DE2628043A1 - Photographisches aufzeichnungsmaterial - Google Patents
Photographisches aufzeichnungsmaterialInfo
- Publication number
- DE2628043A1 DE2628043A1 DE19762628043 DE2628043A DE2628043A1 DE 2628043 A1 DE2628043 A1 DE 2628043A1 DE 19762628043 DE19762628043 DE 19762628043 DE 2628043 A DE2628043 A DE 2628043A DE 2628043 A1 DE2628043 A1 DE 2628043A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- compound
- recording material
- immobile
- groups
- material according
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D261/00—Heterocyclic compounds containing 1,2-oxazole or hydrogenated 1,2-oxazole rings
- C07D261/20—Heterocyclic compounds containing 1,2-oxazole or hydrogenated 1,2-oxazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B29/00—Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C8/00—Diffusion transfer processes or agents therefor; Photosensitive materials for such processes
- G03C8/02—Photosensitive materials characterised by the image-forming section
- G03C8/08—Photosensitive materials characterised by the image-forming section the substances transferred by diffusion consisting of organic compounds
- G03C8/10—Photosensitive materials characterised by the image-forming section the substances transferred by diffusion consisting of organic compounds of dyes or their precursors
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S430/00—Radiation imagery chemistry: process, composition, or product thereof
- Y10S430/156—Precursor compound
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
- Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
- Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
- Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
Description
PATENTANWÄLTE
Dr.-lng. Wolff H.Bartels
Dipl.-Chem. Dr. Brandes Dr.-lng. Held Dipl.-Phys. Wolff
8 München 22, Thierschstraße
.ley. Nr. 125 048 Tel. (089)293297
Telex 05 23325 (patwod)
Telegrammadresse:
wolffpatent, münchen
Postscheckkonto Stuttgart 7211
(BLZ 60010070)
Deutsche Bank AG, 14/28630
(BLZ 60070070)
Bürozeit: 8-12 Uhr, 13-16.30 Uhr
außer samstags
8. Juni 19 25/2
EASTMAN KODAK COMPANY, 343 State Street, Rochester, Staat New York, Vereinigte Staaten von Amerika
Photcgraphisches Aufzeichnungsmaterial
609853/1001
Photographisches Aufzeichnungsmaterial
Die Erfindung betrifft ein photographisches Aufzeichnungsmaterial,
bestehend aus einem Schichtträger und mindestens einer hierauf aufgetragenen alkali-permeablen Schicht mit mindestens
einer immobilen Verbindung mit einem photographisch !wirksamen
Rest, der nach Abspaltung vnn der immobilen Verbindung einen ßildfarbstoff, eine Bildfarbstoff-Vorläuferverbindung oder ein
photographisches Reagenz liefert.
Bs ist allgemein bekannt, zur Herstellung farbphotographischer
Bilder photographische Aufzeichnungsmaterialien, z.B. in Form von Aufzeichnungseinheiten für das Diffusionsübertragungsverfahren.und
Bildfarbstoffe erzeugenden Verbindungen zu verwenden. Die Verwendung
von Bildfarbstoffe erzeugenden Verbindungen, die in den Aufzeichnungseinheiten
zunächst mobil sind, beispielsweise die Verwendung von mobilen Kupplern und Entwicklerverbindungen ist beispielsweise
aus der US-PS 2 698 244 bekannt. In dieser Patentschrift werden Verfahren zur Erzeugung farbphotographischer Bilder beschrieben,
bei denen Farbstoffe in einer Bildempfangsschicht erzeugt werden. Die Verwendung vorgebildeter mobiler Farbstoffe, die/niobilen
oxidierten Farbentwicklerverbindungen umgesetzt werden, ist beispielsweise aus der US-PS 2 774 668 bekannt-. Die Verwendung von
mobilen vorgebildeten Farbstoffen ist des weiteren beispielsweise aus der US-PS 2 983 606 bekannt. Die mobile Farbstoffe erzeugenden
Verbindungen weisen jedoch bestimmte Nachteile auf. So ist nachteilig an der Verwendung derartiger mobiler Verbindungen, daß sie
oftmals vorzeitig in benachbarte Schichten diffundieren und dort zur Ausbildung unerwünschter Zwischenbildeffekte führen und daß
sie des weiteren reaktionsfähig bleiben, wenn sie nach der Entwicklung durch benachbarte Schichten diffundieren, wo sie in nachteiliger
Weise unter Beeinträchtigung der Qualität des herzustellenden Farbbildes zu reagieren vermögen.
6098B3/1001
Durch Verwendung von Bildfarbstoffe erzeugenden Verbindungen, die in einem photographischen Aufzeichnungsmaterial immobil sind oder
Ballastgruppen aufweisen, lassen sich einige der Probleme, die bei Verwendung von mobilen Verbindungen auftreten übertvinden. So
ist es beispielsweise aus der US-PS 2 756 142 bekannt, zur Herstellung farbphotographischer Bilder Verbindungen zu verwenden,
die durch ein schweres Ion temporär diffusionsunfähig gemacht worden
sind, d.h. z.B. in Form eines Bariumsalzes verwendet werden. Es ist des weiteren bekannt, beispielsiveise aus der CA-PS 602 607
und den US-PS 3 227 552, 3 628 952, 3 728 113 und 3 725 062, zur Herstellung farbphotographischer Bilder Farbstoffe mit einer entfernbaren
Ballastgruppe zu verwenden.
Es ist schließlich auch bekannt, z.B. aus den US-PS 3 443 939, 3 443 940, 3 443 941 sowie 3 751 406 zur Herstellung farbphotographischer
Bilder Verbindungen zu verwenden, die bei Oxidation einem intramolekularen Ringschluß unterliegen unter Abspaltung
eines Farbstoffes. Aus der BE-PS 788 268 sind des weiteren .immobile
Verbindungen bekannt, die nach einer durch Einwirkung von alkali-bewirkten Spaltung einer Redox-Reaktion unterliegen und
dabei einen Farbstoff oder eine Farbstoffvorläuferverbindung abspalten. Die Verwendung derartiger Bildfarbstoffe erzeugender
Verbindungen ist jedoch deshalb beschränkt, weil die Farbstoffe in den Bezirken freigesetzt oder abgespalten werden, in denen
eine Oxidation erv&ixgtö. Bei Verwendung derartiger Bilder ist beispielsweise
die Herstellung von positiven Übertragungsbildern nur dann möglich, wenn direkt-positive Silberhalogenidemulsionen verwendet
werden oder wenn ein anderer Umkehrmechanismus angewandt
wird, d.h. wenn beispiels^veise Entwicklungskeime in Schichten benachbart
zur Aufzeichnungsschicht oder benachbart zu den Aufzeichnungsschichten
verwendet werden.
Aus der BE-PS 810 195 ist schließlich die Verwendung von positiv arbeitenden immobilen Verbindungen in photographischen Aufzeichnungsmaterialien
bekannt. Durch die Verwendung derartiger positiv arbeitender Verbindungen lassen sich viele Schwierigkeiten überwinden,
die bei den bekannten, immobilen Verbindungen des STandes
609853/1001
der Technik auftreten. Bei den aus der BIi-PS 810 195 bekannten
Verbindungen handelt es sich um immobile Ballastgruppen aufweisende
Verbindungen, welche bestimmte Reaktionen einzugehen vermögen, beispielsweise zu einer nukleophilen Verdrängungsreaktion in
ihrem reduzierten Zustand befähigt sind und dabei einen mobilen diffusionsfähigen photographisch wirksamen Rest abspalten oder
freisetzen, wobei derartige Verbindungen beispielsweise durch eine in dem Aufzeichnungsmaterial ablaufende Redox-Reaktion oxidiert
werden können unter Verminderung der Geschwindigkeit mit der die photographisch wirksamen Reste abgespalten oder freigesetzt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die v/eitere Verbesserung bekannter positiv arbeitender immobiler Verbindungen. Insbesondere
sollten neue positiv arbeitende immobile Verbindungen für die
Durchführung farbphotographischer Entwicklungsverfahren aufgefunden werden, bei denen sich die Freisetzung oder Abspaltung der
diffusionsfähigen photographisch wirksamen Reste noch besser als bisher steuern läßt.
Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, daß die gestellte Aufgabe
durch Verbindungen gelöst werden kann, die mindestens zwei separate oder getrennte Ballastgruppen aufweisende Spaltgruppen/
(im englischen "ballasted released groups"), die an diffusionsfähige
Reste gebunden sind. Es wurde beispielsweise gefunden, daß sich bei Verwendung derartiger Verbindungen eine verbesserte Bildqualität
erzielen läßt, wenn die Verbindungen nach Durchführung des Entxvicklungsprozesses in Kontakt mit benachbarten Schichten
μit den freigesetzten oder abgespaltenen diffusionsfähigen Resten
verbleiben.
Gegenstand der Erfindung ist ein photographisches Aufzeichnungsmaterial,
bestehend aus einem Schichtträger und mindestens einer hierauf aufgetragenen alkali-permeablen Schicht mit mindestens
einer immobilen Verbindung mit einem photographisch wirksamen Rest, der nach Abspaltung von der immobilen Verbindung einen Bildfarbstoff,
eine Bildfarbstoff-Vorläuferverbindung oder ein photo-
609853/1001
- 26280A3
graphisches Reagenz liefert, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
es Mindestens eine immobile Verbindung enthält, die gekennzeichnet
ist durch:
(a) mindestens zwei oxidierbare nukleophile Gruppen oder Vorläufergruppen
für oxidierbare nukleophile Gruppen und
(b) mindestens zwei elektrophile Spaltgruppen, die den photographisch
wirksamen Rest an separate Gruppen binden, die jeweils einen Ballast bilden, die die Verbindung unter alkalischen F.ntwicklungsbedingungen
im Aufzeichnungsmaterial immobil machen, wobei gilt, daii
(c) jeder Ballast den photographisch wirksamen Rest nach Abspaltung
der anderen Ballatgruppen immobilisiert,
(d) die nukleophilen Gruppen oder Vorläufergruppen in der Verbindung
bezüglich einer jeden der beiden Spaltgruppen eine Position ehnehmen, die unter den alkalischen Entwicklungsbedingungen
eine intramolekulare Verdrängung des photographisch wirksamen Restes von den Ballastgruppen ermöglicht und
(e) die immobile Verbindung nach Oxidation einer der beiden
nukleophilen Gruppen unter den alkalischen Entwicklungsbedingungen den photographisch wirksamen Rest mit wesentlich geringerer
Geschwindigkeit freisetzt oder praktisch nicht freisetzt.
Die erfindungsgemäß zur Herstellung farbphotographischer Aufzeichnungsmaterialien
verwendbaren immobilen Verbindungen sind somit immobile Verbindungen, die zu einer intramolekularen nukleophilen
Verdrängungsreaktion befähigt sind und srh durch die folgende allgemeine
Formel wiedergeben lassen:
(Ballast-(INV)—)^-diffusionsfähige Gruppe
worin bedeuten:
S09853/1Q01
(IXV) eine Gruppe, die zu einer intramolekularen
nukleophilen Verdrängungsreaktion befähigt ist;
η eine positive Zahl von 2 oder darüber, vorzugs
weise 2 und
die diffusions- ein photographisch wirksamer Rest, z.B. der fähige Gruppe Rest eines Bildfarbstoffes, der Rest einer Bildfarbstoff-Vorläuferverbindung
oder der Rest eines photographischen Reagenz, d.h. einer in irgendeiner Weise photographisch xvirksamen Verbindung,
wobei gilt, daß die Verbindung enthält: (1) eine elektrophile Spaltgruppe, welche die diffusionsfähige Gruppe von jeder der
Ballastgruppen trennt und (2) die Gruppe (INV) eine nukleophile Gruppe enthält, die zu einer intramolekularen nukleophilen Verdrängungsreaktion
mit der elektrophilen Spaltgruppe befähigt ist.
Die Verwendbarkeit derartiger Verbindungen in einem photographischen
System beruht darauf, daß die nukleophile Gruppe mit den; elektrophilen Zentrum der elektrophilen Spaltgruppe zu reagieren
vermag und die Ballastgruppe von dem photographisch wirksamen Rest der Verbindung verdrängt. Der photographisch wirksame Rest kann
dann nach Freisetzung aus der Schicht, in der er freigesetzt wurde, in benachbarte Schichten oder eine Bildempfangsschicht diffundieren,
in der er seine ihm zugeteilte Funktion erfüllen kann. Wird jedoch mindestens eine der nukleophilen Gruppen oxidiert, z.B. durch eine
Redox-Reaktion mit einer oxidierten Silberhalogenidentwicklerverbindung, so wird die elektrophile Gruppe durch die oxidierte nukleophile
Gruppe praktisch nicht angegriffen und der photographisch wirksame Rest bleibt immobil und nicht diffusionsfähig.
Kennzeichnend für die erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen sind somit 1. mindestens zwei oxidierbare nukleophile Gruppen und
2. mindestens zwei elektrophile Spaltgruppen,die einen photographisch
wirksamen Rest, beispielsiveise einen Bildfarbstoff erzeugenden
609853/ 1 Oü 1
Rest mit zwei separaten Gruppen oder Resten verbinden, von denen eine jede oder ein jeder einen Ballast für den photographisch v/irksamen
Rest darstellt und diesen auf diese Weise immobil macht.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung enthält die Verbindung zwei separate 2,1-Benzisoxazolonkerne.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
liegt das photographische Aufzeichnungsmaterial in Form einer sog.
Aufzeichnungseinheit vor, die derart ausgestaltet ist, daß sie
dadurch entwickelt werden kann, daß sie durch den von zwei übereinander angeordneten Druckwalzen gebildeten Spalt geführt wird,
wie es beispielsweise in den sog. Selbstentwicklerkameras üblich ist.
Eine derartige Aufzeichnungseinheit besteht im wesentlichen aus:
1) einem lichtempfindlichen Aufzeichnungsteil mit mindestens einer
Silberhalogenideiiiulsionsschicht, die eine der beschriebenen
immobilen, zu einer intramolekularen nukleophilen Verdrängungsreaktion
befähigten Verbindungen enthält oder mit einer Schicht mit einer solchen Verbindung in Kontakt steht,
2) einer Bildempfangsschicht und
3) Mitteln zur Verteilung einer alkalischen Entwicklungsflüssigkeit
innerhalb der Aufzeichnungseinheit, beispielsweise in Form eines aufspaltbaren Behälters, der derart angeordnet ist,
daß er bei Druckeinwirkung seinen Inhalt nach Aufspaltung innerhalb der Aufzeichnungseinheit zu verteilen vermag und
3) einer Silberhalogenidentwicklerverbindung, die in alkalischer Entwicklungsflüssigkeit löslich ist und die in der Entwicklungsflüssigkeit und/oder der Aufzeichnungseinheit untergebracht
sein kann.
B098B3/10Ü1
Die erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien eignen sich in
vorteilhafter Weise für die Durchführung des photographischen Übertragungsverfahrens, bei dem:
a) ein photographisches Aufzeichnungsmaterial in Gegenwart einer
Silberhalogenidentwicklerverbindung mit einer alkalischen Entwicklungsflüssigkeit
behandelt wird, wobei eine jede der exponierten Silberhalogenidemulsionsschichten des Materials entwickelt
und die EnMcklerverbindung oxidiert \\rird;
b) die oxidierte Entwicklerverbindung, die immobile Verbindung als
Funktion des Entwicklungsprozesses oxidiert, bevor eine Abspaltung oder wesentliche Abspaltung des photographisch wirksamen
Restes erfolgt, wodurch durch die Oxidation die Geschwindigkeit der Abspaltung oder Freisetzung des photographisch wirksamen
Restes vermindert wird;
c) bei dem ferner das photographische Aufzeichnungsmaterial solange
der Einwirkung eines alkalischen Mediums ausgesetzt wird, daß der photographisch wirksame Rest von der immobilen Verbindung
abgespalten werden kann, die nicht mit der Entwicklerverbindung reagiert hat und bei dem
d) mindestens ein Teil des photographisch wirksamen Restes zur Erzeugung eines positiven Bildes verwendet wird.
Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung ist der photographisch wirksame
Rest in vorteilhafter Weise ein Rest eines Bildfarbstoffes oder einer Bildfarbstoff-Vorläuferverbindung.
Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
liegt das Aufzeichnungsmaterial nach der Erfindung in Form
einer Aufzeichnungseinheit mit integriertem Bildempfangsteil vor.
Bei einer solchen Aufzeichnungseinheit befinden sich die Bildempfangsschicht
und die photographischen Aufzeichnungseinheiten auf dem gleichen Schichtträger, vorzugsweise gemeinsam mit einer opak-en
Schicht und einer lichtreflektierenden Schicht zwischen der Bildempfangsschicht und den Aufzeichnungsschichten. Die alkalische Ent-
609853/100 1
Wicklungsflüssigkeit wird dabei zwischen die äußerste Aufzeichnungsschicht
des AufZeichnungsmaterials und ein Deckblatt, das transparent sein kann und vor der Exponierung aufgebracht worden
sein kann, eingeführt.
Die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen führen insbesondere
dann zu verbesserten Ergebnissen, wenn sie in Aufzeichnungseinheiten
mit integrierter Bildempfangsschicht verwendet werden, und zwar insbesondere dann, wenn die Schichten der Aufzeichnungseinheit nicht innerhalb eines Tages vollständig trocken sind. Die
erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen bewirken ganz offensichtlich
eine Verminderung einer "Farbverschmutzung" die auf einer zufälligen oder beiläufigen Freisetzung von Farbstoff aus
Verbindungen beruhen, die im Negativteil der Aufzeichnungseinheit
verbleiben, bevor die Schichten der ;\ufZeichnungseinheit
trocken sind. Überdies ermöglicht die Verwendung erfindungsgemäßer Verbindungen eine bessere Steuerung einer unerwünschten Farbstoffübertragung
in den Bezirken minimaler Dichte der Bildaufzeichnung im Falle eines jeden Farbstoffes, wenn die Verbindungen als
Bildfarbstoffe erzeugende Verbindungen im Rahmen von Bildübertragungsverfahren
und Aufzeichnungseinheiten verwendet werden.
Die Erfindung ermöglicht des weiteren die Herstellung positiver Bilder insbesondere bei Verwendung von Aufzeichnungsmaterialien
mit mindestens einer der beschriebenen immobilen Verbindungen, die einen Bildfarbstoffrest oder einen Bildfarbstoff-Vorläuferrest
enthält sowie nukleophile Reste, die in Form von hydrolysierbaren Vorläuferresten vorliegen. Die Aufzeichnungsmaterialien
können zunächst mit einer Entwicklerverbindung bei einem pH-Wert entwickelt werden, der unterhalb des pH-Wertes liegt, der erforderlich
ist, £g die Vorläufergruppe der nukleophilen Gruppe zu hydrolysieren. Darauf wird das Aufzeichnungsmaterial verschleiert,
blitzbelichtet und so weiter und in einer Lösung entwickelt, die einen pH-Wert hat, der ausreicht, um eine intramolekulare
nukleophile Verdrängungsreaktion zu bewirken.
