem oberen Ende des zweiten Kolbens 30 starr verbunden. Am
oberen Ende der Steuerstanqe 48 befindet sich ein Druckknopf 50. An dessen unterem Ende befindet sich eine Anschlaqflache 52 , die
mit dem oberen Rand 54 der Steuerhülse 46 des ersten Kolbens 28 zusammenarbeitet,
Aun den verschiedenen 7eirhnunnen ist ersichtlich, daß die starre
Einheit, bestehend aus dem ersten KoJben 28 und seiner Steuerhülse
46 ständig elastisch nach oben qedränqt wird. Hierzu hat die Struorhülse 46 an ihrer Außenfläche eine Schulter, die mit
einemdie aufwärtsbnwequnq des ersten Kolbens 28 beqrenzenden Anschlaq
zusammenarbeitet. Dieser üegrenzunqsanschlaq wird elastisch
nach oben gedrängt,und seine vertikale Stellunq im Verhälntis zum
Gehäuse wird außerdem durch einen weiter unten beschriebenen Einstell
unqsmechani smus requliert. Bei dem darqestel1 ten Ausführunqsbeispiel
besteht die an der Außenfläche der Steuerhülse 46 vorgesehene Schulter aus einem inneren zylindrischen Anschlag 56, der
auf die Steuerhülse 46 aufqepreßt oder mit sonstiqen Mitteln unbeweqlich
befestigt ist. Dieser Anschlaq 56 wird also ständig nach oben gedrängt, so daß er in enge Berührung mit der unteren Fläche
des Beqrenzunqsanschlaqs für die Bewequnq des ersten Kolbens
kommt. Dieser in seiner Vertikalstellunq veränderliche Anschlaq
ist in den Zeichnungen als unteres Ende einer Hülse 58 dargestellt die mit der hohlen Cewindestanqe 64 fest verbunden ist. Die Hülse
58 ist auf der Stouerhülse 46 verschiebbar und befindet sich im
Inneren der hohlen Gewindostanqe 64. Die Hülse 58 dient, wienioch
qenauer beschrieben wird, zur Steuerunq der Anzeigevorrichtung
für das Volumen. Das untere Ende der Hülse 58 überragt leicht das
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untere Ende der Gewindestange 64 und ist das am weitesten vorragende
Teil der Volumeneinstellungsvorrichtung. Die untere Fläche der Hülse 58 kommt in ständige Berührunq mit der oberen Fläche
des inneren Anschlags 56 und dient also als Begrenzungsanschlag für die Aufwärtsbewequnq des ersten Kolbens 28.
Das Gehäuse 12 hat im Inneren eine untere zylindrische Kammer 6Π
und einen oberen erweiterten Hohlraum 62, der sich an die Kammer 60 anschließt. In dem Hohlraum 62 befindet sich eine Vorrichtung
zur Anzeige des Volumens, verbunden mit einem Mechanismus zum Einstellen des Volumens A Der Einstellmechanismus dient zur Variierung
des Volumens der Probe oder des Verdünnungsmittels. Die
mit dem Einstellmechanismus verbundene Anzeigevorrichtung gestattet
das zahlenmäßige Ablesen der eingestellten Volumina.
Der auf die vertikale Stellung der Hülse 58 im Verhältnis zum Gehäuse
12 einwirkende Einstellmechanismus umfaßt eine hohle Gewindestanqe
64 mit äußerem Gewinde, die mit einem Zwischenstück 66
mit Innengewinde zusammenarbeitet. Dieses Zwischenstück 66 ist weder drehbar noch verschiebbar im Gehäuse 12 befestigt, z.B. in
Höhe der Verbindungsstelle zwischen der Kammer 60 und dem oberen
Hohlraum 62. Die Gewindestange 64 ist fest verbunden mit der Hülse 5Ö, deren unteres Ende den Anschlag für die Aufwärtsbewegum
des ersten Kolbens 20 darstellt. Auf der Gewindestange 64 befindet
sich die Einstellmutter 68,mit der die Gewindestange 64 in
Drehung versetzt werden kann. Das Gehäuse 12 hat entsprechende Öffnungen, um die Einstellmutter 6Ü von außen betätiqen zu können,
Der Einstellmechanismus umfaßt ferner Blockiermittel für die Gewindestange
64 , mit denen man letztere in der gewählten Stellung
festhalten k.inn, Hei der dargestellten Ausführunqsform bestehen
diese B lock i erm ι t te 1 aus einem liremsring 70 , der zwischen die
Innenfläche des Gehäuses 12 und eine Hohlkehle 72 an der Außenfläche
der f ι η;; te L lm-j 11 er Mt eingelegt ist. Der liremsring 7f) besteht
vorteilhafterweine aus einen geschmeidigen, elastisch defor
mierbarer) Material, ilas liegen Abreißen und Abrieb widerstands-
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fähig ist. Geeignet sind z.U. die Polyfluorcarbone, Polychloropren
und vorzugsweise die Polyurethane. ..-.··.
