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" Notrufmelder für Personensicherung
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Die Erfindung betrifft einen Notrufmelder für die Sicherung von Personen
mit einem schwerkraftabhängigen Ringrohrschalter zur Anbringung an den Körper der
zu schützenden Person.
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Aus der Dt-PS 1 281 319 des Anmelders ist es bekannt, den als Quecksilber-Ringrohrschalter
ausgebildeten schwerkraftabhängigen Schalter zum Inbetriebsetzen eines Kleinstsenders
zu verwenden, der zusammen mit der' Ringrohrschalter in einem an dem zu schützenden
Körper anbringbaren gemeinsamen Gehäuse unterebracht ist. Dieser bekannte Notrufmelder
wird vielfach dazu verwendet, allein arbeitende Personen an einsamen und gefährdaten
Arbeitsplätzen sowie in explosionsgefährdaten Bereichen zu sichern, wobei der mit
dem Ringrohrschalter ausgerüstete Notrufmelder beispielsweise mit einer Armbinde
am Körper getragen wird, so daß er fest am Körper sitzt. Jede Lageänderung des Körpers
wird über den Ringrohrschalter registriert, der bei bestimmten Lagen den Funksender
in Betrieb setzt, dessen ausgestrahlter Notruf von einem ortsfesten Empfänger registriert
wird. Für die Schutzwirkung dieses bekannten Notrufmelders ist Voraussetzung, daß
die zu schützende Person sich in einem bestimmten, bekannten Ort im Empfangsbereich
des Emüfängers aufhält. Wenn sich jedoch die Person, die beispielsweise durch einen
Unfall in Bedrägnis geraten ict und durch ihre Lageveränderung den Alarm
ausgelöst
hat, in einem größeren Bereich befindet und nicht an einen bestimmten Ort gebunden
ist, hereitet das auffinden der Person größere Schwierigkeiten, da die vom Notrufmelder
ausgestrahlten Funksignale eine Ortung nicht ohne weiteres ermöglichen.
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Msn hat versucht, die den Notruf auslösende Person mit Hilfe eines
bestimmten Antennensystems aufzufinden, was mehrere Antennen erfordert, bei denen
jedoch mit gleicher HF-Intensität Reflektionen ausgestrahlt werden und dadurch Mißanzeigen
zustande kommen. Diese Mißweisungen können zwar durch ein vergrößertes Antennensystem
etwas korrigiert werden, jedoch ist dies mit einem erheblichen Koctenaufwand verbunden,
der zu dem Nutzeffekt in keinem annehmbaren Verhältnis steht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mit einem schwerkraftabhängigen
Schalter ausgerüsteten Notrufmel.der so auszubilden, daß die den Alarm des Notrufmelders
auslösende Person ohne besondere Hilfs-< > einrichtungen aufgefunden werden
kann.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der als
Ringrohrschalter ausgebildete schwerkraftabhängige schalter an den Schaltkreis des
Gebers eines akustischen signals angeschlossen ist. Dieses vorzugsweise durch einen
Lautsprecher ausgestrahlte akustische Signal kann unmittelbar auch auf weite Entfernungen
empfangen werden, wenn es beispielsweise nach Art einer amerikanischen Polizeisirene
mit hoher Phonzahl ausgestrahlt wird. Dieses akustische Signal wird zweckmäßig mittels
einer Zeitschaltung periodisch wiederholt und zwar vorzugsweise so lange, bis der
Notrufmelder von einer zu Hilfe gekommenen Person ausgeschaltet wird oder beispielsweise
seine Stromauellen nach gewisser Zeit erschöpft sind.