6098B3/ 1 00 1
JIo
In vorteilhafter iveise enthalten die erfindunsgemäß verwendeten
immobilen Verbindungen eine nukleophile Gruppe und eine elektrophile
Gruppe, die derart ausgewählt sind, daß, wenn die Verbindung sich in einem photographischen Aufzeichnungsmaterial befindet,
die Oxidationsgeschwindigkeit der nukleophilen Gruppe größer ist als die Geschwindigkeit der intramolekularen nukleophilen Verdrängung
oder Aufspaltung der elektrophilen Gruppe. Da die Oxidations geschwindigkeit wesentlich größer ist als die Geschwindigkeit der
nukleophilen Verdrängungsreaktion läßt sich nach der Verdrängung ein bildweises Muster der mobileren Gruppe erzeugen, d.h. enthält
die Verbindung einen Bildfarbstoffrest, der nach der nukleophilen
Verdrängung diffusionsfähig ist, so kann der erzeugte Bildfarbstoff in benachbarte Schichten diffundieren. Ganz allgemein erfolgt
in den nicht oxidierten Bezirken eine mindestens zweimal so starke, vorzugsxveise mindestens zehnmal so starke nukleophile Verdrängung
als in den oxidierten Bezirken während des Entwicklungs- und Bilderzeugungsprozesses.
Vorzugsweise erfolgt keine oder praktisch keine nukleophile Verdrängung in den Bezirken des Aufzeichnungsmaterials,
in denen sämtliche Verbindung oxidiert worden ist. In den Fällen, in denen Farbstoffe oder Farbstoff-Vorläuferverbindungen
freigesetzt werden wird mindestens zweimal so viel, vorzugsweise mindestens fünfmal so viel Farbstoff bzw. Farbstoff-Vorläuferverbindung
in den nicht oxidierten Bezirken als in den oxidierten Bezirken freigesetzt.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung enthalten die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen eine Gruppe,
die eine Vorläufergruppe für die oxidierbare nukleophile Gruppe darstelJ t, beispielsweise eine hydrolysierbare Vorläufergruppe
für eine Hydroxylamingruppe. In solchen Verbindungen, i±E in denen
die nukleophile Gruppe blockiert ist, ist die Möglichkeit vorzeitiger Reaktionen, bei denen der photographisch wirksame Rest frühzeitig
freigesetzt xtfird, ganz wesentlich vermindert. Überdies läßt
sich durch Steuerung der Entwicklungsbedingungen erreichen, daß die Bereitschaft der nukleophilen Gruppe für Reaktionen und eine
intramolekulare nukleophile Verdrängungsreaktion verzögert wird, sofern dies erwünscht ist.
809853/100 1
Als besonders vorteilhafte, erfindungsgemäß verwendbare Verbindungen
haben sich solche der folgenden Strukturformel erwiesen:
B-Q1-X9-Q9-E
Vi
Nu
Ti
worin bedeuten:
2
R und R
R und R
R ,R ,R und
R
R
jeweils einen acyclischen organischen Rest oder vorzugsweise einen cyclischen organischen Rest
einschließlich eines Restes mit Brückenbindung oder einen polycyclischen Rest, vorzugsweise mit 5 bis 7
Gliedern im Ring, an den Nu und E sowie Nu9 und E0
gebunden sind, vorzugsweise einen aromatischen Ring, z.B. einen carbocyclischen Ring, z.B. einen benzoiden
Ring oder einen heterocyclischen Ring mit gegebenenfalls ankondensierten Ringen, wobei die Ringe
gegebenenfalls substituiert sein können, wobei gilt,
daß R und R vorzugsweise jeweils weniger als 50 Atome, insbesondere weniger als 15 Atome aufweisen;
jeweils einen bivalenten organischen Rest mit 1 bis 3 Atomen in der bivalenten Bindung, z.B. einen Alkylen-,
Oxalkylen- oder Thialkylenrest, wobei gilt, daß diese Reste gegebenenfalls substituiert sein
können, beispielsweise durch vergleichsweise in Form von Seitenketten vorliegenden größeren Resten
oder Gruppen, welche die Funktion von Ballastgruppen haben können, z.B. Resten oder Gruppen mit mindestens
8 Kohlenstoffatomen, wobei die Reste R und R vorzugsweise Kohlenstoffatome aufweisen, die durch
kovalente Bindungen an E bzw. E9 gebunden sind;
609853/1001
Nu und Nu2 jeweils eine oxidierbare nukleophile Gruppe oder
eine entsprechende Vorläufergruppe für eine oxidierbare nukleophile Gruppe, einschließlich einer Vorläufergruppe,
wie einer hydrolysierbaren cyclischen
Gruppe, die zusammen mit Substituenten von R bzw.
2
R gebildet wird, wobei vorteilhafte oxidierbare
R gebildet wird, wobei vorteilhafte oxidierbare
nukleophile Gruppen beispielsweise bestehen können aus Hydrazingruppen der folgenden Formel:
-N-N-R7
t I
H H
oder Hydroxyaminogruppen der folgenden Formel:
oder Hydroxyaminogruppen der folgenden Formel:
R8
-N-OH
-N-OH
wobei gilt, daß die nukleophilen Gruppen beispielsweise auch in Form von alkali-labilen oder hydrolysierbaren
Vorläufergruppen für Hydroxyaminogruppen vorliegen können, z.B. in Form von Gruppen der folgenden
Formeln:
R7
f
f
0 oder -N-O-R9 -C^ R8
Nu und Nu7 können des weiteren beispielsweise für Hydroxyreste
(-0H) stehen oder Vorläuferreste für Hydroxyreste, beispielsweise Reste der Formel -0-R oder Sulfonamidoreste, primäre Arainoreste
C-NH-) sowie Vorläuferreste für primäre Aminoreste, beispielsweise
der folgenden Formel: H
-N-Ry
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
2
stehen R und R für aromatische carbocyclische Ringe mit mindestens
einem Amino- oder Hydroxyrest in ortho- oder para-Stellung
6 0 9853/1001
zu Nu und Wu-,, wobei in vorteilhafter Weise m = 1 ist, wenn Nu
oder Λ'ιι-, ein Hydroxy rest oder ein primärer Arainorest ist.
R kann ein alkali-labiler liest sein oder ein hydrolysierbarer liest, beispielsweise ein Acylrest mit vorzugsweise 2 bis 10 Kohlenstoffatomen.
R ist ein Alkylrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, der gegebenenfalls
substituiert sein kann oder ein Arylrest mit 6 bis 20 Koiienstoffatomen,
der ebenfalls gegebenenfalls substituiert sein kann oder ein Rest der für R angegebenen Bedeutung.
O 7
R- ist ein Wasserstoffatom oder ein Rest der für U angegebenen
Bedeutung.
E und B2 sind elektrophile Reste, z.B. Carbonylreste (-C0-) und
Thiocarbonylreste (-CS-), vorzugsweise Carbonylreste oder auch Sulfonylreste (-SO2-).
Q und Q2 stehen jeweils für einen bivalenten Rest, der eine Monoatombindung
zwischen E~ und X2 bzw. E2 und X-, darstellt, wobei das
Monoatom aus einem nicht metallischen Atom einer der Gruppen VA
oder VIA des Periodischen Systems der Elemente in seinem -2 oder -3 Valenzzustand xfsxosxixMxlxtx, z.B. ein Stickstoff-, Sauerstoff-,
Schwefel- oder Selenatom, wobei das Atom die zwei kovalenten Bindungen liefert, die X2 an E und X0 an E2 bindet. Besteht das Monoatom
aus einem 3-wertigen Atom, so kann es gegebenenfalls monosubstituiert sein, und zwar durch ein iVasserstoffatom, oder einen
Alkylrest mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, wobei die Kohlenstoffatome gegebenenfalls substituiert
sein können oder durch carbocyclische Reste, z.B. Arylreste mit 6 bis 20 Kohlenstoffatomen, wobei diese carbocyclischen Reste
ebenfalls gegebenenfalls substituiert sein können.
X.. und X_ stehen für Ballastgruppen einer solchen Größe, die bewirken,
daß die Verbindung in einer alkali-permeablen Schicht des Aufzeichnungsmaterials inimobil ist und
609853/1001
die GrUpPe-Q1-X2-Q2" stellt einen photographisch wirksamen Rest
dar, beispielsweise einen Bildfarbstoffrest, einen Bildfarbstoff-Vorläuferrest
oder den Rest eines photographischen Reagenz oder einer photographisch wirksamen Verbindung, beispielsweise den
Rest einer als Antischleiermittel verwendbaren Verbindung, einen Tonerrest, den Rest eines Fixiermittels, den Rest einer Verbindung,
die einen Entwicklungsbeschleuniger darstellt oder den Rest einer Entwicklerverbindung, den Rest eines Härtungsmittels und dergleichen
einschließlich der Bindeglieder, die erforderlich sind, um den Rest an E bzw. E2 zu binden.
n, n, y und ζ stehen jeweils für die Zahl 1 oder 2.
Die einzelnen Glieder R1, R2, R3, R4, R5 und R6 sind jeweils derart
ausgewählt, daß Nu und E sowie Nu-, und E~ einander so nahe
sind, daß eine intramolekulare nukleophile Spaltung von Q von E und Q2 von E2 ermöglicht wird. Vorzugsweise liegen 1 oder 3 bis 5
Atome zwischen dem Atom, das das nukleophile Zentrum der nukleophilen
Gruppe ist und dem Atom, bei dem es sich um das elektrophile Zentrum der elektrophilen Gruppe handelt, wobei die Verbindung einen
3- oder 5- bis 7-gliedrigen Ring zu bilden vermag, vorzugsweise einen 5- oder 6-gliedrigen Ring bei intramolekularer nukleophiler
Verdrängung der Gruppe -Q1-X2-Q2- von den elektrophilen Gruppen.
Hat in der angegebenen Formel -Q.,-X2-Q2- die Bedeutung eines photographischen
Reagenz, so kann ein photographisch aktiver Rest durch Q. oder Q2 nach Abspaltung von -Q-J-X2-Q2- vom Rest der Verbindung
erzeugt werden, d.h. der Rest "Qi~^2~^2 kann beispielsweise ein
Mercaptotetrazol liefern. Die abgespaltene und durch Q1-X2-Q2 dargestellte
Verbindung kann im Aufzeichnungsmaterial in ionisierter oder nicht ionisierter Form vorliegen, nach^dem die Ballastteile
der Verbindung entfernt i^urden, d.h. nachdem die Verbindung
Q1-X2-Q2 vom Rest der Verbindung abgespalten oder verdrängt worden
ist, kann diese in ionogener Form vorliegen, wenn sie oberhalb des pKa-Wertes der Verbindung vorliegt oder in nicht ionogener
oder Salzform unterhalb des pKa-Wertes.
609853/1001
Die Natur der Ballastgruppen der erfindungsgemäß verwendbaren
Verbindungen ist nicht kritisch, solange nur der Anteil der Verbindung auf der Ballastseite von E und F;o die Verbindung Q,-X9-Q9
immobil macht. Die aus dem Rest ~Qi~^2~^2" erzeu<?te Verbindung
enthält in vorteilhafter Weise soviel löslich machende Reste, daß die Verbindung nach der Abspaltung in alkalischem Medium mobil und
diffusionsfähig ist. So können X1 oder X, beispielsweise jeweils
12 3 die Bedeutung eines Wasserstoff atonies haben, sofern R , R und R
oder R , R und R für eine ausreichende Unlöslichkeit der Verbindung
sorgen und diese immobil machen, insbesondere dann, wenn R , R , R und R die Bedeutung von vergleichsweise großen Seitenketten
mit etwa 8 bis 20 Kohlenstoffatomen haben. In vorteilhafter Weise stellen X-. und X- jedoch langkettige Alkylreste oder aromatische
Reste der Benzol- oder Naphthalinreihe dar. Typische Reste, die eine Ballastfunktion ausüben sind solche mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen,
vorzugsweise mit mindestens 14 Kohlenstoffatomen.
In vorteilhafter Weise ist die Ballastgruppe oder der Hauptteil der Ballastgruppe, z.B. in Form eines Alkylrestes an den Rest R
2
oder R über ein für die Synthese geeignetes Bindeglied gebunden, beispielsweise einen Sulfonyl-, Sulfamoyl-, Äther- oder Carbamoylrest, in welchem Falle Ballastgruppen vorliegen, die aus Alkylsulfonyl-, Alkylsulfamoyl-, Alkyläther- oder Alkylcarbamoylgruppen bestehen. Dies bedeutet, daß die erfindungsgeraäß verwendeten Verbindungen beispielsweise Ballastgruppen des aus der BE-PS 810 195 bekannten Typs aufweisen können.
oder R über ein für die Synthese geeignetes Bindeglied gebunden, beispielsweise einen Sulfonyl-, Sulfamoyl-, Äther- oder Carbamoylrest, in welchem Falle Ballastgruppen vorliegen, die aus Alkylsulfonyl-, Alkylsulfamoyl-, Alkyläther- oder Alkylcarbamoylgruppen bestehen. Dies bedeutet, daß die erfindungsgeraäß verwendeten Verbindungen beispielsweise Ballastgruppen des aus der BE-PS 810 195 bekannten Typs aufweisen können.
Gegebenenfalls kann die Ballastgruppe oder können die Ballastgruppen
der erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen eine durch eine Base ionisierbare Gruppe aufweisen, um die photographischen Eigenschaften
der Verbindungen zu verbessern, insbesondere dann, wenn das Aufzeichnungsmaterial, das eine solche Verbindung entlAt in
einem wäßrigen Medium unter alkalischen Bedingungen entwickelt wird. Während die Verbindungen im Aufzeichnungsmaterial aufgrund
ihrer Größe oder molekularen Struktur immobil sind, bewirken durch Basen ionisierbare Gruppen oder Reste ganz offensichtlich eine
Verbesserung der Reaktivität der Verbindungen. Zu geeigneten durch
6 0 9 8 5 3/1001
2828043
Basen ionisierbaren'Gruppen oder Resten gehören beispielsweise
solche Reste bzw. Gruppen, die an Ballastgruppen oder Ballastketten sitzen, z.B. Carboxylgruppen, Sulfonsäuregruppen und dergleicnen
sowie ferner intralineare Gruppen oder Reste in einer Ballastgruppe oder Ballastkette beispielsweise,Sulfonamidoreste.
Unter "nukleophilen Gruppen" sind hier Atome oder Atomgruppierungen
zu verstehen, die ein Elektronenpaar aufweisen, das eine kovalente Bindung zu erzeugen vermag. Gruppen dieses Typs können beispielsweise
aus ionisierbaren Gruppen bestehen, die x^ie anionische Gruppen
reagieren. Unter "oxidierbaren nukleophilen Gruppen" sind nukleophile Gruppen zu verstehen, die oxidierbar sind derart, daß
eine wesentliche oder beträchtliche Verminderung der Geschwindigkeit der intramolekularen nukleophilen Verdrängungsreaktion erfolgt.
Im allgemeinen weisen derartige Gruppen nach der Oxidation einen weniger nukleophilen Charakter auf oder sind durch eine
Struktur gekennzeichnet, welche sich nachteilig auf die Nähe des nukleophilen Zentrums bezüglich des elektrophilen Zentrums auswirkt.
Die nukleophile Gruppe kann ein nukleophiles Zentrum aufweisen,
sie z.B. das Sauerstoffatom einer Hydroxylgruppe oder #£Xkann mehr als
nur ein nukleophiles Zentrum aufweisen, z.B. im Falle eines Hydroxylaminrestes zwei nukleophile Zentren, da sowohl das Stickstoffatom
als auch das Sauerstoffatom ein nukleophiles Zentrum darstellen können. Weist die nukleophile Gruppe mehr als ein nukleophiles
Zentrum auf, so erfolgt der nukleophile Angriff oder die Verdrängung im allgemeinen über das Zentrum, das die begünstigtere
Ringstruktur zu bilden vermag. Würde beispielsweise das Sauerstoffatom eines Hydroxylaminrestes einen 7-gliedrigen Ring bilden und
das Stickstoffatom einen 6-gliedrigen Ring, so bildet das Stickstoffatom
im allgemeinen das aktive nukleophile Zentrum.
Unter einer "elektrophilen Gruppe" ist ein Atom oder eine Gruppe von Atomen zu verstehen, die ein nlektronenpaar unter Erzeugung
einer kovalenten Bindung aufzunehmen vermag bzw. aufzunehmen vermögen. Typische elektrophile Gruppen sind Sulfonylgruppen (-SC^-),
Carbonylgruppen (-CO-) sowie Thiocarbonylgruppen (-CS-) wobei das
B 0 9 8 5 3/1Oü 1
λτ
Kohlenstoffatom der Carbonylgruppe das elektrophile Zentrum der
Gruppe bildet und eine positive Teilladung tragen kann.
Unter einer "elektrophilen Spaltgruppe" ist hier eine Gruppe vom Typ (-D-Q..-) sowie (-L0-Q0-) zu verstehen, in denen H und E9
elektrophile Gruppen darstellen und Q1 sowie Q9 bivalente Bindeglieder,
die eine einatomige Bindung zwischen L· und X9 sowie E9 und
X0 herstellen, wobei das die Bindung herstellende Atom aus einem
iiichtmetallatom in einem negativen Valenzzustand von 2 oder 3 besteht. Das durch Q1 und Q9 dargestellte Bindeglied kann ein Elektronenpaar
aufnehmen, das von der elektrophilen Gruppe freigesetzt wurde. Besteht das Nichtmetallatom aus einem 3-wertigen Atom, so
kann es monosubstituiert sein, beispielsweise durch ein Wasserstoffatom
oder einen gegebenenfalls substituierten Alkyl- oder Cycloalkylrest oder einen gegebenenfalls substituierten Arylrest.
In typischer Weise bestehen die durch Q1 und Q9dargestellten Nichtmetallatome
aus Atomen der Gruppen VA und VIA des Periodischen Systems der Elemente, die in einem negativen Valenzzustand von
2 oder 3 vorliegen können, beispielsweise aus Stickstoff-, Schwefel-, Sauerstoff- oder Selenatomen.
Die erfindungsgemäß verwendbaren immobilen Verbindungen lassen sich als Verbindungen bezeichnen, die zu einer intramolekularen
nukleophilen Verdrängungsreaktion befähigt sind. Unter einer "intramolekularen nukleophilen Verdrängungsreaktion" ist dabei
eine Reaktion zu verstehen, bei dem eine nukleophile Gruppe einer Verbindung mit einem elektrophilen Zentrum der Verbindung zu reagieren
vermag, wobei eine Gruppe oder ein Atom des elektrophilen Zentrums verdrängt \\rird. Ganz allgemein stellen die zu einer intramolekularen
nukleophilen Verdrängungsreaktion befähigten Verbindungen solche Verbindungen dar, bei denen die nukleophile Gruppe
und das elektrophile Zentrum infolge der 3-dimensionalen Konfiguration
des Moleküles derart nebeneinander liegen, daß eine gewisse Nähe der Gruppen zueinander gewährleistet ist, \tfodurch eine
Reaktion ermöglicht wird.
609853/1001
Im allgemeinen können entsprechende elektrophile und nukleophi-Ie
Gruppen in jeder Verbindung vorliegen, wo die Gruppen in Positionen vorliegen, die eine Reaktion ermöglichen. Bei diesen
Verbindungen kann es sich dabei um polymere Verbindungen, makrocyclische Verbindungen, polycyclische Verbindungen, Enzym-Strukturen
und dergleichen handeln.
