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DE2714483A1 - Verfahren zur teilautomatisierten kontaktierung von halbleitersystemen - Google Patents

Verfahren zur teilautomatisierten kontaktierung von halbleitersystemen

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Publication number
DE2714483A1
DE2714483A1 DE19772714483 DE2714483A DE2714483A1 DE 2714483 A1 DE2714483 A1 DE 2714483A1 DE 19772714483 DE19772714483 DE 19772714483 DE 2714483 A DE2714483 A DE 2714483A DE 2714483 A1 DE2714483 A1 DE 2714483A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solder
semiconductor
plate
retaining
semiconductor systems
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19772714483
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Ing Grad Jung
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE19752541114 external-priority patent/DE2541114A1/de
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE19772714483 priority Critical patent/DE2714483A1/de
Publication of DE2714483A1 publication Critical patent/DE2714483A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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Classifications

    • H10W72/30
    • H10W70/20
    • H10W70/481
    • H10W72/073
    • H10W72/07336

Landscapes

  • Electric Connection Of Electric Components To Printed Circuits (AREA)

Description

  • Verfahren zur teilautomatisierten Kontaktierung von Halbleiter-
  • systemen.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur teilautomatisierten Kontaktierung von Halbleitersystemen mit Bodenplatten, bei dem Haltebleche zur Kontaktierung benutzt werden und bei dem auf getrennten Förderbändern zwei verschiedene Arten von Horden laufen, wobei die Horden der einen Art mit den Bodenplatten bestückt werden, während in die Horden der anderen Art, die so gestaltet sind, daß sie mit an die Toleranzen der Halbleitersysteme und Haltebleche angepaßten Vertiefungen und Aufnahmestiften versehen sind, so daß sich ein Justieren der Haltebleche gegen die Halbleitersysteme erübrigt, die Halbleitersysteme und danach mindestens ein Halteblech so eingelegt werden, daß das Halteblech an den vorgesehenen Kontaktflächen mindestens ein Halbleitersystem berührt, daß anschließend zwischen Halbleitersystem an den Kontaktflächen und Halteblech mechanisch feste Verbindungen geschaffen werden und danach die Kombination aus Halbleitersystem und Halteblech auf die Bodenplatte aufgesetzt wird, wobei gegebenenfalls eine Verbindung zwischen Halteblech und Bodenplatte hergestellt wird, daß alle Lötstellen zwischen Halbleitersystem, Halteblech und Bodenplatte, welche nicht von vornherein mit Lot versehen sind, mit Lot bestückt werden, daß anschließend alle Lötstellen zwischen Halbleitersystem, Halteblech und Bodenplatte in einem Lötofen hergestellt werden, und daß schließlich das Halteblech in eine der Anzahl der Anschlüsse eines fertigen Halbleiterbauelementes entsprechende Zahl von Teilblechen durchtrennt wird.
  • Aus US-PS 3 060 553 ist ein Verfahren zur Kontaktierung von Halbleitersystemen mit Bodenplatten unter Zuhilfenahme eines Halteblechs bekannt. Das beschriebene Verfahren zeigt jedoch nicht auf, mittels welcher Vorrichtung und Hilfsmittel eine weitgehende Automatisierung des Kontaktierverfahrens erreicht werden kann.
  • Bei der Massenanfertigung von Halbleiterbauelementen bereitet die Kontaktierung besondere Schwierigkeiten, da eine Kontaktierung von Hand wegen der äußerst kleinen geometrischen Abmessung der Kontaktflächen nicht nur technisch schwierig, sondern auch zeit-und kostenaufwendig ist. Einen erheblichen Zeitaufwand verursacht hierbei vor allem das Justieren der Halbleitersysteme einerseits und der darauf zu befestigenden Kontaktteile andererseits.
  • Bei einem Kontaktierverfahren von Halbleitersystemen mit Bodenplatten mittels Halteblechen kann eine automatische Verlötung aller Lötstellen in einem Lötofen nur dann erfolgen, wenn alle Lötstellen von Bodenplatte, Halteblech und Halbleitersystem gegeneinander hinreichend genau justiert in den Lötofen gelangen. Ein Versuch, die Bodenplatte automatisch mit Halbleiterbauelementen und Halteblechen zu bestücken und diese auf den Bodenplatten automatisch zu justieren, scheitert im allgemeinen an der Tatsache, daß die Toleranzen der Bodenplatte und ihrer zugehörigen Anschlußte--~le, nämlich der Kontaktstifte und der Glaseinschmelzungen, wesentlich größer s nd als die Toleranzen der Kontaktflächen von Halbleitersystem und Halteblech.