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Damit das akustische Signal auch dann mit Sicherheit ausgestrahlt
wird, wenn die den Notrufmelder tragende Person z.B. infolge eines IJnfalls oder
eines Verbrechens hingefallen ist und den Lautsprecher des Gebers abdeckt, empfiehltvsich,
das Gehäuse des Gehers der Körperform anzupassnn und mit dem Lautsprecher zugeordneten
Schallkammern zu versehen, die vorzugsweise durch eine gewölbte perforierte Schale
abgeschlossen sind. Durch eine derartige abgerundete Gehauseform wird mit cicherheit
verhindert, daß das z.B. am Giirtel der abgesicherten Person getragene Gerät durch
die am Boden liegende Person selbst oder durch den Erdboden abgedeckt und dadurch
die Ausstrahlung der Schallwellen verringert wird, so daR in jedem Falle die akustische
Ortung sichergestellt ist.
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Der erfindungsgemäße mit dem schwerkraftabhängigen Ouecksilber-Ringrohrschalter
versehene Notrufmelder ldst in bestimmten Gefahrensituationen durch Körperlageveränderungen
oder durch Handdruck, beispielsweise mittels eines dafür vorgesehenen Drucktasters,
eine akustische Meldung aus, durch die dem hilfeleistenden Personenkreis die Möglichkeit
gegeben wird, ohne ein weiteres Gerät schnellstens den genauen Unfallort zu ermitteln.
Es wird dadurch also mit der einfachen akustischen Meldung eines einzigen Notrufmelders
eine vollwertige Personensicherung erreicht, ohne daß hierzu aufwendige Antennensysteme
oder andere funktechnische Hilfsmittel erforderlich sind.
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Der von der in Not geratenen Person ausgelöste Notrufmelder kann durch
den ausgestrahlten lauten Signalton die in einem bestimmten Umkreis anwesenden Personen
unmittelbar alarmieren. Es können auch mit Hilfe von Zusatzgeräten, welche die akustische
Meldung auswerten, über draht gebundene oder drahtlose Anlagen andern Orts Alarmrneldungen
ausgelöst werden.
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Damit der akustische Notruf beispielsweise in Betrieben mit hohem
Geräuschpegel in einem Überwachungsraum sicher empfangen werden kann, empfiehlt
es sich, das akustische Signal zu kodieren oder mit bestimmten Schallfrequenzen
auszustrahlen, damit der Empfänger des Überwachungsraumes keine anderen Geräusche
registrieren kann. Wenn mehrere Personen gleichzeitig überwacht werden sollen, kann
für jede Person ein akustisches Signal mit einem bestimmten Code, z.B. der Tonfrequenz
oder des Rhythmus, vorgesehen werden, so daß in einer zentralen Überwachunqsstelle
jede Person einzeln überwacht wird.
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Der erfindungsgemäße Notrufmelder kann zusätzlich mit einem Funkgeber
ausgerüstet werden, der die Meldungen des Akustikgebers gleichzeitig drahtlos an
einen Empfänger übermittelt, der beispielsweise an einem ihm zugeordneten Tableau
die einzelnen Notrufe optisch und akustisch anzeigt.
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Weitere Rinzel.heiten und Merkmale der Erfindung sollen anhand des
in der Zeichnung veranschaulichten P.usführungsbeispiels näher erläutert werden.
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Es zeigen: Fig. 1 die Vorderansicht einer beispielsweisen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Notrufmelders, Fig. 2 einen vertikalen Längsschnitt der Fig.
1, Fig. 3 einen Horizontalschnitt in der Ebene III - III der Fig. 2, und Fig. 4
ein Prinzipschaltbild.