In vorteilhafter Weise jedoch befinden sich die nukleophilen und elektrophilen Gruppen an Verbindungen, bei denen durch eine intramolekulare
Reaktion der nukleophilen Gruppe am elektrophilen Zentrum ein cyclischer organischer Ring oder ein cyclischer Obergangsring
oder vorläufiger Ring erzeugt werden kann. Cyclische Gruppen lassen sich in vorteilhafter Weise mit 3 bis 7 Atomen erzeugen. In vorteilhafter
Weise bestehen die erfindungsgemäß verwendeten immobilen Verbindungen somit aus Verbindungen, die ermöglichen, daß die
nukleophilen Gruppen und elektrophilen Gruppen 3- oder 5- bis 7-gliedrige Ringe zu bilden vermögen, vorzugsweise 5- oder 6-gliedrige
Ringe unter Berücksichtigung der Tatsache, daß 4-gliedrige Ringe
im allgemeinen schwieriger zu erzeugen sind.
Die intramolekulare nukleophile Verdrängungsreaktion erfolgt im Falle der erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen dann, wenn die
Verbindungen in reduzierter Form vorliegen und die Geschwindigkeit der nukleophilen Verdrängungsreaktion wird wesentlich vermindet,
wenn die nukleophile Verbindung oxidiert ist. Vorzugsweise erfolgt im oxidierten Zustand keine nukleophile Verdrängungsreaktion.
Der beschriebene Reaktionsmechanismus, dem die erfindungsgemäß
verwendeten Verbindungen unterliegen, unterscheidet sich von dem Reaktionsmechanismus von vergleichbaren Verbindungen des Standes
der Technik, die unter Erzeugung eines elektrophilen Zentrums oxidierbar sind und intramolekulare Reaktionen unter nachfolgender
Abspaltung eines Farbstoffes eingehen können.
Vorzugsweise sind bei den erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen
die nukleophilen Gruppen und elektrophilen Gruppen durch eine Gruppierung oder einen Rest miteinander verbunden, die bzw. der acycli-
609853/100 1
/a
scher iMatur sein kann. In besonders vorteilhafter Weise besteht
das Bindeglied jedoch aus einem cyclischen Rest, der eine besonders vorteilhafte Nähe der Gruppen ermöglicht, wodurch ein intramolekularer
nukleophiler Angriff auf das elektrophile Zentrum begünstigt wird. In besonders vorteilhafter Weise befinden sich
die nukleophile Gruppe und die elektrophile Gruppe beide am gleichen aromatischen Ring oder dem gleichen aromatischen Ringsystem, das aus einem carbocyclischen Ring oder carbocyclischen
Ringsystem bestehen kann oder einem heterocyclischen Ring oder heterocyclischen Ringsystem. Dies bedeutet, daß der carbocyclische
oder heterocyclische Ring beispielsweise ein oder mehrere ankondensierte Ringe aufweisen kann, wobei gilt, daß die beiden
Gruppen an verschiedenen Ringen sitzen können. In besonders vorteilhafter Weise sitzen jedoch beide Gruppen an dem gleichen aromatischen
Ring.
"■ö '
In besonders vorteilhafter Weise können bei den erfindungsgemäß
verwendbaren Verbindungen 1 bis 5 Atome, insbesondere 3 oder 4 Atome zwischen dem nukleophilen Zentrum der oxidierbaren nukleophilen
Gruppe und dem Atom liegen, das das elektrophile Zentrum bildet, in welchem Falle das nukleophile Zentrum gemeinsam mit
dem Zentrum der elektrophilen Gruppe einen Ring oder einen Obergangsring mit 3 bis 7 Atomen, vorzugsweise 5 bis 6 Atomen zu bilden
vermag.
Die erfindungsgemäß verwendeten zu einer intramolekularen nukleophilen
Verdrängungsreaktion befähigten Verbindungen können Elektronen abziehende oder Elektronen spendende Substituenten aufweisen,
um die Reaktionsgeschwindigkeit der Verbindungen zu modifizieren. In besonders vorteilhafter Weise können sich Elektronen
abziehende Gruppen an den cyclischen Gruppen oder cyclischen
1 2
Resten befinden, die durch R und R dargestellt sind, um die Reaktionsgeschwindigkeiten zu verbessern, wenn die Verbindungen zum Zwecke der Freisetzung eines Farbstoffes verwendet werden, beispielsweise zur Freisetzung eines Farbstoffes in einer Aufzeichnungseinheit, die für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren bestimmt ist.
Resten befinden, die durch R und R dargestellt sind, um die Reaktionsgeschwindigkeiten zu verbessern, wenn die Verbindungen zum Zwecke der Freisetzung eines Farbstoffes verwendet werden, beispielsweise zur Freisetzung eines Farbstoffes in einer Aufzeichnungseinheit, die für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren bestimmt ist.
609853/ 1 001
In besonders vorteilhafter Weise sind X1 und X, an R bzw. R
über Elektronen abziehende Gruppen gebunden, z.B. Sulfogruppen, einschließlich Sulfonamide- und SuIföngruppen.
Die Ausdrücke "nicht diffundierend" und "nicht diffusionsfähig"
werden hier in dem auf dem photographischen Gehiet üblichen Sinne gebraucht, d.h. sie dienen der Kennzeichnung von Verbindungen, die
in der Praxis nicht in einem alkalischen Medium durch organische Kolloidschichten, beispielsweise Gelatineschichten eines photographischen
Aufzeichnungsmaterials wandern oder diffundieren. Der
Ausdruck "immobil" besagt das gleiche.
Unter "diffusionsfähig" und "diffundierbar" sind Verbindungen zu
verstehen, welche die Eigenschaft haben, wirksam in einem alkalischen Medium durch die Kolloidschichten eines photographischen
Materials in Gegenwart von "nicht diffundierenden" Verbindungen zu
diffundieren. Der Ausdruck "mobil" hat die gleiche Bedeutung.
Als besonders vorteilhafte, erfindungsgemäß verwendbare immobile
Verbindungen haben sich 2,1-Benzisoxazolonverbindungen erwiesen,
bei denen die 2,1-Benzisoxazolongruppen an einen photographisch wirksamen Rest, insbesondere einen Farbstoff- oder Farbstoffvorläuferrest
gebunden sind. Der Farbstoff- oder Farbstoff-Vorläuferrest beispielsweise kann an die Benzisoxazolongruppe über eine
elektrophile Spaltgruppe gebunden sein oder der Farbstoffrest oder Farbstoff-Vorläuferrest kann direkt an die Benzisoxazolongruppe
gebunden sein, sofern eine Ballastgruppe über eine elektrophile Spaltgruppe an die Benzisoxazolongruppe gebunden ist.
Besonders vorteilhafte, erfindunsgemäß verwendbare Verbindungen lassen sich durch die folgende Strukturformel wiedergeben:
60985 3/1001
E -Q1 N - R
O=C
C=O
worin
X.
E, Ji.
Q1, Q2,
RJ. R
m, y und z
die bereits angegebene Bedeutung haben und wobei gilt, daß R , R ,
R und R zusätzlich bivalente Reste mit 1 bis 2 Atomen darstellen können und wobei ferner gilt, daß n, m, y und ζ vorzugsweise = 1
sind. Die Gruppe -Q1-X9-Q0 ist vorzugsweise ein Farbstoff- oder
Farbstoff-Vorläuferrest mit den notwendigen Bindegliedern, die den Farbstoff- oder Farbstoff-Vorl.Muferrest an E bzw. E0 binden.
Vorzugsweise stehen E und E_ jeweils für einen Carbonylrest und
Q1 und Q- stellen bivalente Reste mit einein Stickstoffatom dar, die
E an Xy un(l ^? an ^? ΰ^η(^Θη· ^ie Benzolringe können gegebenenfalls
zusätzliche Substituenten aufweisen, beispielsweise Elektronen abziehende Reste oder Elektronen spendende, wodurch Veränderungen
in der Resonanz oder Abstimmung der Verbindungen herbeigeführt werden und somit Veränderungen in den Reaktionsgeschwindigkeiten bewirkt
werden können.
Typische, erfindungsgemäß verwendbare Benzisoxazolonverbindungen sind die im folgenden aufgeführten Verbindungen I - XVII:
ORIGINAL INSPECTED
609853/ 1001
Verbindung Nr. I (purpurrot):
ίΐ SO.NCH.
-SO2NH N=N
SO9NU
U=C-NH
SU2NH(CiI-J3NH-C=O
CiU-N-G
•J ι
0=0
C18H37-N-CH3
V' W //
NG
N=N
H
O=C-NCH2CH2NH-SO2-
O=C-NCH2CH2NH-SO2-
C18H37
H SO2NHCH2CH2N-C=O
18 37
609853/1001 ORIGINAL /NSPECTED
OH
ks.
H Su2NCII3
CH3SO2NH N=N
0=CNHCH-CII-NSO9
ILL
ILL
H
NCH2CH2NHC=O
NCH2CH2NHC=O
C18H37
OH
SO2N-C18H37
H
0 9 8 5 3/1001
26280A 3
NC(Cn3)
SO2 IiNCH9CH7NCH9CH7NH
C=O
C=O
ß09853/1001
ORIGINAL iMSPECTED
U1I3OU2A
UNCiI7CiI7NSO
ι ζ ι C=O
II
SO2NCH2CH9NII
C=O
809853/1001
ORIGINAL INSPECTED
2S28043
6 09853/1001
ORIGINAL INSPECTED
SO7NC (CIl, U H-
CH3SU2NH N=N
| 1 | 7 | \l . | π | SO2 ]H„-NCH |
CH !... | I | I | ί | 3 | CH 1 |
3 | Tl 0 |
S | |
| Lt 2 |
ICiLf | 0· | ||||||||||||
| ,NC | I 2 C=O |
CH- | so2 | NC1 | ||||||||||
| O If |
II | 1 | % | 2 2, C=O |
H | 8H37 | ||||||||
| c— | —k | y | f | |||||||||||
| N-CH | 18I]37 | ί | ||||||||||||
| CH | Γ58*· | |||||||||||||
| CH | N-CH 1 |
|||||||||||||
| SO | CH7 | |||||||||||||
| CH9- Lt |
||||||||||||||
609853/1001
Verbindung Nr. IX (purpurrot):
■Η
CH3SO2NH N=N
SO2NC(CH3)
H
SO,
C=O
18H37
B 0 9 8 5 3 / 1 0 0 1
CH,SO9NH N=N
NC(CH3)3
Ii
so2
C=O
C=O
Ί8Χ137
C18H57
6098B3/ 1 00 1
2S28043
SO2NC2H5
H
CH,SO-NH
N=N
HN(CH2)3NSO
C=O
C=O
C=O
609853/ 100 1
2628Q43
OSO2C2II5
SO0NC0IIr
H
CH,SO2NH N=N
HN(CH9)-NSO9 C=O
OSO2CH3
CH3SO2NH N=N
HN(CH9)7NSO
C=O
SO2NC2H5
H
SO9N(CH9) .,Nil
C=O
60985 3/1001
Si
Ü O II CCiU) ,C-C-C-C-N
OCH-
| SO9N(CH9 | 0 | ) NfI | ^3 |
| H | Il | C=O I |
'Ν\ |
| C- | (if | ||
| ι | ^/ | ||
| I | |||
| N-CII, ι ·> |
|||
| C. | |||
CH0CH0SO-HC1 0H_7
I· L Z , Ι ο JI
II
OH
SO9NCH, H
C18H37
6 0 9 8 5 3/ 1 00
Verbindung Nr. XVI (blaugrün) : oil
HN-CIi0CH0NSO
C=O
Ί8ΙΊ37
Verbindung Nr. XVII (blaugrün, verschoben):
O2CH3
C18H37NSO2CH2CH2N-CH3
609853/1 001
Die Entwicklung photographischer Aufzeichnungsmaterialien nach der Erfindung erfolgt ganz allgemein in einem alkalischen Medium,
in dem die nukleophile Verdrängungsreaktion leicht erfolgen kann. In vorteilhafter Weise kann die Entwicklung der Aufzeichnungsmaterialien
in einem alkalischen Medium mit einem pH-Wert von über 12 erfolgen. Bei einem hohen pH-Wert verläuft die Silberhalogenidentwicklung
rasch und die Farbstoffmobilität ist im allgemeinen hoch. Vergleichsweise hohe pH-Werte eignen sich insbesondere im
Falle von Bildübertragungsverfahren. Werden die beschriebenen,
erfindungsgemäß verwendbaren immobilen Verbindungen in photographischen Aufzeichnungsmaterialien verwendet, so werden sie im
allgemeinen mit einer alkalischen Lösung in Kontakt gebracht, die einen pH-'.vert aufweist, der groß genug ist, um den Isoxazolonring
unter Bildung eines Hydroxylaminorestes zu hydrolysieren. Die Verbindung kann dann mit einer oxidierten Silberhalogenidentwicklerverbindung
reagieren, wodurch die Geschwindigkeit der Freisetzung des photographisch wirksamen Restes vermindert oder gar unmöglich
gemacht wird. Die nicht oxidierte Verbindung entläßt demgegenüber den photographisch wirksamen Rest.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen lassen sich nach üblichen bekannten Methoden der organischen Chemie herstellen.
Die photographisch wirksamen Reste lassen sich dabei nach üblichen bekannten Methoden mit geeigneten Bindegliedern und Resten synthetisieren,
durch welche die Verbindungen mit entsprechenden Verbindungen umgesetzt werden können, die den übrigen Teil der Verbindungen
bilden.
In den später folgenden Beispielen wird eine besonders vorteilhafte
Verfahrensweise näher beschrieben, bei der ein Säurechlorid eines 2,1-Benzisoxazolin-3-on mit einem Farbstoff mit einem Aminrest
zur Erzeugung erfindungsgemäß verwendeter Verbindungen umgesetzt wird.
Die 1,2-Benzisoxazolon-Ausgangsverbindung läßt sich nach verschiedenen
Verfahren herstellen. Bei einer beispielsweisen Verfahrensweise werden o-Nitrobenzoesäurederivate auf elektrochemischem Wege
6098 5 3/1001
in einem sauren Medium zu entsprechenden Hydroxylaminoverbindungen
reduziert, wobei gleichzeitig eine durch eine Säure katalysierte Ringschlußreaktion eintritt. Die elektrochemische Reduktion kann
dabei unter Verwendung einer Quecksilber-Arbeitselektrode durchgeführt werden, wenn die Reaktion in einem vergleichsweise kleinen
Maßstab durchgeführt wird. Erfolgt die Umsetzung in größerem Maßstabe,
so hat es sich als vorteilhaft erwiesen, eine Kathode mit einer geringen Wasserstoffüberspannung zu verwenden, beispielsweise
eine Kathode aus Platin, Graphit, rostfreiem Stahl, Nickel, Kupfer, Chrom, Silber und dergleichen. Gemäß einer weiteren Verfahrensweise
werden o-Nitrobenzoesäuren mittels eines katalytischen Hydrierungsverfahrens unter Verwendung eines Platindioxid- oder
Rhodiumkatalysators reduziert. Gemäß einer besonders vorteilhaften Arbeitsweise werden o-Nitrobenzoesäuren durch chemische Reduktionsmittel,
wie beispielsweise Zink, Zinn, Stannochlorid und dergleichen unter geeigneten Reaktionsbedingungen reduziert.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung enthält das photographische Aufzeichnungsmaterial eine immobile
Verbindung der angegebenen Struktur mit einem Bildfarbstoff- oder einem Bildfarbstoff-Vorläuferrest. In diesem Falle dienen die immobilen
Verbindungen zur Erzeugung von Bildfarbstoffen. In besonders vorteilhafter Weise weisen die zur Herstellung erfindungsgemäßer
Aufzeichnungsmaterialien verwendeten immobilen Verbindungen einen
vorgebildeten Farbstoffrest oder einen sog. verschobenen Farbstoffrest
(shifted dye) auf. Die Farbstoffe, die von den erfindungsgemäß
verwendbaren immobilen Verbindungen freigesetzt werden, können den üblichen bekannten Farbstoffklassen angehören, d.h. bei den Farbstoffen
handelt es sich beispielsweise um Azo-, Azomethin-(Imin-) ,
Anthrachinon-, Alizarin-, Merocyanin-, Chinolin-, Cyanin-, metallisierte- sowie metallisierbare Farbstoffe. Bei den "verschobenen"
Farbstoffen handelt es sich um solche, bei denen die Lichtabsorptionscharakteristika
hypsochrom oder bathochrom verschoben werden, wenn sie einer anderen Umgebung ausgesetzt werden, beispielsweise einem
anderen pH-Wert oder wenn sie mit einer Verbindung unter Erzeugung eines Komplexes reagieren, wenn eine Tautomerisation erfolgt, wenn
Reaktionen zwecks Veränderung des pKa-Wertes der Verbindungen er-
609853/ 1 00 1
folgen, wenn eine Abspaltung eines Restes, z.B. eines hydrolysierbaren
Acylrestes von einem Atom des Chromophoren erfolgt, wie es beispielsweise aus der US-PS 3 260 597 bekannt ist, und dergleichen.
Erfindungsgemäß verwendbare immobile Verbindungen, die zur Erzeugung
von "verschobenen" Farbstoffen geeignet sind, haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen, und zwar insbesondere solche mit
einem hydrolysierbaren Rest an einem Atom, der die Chromophor-Resonanzstruktur beeinflußt, weil derartige Verbindungen direkt
einer Silberhalogenidemulsionsschicht einverleibt werden können oder sogar auf der Belichtungsseite des Aufzeichnungsmaterials untergebracht
werden können, ohne daß dabei eine in Betracht zu ziehende Verminderung der aufzeichnenden Lichtmenge erfolgt. Nach der
Exponierung kann der Farbstoff dann "verschoben" werden unter Erzeugung des gewünschten Farbtones, beispielsweise durch hydrolytische
Entfernung eines Acylrestes und Bildung des gewünschten Bildfarbstoffes.
Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen die erfindungsgemäß verwendbaren immobilen Verbindungen
einen Rest auf, bei dem es sich um einen Bildfarbstoff-Vorläuferrest handelt. Diese Reste bilden somit Bildfarbstoff-Vorlauf
erverbindungen, d.h. Verbindungen, die in einem photographischen bilderzeugenden System Reaktionen unter Erzeugung eines
Bildfarbstoffes unterliegen. BEi den Bildfarbstoff-Vorläuferverbindungen kann es sich somit beispielsweise um Farbkuppler und
oxychromogene Verbindungen handeln.
Von besonderer Bedeutung sind die beschriebenen, erfindungsgemäß verwendbaren immobilen Verbindungen für das Diffusionsübertragungsverfahren,
bei dem Farbstoffe in benachbarte Schichten oder ein Bildempfangselement übertragen werden.
Besteht der photographisch wirksame Rest weder aus einem Rest, der
einen Bildfarbstoff oder eine Bildfarbstoff-Vorläuferverbindung erzeugt,
sondern vielmehr aus einem Rest, der ein photographisches Reagenz liefert, so kann der Rest beispielsweise ein Rest sein, der
609853/1 001
ein photographisches Reagenz liefert, wie es näher beispielsweise
in den US-PS 3 227 551, 3 698 898, 3 379 529 und 3 364 022 beschrieben wird, beispielsweise einen Silberkomplexbildner, ein
Silberhalogenidlösungsmittel, ein Fixiermittel, einen Toner, ein
Härtungsmittel, ein Antischleiermittel, ein Schleiermittel, ein
Sensibilisierungsmittel, ein Desensibilisierungsmittel, eine Entwicklerverbindung oder ein Oxidationsmittel. Mit anderen Worten: Der Rest -Q..-X1-CK kann aus einem Rest bestehen, der nach Kombination mit ehern oder mehreren Wasserstoffatomen nach erfolgter
Spaltung ein photographisches Reagenz liefert.
