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DE2720545C3 - Derivate des 2,4-Diamino-6,7-dimethoxychinazolins, ihre Herstellung und pharmazeutische Mittel - Google Patents

Derivate des 2,4-Diamino-6,7-dimethoxychinazolins, ihre Herstellung und pharmazeutische Mittel

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Publication number
DE2720545C3
DE2720545C3 DE2720545A DE2720545A DE2720545C3 DE 2720545 C3 DE2720545 C3 DE 2720545C3 DE 2720545 A DE2720545 A DE 2720545A DE 2720545 A DE2720545 A DE 2720545A DE 2720545 C3 DE2720545 C3 DE 2720545C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amino
dimethoxyquinazoline
dimethoxy
propylenediamine
compounds
Prior art date
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Expired
Application number
DE2720545A
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English (en)
Other versions
DE2720545B2 (de
DE2720545A1 (de
Inventor
Philippe Michel Jacques L'hay Les Roses Manoury (Frankreich)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Synthelabo SA
Original Assignee
Synthelabo SA
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Filing date
Publication date
Priority claimed from FR7613681A external-priority patent/FR2350101A1/fr
Priority claimed from FR7625563A external-priority patent/FR2362630A1/fr
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Publication of DE2720545A1 publication Critical patent/DE2720545A1/de
Publication of DE2720545B2 publication Critical patent/DE2720545B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2720545C3 publication Critical patent/DE2720545C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D239/00Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings
    • C07D239/70Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D239/72Quinazolines; Hydrogenated quinazolines
    • C07D239/95Quinazolines; Hydrogenated quinazolines with hetero atoms directly attached in positions 2 and 4

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description

(D
IO
NH,
R1 = Phenyl oder Fury!,
R2 = H oder Methyl,
R3 = Methyl oder Äthyl
und
η = 3 oder 4
sowie ihre Additionssalze mit anorganischen und organischen Säuren.
2. N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolyl)-N,N '-dimethyl-N'-(2-furoyl)-propylendiamin und seine Salze.
3. N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolyl)-N1N'-
dimethy!-N'-benzoy!-propylendiamin und seine Salze.
4. N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolyl)-N-methyl-N'-benzoyl-propylendiamin und seine Salze.
5. N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolyl)-N-methyl-N'-äthyl-N'-(2-furoyl)-propylendiamin und seine Salze.
6. Verfahren zur Herstellung der Chinazolinderivate nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
- in an sich bekannter Weise ein 6,7-Dimethoxychinazolinderivat der Formel II
15
20
JO
H1CO
H3CO
(H)
NH,
mit X = Halogen
mit einer Verbindung der Formel 111
H-N-(CH2Jn-N-CO-R1 (111)
mit R1, R2, R3 und η wie in Anspruch 1 oder
ein ej-Dimethoxychinazolinderivat der Formel IV
ν-,
H3CO
N-(CH2)„-N-H
(IV)
mit R2. R3 und η wie in Anspruch 1 mit einem Säurechlorid der Formel V
R1-COCl (V)
mil R1 wie in Anspruch I kondensiert wird.
7. Pharmazeutische Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 als Wirkstoff neben üblichen Exzipientien, Hilfs- und/oder Trägerstoffen enthalten.
Die Erfindung betrifft neue Derivate des 2,4-Diamino-6,7-dimethoxychinazolins, ihre Herstellung sowie pharmazeutische Mittel.
In den US-PS 35 11 836,36 35 979 und 36 63 /06 sind verschiedene 4-Amino-6,7-dimethoxy-2-[4-heterocyclo-2-carbonylpiperazin-l-yl]-chinazoline beschrieben. Eine dieser Verbindungen, das 2-[4-(2-Furoyl)-piperazinl-yl]-4-amino-6,7-dimethoxychinazolin (Prazosin) ist aufgrund seiner antihypertensiven Wirkung in einem entsprechenden Mittel im Handel, weist jedoch störende Nebenwirkungen auf.
Auch aus der DE-PS 6 83 741 sind antihypertensiv wirksame 4-Amino-6,7-dimethoxychinazolinderivate bekannt, die jedoch in 2-Stellung nicht mit einem Diaminrest substituiert sind.
