DE2716480A1 - Photographisches aufzeichnungsmaterial fuer das farbdiffusionsuebertragungsverfahren - Google Patents
Photographisches aufzeichnungsmaterial fuer das farbdiffusionsuebertragungsverfahrenInfo
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Description
2716A80
DiHng. Wolff H. Bartels
DipT-Chem. Dr. Brandes
Dr.Hng.Hetd Dipl.-Phys. Wolff
8 München 22, Thierschstraße
Tel.(089)293297
wolffpatent münchen
(BLZ 60010070)
(BLZ 60070070)
außer samstags
17. März 1977 25/93 Reg.Nr. 125
Eastman Kodak Company, 343 State Street, Rochester,
Staat New York, Vereinigte Staaten von Amerika
Staat New York, Vereinigte Staaten von Amerika
Photographisches Aufzeichnungsmaterial für das
Farbdiffusionsübertragungsverfahren
Farbdiffusionsübertragungsverfahren
709843/0929
Photographisches Aufzeichnungsmaterial für das Farbdiffusionsübertragungs
verfahren.
Die Erfindung betrifft ein photographisches Aufzeichnungsmaterial
für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren mit:
a) einem Schichtträger mit mindestens einer hierauf aufgetragenen lichtempfindlichen Silberhalogenideniulsionsschicht,
die eine einen Bildfarbstoff liefernde Verbindung enthält oder mit einer Schicht mit einer solchen Verbindung in Kontakt
steht;
b) einer Bildempfangsschicht;
c) einem aufspaltbaren Behälter mit alkalischer Lntwicklungsflüssigkeit;
d) einer neutralisierenden Schicht für die Neutralisation der alkalischen Entwicklungsflüssigkeit nach einer vorbestimmten
Einwirkdauer der Entwicklungsflüssigkeit und
e) einer für die alkalische Entwicklungsflüssigkeit permeablen Steuerschicht.
Die bekannten, zur Durchführung von Farbdiffusionsübertragungsverfahren
verwendeten Auf zeiiahnungsmaterialien oder Auf Zeichnungseinheiten weisen einen "Stopp-Mechanismus" auf, um den Entwicklungsprozeß
nach einer vorbestimmten Zeitdauer, im Falle mancher Aufzeichnungsmaterialien nach 20 bis .60 Sekunden und im Falle
anderer Aufzeichnungsmaterialien nach bis zu 3 Minuten, zu unterbrechen.
Da der Entwicklungsprozeß bei einem vergleichsweise hohen pH-Wert abläuft, kann die Unterbrechung des Entwicklungsprozesses
durch Verminderung des pH-Wertes erfolgen. Zu diesem Zwecke kann eine neutralisierende Schicht, z.B. eine aus einer
polymeren Säure aufgebaute Schicht verwendet werden, die das Auf-
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Zeichnungsmaterial nach erfolgter Diffusion der Bildfarbstoffe
stabilisiert. Gemeinsam mit der neutralisierenden Schicht wird dabei in der Regel eine Steuerschicht oder Verzögerungsschicht
verwendet, die bewirken soll, daß der pH-Wert nicht zu frühzeitig vermindert wird, d.h. daß der lintwicklungsprozeß nicht zu
frühzeitig unterbrochen wird. Die Entwicklungsdauer ist somit bestimmt durch die Zeitspanne, die erforderlich ist, bis die
alkalische Entwicklungsflüssigkeit die Steuerschicht durchdringt.
In dem Maße, in dem sich das Alkali in dem Aufzeichnungsmaterial
erschöpft, beginnt sich das System zu stabilisieren unter Beendigung der Silberhalogenidentwicklung als Folge des pH-Abfalles.
Im Falle einer jeden bilderzeugenden Einheit eines Aufzeichnungsmaterials kann dieser "Stopp-Mechanismus" den Grad der Silberhalogenidentwicklung
und die .Menge an gebildetem Farbstoff festlegen.
Für die Durchführung des Farbdiffusionsübertragungsverfahrens
sind die verschiedensten Aufzeichnungsmaterialien - oftmals auch als Aufzeichnungseinheiten beschrieben - bekannt geworden. Verwiesen
wird beispielsweise auf die US-PS 3 415 644; 3 415 645; 3 415 646; 3 647 437; 3 636 707 sowie 3 756 815 und die CA-PS
928 559 und 674 082. Im Falle dieser AufZeichnungsmaterialien
verbleibt die Bildempfangsschicht mit dem erzeugten Farbbild bei den bilderzeugenden Schichten und Hilfsschichten des Aufzeichnungsmaterials,
wenn ein transparenter Schichtträger auf der Betrachterseite des AufZeichnungsmaterials verwendet wird.
Derartige Aufzeichnungsmaterialien stellen Aufzeichnungsmaterialien
mit integrierter Bildempfangsschicht dar. Die Bilderzeugung erfolgt durch Farbstoffe, die in bilderzeugenden Einheiten erzeugt
werden und die durch die Schichten des Aufzeichnungsmaterials
zur Bildempfangsschicht diffundieren. Nach der bildgerechten
Belichtung des Aufzeichnungsmaterials wird der Entwicklungsprozeß
durch Einwirkung einer alkalischen Entwicklungsflüssigkeit eingeleitet, die die verschiedenen Schichten des Materials durchdringt,
unter Entwicklung der exponierten lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten. Die Emulsionsschichten werden
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dabei im Verhältnis zur erfolgten Belichtung entwickelt, worauf
die Bildfarbstoffe, die in den bilderzeugenden Schichten erzeugt oder freigesetzt werden, beginnen durch die Struktur des Aufzeichnungsmaterials zu diffundieren. Mindestens ein Teil der in
bildweiser Verteilung erzeugten diffusionsfähigen Farbstoffe
oder Farbstoffvorläuferverbindungen diffundiert dann in die Bildempfangsschicht unter Erzeugung einer Wiedergabe der Originalvorlage.
Außer Aufzeichnungsmaterialien mit integrierter Bildempfangsschicht sind des weiteren Aufzeichnungsmaterialien für das Farbdif fusionsübertragungsverfahren bekannt, bei denen der Bildempfangsteil nach erfolgter Entwicklung und Übertragung der Farbstoffe auf die Bildempfangsschicht vom lichtempfindlichen Teil
des Aufzeichnungsmaterials abgetrennt wird.
Von besonderer Bedeutung für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren sind Aufzeichnungsmaterialien mit integrierter Bildempfangsschicht, d.h. Aufzeichnungsmaterialien des Typs, die aus
einem Laminat aus Bildempfangsteil und Negativteil bestehen.
Ganz besonders vorteilhafte Aufzeichnungsmaterialien für das
Farbdiffusionsübertragungsverfahren sind solche des aus der CA-PS 928 559 und der GB-PS 1 405 662 bekannten Typs. Diese Aufzeichnungsmaterialien für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren
bestehen aus einem laminierten Sandwich aus einem integrierten Negativteil-Bildempfangsteil, einem transparenten Deckblatt und
einem aufspaltbaren Behälter mit einer ein Trübungsmittel enthaltenden viskosen Entwicklungsflüssigkeit zwischen Negativteil-Bildempfangsteil und transparentem Deckblatt. Die Entwicklung eines solchen Aufzeichnungsmaterials kann in der Weise erfolgen,
daß der Sandwich durch den von zwei übereinanderliegenden Druckwalzen gebildeten Spalt geführt wird, wobei der aufspaltbare
Behälter aufgespalten wird und seinen Inhalt im Aufzeichnungsmaterial verteilt. Die bekannten Aufzeichnungsmaterialien weisen
einen transparenten Schichtträger auf, auf dem die integrierten Negativ-Bildempfangsteile angeordnet sind. Auf dem transparenten
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Schichtträger befinden sich eine Bildempfangsschicht, eine ein weißes reflektierendes Pigment enthaltende Schicht, eine
opake Schicht, drei Bildfarbstoffe erzeugende Einheiten und eine Deckschicht. Auf dem transparenten Schichtträger des Deckblattes
befinden sich eine neutralisierende Schicht und eine Steuerschicht oder Verzögerungsschicht.
Die Belichtung eines solchen Aufzeichnungsmaterials (oder Aufzeichnungseinheit)
erfolgt durch das Deckblatt. Die Entwicklung erfolgt durch die viskose Entwicklungsflüssigkeit, die aus dem
aufspaltbaren Behälter freigesetzt wird. Das erzeugte Bild läßt sich von der gegenüberliegenden Seite des Deckblattes betrachten.
Deckblätter für derartige Aufzeichnungsmaterialien sowie andere
Farbübertragungssysteme sind beispielsweise aus den GB-PS 878 064 und 1 340 349 sowie der US-PS 3 414 411 bekannt.
Aus der US-PS 2 616 807 ist des weiteren ein Aufzeichnungsmaterial
für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren bekannt, das
eine Bntwicklungsflüssigkeit mit einem Gehalt an Diatomeenerde
als Mattierungsmittel aufweist.
Nachteilig an den bekannten Aufzeichnungsmaterialien für das
Farbdiffusionsübertragungsverfahren, insbesondere des aus der CA-PS 928 559 bekannten Typs ist, daß Luft aus verschiedenen
Teilen des Aufzeichnungsmaterials, einschließlich der Entwicklungsflüssigkeit,
in der neutralisierenden Schicht eingeschlossen wird, und daß die Luft zusammenfließt unter Erzeugung unansehnlicher
Kräuseldefekte und Bläschen auf der Oberfläche des Laminates, die der neutralisierenden Schicht am nächsten liegt.
Derartige Defekte sind beispielsweise bei Aufzeichnungsmaterialien
des aus der CA-PS 928 559 bekannten Typs auf der schwarzen Rückseite des Laminates sichtbar.