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Gemaß den Figuren 1 biq 3 ist ein aus widerstandsfähigem und saurebestandigem
Kunststoff bestehendeq Gehäuse 1 mit einem Gürtel 2 versehen, mittels dessen die
zu überwachende Person das <,erat am Körper tragen kann. Da Gehäuse 1 ist oben
durch eine Kappe 3 abgeschlossen, dir mit einer horizontalen Zwischenwand 4 eine
Kammer 5 bildet. In der Kappe 3 ist ein mit einer Pilzkarlotte h ausgerüsteter Drucktaster
7 befestigt, der über eine Leitung 8 mit auf einer Platine 9 angeordneten elektronischen
Bauelemente, z.B. einem Summer. Tongenerator und Zeitschalter, mit den üblichen
gedruckten Schaltkreisen verbunden ist. Auf einer weiteren, über den Zwischenwand
4 in gleicher Höhe mit der Platine 9 angeordneten Platine 10 kann ein UKW-Sender
mit zugehörigen elektronischer Bauelementen angebracht werden, wenn außer dem akustischen
ein Funksignal ausgestrahlt werden soll, damit die durch den Notrufmelder ausgestrahlten
akustischen Meldungen zusätzlich drahtlos an einen Empfänger übermittelt werden
können. Zwischen den beiden Platinen 9 und 10 ist ein Quecksilher-Ringrohrschalter
11 angebracht, der entsprechend der vorgenannten Dt-PS 1 281 319 ausgebildet ist
und dessen Kontakte einerseits mit dem auf der Platine 9 befindlichen Tongenerator
und andererseits mit dem auf der Platine 10 angeordneten UKW-Sender verbunden sind,
der auch nachträglich eingebaut werden kann. Die Kammer 5 mit den beiden Platinen
9 und 10 nd dem Quecksilber-Ringrohrschalter 71 ist durch die Zwischenwand 4 gasdicht
von dem Gehäuseunterteil getrennt, in dem zwischen den Seitenwänden 12 und Boden
13 zwei Kammern 14 zur aufnahme nicht gezeichneter Stromquellen rebildet sind. Diese
bestehen beispielsweise aus zwei in Reihe geschalteten, wartungsfreien Bleiakkumulatoren
von 6 V und 0,9 Ah, so daß die Betriebsspannung des Geräts 12 V ist. Die beiden
Stromguellen -ind zweckmäßig g so bemessen, daß das Gerät etwa eine Stunde lang
in Betrieb gehalten werden kann, welche Zeit ausreicht. um die den alarm auslösende
Person auch in unzugänglichem Gelände aufzufinden.
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Der auf der richten Platine 10 befindlichbe UKW-Sender knn über einen
in der Gehäusekappe 3 angebrachten schalter 16 an einn in dem Gürtel 2 cinaeiassene
antenne 15 angeschlossen werden. In der Gehäusekappe 3 ist ferner neben dem schalter
16 eine Drucktaste 17 zum Inbetriebsetzen oder Ausschalten des Geräts angebracht.
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Unterhalb der Zwischenwand 4 ist zwischen den beiden Kammern 14 ein
Lautsprecher 18 eingebaut, der an den Tongenerator, z.B. einen Miltivibrator odgl.,angeschlossen
ist. IJm in der Ausbreitung der von dem Lautsprechen 18 ausgestrahlten Schallwellen
den günstigsten Wirkungsgrad zu erzielen, ist das Gehäuse 1 der Körperform einer
menschlichen Person angepaßt und die Seitenwand 12 des Gehäuses gewölbt. Dadurch
sind für den Lautsprecher 18 Schallkammern 19, 20 gebildet, die durch eine über
die ganze Seitenwand 12 sich bis zur Höhe der Zwischenwand 4 erstreckende Lochung
21 schalldurchlassig sind. Durch diese gewölbte Form des Gehäuses 1 sowie die Größe
der mit den Lochungen 21 versehenen Fläche der Seitenwand 12 wird sichergestellt,
daß, wenn beispielsweise die abgesicherte Person durch einen Unfall am Boden liegt,
immer nur ein Teil der gelochten seitenwand 1.2 von dem Körper, der Bodenfläche
odgl., abgedeckt wird und somit die Pusstrahlung der akustischen Meldung im ungünstigsten
Falle nicht wesentlich gemindert wird. Durch die im unteren Teil des Gehäuses vorgesehenen
Schallkammern 19 und 20 wird ferner gewährleistet, daß bei einer Teilabdeckung der
Schallaustrittslöcher 21 trotzdem noch eine gute akustische Signalwirkung erhalten
wird.
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Das Prinzipschaltbild der einzelnen schaltkreise ergibt sich aus Figur
4.