In der DE-OS 19 01519 sind ferner 2,4-Diamino-6,7-dimethoxychinazoline mit blutdrucksenkender Wirksamkeit angegeben, deren Aminogruppe in 4-Stellung substituiert ist und die ebenfalls in 2-Stellung nicht mit einem Diaminrest substituiert sind.
Aus der DE-PS 7 66 444 sind 4-Atnino-6,7,8-trialkoxysubstituierte Chinazoline mit antihypertensiver Wirksamkeit bekannt, die in 2-Stellung mono- oder dialkylsubstituiert sind.
Die Erfindung betrifft demgegenüber Derivate des 2,4-Diamino-6,7-dimethoxychinazolins der Formel I
H3CO
H3CO
N-(CH2In-N-CO-R1
Ri = Phenyl oder Furyl,
R2 = H oder Methyl,
R3 = Methyl oder Äthyl
und
η = 3 oder 4
sowie ihre Additionssalze mit anorganischen und organischen Säuren, insbesondere pharmazeutisch geeigneten Säuren.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind antihypertensiv wirksam und zugleich praktisch nebenwirkungsfrei.
Die Herstellung der Verbindungen der Formel I erfolgt erfindungsgemäß
entweder in an sich bekannter Weise durch Kondensation eines Chinazolins der Formel II
H3CO
H3CO
mit X = Halogen
mit einer Verbindung der Formel III
H-N-(CH2J11-N-CO-R1
(HI)
mit R1, R2, R3 und η wie oben
oder durch Umsetzung eines Chinazolins der Formel IV
N-(CH2Jn-N-H
R2 R3
H3CO
H3CO
mit R2, R3 und η wie oben
mit einem Säurechlorid der Formel V
R1-COCI
(IV)
(V)
wobei Ri die oben definierte Bedeutung besitzt
Die Kondensation wird durch Erhitzen eines Gemisches etwa stöchiometrischer Mengen der beiden Reaktanten auf die Rückfiußtemperatur eines polaren Lösungsmittels wie etwa eines Alkohols, beispielsweise Isoamylalkohol, vorgenommen. Das substituierte 2-Halogenchinazolin kann jedoch auch in einem leichten Überschuß von bis zu 15% eingesetzt werden. In bestimmten Fällen kann ferner eine Spur Natriumiodid als Katalysator zugesetzt werden. Die Erhitzungsdauer beträgt je nach den vorliegenden Verbindungen 2 bis 10 h und im allgemeinen 2,5 bis 7 h.
Die zweite Reaktion wird durch Zusatz eines Säurehalogenids zu einer Lösung der Verbindung IV in einem nichtpolaren Lösungsmittel wie Chloroform in Gegenwart oder Abwesenheit eines Halogenwasserstoff-Akzeptors wie Natriumhydroxid, Natriumcarbonat, Triäthylamin oder Pyridin bei einer Temperatur zwischen 0 und 500C vorgenommen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Beispielen näher erläutert. Die Struktur der Verbindungen wurde dabei durch IR- und NMR-Spektrometrie sowie durch Mikroanalyse sichergestellt.
Beispiel 1
N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolyl)-N,N'-di-
methyl-N'-(2-furoyl)-propylendiamin und sein
Monohydrochlorid
A=-N-C3H6-N-:
CH3
CH,
N-i^Amino-ej-dimethoxy^-chinazolyO-N.N'-dirnethyl-N'-benzyl-propylendiamin-hydrochlorid erhalten; F. 198° C.
Schmelzpunkt der nach dem herkömmlichen Vers fahren erhaltenen Base: F. 128° C
bJN-^-Amino-ej-dimethoxy^-chinazolyO-N.N'-dimethylpropylendiamin und sein Dihydrochlorid
In einen 500 ml Autoklaven werden 8 g (0,0176 mol) ίο N-^-Amino-e^-dimethoxy^-chinazolylJ-N.N'-dimethyl-N'-benzyl-propylendiamin, 250 ml Methanol, 5,2 ml 3,4N-Chlorwasserstoffsäure in Äthanol und 3 g 10%ige Palladiumkohle eingebracht
Anschließend wird unter einem Druck von 20 kg/cm2 bei 400C hydriert wobei die Wasserstoffaufnahme sehr rasch erfolgt
Nach dem Abkühlen wird mit 70%igem Methanol im Wasser extrahiert und der Katalysator abfiltriert Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand zweimal in siedendem Äthanol suspendiert
Auf diese Weise wird N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolyl)-N,N'-dimethyl-propylendiamin-dihydrochlorid erhalten; F. 240°C (freie Base: F. 173°C).