  • Aus DT-OS 25 41 114 ist weiterhin ein Verfahren bekannt, welches viele de genannten Schwierigkeiten dadurch löst, daß auf getrenawen För@erbandern zwei verschiedene Arten von Horden laufen, wobei die Horden azr einen Art mit den Bodenplatten bestückt werden, wahrend in die Horden der anderen Art, die so gestaltet sind, da; sle mit n die toleranzen der Halöleitersysteme und Haltetleche aagevaDven Vertiefungen und Aufnahmestiften versehen sind, so dav S1Cn enn Justieren aer Halteblech gegen die Halbleitersysteme erübrigt, die Halbleitersysteme a- danach mindestens ein Hahlteblech so soeingelegt werden, daß ilsHalteblech an den v@g sehenen Kontak@flächen miniestens @in Halbleitersystem berüht, daß anschließend zwischen Halbleitersystem an den Kontaktflächen und Halteblech mechanisch feste Verbindungen geschaffen werden und danach die Kombination aus Halbleitersystem und Halteblech auf die Bodenplatte aufgesetzt wird, wobei gegebenenfalls eine Verbindung zwischen Halteblech und Bodenplatte hergestellt wird, daß alle Lötstellen zwischen Halbleitersystem, Halteblech und Bodenplatte, welche nicht von vornherein mit Lot versehen sind, mit Lot bestückt werden, daß anschließend alle Lötstellen zwischen Halbleitersystem, Halteblech und Bodenplatte in einem Lötofen hergestellt werden, und daß schließlich das Halteblech in eine der Anzahl der Anschlüsse eines fertigen Halbleiterbauelementes entsprechende Zahl von Teilblechen durchtrennt wird. Bei diesem Verfahren wird das Lot für eine Lötverbiniung zwischen Halbleitersystem und Bodenplatte bzw. AmboB der Bodenplatte einerseits und einer Lötverbindung zwischen Halbleitersystem und Halteblech-anschlüssen andererseits durch eine Vorbelotung aller Kontaktflächen auf der Halbleitersystemoberfläche bewirkt.
  • Eine Vorbelotung, insbesondere von sehr kleinen Kontaktflächen an der Oberseite eines Halbleitersystems ist mittels Kapillar-Lötung praktisch nicht möglich und läßt sich bei sehr feinen Feinstrukturen und bei dreifach diffundierten Halbleitersystemen mit offenen pn-Übergängen an der Oberfläche mittels Tauchbelotung nicht verwirklichen, bei gröberen Feinstrukturen bereitet die Automatisierung der Tauchbelotung zumindest erhebliche technische Schwierigkeiten. Bei dreifach diffundierten Halbleitersystemen mit offenen pn-Übergängen an der Oberfläche verursacht bei einer Tauchbelotung außerdem das Flußmittel erhebliche Schäden.
  • Als Kapillarlötung wird in diesem Zusammenhang ein, wie folgt, beschreibenes Lötverfahren verstanden: Zwischen zwei zu verlötenden Flächen wird ein kapillar-feiner Spalt geschaffen. In oder an diesem Spalt werden vorgeformte Lotteile gebracht und mittels Erwärmung geschmol#en. Das geschmolzene Lot fließt mittels Kapillarwirkung in den Spalt hinein zwischen die zu verlötenden Flächen und schafft somit die gewünschte Lötverbindung.
  • Aus DT-AS 22 26 958 ist ein Verfahren zur Kontaktierung von Halbleiterbauelementen mittels vorbeloteter Kontaktteile und unter Verwendung von Flußmitteln bekannt. Die Verwendung von Flußmitteln bei der Kontaktierung von Halbleiterbauelementen insbesondere von Halbleiterbauelementen mit offenen pn-Ubergängen an der zu kontaktierenden Oberfläche bewirkt im allgemeinen eine Verschlechterung der Sperreigenschaften entsprechender pn-Übergänge. Es ist deshalb wünschenswert, bei der Kontaktierung von Halbleiterbauelementen flußmittelfreie Lötungen vorzunehmen.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein automatisierbares,flußmittelfreies Lötverfahren für Halbleitersysteme anzugeben, das bei Verwendung von Halteblechen auch eine Kontaktierung sehr kleiner Kontaktflächen ermöglicht und daß zugleich auf beliebige Halbleiterbauelemente, insbesondere auf Leistungshalbleiterbauelemente oder Leistungs-IC's anwendbar ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Haltebleche und/oder großflächige Kontakte der Halbleitersysteme flußmittelfrei vorbelotet, d. h., vor Beginn des Kontaktierverfahrens ohne Verwendung eines Flußmittels mit Lot versehen werden.