Unterhalb des Abschnitts 18 des verjüngten rohrförmigen Ansatzes
14 befindet sich ein Teil 74 von etwas geringerem Durchmesser, dessen Innenraum eine zylindrische Kammer 76 darstellt, in der
der erste Kolben 28 abqedichtet verschiebbar ist. Um eine Verunreinigung der Probenflüssigkeit oder des Verdünnungsmittels durch
Rückstände der vorher behandelten Flüssigkeiten zu vermeiden, ist
es vorqesehen, am freien Ende des Ansatzes 14 eine konische, wegnehmbare Tülle ÜO aufzusetzen, die durch Reibung an der Außenfläche
des Endstücks des Ansatzes 14 qehalten wird. Am unteren Ende des Ansatzes 14 befindet sich eine öffnung 78 , durch die
eine Verbindung zwischen dem Hohlraum derTülle 80 und dem Hohlraum
im unteren Teil des Ansatzes 14 und insbesondere der Kammer 76 hergestellt ist. Das Fassungsvermögen der Tülle 80 ist so gewählt,
daß sie die Gesamtmenge des entnommenen Gemisches aufnehmen kann , ohne daß es zu einer Berührung mit dem unteren Ende
des Ansatzes 14 kommt. Die Tülle 80 ist vorzugsweise aus nichtbenetzendem
Kunststoff hergestellt, um eine vollständige Entleerung der entnommenen Probe zu erleichtern.
estalt und Abmessungen der einstellbaren Verdünnungsvorrichtung
10 sind dem Gebrauchszweck angepaßt. Insbesondere ist die schmale
orm des unteren Teils des Ansatzes so gestaltet, daß man ihn in
Gefäße mit enqem Hals einführen kann. Das Gehäuse ist so gestaltet,
daß man es leicht ergreifen und handhaben kann.
Im oberen Abschnitt 18 des Ansatzes 14 ist eine Kammer 82 mit elastischem Anschlag gebildet, in deren Innenraum der elastische
Anschlag H4 geqen ein«; nach oben gerichtete elastische Rückstellraft
in Forin einer Schraubenfeder Uf>
verschiebbar ist.
)ie Tauchkolbeneinheit wird elastisch nach oben gedrängt mittels
ler Rückstellfeder .1Ul , die zwischen der Schulter 90 des inneren
Anschlags r>t> und dem oberen Teil des /en t r i err ings 24 antjeordnet
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Um zu verhindern, daü die Tauehkolbeneinheit nach oben aus de»
Gehäuse herausspringt, z.B. infolge einer unzeitiqen B*»wRntmcj,
der Einstellmutter 60, ist am unteren Ende cTer höhten- Gewimiestanqe
64 ein Anschlag 92 vorqesehen, der radial nacfv außen vorsprinqt.
Dieser Anschlaq 92 kann z.B. eine auf das fnde der Gewindestange
64 aufgeschraubte und in dieser St el lung durch Deformation
festgehaltene Mutter sein. Auf der unteren Fläche des^ Anschlags
92 ist vorteilhafterweise eine Dichtung 94 aus Polytetrafluoräthylen
angebracht.
Die Arbeitsweise der Verdünnunqsvorrichtung wird anschließend beschrieben,
und zwar für den fall, da'J man ein bestimmtes Volumen
der Probenflüssigkeit (z.B. 50 ul) aufeinanderfolgend nit z.B.
100, 250, 500 und 1000 μΐ Verdünnunqsflüssigkeit mischen will.
In einem solchen Fall wählt man eine tinStellung, bei der der Hub
des zweiten Kolbens 30 im Hohlraum 32 des ersten Kolbens 28 einer Entnahme von 50 μΐ in derTülle HO entspricht.