,. c) N-^-Amino-ej-dimethoxy^-chinazolylJ-N.N'-dimethyl-N'-(2-furoyl)-propylendiamin und sein
Hydrochlorid
Zu einer Lösung von 5,7 g (0,015 mol) N-(4-Aminoöy-dimtthoxy^-chinazolylJ-N.N'-dimethylpropylen-
diamin-dihydrochlorid in 30 ml 10-N-Natriumhydroxid (0,03 mol) zugegeben. Nach dem Abdampfen der Lösungsmittel wird der Rückstand in 50 ml Chloroform suspendiert, worauf 2,1g (0,016 mol) 2-Furoylchlorid zugesetzt werden. Nach 3 h Rühren bei 2O0C und an-
3) schließendem Zusatz von 50 ml Äthanol wird eine Nacht stehengelassen. Nach dem Abdampfen der Lösungsmittel wird der Rückstand in Chloroform wiederaufgenommen und mit 5-N-Natriumhydroxid versetzt. Die wäßrige Phase wird nach der Abtrennung zweimal mit Chloroform extrahiert; die vereinigten Chloroformextrakte werden über Magnesiumsulfat getrocknet und anschließend eingedampft
Auf diese Weise wird N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolyl)-N,N'-dimethyl-N'-(2-furoyl)-propylendi-
Vt amin erhalten, das nicht kristallisiert Die Verbindung wird durch Umsetzung mit Chlorwasserstoffsäure in Lösung in Äthanol und Isopropanol in das Hydrochlorid umgewandelt. Das erhaltene Salz wird aus einem Äthanol-Methylenchlorid-Gemisch umkristallisiert.
V) Auf diese Weise wird das entsprechende Monohydrochlorid in einer Ausbeute von 78% erhalten: F. 163° C.
a) N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolyl)-N,N'-dimethyl-N'-benzyl-propylendiamin
Ein Gemisch von 4,80 g (0,02 mol) 4-Amino-2-chlor-6,7-dimethoxychinazolin, 7,7 g (0,04 mol) N-Benzyl- bn Ν,Ν'-dimethylpropylendiamin und 1,6 g (0,02 mol) Pyridin wird 1 h auf 135 bis ^400C erhitzt.
Nach dem Abkühlen werden 200 ml Methylenchlorid zugesetzt, worauf der Rückstand abgenutscht oder abzentrifugiert und mit Äther gewaschen wird. Darauf h^ wird zweimal aus Isopropanol umkristallisiert, das etwas Äthanol und Salzsäure enthält.
Auf diese Weise werden 4,6 g (Ausbeute 53%)
Beispiel 2
N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolyl)-N,N'-di-
methyl-N'-benzoyl-propylendiamin und sein
Monohydrochlorid
A = -N -C,H„ N
CH, CH,
R, = C6H5
In einem 250-ml-Erlenmeyerkolben mit Magnetrühr τ wird ein Gemisch von 5,9 g (0,0247 mol) 4-Amino· > chlor-ö^-dimethoxychinazolin, 10,2 g (0,0494 mol) N-Benzoyl-N.N'-dimethylpropylendiamin und 150 ml
Isoamylalkohol 6 h am Rückfluß erhitzt Anschließend wird das Lösungsmittel unier vermindertem Druck bis zur Trockne abgedampft und der Rückstand mit wäßriger Natriumhydrogencarbonatlösung behandelt, worauf diese Lösung mit Chloroform extrahiert wird. Nach mehrmaliger aufeinanderfolgender Behandlung mit Wasser und Chloroform wird der Chloroformextrakt über Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel abgedampft
Auf diese Weise wird N-(4-Amino-6,7-dimethoxy- 2 chinazolylJ-N.N'-dimethyl-N'-benzoyl-propylendiamin erhalten, das in sein Monohydrochlorid übergeführt wird.