  • Als Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dessen Anwendbarkeit auf Halbleitersysteme mit sehr feinen Kontaktflächen auf dreifach diffundierte Halbleitersysteme mit offenen pn-Übergängen an der Oberfläche, sowie auf Leistungshalbleiterbauelemente und Leistungs-IC's zu nennen.
  • Es ist vorteilhaft, daß das Lot aus Weichlot, insbesondere aus Blei, Zinn, Indium oder aus Legierungen dieser Metalle moglicherweise mit weiteren Metallzusätzen, z. B. Silber, bestehen.
  • Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß ein Vorbeloten auf die Weise erfolgt, daß Lotteile von einer bestimmten geometrischen Gestalt und die vorzubelotenden Haltebleche und/oder Halbleitersysteme so in entsprechend geformte Behälter eingebracht werden, daß die Lotteile einerseits und die Haltebleche bzw. die Halbleitersysteme andererseits sich an den zu belotenden Kontaktflächen berühren, daß die Lotteile danach durch Wärmeeinwirkung geschmolzen, die Haltebleche bzw. die Halbleitersysteme an den zu belotenden Stellen mit Lot bedeckt werden.
  • Ein Vorteil dieser Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, eine Möglichkeit für eine Automatisierung der Vorbelotung von Halteblechen und/oder von Halbleiterbauelementen anzugeben.
  • Es erübrigt sich auch die Verwendung unterschiedlicher Bodenplatten, welche Vertiefungen aufweisen, die der Form und Größe des aufzunehmenden Halbleitersystems angepaßt sind. Es werden vielmehr einheitliche Bodenplatten verwendet. Die Verwendung einheitlicher Bodenplatten bringt verschiedene Vorteile, bedingt durch einen geringeren Aufwand bei der Beschaffung, Lagerhaltung und Verarbeitung der Bodenplatten und durch eine gewisse Zeitersparnis durch die Beschickung der Montagebänder mit nur einer Sorte von Bodenplatten, was zu einer entsprechenden Kostenverringerung der hiernach gefertigten Produkte führt.
  • Es ist vorteilhaft, daß die Lotteile als Kugeln und/oder Zylinder und/oder Quader und/oder Würfel und/oder Streifen ausgebildet sind.
  • Eine Anwendung von Lotteilen der angegebenen geometrischen Formen bei der Belotung von Halbleitersystemrückseiten erzeugt in hohem Maße lunkerarme Lotschichten und führt deshalb zu einer Verbesserung der elektrischen Kenndaten hiernach gefertigter Bauelemente.
  • Durch die Verwendung von Lotteilen bestimmter geometrischer Gestalt und Größe läßt sich die Lotmenge an den zu belotenden Teilen steuern. Es lassen sich somit z. B. bei einfach diffundierten Silicium-Leistungstransistoren durch eine verstärkte Kontaktbelotung u. a. eine kleine Sättigungsspannung bedingt durch einen größeren Kontakt querschnitt d. h. bedingt durch einen niederohmigeren Kontakt, erreichen. Im Falle einer Ätzung des Halbleitersystems nach dem Löten wird außerdem bei Halbleitersystemen, welche nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gefertigt und mit einer dosierten Lotmenge versehen wurden, eine höhere Ätzresistenz der Systemmetal~isierung beobachtet, was sich wiederum vorteilhaft auf die technischen Daten der hiernach gefertigten Halbleiterbauelemente auswirkt.
  • Es ist auch vorteilhaft, daß ein Schmelzen der Lotteile durch eine Wasserstoff-Flamme und/oder einen elektrischen Durchlaufofen und/oder durch induktive Erwärmung jeweils in Schutzgasatmosphäre bewirkt wird.
