DE2708652A1 - Integrierte optische schaltungen und verfahren zur herstellung derselben - Google Patents
Integrierte optische schaltungen und verfahren zur herstellung derselbenInfo
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Description
Integrierte optische Schaltungen und Verfahren zur Herstellung derselben
Die Erfindung bezieht sich auf Dünnschicht-Anordnungen oder -elemente und insbesondere auf Dünnschicht-Optikelemente
.
Die Anwendung von Lichtstrahlen, insbesondere LASER-Strahlen, als Informationsträger wurde zwar bereits vorgeschlagen,
jedoch bereitet die praktische Anwendung des Prinzips im gewerblichen Maßstabe wegen der "Unhandlichkeit"
der existierenden Gerätschaften wie Linsen, Prismen, Spiegel usw. Schwierigkeiten,zu denen sich praktisehe
Probleme der verläßlichen, bequemen und räumlich konzentrierten Ausführung unterschiedlicher Schaltfunktionen
wie Modulation, Filterung, Kopplung, Schaltung, Empfang bzw. Nachweis usw. gesellen. Zur Behebung dieser
Probleme wurden sog. integrierte optische Schaltungen
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(OIC) vorgeschlagen. Diese umfassen im wesentlichen einen planaren Dünnschicht-Lichtwellenleiter, der einen
Lichtweg von geeignetem Brechungsindex bildet, auf einem geeigneten Substrat. Zur "Einsperrung" eines Licht-Strahls
innerhalb der Wellenleiterumgrenzungen muß der Brechungsindex des Lichtwellenleiters derart sein, daß
an den Begrenzungsflächen des Leiters interne Totalreflexion auftritt, so daß der Strahl innerhalb des Lichtwellenleiters
wirtschaftlich, ohne unangemessenen Lichtverlust (durch Abgabe aus dem Wellenleiter) innerhalb des Leiters
reflektiert werden kann.
Typische Querschnittsabmessungen für OIC-Wellenleiter
reichen von u-Teilen bis zu einigen ju und Unebenheiten
der Begrenzung des Wellenleiters dürfen daher (abhängig vom Unterschied des Brechungsindex1 zwischen
dem Wellenleiter und dem Substrat) einige 100 A nicht übersteigen. Das heißt, eine außerordentliche Genauigkeit
bei der Abscheidung oder Ätzung des Wellenleiters ist von ausschlaggebender Bedeutung.
Es wurden bereits einige Verfahren zur Ablagerung einer geeignet dünnen Schicht vorgeschlagen und die
Theorie der Dünnschicht-OICswird zum Beispiel in "Integrated Optics" von Chang, Muller und Rosenbaum,
Laser Applications 2, 227 ff., Academic Press, Ine 1974
beschrieben.
Die vorliegende Erfindung befaßt sich nun insbesondere mit Verfahren zur Herstellung von Dünnschicht-OICs
sowie mit Verfahren zur Modifizierung solcher Schaltungen oder Kreise und deren Anwendung.
Das erfindungsgemäße Verfahren basiert im wesentliehen
auf der Abscheidung von zumindest einer Komponente
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des OICs durch eine Langmuir Film Technik. Langmuir Film
Techniken sind bekannt; sie umfassen die Passage eines Substrats durch eine dünne, vorzugsweise monomolekulare,
Schicht eines auf der Oberfläche einer Trägerflüssigkeit vorgesehenen filmbildenden Materials. Es ist so möglich,
Materialfilme zu erhalten, ohne daß die Abdampfung grosser Lösungsmittelvolumina für diese Bildung erforderlich
wäre; ein Zerreissen des Films als Ergebnis der Lösungsmittelabgabe wird dabei vermieden.