Sensibilisierungsmittel, ein Desensibilisierungsmittel, eine Entwicklerverbindung oder ein Oxidationsmittel. Mit anderen Worten: Der Rest -Q..-X1-CK kann aus einem Rest bestehen, der nach Kombination mit ehern oder mehreren Wasserstoffatomen nach erfolgter
Spaltung ein photographisches Reagenz liefert.
Beispiele für typische erfindungsgemäß verwendbare immobile Ver-
■γ*
bindungen mit einem photogaphisch wirksamen Rest, der ein photogräphisches
Reagenz liefert, sind Verbindungen der folgenden Formeln:
CH7-N-C10H
18"37
C18H37NSO2CH2CH2N-C
CII3 H
O=C-N-CH0-C-N
I!
609853/10 01
Der durch -Q1-X2-Q2" dargestellte photographisch wirksame Rest
kann somit beispielsweise auch der Rest eines Silberhalogenidi:
ntw ick lung s inhibitor s sein und ein Triazol- oder Tetrazol liefern,
beispielsweise ein 5-Mercapto-i-phenyltetrazol oder ein 5-Methylbenzotriazol
oder ein 4,5-Dichlorbenzotriazol. Der Rest kann beispielsweise
ferner ein Antischleiermittel auf Basis eines Azainden.es,
beispielsweise eines Tetrazaindenes liefern.
Verbindungen mit einem photographisch wirksamen Rest, der nach Abspaltung von der immobilen Verbindung ein photographisches
Reagenz liefert, beispielsweise Verbindungen, die Silberhalogenid-Entwicklungsinhibitoren
oder Antischleiermittel liefern, können in den Aufzeichnungsmaterialien in Silberhalogenidemulsionsschichten
oder hierzu benachbarten Schichten in vorteilhafter Weise in Mengen von 0,1 bis 10,7 mg/dm Schichtträgerfläche untergebracht
werden, beispielsweise gelöst in einem Kupplerlösungsmittel, z.B. Diäthyllauramid. Werden beispielsweise Entwicklungsinhibitoren oder
Antischleiermittel liefernde immobile Verbindungen gemeinsam mit negativen Silberhalogenidemulsionsschichten verwendet, so werden
die Inhibitoren bzw. Antischleiermittel bei der Entwicklung in positiver bildweiser Verteilung erhalten. Demzufolge wird eine
Silberentwicklung inhibiert oder unterdrückt in dem Kurvenschwanzstück der niedrigen Exponierung, wie sich aus den
II- und D-Kurven ergibt, jedoch nicht in den stärker exponierten Schulterteilen, wie sich aus den II- und D-Kurven ergibt. Dies bedeutet,
daß eine selektive Entwicklungsinhibierung der nicht exponierten Bezirke erreicht wird.
Enthalten die Silberhalogenidemulsionsschichten des weiteren immobile Verbindungen, die einen Bildfarbstoff oder eine Bildfarbstoff-Vorläuferverbindung
erzeugen, so wird aufgrund des freigesetzten Inhibitors oder Antischleiermittels insgesamt erreicht,
daß mehr Farbstoff in den nicht exponierten Bezirken erzeugt wird und daß die maximale Bildfarbstoffdichte in der Bildempfangsschicht
erhöht wird, ohne daß die Menge an Farbstoff, die in den exponierten Bezirken freigesetzt wird, erhöht wird.
609853/1001
Der durch -Q1-X7-Q9- dargestellte photographisch wirksame Rest
kann des weiteren beispielsweise der Rest eines Silberhalogenid-Entwicklungsbeschleunigers
sein, beispielsweise der Rest eines Benzylalkohol, eines Benzyl-a-picoliniumbromides und dergleichen
oder eines Schleiermittels, beispielsweise eines Hydrazines oder Hydrazides, beispielsweise eines Acetylphenylhydrazines und dergleichen
oder einer Hilfsentwicklerverbindung, z.B. eines Hydrochinons, eines 1-Phenyl-3-pyrazolidons, einer Ascorbinsäure und
dergleichen. Werden derartige Verbindungen abspaltende immobile Verbindungen in photographischen Aufzeichnungsmaterialien mit
Silberhalogenidemulsionsschichten verwendet, und zwar gemeinsam mit solchen immobilen Verbindungen, die Bildfarbstoffe oder Bildfarbstoff-Vorläuferverbindungen
erzeugen, so wird die Farbstoffdichte der Farbstoffe in den nicht exponierten Bezirken etwas
durch Schleierentwicklung vermindert. Bleibt jedoch eine Schicht nicht exponiert, während die beiden anderen Schichten eines mehrschichtigen
Aufzeichnungsmaterials bildweise exponiert werden, so ist die Menge an Schleiermittel oder Entwicklungsbeschleuniger,
die die nicht exponierte Schicht von den beiden anderen Schichten erreicht geringer, wo diese Schichten exponiert wurden. Infolgedessen
wird der D ax~Wert der nicht exponierten Schicht erhöht,
und zwar als Funktion der Exponierung der beiden anderen Schichten, Hierdurch wird die Farbsättigung einzelner Farben einer Photographie
stark erhöht.
Liefern die erfindungsgemäß verwendbaren immobilen Verbindungen
Farbkuppler, so können die Farbkuppler in Bezirken freigesetzt werden, in denen keine Entwicklung erfolgt, worauf sie in benachbarte
Schichten diffundieren können, in denen sie sich mit oxidierter Farbentwicklerverbindung, beispielsweise einem primären
aromatischen Amin unter Erzeugung von Bildfarbstoffen umsetzen. Dabei werden in vorteilhafter Weise Farbkuppler und Farbentwicklerverbindung
derart ausgewählt, daß immobile Reaktionsprodukte erhalten werden. Typische Farbkuppler, die ausgehend von einer
erfindungsgemäß verwendbaren immobilen Verbindung erhalten werden können, sind Pyrazolon-, Pyrazoltriazol-, offenkettige Ketomethylen-sowie
phenolische Kuppler.
609853/1001
Zur Struktur der Kuppler sei des weiteren beispielsweise verwiesen
auf die US-PS 3 6 20 747.
Die erfindungsgemäß verwendbaren immobilen Verbindungen mit oxichromogenen
Resten können des weiteren deshalb in vorteilhafter Weise in photographischen Systemen verwendet werden, weil sie
im allgemeinen aufgrund der Abwesenheit eines Bildfarbstoffchromophor
farblose Verbindungen darstellen. Dies bedeutet, daß sie direkt-photographischenEmulsionen zugesetzt werden können oder
aber in Emulsionsschichten auf der Belichtungsseite eines Aufzeiclmungsmaterials
verwendet werden können ohne daß eine nachteilige Absorption hervorgerufen wird. Verbindungen dieses Typs sind
Verbindungen, die einer chromogenen Oxidation unter Erzeugung eines entsprechenden Bildfarbstoffes unterliegen. Die Oxidation kann
dabei durch Oxidation an der Luft herbeigeführt werden oder durch Einarbeiten eines Oxidationsmittels in das photographische Material
oder die Aufzeichnungseinheit oder durch Verwendung eines Oxidationsmittels
während des Entwicklungsprozesses. Verbindungen dieses Typs lassen sich auch als sog. Leuco-Verbindungen bezeichnen,
d.h. Verbindungen, die keine Farbe aufweisen. Typische vorteilhafte oxichromogene Verbindungen sind beispielsweise Leucoindoaniline,
Leucoindophenole und Leucoanthrachinone.
Eine besonders vorteilhafte Klasse erfindungsgemäß verwendbarer
immobiler Verbindungen enthält oxichromogene Reste, wie sie näher beispielsweise in der US-PS 3 880 658 beschrieben werden.
Die erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen sind von besonderer Bedeutung für die Herstellung photographischer Aufzeichnungsmaterialien
sowie für die Durchführung photographischer Verfahren, bei denen es auf die Erzeugung einer bildweisen Verteilung einer photographisch
wirksamen Verbindung ankommt. Ein erfindungsgemäßes photographisches Aufzeichnungsmaterial kann eine oder mehrere der
beschriebenen immobilen Verbindungen gemeinsam mit irgendeiner photographischen Verbindung enthalten, die bei der Entwicklung
ein Oxidationsprodukt erzeugt, das wiederum mit der nukleophilen Gruppe der immobilen Verbindung zu reagieren vermag.
6 09853/1 00 1
Als besonders vorteilhaft haben sich photographische Aufzeichnungsmaterialien
er\\riesen, die als Aufzeichnungsmittel eine oder mehrere Silberiialogenidemulsionsschichten aufweisen, wobei die
Emulsionsschichten aus negativen, direkt-positiven oder Umkehremulsionen erzeugt worden sein können, die sich mittels einer
Silberhalogenidentwicklerverbindung unter Erzeugung einer oxidierten Silberhalogenidentwicklerverbindung entwickeln lassen.
Die oxidierte Silberhalogenidentwicklerverbindung kann dann mit der nukleophilen Gruppe unter Erzeugung eines Additionsproduktes
und dergleichen reagieren. Vorzugsweise wird die Silberhalogenidentwicklerverbindung
jedoch derart ausgewählt, daß eine einfache Redox-Reaktion stattfindenkann unter einer starken Verminderung
der Geschwindigkeit der Freisetzung des photographisch wirksamen Restes oder unter Inhibierung der Freisetzung des Restes.
Bei dem erfindungsgemäßen photographischen Aufzeichnungsmaterial kann es sich um ein Schwarz-Weiß-Material oder ein Einfarb-Material
handeln, das beispielsweise nur eine Silberhalogenidemulsionsschicht aufzuweisen braucht und beispielsweise nur eine der erfindungsgemäß
verwendbaren immobilen Verbindungen enthält, die beispielsweise bei der Entwicklung einen Bildfarbstoff liefert. In
besonders vorteilhafter Weise besteht ein photographisches Aufzeichnungsmaterial
nach der Erfindung jedoch aus einem Dreifarbmaterial mit entsprechend sensibilisierten Silberhalogenidemulsionsschichten.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann das Aufzeichnungsmaterial aufgebaut sein aus einer rotempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht mit einer zu einer
intramolekularen nukleophilen Verdrängungsreaktion befähigten Verbindung mit einem einen blaugrünen Bildfarbstoff liefernden
Rest in der Silberhalogenidemulsionsschicht oder einer hierzu benachbarten Schicht, einer grünempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht
mit einer zu einer intramolekularen nukleophilen Verdrängungsreaktion befähigten Verbindung mit einem einen purpurroten
Bildfarbstoff liefernden Rest in der Silberhalogenidemulsionsschicht oder einer hierzu benachbarten Schicht und einer blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht mit einer zu einer
intramolekularen nukleophilen Verdrängungsreaktion befähigten Ver-
609853/1001
bindung mit einem einen gelben Bildfarbstoff liefernden Rest
in der Silberhalogenidemulsionsschicht oder einer hierzu benachbarten Schicht.
bin erfindungsgemäßes photographisches Aufzeichnungsmaterial kann
des weiteren zur Herstellung einer Bildaufzeichnung durch den freigesetzten
oder abgespaltenen und diffusionsfähig gemachten Bildfarbstoff bestimmt sein oder durch den immobilen Farbstoff, der
in der ursprünglichen Lage gebunden an die oxidierte Verbindung im Material verbleibt. Andererseits können auch beide Bildaufzeichnungen
verwendet werden. Der zurückgebliebene oder rückständige nicht diffusionsfähige Farbstoff kann eine Bildaufzeichnung liefern,
die vorliegt als Funktion der Silberhalogenidentwicklung. Das Silber sowie das Silberhalogenid, das nach der Entx^icklung zurückgeblieben
sind, können gegebenenfalls entfernt werden, um bessere Farbeigenschaften
in der Aufzeichnung zu erzielen.
In besonders vorteilhafter Weise kann das Aufzeichnungsmaterial
der Erfindung aus einer Aufzeichnungseinheit für das Bildübertragungsverfahren
bestehen, bei dem Bildfarbstoffe liefer-nde Verbindungen nach ihrer Freisetzung in eine benachbarte Bildempfangsschicht
diffundieren. Die erfindungsgemäß verwendbaren immobilen Verbindungen eignen sich zur Herstellung photographischer Aufzeichnungsmaterialien
und Aufzeichnungseinheiten für das Bildübertragungsverfahren
der verschiedensten üblichen bekannten Strukturen. Dies bedeutet, daß die erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen
zur Herstellung solcher Aufzeichnungseinheiten für das Bildübertragungsverfahren
geeignet sind, bei denen zunächst mobile Verbindungen verwendet werden, beispielsweise Farbstoffentwicklerverbindungen
oder bei denen zunächst immobile Verbindungen verwendet werden, wie beispielsweise Ballastgruppen aufweisende Redox-Spaltverbindungen
(ballasted redox releasing compounds). Dies bedeutet, daß die erfindungsgemäßen photographischen Aufzeichnungsmaterialien
und Aufzeichnungseinheiten für das Bildübertragungsverfahren beispielsweise einen Aufbau aufweisen können, wie er aus den US-PS
2 543 181, 2 661 293, 2 774 668, 2 983 606, 3 227 550, 3 227 552, 3 309 201, 3 415 644, 3 415 645, 3 415 646 und
3 635 707 sowie der CA-PS 674 082 und den BE-PS 757 959 und 757
609853/1001
bekannt ist. Dabei ist jedoch zu beachten, daß zur Herstellung der Aufzeichnungsmaterialien die geeigneten Silberhalogenidemulsionen
zur Herstellung einer bestimmten Struktur verwendet werden, da die erfindungsgemäß verwendbaren Verbindungen positive Bilder
mit diffusionsfähigen Farbstoffen mit einer negativ aufzeichnenden und entwickelnden Emulsion liefern.
In vorteilhafter Weise lassen sich erfindungsgemäße photographische
Aufzeichnungsmaterialien in Gegenwart einer Silberhalogenidentwicklerverbindung
entwickeln, bei der es sich vorzugsweise um eine Silberhalogenidentwicklerverbindung handelt, die ein Redox-Potential
aufweist, aufgrund dessen die Silberhalogenidentwiclclerverbindung die erfindungsgemäß verwendeten immobilen Verbindungen
zu oxidieren vermag.
Typische geeignete Silberhalogenidentwicklerverbindungen sind Hydrochinonverbindungen, z.B. Hydrochinon; 2,5-Dichlorhydrochinon;
2-Chlorhydrochinon und dergleichen; Aminophenolverbindungen, z.B.
4-Amhophenol; N-Methylaminophenol; 3-Methyl-4-aminophenol; 3,5-Dibromaminophenol
und dergleichen; Brenzkatechinverbindungen, z.B. Brenzkatechin; 4-Cyclohexylbrenzkatechin; 3-Methoxybrenzkatechin;
4-(N-Octadecylamino)brenzkatechin und dergleichen; Phenylendiaminverbindungen,
z.B. N,N-Diäthyl-p-phenylendiamin; 3-Methyl-N,N-diäthyl-p-phenylendiamin;
3-Methoxy-N-äthyl-N-äthoxy-p-phenylendiamin
sowie Ν,Ν,Ν1,N'-Tetramethyl-p-phenylendiamin; 3-Pyrazolidonverbindungen,
z.B. 1-Phenyl-3-pyrazolidon; 1-Phenyl-4,4-dimethyl-3-pyrazolidon;
4-Hydroxymethy1-4-methy1-1-phenyl-3-pyrazolidon;
1-m-Tolyl-3-pyrazolidon; ixXkeiijci 1-p_-Tolyl-3-pyrazolidon;
1-Phenyl-4-methyl-3-pyrazolidon; 1-Phenyl-5-methyl-3-pyrazolidon; 1-Phenyl-4,4-bis-(hydroxymethyl)-3-pyrazolidon; 1,4-Dimethyl-3-pyrazolidon;
4-Methyl-3-pyrazolidon; 4,4-Dimethyl-3-pyrazolidon;
1 - (3-Chlorphenyl) ^-methyl-S-pyrazolidon; 1 - (4-Chlorphenyl) -4-methyl-3-pyrazolidon;
1-(3-Chlorphenyl)-3-pyrazolidon; 1-(4-Chlorphenyl)-3-pyrazolidon;
1 -(4-Tolyl)-4-methyl-3-pyrazolidon; 1-C2-ToIyl)-4-methy1-3-pyrazolidon;
1 -(4-Tolyl)-3-pyrazolidon; 1-(3-Tolyl)-3-pyrazolidon;
1 -(3-Tolyl)-4 ^-dimethyl-S-pyrazolidon;
1-(2-Trifluoräthyl)-4,4-dimethyl-3-pyrazolidon und 5-Methyl-3-pyrazolidon.
609«53/1001
Eine Vielzahl von Entwicklerverbindungen, die zur Entwicklung photographischer Aufzeichnungsmaterialien nach der Erfindung geeignet
sind, werden des weiteren in der US-PS 3 039 869 beschrieben. Die Entwicklerverbindungen können in der Entwicklungsflüssigkeit
verwendet werden oder können, mindestens zum Teil in einer oder mehreren Schichten des photographischen Aufzeichnungsmaterials
oder Aufzeichnungseinheit untergebracht werden, beispielsweise den Silberhalogenidemulsionsschichten, den Schichten mit den Bildfarbstoffe
liefernden Verbindungen, Zwischenschichten, Bildempfangsschichten und dergleichen.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung enthält das Aufzeichnungsmaterial oder die Aufzeichnungseinheit
zusätzlich zu der oder den beschriebenen immobilen Verbindungen eine Verbindung, bei der es sich um ein Antischleiermittel oder
einen Entwicklungsverzögerer oder Entwicklungsunterbrecher handelt, d.h. eine Verbindung, die eine weitere Entwicklung einer Silberhalogenidemulsionsschicht
nach dem die einleitende bildweise Entwicklung stattgefunden hat, unterbricht oder verhindert. In besonders
vorteilhafter Weise werden Verbindungen verwendet, die mindestens einen Schleieraufbau in einer Silberhalogenidemulsionsschicht
während der Zeitspanne verhindern, die erforderlich ist für die Abspaltung einer ausreichenden Menge eines photographisch wirksamen
Restes aus der nicht oxidierten immobilen Verbindung. Typische geeignete Entwicklungsverzögerer-Vorläuferverbindungen oder Entwicklungsunterbrecher-Vorläuferverbindungen,
die eine einleitende Entwicklung ermöglichen, jedoch danach eine weitere Entwicklung
unterdrücken oder verhindern, sind beispielsweise aus der US-PS 3 260 597 sowie der BE-PS 815 955 bekannt. Außer den aufgeführten
Vorläuferverbindungen können des weiteren die üblichen bekannten Entwicklungsverzögerer oder Entwicklungsunterbrecher verwendet
werden, wobei diese in der Entwicklungsflüssigkeit zur Anwendung gebracht werden können, in Schichten benachbart zu den Silberhalogenidemulsionsschichten,
in dem Bildempfangselement oder in der
Bildempfangsschicht oder in einem Deckblatt, wobei ein Kontakt mit der oder den Silberhalogenidemulsionsschichten solange verzögert
wird, bis der einleitende Entwicklungsprozess stattgefunden hat.