  • Eine Weiterbildung der Erfindung besteht auch darin, daß das Vorbeloten des Halteblechs durch Lotabscheidung aus einem galvanischen Bad oder durch Aufwalzen einer Lotschicht auf das Halteblech erfolgt.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung und an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine mit Bodenplatten bestückte Horde auf einem ersten Förderband und eine mit Halteblechen und Ralbleitersystemen bestückte zweite Horde auf einem zweiten Förderband; Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Halteblechs mit Lotteilen; Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Behälter mit einem Halteblech und einem Lotteil; Fig. 4 einen den Ausschnitt b aus Fig. 3 darstellenden Querschnitt durch einen Teil eines vorbeloteten Halteblechs; Fig. 5 einen Querschnitt durch einen Behälter zur Vorbelotung von Halbleitersystemen; Fig. 6 eine perspektivische Darstellung eines Halbleitersystems in Verbindung mit dem Ausschnitt "B" aus Fig. 2 eines Halteblechs; Fig. 7 eine Seitenansicht einer Bodenplatte mit vorbeloteten Halbleitersystem und Halteblech.
  • Die Fig. 1 zeigt ein perspektivisches Bild einer Horde 1 der ersten Art und einer Horde 2 der zweiten Art. Die Horde 1 weist in einem gewissen Abstand von der Bodenfläche 5 der Horde 1 Einknickungen der Seitenwände 6 und 7 längs der Knicklinien 3 und 4 auf. Die Seitenwände 6 und 7 tragen an ihrer oberen freien Kante außerdem Einbuchtungen, welche bis auf das Niveau der Khicklinien 3 und 4 herunterragen und zur Aufnahme der Bodenplatten 10 bestimmt sind. Die Bodenplatten 10 haben eine annähernd elliptische norm. Die beiden Bohrungen 11 und 12 der Bodenplatte 10 sind zur Befevt gung des fertigen Bauelenentes beim Einbau desselben in ein Csehäuse vorgesehen Die Bo#enplatte 10 weist weiterhin einen Sockel 13 mit einem Amboß 14 auf. Durch die Bodenplatte 10 und den Sockel 13 werden Kontaktstifte 15 und 16 elektrisch isoliert durchgeführt. Die Kontaktstifte 15 und 16 sind an ihren oberen Enden, die sich beim fertigen Bauelement im Innern des Halbleitergehäuses befinden, als Vierkante mit diskontinuierlichen Verjüngungen an den Stellen 17 und 18 ausgebildet. Halteblech 31 und Halbleitersystem 30 werden in der durch strichpunktierte Linien angedeuteten Lage auf die Kontaktstifte 15 und 16 bzw. auf den Amboß 14 aufgesetzt. Das Halteblech kommt dabei auf den diskontinuierlich verformten Stellen 17 und 18 der Haltestifte zum Liegen, so daß eine Berührung desselben mit dem Sockel 13 der Bodenplatte verhindert wird. Längs der strichpunktierten Linien 19 und 20 ist ein Durchteilen des Haltebleches nach erfolgter Kontaktierung vorgesehen.
  • Die Horde 2 weist ein annähernd H-förmiges Profil auf. In der Bodenfläche 22 der Horde 2 sind durchgehende Vertiefungen 23 mit den Toleranzen der aufzunehmenden Halbleitersysteme 30, durchgehende Bohrungen 24 und Aufnahmestifte 25 mit den Toleranzen der Stanzlöcher 32 des Haltebleches 31 vorgesehen. Beim Einlegen der Halbleitersysteme 30 in die Vertiefungen 23 und beim Auflegen der Haltebleche 31 auf die Aufnahmestifte 25 kopsen die Kanten der rechtwinkelig abgebogenen Teile 33 und 34 des Haltebleches 31 genau auf die hierfür vorgesehenen Kontaktflächen am Halbleitersystem 30 zu liegen und werden miteinander mechanisch fest durch Löten oder Schweißen verbunden. Das mit dem Halbleitersystem 30 verbundene Halteblech 31 wird mittels einer Vakuumhebevorrichtung, angedeutet durch die Vorrichtung 35, in Richtung des Pfeiles 37 aus der Horde 2 herausgehoben, wobei zusätzliche, in die Bohrung 24 von unten eingreifende Stifte das Herausheben des Haltebleches 31 aus der Horde 2 erleichtern. Der Anschluß der Vakuumvorrichtung an eine geeignete Vakuumpumpe wird durch den Vakuumschlauch 36 angedeutet. Halteblech 31 und Halbleitersystem 30 werden durch die Vakuumhebevorrichtung entlang dem Pfeil 37 auf die Kontaktstifte 15 und 16 der Bodenplatte 10 beziehungsweise auf den Amboß 14 der Bodenplatte 10 aufgesetzt. Den Transport der Horden 1 bzw. 2 übernehmen der Reihe nach die Förderbänder 40 bzw. 41.
  • Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Haltebleches 31 mit kugelförmigen Lotteilen 53. Das Halteblech 31 weist Stanzlöcher 32 und Kontaktfahnen 38 und 39 mit rechtwinkelig abgebogenen Teilen 33 und 34 auf. Die Schmalkanten 54 und 55 der rechtwinkelig abgebogenen Teile 33 und 34 des Haltebleches 31 bilden die Kontaktflächen zum Anschluß an das Halbleitersystem 30.
  • Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch einen Behälter 50, der mit einem Halteblech 31 und einem kugelförmigen Lotteil 53 zur Belotung der rechtwinkelig abgebogenen Teile 33 bzw. 34 des Ralteblechs 31 bestückt ist. Das Innere des Behälters 50 ist mit einer Vertiefung 42 zur Aufnahme der Lotteile 53, einer Auflagefläche 44 für Teile des Halteblechs 31 und Befestigungsstiften 43 zur Aufnahme des Halteblechs 31 versehen, wobei der Abstand zwischen der Vertiefung 42 und dem Befestigungsstift 43 so dimensioniert ist, daß die Schmalkanten 54, 55 des Halteblechs 31 auf entsprechende Lotteile 53 zu liegen kommen. Der Behälter 50 weist einen Deckel 56 auf, der infolge seines Gewichts das Halteblech 31 auf das Lotteil 53 drückt und der zugleich durch Wärmeableitung eventuell mittels zusätzlicher Kühlung das Halteblech 31 vor einer zu großen Erhitzung schützt. Eine Wasserstoff-Flamme 59 bringt das Lotteil 53 zum Schmelzen.
  • Fig. 4 zeigt einen den Ausschnitt A aus Fig. 3 darstellenden Querschnitt durch einen Teil eines vorbeloteten Halteblechs 31.
  • Der rechtwinkelig abgebogene Teil 33 bzw. 34 des Halteblechs 31 ist dabei so mit einer Lotschicht 58 versehen, daß die Schmalkanten 54 bzw. 55 eine Lotschicht hinreichender Dicke aufweisen.
  • Fig. 5 stellt einen Querschnitt durch einen Behälter 51 zur Vorbelotung von Halbleitersystemen 30 dar. In stufenförmig angeordneten Vertiefungen 52 befindet sich in der untersten Vertiefung ein kugelförmiges Lotteil 53, darüber,mit der Rückseite dem Lotteil zugekehrt,ein vorzubelotendes Halbleitersystem 30 mit metallisch beschichteten Feinstrukturen 29 auf seiner Vorderseite.
  • Ein gemäß Fig. 3 und Fig. 4 vorbelotetes Halteblech 31 ist mit seinen Stanslöchern 32 so auf die Aufnshmestifte 25 des Behälters 51 aufgesetzt, daß die Schmalkanten 54 bzw. 55 der Kontaktfahnen 38 bzw. 39 genau auf den Kontaktstellen der Metallschicht 28 bzw.
  • der metallbeschichteten Feinstruktur 29 aufliegen. Die Toleranzen der stufenförmigen Vertiefungen 52 und die Toleranzen der Aufnahmestifte 25 sowie die Toleranzen des Halteblechs 31 und dessen Stanzlöcher 32 sind den Toleranzen der Kontaktflächen auf der Feinstrukturen 29 bzw. auf der Metallschicht 28 angepaßt, so daß sich ein Justieren des Halbleitersystems 30 gegen das Halteblech 31 erübrigt. Ein Deckel 57 von bestininiten Gewicht schafft mittels seines Auflagedrucks einen sicheren mechanischen Kontakt zwischen Halteblech 31 und Halbleitersystem 30 einerseits sowie zwischen Halbleitersystem 30 und Lotteil 53 andererseits.