Nach zweimaligem Umkristallisieren aus Isopropanol werden 5,8 g des Salzes (Ausbeute 52,7%) erhalten; F. 218-2200C.
Beispiel 3
N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-china2olyl)-N'-methyl-N'-benzoyl-propylendiamin und sein Hydrochlorid
/a = —N—C3H6-N- . R1=C6H5
( H CH3
a) 3-(N-Benzoyl-N-rnethylamino)-propionitril
Zu einer Lösung von 94 g (0,42 mol) Benzoesäureanhydrid in 100 ml Methylenchlorid werden 35,2 g (0,42 mol) 3-N-Methylamino-propionitriI (hergestellt nach J.Chem. Soc. 1945, 399-302) in iOOml des gleichen Lösungsmittels bei 200C zugegeben. Aufgrund der exothermen Reaktion steigt die Temperatur daraufhin auf 500C an. Nach etwa 1,5 h Rühren wird das Gemisch mit einer eisgekühlten Natriumhydroxidlösung behandelt und anschließend mit Wasser gewaschen, worauf die organische Phase über NazSCX getrocknet wird. Im Anschluß daran wird unter vermindertem Druck eingedampft Auf diese Weise werden 68 g des Nitrils (Ausbeute 87%) erhalten; Kp. 140°C/0,06 Torr.
b) N-Benzoyl-N -methylpropylendiamin
In ein druckfestes Bombenrohr oder einer. Autoklaven von 125 ml Inhalt werden 15,1 g (0,08 mol) des obigen Nitrils in 40 ml Methanol eingebracht Die Lösung wird anschließend in der Kälte mit Ammoniak gesättigt und darauf bei 1000C unter einem anfänglichen
ίο Wasserstoffdruck von 80 atü unter Verwendung von Raney-Nickel als Katalysator hydriert Nach Beendigung der Wasserstoffaufnahme wird der Katalysator abfiltriert und mit Alkohol gewaschen. Das Reaktionsprodukt wird anschließend im Vakuum fraktioniert Das angestrebte Amid geht bei 155—158°C/0,l Torr über. Es werden 5,8 g (Ausbeute 38%) erhalten. Schmelzpunkt des Hydrochloride: F. 1020C.
c) N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolyl)-N'-methyl-N'-benzoyl-propylendiamin
5,6 g (0,029 mol) des obigen Amids und 6,25 g (0,026 mol) 4-Amino-2-chlor-6,7-dimethoxychinazolin in 50 ml Isoamylalkohol werden 4 h am Rückfluß erhitzt. Nach Stehenlassen über Nacht werden durch Abnutschen oder Zentrifugieren 9,9 g N-(4-Amino-6,7-dimethoxy-
2-chinazolyl)-N'-methyl-N'-benzoyl-propylendiaminhydrochlorid erhalten; das Salz wird aus absolutem Äthanol umkristallisiert; F. 168,2°C.
Die freie Base wird durch Umsetzung des Hydrochlorids mit Natriumhydroxid in Chloroform, Trocknen der Lösung über Na2SO4 und Abdampfen des Lösungsmittels unter vermindertem Druck hergestellt.
Schmelzpunkt der freien Base: F. 171°C.
Die folgende Tabelle I enthält eine Zusammenfassung der hergestellten erfindungsgemäßen Verbindungen. Die Verbindungen 4 und 5 wurden auf ähnliche Weise wie die Verbindungen der Beispiele 1—3 erhalten.
Tabelle I
Verbindung
1
(Beispiel 1)
2
(Beispiel 2)
3
(Beispiel 3)
R3
CH3 CH, H
CH3 Rj
CH3
CH3
CH3
C2H5
Eigenschaften
F. ("C)
HCl 163
HCl 218—220
Base 171
HCl 168,2
HCl 210
CH3
Die erfindungsgemäßen Verbindungen weisen, wie aus einer Reihe pharmakologischer Versuche hervorgeht, außerordentlich interessante pharmakologische Eigenschaften und insbesondere antihypertensive Wirkung auf.