609853/1001
26280A3
Weist ein erfindungsgemäßes Aufzeichnungsmaterial oder eine erfindungsgemäße
Aufzeichnungseinheit mehrere Silberhalogenidemulsionsschichten auf, die eine einen Bildfarbstoff erzeugende Verbindung
enthalten oder mit Schichten in Kontakt stehen, die Bildfarbstoffe erzeugende Verbindungen enthalten, so können die einzelnen
Silberhalogenideiiiulsionsschichten gegebenenfalls mit den ihnen
benachbarten Schichten mit den Bildfarbstoffe erzeugenden Verbindungen
voneinander durch Trennschichten getrennt sein, wobei diese Trennschichten beispielsweise aufgebaut sein können aus Gelatine
oder Calciumalginat oder anderen Stoffen des aus der US-PS 3 384 483 bekannten Typs oder Polymeren wie beispielsweise PoIyvinylamiden
des aus der US-PS 3 421 892 bekannten Typs oder solchen Stoffen, die beispielsweise näher aus der FR-PS 2 028 236 bekannt
sind oder den US-PS 2 992 104, 3 043 692, 3 044 873, 3 061 428, 3 069 263, 3 069 264, 3 121 011 und 3 427 158.
In vorteilhafter Weise können die erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien und Aufzeichnungseinheiten des weiteren Zwischenschichten
aufweisen, die sog. Antiverfärbungsmittel (antistain agents) oder Abfangverbindungen für oxidierte Farbentwicklerverbindungen
enthalten, wobei die Z^vischenschichten zwischen den einzelnen Farbbilder
aufzeichnenden Schichten angeordnet sein können.
Typische Antiverfärbungsmittel und Abfangverbindungen für oxidierte
Entwicklerverbindungen, die zur Erzielung einer verbesserten Farbtrennung verwendet werden können, sind beispielsweise aus den
US-PS 2 701 187, 3 700 453 und 2 728 659 bekannt.
In vorteilhafter Weise weisen die Silberhalogenidemulsionsschichten
eines photographischen Aufzeichnungsmaterials oder einer Aufzeichnungseinheit
nach der Erfindung eine Stärke von 0,6 bis 6 Mikron auf. In vorteilhafter Weise bestehen die Schichten aus Gelatine-Silberhalogenidemulsionsschichten.
Liegen die immobilen Verbindungen in besonderen Schichten vor, so besteht diese Schicht aus einer
für eine wäßrige alkalischeLösung permeablen Schicht mit einem polymeren Bindemittel, beispielsweise Gelatine, wobei diese Schichten
eine Schichtstärke von beispielsweise 1 bis 7 Mikron aufweisen
609853/1 001
können. Enthält das Aufzeichnungsmaterial oder die Aufzeichnungseinheit
des weiteren für alkalische Lösungen permeable polymere Zwischenschichten, beispielsweise Gelatineschichten, so weisen
diese eine Stärke von vorzugsweise 1 bis 5 Mikron auf. Die Dicken der einzelnen Schichten können selbstverständlich außerhalb der
angegebenen Bereiche liegen. Außer Gelatine können zum Aufbau der einzelnen Schichten die verschiedensten üblichen bekannten hydrophilen
Bindemittel verwendet werden, wobei es sich bei den Bindemitteln um natürlich vorkommende Stoffe handeln kann, beispielsweise
Proteine, Cellulosederivate, Polysaccharide, z.B. Dextran, ferner Gummiarabicum und dergleichen wie auch um synthetische
polymere Stoffe, wie beispielsweise in Wasser lösliche Polyvinylverbindungen, z.B. Poly(vinylpyrrolidon) und Acrylamidpolymere.
Die photographischen Emulsionsschichten und anderen Schichten eines
erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials oder einer erfindungsgemäßen Aufzeichnungseinheit können des weiteren allein oder in
Kombination mit hydrophilen, wasser-permeablen Kolloiden des weiteren andere synthetische polymere Verbindungen enthalten, z.B.
dispergierte PoIyvinylverbindungen, z.B. in Latexform und zwar insbesondere
solche, welche zur Erhöhung der Dimensionsstabilität der photographischen Materialien beitragen. Geeignete synthetische
Polymere dieses Typs sind beispielsweise aus den US-PS 3 142 568, 3 193 386, 3 062 674, 3 220 844, 3 287 289 und 3 411 911 bekannt.
Als besonders wirksam haben sich dabei in Wasser unlösliche Polymere von Alkylacrylaten und Alkylmethacrylaten, Acrylsäure, SuIfoalkylacrylaten
oder Sulfoalkylmethacrylaten erwiesen, und zwar insbesondere solche, die quervernetzende Zentren aufiireisen, welche
die Härtung der Schichten erleichtern und solche mit wiederkehrenden Sulfobetaineinheiten, wie sie näher beispielsweise in der
CA-PS 774 054 beschrieben werden.
Zur Erzeugung der Bildempfangsschichten können die üblichen bekannten
Verbindungen verwendet werden, solange diese nur die Funktion der Beizung oder Fixierung der übertragenen Bildfarbstoffe erfüllen.
Die zur Herstellung der Bildempfangsschichten verwendeten Verbindungen hängen natürlich von dem oder den zu beizenden Bildfarbstoffen
ab.
609853/ 1 00 1
Durch Verwendung einer den pH-Wert vermindernden Schicht in einem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterial oder einer Aufzeichnungseinheit
läßt sich die Stabilität des übertragenen Bildes weiter verbessern. In vorteilhafter Weise iverden den pH-Wert vermindernde
Schichten verwendet, die eine Verminderung des pH-Wertes der Bildschicht von etwa 13 oder 14 auf mindestens 11 und vorzugsweise
5 bis 8 innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne nach Einwirkung der Entwicklungsflüssigkeit ermöglichen. Zum Aufbau der
den pH-Wert vermindernden Schichten können sog. polymere Säuren verwendet werden, wie sie beispielweise in den US-PS 3 362 819,
2 584 030 und 2 548 575 sowie der BE-PS 603 747 auf Seite 47 näher beschrieben werden. Derartige polymere Säuren vermindern den pH-Wert
des Aufzeichnungsmaterials oder der Aufzeichnungseinheit nach
der Entwicklung und beenden den Entwicklungsprozeß, wobei sie die Übertragung von weiterem Farbstoff in die Bildempfangsschicht vermindern
und das erzeugte Farbstoffbild stabilisieren. Derartige polymere Säuren bestehen aus Polymeren mit sauren Gruppen, beispielsweise
Carbonsäuregruppen und Sulfonsäuregruppen, die mit Alkalimetallen Salze zu bilden vermögen, beispielsweise mit Natrium
und Kalium oder organischen Basen, insbesondere quaternären Ammoniunibasen, z.B. Tetrametylammoniumhydroxid. Die Polymeren
können des weiteren potentielle Säure liefernde Gruppen aufweisen, z.B. Anhydrid- oder Lactongruppen oder andere Gruppen, die mit
Basen zu reagieren vermögen und diese dadurch binden. Als besonders vorteilhaft hat sich in der Regel die Verwendung von polymeren
Säuren erwiesen, die freie Carboxylgruppen aufweisen, die in Wasser in Form ihrer freien Säure unlöslich sind und welche in Wasser
lösliche Natrium- und/oder Kaliumsalze liefern. Beispiele für
derartige polymere Säuren sind dibasische Säurehalbesterderivate
der Cellulose, die freie Carboxylgruppen aufweisen, z.B. Celluloseacetathydrogenphthalat,
Celluloseacetathydrogengltitarat, Celluloseacetathydrogensuccinat,
Äthylcellulosehydrogensuccinat, A*thylcelluloseacetathydrogensuccinat,
Celluloseacetatsuccinathydrogenphthalat, Äther- und Esterderivate der Cellulose, modifiziert mit
Sulfoanhydriden, z.B. mit ortho-Sulfobenzoesäureanhydrid, ferner Polystyrolsulfonsäuren, Carboxymethylcellulose^ Polyvinylhydrogenphthalate,
Polyvinylacetathydrogenphthalat, Polyacrylsäure, Acetale
B09853/10Ü1
von Polyvinylalkoholen mit Carboxy- oder sulfo-substituierten
Aldehyden, z.B. o-, m- oder p-Benzaldehydsulfonsäure oder Carbonsäure;
Teilester von Äthylen/Maleinsäureanhydrid-Copolymeren, Teilester von Methylvinyläther/Maleinsäureanhydrid-Copolymeren und
dergleichen. Außerdem können feste monomere Säuren verwendet werden, wie beispielsweise Palmitin, Oxal-, Sebacin-, Hydrocinnamin-,
iMethanilin-, p-Toluolsulfon- und Benzoldisulf onsäure.
Weitere geeignete Verbindungen zum Aufbau der den pH-Wert vermindernden
Schicht sind beispielsweise aus der Zeitschrift "Research Disclosure", Juli 1974, Seiten 17-19, bekannt.
Die den pH-vVert vermindernde Schicht ist vorzugsweise etwa 0,00762
bis 0,0381 mm dick und kann beispielsweise in den Bildempfangsteil einer Aufzeichnungseinheit zwischen dem Schichtträger und der
Bildempfangsschicht, auf dem Deckblatt oder an irgendeiner anderen Stelle des Aufzeichnungsmaterials oder der Aufzeichnungseinheit
angeordnet sein.
Gegebenenfalls kann eine Steuer- oder Abstandsschicht über der den
pH-Wert vermindernden Schicht angeordnet sein, um die pH-Wertsverminderung des Aufzeichnungsmaterials oder der Aufzeichnungseinheit
als Funktion der Geschwindigkeit, mit der das Alkali durch die inerte Steuer- oder Abstandsschicht diffundiert, zu steuern. Derartige
Steuer- oder Abstandsschichten können des weiteren in vorteilhafter Weise dazu verwendet werden, um Entxvicklungsverzögerer
oder Entwicklungsunterbrecher in einer Schicht benachbart zur Bildempfangsschicht,
in die die Verbindungen nach dem Alkalidurchbruch der Steuer- oder Abstandsschicht freigesetzt werden, zu isolieren.
Derartige Steuer- oder Abstandsschichten können beispielsweise aus
Gelatine oder Polyvinylalkohol aufgebaut sein oder anderen Stoffen, wie sie näher beispielsweise in der US-PS 3 455 686 und der Zeitschrift
"Research Disclosure", Juli 1974, Seiten 17-19, beschrieben werden. Eine solche Steuer- oder Abstandsschicht kann auch in vorteilhafter
Weise die verschiedenen Reaktionsgeschwindigkeiten innerhalb eines breiten Temperaturspielraumes ausgleichen, d.h. beispielsweise
eine vorzeitige pll-Wertsverminderung verhindern, wenn die Ein-
6 0 9 8 5 3/1001
wirkung der alkalischen Entwicklungsflüssigkeit beiTemperaturen oberhalb Raumtemperatur, beispielsweise bei Temperaturen von
35 bis 38°C erfolgt. Die Steuer- oder Abstandsschichten weisen vorzugsweise eine Schichtstärke von O,ÜO254 bis 0,01778 mm auf.
Besonders vorteilhafte Ergebnisse werden in der Regel dann erhalten, wenn die Schicht aus einem hydrolysierbaren Polymeren oder
einer .Mischung von hydrolysierbaren Polymeren aufgebaut ist, die/
Entwicklungsflüssigkeit langsam hyditLysiert werden. Beispiele
für derartige hydrolysierbare Polymere sind Polyvinylalkohol, Polyamide
sowie Celluloseester.
Die zur Entwicklung verwendete alkalische Entwicklungsflüssigkeit kann aus einer der üblichen bekannten wäßrigen Lösungen einer alkalischen
Verbindung, z.B. Natriumhydroxid, Natriumcarbonat oder eines Amines, z.B. Diäthylamin, vorzugsweise mit einem pH-Wert
über 12 bestehen. In vorteilhafter Weise enthält die Flüssigkeit eine Entwicklerverbindung, z.B. eine des bereits beschriebenen Typs,
In vorteilhafter Weise kann die Lösung des weiteren eine die Viskosität erhöhende Verbindung enthalten, z.B. ein hoch-molekulares
Polymer, z.B. einen in Wasser löslichen Äther, der gegenüber alkalischen Lösungen inert ist, beispielsweise eine Hydroxyähylcellulose
oder ein Alkalimetallsalz einer Carboxymethylcellulose, z.B. Natriumcarboxymethylcellulose. In vorteilhafter Weise enthält die
alkalische Entwicklungsflüssigkeit die Viskosität erhöhende Verbindung in einer Konzentration von etwa 1 bis etwa 5 Gew.-%, bezogen
auf das Gewicht der Entwicklungsflüssigkeit, wodurch eine Viskosität von etwa 100 cps bis etwa 200 000 cps erzielt wird.
Die alkalische Entwicklungsflüssigkeit kann des weiteren gegebenenfalls
ein Desensibilisierungsmittel enthalten, z.B. Methylenblau, nitro-substituierte heterocyclische Verbindungen, 4,4'-Bipyridiniumsalze
und dergleichen, um zu gewährleisten, daß der lichtempfindliche Teil einer Aufzeichnungseinheit nach Belichtung in einer
Selbstentwicklerkamera und Entfernung aus derselben nicht water belichtet wird.
/ durch die
609853/1001
In vorteilhafter Weise wird die alkalische Entwicklungsflüssigkeit
in einem aufspaltbaren Behälter untergebracht, wodurch die alkalische hntwicklungsflüssigkeit in vorteilhafter Weise in der Aufzeichnungseinheit
verteilt werden kann. Jedoch kann die Entwicklungsflüssigkeit auch nach anderen üblichen bekannten Methoden in die
Aufzeichnungseinheit eingeführt werden, z.B. durch Einspritzen der
Entwicklungsflüssigkeit mittels kommunizierender Glieder, ähnlich hypodermischer Spritzen, die entx^eder an der Kamera selbst oder
an einer Kamerapatrone untergebracht werden können, wie es beispielsweise aus der US-PS 3 352 674 bekannt ist.
(iemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung,
insbesondere dann, wenn das Aufzeichnungsmaterial in Form eine-r
Aufzeichnungseinheit mit integrierter Bildempfangsschicht vorliegt, werden Entwicklungsflüssigkeiten verwendet, die ein Trübungsmittel
enthalten. Beispiele für geeignete Trübungsmittel sind Ruß, Bariumsulfat, Zinkoxid, Bariumstearat, Silberflöckchen, Silicate, Aluminiumoxid,
Zirkoniumoxid, Zirkoniumacetylacetat, Natriumzirkoniumsulfat, Kaolin, Glimmer, Titandioxid, organische Farbstoffe, z.B.
Nigrosine oder Mischungen derartiger Trübungsmittel in verschiedenen Konzentrationen, je nach dem gewünschten Opazitäts- oder Trübungsgrad. In vorteilhafter Weise wird die Konzentration des Trübungsmittels derart gewählt, daß sie ausreicht, um eine weitere BEIichtung
der Silberhalogenidemulsionsschicht oder Silberhalogenidemulsionsschicht
oder Silberhalogenidemulsionsschichten der Aufzeichnungseinheit durch aktinische Strahlung durch die erzeugte Schicht
aus der Entwicklungsflüssigkeit, entweder durch direkte Belichtung durch den Schichtträger oder durch Lichtleitung von den Kanten der
Aufzeichnungseinheit zu verhindern. Beispielsweise läßt sich bei
Verwendung von Ruß oder Titandioxid eine ausreichende Trübung oder Opazität dann erreichen, wenn diese Stoffe in der Entwicklungsflüssigkeit in Mengen von etwa 5 bis 40 Gew.-?o vorhanden sind.
Nach-dem Entwicklungsflüssigkeit und Trübungsmittel in der Aufzeichnungseinheit
in der Kamera verteilt worden sind, kann die Entwicklung außerhalb der Kamera unter Eimvirkung aktinischer Strahlung
erfolgen, und zwar deshalb, weil die Silberhalogenidemulsion oder Silberhalogenideniulsionsschichten des aus der Kamera herausge-
609853/ 1 00 1
zogeneii Laminates vor einfallender Strahlung geschützt sind, und
zwar auf einer Seite durch die opake oder trübe Entwicklungsflüssigkeit und auf der anderen Seite durch eine für alkalische Lösungen
permeable opake (öder trübe Schicht. Auch können opake Bindeoder Klebebänder dazu "verwendet werden, um eine Belichtung der
SiIberhalogenidemulsionsschicht oder Silberhalogenidemulsionsschichten
durch Eintritt aktinischer Strahlung durch die Kanten der Aufzeichnungseinheit zu verhindern. Auch ist es möglich, in einer
Schicht auf der Belichtungsseite der lichtempfindlichen Schichten Indikatorfarbstoffe mit Ballastgruppen oder entsprechende Farbstoff-Vorläuferverbindungen
unterzubringen, in welchem Falle die Indikatorfarbstoffe während der Exponierung in vorteilhafter Weise
transparent sein sollen und bei Einwirkung der Entwicklungsflüssigkeit
opak oder trübe werden sollen.
Wird Titandioxid oder werden andere weiße Pigmente als Trübungsmittel
in der Entwicklungsflüssigkeit verwendet, so kann es vorteilhaft sein, gleichzeitig mit derartigen Trübungsmitteln einen
pH-empfindlichen Trübungsfarbstoff, z.B. einen Phthaleinfarbstoff,
zu verwenden. Derartige Farbstoffe absorbieren Licht oder sind bei einem pH-Wert farbig, bei dem die Bilderzeugung erfolgt und farblos
oder absorbieren kein Licht bei einem niedrigeren pH-Wert.
Die für alkalische Lösungen permeable, opake oder praktisch opake lichtreflektierende Schicht einer Aufzeichnungseinheit mit integrierter
Bildempfangsschicht kann aus irgendeinem der üblichen bekannten Bindemittel und einem hierin dispergierten Trübungsmittel aufgebaut
sein. Als besonders vorteilhaft haben sich weiße lichtreflektierende Schichten erwiesen, da diese einen vom ästhetischen
Standpunkt aus gesehen gefälligen Hintergrund liefern, auf dem die übertragenen Farbstoffbilder betrachtet werden können und weil
derartige Schichten des weiteren die optischen Eigenschaften aufweisen, die für die Reflexion einfallender Strahlung erwünscht
sind. Geeignete Trübungsmittel für den Aufbau der lichtreflektierenden Schicht sind beispielsweise Titandioxid, Bariumsulfat^ Zink-
6 0 9 8 5 3/1001
oxid, Bariumstearat, Silberflöckchen, Silicate, Aluminiumoxid,
Zirkoniumoxid, Zirkoniumacetylacetat, Natriumzirkoniumsulfat,
Kaolin, Glimmer oder Mischungen derartiger Trübungsmittel, wobei die Konzentration derselben von dem Grad der zu erzeugenden Trübung
abhängt. Die Trübungsmittel können in den verschiedensten üblichen Bindemitteln dispergiert werden, die für alkalische Lösungen
permeable Schichten liefern, beispielsweise in Gelatine und Polyvinylalkohol. In vorteilhafter Weise weisen derartige
Schichten eine Dichte von mindestens 4 und vorzugsweise über 7 auf und sind gegenüber aktinischer Strahlung praktisch opak. Die opake
Schicht kann gegebenenfalls mit einer Entwicklerabfangschicht kombiniert werden, sofern eine solche zur Herstellung des Aufzeichnungsmaterials
oder der Aufzeichnungseinheit verwendet werden soll. Die lichtreflektierenden und opaken Schichten weisen in vorteilhafter
Weise eine Dicke von 0,0254 mm bis 0,1524 mm auf. Jedoch kann die Dicke der Schichten auch außerhalb des angegebenen Bereiches
liegen, in Abhängigkeit von der Menge an Trübungsmittel, dem Grad der erwünschten Trübung oder Opazität und der-gleichen.
