DE2714358A1 - Vorrichtung zum heben und senken von koerperbehinderten in und aus einem becken - Google Patents
Vorrichtung zum heben und senken von koerperbehinderten in und aus einem beckenInfo
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Description
- VORRICHTUNG ZUM HEBEN UND SENKEN VON KORPERBEHINDERTEN IN UND
- AUS EINEM BECKEN Die vorliegende. Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Heben und Senken von Körperbehinderten in und aus dem Wasser in einem Becken, welche Vorrichtung einen hydraulischen Arbeitszylinder und Kolben und ein von diesem lotrecht verschiebbares Tranaportgerät, z.B. einen Sitz, eine Liegeplatte od.dgl umfasst, wobei das Transportgerät von einem Niveau in Höhe eines Stuhlsitzes oder Liegefläche eines Transportwagens auf ein Niveau unterhalb der Bodenfläche auf welcher die Vorrichtung ruht, und in das im Becken befindliche Wasser absenkbar ist. , Vorrichtungen zum Befördern von Körperbehinderten in und aus einer Badewanne bei welchen das Transportgerät Uber eine Konsole mit dem oberen Ende der Kolbenstange des Hydraulzylinders befestigt ist, sind bekannt. Bei diesen Vorrichtungen muss die ganze Belastung vom Transportgerät von der Kolbenstange aufgenommen werden, was bei einem Arbeitshub von Uber 1 m und einem Momentarm (Konsole und Transportgerät) von etwa 1,5 m zu hohen Belastungen rührt, weshalb der Hydraulzylinder dementsprechend stark ausgelegt werden muss. Der Ilydraulzylinder ftir eine solche Hebevorrichtung wird deshalb gewichtsmässig schwer und teuer, wozu noch hinzukommt, dass sowohl der Zylinder wie auch die Kolbenstange aus nichtrostendem Stahl hergestellt sein muss.
- Der Preis für Hebevorrichtungen dieser Art wird deshalb unproportional hoch, und da diese meistens nur ftlr eine verhältnismässig geringe Anzahl Personen, verglichen mit körperunbehinderten Schwere eingesetzt werden können, ist der Anschaffungspreis bisher ein grosses Hindernis gewesen Körperbehinderten den Zugang zu öffentlichen Schwimmbecken zu ermölich.
- Zweck der Errindurl ist en eine Vorrichtung zu schaffen, mit der Körperbehinderte in und aus einem Schwimmbecken gehoben werden können, und welche Vorrichtung unter Beibehaltung erforderlicher Stabilität, Festigkeit und Mebevermögen so konstruktiv einfach ausgebildet ist, dass diese zu einem bedeutend geringeren Preis als dies bisher möglich war hergestellt werden kann. Diese Aufgabe wurde dadurch gelöst, dass der lotrecht angeordnete Zylinder und dessen Kolben in einem hohlen diese zumindestens zu einem wesentlichen Teil umschliessenden Ständer vorgesehen sind, dass das untere Ende des Ständers mit einem Stativ drehfest verbunden ist, dass längs des Ständers oder einer von diesem getragene Führungsstange verschiebbar ein Gleitorgan angeordnet und über den Kolben betätigbar ist sowie eine Konsole trägt an deren äussere: Ende das Transportgerät befestigt ist.
- Bekannte Vorrichtungen zum Heben von Körperbehinderten sind ausser dem hauptsächlich ortfest angeordnet, und sind dadurch in öffentlichen Badeanlagen hindernd im Wege, wenn diese nicht angewandt werden. Ein weitere Vorteil der erfindungsgemässen Vorrichtung ist, dass diese durch einen einfachen' Handgriff mit der Bodenfläche, auf welcher die Vorrichtung steht, verankert werden kann, und ebenfalls mit Rädern ausgerüstet ist, sodass die Vorrichtung nach Gebrauch von einer Person zur Seite gefahren werden kann.
- Die Erfindung wird nachstehend mit Hinweis auf die Zeichnungen welche einige Ausfürungsbeispiele darstellen, näher verdeutlicht.
- Es zeigen: Fig. 1 eine Ausführungsform der Erfindung in Seitenansicht, und teilweise im Schnitt, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II - II der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt durch eine zweite, erfindungsgemässe Ausführen variante, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV - IV der Fig. 3, Fig. 5 einen Längs schnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel und Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI - VI der Fig. 5.
- Die erfindungsgemässe Vorrichtung umfasst eine hydraulische Hebevorrichtung bestehend aus einem Arbeitszylinder 10, welcher über einen mit Ventil versehenden Rohrstutzen 11 an ein Druckmedium, beispielsweise Wasser vom Wasserleitungsnetz anschliessbar ist.
- Der hydraulische Arbeitszylinder besteht weiter aus einem Kolben 12 und einer Kolbstange 13, die in dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 und 2 in einem hülsförmigen Ständer 14 angeordnet sind, welcher mit seinem unteren Ende mit einem Stativ 15 drehfest verbunden ist. Das Stativ ist mit Hilfe einer mittels eines Hebels 16 betätigbaren esthaltevorrichtung 17 mit einem Beschlag im Boden nahe der Beckenkante verbindbar, wodurch eine leicht lösbare aber feste Verankerung der Vorrichtung erhalten wird.
- Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 und 2 ist die Kolbenstange 13 bzw deren Verlängerung im wesentlichen U-förmig ausgebildet, wobei der eine Schenkel ausserhalb des Zylinders 10 angeordnet ist, und mit seinem freien Ende mit einem Gleitschuh 18 verbunden ist, welcher entlang einer FUhrungsstange 15 parallel mit dem Arbeitszylinder 10 verschiebbar ist. Die Führungsstange 19 ist mit ihrem oberen und unteren Ende über Halterungen mit dem Ständer 14 krartschldssig verbunden. Der Gleidschuh 18, welcher um die Führungsstange 19 drehbar ist, ist mit einer Konsole 20 ausgebildet, welche an ihrem freien Ende eine Halterung für ein FUhrungsrohr 21 aufweist, an dessen unterem Ende ein Transportgerät 22 z.B. ein Sitz oder eine Liegeplatte befestigt ist. Das FUhrungsrohr 21 ist in der Halterung verschiebbar, und in verschiedenen Höhenstellungen fixierbar.,,,,,, S n ,,,, Die Führungsstange 19 nimmt somit die Belastungen vom Transportgerät 22 auf, und überführt diese auf den Ständer 14, welcher mit dem Stativ 15 fest verbunden ist. Seitenbelastungen werden weder auf die Kolbenstange 13 noch auf den Arbeitszylinder 10 Ubertragen. Dadurch kann der Arbeitszylinder 50 ausgelegt werden, dass dieser nur für die Druckkraft aufkommen muss, welche fllr das Heben des Transportgerätes 22 erforderlich ist. Dies bedeutet dass der Arbeitszylinder aus einem standardisierten Plastikrohr hergestellt werden kann, und auch für die FUhrung der Kolbenstange 13 keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden brauchen.
- Der Ständer 14 welcher zweckmässig seiner ganzen Länge nach mit einem Schlitz 23 versehen ist, kann aus einem nichtrostendem Stahlblech zu einem Rohr mit viereckigem Querschnitt gebogen werden, wodurch sich ebenfalls die Herstellungskosten gegenüber nichtrostenden Stahlrohren bedeutent ermässigen.
- Im Ausführungsbeispiel gemäss den Figuren 3 und 4 ist der hydraulische Arbeitszylinder 10 in einem als geschlossenes Rohr ausgebildetem Ständer 14 angeordnet. Das Gleidorgan 18 besteht aus einem oben geschlossenen Kunststoffrohr, dessen Endabschluss mit dem oberen Ende der Kolbenstange 13 zusammenwirkt. Das Gleitorgan 18 ist am Ständer 14 entlang axial verschiebbar, und am unteren Ende mit einem radial vorstehenden umfangseitigen Flansch 25 versehen. Gegen diesen liegt eine das rohrenförmige Gleitorgan 18 umgebende HUlse 24 drehbar an, welche die Konsole 21 für das Transportgerät 22 trägt.
- Wenn eine niedrigere Konstruktionshöhe und eine Uebersetzung der Hebekraft des Arbeitszylinders erwünscht ist, zeigt die Ausführu form gemäss Fig. 5 und 6 eine Lösung an. Der Arbeitszylinder 10 nimmt hier nur etwa den halben Raum des Ständers 14 ein, welcher aus einem aufgeschlitzten Rohr besteht. Im Inneren des Ständers ist ein Flaschenzug bestehend aus einer oder mehreren beweglichen, an die Kolbenstange 13 angeschlossene Rollen 27, und eine oder mehrere Rollen 28, welche am oberen Ende des Ständers gelagert sind, vorgesehen. Ein Seil 29 läuft um die Rollen 27 und 28, sowie Uber eine Rolle 30, welche in unmittelbarer Nähe des Schlitzes 26 im Ständer 14 angeordnet ist. Das Seil 29 ist mit seinem einen Ende rest mit dem Ständer 14 verbunden, während des anderen Ende an das Gleitorgan 18 angenctilossen ist. In dem erwähnten Schlitz 26 I:reift ein aur der Innenseite des Gleitorganes 18 angeordneter Absatz 36 ein, wodurch verhindert wird, dass das Gleitorgan sich auf der Führungsstange drehen kann. Auf die gleiche Weise wie im Zusammenhang mit den Figuren. 3 und 4 beschrieben wurde, ist das Gleitorgan 18 mit einem Flansch 25 versehen, auf welchem die Hülse 24 für die Konsole 20 drehbar ist.
- Um auf einfache Weise die Vorrichtung beiseite transportieren zu können, ist das Stativ 15 mit zwei Rädern 32 versehen, welche durch Kippen der Vorrichtung in aktive Stellung gebracht werden können. Um ein Drehen der die Konsole 20 tragenden }pulse 24 zu verhindern, wenn z.B. ein Körperbehinderter sich auf den Sitz 22 setzt, bzw wenn dieser ins Becken abgesenkt bzw aus diesem herausgehoben wird, ist beim Ausfllhrungsbeispiel gemäss den Fig.
- 1 und 2 an dem Ständer 14 parallel mit diesem eine Stange 33 vorgesehen, auf welcher eine Gabel 34 in verschiedenen.. Höhenlagen einstellbar ist. Die Konsole 20 kann soweit angehoben werden, dass sie auf der Gabel 34 zu ruhen kommt, wodurch die Konsole und damit das Transportgerät gegen Drehen festgehalten wird.
- In Fig. 5 besteht die Sperranordnung aus einem an einer Blattfeder 35 befestigten Sperrzapfen 36, welche in Bohrungen am Ständer zum einrasten gebracht werden kann. Mit Hilfe eines Griffes 37 kann der Sperrzapfen 36 angezogen und die Konsole gedreht werden.
- Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen und auf den Zeichnungen dargestellten AusfUhrungsbeispielen begrensts sondern kann im Rahmen der Patentansprüche variiert werden.
Claims (4)
- PATENTANSPRUCHE 1. Vorrichtung zum Heben und Senken von Körperbehinderten in und aus dem Wasser in einem Becken, welche Vorrichtung einen hydraulischen Arbeitszylinder und Kolben und ein von diesem lotrecht verschiebbares Transportgerät, z.B. einen Sitz, eine Liegeplatte od.dgl.'umfasst, wobei das Transportgerät von einem Niveau in Höhe eines Stuhlsitzes oder Liegefläche eines Transportwagens auf ein Niveau unterhalb der Bodenfläche auf welcher die Vorrichtung ruht, und in das im Becken befindliche Wasser absenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der lotrecht angeordnete Zylinder (10) und dessen Kolben (13) in einem hohlen diese zumindestens zu einem wesentlichen Teil umschliessenden Ständer (19) vorgesehen sind, dass das untere Ende des Ständers (19) mit einem Stativ (15) drehtakt verbunden ist, dass längs des Ständers (14) oder einer von diesem getragene Führungsstange (19) verschiebbar ein Gleitorgan (18) angeordnet und Uber den Kolben (13) betätigbar ist sowie eine Konsole (20) trägt an deren äusserem Ende das Transportgerät (22) befestigt ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stativ (15) mit einer Befestigungsvorrichtung (16) zur lösbaren Verbindung mit einem in der erwähnten Bodenfläche angeordnetem Beschlag (17) versehen ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch'l, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende der Konsole (20) eine hülsenförmige Halterung für ein am Transportgerät (22) befestigtes und in verschiedene Höhenlagen einstellbares Führungsrohr (21) angeordnet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitorgan (18) bzw eine diesen umfangsmässig umgebende HUlse (24) um den Ständer (19) bzw die Führungsstange (14) drehbar ist.
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