Aufgabe der Erfindung war es demzufolge, einen Weg aufzufinden, der es ermöglicht, die Bildung von derartigen Defekten, hervorgerufen
durch im Laminat gebildete, oder erzeugte Gasbläschen, zu verhindern.
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Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, daß das Auftreten der beschriebenen Defekte, bestehend aus Bläschen, Pickeln und
unansehnlichen Kräuselungen auf der Oberfläche des Laminates, nächst der neutralisierenden Schicht verhindert werden kann,
indem der neutralisierenden Schicht Teilchen aus Diatomeenerde, Eruptivgestein (vulkanisches Gestein) und/oder wässrigem CaI-ciumsilikat
zugesetzt werden.
Es wurde gefunden, daß der Zusatz derartiger Teilchen darüberhinaus
einen vorteilhaften Schutz vor Belichtung mit Licht durch Lichtleitung durch die Säureschicht bietet.
Gegenstand der Erfindung ist demzufolge ein photographisches Aufzeichnungsmaterial für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren
ist:
a) einem Schichtträger mit mindestens einer hierauf aufgetragenen lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht, die eine
einen Bildfarbstoff liefernde Verbindung enthält oder mit einer Schicht mit einer solchen Verbindung in Kontakt steht;
b) einer Bildempfangsschicht;
c) einem aufspaltbaren Behälter mit alkalischer Entwicklungsflüssigkeit;
d) einer neutralisierenden Schicht für die Neutralisation der alkalischen Entwicklungsflüssigkeit nach einer vorbestimmten
Einwirkdauer der Entwicklungsflüssigkeit und
e) einer für die alkalische Entwicklungsflüssigkeit permeablen
Steuerschicht,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß die neutralisierende Schicht d) Teilchen aus Diatomeenerde, Eruptivgestein und/oder wässrigem
Calciumsilikat enthält.
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Die neutralisierende Schicht eines erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials
weist in vorteilhafter Weise mindestens eine Polycarbonsäure auf, z.B. in Form eines dibasischen Säurehalbesterderivates
der Cellulose mit freien Carboxylgruppen, z.B. Celluloseacetathydrogenphthalat, CeIIuIoseacetathydrogenglutarat,
Celluloseacetathydrogensuccinat, Äthylcellulosehydrogensuccinat,
Äthylcelluloseacetathydrogensuccinat, Celluloseacctathydrogensuccinathydrogenphthalat
oder Äther- und Esterderivaten der Cellulose, modifiziert mit Sulfoanhydriden, z.B. mit ortho-Sulfobenzoesäureanhydrid,
ferner Polystyrolsulfonsäure, Carboxymethylcellulose , Polyvinylhydrogenphthalat, Polyvinylacetathydrogenphthalat,
Polyacrylsäure, Polymethacrylsäure, Acetalen des PoIyvinylalkohols
mit Carboxy- oder Sulfo-substituierten Aldehyden, z.B. o-, m- oder p-Benzaldehydsulfonsäure oder der entsprechenden
Benzaldehydcarbonsäure, ferner Teilestern von Äthylen-Maleinsäureanhydridcopolymeren,
Teilestern von Methylvinyläther-Maleinsäureanhydridcopolymeren und dergleichen, wie sie beispielsweise
aus der US-PS 3 362 819 bekannt sind. Zum Aufbau der neutralisierenden Schicht geeignet sind ferner beispielsweise Copolymere
von Carbonsäuren, beispielsweise Copolymere aus Butylacrylat und Acrylsäure, Copolymere aus Methylvinyläther und Maleinsäure oder
Maleinsäureanhydrid und Copolymere aus Äthylen und Maleinsäure oder Maleinsäureanhydrid sowie Teilester hiervon. Als besonders
vorteilhaft haben sich neutralisierende Schichten erwiesen, die
unter Verwendung eines Copolymeren aus Butylacrylat und Acrylsäure und/oder aus Polyacrylsäure aufgebaut sind, insbesondere
solche Schichten, die mit einem Härtungseiittel, wie beispielsweise
einem BIs-Bpojtid, gehärtet worden sind*
Erfindungsgemäß enthält die neutralisierende Schicht Teilchen
aus Diatomeenerde, Eruptivgestein (exploded volcanic rock) und/ oder wässrigem Calciumsilikat. Die Zusätze müssen dabei in Teilchenform
vorliegen, wobei die Teilchen eine verschiedene Teilchengröße haben können. Bezüglich der Feinheit der Teilchen ist
nach unten praktisch keine Grenze gesetzt. Dies bedeutet, daß Teilchen einer Teilchengröße von 1 ,um oder darunter verwendet
werden können. Vorzugsweise werden Teilchen einer Teilchengröße
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von 10 um und darunter verwendet, da sich diese Teilchen leicht
in Form entsprechender Beschichtungsmassen verarbeiten lassen und weil bei derartigen Teilchen leicht eine Klümpchenbildung
verhindert wird, und weil ferner verhindert wird, daß die Teilchen aus der getrockneten Schicht herausragen.
Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von Teilchen einer Teilchengröße von 2 bis 8 um erwiesen.
Die neutralisierende Schicht oder Säureschicht enthält in vorteilhafter Weise 50 bis 800 mg der Teilchen/m . Besonders vorteilhafte Ergebnisse werden dann erhalten, wenn die Konzentration der Teilchen in der Schicht bei 75 bis 500 mg/m2 liegt.
Zur Herstellung der neutralisierenden Schichten können die verschiedensten üblichen bekannten Sorten von Diatomeenerde verwendet werden, die im Handel erhältlich sind. Genannt seien beispielsweise Handelsprodukte, wie Celite, Dicalite und dergleichen.
Zur Herstellung der neutralisierenden Schichten können des weiteren die üblichen bekannten Eruptivgesteine, z.B. in Form des
Perlites, d.h. in Form vulkanischer Liparit- oder Quarzporphyrgläser verwendet werden. Derartige Produkte sind im Handel erhältlich. Ein "exploded volcanic rock"-Produkt ist z.B. unter der
Handelsbezeichnung "Bulk Aid2" «on der Firma Grefco Company,USA,
erhältlich. Das gleiche gilt von wäßrigem Calciumsilikat. Ein bekanntes Handelsprodukt ist z.B. MICRO CEL T-38, Hersteller
Johns Manville Company, USA.
Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von Diatomeenerde erwiesen.
In vorteilhafter Weise kann die neutralisierende Schicht gehärtet
werden. So hat es sich beispielsweise als vorteilhaft erwiesen, eine neutralisierende Schicht mit einer Polycarbonsäure zu härten
oder querzuvernetzen, um die Integrität der Schicht und die Adhäsion der Schicht gegenüber angrenzenden Schichten während und
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nach dem Entwicklungsprozeß aufrechtzuerhalten. Wird eine solche Schicht nicht in geeigneter Weise gehärtet, so können sich feine
Gasbläschen freier durch die neutralisierende Schicht bewegen und können unter Bildung zu beanstandender größerer Bläschen
zusammenfließen. Obgleich die Verwendung von Teilchen aus Diatomeenerde, Eruptivgestein und/oder wässrigem Calciumsilikat
in der neutralisierenden Schicht oder Säureschicht das Auftreten von Bläschen in den Deckblättern verhindert oder mindestens stark
vermindert, gleichgültig, ob die Säureschicht hart oder weich ist, hat es sich zur ürzielung optimaler Ergebnisse doch als
vorteilhaft erwiesen, wenn die Säureschicht optimal gehärtet wird. Zu bemerken ist jedoch, daß eine Härtung zur Erzielung
optimaler Ergebnisse oftmals nicht erforderlich ist, wie beispielsweise im Falle von sauren Copolymeren, wie beispielsweise
Copolymeren aus Butylacrylat und Acrylsäure.
Wenn die Flüssigkeit aus dem aufspaltbaren Behälter durch das
Aufzeichnungsmaterial diffundiert, wird die Steuerschicht von der Flüssigkeit durchdrungen und die neutralisierende Schicht
wird praktisch neutralisiert. Die Schicht, in der nunmehr größere Mengen an Alkalimetallsalzen der die Schicht bildenden polymeren
Säure entstehen, schwillt und wird zur weichesten Schicht des Aufzeichnungsmaterials. Dabei treten in dieser Schicht im allgemeinen
Gasbläschen auf.
Erfindungsgemäß werden Teilchen aus Diatomeenerde, Eruptivgestein und/oder wässrigem Calciumsilikat in der neutralisierenden Schicht
untergebracht. Der Zusatz derartiger Teilchen zu anderen Schichten des Aufzeichnungsmaterials, z.B. zur Steuerschicht oder zur
Entwicklungsflüssigkeit, hat sich zur Vermeidung des Auftretens von Bläschen im Deckblatt als nicht vorteilhaft erwiesen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht
das Aufzeichnungsmaterial aus einem Aufzeichnungsmaterial mit
integriertem Negativ- und Bildempfangsteil des aus der CA-PS 928 559 bekannten Typs, bei dem die Steuerschicht auf einem Deckblatt
angeordnet ist. Im Falle eines solchen Aufzeichnungsmaterials
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ist der Schichtträger für den lichtempfindlichen Aufzeichnungsteil
transparent und beschichtet mit der Bildempfangsschicht, einer lichtreflektierenden Schicht, einer opaken Schicht und
den lichtempfindlichen Schichten mit den Bildfarbstoffe erzeugenden Verbindungen oder mit Schichten, die Bildfarbstoffe
erzeugende Verbindungen enthalten. Benachbart zur obersten Schicht des lichtempfindlichen Teiles sowie zu einem transparenten
Deckblatt ist ein aufspaltbarer Behälter mit alkalischer Entwicklungsflüssigkeit und einem Trübungsmittel, wie beispielsweise
Ruß, angeordnet. Das Deckblatt besteht aus einem transparenten Schichtträger mit einer hierauf aufgetragenen, neutralisierenden
Schicht mit Teilchen aus Diatomeenerde, Eruptivgestein und/oder wässrigem Calciumsilikat sowie einer Steuerschicht.