Als Schichtträger können die Schichtträger verwendet werden, die üblicherweise zur Herstellung photographischer Aufzeichnungsmaterialien
und Aufzeichnungseinheiten venvendet werden. Typische
geeignete Schichtträger bestehen aus Folien aus Cellulosenitrat, Celluloseacetat, Poly(vinylacetalen), Polystyrol, Polyethylenterephthalat),
Polycarbonaten, Poly- a-olefinen, z.B. Polyäthylen und Polypropylen sowie Folien aus anderen Polymeren. Des weiteren
kann der Schichtträger beispielsweise auch aus Glas bestehen. In den Fällen, in denen der Schichtträger transparent ist, weist er
in der Regel eine Stärke von etwa 0,0508 bis 0,1524 mm aif und kann gegebenenfalls einen UV-Absorber enthalten.
Weisen die Aufzeichnungsmaterialien oder Aufzeichnungseinheiten
Deckblätter auf und/oder sind die Bildempfangsschichten auf besonderen Schichtträgemuntergebracht, so können diese Deckblätter und
609853/1001
si
Schichtträger aus den gleichen Stoffen bestehen wie die Schichtträger
auf die die lichtempfindlichen Schichten aufgetragen werden. Gegebenenfalls können auch die Deckblätter und/oder Träger für
die Bildempfangsschicht UV-absorbierende Verbindungen enthalten um z.B. eine Lichtleitung durch Eintritt von Strahlung an den
Kanten zu verhindern.
In vorteilhafter Weise besteht die lichtempfindliche Komponente
eines erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials oder einer erfindungsgemäßen Aufzeichnungseinheit aus einem Silberhalogenid, beispielsweise
Silberchlorid, Silberbromid, Silberbromidjodid, Silberchloridbromidjodid
oder Mischungen hiervon. In vorteilhafter Weise weist das Aufzeichnungsmaterial oder die Aufzeichnungseinheit
mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht auf.
Die zur Herstellung erfindungsgemäßer Aufzeichnungsmaterialien und
Aufzeichnungseinheiten verwendbaren Silberhalogenidemulsionen
können aus grobkörnigen oder feinkörnigen Silberhalogenidemulsionen bestehen, die nach üblichen bekannten Methoden hergestellt
werden können. Dies bedeutet, daß es sich bei den Emulsionen beispielsweise um Einfach-Einlaufemulsionen oder Doppel-Einlaufemulsionen
handeln kann, z.B. Lippmann-Fmulsionen, ammoniakalische
Emulsionen, in Gegenwart von Thiocyanaten oder Thioäthern gereifte Emulsionen, wie sie beispielsweise aus den US-PS 2 222 264 und
3 271 157 bekannt sind und dergleichen. Zur Herstellung der Aufzeichnungsmaterialien
können des weiteren beispielsweise sog. Innenbildemulsionen verwendet werden, wie sie beispielsweise aus
den US-PS 2 592 250, 3 206 313 und 3 447 927 bekannt sind. Bei den Emulsionen kann es sich des weiteren beispielsweise um sog.
reguläre Emulsionen des Typs handeln, der von Klein und Moisar in der Zeitschrift J. Phot. Sei., Band 12, Nr. 5, September/Oktober
1964 auf den Seiten 242 bis 251 beschrieben wird. Die zur Herstellung der Aufzeichnungsmaterialien verwendeten Silberhalogenidemulsionen
können des weiteren nach üblichen bekannten Methoden spektral sensibilisiert werden um eine gute Farbballance unter
verschiedenen Belichtungsbedingungen zu erreichen, wie es beispielsweise aus der US-PS 3 672 898 bekannt ist. Die Silberhalo-
609853/1001
genidemulsionen können des weiteren beispielsweise nach Methoden
hergestellt werden, die die Herstellung von Emulsionen hoher
Kamera-Empfindlichkeit mit ASA-Empfindlichkeiten von 400 bis über 1000 ermöglichen. Gegebenenfalls können auch Mischungen von Oberflächen, Bilden.ulsionen und Innenbildemulsionen verwendet werden, wie sie beispielsweise aus der US-PS 2 996 382 bekannt sind.
hergestellt werden, die die Herstellung von Emulsionen hoher
Kamera-Empfindlichkeit mit ASA-Empfindlichkeiten von 400 bis über 1000 ermöglichen. Gegebenenfalls können auch Mischungen von Oberflächen, Bilden.ulsionen und Innenbildemulsionen verwendet werden, wie sie beispielsweise aus der US-PS 2 996 382 bekannt sind.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien
und Aufzeichnungseinheiten können des weiteren negative Silberhalogenidemulsionen i^ie auch direkt-positive Emulsionen verwendet werden, wie sie beispielsweise aus den US-PS 2 184 013,
und Aufzeichnungseinheiten können des weiteren negative Silberhalogenidemulsionen i^ie auch direkt-positive Emulsionen verwendet werden, wie sie beispielsweise aus den US-PS 2 184 013,
2 541 472, 3 367 778, 3 501 307, 2 563 785, 2 456 953, 2 861 885,
3 761 276, 3 761 266, 3 761 267, 3 736 140 und 3 730 723 sowie
der GB-PS 723 019 und der BE-PS 785 065 bekannt sind.
der GB-PS 723 019 und der BE-PS 785 065 bekannt sind.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
besteht das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial aus einem
Schichtträger und einer hierauf aufgetragenen Schicht aus einem
alkali-permeablen Bindemittel mit einer hierin dispergierten immobilen Verbindung, die zu einer intramolekularen nukleophilen Verdrängungsreaktion befähigt ist. Ein solches Aufzeichnungsmaterial läßt sich auch als Empfangsmaterial oder Empfangselement bezeichnen. Ein solches Material läßt sich nach verschiedenen Methoden
entwickeln, beispielsweise durch Inkontaktbringen mit einem photographischen Aufzeichnungsmaterial mit mindestens einer Silberhalogenidemulsionsschicht in Gegenwart einer alkalischen Lösung und
einer Siberhalogenidentwicklerverbindung. In den Bezirken, in denen ein Oxidationsmittel, z.B. eine oxidierte Entwicklerverbindung in die Empfangsschicht diffundiert, wird die immobile zu einer Verdrängungsreaktion befähigte Verbindung oxidiert. Enthält diese
Verbindung einen Farbstoffrest, so wird eine dauerhafte oder permanente Bildfarbstoff-Aufzeichnung in den Bezirken erzeugt, die
der bildweisen Verteilung des Oxidationsmittels entsprechen. Der
übrige Teil des oder der Farbstoffe kann aus dem Element entfernt werden, beispielsweise durch Auswaschen, nachdem die intramolekulare nukleophile Verdrängungsreaktion stattgefunden hat. Bei geeigneter Auswahl der Bildfarbstoffe erzeugenden Reste läßt sich des weiteren auf diese Weise ein Schwarz-Weiß-Bild erhalten.
besteht das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial aus einem
Schichtträger und einer hierauf aufgetragenen Schicht aus einem
alkali-permeablen Bindemittel mit einer hierin dispergierten immobilen Verbindung, die zu einer intramolekularen nukleophilen Verdrängungsreaktion befähigt ist. Ein solches Aufzeichnungsmaterial läßt sich auch als Empfangsmaterial oder Empfangselement bezeichnen. Ein solches Material läßt sich nach verschiedenen Methoden
entwickeln, beispielsweise durch Inkontaktbringen mit einem photographischen Aufzeichnungsmaterial mit mindestens einer Silberhalogenidemulsionsschicht in Gegenwart einer alkalischen Lösung und
einer Siberhalogenidentwicklerverbindung. In den Bezirken, in denen ein Oxidationsmittel, z.B. eine oxidierte Entwicklerverbindung in die Empfangsschicht diffundiert, wird die immobile zu einer Verdrängungsreaktion befähigte Verbindung oxidiert. Enthält diese
Verbindung einen Farbstoffrest, so wird eine dauerhafte oder permanente Bildfarbstoff-Aufzeichnung in den Bezirken erzeugt, die
der bildweisen Verteilung des Oxidationsmittels entsprechen. Der
übrige Teil des oder der Farbstoffe kann aus dem Element entfernt werden, beispielsweise durch Auswaschen, nachdem die intramolekulare nukleophile Verdrängungsreaktion stattgefunden hat. Bei geeigneter Auswahl der Bildfarbstoffe erzeugenden Reste läßt sich des weiteren auf diese Weise ein Schwarz-Weiß-Bild erhalten.
609853/1001
Enthält die immobile Verbindung den Rest einer gerbenden Verbindung
oder eines Gerbungsmittels (tanning agent) als photographisch wirksame Verbindung, so ist es möglich eine gegerbte oder gehärtete
Bildaufzeichnung in den Bezirken zu ernsten, wo eine Silberhalogenidentwicklung
nicht stattgefunden hat, d.h. eine positive Bildaufzeichnung,
sofern eine negative Emulsion zur Herstellung des Aufzeichnungsmaterials verwendet wurde.
Wird hier auf das Periodische System der Elemente bezug genommen, so ist das System gemeint, das beispielsweise in dem "Handbook
of Chemistry and Physics", 39. Ausgabe, Verlag Chemical Rubber Publishing Company, auf Seiten 400 bis 401 angegeben ist.
Die photographischen Aufzeichnungsmaterialien und Aufzeichnungseinheiten nach der Erfindung, die mindestens eine Schicht mit
einer zu einer photographischen Aufzeichnung befähigten Verbindung enthalten, beispielsweise einem Silberhalogenid, enthalten die
immobile Verbindung in Kontakt mit dem Silberhalogenid ("associated therewith"). Dies bedeutet, daß sich die immobile Verbindung in
alkali-permeabler Beziehung zu der zu einer photographischen Aufzeichnung befähigten Verbindung befinden soll. Dies bedeutet, daß
sich die zu einer photographischen Aufzeichnung befähigte Verbindung und die immobile Verbindung in der gleichen Schicht befinden
können oder aber in separaten oder getrennten Schichten voneinander untergebracht werden können sowie ferner in kontinuierlichen
oder diskontinuierlichen Schichten, solange sie nur wirksam "assoziert" sind sowie isoliert, um die erforderlichen Reaktionen
zu ermöglichen, bevor eine wesentliche Menge von Reaktions-Zwischenverbindungen in benachbarte photographische Aufzeichnungsschichten
diffundiert.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen,
Beispiel 1: Herstellung der Verbindung I
Stufe 1: Herstellung von 4-(4-Fluorsulfonylphenylazo)-5-(3-fluorsulfonylphenylsulfonamido)-1-naphthol
6098 5 3/1001
Eine Lösung von 1,8. g (0,01 + Mol) 4-Fluorsulfonylanilin in
1ü ml Äthanol wurde auf unter 100C abgekühlt und durch tropfenweisen
Zusatz von 1,2 g (ü,01 + Mol) Isoamylnitrit diazotiert. Nach 15 Minuten langem Stehenlassen bei über 10°C wurde das
Diazoniuiiisalz tropfenweise zu einer Aufschlämmung von 4,74 g
(0,01 Mol) 5-(3-Fluorsulfonylphenylsulfonamido)-2-N-methylsulfamoyl-1-naphthol
in 50 ml eines Säuregemisches aus einem Volumenteil Propionsäure und 5 Volumenteilen Essigsäure und 10 ml
Pyridin, abgekühlt auf unter 10°C zugegeben. Nach beendeter Zugabe
wurde das Reaktionsgemisch bei über 100C noch 1 Stunde lang gerührt,
mit Wasser verdünnt und in 600 ml Wasser gegossen. Die auf diese Weise erhaltene Aufschlämmung wurde durch Zusatz von
konzentrierter HCl angesäuert, worauf der Niederschlag abfiltriert und gründlich mit Wasser gewaschen wurde. Nach etwa 14-stündigem
Trocknen im Vakuum bei 400C wurden 6,36 g Reaktionsprodukt entsprechend
einer theoretischen Ausbeute von 96% erhalten. Bei Durchführung
einer Dünnschichtchromatographie unter Verwendung von Silicagel und Äthylacetat mit M Essigsäure wurde ein purpurroter
Tüpfel erhalten.
Stufe 2
Eine Lösung von 12,9 g (0,0195 Mole) des Reaktionsproduktes der
Stufe 1 in 120 ml N,N-Dimethy!formamid wurde in Anteilen unter
Rühren zu 15 g (0,2 Molen) sauberem 1,3-Propandiamin zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde dabei warm. Nach beendeter Zugabe
wurde noch solange gerührt, bis sich die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur abgekühlt hatte. Das Reaktionsprodukt wurde dann
mittels eines Sinterglastrichters abgesaugt. Das Dimethylformamidfiltrat
wurde in 700 ml kräftig gerührtem Äther gegossen, worauf der ausgefallene Niederschlag absitzen gelassen wurde. Daraufhin
wurde der Äther von den abgeschiedenen unlöslichem Öl abdekantiert. Das ül wurde in 200 ml Wasser unter Erwärmen und Ansäuern mit
konzentrierter HCl gelöst und abkühlen gelassen, zum Schluß durch Einbringen in ein Eisbad. Der hierbei ausgeschiedene Niederschlag
wurde mittels eines Sinterglastrichters isoliert, mit einer vergleichsweise geringen Menge an eiskalter, verdünnter HCl gewaschen
609853/1 00 1
und getrocknet. Die Ausbeute an Reaktionsprodukt, d.h. dem Farbstoffsalz
wit 2 Molekülen HCl pro Farbstoffmolekül (STufe 2) betrug
13 g.
Stufe 5:
Eine Lösung von 5,2 g (0,01 Mol) von 7-Chlorformyl-i-methyl-2,1 benzisoxazolin-S-on-S-N-methyloctadecylcarboxamid
(Säurechlorid I-A) in Tetrahydrofuran wurde unter Rühren zu einer Suspension
von 4,2 g (0,005 Mole) des gemäß Stufe 2 hergestellten Farbstoffes und 2,5 g (0,2 + Mol) Triäthylamin in 50 ml Dimethylformid gegeben.
Nach beendeter Zugabe wurde das Tetrahydrofuran mittels eines Rotationsverdampfers entfernt. Der Dimethylformamidrückstand wurde
in'200 ml HoO» durch Zusatz von konzentrierter HCl sauer gemacht,
gegossen und in einem Eisbade gekühlt. Der ausgefallene Niederschlag wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Der getrocknete Rückstand wurde dann dadurch gereinigt, daß er in Dichlormethan gelost wurde, worauf die Lösung in eine Florisil-Kolonne
gegeben wurde, die dann mit einer Mischung aus Äthylacetat Aceton:Essigsäure in einem Verhältnis von 89:10:1 eluiert wurde.
Auf diese Weise wurde die Verbindung Nr. 1 erhalten.
Das Säurechlorid I-A wurde gemäß Beispiel 1-A der BE-PS 810 195
hergestellt. Es hatte folgende Strukturformel:
C18H37
Beispiel 2: Herstellung der Verbindung II
Stufe 1: Herstellung von 5-(3-Cyano-4-hydroxyphenylazo)-benzol-1,3-disulfonylfluorid
Eine Mischung von 25,7 g (0,1 Mol) 3,5-Difluorsulfonylanilin in
100 ml Äthanol und 50 ml Tetrahydrofuran wurde auf unter 100C ab-
609853/100 1
gekühlt und durch langsamen Zusatz von 12 g (0,1 + Mol) Isoamylnitrit
diazotiert. Nach beendeter Zugabe wurde das Reaktionsg ein i sch in einem Eisbade etwa 15 Minuten lang gerührt. Die erhaltene
Lösung des Diazoniumsalzes wurde dann in Anteilen zu einer Mischung von 11,9 g (0,1 Mol) o-Cyanophenol in 120 ml eines Säuregemisches
aus 1 Volumenteil Propionsäure und 5 Volumenteilen Essigsäure, das durch Zusatz von 25 ml Pyridin in eine Lösung überführt
worden war, zugegeben und in einem Eisbade auf unter 10 C abgekühlt. Die Kupplungsmischung wurde solange gerührt, bis sämtliches
Eis des Eisbades aufgeschmolzen war. Dann xvurde nochmals etwa 50 Stunden lang bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch
wurde dann in 1,5 Liter Wasser gegossen, worauf das unlösliche öl mit mehreren Anteilen Äthylacetat extrahiert ivurde. Die vereinigten
Extrakte wurden dann mit 3 Anteilen verdünnter HCl gewaschen, getrocknet und konzentriert. Der erhaltene Rückstand wurde mit
Toluol versetzt und mehrmals eingedampft, um Essigsäure und/oder Propionsäure zu entfernen. Das schließlich erhaltene dunkle Öl
wurde in Dichlormethan gelöst, worauf die Lösung in eine Florisilkolonne
überführt wurde, worauf mit Äthylacetat eluiert wurde. Die Ausbeute an Reaktionsprodukt betrug 2,8 g.
Stufe 2: Herstellung von 5-/~3,5-Bis(2-aminoäthylsulfamoyl)-phenylazo_7-2-hydroxybenzonitril
Eine Lösung des Bis(sulfonylfluorides) gemäß Stufe 1 in Dimethylformamid
wurde zu einem 10-molaren Überschuß von Äthylendiamin
gegeben, worauf wie in Stufe 2 von Beispiel 1 beschrieben verfahren wurde. Der nach der Ätherwäsche verbliebene Rückstand wurde in
heißem wäßrigen Äthanol gelöst, worauf die Lösung durch Zusatz von konzentrierter HCl sauer gemacht und zur Trockene eingedampft
wurde. Der Rückstand wurde mit einer vergleichsweise geringen Menge an kalter verdünnter HCl versetzt, worauf der unlösliche
Rückstand abfiltriert und mit etwas kalter verdünnter Chlorwasserstoffsäure gewaschen wurde. Auf diese Weise wurde das gewünschte
Reaktionsprodukt, nämlich das Azofarbstoffdihydrochlorid erhalten.
609853/1001
Stufe 3:
Das Reaktionsprodukt der Stufe 2 wurde mit dem Säurechlorid Ι-Λ
in der in Stufe 3 des Beispieles 1 beschriebenen Weise umgesetzt. Darauf wurde ein Äquivalent Benzoylchlorid zugesetzt. Die Reaktionsmischung
wurde dann wie in Beispiel 1 unter Stufe 3 beschrieben aufgearbeitet. Das getrocknete rohe Reaktionsprodukt wurde in Dichlormethan
gelöst, worauf die Lösung in eine Florisil-Kolonne gegeben wurde. Anschließend wurde mit einer Mischung aus Äthylacetat
und λ% Essigsäure eluiert. Von dem Eluat wurde das Lösungsmittel
abgedampft, worauf der Rückstand in Äther gelöst und durch Zusatz von niedrig siedenden Ligroin ausgefällt wurde. Die Ausbeute an
Verbindung II betrug 1,6 g.
Beispiel 3: Herstellung der Verbindung III Stufe 1
13g (0,05 Mole) 3,5-Difluorsulfonylanilin wurde unter kräftigem
Rühren in 75 ml konzentrierter HCl suspendiert. Nach einigen Minuten wurden 75 ml Wasser zugesetzt und der dabei ausgefallene
schwere Niederschlag wurde in einem Eisbad unter Rühren gekühlt. Die erhaltene Mischung wurde dann dadurch diazoziert, daß langsam
eine kalte Lösung von 3,6 g (0,052 Mole) Natriumnitrit in 10 ml Wasser unter 15 Minuten langem Rühren in der Kälte zugesetzt wurde.