Zur Herstellung der ersten Verdünnung betätigt man die Einstellmutter
68 der Gewindestanqe 64, bis auf den Anzeigetrommeln für
das Volumen der Wert 1Ü0 μΐ erscheint. Man bringt dann die Fläche
des Anschlags 52 des Druckknopfs 517 mit dem oberen Ende 54 der
Steuerhülse 46 in Berührung. Hierzu genügt ein leichter Druck auf den Druckknopf 50 entgegen dem Widerstand der durch die Friktions
verbindung 44 zwischen den beiden Kolben 20 und 30 ausgeübt wird. Die Tauchkolbeneinheit befindet sich dann in der mit Figur 3 Λ
gezeiqten Stellung.
Dann drückt man stärker auf den Druckknopf 50, so daß die Einheit der beiden Kolben 28 und 30 und der beiden Steuerorgane (Steuerhülse
46, Steuerstange 40) nach unten verschoben wird'. Bei dieser
Abwärtsbeweaunq wird die Rückstellfeder V,U zusammengedrückt. Der
innere Anschlaq 56 hat ein vorderes Ende 96 von geringerem Durchmesser,
das in der vorderen Anschlagfläche 98 endet. Bei der Abwär
tsbewegung tritt die Anschlagfläche 98 durch die zentrale Öffnung
100 im Zentrierring 24 der Feder 88, bis sie in Berührung
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kommt mit dem elastischen Anschlag 84, der in einer Kammer 82 an
der Innenfläche des Zentrierrings 24 liegt. Diese Stellung ist in Figur 3 B dargestellt.
Dann wird die Tülle 80 in die Verdünnungsflüssigkeit eingetaucht
und der Druckknopf 50 losgelassen. Unter der Wirkung der Rückstellfeder 88 geht die Tauchkolbeneinheit in die Stellung der
Figur 3 A zurück. Der erste Kolben 28 steigt in den Hohlraum des Abschnitts 18. Hierdurch entsteht dort ein Unterdruck, der sich
bis zur Tülle 80 fortsetzt. Mittels dieses Unterdrucks werden 100 pl Verdünnungsmittel aus der Tülle 80 entnommen.
Anschließend wird die Tülle 80 z.B. mit Filterpapier abgewischt
und in die Probenflüssigkeit eingetaucht.jDann drückt man den
Druckknopf 50 nach oben, so daß die Steuerstange 48 in der Steuerhülse 46 aufwärts gleitet. Hierbei steigt der zweite Kolben 30 in
den Hohlraum 32 des ersten Kolbens 28 empor. Hierdurch wird zum zweiten Mal ein Unterdruck erzeugt, der sich bis in die Tülle 80
fortsetzt und die Entnahme von 50 μΐ Probenflüssigkeit bewirkt.
Auf diese Weise hat man die gewünschte Verdünnung hergestellt und
kann nun durch Eindrücken des Druckknopfs 50 das Gemisch in eine
lasche oder dergleichen entleeren. Während dieses Eindrückens aeginnt man, den zweiten Kolben 30 und dann die ganze Tauchkolben-
inheit nach unten zu verschieben, bis die Anschlagfläche 98 auf
dem elastischen Anschlag 84 aufliegt. Letzterer wird wie in Figur 2 gezeigt durch die Feder 86 in Ruhestellung gehalten. Die Feder
Let zwischen dem elastischen Anschlag 84 und der Dichtungseinlage 34 unter Spannung. Eine Aufwärtsbewegung des elastischen Anschlags
34 ist durch die Schulter 26 am unteren Teil des Gehäuses 12 begrenzt .
Während des Eindrückens verschiebt sich die Tauchkolbeneinheit,bis
nschlagflache 98 den elastischen Anschlag 84 gegen die Kraft der
eder 86 in die Kammer 82 drückt. Durch diese Bewegung des elastischen Anschlags 86 werden die Kolben 28 und 30 in den Hohlraum des
Abschnitts 18 geschoben, und zwar mit einer längeren Strecke als
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es der Ansaugstrecke entspricht. Hierdurch ist gewährleistet, daü
das gesamte Gemisch vollständig aus der Tülle 80 entleert wird.