10
Die von der Anmelderin gewählte Technik, die nachfolgend einfach als Langmuir Technik bezeichnet wird,
besteht im wesentlichen aus Folgendem:
Die Trägerflüssigkeit ist vorzugsweise für das filmbildende Material inert, das heißt, sie geht keine chemischen
Reaktionen mit dem Material der Schicht oder dem Substrat unter den Bedingungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens ein (obgleich es gelegentlich erwünscht sein kann, Materialien - möglicherweise in Lösung - einzubeziehen,
die nicht nachteilig auf den Film einwirken, Jedoch mit ihm zum Beispiel unter Veränderung der ionischen
Zusammensetzung reagieren können). Die als Unterlage dienende bzw. Trägerflüssigkeit wird ferner üblicherweise
kein Lösungsmittel für das filmbildende Material sein, obgleich eine gewisse Löslichkeit nicht notwendigerweise
von großem Schaden ist, solange die Schicht des filmbildenden Materials dadurch nicht zerstört oder ihre
Bildung verhindert wird. Die Flüssigkeit kann organisch oder anorganisch sein; üblicherweise wird die Anwendung
einer wässrigen Flüssigkeit, zweckmäßigerweise Wasser, bevorzugt. Die Anwesenheit gewisser anorganischer Ionen
in einer wässrigen Trägerflüssigkeit erweist sich bisweilen als förderlich für die Stabilität der filmbildenden
Schicht, wobei Ionen vom Film bei der Ablagerung mitgenommen weiüai υ. die Zusammensetzung in einer erwünschten
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Weise beeinflussen können.
So hat es sich gelegentlich als erwünscht erwiesen, in eine durch hoch gereinigtes Wasser gebildete Trägerflüssigkeit
Metallionen, zweckmäßigerweise Cadmiumionen, in ausreichender Konzentration für eine Verknüpfung
hydrophiler Endgruppen von angrenzenden Molekülen eines filmbildenden Materials auf der Basis von Fettsäure einzubringen.
Andere Ionen können in ähnlicher Weise angewandt werden, wo sie die erforderlichen Eigenschaften
haben und es wurde als vorteilhaft erkannt, den pH-Wert der Trägerflüssigkeit leicht sauer (in der Gegend von
5,3) einzustellen, um die Ionisation des Metallsalzes auf ein optimales Niveau zu bringen.
Die Erzeugung der dünnen Schicht aus dem filmbildenden Material auf der Oberfläche der Trägerflüssigkeit
erfolgt am zweckmäßigsten, indem man auf die Oberfläche der Flüssigkeit ein geeignetes Volumen einer Lösung des
filmbildenden Materials in einem flüchtigen Lösungsmittel aufbringt, das mit der Trägerflüssigkeit unter den Verfahrensbedingungen
unmischbar ist und nach Aufbringen der Lösung auf die Flüssigkeitsoberfläche verdampft. Die Konzentration
des filmbildenden Materials in der Lösung wird derart gewählt, daß die Verdampfung der Lösungsmittels
eine Schicht der gewünschten Dicke (üblicherweise monomolekular) auf der Oberfläche der TrägerflUssigkeit hinterläßt.
Die bevorzugten filmbildenden Materialien gemäß der Erfindung, die zusammen mit einer wässrigen Trägerflüssigkeit
angewandt werden, sind solche mit einem Molekül, das sowohl hydrophile als auch hydrophobe Komponenten
umfaßt, von denen die hydrophilen Komponenten dazu neigen, von der Oberfläche her in die Flüssigkeit einzutauchen,
während die hydrophoben Komponenten die Tendenz haben, unbenetzt zu bleiben und von der Oberfläche vorzustehen.
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Die überführung des filmbildenden Materials auf das Substrat erfolgt durch Eintauchen desselben in die Trägerflüssigkeit
und Wiedermitnahme bzw. Herausziehen desselben, so daß eine zusammenhängende Schicht des filmbildenden
Materials (hier der Einfachheit halber als "Langmuir Film" bezeichnet) an der Oberfläche des Substrats haftet.
Dabei müssen Mittel für die Aufrechterhaltung der Integrität der Schicht auf der Flüssigkeit vorgesehen werden,
die z.B. ein Ruder oder eine Schaufel umfassen, die vorzugsweise von einer Mikrowaage kontrolliert werden, welche
beständig den Druck der Schicht auf die Trägerflüssigkeit mißt und darauf durch "Zusammenkehren" der auf der
Oberfläche befindlichen Moleküle anspricht, so daß die Schicht nicht reißt. Dieses Merkmal der Aufrechterhaltung
der Tension bzw. des Drucks an der Schicht ist für die Erzeugung eines ausgerichteten kontinuierlichen Films
auf dem Substrat wichtig.
Die Geschwindigkeit des Durchganges des Substrats durch die Schicht ist vorzugsweise niedrig, in der Gegend
von 3 mm/min, für die ersten 2 oder 3 Filme, obgleich höhere Geschwindigkeiten, bis zu etwa 30 mm/min,
für nachfolgende Schichten akzeptabel sein können.