CH3
HCl 256
Akute Toxizität
Die Untersuchungen wurden an CD-I-Mäusen von 20 g mittlerem Körpergewicht durchgeführt, wobei die untersuchten Verbindungen oral verabreicht wurden.
Die 50%-Letaldosis (DL50) wurde graphisch ermittelt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen erwiesen sich als nur wenig toxisch.
Die DL5o-Werte liegen für die meisten der erfindungsgemäßen Produkte bei über 500 mg/kg.
Antihypertensive Wirkung
Die Untersuchungen zur blutdrucksenkenden Wirkung wurden an mindestens 14 Wochen alten, spontan
hypertensiven männlichen Ratten (Stamm Okamoto] durchgeführt. Der systolische Druck wurde nach derr von Gerold und Tschirky beschriebenen Verfahrer (Arzneimittelforschung 18 (1968) 1285) gemessen. Die Verbindungen wurden oral in einer Dosis von 1 bzw 10 mg/kg verabreicht.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der nachstehender Tabelle II aufgeführt, wobei die prozentuale Änderung des Anfangsdrucks 2, 4 sowie 24 h nach Verabreichung der Verbindung I angegeben ist.
Tabelle II DLbu an Ratten Dosis Antihypertensive Wirkung Änderung des an Ratten,
per os
(mg/kg)
prozentuale 4h Drucks nach
(mg/kg) 10 2 h 24 h
Verbindung > 500 (p.o.)
Nr. 10 -15
= 400 (i.p.) -23 -4
2 -23
(Beispiel 2) -31
3
(Beispiel 3)
Wie aus den obigen Ergebnissen hervorgeht, weisen die erfindungsgemäßen Verbindungen eine ausgeprägte und im allgemeinen auch sehr lang anhaltende blutdrucksenkende Wirkung auf. Sie weisen ferner den großen pharmakologischen und therapeutischen Vorteil auf, zu keiner nennenswerten Änderung des Herzrhythmus bei zur Blutdrucksenkung wirksamen Dosen zu führen. Der therapeutische Bereich der erfindungsgemäßen Verbindungen ist ferner aufgrund ihrer nur geringen Toxizität sehr groß.
Pharmakologische Vergleichsversuche
Die pharmakologische Wirkung der anmeldungsgemäßen Verbindungen wurde mit der von Prazosin verglichen, das aus der Literatur für seine blutdrucksenkende Wirkung bekannt ist.
In der Tabelle III sind die erhaltenen Ergebnisse der Vergleichsversuche zusammengestellt, die sich auf die wie vorstehend beschrieben ermittelte blutdrucksenkende Wirkung, die «-blockierende Wirkung sowie die spasmolytische Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen beziehen.
Die «-blockierende Wirkung wurde an der isolierten Hasenaorta bestimmt, die durch kumulative, steigende Dosen Noradrenalin bis zur Erzielung einer maximalen Kontraktion kontrahiert wurde.
Dieselben Versuche wurden mit den erfindungsgemäßen Verbindungen durchgeführt, die in dem Bad in jo Lösung gebracht waren, in dem sich die isolierte Hasenaorta befand.
Eine Verringerung der Kontraktion entspricht einer «-blockierenden Wirkung.
In der Tabelle II! sind die diesbezüglichen Ergebnisse als pA2 angegeben, wobei mit pA2 der negative Logarithmus derjenigen Konzentration an der erfindungsgemäßen Verbindung bezeichnet ist, die eine gegenüber der Abwesenheit dieser Verbindung doppelte Konzentration an Noradrenalin zur Erzeugung derselben Wirkung in Gegenwart der erfindungsgemäßen Verbindung erfordert
In der Tabelle III sind ferner Ergebnisse zur vasodilatorischen Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen angegeben, die durch Messung der spasmolytischen Wirksamkeit der Verbindungen an durch KCl (30 mM) kontrahierten, isolierten Aorten bestimmt wurde.