Das diazotierte Anilin wurde dann langsam zu einer kalten Aufschlämmung
von 16,5 g (0,05 Mole) 5-(4-Methansulfonamido)-2-N-methylsulfamoyl-1-naphthol
in 150 ml eines Säuregemisches aus einem Volumenteil Propionsäure und 5 Volumenteilen Essigsäure, dem zuvor 70 ml
Pyridin zugesetzt worden waren, zugesetzt. Nach 1-stündigem Rühren
in einem Eisbade wurde die Kupplungsmischung unter kräftigem Rühren in 200 ml Wasser gegossen, das durch Zusatz von konzentrierter HCl
auf einen pH-Wert von etwa 2 gebracht wurde. Der ausgefallene Niederschlag wurde abfiltriert, gründlich mit Wasser gewaschen und im
Vakuum bei etwa 45°C getrocknet. Die Ausbeute an Reaktionsprodukt
609853/ 1 00 1
betrug 27,5 g entsprechend 921 der Theorie. Stufe 2
Bine Lösung von 29,9 g (0,05 Mole) des Reaktionsproduktes gemäß Stufe 1 in 300 ml Dimethylformamid wurde anteilsweise unter Rühren
zu 30 g (0,5 Molen) reinem Äthylendiamin zugegeben. Die Reaktionsmdszhung
wurde dabei warm. Nach etwa 30 Minuten langem Rühren wurde die Reaktionsmischung in 1200 ml Wasser gegeben, das durch Zusatz
von konzentrierter HCl auf einen pH-Wert von 2 angesäuert worden war. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde die Mischung
weiter in einem Bisbade abgekühlt. Der ausgefallene Niederschlag wurde abfiltriert und mit etwa 100 ml kalter verdünnter HCl gewaschen.
Nach dem Trocknen im Vakuum bei etwa 45 C wurden 34,7 g des Reaktionsproduktes entsprechend 92a der Theorie erhalten.
Stufe 5
7,5 g (0,01 Mol) des Reaktionsproduktes von Stufe 2 wurden mit 2 Äquivalenten Säurechlorid I-A nach dem Verfahren von Beispiel 1 ,
Stufe 3, hergestellt. Nach Entfernung des Tetrahydrofurans unter vermindertem Druck wurde der Rückstand in 600 ml verdünnte Chlorwasserstoffsäure
gegossen. Der anfallende, aus einem Granulat bestehende Niederschlag wurde abfiltriert, gründlich mit etwa 200 ml
Wasser gewaschen und getrocknet. Das rohe Reaktionsprodukt wurde in Dichlormethan gelöst, worauf die Lösung auf eine mit Florisil
gefüllte Kolonne gegeben wurde. Eluiert wurde mit einer Mischung aus Äthylacetat, Aceton und Essigsäure im Verhältnis 89:10:1. Das
Eluatwurde konzentriert, xtforauf das Konzentrat in einer kleinen
Menge Dichlormethan gelöst wurde. Das Reaktionsprodukt wurde aus der Lösung durch Zusatz von Äther ausgefällt. Die Ausbeute an
Reaktionsprodukt betrug 5.
609853/1001
Teil Λ
Herstellung der Verbindung IV
O CH,
CH0-O-C-N-CH0CH0SO0Cl + H0NC10H.
"J V-/ XJ 11 LjllnVjllnlJUAUl · il<^lXO 4 Q *Z *7
II
Eine Lösung aus 116,6 g (0,4 Mole) des Sulfonylchlorides der
angegebenen Formel (hergestellt gemäß Beispiel 16A der BE-PS
810 195) in 500 ml Tetrahydrofuran wurde in einem Eisbad gekühlt, wobei mittels eines Tropftrichters mit hoher Tropfgeschwindigkeit
eine Lösung von 108 g (0,4 Mole) Oxadecylamin und 41 g (0,4 Mole) Triäthylamin in 600 ml Tetrahydrofuran zugetropft wurde.
Nach beendeter Zugabe wurde das Reaktionsgemisch durch Zufuhr von trockenem HCl-Gas sauer gemacht. Nach Abkühlung in Eis wurden die
ausgefällten Aminhydrochloride abgesaugt und mit Tetrahydrofuran gewaschen. Das Filtrat wurde mittels eines Rotationsverdampfers
konzentriert. Der erhaltene feste Rückstand wurde aus 600 ml Äthanol umkristallisiert. Die Ausbeute an Reaktionsprodukt lag bei
126,4 g entsprechend 601 der Theorie. Der Schmelzpunkt der Verbindung
lag bei 73 bis 74°C.
Teil B: Hydrierung
609853/1001
Zu einer Lösung von 126,4 (0,24 Mole) des blockierten Amines
in 800 ml Tetrahydrofuran wurden 200 ml Äthanol zugegeben. Der erhaltenen Lösung wurden dann 4 g eines Palladium-Kohlekatalysators
mit 10% Palladium zugesetzt, worauf die Mischung in einem Hydrierapparat nach Parr hydriert wurde. Der Anfangsdruck lag bei
3,85 kg/cm . Nach 8 Stunden i^ar die theoretisch berechnete Menge
an Wasserstoff absorbiert, (0,24 Mole). Die Mischung wurde dann zum Sieden erhitzt und heiß durch einen Celite-Filter gesaugt. Das
Filtrat wurde dann unter vermindertem Druck konzentriert, worauf der trockene Rückstand direkt weiter verarbeitet wurde.
Teil C
ClOC
ClOC-
+ 2
CH3
| 0=( | 2 | CH, ι -J |
ι | CH2 | H ι |
|
| 9NC | Z-NCiI2 | Il y | 3 | SO2N | ||
| CH ι |
||||||
| O | Il 0 |
|||||
| Il | r | |||||
| C- | 18Η37 | |||||
| ! | N-CH., ι ^ |
|||||
|
CH
ι |
||||||
| SO | ||||||
18 37
609853/10 01
Unter Rühren wurde zu einer Lösung von 0,1 Molen des Bissäurechlorides,
hergestellt gemäß Beispiel 1-A der BE-PS 810 195, in 100 ml Tetrahydrofuran, abgekühlt in einem Eisbade, tropfenweise
eine Lösung von 80 g (0,204 Mole) des in der beschriebenen Weise hergestellten Amins mit einer Ballastgruppe und 25 g (0,25 Mole)
Triäthylamin in 800 ml warmen Tetrahydrofuran zugegeben. Nach beendeter
Zugabe wurde das Reaktionsgemisch durch Zusatz von Chlorwasserstoff gas angesäuert und in einem Eisbade gekühlt. Die ausgefallenen
Aminhydrochloride wurden abgesaugt. Das FiItrat wurde
unter vermindertem Druck zur Trockene eingedampft, worauf der Rückstand aus 600 ml Äthanol umkristallisiert wurde. Erhalten
wurden 84,1 g des Bisamides, entsprechend 861 der Theorie.
Teil D
Zu einer Lösung von 84 g (0,0855 Mole) des Bisamides von Teil C in 300 ml Tetrahydrofuran wurden 500 ml Äthanol gegeben. Die
Lösung wurde dann unter Rühren etwa 30 Minuten lang durch Einleiten von Stickstoffgespült. Dann wurde in einem Male eine Lösung
von 14 g (0,34 Mole) Natriumhydroxid in 100 ml Wasser zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde unter einer Stickstoffatomosphäre bei
Raumtemperatur 15 Minuten lang gerührt und dann durch Zusatz von konzentrierter Chlorwasserstoffsäure angesäuert. Die Mischung wurde
dann durch Zusatz von 2800 ml Wasser verdünnt, worauf der ausgefallene Niederschlag abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet
wurde. Die trockene, feste Masse wurde dann mit 800 ml Tetrahydrofuran verrührt und filtriert. Das Filtrat wurde unter
vermindertem Druck eingedampft, worauf der Rückstand aus 300 ml Methanol mit 4 ml 6N Chlorwasserstoffsäure umkristallisiert wurde.
Die Ausbeute an Säure mit Ballastgruppe lag bei 31,2 g. Der Schmelzpunkt der Verbindung lag bei 129 bis 1310C.
Teil E
609853/1001
HOOC
ι ILV
SO2CH2CH2N-CH3
O 0
Il Il
ClC-C-Clx Benzol '
Spur DMF
18Ü37
CH9H
SO2N-C18H37
Unter kräftigem Rühren wurden zu einer Aufschlämmung von 6,09 g (0,01 Mole) der Säure in 60 ml Benzol 1,5g Oxalylchlorid und
danach 2 Tropfen Dimethylformamid zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde unter Rühren auf etwa 50°C erwärmt, bis eine klare Lösung
erhalten wurde, was nach etx^a 45 Minuten bis 1 Stunde der Fall war.
Die erhaltene gelbe Lösung wurde dann mittels eines Rotationsverdampfers zur Trockene eingedampft. Die dabei erhaltene gelbe
schaumige Masse wurde direkt weiter-verarbeitet.
Teil F
Der Bisamin-Farbstoff von Beispiel 3, Stufe 2, wurde mit 2 Äquivalenten
des Säürechlorides von Teil £ nach dem in Beispiel 1, Stufe 3, beschriebenen Verfahren umgesetzt. Auf diese Weise wurde die
Verbindung IV erhalten.
In den folgenden Beispielen wird die Verwendung der erfindungsgemäßen
Verbindungen näher beschrieben.
Ein einfarbiges farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial für
das Übertragungsverfahren mit integrierter Bildempfangsschicht wurde durch Beschichten eines transparenten Polyäthylenterephthalatfilmschichtträgers
mit den folgenden Schichten hergestellt, wobei die Schichten in der im folgenden angegebenen Reihenfolge
auf den Schichtträger aufgetragen wurden (die angegebenen Konzentrationen beziehen sich jeweils auf eine Schichtträgerfläche von
609853/1001
er
1) eine Bildempfangsschicht aus 21,5 mg eines Mischpolymerisates
aus Styrol und NjN.N-Tri-n-hexyl-N-vinylbenzylammoniumchlorid
und 21,5 mg Gelatine;
2) eine Schicht aus 215,3 mg Titandioxid und 38,7 mg Gelatine;
3) eine Schicht aus 26,9 mg Ruß und 16,8 mg Gelatine;
4) eine negativ arbeitende Silberbromidemulsionsschicht mit
10,8 mg Silberbromid einer Teilchengröße von 0,8 Mikron und 21,5 mg Gelatine sowie 11,2 mg der Verbindung I, gelöst in
-11,2 mg Diäthyllauramid;
5) eine Gelatineschicht aus 5,4 mg Gelatine.
Das Aufzeichnungsmaterial wurde einem Testobjekt mit graduaierten
Dichtestufen exponiert und bei Raumtemperatur entwickelt. Die Entwicklung erfolgte dadurch, daß auf dem belichteten Aufzeichnungsmaterial
der Inhalt eines aufspaltbaren Behälter verteilt wurde, der eine viskose Entwicklungsflüssigkeit aus 100 g Kaliumhydroxid,
20 g Kaliumbromid, 3 g 4-Hydroxymethyl-4-methyl-1-phenyl-3-pyrazolidon
und 40 g Hydroxyäthylcellulose pro Liter Wasser enthielt. Auf die Entwicklungsflüssigkeit wurde dann ein Deckblatt aufgebracht,
das aus einem Polyäthylenterephthalatfilmschichtträger bestand, auf den in der folgenden Reihenfolge aufgetragen worden
waren:
1) eine Schicht aus 155 mg Polyacrylsäure/dm ;
2) eine Schicht aus 81,8 mg Celluloseacetat/dm und
4,1 mg eines Mischpolymerisates aus Styrol und Maleinsäureanhydrid/dm
.
Nach einigen wenigen Minuten wurde ein gut definiertes positives purpurrotes Bild durch den transparenten Schichtträger des photographischen
Aufzeichnungsmaterials sichtbar.
6 Q 9 8 5 3/1001
Von verschiedenen Abschnitten des Aufzeichnungsmaterials, die verschieden
lange bei verschiedenen Temperaturen aufbexirahrt worden
waren wurden dann die Dichten gegenüber grünem Licht ermittelt. Es wurden folgende Ergebnisse erhalten:
a) 3 Stunden bei Raumtemperatur: D = 1,96; D . = 0,24;
1 max - ' mm
b) 16 Stunden bei 60 C: D = 1,86; D . =0,30.
max mm
Es wurde ein weiteres Aufzeichnungsmaterial wie in Beispiel 5
beschrieben hergestellt, belichtet und entwickelt, mit der Ausnahme jedoch, daß diesmal die Schicht 4 6,2 mg der Verbindung III,
gelöst in 6,2 mg Diäthyllauramid, jeweils pro dm Schichtträgerfläche
anstelle der Verbindung I enthielt.
Von verschiedenen Abschnitten des Materials wurden dann wiederum die Farbstoffdichten gegenüber grünem Licht ermittelt. Es wurden
folgende Ergebnisse erhalten:
a) 3 Stunden bei Raumtemperatur: D = 1,45; D . = 0,21;
ΙΪ13.Χ IUX Il
b) 16 Stunden bei 60 C: D = 1,42; D . = 0,22.
1 max ' ' mm *
Die Verbindungen IV bis XVII, die nach dem Verfahren der Beispiele
1 bis 3 hergestellt xvurden, wurden in der in Beispiel 5
beschriebenen Weise getestet. In allen Fällen wurden gut definierte positive Bilder in der Beizmittelschicht erhalten.
In entsprechender Weise wie die einfarbigen Aufzeichnungsmaterialien
können mehrfarbige Aufzeichnungsmaterialien für das Farbübertragungsverfahren
hergestellt werden, wobei die einen gelben, einen blaugrünen und einen purpurroten Farbstoff liefernden Verbindungen
in den entsprechenden blau-, rot- und grünempfindlichen Schichten des Aufzeichnungsmaterials untergebracht werden können, in welchem
809853/1001
26280Λ3
Falle Farbbilder ausgezeichneter Qualität nach etwa 3 bis 6 Minuten
erhalten werden können.