Die Temperatur der wässrigen Trägerflüssigkeit liegt vorzugsweise bei 21 ± 0,50C
Das gemäß der Erfindung angewandte Substrat kann irgendein geeignetes Material sein, von denen viele bekannt
und in der Literatur beschrieben sind. Vorzugsweise wird das Substrat polar sein. Als Beispiel kann Glas,
z.B. Natronglas und Borsilicatglas und vorzugsweise Quarz genannt werden, obgleich zahlreiche andere Materialien
in der Technik bekannt sind und angewandt werden können, wenn sie geeignete Eigenschaften besitzen. Die Substrat-
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oberfläche kann eine Behandlung erfordern, um sie mit dem abzulagernden Film verträglich zu machen; zum Beispiel
hat es sich als zweckmäßig erwiesen, Quarz mit Alkali, z.B. NaOH, bei pH 11 bis 12 zu behandeln, um ihm eine optimale
Polarität für die Ablagerung langkettiger Fettsäuren zu verleihen. Für optische Zwecke ist es erwünscht, daß
das Substrat keinen hohen Anteil an Absorptionszentren hat und es muß unter Bildung guter Oberflächen polierbar
sein. Ein homogenes Material,wie z.B. ein hochwertiges Quarzglas (high quartz glass\ ist erwünscht.
Die Abmessungen des Substrats sind nicht kritisch, jedoch werden sie zum Beispiel durch die gewählten Abmessungen
des beabsichtigten OICs beeinflußt. Typischerweise
kann das Substrat aus einer Quarzplatte von einigen cm Seitenlänge und größenordnungsmäßig 1 mm Dicke bestehen.
Die Stärke des Langmuir Films kann nach Wunsch durch wiederholte Behandlung des Substrats in der beschriebenen
Weise erhöht werden, wodurch zusätzliche Schichten auf dem Substrat abgelagert werden. Obgleich die herkömmlichen
Langmuir Film Techniken zu Filmen mit einer unannehmbaren Zahl von Defekten vom Bruch- oder Rißtyp führen, wurde
gefunden, daß es durch sorgfältige Kontrolle der Prozeßbedingungen möglich ist, mehrere hundert Schichten (300
oder mehr) mit wenigen Defekten abzuscheiden bzw. aufzutragen, was die Fabrikation von (LichtJwellenleitern
von 0,7 bis 1,5/U ermöglicht.
Zu geeigneten Materialien für die OICs gehören irgendwelche bzw. alle Materialien mit geeigneten optischen
Eigenschaften, die als die Filmkomponente bei der oben beschriebenen Langmuir Technik anwendbar sind. Besonders
geeignet sind organische Materialien und spezielle Mate-
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. j, .
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rialien die zu nennen sind, wären zum Beispiel Fettsäuren, insbesondere geradkettige Fettsäuren mit 12 bis
20 Kohlenstoffatomen wie z.B. Stearinsäure, Erdnuß- bzw. Arachidinsäure und ihre Salze wie z.B. Cadmiumsalze,
Anthracen-C^- bis C^2~car^onsäuren und Verbindungen,wie
sie in der DT-Patentanmeldung P 26 37 099.0 genannt werden.
Diese Materialien sind für OIC-Anwendungen besonders
brauchbar, und zwar wegen der Einfachheit der Wahl eines geeigneten dielektrischen Filmindex1 durch Auswahl einer
angemessenen Kettenlänge, der Fähigkeit zum Einschluß von Metallionen zur "Feinabstimmung" des Brechungsindex'
und der Leichtigkeit,mit der die Filmdicke durch die Langmuir Technik kontrolliert werden kann.
Es ist zu bemerken, daß ein besonderes Material im Hinblick auf seine Eignung für den beabsichtigten Zweck
ausgewählt wird. Organische Materialien zeigen wegen ihrer allgemein niedrigen Dichten und Valenztypbindung
üblicherweise relativ geringe optische Verluste im sichtbaren Bereich des Spektrums (obgleich natürlich die OICs
nicht auf die Anwendung sichtbarer Strahlung begrenzt sind).