Das Aufzeichnungsmaterial kann in einer sogenannten Selbstentwicklerkamera
durch das transparente Deckblatt hindurch belichtet werden, worauf das Aufzeichnungsmaterial durch den von zwei
übereinander angeordneten, druckausübenden Gliedern gebildeten Spalt aus der Kamera abgezogen wird. Dabei wird der die Entwicklungsflüssigkeit
enthaltende Behälter aufgespalten, und die Entwicklungsflüssigkeit
nebst Trübungsmittel wird über dem bilderzeugenden Teil des Sandwiches verteilt, so daß ein Schutz vor
weiterer Belichtung erfolgt. Die Entwicklungsflüssigkeit entwickelt die Silberhalogenidemulsionsschichten unter Erzeugung
von Bildfarbstoffen als Ergebnis des Entwicklungsprozesses, die in die Bildempfangsschicht diffundieren und dort ein seitenrichtiges
Bild erzeugen, das durch den transparenten Schichtträger hindurch auf dem opaken reflektierenden Hintergrund betrachtet
werden kann. Die neutralisierende Schicht neutralisiert die alkalische Entwicklungsflüssigkeit nach "Durchbruch" der Steuerschicht
und "Stoppen" oder "Abschalten" des Systems.
Das Aufzeichnungsmaterial kann in einer Selbstentwicklerkamera
durch das transparente Deckblatt hindurch belichtet werden. Nach der Belichtung in der Kamera wird es aus dieser durch den von
zwei übereinander angeordneten druckausübenden Gliedern gebildeten Spalt abgezogen, wobei der aufspaltbare Behälter aufgespalten wird
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und seinen Inhalt nebst Trübungsmittel über dem bilderzeugenden Teil des Sandwiches verteilt und diesen vor weiterer Belichtung
schützt. Die Entwicklungsflüssigkeit entwickelt dabei die Silberhalogenidemulsionsschichten
unter Erzeugung von Bildfarbstoffen, die in die Bildempfangsschicht diffundieren und hier ein seitenrichtiges
Bild erzeugen, das durch den transparenten Schichtträger hindurch auf der opaken reflektierenden Schicht als Hintergrund
betrachtet werden kann. Die neutralisierende Schicht neutralisiert
die alkalische tntwicklungsflüssigkeit nach dem Uurchbruch
der Steuerschicht unter "Abstoppen" oder "Abschalten" des Systems.
In vorteilhafter Weise kann das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial
ein Aufzeichnungsmaterial mit integrierter Bildempfangsschicht
des aus den US-PS 3 415 644 und 3 647 437 bekannten Typs sein. Im Falle dieser Ausgestaltung der Erfindung besteht der
Negativteil des Aufzeichnungsmaterials aus einem opaken Schichtträger,
auf dem die lichtempfindlichen Schichten sowie Schichten mit den Bildfarbstoffe erzeugenden Verbindungen aufgetragen sind.
Der transparente Bildempfangsteil des Aufzeichnungsmaterials besteht
aus einem transparenten Schichtträger, der mit einer neutralisierenden
Schicht mit den erfindungsgemäß verwendeten Teilchen, einer Steuerschicht und einer Bildempfangsschicht beschichtet
ist. Benachbart zur obersten Schicht des lichtempfindlichen Teiles und zum transparenten Bildempfangsteil ist ein aufspaltbarer
Behälter mit alkalischer Entwicklungsflüssigkeit, TiO- und einem Indikatorfarbstoff (vergl. US-PS 3 647 437) angeordnet.
Das Aufzeichnungsmaterial kann in einer Selbstentwicklerkamera
durch den transparenten Bildempfangsteil belichtet werden, worauf es wiederum aus der Kamera durch den von zwei übereinander angeordneten,
druckausübenden Gliedern gebildeten Spalt abgezogen wird. Dabei wird wiederum der aufspaltbare Behälter aufgespalten,
dessen Inhalt aus Entwicklungsflüssigkeit, TiC^ und Indikatorfarbstoff
sich über dem bilderzeugenden Teil des Sandwiches verteilt und diesen Teil vor weiterer Belichtung schützt. Die Entwicklungsflüssigkeit
entwickelt dabei die Silberhalogenidemul-
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sionsschichten unter Erzeugung von Bildfarbstoffen. Die Bildfarbstoffe aus den nicht-exponierten Bezirken diffundieren dann
in die Bildempfangsschicht. Das in dieser Schicht erzeugte Bild kann durch den transparenten Schichtträger auf einem weißen Hintergrund betrachtet werden. Der Indikatorfarbstoff der Entwicklungsflüssigkeit wird dabei bei Verbrauch des Alkalis durch die
neutralisierende Schicht in eine farblose Form "überführt". Wie im vorangehenden Falle neutralisiert die neutralisierende Schicht
die alkalische Entwicklungsflüssigkeit nach Durchbruch der Steuerschicht unter "Abstoppen" des Systems. Zwecks weiterer Details
des Aufbaues des Aufzeichnungsmaterials sei auf die bereits erwähnten US-PS 3 415 644 und 3 647 437 verwiesen. Da im vorliegenden Falle das Bild geometrisch umgekehrt ist, wird ein optisches
Bildumkehrsystem benötigt, beispielsweise ein Spiegel in der Kamera, um das Bild umzukehren, so daß ein seitenrichtiges Bild
in der Bildempfangsschicht erzeugt wird.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weist das Aufzeichnungsmaterial einen Aufbau auf, wie er aus
der US-PS 3 36 2 819 bekannt ist. Im Falle des aus der US-PS 3 362 819 bekannten Aufzeichnungsmaterials wird ein Bildempfangsteil oder Bildempfangselement verwendet, das aufgebaut ist aus
einem Schichtträger, der normalerweise opak ist, und auf dem aufgetragen sind: eine neutralisierende Schicht, eine Steuerschicht und eine Bildempfangsschicht. Erfindungsgemäß werden
der neutralisierenden Schicht Teilchen aus Diatomeenerde, Eruptivgestein und/oder wässrigem Calciumsilikat zugesetzt. Zwecks weiterer Details wird auf die US-PS 3 362 819 verwiesen.
In vorteilhafter Weise läßt sich die Erfindung beispielsweise auch im Rahmen der integrierten Aufzeichnungsmaterialien anwenden,
die aus den US-PS 3 362 821, 3 415 645, 3 415 646, 3 647 437 und 3 635 707 sowie der GB-PS 1 330 524 bekannt sind.
In vorteilhafter Weise enthält die Entwicklungsflüssigkeit die Entwicklerverbindung für die Entwicklungs des Aufzeichnungsmaterials. Die Entwicklungsflüssigkeit kann jedoch auch lediglich aus
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einer alkalischen Lösung bestehen, in welchem Falle die Entwicklerverbindung
im Aufzeichnungsmaterial untergebracht ist. In diesem Fall dient die alkalische Hntwicklungsflüssigkeit
lediglich zur Aktivierung der im Aufzeichnungsmaterial enthaltenen
Entwicklerverbindung.
Zur Herstellung photographischer Aufzeichnungsmaterialien nach
der Erfindung können die verschiedensten üblichen bekannten Bildfarbstoffe liefernden Verbindungen verwendet werden. Genannt seien
beispielsweise:
(1) Verbindungen, die in der Entwicklungsflüssigkeit zunächst
löslich oder diffusionsfähig sind, jedoch als Folge des Entwicklungsprozesses
bildweise selektiv nicht-diffusionsfähig gemacht werden, wie sie beispielsweise bekannt sind aus den US-PS
2 647 049, 2 661 293, 2 698 244, 2 698 798, 2 802 735, 2 774 und 2 983 606 oder
(2) Verbindungen, die in der Entwicklungsflüssigkeit zunächst
unlöslich und nichtfiiffusionsfähig sind, jedoch selektiv bildweise
als Folge des Entwicklungsprozesses diffusionsfähig gemacht werden, wie sie beispielsweise bekannt sind aus den US-PS
3 227 550, 3 227 551, 3 227 552, 3 227 554, 3 243 294 und
3 445 228. Bei den bekannten Verbindungen kann es sich um vorgebildete
Farbstoffe oder Farbstoffvorläuferverbindungen handeln, z.B. Farbkuppler, sogenannte oxichromogene Verbindungen und dergleichen.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
werden zur Herstellung der Aufzeichnungsmaterialien als Bildfarbstoffe
liefernde Verbindungen nicht-diffusionsfähige, Farbstoffe
freisetzende Redox-Verbindungen verwendet. Bei diesen Verbindungen handelt es sich ganz allgemein um Verbindungen, die durch eine
oxidierte Entwicklerverbindung oxidierbar sind und die in ihrem oxidierten Zustand, z.B. nach alkalischer Hydrolyse, einen diffusionsfähigen
Farbstoff freizusetzen vermögen. Derartige Farbstoffe freisetzende Redox-Verbindungen, die zur Herstellung eines
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erfindungsgemäßen AufZeichnungsmaterials verwendet werden können,
sind beispielsweise bekannt aus den US-PS 3 725 062, 3 698 897, 3 628 952, 3 443 939 und 3 443 940 sowie den BL-PS 788 268,
796 041, 796 042, 796 041, 796 042, 796 040 sowie 810 195.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der trfindung
werden zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials
als Farbstoffe freisetzende Verbindungen Redox-Verbindungen des aus der BE-PS 788 268 bekannten Typs verwendet. Bei
diesen Verbindungen handelt es sich um nicht-diffusionsfähige Sulfonamidoverbindungen, die nach erfolgter Oxidation durch Einwirkung
von Alkali aufspaltbar sind und von einem Benzolkern einen diffusionsfähigen Farbstoff abspalten. Derartige Verbindungen
lassen sich durch die folgende Strukturformel wiedergeben:
ü
Y A—Ball
Y A—Ball
NHSO7-Färb worin bedeuten: l
1) Färb einen Farbstoff- oder Farbstoffvorläuferrest;
2) Ball eine organische Ballastgruppe einer solchen Molekulargröße
und Konfiguration (z.B. eine einfache organische Gruppe oder eine Polymergruppe), die die Verbindung im
Aufzeichnungsmaterial während der Entwicklung mit einer
alkalischen Entwicklungsflüssigkext nicht-diffundierend macht;
3) Y die zur Vervollständigung eines Trägerrestes, z.B. eines
Phenyl-, Naphthyl- oder heterocyclischen Restes mit vorzugsweise 5 bis 7 C-Atomen erforderlichen Atome und
4) G ein Rest der Formeln -OR oder -NHR1, worin R für ein
Wasserstoffatom oder einen hydrolysierbaren Rest steht
und R1 die Bedeutung eines Wasserstoffatomes oder eines
gegebenenfalls substituierten Alkylrestes mit 1 bis 22 C-Atomen hat, beispielsweise die Bedeutung eines Methyl-,
Äthyl-, Hydroxyläthyl-, Propyl-, Butyl-, sec.-Butyl-,
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tert.-Butyl-, Cyclopropyl-, 4-Chlorobuty1-, Cyclobutyl-,
4-Ni troamyl-, Ilexyl-, Cyclohexyl-, Octyl-, Decyl-, Uctadecyl-,
üocosyl-, Benzyl- oder Phenäthylreste, wobei gilt, daß, wenn R, ein Alkylrest mit mehr als 6 C-Atomen
ist, dieser Rest einen Teil oder die gesamte Ballastgruppe darstellen kann.