  • Fig. 6 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Halbleitersystems 30, welches nach Fig. 5 mit einem Halteblech versehen wurde von dem der Ausschnitt "B" aus Fig. 2, dargestellt ist. Teile der Kontaktfahnen 38 bzw. 39 kontaktieren mit ihren rechtwinklig abgebogenen Teilen 33 bzw. 34 an der Schmalkante 54 die Metallschicht 28 bzw. an der Schmalkante 55 die Feinstruktur 29 des Halbleitersystems 30.
  • Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht einer Bodenplatte 10 mit Sockel 13 und Amboß 14 sowie Kontaktstiften 15 bzw. 16 versehen. Auf die Kontaktstifte 15 bzw. 16 ist das Halteblech 31 aufgesetzt, das mit dem Halbleitersystem 30 an den Schmalkanten 54 bzw. 55 verbunden ist. Das Halbleitersystem 30 weist auf seiner Rückseite einen annähernd halbkugelförmigen Lötfleck 45 auf, der den Amboß 14 berührt. Auf die Kontaktstifte 15, 16 sind außerdem Lotringe 46 aufgesteckt. Die strichpunktierte Linie 47 deutet eine Systemkappe an, mit welcher das fertige Bauelement abgedeckt wird. Die Bohrungen 11 und 12 dienen zur Befestigung des fertigen Halbleiterbauelements auf entsprechenden Gehäuseplatten.
  • Um ein Halbleiterbauelement nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu kontaktieren, wird zunächst ein Halteblech 31 in einem Gefäß 50 gemäß Fig. 3 und Fig. 4, mittels eines galvanischen Bades oder durch Aufwalzen einer Lotschicht, vorbelotet. Die Vorbelotung des Haiteblechs 31 kann auch in einer weiteren in Fig. 1 nicht dargestellten Horde von einer dem Behälter 50 entsprechenden Form auf einem weiteren in der Fig. 1 ebenfalls nicht dargestellten Förderband erfolgen. Die Bestückung des Behälters 50 bzw. entsprechender Horden mit Lotteilen 53 erfolgt automatisch z. B. mittels eines Rohres, in dem sich die Lotteile befinden und das einen Rohrverschluß aufweist, der sich in einemyVerschub des Förderbandes angepaßtem Takt öffnet und schließt. Die Haltebleche werden in den Behälter 50 bzw. in eine entsprechen geformte Horde von Hand eingelegt. Behälter 50 bzw. entsprechende Horden bestehen aus Metall, Graphit oder Keramik. Die Lotteile 53 sind insbesondere als Kugeln, Zylinder, Quader, Würfel oder Streifen ausgebildet und werden mittels einer Wasserstoff-Flamme, eines elektrischen Durchlaufofens oder durch induktive Erwärmung zum Schmelzen gebracht.
  • Die Horden 2 aus Fig. 1 werden zunächst in ihrer Form dem Behälter 51 aus Fig. 5 angepaßt. In die Behälter 51 bzw. entsprechend geformte Horden werden Lotteile 53 durch eine automatische Füllvorrichtung gebracht, z. B. durch ein Rohr mit einem Verschluß, welcher sich in einem dem Verschub des Förderbandes 41 angepaßtem Takt öffnet und schließt. Danach wird die modifizierte Horde 2 aus Fig. 1 bzw. der Behälter 51 aus Fig. 5 mittels Saughebern mit Halbleitersystemen 30 bestückt, welche zur Montage bereits in gewissen Horden befindlich angeliefert werden. Vorbelotete Haltebleche 31 werden danach ebenfalls mittels Saughebern aus Behältern 50 bzw. entsprechenden Horden auf die Aufnahmestifte 25 der modifizierten Horden 2 aufgesetzt. Ein Deckel 57 bewirkt einen entsprechenden Auflagedruck und somit einen sicheren mechanischen Kontakt zwischen den Schmalkanten 54, 55 des Haltebleches 31 und metallischen Schichten 28 bzw. Feinstrukturen 29 auf der Oberfläche des Halbleitersystems 30 sowie einen mechanischen Kontakt zwischen der Rückseite des Halbleitersystems und dem Lotteil 53.
  • Für eine genaue Lagejustierung zwischen den Schmalkanten 54, 55 des Haltebleches 31 und den Kontaktstellen an der Vorderseite des Halbleitersystems 30 sorgen die Toleranzen des Behälters 51 bzw.