Die angewandte Strahlung kann vom ultravioletten
bis zum infraroten Bereich (natürlich unter Anwendung von Wellenleitermaterialien und Abmessungen, die für die
Wellenlänge der gewählten Strahlung geeignet sind)reichen. Das heißt, die Wellenlänge der Strahlung kann zwischen
etwa 4000 Ä und etwa 10 μ variieren, jedoch werden sichtbare
Strahlung und Strahlung mit einer Wellenlänge bis zu 0,9 μ» von 1,15 bis 1,3 μ und von 3,39 bis 9 μ begünstigt
bzw. bevorzugt.
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Es wurde gefunden, daß der größte Anteil des optischen Verluste in amorphen organischen Filmen auf die
Streuung (bedingt durch "molekulare Unordnung" und "Inhomogenität") und Uneinheitlichkeit zurückgeht, die
von der Ablagerungstechnik herrührt.DLe hier beschriebenen Techniken sind in dieser Beziehung besonders vorteilhaft,
da ihnen eine Tendenz zur Ablagerung von im wesentlichen geordneten Materialschichten innewohnt (die in ihren
Nahbereichsordnungscharakteristiken dem Einkristall nahekommen),so
daß die Erzielung eines Produkts mit verminderten Streueigenschaften erwartet werden kann. Es ist
möglich, daß Verluste von weniger als 1,0 dB cm routinemäßig bei solchen Filmen erwartet werden können. Ein
weiterer Vorteil dieser Filme ist der, daß ihr Brechungsindex durch Auswahl der sie aufbauenden Chemikalien so
gesteuert werden kann, daß er für eine besondere Anwendung geeignet ist, was ein wichtiges Merkmal bei der
Herstellung von OICs ist. So kann zum Beispiel der Einbau von Metallionen in den Film seinen Brechungsindex beeinflüssen.
Der Effekt einer solchen Veränderung kann natürlich leicht durch einfachen Versuch ermittelt werden.
Obgleich planere Wellenleiter auf breiter Basis laufend untersucht werden und die vorliegende Erfindung
für die Erzeugung solcher Anordnungen besonders geeignet ist, werden Bauelemente bzw. Anordnungen,die topographisch
definierte Wellenleiterkomponenten und Verbindungssysteme anwenden, für viele Zwecke bevorzugt. Eine Begrenzung
der Strahlen in der seitlichen Ebene des Wellenleiters bedeutet eine Modifikation der Wellenleitereigenschaften
in einer sehr präzisen Weise in ausgewählten Bereichen des Films und die Kantenschärfe und Genauigkeit
der Placierung der die Führung in dem ebenen Film bewirkenden Grenze sind außerordentlich wichtige Parameter.
Hier kann wiederum der hohe Grad der Molekül-
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orientierung, wie er für die vorliegenden Langmuir Filme typisch ist, zur Kantenschärfe beitragen.
Eine besondere Anwendung von erfindungsgemäßen Langmuir Filmen in einem OIC besteht in einer Wellenleiterplattierung
bzw. -überdeckung (wie sie in den Figuren 2 bis 6 gezeigt wird), wobei eine Schicht oder
ein Film eines geeigneten "Superstraf- bzw. Uberschichtungsmaterials
auf dem Wellenleiter selbst abgelagert wird; wenn die Plattierung bzw. die Uberschichtung einen
Brechungsindex hat, der sich von dem des Wellenleiters unterscheidet, modifiziert sie die Eigenschaften des
Wellenleiters. Wenn ein optischer bzw. Lichtwellenleiter durch die Ablagerung einer Plattierung über der Grenzfläche
Leiter-Luft gestört wird, erstreckt sich die elektrische Feldverteilung der sich ausbreitenden Welle
in die Plattierung hinein (wie es schematisch in Fig.9 gezeigt wird). In einem solchen Falle wird die Plattierung
einen bedeutend größeren Anteil Energie transportieren (verglichen mit der Luft-Superstrat-Struktur).
Das Ergebnis ist eine Zunahme der normalisierten Fortpflanzungskonstanten (ß11) der sich ausbreitenden Welle.