Zwecks weiterer Details bezüglich derartiger Sulfonamidoverbindungcn
sei auf die BL-PS 788 268 verwiesen.
Gemäß einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung werden als Bildfarbstoffe liefernde Verbindungen
diffusionsfähige Bildfarbstoffe liefernde Verbindungen, wie
Farbstoffentwicklerverbindungen einschließlich aus Metallkomplexen
bestehende Farbstoffentwicklerverbindungen verwendet, wie sie beispielsweise aus den US-PS 3 453 107, 3 544 545, 3 551 406,
3 563 739, 3 597 200 und 3 705 184 bekannt sind sowie ferner sogenannte oxichromogene Lntwicklerverbindungen, wie sie näher
beispielsweise in der US-PS 3 880 658 beschrieben werden. Bei Verwendung sogenannter oxichromogener Entwicklerverbindungen erfolgt
die Bilderzeugung durch Diffusion der oxichromogenen Entwicklerverbindungen in die Bildempfangsschicht, in der sie einer
chromogenen Oxidation unter Erzeugung von Bildfarbstoffen unterliegen.
Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial kann aus einem Aufzeichnungsmaterial
zur Herstellung einfarbiger, positiver Bilder wie auch mehrfarbiger positiver Bilder bestehen. Im Falle eines
üreifarbsystemes steht eine jede Silberhalogenidemulsionsschicht
des Materials mit einer einen Bildfarbstoff liefernden Verbindung
in Kontakt, deren überwiegende spektrale Absorption innerhalb des Bereiches des sichtbaren Spektrums liegt, demgegenüber die
Silberhalogenidemulsionsschicht empfindlich ist, d.h. die blauempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht steht mit einer einen
gelben Bildfarbstoff liefernden Verbindung in Kontakt und die rot-empfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht steht mit einer
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einen blaugrünen Bildfarbstoff liefernden Verbindung in Kontakt.
Die Bildfarbstoffe erzeugenden Verbindungen können dabei in den
Silberhalogenideraulsionsschichten untergebracht werden oder in
zu den Silberhalogenidemulsionsschichten benachbarten Schichten.
Die Konzentration der Bildfarbstoffe liefernden Verbindungen im Aufzeichnungsmaterial kann sehr verschieden sein, je nach den
im Einzelfalle verwendeten Verbindungen und den gewünschten Ergebnissen. Beispielsweise können die Bildfarbstoffe liefernden
Verbindungen in Beschichtungslösungen oder ßeschichtungsmassen
verwendet werden, in denen das Verhältnis von Bildfarbstoffe erzeugender Verbindung zu hydrophilem, filmbildenden Bindemittel
bei etwa 0,25 bis etwa 4:1 liegt. Das fumbildende Bindemittel
kann aus einem natürlichen filmbildenden Bindemittel oder einem
synthetischen Polymer-Bindemittel bestehen, beispielsweise aus Gelatine oder Polyvinylalkohol, das für die zur Entwicklung des
Aufzeichnungsmaterials verwendete, wässrige, alkalische Entwicklungsflüssigkeit permeabel ist.
Zur Entwicklung der erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien
können die verschiedensten üblichen bekannten Silberhalogenidentwicklerverbindungen verwendet werden, je nachdem, welcher
Chemismus dem zu entwickelnden Aufzeichnungsmaterial zugrundeliegt. Die Entwicklerverbindung kann, wie bereits dargelegt, im
lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial zur Anwendung gebracht
werden oder in der Entwicklungsflüssigkeit enthalten sein. Beispiele für geeignete Entwicklerverbindungen sind:
1-Phenyl-3-pyrazolidinon
1-Phenyl-4,4-dimethyl-3-pyrazolidinon
Ν,Ν-Diäthyl-p-phenylendiamin
3-Methyl-N,N-diäthyl-p-phenylendiamin
4-Hydroxymethyl-4-methyl-1-phenyl-3-pyrazolidinon.
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Verbindungen ist die Erzeugung von diffusionsfähigen Bildfarbstoffen
eine Funktion der Entwicklung der Silberhalogenidemulsionsschichten mit einer Silberhalogenidentwicklerverbindung
unter Erzeugung von entweder negativen oder direktpositiven Silberbildern in den Emulsionsschichten. Bei Verwendung von
SilberhalogenidemulsionsschicJiten, die direkt-positive Silberbilder
erzeugen, beispielsweise bei Verwendung von direkt-positiven Innenbildemulsionen oder solarisierenden Emulsionen, die
in den nicht-exponierten Bezirken entwickelbar sind, können positive Bilder in der Bildempfangsschicht erhalten werden, wenn aus
Redox-Verbindungen bestehende Bildfarbstoffe erzeugende Verbindungen
verwendet werden, die nach erfolgter Oxidation Farbstoffe freisetzen. Nach erfolgter Exponierung des Aufzeichnungsmaterials
durchdringt die alkalische Entwicklungsflüssigkeit die verschiedenen Schichten des Materials unter Einleitung des Entwicklungsprozesses
in den exponierten Silberhalogenidemulsionsschichten. Die im Aufzeichnungsmaterial zugegene Entwicklerverbindung entwickelt
die Silberhalogenidemulsionsschichten in den nicht-exponierten Bezirken (da die Silberhalogenidemulsionsschichten
direkt-positive Silberhalogenidemulsionsschichten sind), wodurch die Entwicklerverbindung bildweise oxidiert wird, entsprechend
den nicht-exponierten Bezirken der direkt-positiven Silberhalogenidemulsionsschichten.
Die oxidierte Entwicklerverbindung oxidiert dann wiederum die für die Bilderzeugung verwendeten Redox-Verbindungen,
die in ihrer oxidierten Form entweder direkt einen Farbstoff oder eine Farbstoffvorläuferverbindung freisetzen oder
einer durch eine Base katalysierten Reaktion unterliegen und daraufhin einen Farbstoff oder eine Farbstoffvorläuferverbindung
bildweise als Funktion der bildweisen Exponierung einer jeder der Silberhalogenidemulsionsschichten freisetzen. Mindestens ein
Teil der in bildweiser Verteilung erzeugten diffusionsfähigen Farbstoffe oder Farbstoffvorläuferverbindungen diffundiert dann
in die Bildempfangsschicht unter Erzeugung einer positiven Abbildung der Originalvorlage.
Zur Herstellung erfindungsgemäßer Aufzeichnungsmaterialien ge-
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eignete Innenbildemulsionen sind direkt-positive Emulsionen, die latente Bilder überwiegend im Inneren der Silberhalogenidkörner
erzeugen, zum Unterschied zu Silberhalogenidkörnern, die latente Bilder überwiegend auf ihrer überfläche erzeugen. Zur
Herstellung erfindungsgemäßer Aufzeichnungsmaterialien geeignete Innenbildemulsionen sind beispielsweise aus den US-FS 2 592 250,
3 761 276, 3 761 266 und 3 761 267 bekannt.
Silberhalogenid-Innenbildemulsionen, die sich zur Herstellung
erfindungsgemäßer Aufzeichnungsmaterialien eignen, lassen sich beispielsweise kennzeichnen durch die erhöhte maximale Dichte,
die dann erhalten wird, wenn sie mit einem Entwickler vom Innenbildtyp
zu einem negativen Silberbild entwickelt werden, gegenüber der maximalen Dichte, die dann erzielt wird, wenn die Entwicklung
mit einem Entwickler vom Oberflächentyp erfolgt. Besonders geeignete
Innenbildemulsionen sind solche, die, wird eine Testmenge der Silberhalogenidemulsion auf einen transparenten Schichtträger
aufgetragen, und wird die Emulsionsschicht einer Lichtintensitätsskala eine bestimmte Zeitspanne lang zwischen 0,01 und
1 Sekunde exponiert und wird das exponierte Material drei Minuten lang bei 20°C in einem Entwickler A vom Innenbild der weiter
unten angegebenen Zusammensetzung entwickelt, eine maximale Dichte liefern, die mindestens 5 mal so groß ist wie die maximale Dichte,
die dann erhalten wird, wenn eine in gleicher Weise exponierte Silberhalogenidemulsionsschicht 4 Minuten lang bei 20°C in einem
Entwickler B vom Oberflächentyp der im folgenden angegebenen Zusammensetzung
entwickelt wird. Vorzugsweise ist die maximale Dichte bei Verwendung des Entwicklers A um mindestens 0,5 Dichteeinheiten
größer als die maximale Dichte, die bei Verwendung des Entwicklers B erhalten wird.
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Hydrochinon 1 S g
Monomethyl-p-aminophenolsulfat 15 g
Natriumsulfit (entwässert) 5ü g
Kaliumbromid 10 g
Natriumhydroxid 25 g
Natriumthiosulfat 20 g
Mit Wasser aufgefüllt auf 1 Liter
lintwicklcr ß
p-IIydroxyphenylglycin 10 g
Natriumcarbonat 100 g
Mit Wasser aufgefüllt auf 1 Liter
Silberhalogenidemulsionen vom Innenbildtyp liefern, wenn sie in
Gegenwart eines Schleiermittels oder eines Keimbildners entwickelt werden, direkt-positive Silberbilder. Derartige Emulsionen eignen
sich ganz besonders zur Herstellung der erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien.
Zur Herstellung derartiger Silberhalogenidemulsionen vom Innenbildtyp können die verschiedensten üblichen
bekannten Schleiermittel verwendet werden, beispielsweise Hydrazine, z.B. des aus den US-PS 2 588 982 und 2 563 785 bekannten
Typs, Hydrazine und Hydrazone, z.B. des aus der US-PS 3 227 bekannten Typs, quaternäre Hydrazonsalze, z.B. des aus der GB-PS
1 283 835 und des aus der US-PS 3 615 615 bekannten Typs, ferner
Hydrazonreste enthaltende Polymethinfarbstoffe des aus der US-PS 3 718 470 bekannten Typs oder Mischungen derartiger Schleiermittel.
üie Konzentration der Schleiermittel kann sehr verschieden sein, je nach den erwünschten Ergebnissen. Als zweckmäßig hat es sich
erwiesen, die Antischleiermittel in Konzentrationen von etwa 0,4 bis 8 g pro Mol Silber der lichtempfindlichen Schicht eines
Aufzeichnungsmaterials nach der Erfindung zu verwenden oder in Konzentrationen von etwa 0,1 bis 2 g pro Liter Entwicklerlösung,
falls sie in einer bntwicklerlösung verwendet werden. Üie aus den US-PS 3 615 615 und 3 718 470 bekannten Schleiermittel werden
vorzugsweise in Konzentrationen von 25 bis 500 mg/Mol Silber der lichtempfindlichen Schicht verwendet.
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Typische, zur Herstellung erfindungsgeraäßer Aufzeichnungsmaterialien geeignete direkt-positive Silberhalogenidemulsionen
werden außer in den bereits zitierten Literaturstellen beispielsweise noch in den US-PS 3 227 552, 3 761 276, 3 761 267,
3 761 266 und 3 703 584 beschrieben.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung werden zur Herstellung des Aufzeichnungsmaterials direkt-positive
Silberhalogenidemulsionen verwendet, die entweder auf chemischem Wege oder durch Bestrahlung der Oberfläche der Silberhalogenidkörner verschleiert wurden, um eine Entwicklung auf maximale
Dichte ohne Exponierung zu ermöglichen. Bei der Exponierung werden die exponierten Bezirke nicht entwickelt, wodurch eine Bildauflösung und die Herstellung eines positiven Bildes ermöglicht
wird. Silberhalogenidemulsionen dieses Typs sind bekannt, beispielsweise aus den US-PS 3 367 778, 3 501 305, 3 501 306 und
3 501 307.
Zur Herstellung photographischer Aufzeichnungsmaterialien nach
der Erfindung können in vorteilhafter Weise des weiteren beispielsweise direkt-positive Silberhalogenidemulsionen des Typs
verwendet werden, der in dem Buch von Mees und James "The Theory of the Photographic Process", Verlag MacMillan Company, New York,
N.Y., 1966, Seiten 149-167 beschrieben wird.
Im Falle eines mehrschichtigen, farbphotographischen Aufzeichnungsmaterials nach der Erfindung können die verschiedenen Silberhalogenidemulsionsschichten in der üblichen bekannten Reihenfolge
auf dem Schichtträger angeordnet sein, d.h. die blau-empfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht ist bezüglich der Belichtungsseite
die erste Schicht, worauf die grün-empfindliche und die rotempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht folgen. Gegebenenfalls
kann eine einen gelben Farbstoff enthaltende Schicht oder eine gelbes kolloidales Silber enthaltende Schicht zwischen der blauempfindlichen und der grün-empfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht angeordnet sein, um blaue Strahlung zu absorbieren oder
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abzufiltern, die durch die blau-empfindliche Schicht gelangt sein kann. Gegebenenfalls können die selektiv sensibilisierten
Silberhalogenidemulsionsschichten jedoch auch in anderer Reihenfolge
auf dem Schichtträger angeordnet sein, d.h. die blau-empfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht kann bezüglich der
Belichtungsseite die erste Schicht sein, worauf die rot-empfindliche Schicht folgt und dann die grün-empfindliche Schicht.
Der aufspaltbare Behälter des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials kann die übliche bekannte Beschaffenheit aufweisen,
d.h. beispielsweise ein Behälter des aus den US-PS 2 543 181,
2 643 886, 2 653 732, 2 723 Ü51 , 3 056 492, 3 056 491 und
3 152 515 bekannten Typs sein. Derartige aufspaltbare Behälter bestehen im allgemeinen aus einem flüssigkeits- und luftdichten
blattförmigen Material, das einmal längs um sich selbst unter Erzeugung von zwei Wänden gefaltet ist, die miteinander versiegelt
werden und eine Tasche bilden, in der die Entwicklungsflüssigkeit untergebracht wird.
Im Falle eines erfindungsgemäßen mehrschichtigen Aufzeichnungsmaterials mit mehreren Silberhalogenidemulsionsschichtftn und
Bildfarbstoffe erzeugenden Verbindungen in den Emulsionsschichten oder hierzu benachbarten Schichten, können die einzelnen
Silberhalogenidemulsionsschichten, gegebenenfalls mit den zu ihnen gehörigen Bildfarbstoffe erzeugenden Verbindungen enthaltenden
Schichten voneinander getrennt sein, beispielsweise durch Schichten aus Gelatine oder Calciumalginat oder anderen Stoffen,
wie sie beispielsweise näher in der US-PS 3 384 483 beschrieben werden, oder durch Schichten aus polymeren Stoffen, wie Polyvinylamiden,
z.B. gemäß US-PS 3 421 894 oder durch Schichten des aus der FR-PS 2 028 236 bekannten Typs oder durch Schichten des aus
den US-PS 2 992 104, 3 043 692, 3 044 873, 3 061 428, 3 069 263, 3 069 264, 3 121 011 oder 3 427 158 bekannten Typs.
Die einzelnen Silberhalogenidemulsionsschichten können die übliche
Schichtstärke aufweisen. In vorteilhafter Weise bestehen
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die Silberhalogenidemulsionsschichten aus Gelatine-Silberhalogenideraulsionsschichten.
Ihre Schichtstärke liegt vorzugsweise bei 0,6 bis 6 Mikron. Werden die Bildfarbstoffe erzeugenden
Verbindungen in gesonderten Schichten untergebracht, so können diese Schichten beispielsweise aus für wässrige alkalische Lösungen
permeablen aus einem polymeren Bindemittel und den Verbindungen aufgebauten Schichten bestehen, beispielsweise aus
Gelatineschichten mit einer Schichtstärke von vorzugsweise 1 bis 7 Mikron. Bei Verwendung von für alkalische Lösungen permeablen
Zwischenschichten, insbesondere aus Polymeren aufgebauten Zwischenschichten, beispielsweise Gelatineschichten, können
diese vorzugsweise 1 bis 5 Mikron sein. Die angegebenen Dickenverhältnisse können jedoch auch unterschritten oder überschritten
werden.
Bei Verwendung einer für alkalische Lösungen permeablen, nicht reflektierenden Schicht besteht diese in vorteilhafter Weise
aus einer Schicht aus einem der üblichen bekannten Bindemittel, in dem eines der bekannten üblichen Trübungsmittel dispergiert
ist. Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von weißen, licht-reflektierenden Schichten erwiesen, da diese vom ästhetischen
Standpunkt aus gesehen, gefällige Hintergrundschichten bilden, auf denen die übertragenen Farbstoffbilder betrachtet
werden können und weil des weiteren derartige Schichten optische Ligenschaften aufweisen, die für die Reflektion einfallender
Strahlung erwünscht sind. Typische geeignete Trübungsmittel zur Herstellung derartiger Schichten sind beispielsweise Titandioxid,
Bariumsulfat, Zinkoxid, Bariumstearat, Silberflöckchen, Silikate,
Aluminiumoxid, Zirkoniumoxid, Zirkoniumacetylacetat, Natriumzirkoniumsulfat, Kaolin, Glimmer sowie Mischungen derartiger Stoffe
in verschiedenen Konzentrationen, je nach dem Grad der erwünschten Trübung oder Opazität. Die Trübungsmittel können in den üblichen
bekannten Bindemitteln dispergiert werden, solange diese eine für alkalische Lösungen permeable polymere Matrix liefern,
beispielsweise Gelatine und Polyvinylalkohol. Gegebenenfalls können der lichtreflektierenden Schicht auch optische Aufheller zugesetzt
werden, beispielsweise vom Stilben-, Coumarin-, Triazin-
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und/oder Oxazoltyp. Soll die Trübungskapazität der licht-reflektierenden
Schicht erhöht werden, so können gegebenenfalls auch dunkelfarbige Trübungsmittel zugesetzt werden, z.B. pH-Indikatorfarbstoffe,
Ruß und/oder Nigrosinfarbstoffe, wobei derartige Trübungsmittel gegebenenfalls auch in einer besonderen Schicht benachbart zur
licht-reflektierenden Schicht untergebracht werden können.
Die licht-reflektierende Schicht kann des weiteren gegebenenfalls
ein weißes Titandioxidpigment enthalten, das durch Ausscheidung von hydratisiertem Aluminiumoxid oder hydratisiertem Aluminiumoxid
gemeinsam mit hydratisiertem Siliciumdioxid auf das Titandioxidpigment
modifiziert worden ist, wie es näher beispielsweise aus der US-PS 3 928 037 und der OLS 2 324 590 bekannt ist. Eine solche
Schicht eignet sich z.B. für die Betrachtung eines Bildes, das nach dem photographischen Diffusionsumkehrverfahren erhalten worden ist.
Die neutralisierende Schicht mit den beschriebenen Teilchen wird
wirksam, nachdem die Entwicklungsflüssigkeit die Steuerschicht durchdrungen hat. Sie bewirkt eine Verminderung des pH-Wertes der
Bildschichten von etwa 13 oder 14 auf mindestens 11, vorzugsweise 5 bis 8, innerhalb einer kurzen Zeitspanne nach Einwirkung der Entwicklungsflüssigkeit.
Die neutralisierende oder den pH-Wert vermindernde Schicht reduziert den pH-Wert des Aufzeichnungsmaterials nach
der Entwicklung unter Beendigung des Entwicklungsprozesses und verhindert praktisch eine weitere Farbstoffübertragung in die Bildempfangsschicht
unter Stabilisierung des erzeugten Farbstoffbildes.
Zum Aufbau der Bildempfangsschicht können die üblichen bekannten,
zum Aufbau von Bildempfangsschichten üblicherweise verwendeten Verbindungen verwendet werden, solange sie die übertragenen Bildfarbstoffe
zu beizen oder in anderer Weise zu fixieren vermögen. Im Einzelfalle hängt der Aufbau einer Bildempfangsschicht selbstverständlich
von dem oder den zu beizenden oder zu fixierenden Farbstoffen ab. Gilt es, saure Farbstoffe zu beizen, so kann die Bildempfangs-
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schicht basische polymere Beizmittel enthalten oder aus solchen
aufgebaut sein, beispielsweise Polymeren von Aminoguanidinderivaten des Vinylmethylketons, wie sie beispielsweise aus der US-PS 2 882 156 bekannt sind oder aus anderen basischen polymeren
Beizmitteln, die näher beispielsweise in den US-PS 3 709 690 und 3 625 694 sowie 3 898 088 und 3 859 096 beschrieben werden.
Weitere vorteilhafte Beizmittel zur Herstellung einer Bildempfangsschicht sind beispielsweise Poly-4-vinylpyridin, die 2-Vinylpyridinpolymeren und ähnlichen Verbindungen des in der US-PS 2 484 430 bekannten Typs sowie Cetyltrimethylammoniumbromid.
Weitere vorteilhafte Beizmassen zur Herstellung von Bildempfangsschichten sind weiterhin beispielsweise aus den US-PS 3 271 148,
3 271 147 und 3 958 995 bekannt.
Weitere Stoffe, die sich in vorteilhafter Weise zur Herstellung
der Bildempfangsschichten eignen, sind N-Methoxymethylpolyhexylmethylenadipamid, teilweise hydrolysiertes Polyvinylacetat und
andere Stoffe ähnlicher Natur. In vorteilhafter Weise ist die Bildempfangsschicht für alkalische Lösungen permeabel, transparent und weist eine Schichtstärke von etwa 0,006 bis 0,010 mm
auf. Gegebenenfalls kann die Schicht jedoch auch dicker oder dünner sein, je nach den erwünschten Ergebnissen. Gegebenenfalls
kann die Bildempfangsschicht auch UV-Licht absorbierende Verbindungen enthalten, um die gebeizten Farbstoffbilder vor dem Ausbleichen durch Einwirkung von ultravioletter Strahlung zu schützen
sowie ferner optische Aufheller, wie z.B. Stilbene, Coumarine, Triazine, Oxazole sowie ferner Farbstoffstabilisatoren, beispielsweise Chromanole und Alkylphenole.
Die alkalische bntwicklungsflüssigkeit besteht aus einer der
üblichen bekannten wässrigen Lösungen einer alkalischen Verbindung, z.B. Natriumhydroxid, Natriumcarbonat oder eines Amines,
z.B. Diäthylamin, und weist vorzugsweise einen pH-Wert von über 11 auf. Vorzugsweise enthält die Entwicklungsflüssigkeit eine
Entwicklerverbindung des bereits beschriebenen Typs. In vorteilhafter Weise enthält die Lösung des weiteren eine die Viskosität
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erhöhende Verbindung, z.B. ein Polymer von hohem Molekulargewicht,
beispielsweise einen wasserlöslichen Äther, der gegenüber alkalischen Lösungen inert ist, beispielsweise Hydroxyäthylcellulose
oder ein Alkaliinetallsalz der Carboxymethylcellulose, z.B. Natriumcarboxymethylcellulose.
In vorteilhafter Weise wird die die Viskosität erhöhende Verbindung in einer Konzentration von etwa
1 bis etwa 5 Gew.-"&, bezogen auf das Gewicht der Entwicklungsflüssigkeit, angewandt, so daß die Hntwicklungsflüssigkeit eine
Viskosität von etwa 100 CPs bis etwa 200 000 cPs aufweist. Gegebenenfalls
kann die Entwicklungsflüssigkeit im Falle bestimmter
Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials
ein Trübungsmittel enthalten, beispielsweise TiO2, Ruß, einen
Indikatorfarbstoff und dergleichen.
Gegebenenfalls kann ein erfindungsgemäßes Aufzeichnungsmaterial
in einer besonderen Schicht auf der Belichtungsseite der lichtempfindlichen
Schichten einen oder mehrere Ballastgruppen aufweisende Indikatorfarbstoffe und/oder Farbstoffvorläuferverbindungen
aufweisen, die vorzugsweise während der Exponierung transparent oder durchsichtig sind und nach Inkontaktbringen mit der
alkalischen Entwicklungsflüssigkeit farbig oder opak werden.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien
können des weiteren die üblichen bekannten Schichtträger verwendet werden, insbesondere flexible Schichtträger aus beispielsweise
Cellulosenitrat-, Celluloseacetat-, Poly(vinylacetal)-, Polystyrol-,
Poly(äthylenterephthalat)-, Polycarbonat-, Poly-a-olefin-,
beispielsweise Polyäthylen- und Polypropylenfolien sowie aus anderen vergleichbaren polymeren Stoffen. In vorteilhafter Weise
hat der Schichtträger eine Dicke von 0,05 bis 0,229 mm. Gegebenenfalls können in den Schichtträger UV-absorbierende Verbindungen
eingearbeitet sein. Gegebenenfalls kann auf den Schichtträger auch eine besondere Schicht mit einer UV-absorbierenden Verbindung
aufgetragen sein.
Bei dem zur Herstellung erfindungsgemäßer Aufzeichnungsmaterialien
geeigneten Silberhalogenidemulsionen handelt es sich um be-
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kannte Silberhalogenidemulsionen, wie sie näher beispielsweise beschrieben werden in der Zeitschrift "Product Licensing Index",
Band 92, Dezember 1971, Publikation 9232 auf Seite 107 unter Paragraph I. Die Emulsionen können in vorteilhafter Weise chemisch
und spektral sensibilisiert sein, wie es beispielsweise bekannt ist aus der angegebenen Literaturstelle, Seite 107,
Paragraph III und Seiten 108 bis 109, Paragraph XV. Die Emulsionen
können des weiteren in vorteilhafter Weise gegen eine Schleiererzeugung geschützt und gegenüber einem hmpfindlichkeitsverlust
bei der Lagerung stabilisiert werden, beispielsweise unter Verwendung von Verbindungen, wie sie auf Seite 107 in
Paragraph V der zitierten Literaturstelle beschrieben werden. Die Emulsionen können des weiteren auch Entwicklungsmodifizierungsmittel,
Härtungsmittel und ßeschichtungshilfsmittel enthalten, wie sie beispielsweise auf Seiten 107 bis 108 in den Paragraphen
IV, VII und XII der zitierten Literaturstelle beschrieben werden. Die Silberhalogenidemulsionsschichten und anderen
Schichten eines erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials können
des weiteren beispielsweise Weichmacher, Bindemittel und Filterfarbstoffe
enthalten, wie sie auf Seiten 108 und 109 der zitierten Literaturstelle in den Paragraphen XI, VIII und XVI beschrieben
werden. Die Silberhalogenidemulsionsschichten und anderen Schichten eines photographischen Aufzeichnungsmaterials nach der
Erfindung können des weiteren Zusätze enthalten, die nach Methoden in die Schichten eingearbeitet wurden, wie sie beispielsweise
aus Seite 109, Paragraph XVII der zitierten Literaturstelle bekannt sind. Schließlich können die einzelnen Schichten des Aufzeichnungsmaterials
nach üblichen bekannten Methoden auf Schichtträger aufgetragen werden, beispielsweise nach Methoden, wie sie
aus Seite 109, Paragraph XVIII der zitierten Literaturstelle bekannt sind.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen.
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bs wurden Deckblätter hergestellt, indem auf transparente
l'oly (äthylenterephthalat) filmschichtträger die folgenden beiden
Schichten aufgetragen wurden (die im folgenden angegebenen Konzentrationsangaben
beziehen sich jeweils auf eine Trägerfläche von Im):
1) Eine Schicht aus 16 g Polyacrylsäure mit 0,8 g Methoxymethylmelamin-Härtungsmittel;
2) eine Steuerschicht aus 4,3 g einer Mischung aus Celluloseacetat
mit einem Acetylgruppengehalt von 40 % und einem Mischpolymerisat aus Styrol und Maleinsäureanhydrid bei einem
Mischungsverhältnis von Celluloseacetat zu Mischpolymerisat von 95:5. Das Gew.-Verhältnis von Styrol zu Maleinsäureanhydrid
im Mischpolymerisat betrug 1:1.
Das Deckblatt B wurde wie das Deckblatt A hergestellt mit der Ausnahme jedoch, daß die Schicht 1 zusätzlich 160 mg Diatomeenerde
enthielt (verwendet wurde das Handelsprodukt Celite White mist ^y Diatomeenerde der Firma Johns Manville).
Die hergestellten Deckblätter wurden dann zur Entwicklung eines mehrfarbigen Aufzeichnungsmaterials mit integrierte» Negativ-Empfangsteil
verwendet, das dadurch hergestellt wurde, daß auf einen transparenten Celluloseacetatschichtträger die in der folgenden
Reihenfolge angegebenen Schichten aufgetragen wurden:
1) eine Bildempfangsschicht aus 2,2 g eines Latex aus einem Mischpolymerisat aus Styrol, N-Benzyl-N.N-dimethyl-N-vinyl-
benzylammoniumchlorid und Divinylbenzol sowie 2,2 g Gelatine; das Verhältnis der Monomeren im Mischpolymerisat lag bei
49 5:49 5:1*
2) eine reflektierende Schicht aus 21,5 g Titandioxid und 3,2 g
Gelatine;
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3) eine opake Schicht aus 2,7 g Ruß und 1,7 g Gelatine;
4) eine Schicht aus 0,54 g der im folgenden angegebenen Verbindung
1 sowie 1,1 g Gelatine;
5) eine rot-empfindliche Gelatine-Silberbroinidemulsionsschicht
vom Innenbildtyp mit 1,1 g Gelatine und 1,2g Silber sowie
16 g 2,5-Di-sec.-dodecylhydrochinon pro Mol Silber und 300 mg der im folgenden näher beschriebenen Keime bildenden Verbindung
Nr. 4 pro Mol Silber;
6) eine Zwischenschicht aus 1,1 g Gelatine und 1,1 g 2,5-Disec. -dodecylhydrochinon;
7) eine Schicht aus 0,54 g der im folgenden angegebenen Verbindung
2 in 0,27 g Diäthyllauramid sowie 1,1 g Gelatine;
8) eine grün-empfindliche Gelatine-Silberbromidemulsionsschicht vom Innenbildtyp mit 1,1 g Gelatine und 1,35 g Silber sowie
16 g 2,5-Di-sec.-dodecylhydrochinon pro Mol Silber und 400 mg der im folgenden näher beschriebenen Keime bildenden Verbindung
Nr. 4 pro Mol Silber;
9) eine Gelatinezwischenschicht aus 1,2 g Gelatine und 1,1 g 2,5-Di-sec.-dodecylhydrochinon;
10) eine Schicht aus 0,86 g der im folgenden näher beschriebenen Verbindung 3 in 0,43 g Diäthyllauramid sowie 1,1 g Gelatine;
11) eine blau-empfindliche Gelatine-Silberbromidemulsionsschicht vom Innenbildtyp mit 1,1 g Gelatine sowie 1,25 g Silber sowie
joucSig 2,5-Ui-sec.-dodecylhydrochinon sowie 500 mg der im folgenden
näher beschriebenen, Keime bildenden Verbindung 4 pro Mol Silber und
12) eine Deckschicht aus 0,54 g Gelatine sowie 0,11 g 2,5-Di-sec.-
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dodecy!hydrochinon.
Bei den Verbindungen 1, 2, 3 und 4 handelte es sich um die
folgenden Verbindungen:
Verbindung 1:
OH
C5H1
-t
CONH(CH2) 40-<' >-C5H11
-t
NHSO2-*^ >pSO2NH-<' *>— OH
SO2CH3
NO.
Verbindung 2:
-t
|5"11
NH
CH3SO2NH
SO2-^ \-N-
SO2NHC(CH3)
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Verbindung 3:
OCH,
-t
Verbindung 4: 1-Acetyl-2-4-^5-amino-2-(2,4-di-tert.-pentylphenoxy)benzamido7phenylhydrazin.
Bei den zur Herstellung des Aufzeichnungsmaterials verwendeten
Silberhalogenidemulsionen handelte es sich um direkt-positive Emulsionen mit hoher Innenbildempfindlichkeit und vergleichsweise
geringer Oberflächenempfindlichkeit des aus der US-PS 3 761 276 bekannten Typs.
Das lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial wurde mit dem Licht
einer Wolframlampe durch ein graduiertes mehrfarbiges Testobjekt belichtet.
Zur Entwicklung des Aufzeichnungsmaterials wurde eine Entwicklungsflüssigkeit
der im folgenden angegebenen Zusammensetzung verwendet. Die Entwicklungsflüssigkeit wurde in einem aufspaltbaren
Behälter untergebracht und durch Aufspalten des Behälters zwischen dem lichtempfindlichen Aufzeichnungsmaterial und dem
transparenten Deckblatt bei einer Temperatur von etwa 22°C verteilt. Das Aufspalten des Behälters erfolgte dadurch, daß der
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aus Aufzeichnungsteil, Deckblatt und aufspaltbarem Behälter
gebildete Sandwich durch den Spalt von einem Paar übereinander angeordneten druckausübenden Gliedern geführt wurde. Die Schichtstärke
der ausgebreiteten Schicht aus Entwicklungsflüssigkeit betrug 6 5 nm.
Kaliumhydroxid (85 Ug) 56,0 g
4-IIydroxymethyl-4-methyl-1 -phenyl-3-pyrazolidinon 8 ,0 g
5-Methylbenzotriazol 2,4 g
t.-Butylhydrochinon 0,2 g
Natriumsulfit (wasserfrei) 10,0 g
Ruß 200,0 g
üispergiermittel 2,5 g
Carboxymethylcellulose 66,0 g
1 ^-Cyclohexandimethanol 15,0 ml
Mit Wasser aufgefüllt auf 1000,0 ml
Line Betrachtung des Übertragungsbildes durch das Deckblatt ergab im Falle der Verwendung des Deckblattes A ein zu beanstandendes,
ungleichförmiges Muster von vergleichsweise großen Gasbläschen. Im Falle der Verwendung des Deckblattes B (gemäß
der brfindung) mit Üiatomeenerde ergab sich eine starke Verminderung der vergleichsweise großen Bläschen und Kräuselungen
in dem Deckblatt.
Das Verfahren wurde unter Verwendung verschiedener, handelsüblicher
Sorten von üiatomeenerde wiederholt. Verwendet wurden die Produkte Gelite White Mist®, Sorten305, 321A, 389 und
sowie die Handelsprodukte Dicalite^, Sorten L-10, 394 und 103.
In allen Fällen wurden entsprechend vorteilhafte Ergebnisse erhalten.
Es wurden weitere Deckblätter, wie in Beispiel 1 beschrieben, hergestellt
mit der Ausnahme jedoch, daß anstelle der Diatomeenerde
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- 37 - 271648U
diesmal Eruptivgesteinteilchen (exploded volcanic rocks) verwendet
wurden, und zwar die Handelsprodukte Bulk Aid ^** expanded
perlites, Sorten 2, 3 und 30. Die Teilchen wurden in Konzentrationen
von 160 mg/m Schichtträgerfläche verwendet. Die neutralisierende
Schicht oder Säureschicht_wurde mit 0,16 g/m eines
Epoxyhärtungsmittels (Araldite RD-2^-% Härtungsmittel der Firma
Ciba Geigy) anstelle mit Methoxymethylmelamin gehärtet. Die Deckblätter wurden dann, wie in Beispiel 1 beschrieben, getestet.
Bs wurde wiederum in allen Fällen eine starke Verminderung der Bläschenbildung festgestellt.
Weitere Deckblätter wurden dadurch hergestellt, daß die folgenden Schichten auf einen transparenten Poly(äthylenterephthalat)filmschichtträger
aufgetragen wurden:
1) eine neutralisierende Schicht aus 16 g eines Copolymeren aus Butylacrylat und Acrylsäure im Gewichtsverhältnis 30:70 mit
80 mg Diatomeenerde (Handelsprodukt Dicalite 103^);
2) eine Steuerschicht, wie in Beispiel 1 beschrieben.
Die Deckblätter wurden dann wiederum, wie in Beispiel 1 beschrieben,
getestet. Betrachtet wurde die Rückseite des entwickelten Aufzeichnungsmaterials. Das Aufzeichnungsmaterial war frei von
Kräuselungen und praktisch frei von Luftbläschen.
Es wurden weitere Deckblätter, wie in den Beispielen 1 und 2 beschrieben,
hergestellt mit der Ausnahme jedoch, daii diesmal der neutralisierenden Schicht wasserfreies Calciumsilikat (Handels-
(S)
produkt Micro Gel T-38 ^ , Hersteller John Manville) sowie Teilchen
aus Eruptivgestein zugesetzt wurden. Die Deckblätter wurden, wie in Beispiel 1 beschrieben, getestet. Es wurden wiederum vorzügliche
Ergebnisse erhalten, die nahezu mit den Ergebnissen vergleichbar waren, die bei Verwendung von Diatomeenerde erhalten
wurden.