  • der modifizierten Horde 2, welche den Toleranzen des Halbleitersystems 30 angepaßt sind. Ein Justieren des Halteblechs 31 gegen das Halbleitersystem 30 erübrigt sich. Die Behälter 51 bzw. die modifizierten Horden 2 werden in einem elektrischen Durchlaufofen oder mittels induktiver Erwärmung dosiert beheizt. Wegen der Gefahr einer Überhitzung der Halbleitersysteme 30 wird hierbei von der Verwendung von Wasserstoff-Flammen abgesehen. Die dem Behälter 51 bzw. der modifizierten Horde 2 zugeführte Wärmemenge wird so dosiert, daß das kugelförmige Lotteil 53 auf der Rückseite des Halbleitersystems 30 einen halbkugelförmigen Lotfleck 45 bildet und die vorbelotete Schmalkante 54 bzw. 55 des Halteblechs 31 mit der Oberseite des Halbleitersystems 30 eine mechanisch feste Lötverbindung herstellt. Die Güte der hierbei entstehenden elektrischen Kontakte ist zunächst unerheblich. Die Horde 1 aus Fig. 1 wird während der beschriebenen Arbeitsvorgänge automatisch mittels einer geeigneten Rüttelmaschine mflt Bodenplatten 10 bestückt. Eine solche Rüttelmaschine (nicht abgebildet) besteht im Prinzip aus einem großen Behälter, in den die Bodenplatten 10 ungeordnet eingefüllt werden. Am oberen Teil des Gefäßes ist eine Öffnung mit einem in vertikaler Richtung schräg nach unten verlaufenden Kanal angeordnet. Die Form der Bodenplatten 10 bewirkt, daß die Bodenplatten 10 nur in einer nach ihrer Querachse ausgerichteten Stellung den Kanal hinuntergleiten können. Für eine ständige Lageänderung der Bodenplatten 10 im Gefäß sorgen ständige Erschütterungen und Bewegungen des Gefäßes. Dadurch nimmt innerhalb einer gewissen Zeit jede vor der Austrittsöffnung liegende Bodenplatte 10 eine Lage ein, in der sie durch die Austrittsöffnung in den Kanal hineingleiten kann. Die so angeordneten Bodenplatten 10 werden dann mittels geeigneter (nicht abgebildeter) Hebewerkzeuge auf die Horde 1 aufgelegt.
  • Die mit Halteblechen 31 mechanisch fest verbundenen Halbleitersysteme 30 werden mittels entsprechender Hebewerkzeuge, in Fig. 1 angedeutet, durch die Vorrichtung 35, auf die Kontaktstifte 15, 16, der Bodenplatte 10 aufgesetzt, nachdem die Kontaktstifte 15, 16 zuvor automatisch in geeigneter Weise aufgerichtet und verformt, z. B. gequetscht wurden. Mit dem Quetschen der Kontaktstifte 15, 16 läßt sich eine Berührung der Haltebleche 31 mit der Bodenplatte 10 vermeiden. Es kommt dadurch nur der gewünschte Kontakt des halbkugelförmigen Lotflecks 45 am Halbleitersystem 30 mit der Bodenplatte 10 bzw. mit dem Amboß 14 zustande. Beim Schmelzen des Lotflecks 45 entsteht zwischen der Rückseite des Halbleitersystems 30 und der Oberfläche des Amboß 14 ein kapillarfeiner Hohlraum, den das flüssige Lot des Lotflecks 45 mittels Kapillarwirkung von der Mitte her ausfüllt und wobei die im Hohlraum befindliche Luft gleichzeitig nach außen gedrängt wird, so daß L entstehende Lotschicht sehr lunkerarn ist. Anschließend erfolgt eine automatische Bestückung der Kontaktstifte 15 mit Lotringen 46 (abgebildet in Fig. 7) z. B. mittels einer zentrifugenähnlichen Maschine (nicht abgebildet). Bei einer solchen zentrifugenähnlichen Maschine werden die Lotringe 46 in einen rotierenden Behälter eingebracht, der mit einer Öffnung und einer Gleitschiene versehen ist, die eine gewisse Neigung gegen die liorizontarne aufweist. Am unteren Ende dieser Schiene werden die Lotringe 46 von den Kontaktstiften 15 und 16 abgestreift. Anschließend erfolgt die endgültige Verlötung aller Lötstellen in einem elektrischen Durchlaufofen oder mittels induktiver Erwärmung, und zwar jeweils in Schutzgasatmosphäre. Eine anschließende optische Kontrolle kann automatisch durch Betrachtung der Bauelemente mittels geeigneter Hilfsmittel erfolgen. Anschließend wird eine automatische Behandlung der Halbleiteroberflächen sowie eine automatische Messung der elektrischen Parameter und eine automatische Auslese als Funktion der Messung vorgenommen. Schließlizh werden die Halbleiterbauelemente mit einer Verschlußkappe versehen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist für alle Halbleiterbauelemente und IC's anwendbar auch für solche mit sehr feinen Kontaktstrukturen und offenen pn-Übergängen an der Oberfläche. Insbesondere lassen sich hiermit Halbleiterbauelemente aus Germanium oder Silicium sowie Leistungshalbleiterbauelemente und Leistungs-IC's fertigen.