Es ist erforderlich, daß für die Bedienung am Ende des Ansaugvorgangs für das Verdünnungsmittel ein positiver und leicht erkennbarer Anschlag gegeben ist. Aus diesem Grund ist die Rückstellfeder 88 schwächer als die Feder 86 des elastischen Anschlags. Die
Feder des elastischen Anschlags erfüllt auch noch eine andere Aufgabe. Sie drückt die torische Dichtung 42 zusammen, wodurch eine
bessere Dichtheit in der Umgebung der Schulter 36 erreicht wird.
Um die weiteren Verdünnungen herzustellen, wird die Tülle 80 ausgewechselt und die Verdünnungsvorrichtung an den Anzeigetrommeln
auf die Volumina von 250, 500 bzw. 1000 pl eingestellt, worauf dii
oben beschriebenen Betätigungen wiederholt werden.
Ein wichtiger Vorteil der Verdünnungsvorrichtung gemäG der Erfindung besteht darin, daß man die Volumina des Verdünnungsmittels
und der Flüssigkeit sehr leicht einstellen kann, indem man die Einstellmutter 68 betätigt. Hierdurch wird die Stellung der Gewindestange 64 in Drehrichtung und Längsrichtung verändert. Zur
Einstellung des zu entnehmenden Volumens wird die Einstellmutter 68 gedreht und die Gewindestange 64 sowie die Hülse 58 in Längsrichtung verschoben. Hierdurch wird der Anschlag, der den Aufwärtsgang des ersten Kolbens 28 begrenzt, verschoben und der Bewegungslauf des Kolbens auf das gewünschte Volumen eingestellt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird mittels der im Gehäuse 12 angeordneten Anzeigeeinrichtung die jeweilige Volumeneinstellung leicht und genau ablesbar gemacht. Im erweiterten
Hohlraum des Gehäuses 12 zwischen dem Zwischenstück 66 und der ieinrastbaren Abdeckung 108 ist eine Reihe von Anzeigetrommeln 102
104, 106 auf der Gewindestange 64 angeordnet. Bei der gezeigten Ausführungsform zeigen diese Anzeigetrommeln die Volumeneinstellung in Einem, Zehnern und Hundertern von Mikroliter (mm ) an.
Selbstverständlich kann man auch andere Gradierungen und andere Einheiten vorsehen.
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Zur Verbindung der Volumenanzeigeeinrichtung mit der Einstelleinrichtung hat die Gewindestange eine von einem zum anderen Ende
durchgehende Längsnut (in den Zeichnungen nicht dargestellt). Die Anzeigetrommel 102 für die Einer hat eine nach innen vorspringende
Nocke, die in die Nut eingreift, so daß sich die Anzeigetrommel 102 zusammen mit der Gewindestange 64 dreht und eine axiale Verschiebung der Gewindestange im Verhältnis zu den Anzeigetrommeln
ermöglicht ist. Die Anzeigetrommeln 104 und 106 für die Zehner und Hunderter können sich unabhängig von der Gewindestange 64
frei drehen.
Die Bewequngsabhängigkeit zwischen den Anzeigetrommeln 102, 104,
106 ist auf übliche Weise bewerkstelligt. Bei einer vollständigen Umdrehung der Anzeigetrommel für die Einer treibt ein Zahnpaar
einen Vorsprung 110 , der auf der Achse 112 sitzt. Der Vorsprung 110 betätigt ein Getriebe für die Anzeigetrommel 104 für die
Zehner, die jeweils eine Zehntelumdrehung macht. Bei einer vollständigen Umdrehung der Anzeigetrommel 104 für die Zehner wird
die Anzeigetrommel 106 für die Hunderter entsprechend einer Einheit gedreht. Hierfür ist ein Zahnpaar , ein Vorsprung 114 und
ein Getriebe vorgesehen. Wie aus Fig.1 ersichtlich, ist vor den Anzeigetrommeln ein durchsichtiges Ablesefenster 116 in die Gehäusewand eingelassen.