Tabelle III DL50 an
(mg/kg)
Ratten Antihypertensive Wirkung (%)
an Ratten, prozentuale Änderung
2 h 4 h 24 h α-blockierende Wirkung Verhältnis zu.
Prazosin
Spasmolytische
Wirkung
1 r
Verbin
dung
Nr
p.o. Lp. Dosis
p.o.
mg/kg
-21
-23
-31
-20
-21
-11
-15
-23
-15
-12
-2
0
+ 3
-7
pA2 1/15 (0,07)
1/30 (0,03)
1/15 (0,07)
1/500 (0,002)
Papaverin
(Papaverin= 1)
>500-
>500-
>500
>500
=400
>500
220
10
10
10
10
10
-31 -37 -13 7,5
7,2
7,5
6,0
1 1/6 (0,17)
1/6 (0,17)
1/8 (0,13)
1/6 (0,17)
1
2
3
4
5
>500 10 8.7 vollkommen un-
Prazosin
Aus den erhaltenen Ergebnissen geht hervor, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen zwar keine bessere blutdrucksenkende Wirkung als Prazosin besitzen, jedoch die schädlichen Nebenwirkungen von Prazosin («-blockierende Wirkung) nicht aufweisen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen besitzen ferner vasodilatatorische Wirkung, während Prazosin in dieser Richtung keinerlei Wirksamkeit aufweist.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen erweisen sich aufgrund der Versuchsergebnisse als erheblich weniger «-blockierend als Prazosin, da ihre a-Blockierungswirkung 8- bis 50fach geringer ist.
Die geringe «-blockierende Wirkung ist pharmakologisch außerordentlich günstig.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind daher hinsichtüch ihrer pharmakologischen Wirksamkeit mit bekannten Wirkstoffen vergleichbar und weisen zugleich ein erheblich günstigeres Nebenwirkungsspektrum auf, weshalb sie in einem weiten therapeutischen Bereich pharmakologisch vorteilhaft anwendbar sind.
Aus den angeführten Ergebnissen ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen als Medikamente bzw. Wirkstoffe in Medikamenten in der Human- wie auch Veterinärmedizin therapeutisch vorteilhaft verwendbar sind, insbesondere bei der Behandlung aller Formen essentieller oder sekundärer Hypertonie.
Die Erfindung betrifft entsprechend auch alle pharmazeutischen Zusammensetzungen, die die Verbindungen der Formel I und/oder ihre pharmazeutisch geeigneten Salze als Wirkstoff neben üblichen, zur insbesondere oralen, endorektalen oder parenteralen Verabreichung geeigneten Exzipientien, Hilfs- und/oder Trägerstoffen enthalten. Die erfindungsgemäßen pharmazeutischen Zusammensetzungen können ferner auch andere medikamentöse Substanzen bzw. Wirkstoffe enthalten, mit denen die Verbindungen der Formel I pharmakologisch und therapeutisch verträglich sind.
Posologie
Die zu verabreichende Tagesdosis hängt von Art und Schwere der Erkrankung, dem behandelten Individuum sowie der gewählten Darreichungsart ab und beträgt im allgemeinen 1 bis 400 mg.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Derivate des 2,4-Diamino-6,7-dimethoxychinazolins der Formel 1
H3CO
H3CO
N-(CH2J11-N-CO-R1
DE2720545A 1976-05-07 1977-05-06 Derivate des 2,4-Diamino-6,7-dimethoxychinazolins, ihre Herstellung und pharmazeutische Mittel Expired DE2720545C3 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7613681A FR2350101A1 (fr) 1976-05-07 1976-05-07 Nouvelles guanidines cyclisees
FR7625563A FR2362630A1 (fr) 1976-08-24 1976-08-24 Derives d'alkylenediamines

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DE2720545B2 DE2720545B2 (de) 1980-01-10
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ID=26219434

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DE2720545A Expired DE2720545C3 (de) 1976-05-07 1977-05-06 Derivate des 2,4-Diamino-6,7-dimethoxychinazolins, ihre Herstellung und pharmazeutische Mittel

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DE (1) DE2720545C3 (de)
DK (1) DK140695C (de)
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FI (1) FI771447A7 (de)
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