Für das Superstrat existieren zwei mögliche Konfigurationen: (i) bei der der Brechungsindex
> ß/K für die sich ausbreitende Welle und (ii) bei der der Brechungsindex der Plattierung <
ß/k ist. Im Fall (i) ändert sich das elektrische Feld sinusförmig in der Plattierung
in Richtung normal zum leitenden Film. Im Falle (ii) klingt das elektrische Feld exponentiell in die Plattierung
hinein ab. Das sinusförmige elektrische Feld in der Plattierung wird beachtlich mehr von der geleiteten
Energie transportieren als das abklingende Feld,und es wird daher eine weit größere Modifikation der Fortpflanzungskonstanten
herbeiführen. Das Merkmal der neuen Technologie, wonach es möglich ist,die Filmdicke und den
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Brechungsindex genau zu kontrollieren, zeigt hier einen besonderen Vorteil und es wird gefunden, daß ein besonders
geeignetes Anordnungsformat ein solches eines vorgefertigten Wellenleiters mit einer (durch Aufbringen einiger
Monoschichten) induzierten relativ geringen ß/K Störung ist.
Das Diagramm 10 zeigt Kurven für die normierte Fortpflanzungskonstante in Abhängigkeit von der Plattierungsdicke, wie sie sich aus der simplen Wellenleitertheorie
mit Zugrundelegung einer dielektrischen Platte ergeben.
Die Genauigkeit, mit der die Wellenfortpflanzungskonstante
eingestellt werden kann, geht aus der Übereinstimmung zwischen den Meßwerten und der mathematischen Vorherbestimmung hervor.
Die Fortpflanzungskonstante des Wellenleiters kann in kontrollierbarer Weise geändert werden, so daß zum
Beispiel zwei benachbarte Wellenleiter, die eng beieinander, jedoch nicht "abgestimmt" sind (d.h. unterschied-
liehe Fortpflanzungskonstanten haben), wie sie beispielsweise in Fig. 6 der angefügten Zeichnungen skizziert
sind, durch die Anwendung oder Aufbringung einer geeignet modifizierenden Plattierung auf einen oder beide der
Wellenleiter "abgestimmt" werden können, so daß eine
Energiekopplung von einem Leiter zum anderen ermöglicht
wird. Ein alternativer Gebrauch besteht in der Anwendung eines plattierenden Superstrat-Films zur Verringerung
der Fortpflanzungskonstanten einer Welle ("Mode") eines Leiters auf einen Wert unterhalb des Sperrpunkts, so daß
die in dieser Welle transportierte Energie aus dem Leiter abgegeben bzw. entfernt werden kann.
Gemäß einer Ausführungsart der Erfindung wird somit eine Komponente für einen 0IC vorgesehen, die einen Langmuir Film umfaßt. Gemäß einer zweiten Ausführungsart wird
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ein Substrat mit darauf abgelagertem Wellenleiter vorgesehen, der durch einen Langmuir Film gekennzeichnet ist.
Noch eine weitere Ausführungsart der Erfindung umfaßt eine OIC-Komponente mit Wellenleiter und darauf abgelagerter Plattierung, die durch einen Langmuir Film gekenn
zeichnet ist.
Bei Plattierungsanwendungen beeinflußt die Stärke der Plattierung die Wellenleiterenergie, die in der Plat
tierung transportiert werden kann und damit das Ausmaß,
in dem die Plattierung den Wellenleiter beeinflußt, während der Brechungsindex der Plattierung festl_egt,wieviel "normierte Verzögerung" (d.i. der Grad der Geschwindigkeitsabnahme pro Schichtdickeneinheit der Wellenleiter-
plattierung) auftritt. Die Bedeutung der genauen molekularen Ausrichtungsmöglichkeiten, die der neuen Technik
bei der Herstellung solcher Plattierungen innewohnt, wird nachfolgend verständlich werden:
Die Tatsache, daß die neuen Langmuir Filme aus regelmäßig und genau ausgerichteten Molekülen oder MolekUlstrukturen bestehen, macht sie als Photowiderstands- bzw.
Photolackmaterial besonders brauchbar, bei dem dank des Scharfkanteneffekts besonders scharfe und genaue Begren
zungen erreicht werden können. Dies ist eine Eigenheit,
die solche Filme nicht nur fUr die Herstellung von Wellenleitern, sondern auch in vielen anderen Bereichen brauchbar macht, wo relativ dünnes, hochdefiniertes Photolackmaterial (potential) erforderlich ist. So wird erwogen,
einen Langmuir Film von geeignetem strahlungspolymerisierbaren Material auf einer Unterlage abzuscheiden bzw.