  • 7 Figuren 4 Patentansprüche Leersei te

Claims (6)

  1. Patentarls srüche 1. Verfahren zur teilautomatisierten Kontaktierung von Halbleitersystemen mit Bodenplatten, bei dem Haltebleche zur Kontaktierung benutzt werden und bei dem auf getrennten Förderbändern zwei verschiedene Arten von Horden laufen, wobei die Horden der einen Art mit den Bodenplatten bestückt werden, während in die Horden der anderen Art, die so gestaltet sind, daß sie mit an die Toleranzen der Haibleitersysteme und Haltebleche angepaßten Vertiefungen und Aufnahmestiften versehen sind, so daß sich ein Justieren der Haltebleche gegen die Halbleitersysteme erübrigt, die Halbleitersysteme und danach mindestens ein Halteblech so eingelegt werden, daß das Halteblech an den vorgesehenen Kontaktflächen mindestens ein Halbleitersystem berührt, daß anschließend zwischen Halbleitersystem an den Kontaktflächen und Halteblech mechanisch feste Verbindungen geschaffen werden und danach die Kombination aus Halbleitersystem und Halteblech auf die Bodenplatte aufgesetzt wird, wobei gegebenenfalls eine Verbindung zwischen Halteblech und Bodenplatte hergestellt wird, daß alle Lötstellen zwischen Halbleitersystem, Halteblech und Bodenplatte, welche nicht von vornherein mit Lot versehen sind, mit Lot bestückt werden, daß anschließend alle Lötstellen zwischen Halbleitersystem, Halteblech und Bodenplatte in einem Lötofen hergestellt werden, und daß schließlich das Halteblech in eine der Anzahl der Anschlüsse eines fertigen Halbleiterbauelementes entsprechende Zahl von Teilblechen durchtrennt wird, nach Patent (?at.Anm.P 25 41 114.7), d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Haltebleche und/oder großflächige Kontakte der Halbleitersysteme flußmittelfrei vorbelotet, d. h. vor Beginn des Kontaktierverfahrens ohne Verwendung eines Flußmittels mit Lot versehen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß das Lot aus Weichlot insbesondere aus Blei, Zinn, Indium oder aus Legierungen dieser Metalle möglicherweise mit weiteren Metallzusätzen z. B. Silber bestehen.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß ein Vorbeloten auf die Weise erfolgt, daß Lotteile von einer bestimmten geometrischen Gestalt und die vorzubelotenden Haltebleche und/oder Halbleitersysteme so in entsprechend geformte Behälter eingebracht werden, daß die Lotteile einerseits und die Haltebleche bzw. die Halbleitersysteme andererseits sich an den zu belotenden Kontaktflächen berühren, daß die Lotteile danach durch Wärmeeinwirkung geschmolzen, die Haltebleche bzw. die Halbleitersysteme an den zu belotenden Stellen mit Lot bedeckt werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Lotteile als Kugeln und/oder Zylinder und/oder Quader und/oder Würfel und/oder Streifen ausgebildet sind.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß ein Schmelzen der Lotteile durch eine Wasserstoff-Flamme und/oder einen elektrischen Durchlaufofen und/oder durch induktive Erwärmung jeweils in Schutzgasatmosphäre bewirkt wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß das Vorbeloten des Halteblechs durch Lotabscheidung aus einem galvanischen Bad oder durch Aufwalzen einer Lotschicht auf das Halteblech erfolgt.
DE19772714483 1975-09-15 1977-03-31 Verfahren zur teilautomatisierten kontaktierung von halbleitersystemen Ceased DE2714483A1 (de)

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