Um die Präzision der Volumenanzeige zu gewährleisten, ist eine Null-Einstellung vorgesehen. Bei der Montage der Verdünnungsvorrichtung werden die Anzeigetrommeln 102, 104, 106 so eingesetzt,
daß Null angezeigt wird, sobald die Gewindestange 64 so weit eingeschraubt ist, daß ungefähr die Anschlagfläche des Anschlags 56
mit dem elastischen Anschlag 84 in seiner oberen Stellung in Berührung kommt. Zur Justierung der Null-Stellung wird die Funktion
der Hülse 58 genutzt. Man dreht die Einstellmutter 68 , bis die Volumenanzeigeeinrichtung genau auf Null steht. Bei dieser Stellung löst man die Körner-Schraube 118 und kann dann die Einstellmutter 68 drehen, ohne daß die Gewindestange 64 sich bewegt. Bei
dieser Drehung ändert sich die Ablesung *r Volumenanzeige nicht.
Andererseits kann man durch Drehung der Einstellmutter 68 je nach
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Drehrichtung die Hülse 58 im Verhältnis zur Gewindestange auf-odei
abwärts verschieben, um die Tauchkolbeneinheit genau auf das Volumen Null einzustellen. Dann wird die Körner-Schraube 118 angezogen,und die Justierung ist beeendet.
Bei der vorstehenden Beschreibung wurde die Einstellung des einen
der beiden Volumina (Probenflüssigkeit oder Verdünnungsmittel)
erläutert. Es sind jedoch Mittel vorgesehen, die es gestatten, die Stellung des Druckknopfes 50 im Verhältnis zur Steuerstange
48 des zweiten Kolbens 30 verschieden einzustellen. Diese Mittel sind beispielsweise ein einfaches Gewinde am oberen Teil der
Steuerstange 48, auf das der Druckknopf 50 mit einem mit Gewinde versehenen Sackloch aufgeschraubt wird. Indem man den Druckknopf
50 mehr oder weniger tief auf die Gewindestange aufschraubt, wird der Laufweg des zweiten Kolbens 30 im Verhältnis zum ersten Kolben 28 verlängert oder verkürzt. Hierdurch kann man das Entnahmevolumen variieren. Dieses ist abhängig vom Unterdruck, der durch
die Verschiebung des zweiten Kolbens 30 im Hohlraum 32 des ersten Kolbens 28 erzeugt wirdj Diese Reguliermittel haben die Aufgabe,
dai Entnahmevolumen in geringem Umfang zu korrigieren. Man kann auch den Druckknopf 50 unter Zwischenschaltung einer Noniusvorrichtung auf die Steuerstange 48 montieren. In solchem Falle
kann man das zweite Volumen variieren und hat hierbei eine zahlen mäßige Anzeige zur Verfügung.
Mit Vorteil ist die Verdünnungsvorrichtung mit einer Vorrichtung
zum Auswerfen der Tülle 80 ausgerüstet. Diese aus Figur 1 ersieht
liehe Vorrichtung wird nicht in Einzelheiten beschrieben, da sie aus dem französischen Patent 74 34588 der Anmelderin bekannt ist.
Die Auswurfvorrichtung wird durch den in Nähe des Druckknopfs 50
angeordneten Bedienungsknopf 120 betätigt. Die benachbarte Anordnung der beiden Bedienungsknöpfe gestattet es, mit einer einzigen
Hand alle Arbeitsvorgänge der Entnahme, der Entleerung und der Entfernung der Tülle 80 auszuführen.
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Ausführungsform beschränkt; es sind bezüglich der Details die
verschiedensten Variationen möglich.
