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DE271732C - - Google Patents

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Publication number
DE271732C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
solid
halogen
solution
salts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT271732D
Other languages
English (en)
Publication of DE271732C publication Critical patent/DE271732C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
    • C11D3/48Medical, disinfecting agents, disinfecting, antibacterial, germicidal or antimicrobial compositions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30/. GRUPPE
Desinfektionsmittel. Zusatz zum Patent 263332.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. November 1910 ab. Längste Dauer: 14. November 1925.
In der Patentschrift 263332 ist ..angegeben, daß den Halogenderivaten des Äthylens hervorragende desinfizierende Eigenschaften zukommen. Der Anwendung dieser Substanzen in wässeriger Lösung steht ihre geringe Löslichkeit hindernd entgegen. Diesem Übelstand kann durch die Herstellung von Seifenlösungen abgeholfen werden. Es gelingt z. B., aus palmitin-, myristin-, rizinolsaurem und sulforizinolsaurem Kali u. dgl. und den Halogenäthylenen klare Lösungen herzustellen, die sich mit Wasser klar verdünnen lassen. Werden die Seifenlösungen mit den Halogenäthylenen zusammengebracht, so entsteht je nach den Mengenverhältnissen eine mehr oder weniger feste Gallerte, die sich bei Lösungen mit geringem Halogenäthylengehalt nach längerer Zeit verflüssigt, bei denjenigen mit höherem Gehalt (10 Prozent und mehr) aber fest bleibt. In Wasser geben diese Gallerten schwach opaleszierende Lösungen. Durch Zusatz einer geringen Menge von Salzen, z. B, Ammoniumchlorid, Natriumsulfat, Ammoniumcarbonat, Natriumcarbonat, oder aber von Aceton, Alkohol u. dgl. werden diese Gallerten verflüssigt. Beim Verdünnen mit Wasser erhält man dann klare Lösungen.
Den Halogenäthylenseifenlösungen kommt eine hohe Desinfektionskraft zu. Die Desinfektionskraft von Desinfektionsmitteln kann, wie eingehende Versuche gezeigt haben, durch chemische Zusätze in weitgehendem Maße beeinflußt werden. Nur Versuche können darüber Aufschluß erteilen, ob z. B. die Lösung 40
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eines an und für sich guten Desinfektionsmittels in Seifen noch dieselbe gute Wirksamkeit aufweist. Die bakteriziden Eigenschaften chemischer Substanzen beruhen auf einer chemischen Bindung des betreffenden Präparates durch das Bakterienplasma. Durch Zusätze zu dem eigentlich desinfektorisch wirkenden Agens kann diese Bindung gefördert aber auch gehemmt, die Desinfektionskraft erhöht oder geschädigt werden. Da über die Einwirkung von chemischen Substanzen auf das Bakterienplasma zur Zeit wenig bekannt ist, so läßt sich darüber, ob Zusätze zu Desinfektionsmitteln in verbesserndem oder verschlechterndem Sinne wirken, nichts voraussagen.
Beispiel i.
2,5 kg Dichloräthylen werden mit 7,5 kg einer etwa 20 prozentigen Kaliumrizinol-Seiienlösung vermischt. Es entsteht eine feste Gallerte, die auf Zusatz von etwa 75 g Ammoncarbonat sich verflüssigt. Diese Lösung kann mit Wasser in jedem Verhältnis klar verdünnt werden.
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Beispiel 2.
5 kg rizinolsaures Kali (80 Prozent) werden mit 5 kg Dichloräthylen vermischt. Die entstehende Paste ist in Wasser zu einer opaleszierenden Flüssigkeit löslich, in der keine ausgeschiedenen Tropfen von Dichloräthylen sichtbar sind.
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65
Beispiel 3.
1,5 kg Trichloräthylen werden mit 8,5 kg einer etwa 30 prozentigen Cocosseifenlösung, welche in der Hauptsache aus myristin- und palmitinsaurem Kali ■ besteht, gelöst. Der Seifenlösung wurde vorher etwas Ammonchlorid zugesetzt. Die entstehende homogene Flüssigkeit gibt mit Wasser klare Verdünnungen.
Es gelingt auch, diese Halogenäthylene in höher konzentrierten, halbfesten und festen Seifen unter Zusatz von geringen Mengen verflüssigender Salze oder Alkohol u. dgl. zu lösen. In Wasser sind diese festen Produkte unter starker Schaumbildung ziemlich leicht, aber nicht vollkommen klar löslich. Die Trübung bestand aber in keinem Falle aus ausgeschiedenen Halogenäthylenen.
Beispiel 4.
Zu 7,5 kg einer festen Kaliseife werden in der Seifenform 2,5 kg Tetrachloräthylen und eine konzentrierte wässerige Lösung von 75 g Ammonchlorid eingekrückt. Das entstehende feste Produkt kann vorteilhaft zur Händedesinfektion verwendet werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Desinfektionsmittel nach Patent 263332, bestehend in Mischungen von Halogenäthylenen mit Seifen.
2. Verfahren zur Herstellung von Desinfektionsmitteln nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Halogen- -äthylene durch Lösen in Seifenlösungen unter Zusatz von Salzen, Aceton, Alkohol o. dgl. in Wasser löslich macht.
3. Verfahren zur Herstellung von Desinfektionsmitteln nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Halogenäthylene durch Verkneten mit halbfesten und festen Seifen unter Zusatz von Salzen, Aceton, Alkohol o. dgl. in Wasser löslich macht.
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DE (1) DE271732C (de)

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