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Der auf der linken Platine 9 angebrachte Tongenerator mit gedruckter
Schaltung und Zeitstufe hat die Aufgabe, daß bei Auslösung durch den Ouecksilber-Ringrohrschalter
11 der Lautsprecher 18 einen nach Art der amerikanischen
Polizeisirene
periodisch auf- und abschwellenden Ton ausstrahlt. Durch die Zeitstufe können bestimmte
Alarmauslösungen verzögert werden. Ferner wird in vorher eingestellten Zeitrhaxthmen
der Summer ausgelöst, um nach Art einer Totmannsicherung die Person aufzllfordern,
die Pilzkarlotte 6 des Drucktasters 7 kirz zu drücken.
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Dieser Drucktaster 7 schließt oder öffnet Kontaktbrücken. durch die
innerhalb einer bestimmten Zeit P.larmmeldungen periodisch ausgelöst, verzögert
oder aufgehoben werden.
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Der in der Gehäusekappe 3 neben dem Haupt schalter 16 angeordnete
Schalter 17 schaltet die dür den Betrieb des Gerats benötigte Stromversorgung durch
die in den Kammern 14 und 15 untergebrachten Stromquellen ein und aus.
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Der weitere Schalter 16 schaltet die Zeitstufe für Totmannsicherung
des Seitalarms ein und aus.
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Die abgesicherte Person trägt das Gerät zweckmäßig mittels des Gürtels
2 in Höhe des Hosenbundes rechts oder links seitlich am Körper. Bevor sie das Gerät
anlegt, wird die Stellung der Schalter 16, 17 in der Gehäusekappe 3 gewählt.
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Der Notrufmelder kann für verschiedene Alarmarten, z.B.
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DRUCK-, ZEIT- und/oder LAGE-ALARM, eingestellt werden.
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Für Auslösung eines DRUCK-AIARMS muß der Drucktaster 6, 7 solange
gedrückt werden, bis nach Pblauf der eingestellten kurzen Verzögerungszeit die akustische
Meldung des Lautsprechers 18 ausgelöst ist.
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Ein LAGE-ALARM wied mittels des Quecksilber-Ringrohrschalters 11 ausgelöst,
wenn die Person länger als die eingestellte Verzögerungszeit auf dem Boden liegen
ollte.
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Bei Einstellung ZEIT-ALARM (Totmannsicherung) muß die Person in einem
vorher eingestellten Zeitrhythmus, der durch den auf der linken Platine 9 eingebauten
Cummer gemeldet wird, die Drucktaste 6 kurz driicken, bis der Summer verstemmt.
Wird in diesem Zeitrhaythmus die Drucktaste 6 nicht gedrückt, so wird die akustische
Meldung durch den Lautsprecher 18 ausgelöst.
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Der DRUCK-, LAGE- und,/oder ZFIT-RIARM kann einzeln oder kombiniert
ausgelöst werden.
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Ferner kann anf der Platine 9 für die Zeitstufe eine Spannungskontrolle
vorgesehen sein, die den Summer selbsttätig auslöst, wenn die Stromquellen in den
Kammern 14 und 15 einen Spannungsabfall in der Größenordnung von etwa 10% aufweisen,
um dadurch die stetige Betriebsbereitschaft des Geräts zu sichern.
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Der nach der Lehre der Erfindung als Akustikgeber ausgebildete Notrufmelder
hat den besonderen Vorteil, daß seine ausgestrahlten signale wesentlich einfacher
als Funksignale und ohne Hilfseinrichtungen empfangen werden können, da das menschliche
Ohr nur Schallwellen aber keine Funkwellen empfangen kann. Der erfindungsgemäße
Akustikgeber kann auch in einfacher Weise als Zusatzgerät zu einem Funk geber verwendet
werden, so daß die hiermit ausgerüstete Person im Notfall sich sowohl durch Funksignale
als auch durch akustische Signale bemerkbar machen und Hilfe rufen kann.
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L e e r s e i t e