709843/092 9
- 38 - 2716A80
Zu Vergleichszwecken wurden die Versuche wiederholt, und zwar unter Verwendung von Deckblättern mit neutralisierenden Schichten,
die diesmal jedoch Teilchen aus Titandioxid, Bariumsulfat, kristallinem Quarz, ausgefällter Kieselsäure, submikroskopischer
Kieselsäure, Molekularsieben, Attapulgite-Ton, Ruß oder Talkum enthielten.
Bei Verwendung dieser Deckblätter wurde in allen Fällen eine starke Bläschenbildung beobachtet.
Zunächst wurden Deckblätter des in Beispiel 1 beschriebenen Deckblatt-Typs A hergestellt mit der Ausnahme jedoch, daß die
neutralisierende Schicht mit 32 g/m eines Epoxyhärtungsmittels
(Araldite RD-2 ^ Härtungsmittel der Firma Ciba-Geigy) anstatt
mit Methoxymethylmelamin gehärtet wurde.
Die Deckblätter wurden dann, wie in Beispiel 1 beschrieben, getestet
unter Verwendung verschiedener Entwicklungsflüssigkeiten mit verschiedenen Mengen an Diatomeenerde anstatt der in Beispiel 1
beschriebenen Entwicklungsflüssigkeit. Die getesteten Entwicklungsflüssigkeiten hatten die folgende Zusammensetzung:
Natriumhydroxid 56 g
4-Hydroxymethyl-4-methyl-1-phenyl-3-pyrazolidinon
8 g
5-Methylbenzotriazol 2,4 g
t.-Butylhydrochinon 0,2 g
Natriumsulfit 2 g
Carboxymethylcellulose 25 g
Diatomeenerde (Celite White Mist) variabel
Mit Wasser aufgefüllt auf 1000 ml
Die verwendeten Entwicklungsflüssigkeiten enthielten somit als
einzige Teilchen Diatomeenerdeteilchen und keine Rußteilchen. Es wurden insgesamt fünf verschiedene Entwicklungsflüssigkeiten
709843/0929
mit O, 4,0g, 10,Og, 20,0g und 100,0g Diatomeenerde pro Liter
Lntwicklungsflüssigkeit getestet. In sämtlichen Fällen zeigten die Deckblätter gleiche Mengen an zu beanstandenden Unhomogenitäten
auf Grund vergleichsweise großer Gasbläschen.
Aus den erhaltenen Ergebnissen ergibt sich, daii die in Beispiel 1
und 2 beschriebenen Ergebnisse dann nicht erhalten werden, wenn die Diatomeenerde-Teilchen in der Lntwicklungsflüssigkeit zur
Anwendung gebracht werden.
709843/0329
Claims (16)
- Patentansprüche.1 j Photographisches Aufzeichnungsmaterial für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren mit:a) einem Schichtträger mit mindestens einer hierauf aufgetragenen, lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht, die eine einen Bildfarbstoff liefernde Verbindung enthält oder mit einer Schicht mit einer solchen Verbindung in Kontakt steht;b) einer Bildempfangsschicht;c) einem aufspaltbaren Behälter mit alkalischer Entwicklungsflüssigkeit;d) einer neutralisierenden Schicht für die Neutralisation der alkalischen Entwicklungsflüssigkeit nach einer vorbestimmten Einwirkdauer der Entwicklungsflüssigkeit;e) einer für die alkalische Entwicklungsflüssigkeit permeablen Steuerschicht;dadurch gekennzeichnet, daß die neutralisierende Schicht d) Teilchen aus Diatomeenerde, Eruptivgestein und/oder wässrigem Calciumsilikat enthält.
- 2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daßa) die Bildempfangsschicht zwischen Schichtträger und der Silberhalogenidemulsionsschicht angeordnet ist und daß fernerb) das Aufzeichnungsmaterial ein transparentes Deckblatt über der vom Schichtträger entferntesten Schicht aufweist.
- 3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die neutralisierende Schicht und die Steuerschicht auf dem transparenten Deckblatt angeordnet sind.709843/0929ORIGINAL INSPECTED
- 4. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der aufspaltbare Behälter ein Trübungsmittel enthält und derart im Aufzeichnungsmaterial angeordnet ist, daß er während des Entwicklungsprozesses bei Einwirkung einer den Behälter aufspaltenden Kraft seinen Inhalt zwischen das transparente Deckblatt und die äußerste Schicht des lichtempfindlichen Teiles des Aufzeichnungsmaterials zu verteilen vermag.
- 5. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die neutralisierende Schicht d) mindestens eine Polycarbonsäure enthält.
- 6. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die neutralisierende Schicht d) ein Copolymer aus Butylacrylat und Acrylsäure enthält oder aus einem solchen Copolymer aufgebaut ist.
- 7. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,2 daß die neutralisierende Schicht d) pro m Schichtträgerfläche 50 bis 800 mg Teilchen aus Diatomeenerde, Eruptivgestein und/ oder wässrigem Calciumsilikat enthält.
- 8. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchen eine durchschnittliche Teilchengröße von bis zu etwa 10 Mikron aufweisen.
- 9. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aufgebaut ist aus:a) einem lichtempfindlichen Aufzeichnungsteil aus einen trans parenten Schichtträger, auf dem die folgenden Schichten in der folgenden Reihenfolge aufgetragen sind: eine Bildempfangsschicht, eine für alkalische Lösungen permeable, lichtreflek tierende Schicht, eine für alkalische Lösungen permeable opake Schicht, eine rot-empfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, die eine nicht-diffundierende, einen blaugrünen Bildfarbstoff liefernde Verbindung enthält oder mit einer Schicht mit einer709843/0929-*- 2V1648Usolchen Verbindung in Kontakt steht, eine grün-empfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, die eine nicht-diffundierende, einen purpurroten Bildfarbstoff liefernde Verbindung enthält oder mit einer Schicht mit einer solchen Verbindung in Kontakt steht und eine blau-empfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht, die eine nicht-diffundierende, einen gelben Bildfarbstoff liefernde Verbindung enthält oder mit einer Schicht mit einer solchen Verbindung in Kontakt steht;b) einem transparenten Deckblatt über der blau-empfindlichen Silberhaiogenidemulsionsschicht mit einem transparenten Schichtträger und einer hierauf aufgetragenen neutralisierenden Schicht und einer Steuerschicht undc) einem aufspaltbaren Behälter mit alkalischer Entwicklungsflüssigkeit sowie einem Trübungsmittel, der im Aufzeichnungsmaterial derart angeordnet ist, daß er während des Entwicklungsprozesses bei Einwirkung einer Kraft seinen Inhalt zwischen dem transparenten Deckblatt und der blau-empfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht zu verteilen vermag.
- 10. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es als nicht-diffundierende, Bildfarbstoffe erzeugende Verbindungen nicht-diffundierende Sulfonamidoverbindungen enthält, die nach erfolgter Oxidation durch Einwirkung von Alkali aufspaltbar sind und dabei diffusionsfähige Bildfarbstoffe oder Bildfarbstoffvorläuferverbindungen abspalten und die der folgenden Strukturformel entsprechen:BallNHSO2-Farb70980/0929worin bedeuten:a) Färb einen Bildfarbstoff- oder ßildfarbstoff-Vorlauferrest;b) Ball eine organische Ballastgruppe einer solchen Molekular-gröiie und Konfiguration, die die Nichtdiffusionsfähigkeit der Verbindung im Aufzeichnungsmaterial während des Entwicklungsprozesses mit alkalischer Lntwicklungsflüssigkeit bewirkt;c) Y die zur Vervollständigung eines Trägerrestes erforderlichen Atome undd) G einen Rest der Formeln -OR oder -NUR.. , worin R für einWasserstoffatom oder einen hydrolysierbaren Rest steht und R. die Bedeutung eines Wasserstoffatomes oder einer Alkylgruppe mit 1 bis 22 C-Atomen hat.
- 11. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Silberhalogenidemulsionsschicht oder die Silberhalogenidemulsionsschichten des Aufzeichnungsmaterials aus einer direkt-positiven Silberhalogenidemulsionsschicht bzw. direkt-positiven Silberhalogenidemulsionsschichten bestehen.
- 12. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daft die Bildempfangsschicht auf einem besonderen transparenten Schichtträger angeordnet ist, der sich über der äußersten Schicht der auf dem opaken Schichtträger angeordneten lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten befindet.
- 13. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch M, dadurch gekennzeichnet, daß der transparente Schichtträger mit der Bildempfangsschicht die neutralisierende Schicht d) und die Steuerschicht e) aufweist.
- 14. Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es als Bildfarbstoffe erzeugende Verbindungen Farbstoffentwicklerverb indungen enthält.709843/0929-*- 271648Ü
- 15. Bildempfangselement für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren, bestehend aus einem Schichtträger mit einer hierauf aufgetragenen neutralisierenden Schicht, einer Steuerschicht und einer Bildempfangsschicht, dadurch gekennzeichnet, daß die neutralisierende Schicht Teilchen aus Diatomeenerde, Eruptivgestein und/ oder wässrigem Calciumsilikat enthält.
- 16. Deckblatt für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren, bestehend aus einem transparenten Schichtträger mit einer hierauf aufgetragenen neutralisierenden Schicht und einer Steuerschicht, dadurch gekennzeichnet, daß die neutralisierende Schicht Teilchen aus Diatomeenerde, Eruptivgestein und/oder wässrigem Calciumsilikat enthält.
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