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Claims (1)
- PatentansprücheEinstellbare Verdünnungsvorrichtung, mit der bestimmte Volumini einer Probenflüssigkeit und bestimmte Volumina einer Verdünnungsflüssigkeit gemischt werden können, wobei mindestens eines dieser Volumina veränderbar ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:a) ein länglich geformtes Gehäuse (12), das mit einem unten angeordneten, verjüngten rohrförmigen Ansatz (11) dicht verbunden ist;b) ein Mechanismus zum Einstellen des gewünschten Volumens der Probenflüssigkeit bzw. der Verdünnungsflüssigkeit;c) eine Volumenanzeigeeinrichtung, die mit dem Einstellungsmechanismus gekuppelt ist;d) eine Tauchkolbeneinheit, die abgedichtet im Gehäuse (12) und im rohrförmigen Ansatz (14) hin und her bewegbar ist und folgende Teile umfaßt:d 1) Zwei koaxiale Kolben, von denen der erste Kolben (28) abgedichtet im Inneren des rohrförmigen Ansatzes (14) und der zweite Kolben (30) in einem zentralen Hohlraum (32) des ersten Kolbens (28) verschiebbar ist,d 2) eine Steuerhülse (46) des ersten Kolbens (28), die mit einem Begrenzungsanschlag (58) für die Aufwärtsbewegung des ersten Kolbens (28) zusammenarbeitet, wobei dieser Anschlag elastisch nach oben gedrängt und bezüglich seiner vertikalen Stellung mittels des Einstellmechanismus einstellbar ist, d 3) eine Steuerstange (48) des zweiten Kolbens (30), die709851 /07 18ORIGINAL INSPECTEDinnerhalb der Steuerhülse (46) des ersten Kolbens (28) verschiebbar ist,d 4) ein am oberen Ende der Steuerstange (48)angeordneter Druckknopf (50), dessen Unterteil eine Anschlagfläche (52) bildet, die mit dem oberen Ende (54) der Steuerhülse (46) des ersten Kolbens (28) zusammenarbeitet, ferner enthält das Gehäuse (12) eine untere zylindrische Kammer (60) und daran anschließend einen oberen, erweiterten Hohlraum (62), in dem sich die Anzeigevorrichtung mit dem Einstellmechanismus befindet und letztere folgende Teile umfassene) eine hohle Gewindestange (64), deren AuQengewinde in das Innengewinde eines bezüglich Drehung und Längsverschiebung unbeweglich im Gehäuse (12) befestigten Zwischenstückes (66) eingreift, und die in Nähe ihres unteren Endes den Begrenzungsanschlag für die Aufwärtsbewegung des ersten Kolbens (28) trägt,f) eine Einstellmutter (68) zur Drehung der Gewindestange (64) die von außen zu betätigen ist,g) Anzeigetrommeln (102, 104, 106) für das eingestellte Volumen, deren Graduierung durch ein im Gehäuse angeordnetes Ablesefenster sichtbar ist, und die auf die Gewindestange (64) so aufgesetzt sind, daß die Gewindestange Alternativbewegungen ausführen kann und mit einem Antriebsmechanismus entsprechend den Drehbewegungen der Gewindestange (64) versehen sind,h) Blockiermittel für das Festlegen der Gewindestange (64) in der gewählten Stellung.2. Verdünnungsvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Kammer (82) mit einem elastischen Anschlag im oberen Teil des rohrförmigen Ansatzes (14), wobei der elastische Anschlag (84) unter der nach oben gerichteten Kraft einer Feder (86) steht.3. Verdünnungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Begrenzungsanschlag für die Aufwärtsbewegung des ersten Kolbens (28) unter der nach oben gerichteten Kraft einer Rückstellfeder (88) steht und die Kraft dieser Feder7uaöbl/0718schwächer ist als die der Feder (86) des elastischen Anschlags.ti. Verdünnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Blockiermittel für die Gewindestange (64) ein Bremsring (70) zwischen der Innenfläche des Gehäuses (12) und einer Hohlkehle (72) in der Außenfläche der Einstellmutter (68) vorgesehen ist., Verdünnungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsring (70) aus einem geschmeidigen, elastisch defor mierbaren, gegen Abrieb und Abriß widerstandsfähigen Material, wie Polyfluorcarbon, Polychloropren oder vorzugsweise Polyurethan besteht.S. Verdünnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Begrenzungsanschlag für die Aufwärtsbewegung des ersten Kolbens (28) in seiner relativen Stellung zum unteren Ende der Gewindestange (64) verstellbar ist, um die Anzeigetrommeln (102, 104, 106) einzuregulieren.7. Verdünnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch Mittel, mit denen die Stellung des Druckknopfes 50 im Verhältnis zur Steuerstange (48) verstellbar ist.B. Verdünnungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung des Druckknopfes (50) ein Gewinde am oberen Ende der Steuerstange (48) in ein Gegengewinde im Druckknopf (50) vorgesehen ist.9. Verdünnungevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verstellung des Druckknopfs (50) eine Noniuseinrichtung vorgesehen ist.10. Verdünnungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf das freie Ende des rohrförmigen Ansatzes (14) eine wegnehmbare, konische Tülle (80) unter Reibung aufgesetzt ist.709851/071811. Verdünnungsvorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine Auswurfvorrichtung für die Tülle (80), deren Bedienungsknopf (120) in Nähe des Druckknopfs (50) angeordnet ist.70985 1/07 18
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