609853/100 1
Claims (1)
- PAT-E N TANSPR O CUEPhotographisches Aufzeichnungsmaterial, bestehend aus einem Schichtträger und mindestens einer hierauf aufgetragenen alkali-permeablen Schicht mit mindestens einer immobilen Verbindung mit einem photographisch wirksamen Rest, der nach Abspaltung von der immobilen Verbindung einen Bildfarbstoff, eine Bildfarbstoff-Vorläuferverbindung oder ein photographisches Reagenz liefert, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbindung enthält, die gekennzeichnet ist durcha) mindestens zwei oxidierbare nukleophile Gruppen oder Vorläufergruppen für oxidierbare nukleophile Gruppen undb) mindestens zwei elektrophile Spaltgruppen, die den photographisch wirksamen Rest an separate Gruppen binden, die jeweils einen Ballast bilden, die die Verbindung unter alkalischen Bntwicklungsbedingungen im Aufzeichnungsmaterial immobil machen, wobei gilt, daßc) jeder Ballat den photographisch wirksamen Rest nach Abspaltung der anderen Ballstgruppe immobilisiert,d) die nukleophilen Gruppen oder Vorläufergruppen in der Verbindung bezüglich einer jeden der beiden Spaltgruppen eine Position einnehmen, die unter den alkalischen Entwicklungsbedingungen eine intramolekulare Verdrängung des photographisch wirksamen Restes von den Baiistgruppen ermöglicht undel die immobile Verbindung nach Oxidiation einer der beiden nukleophilen Gruppen unter den alkalischen Entwicklungsbedingungen den photographisch wirksamen Rest mit wesentlich geringerer Geschwindigkeit freisetzt.6098B3/ 1 0012. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es eine immobile Verbindung mit mindestens zwei Vorläufergruppen für oxidierbare nukleophi-Ie Gruppen enthält, die durch Hydrolyse in oxidierbare nukleophile Gruppen überführbar sind.3. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es eine immobile Verbindung mit mindestens zwei hydrolysierbaren Vorläufergruppen an einen Benzisoxazolonrest enthält.4. Photographisch.es Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es eine immobile Verbindung enthält, deren Reaktionsgeschwindigkeit mit einer oxidierten Silberhalogenidentwicklerverbindung unter alkalischen Bedingungen größer ist als die Geschwindigkeit, mit der die intramolekulare nukleophile Verdrängungsreaktion abläuft.5. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es eine immobile Verbindung enthält, deren Oxidationsgeschwindigkeit mindestens 10 mal so groß ist wie die Geschwindigkeit der nukleophilen Verdrängungsreaktion.6. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschicht aufiveist und daß die immobile Verbindung in dieser Schicht oder einer hierzu benachbarten Schicht untergebracht ist.7. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es eine immobile Verbindung enthält, bei der die Abspaltung des photographisch wirksamen Restes jiÄXx8xiciH.ix durch Oxidation von einer der nukleophilen Gruppen verhindert wird.6098S3/10018. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens drei Silberhalogenidemulsionsschichten aufweist, von denen eine jede eine immobile Verbindung mit einem Bildfarbstoffrest oder Bildfarbstoff-Vorläuferrest enthält oder von denen eine jede mit einer Schicht mit einer solchen Verbindung in Kontakt steht.9. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Entwicklungsverzögerer oder Entwicklungsunterbrecher enthält, der eine einleitende Entwicklung ermöglicht, jedoch den Ablauf einer weiteren Entwicklung verzögert bzw. unterdrückt.10. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbindung enthält, bei der die nukleophilen Gruppen und elektrophilen Spaltgruppen jeweils an einem aromatischen Ring sitzen und sich 1 bis 5 Atome zwischen dera nukleophilen Zentrum, der nukleophilen Gruppe und dem elektrophilen Zentrum der elektrophilen Spaltgruppe befinden und daß die Verbindung durch eine intramolekulare nukleophile Verdrängungsreaktion einen Ring mit 3 bis 7 ATomen zu bilden vermag.11. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbindung enthält, die hydrolysierbare Vorläufergruppen für Hydroxyaminogruppen enthält sowie als photographisch wirksamen Rest einen einen diffusionsfähigen Farbstoff liefernden Rest.12.Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß es eine immobile Verbindung mit einer Benzisoxazolongruppe enthält.609853/ 1 00 113. Photographisches AufZeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbindung der folgenden Formel enthält:Nu E-Q1-X2-Q2-E2 Nu2(R3)!■■ R2·in der bedeuten:1 2R und R jeweils einen acyclischen oder cyclischen organischen Rest;R ,R ,R und jeweils einen bivalenten organischen Rest mit R 1 bis 3 Atomen;n, m, y und ζ jeweils = 1 oder 2;Nu und Nu2 jeweils eine oxidierbare nukleophile Gruppeoder Vorläufergruppe;E und E2 jeweils eine elektrophile Gruppe;Q1 und Q2 jeweils ein bivalentes Bindeglied, das eineeinatomige Bindung zwischen E und X2 sowie E9 und X9 herstellt, wobei gilt, daß das Monoatom aus einem nicht-metallischen Atom der Gruppen VA und VIA des Periodischen Systems der Elemente in seinem -2 oder -3 Valenzzustand besteht;609853/ 1 OO 1~^2~^2~ einen einen Bildfarbstoff, eine Bildfarbstoff-Vorläuferverbindung oder ein photographisches Reagenz liefernder Rest undund X3 jeweils eine Ballastgruppe einer solchen Größe, die die Immobilität des Restes -Q,-X..-Q^- in einem alkalischen Entwicklungsmedium in einer alkali-permeablen Schicht des Aufzeichnungsmaterials bewirken.14. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbin-1 2 dung der angegebenen Formel enthält, in der R und R jeweils einen aromatischen Ring darstellen und n, m, y und ζ jeweils = 1 sind.15. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbindung der angegebenen Formel enthält, in der Nu und Nu^ jeweils eine hydrolysierbare Vorläufergruppe für die nukleophile Gruppe darstellt.16. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbin-1 ° dung der angegebenen Formel enthält, in der R und R^ jeweils einen aromatischen Ring darstellen, der durch mindestens einen Elektronen abziehenden Rest substituiert ist und daß n, m, y und ζ jeweils = 1 sind.17. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbindung der angegebenen Formel enthält, in der mindestens einer der Reste X. oder X_ einen durch eine Base ionisierbaren Rest enthält.609853/ 1 0018. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 13, da durch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbindung der folgenden Formel enthält:E - WW1 Λ2 κ-'2 1J2 <·Λ Jy^1
(R3) —jN-R7 R— N (R6) —O=C -0 0 C = Oworin bedeuten:R ,R ,R und R jeweils einen bivalenten organischen Restmit 1 bis 2 Atomen;7
R einen Alkyl- oder Arylrest;E und E2 jeweils eine elektrophile Gruppe;Q1 und Q2 jeweils einen bivalenten Rest, dereine Monoatombindung zwischen E und X2 sowie E9 und X9 liefert, wobei das Monoatom ein Nichtmetallatom der Gruppen VA oder VIA des Periodischen Systems der Elemente in seinem -2 oder -3 Valenzzustand ist;-Q1-X0-Q2- einen einen Bildfarbstoff, eine Bildfarbstoff-Vorläuferverbindung oder ein photographisches Reagenz liefernder Rest;X1 und Xx jeweils ein Rest einer solchen Größe, derdie aus -Q1-X2-Q0- erhaltene Verbindung unter alkalischen Entwicklungsbedingungen in einer alkali-permeablen Schicht des photographischen Aufzeichnungsmaterials immobil macht und60985 3/1001η, m, y und ζ jeweils = 1 oder 2.19. Photographisches Auf zeichnungsiuaterial nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbindung der folgenden Formel enthält:R7 - No=cworin bedeuten:R jeweils einen Alkyl- oder Arylrest;Q1 und Q7 jeweils einen bivalenten Rest, der eine einatomige Bindung zwischen dem Carbonylrest und X2 liefert, wobei gilt, daß das Atom aus einem Nichtmetallatom einer der Gruppen VA oder VIA des Periodischen Systems der Elemente in seinem -2 oder -3 Valenzzustand besteht;X1 und X, jeweils einen Rest einer solchen Größe, der dieaus dem ReSt-Q1-X2-Q2" gebildete Verbindung unter alkalischen Entwicklungsbedingungen in einer alkali-permeablen Schicht des Aufzeichnungsmaterials immobil macht und-Q1-X2-Q2- der Rest eines ßildfarbstoffes, einer Bildfarbstoff -Vorläuferverbindung oder eines photographischen Reagenz.€080^3/100120. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß Q-, und Q2 jeweils die Bedeutung eines Aminorestes haben.21. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Rest -Qj-X2-Qo hervorgehende Verbindung Qi-X?"^ e*n Entwicklungsverzögerer oder Entwicklungsunterbrecher ist.22. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Rest -Q1-X2 -Q2" hervorgehende Verbindung Q-J-X2-Q2 ein Farbstoff oder ein Farbstoffvorläufer ist.23. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 13 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens eine immobile Verbindung der angegebenen Formeln enthält, worin X1 und X3 jeweils eine Ballastgruppe mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen darstellen, "Qi-X?"^" e*n ^üdfarbstoff- oder Bildfarbs'toff-Vorläuferrest ist, Q1 und Q9 jeweils die Bedeutung eines7
STickstoffatomes haben und R ein Alkylrest ist.24. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß es eine immobile Verbindung der folgenden Formel enthält:609853/100 1'2Λ(CII2] 3O=C-NHIISO2NCH3N=N18n37SO7NII(CH9UiNH-C=O25. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß es eine immobile Verbindung der folgenden Formel enthält^Il0-C-N=NII
O=C-NCH2CH2NII-SO2N-CHC18H37H SO2NHCH2CH2N-C=OC18H37609853/100126. Photographiscnes Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß es eine immobile Verbindung
der folgenden Formel enthält:SO2NCH3CH3SO2NIlO=CNHCII2CiI2NSO2SO0NCH9ClI9NHC=O•Ns^CH.Ίδ 37Ί8 3727. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 13 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Rest "Q-|"^2~^2~ ^er ^est eines Farbstoffes oder einer Farbstoff-Vorläuferverbindung mit löslich machenden Resten ist, derart, daß die aus dem Rest
-Q-J-X2-Q2- erzeugte Verbindung durch die Kolloidschichten
eines photographischen Aufzeichnungsmaterials in alkalischem Medium zu diffundieren vermag.28. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß es zu einer photographischen Aufzeichnungseinheit ausgebildet ist, die entwickelt werden
werden kann, in dem sie durch den Spalt geführt wird, der durch zwei übereinander angeordneten Druck ausübenden Gliedern gebildet wird und daß die Einheit aufgebaut ist aus:a) einem lichtempfindlichen Teil aus einem Schichtträger mit mindestens einer hierauf aufgebrachten Silberhalogenidemulsionsschicht und einer immobilen Verbindung mit einem photo-609853/1001graphisch wirksamen Rest in der Silberhalogenidemulsionsschicht oder einer hierzu benachbarten Schicht;b) einer Bildempfangsschicht;c) einem aufspaltbaren Behälter mit einer alkalischen Entwicklungsflüssigkeit sowied) einer Silberhalogenidentwicklerverbindung, die in der
alkalischen Entwicklungsflüssigkeit löslich ist,dadurch gekennzeichnet, daß die Aufzeichnungseinheit als
immobile Verbindung mit einem photographisch wirksamen Rest
eine immobile Verbindung gemäß Ansprüchen 1 bis 27 enthält.29.Photographisches Aufzeichnungsmaterial in Form einer Aufzeichnungseinheit nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Einheit mindestens drei Silberhalogenidemulsionsschichten aufweist, die gegenüber dem blauen, roten bzw. grünen Bereich des sichtbaren Spektrums empfindlich ist und daß diese Schichten
jeweils eine immobile Verbindung der angegebenen Struktur, die zur Erzeugung eines gelben, eines blaugrünen bzw. eines purpurroten Bildfarbstoffes befähigt sind, enthalten oder daß diese
Verbindungen in Schichten untergebracht sind, die benachbart
zu den entsprechenden Silberhalogenidemulsionsschichten angeordnet sind, wobei gilt, daß die immobilen Verbindungen anstelle von Bildfarbstoffen auch Bildfarbstoff-Vorläuferverbindungen bilden können.30. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß es als Silberhalogenidentwicklerverbindung eine 3-Pyrazolidon- oder eine Hydrochinon-Entwicklerverbindung oder eine Brenzkatechin-Entwicklerverbindung enthält.609853/1 00 1. Photographisclies Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß der photographisch wirksame Rest als photographisches Reagenz einen Ent\v*icklungsverzögerer oder einen Entwicklungsunterbrecher liefert, der vorzugsweise aus einem Phenylmercaptotetrazol besteht.32. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es eine immobile Verbindung mit hydrolysierbaren Vorläufergruppen für die nukleophilen Gruppen enthält, wobei gilt, daß die elektrophilen Gruppen aus Carbonylgruppen bestehen, die einen Bildfarbstoffrest oder einen Bildfarbstoff-Vorläuferrest an einen Rest oder eine Gruppe binden, der bzw. die eine Ballastgruppe für die Verbindung darstellt.33. Photographisches Aufzeichnungsmaterial in Form einerAufzeichnungseinheit nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß es aufgebaut ist aus:a) einem lichtempfindlichen Teil aus einem transparenten' Schichtträger auf dem in der folgenden Reihenfolge aufgetragen sind:(i) eine Bildempfangsschicht,(ii) eine opake alkali-permeable Schicht und (iii) mindestens eine Silberhalogenidemulsionsschichtsowie gegebenenfalls ferner (iiii) eine weitere Schicht, wobei gilt, daß entweder dieSilberhalogenidemulsionsschicht oder die weitereSchicht eine immobile Verbindung der angegebenenStruktur enthältb) einem aufspaltbaren Behälter mit alkalischer Entwicklungsflüssigkeit;c) einer Silberhalogenidentwicklerverbindung, die in der alkalischen Entwicklungsflüssigkeit löslich ist und609853/1001d) einem Deckblatt, das auf den lichtempfindlichen Teil des Aufzeichnungsmaterials aufgebracht werden kann.34. Aufzeichnungsmaterial in Form einer Aufzeichnungseinheit nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckblatt aufgebaut ist aus einem transparenten Filmschichtträger und daß die alkalische Entwicklungsflüssigkeit ein Trübungsmittel enthält.35. Photographisches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß es in der eine immobile Verbindung enthaltenden Schicht oder einer hierzu benachbarten Schicht eine Silberhalogenidentwicklerverbindung enthält.609853/1001
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/589,977 US4199355A (en) | 1975-06-24 | 1975-06-24 | Positive-working immobile photographic compounds and photographic elements containing same |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2628043A1 true DE2628043A1 (de) | 1976-12-30 |
| DE2628043B2 DE2628043B2 (de) | 1980-01-24 |
| DE2628043C3 DE2628043C3 (de) | 1980-10-16 |
Family
ID=24360368
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19762628044 Withdrawn DE2628044A1 (de) | 1975-06-24 | 1976-06-23 | Positiv arbeitende immobile photographisch wirksame verbindungen |
| DE2628043A Expired DE2628043C3 (de) | 1975-06-24 | 1976-06-23 | Photographisches Aufzeichnungsmaterial |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19762628044 Withdrawn DE2628044A1 (de) | 1975-06-24 | 1976-06-23 | Positiv arbeitende immobile photographisch wirksame verbindungen |
Country Status (10)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4199355A (de) |
| JP (1) | JPS524819A (de) |
| AU (1) | AU509248B2 (de) |
| BE (1) | BE843252A (de) |
| CA (1) | CA1073451A (de) |
| CH (1) | CH612773A5 (de) |
| DE (2) | DE2628044A1 (de) |
| FR (1) | FR2317682A1 (de) |
| GB (1) | GB1542308A (de) |
| SE (1) | SE7607302L (de) |
Families Citing this family (20)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4310612A (en) * | 1978-10-10 | 1982-01-12 | Eastman Kodak Company | Blocked photographically useful compounds in photographic compositions, elements and processes employing them |
| JPS57117409A (en) * | 1981-01-05 | 1982-07-21 | Okura Yusoki Co Ltd | Conveyor |
| JPS59185333A (ja) * | 1983-04-06 | 1984-10-20 | Fuji Photo Film Co Ltd | 写真感光材料 |
| JPS59214686A (ja) * | 1983-05-20 | 1984-12-04 | Fuji Photo Film Co Ltd | 記録材料 |
| JPS6039442U (ja) * | 1983-08-22 | 1985-03-19 | 株式会社新潟鐵工所 | 段取ステ−ション |
| DE3482606D1 (de) | 1983-11-25 | 1990-08-02 | Fuji Photo Film Co Ltd | Waermeentwickelbares lichtempfindliches material. |
| JPS60128430A (ja) * | 1983-12-15 | 1985-07-09 | Fuji Photo Film Co Ltd | ハロゲン化銀写真感光材料 |
| US4693955A (en) * | 1984-03-19 | 1987-09-15 | Mitsubishi Paper Mills, Ltd. | Negative type lithographic printing plate |
| DE3574297D1 (en) * | 1984-07-04 | 1989-12-21 | Fuji Photo Film Co Ltd | Silver halide photographic material |
| US5994041A (en) * | 1985-04-06 | 1999-11-30 | Eastman Kodak Company | Process for buffering concentrated aqueous slurries |
| US4783396A (en) * | 1985-10-31 | 1988-11-08 | Fuji Photo Film Co., Ltd. | Silver halide photographic materials |
| JPH07117722B2 (ja) * | 1986-06-12 | 1995-12-18 | 富士写真フイルム株式会社 | ハロゲン化銀カラ−写真感光材料 |
| US4746592A (en) * | 1986-08-27 | 1988-05-24 | Eastman Kodak Company | Color correction in negative images using positive imaging chemistry |
| JPH083618B2 (ja) | 1986-12-02 | 1996-01-17 | 富士写真フイルム株式会社 | カラ−感光材料 |
| JPH07119983B2 (ja) * | 1987-02-18 | 1995-12-20 | 富士写真フイルム株式会社 | ハロゲン化銀感光材料 |
| JP2597908B2 (ja) | 1989-04-25 | 1997-04-09 | 富士写真フイルム株式会社 | ハロゲン化銀カラー写真感光材料 |
| JP2532998B2 (ja) * | 1990-11-30 | 1996-09-11 | 本田技研工業株式会社 | ワ―クの搬送ラインにおけるワ―クの傾斜装置 |
| US5554493A (en) * | 1995-03-15 | 1996-09-10 | Eastman Kodak Company | Use of 2,1-benzisoxazol-3(1H)-ones as antioxidants in color photographic processing methods |
| US6170922B1 (en) * | 1999-05-18 | 2001-01-09 | Deere & Company | Pressurized gas to release spring applied hydraulically released brakes |
| JP2010526945A (ja) * | 2007-05-09 | 2010-08-05 | バックマン・ラボラトリーズ・インターナショナル・インコーポレーテッド | 紙及び板紙用のasaサイジングエマルジョン |
Family Cites Families (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE542229A (de) * | 1954-10-22 | |||
| US3245790A (en) * | 1961-11-13 | 1966-04-12 | Polaroid Corp | Novel photographic products, processes and compositions |
| US3241963A (en) * | 1962-02-19 | 1966-03-22 | Polaroid Corp | Novel photographic products, processes and compositions |
| US3347672A (en) * | 1963-12-19 | 1967-10-17 | Polaroid Corp | Photographic products, processes and compositions |
| GB1157506A (en) | 1965-09-10 | 1969-07-09 | Ilford Ltd | Anthraquinone Dye Colour Couplers and their use in Colour Photographic Materials |
| US3443939A (en) * | 1967-07-24 | 1969-05-13 | Polaroid Corp | Differential mobility of color moiety in color transfer |
| US3590692A (en) * | 1968-07-01 | 1971-07-06 | Polaroid Corp | Silver halide developing agents and photographic process |
| US3674478A (en) * | 1970-12-17 | 1972-07-04 | Polaroid Corp | Novel products and processes |
| US3728113A (en) * | 1971-07-06 | 1973-04-17 | Eastman Kodak Co | Selective transfer system and compounds for employment therein |
| US3698897A (en) * | 1971-07-06 | 1972-10-17 | Eastman Kodak Co | Diffusion transfer processes and film units comprising compounds which are cleavable upon oxidation in alkali media to produce diffusible dyes or dye precursors |
| BE792598A (fr) * | 1971-12-10 | 1973-06-12 | Eastman Kodak Co | Produit photographique contenant des composes oxychromiques et procede pour obtenir une image a partir de ce produit |
| BE792600A (fr) * | 1972-02-17 | 1973-06-12 | Eastman Kodak Co | Produits et procedes pour la photographie en couleurs |
-
1975
- 1975-06-24 US US05/589,977 patent/US4199355A/en not_active Expired - Lifetime
-
1976
- 1976-05-10 CA CA252,090A patent/CA1073451A/en not_active Expired
- 1976-06-22 BE BE168184A patent/BE843252A/xx unknown
- 1976-06-23 DE DE19762628044 patent/DE2628044A1/de not_active Withdrawn
- 1976-06-23 DE DE2628043A patent/DE2628043C3/de not_active Expired
- 1976-06-24 CH CH811476A patent/CH612773A5/xx not_active IP Right Cessation
- 1976-06-24 FR FR7619197A patent/FR2317682A1/fr active Granted
- 1976-06-24 JP JP51074987A patent/JPS524819A/ja active Pending
- 1976-06-24 GB GB7626365A patent/GB1542308A/en not_active Expired
- 1976-06-24 AU AU15237/76A patent/AU509248B2/en not_active Expired
- 1976-12-25 SE SE7607302A patent/SE7607302L/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2317682A1 (fr) | 1977-02-04 |
| AU1523776A (en) | 1978-01-05 |
| FR2317682B1 (de) | 1980-10-24 |
| DE2628044A1 (de) | 1977-01-27 |
| JPS524819A (en) | 1977-01-14 |
| SE7607302L (sv) | 1976-12-25 |
| DE2628043B2 (de) | 1980-01-24 |
| GB1542308A (en) | 1979-03-14 |
| AU509248B2 (en) | 1980-05-01 |
| DE2628043C3 (de) | 1980-10-16 |
| CH612773A5 (de) | 1979-08-15 |
| BE843252A (fr) | 1976-12-22 |
| US4199355A (en) | 1980-04-22 |
| CA1073451A (en) | 1980-03-11 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2260194C3 (de) | Photographisches Aufzeichnungsmaterial für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren | |
| DE2543902A1 (de) | Photographisches aufzeichnungsmaterial | |
| DE2628043A1 (de) | Photographisches aufzeichnungsmaterial | |
| DE2809716A1 (de) | Photographisches aufzeichnungsmaterial | |
| DE2503443C2 (de) | Photographisches Aufzeichnungsmaterial für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren | |
| DE1930215A1 (de) | Farbfotografisches Diffusionsuebertragungsverfahren und zugehoeriges fotografisches Material | |
| DE2448811C2 (de) | Photographisches Aufzeichnungsmaterial für das Farbdiffusionsübertragungsverfahren | |
| DE2809857A1 (de) | Aromatische nitroverbindungen | |
| DE2228361A1 (de) | Farbphotographisches diffusionsuebertragungsverfahren und zugehoeriges photographisches material | |
| DE2505248C2 (de) | Photographisches Farbdiffusionsübertragungsverfahren und farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial für das Diffusionsübertragungsverfahren | |
| DE3127781A1 (de) | Fotografisches element | |
| DE2626821A1 (de) | Farbphotographisches aufzeichnungsmaterial | |
| DE2853584A1 (de) | Photographisches aufzeichnungsmaterial | |
| DE2906526C2 (de) | ||
| DE2913164A1 (de) | Entwicklungsinhibitor-vorlaeuferverbindung, verwendung der verbindung in einem verfahren zum inhibieren der entwicklung und diese verbindung enthaltende photographische elemente | |
| DE2645656C2 (de) | Photographisches Farbdiffusionsübertragungsverfahren | |
| DE2823903C2 (de) | ||
| EP0035685B1 (de) | Photographisches Aufzeichnungsmaterial für Diffusionsverfahren und hierfür geeignete neue nichtdiffundierende Sulfiliminverbindungen | |
| DE2444694A1 (de) | Nach dem farbstoffuebertragungsprinzip arbeitendes lichtempfindliches photographisches material | |
| DE3246824C2 (de) | ||
| DE2241466C3 (de) | Photographisches Aufzeichnungsmaterial | |
| DE2238052C3 (de) | Photographisches Diffusionsübertragungsverfahren zur Herstellung von Farbbildern sowie photographische Aufzeichnungseinheit zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3310777A1 (de) | Farbphotographisches diffusionstransfer-element | |
| US4746592A (en) | Color correction in negative images using positive imaging chemistry | |
| DE3337174A1 (de) | Lichtempfindliches photographisches element |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |