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DE272022C - - Google Patents

Info

Publication number
DE272022C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
riding
carousel
centrifugal force
ring
rotatable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT272022D
Other languages
English (en)
Publication of DE272022C publication Critical patent/DE272022C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63GMERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
    • A63G5/00Games on roundabouts
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63GMERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
    • A63G31/00Amusement arrangements
    • A63G31/02Amusement arrangements with moving substructures
    • A63G31/08Amusement arrangements with moving substructures with looping, hopping, or throwing motions of the substructure

Landscapes

  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Karussell, bei dem zur Belustigung der Fahrgäste und noch mehr der Zuschauer jede Reitfigur um eine horizontale Achse drehbar gelagert ist und bei der Drehung des Karussells infolge der Fliehkraft verschwenkt wird. Das Neue der Erfindung ist, daß der Reitsitz so gelagert ist, daß für den Belastungszustand des Sitzes bei der. Drehung des Karussells die
ίο Fliehkraft stets oberhalb der horizontalen Achse angreift, während zur Verhinderung des hierbei erfolgenden Abschleuderns der Personen Haltevorrichtungen vorgesehen sind.
Zwar gibt es schon Karusselle, bei denen der Einfluß der Fliehkraft auf die Reitfiguren verwendet wird (vgl. britische Patentschrift 11969/1893). Bei diesen bereits bekannten Karussellen sind die Reitfiguren auch um Längszapfen drehbar, jedoch nicht zu dem gleichen Zwecke wie bei der vorliegenden Erfindung, sondern im entgegengesetzten Sinne, d. h. die Fliehkraft soll dort nicht dazu benutzt werden, den Reiter nach außen abzuwerfen, sondern die Reitfigur unter dem Einnuß der Fliehkraft nach innen zu neigen, um dadurch dem Reiter zu ermöglichen, ohne Benutzung besonderer Haltevorrichtungen entgegen der Fliehkraft im Sattel zu bleiben, also gerade die entgegengesetzte Wirkung, welche durch vorliegende Erfindung beabsichtigt und erreicht wird.
Fig. ι der Zeichnungen veranschaulicht im schematischen Grundriß eine beispielsweise Ausführungsform eines solchen Karussells.
Fig. 2 zeigt in Seitenansicht, und
Fig. 3 im Querschnitt die bei. der Ausfülirungsform nach Fig. 1 verwendete Reitfigur.
Die Fig. 4 und 5 zeigen die einander zugekehrten Flächen des drehbaren Mittelteiles bzw. des feststehenden Hinterteiles der Reitfigur.
Fig. 6 zeigt in Ansicht,
Fig. 7 im Längsschnitt, und
Fig. 8 im Querschnitt eine andere Ausführungsform des drehbaren Mittelteiles der Reitfigur.
Die übrigen Fig. 9 bis 17 veranschaulichen Einrichtungen und Mittel, die den Reitern die Erhaltung der Gleichgewichtslage erleichtern sollen.
Als Reitfigur wird bei der dargestellten Ausführungsform die Nachbildung eines Pferdes benutzt; sie kann aber auch statt dessen die Form eines jeden beliebigen anderen Tieres haben, oder sie kann ein Gerät sein, dem die Tiergestalt überhaupt fehlt, z. B. nach Art der in Turnhallen benutzten Reit- und Sprunggeräte.
Das in Fig. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel des Karussells veranschaulicht auch noch die Anordnung je einer Schutzmatratze m neben jeder Reitfigur auf dem drehbaren Podest p des Karussells, und zwar auf der nach außen gekehrten Seite.
Bei der in den Fig. 2 bis 5 veranschaulichten Ausführungsform der Reitfigur ist der drehbare Mittelteil eine zylindrische Walze w, die sich um den zylindrischen Mittelteil eines
schmiedeeisernen, am Podest p starr befestigten Bügels b dreht. Vorderteil und Hinterteil der Figur sind von oben her auf die vierkantigen Teile dieses Bügels b aufgesetzt und entsprechend befestigt. Die Walze w wird zweckmäßig an einer Stirnfläche mit einem Sperrzahnkranz k versehen (Fig. 5), in welchen eine am feststehenden Nachbarteil der Figur in geeigneter Weise befestigte Sperrklinke eingreift. Diese ist in Fig. 4 nicht dargestellt, weil sie beliebig konstruiert und angeordnet sein kann. Diese Einrichtung hat den Zweck, ein nach einwärts gerichtetes Herabfallen der aufsitzenden Personen beim Besteigen des Reitgeräts zu verhindern, so daß nur auf der Außenseite schützende Polster m erforderlich sind, die mit gleichfalls gepolsterten Außenbordrändern m1 versehen sind, wodurch das Abrutschen der abgestürzten Personen von der Matratze nach außen verhindert wird.
Bestiegen wird jede Reitfigur zweckmäßig von der Innenseite her, wobei man sich des am feststehenden Vorderteil nur auf der einwärts gerichteten Seite befestigten Steigbügels u bedienen kann.
Der abgestürzte Reiter kann natürlich auch von der Außenseite her den Versuch machen, das Gerät von neuem zu besteigen, jedoch erfordert das schon fortgeschrittene Übung.
Bei der in den Fig. 6 bis 8 veranschaulichten Ausführungsform der Reitfigur ist der drehbare Mittelteil ein Sattel t, dessen Sattelgurt g als kreisrunder Metallring von zweckmäßig U-förmigem Querschnitt ausgebildet ist.
Dieser Ring g ist in einer Nut des Tierleibes um letzteren drehbar, wobei innerhalb des Ringes kleine Röllchen / zur Verminderung der Reibung gelagert sind. Dieser Ring g kann zur Erhöhung der Stabilität bei jeder Figur auch mehrfach angeordnet sein. Der Sattel t wird starr mit dem Ring g verbunden. Bei dieser Ausführungsform der Reitfigur wird man zweckmäßig für eine Beschwerung . des in normaler Lage unteren Teiles des Ringes g Sorge tragen, so daß nach jedesmaligem Absturz einer Person der Sattel t von selbst wieder in seine normale Lage zurückkehrt. Bei der Ausführungsform Fig. 2 und 3 ist dies nicht erforderlich, wenn man eine zentrisch gelagerte zylindrische Walze w ungesattelt als drehbaren Mittelteil verwendet.
Behufs leichter Montierung wird sowohl
Walze w als auch Ring g zweiteilig gemacht.
Die Einrichtungen und Mittel, die den Reitern die' Erhaltung der Gleichgewichtslage erleichtern sollen, können natürlich sehr verschiedenartig konstruiert sein, und man kann sie auch noch mit weiteren Einrichtungen verbinden, die zur Belustigung der Teilnehmer !
beitragen bzw. das zuschauende Publikum in hohem Grade belustigen. Das Wesentlichste dieser Einrichtungen sind in jedem Falle von einem zentralen Ring i ausgehende Halteseile s mit Halteringen h an ihren Enden, die von den Reitern erfaßt werden. Bei der Ausführungsform des Karussels nach Fig. 1, von welcher Fig. 11 einen Querschnitt darstellt, ist auf der Plattform p des Karussells im Zentrum innerhalb der Reitfiguren ein erhöhter Podest p1 angeordnet, der mit einem Geländer f versehen ist, und auf welchem ein Rollstuhl I innerhalb des Geländers f mittels der Halteseile s hin und her gezogen werden kann. Der zentrale Ring i, an dem die Halteseile s befestigt sind, ist seinerseits um den Rollstuhl I gelegt. In den Rollstuhl / kann eine beliebige Figur gestellt werden, beispielsweise die Nachbildung eines Stallmeisters.
Fig. 9 zeigt, wie der Sammelring i für die Halteseile s auch an der Decke des Karussells schwebend aufgehängt sein kann, um so den Zerrungen nach den Seiten nachzugeben, damit der gegenüber befindliche Reiter durch Ziehen an seinem Halteseil eine Gegenwirkung gegen die Fliehkraft äußern kann.
Die gleiche Wirkung kann aber auch erreicht werden mittels durchgehender Halteseile s oder Zugbänder, die in feststehenden zentralen Ringen j geführt sind, so daß sich immer nur zwei einander gegenüber befindliche Reiter in der Erhaltung der Gleichgewichtslage unterstützen können. Die Ringe j werden in diesem Falle in der Mitte des Karussells so, wie Fig. 10 andeutet, auf einem festen Sockel 0 im richtigen Winkel zueinander bzw. übereinander aufgebaut und mit einem Zieraufsatz (z. B. Vase v) gekrönt.
Bei der durch Fig. 12 veranschaulichten Ausführungsform ist der Sammelring i für die Halteseile s an einem zentralen Mast des Karussells befestigt und die Seile s sind um den Ring i geschlungen, so daß immer zwei benachbarte Reiter durch Hin- und Herziehen einander in der Gleichgewichtslage unterstützen.
Fig. 13 veranschaulicht eine Abänderung der in Fig. 9 gezeigten Einrichtung, darin bestehend, daß der Sammelring i der Halteseile s eine Kugel c umschließt, die auf einem Innenpodest p2 ruht, der einen vertieften Rand hat. Beim Hin- und Herziehen der Kugel c rollt diese zuweilen in den vertieften Rand, aus dem sie durch Zug an einem besonderen Halteseil e leicht wieder auf ihren früheren Standort gehoben werden kann.
Durch derartige Befestigung und Führung der Halteseile s wird in jedem Falle unwillkürlich ein Hin- und Herziehen bewirkt, das namentlich bei Benutzung des Karussells durch Gesellschaften ergötzlich wirkt. Andererseits können solche Haltevorrichtungen auch dazu dienen, Anfängern und schwächlichen Personen
das Erlernen der Gleichgewichtslage zu erleichtern.
Zur Erhöhung der Belustigung, namentlich der Zuschauer, können diese Einrichtungen noch weiter ausgebildet sein, so zeigt beispielsweise :
Fig. 14 den Ersatz der in Fig. 13 gezeigten Kugel c durch eine Gruppe ausgestopfter Figuren d, die ihre Rücken aneinanderlehnen und mit dem Sammelring i wie durch einen Gürtel verbunden werden. Die Schnur e zum Wiederhochheben dieser Figurengruppe auf den Mittelteil des Podestes p* kann beispielsweise an den Rockaufhängern der Figuren d befestigt sein. Außerdem können die Figuren untereinander auch noch durch Zusammennähen der Schultern zu einem Ganzen vereinigt werden.
Fig. 15 veranschaulicht, wie der Sammelring i durch lebende Personen ersetzt werden kann, die die inneren Enden der Halteseile oder Haltebänder s festhalten und auf einer inneren Plattform -p3 auf Rollsitzen ζ Platz nehmen. Diese lebenden Personen können beispielsweise dadurch sich zu einer Gruppe vereinigen, daß sie sich gegenseitig mit den Armen unterfassen und auf diese Weise gewissermaßen einen Personenblock bilden als Hilfsstützpunkt für die Reiter. Sind von den letzteren einige abgestürzt, so wird dadurch auch der Personen block auf der Plattform ps aus seiner zentralen Lage gezogen und bis an den Außenrand der Plattform f3 gezogen, wobei wiederum verschiedene Reiter ihren HiHsstützpunkt verlieren und auch abstürzen, alles zur Belustigung der Zuschauer. Am besten werden diejenigen Reiter ihre Geschicklichkeit zeigen können, die sich gar nicht auf die Unterstützung durch die Halteseile verlassen, sondern möglichst selbst ihre Gleichgewichtslage zu erhalten suchen.
Fig. 16 veranschaulicht in der Seitenansicht, Fig. 17 von rückwärts gesehen eine weitere
Ausführungsform der Haltevorrichtung, bei welcher der Sammelring i als Leibgurt einer künstlichen Figur χ dient, die mit ihren Füßen im Mittelpunkt der Karussellplattform starr befestigt ist, Beine aus nachgiebigem Stoff besitzt und durch eine Schraubenfeder y o. dgl.
in aufrechter Stellung erhalten wird. Wird nun an den Halteseilen s von den Reitern gezogen, so macht die Figur χ nach allen Seiten hin komisch wirkende Verneigungen.
Die in Fig. 1 ersichtliche Einteilung der oberen Podestfläche f1 in mit Nummern versehene Sektorenfelder hat den Zweck, die Belustigung und den Reiz des Spieles noch dadurch zu erhöhen, daß mit der Rundfahrt zugleich ein Preis-Wett-Kunstreiten verbunden werden kann, darin bestehend, daß Gewinner des Preises derjenige wird, der am Schluß der Fahrt die zur Verwendung kommende und mit dem Haltering i verbundene Figur auf sein Nummerfeld gezogen hat, d. h. ohne dabei selbst abgestürzt zu sein.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Karussell, bei dem jede Reitfigur um eine horizontale Achse drehbar gelagert ist und bei der Drehung des Karussells infolge der Fliehkraft verschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Reitsitz so gelagert ist, daß für den Belastungszustand des Sitzes bei der Drehung des Karussells die Fliehkraft stets oberhalb der horizontalen Achse angreift, während zur Verhinderung des hierbei erfolgenden Abschleuderns der Personen Haltevorrichtungen vorgesehen sind.
2. Reitfigur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem drehbaren Mittelteil und einem der feststehenden Teile ein Sperrzahnkranz mit Sperrklinke vorgesehen ist, der beim Besteigen der Reitfigur das Abstürzen des Reiters nach innen verhindert.
3. Reitfigur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der ein- oder mehrfach vorgesehene ringförmige Gurt eines Reitsitzes zusammen mit letzterem um den feststehenden Mittelteil der Reitfigur drehbar ist.
4. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Innenseite des Karussells neben jeder Reitfigur ein Haltering vorgesehen ist, von denen Seile oder Bänder ausgehen, die entweder an einem beweglichen oder festen, aber sich mit der Karussellplattform mitdrehenden Mittelpunkt zusammenlaufen oder nur je zwei Halteringe paarweise miteinander verbinden.
5. Ausführungsform der Haltevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelpunkt als federnde Figur ausgebildet ist, die beim Hin- und Herziehen der Halteseile aus ihrer Ruhelage gebogen wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT272022D Active DE272022C (de)

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