abzulagern und bildweise zu belichten, wodurch die belichteten Teile des Films polymerisieren (siehe Fig. 3). Die
Entfernung der nichtbelichteten Teile des Films durch
irgendwelche geeigneten Maßnahmen hinterläßt einen Photo-
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lackrest mit genau definiertem Potential (Fig. 4). Solche Techniken können zum Beispiel beim Ätzen von Wellenleitern,
bei der Wellenleiterplattierung oder für verwandte Komponenten von OICs angewandt werden, jedoch sind sie
auch beispielsweise in lithographischen Reproduktionsverfahren für die Definition von Mustern miniaturisierter
Elektronikbauelemente einsetzbar, wo eine "Sub-mikron11-Auflösung
erforderlich ist sowie für Beugungsgitter usw. Üblicherweise werden für solche Verfahren (wie vorstehend)
bevorzugt Materialien angewandt, die unter nur geringer Flächenänderung polymerisieren oder in einer solchen
Weise, daß Dimensionsänderungen vorhersehbar sind und zugelassen werden können.
Bauelemente bzw. Anordnungen gemäß der Erfindung werden schematisch durch die beigefügten perspektivischen
Darstellungen veranschaulicht, von denen Fig. 1 einen ebenen Lichtleiter zeigt, der gemäß der Erfindung hergestellt
ist. Fig. 2 zeigt einen "topographischen" Wellenleiter
mit dem eigentlichen Wellenleiter und einer Plattierungsschicht,
die zweckmäßigerweise durch die vorliegende Langmuir Technik aufgebracht werden kann bzw. können.
Fig. 3 und 4 zeigen Anordnungen mit abgewandeltem Aufbau. Fig. 5 zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine
Planarfilm-Leiterkopplung. Fig. 6 zeigt eine Aufsicht auf eine "topographische" Leiterkopplung.
Gemäß den Zeichnungen ist ein Langmuir Film (1) auf einem Substrat (2) abgelagert. Der Wellenleiter (3) wird
entweder im vorliegenden Langmuir Film oder in einer anderen Komponente (4) der Anordnung gebildet. Der Eintritt
eines (Licht)Strahls in den Wellenleiter und dessen Austritt aus diesem kann zweckmäßigerweise unter Verwendung
von Prismen (5) erreicht werden, obgleich Gltterkopplungen oder irgendwelche anderen geeigneten Verfahren angewandt
werden können. Wenn mehr als ein Wellenleiter er-
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AS
forderlich ist, wie es in Fig. 5 gezeigt wird, so können eine oder beide der Planarkomponenten, die den Wellenleiter umfassen, nach der vorliegenden Langmuir Technik abgelagert werden und sie werden zweckmäßigerweise
durch eine Abstandshalterung bzw. einen Abstand (6) von geeigneter Abmessung und Zusammensetzung voneinander
getrennt, die bzw. der wahlweise ebenfalls durch die vorliegende Langmuir Technik abgelagert werden kann.
Es wurde gefunden, daß zur Erzielung von Langmuir Filmen von hoher optischer Qualität eine Kontrolle gewisser Aspekte des Abscheidungsprozesses kritisch ist:
(a) Anwendung einer verunreinigungsfreien Subphase und von gereinigtem Filmmaterial;
(b) die Druck/Molekülbereichsbeziehung;
(c) der pH-Wert der Subphase;
20
(d) die Temperatur der Subphase;
(e) die Ablagerungsgeschwindigkeit und Druckänderung in der während der Ablagerung herunterhängenden
(a) Irgendwelche sonstigen Moleküle, die sich in der Subphase als Verunreinigungen befinden,können in
die Filmstruktur eingebaut werden. Ihre Anwesenheit
in der Struktur kann die Eigenart der Polar/Nichtpolar-Orientierung der nachfolgenden Schichten stören bzw.
modifizieren und zu benetzten Bereichen führen, die in den Vielschichtfilm eingeschlossen werden. Das eingeschlossene Wasser kann eine Aufspaltung des Films oder
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können als Absorptions- oder Streuzentren im Wellenleiterfilm
wirken. Es ist daher wichtig, daß der Tank oder Behälter außerordentlich sauber, das Filmmaterial
extrem rein und das Subphasen-Wasser mehrere Male destilliert worden ist (z.B. in einer Quarzapparatur,
um Verunreinigungen auszuschließen; typischerweise werden saure und alkalische Kaliumpermanganat-Destillationsstufen
vorgesehen mit neutraler Destillation zur Entfernung organischer Verunreinigungen).
10
(b) Bei geringem Druck sind die Filmmoleküle lose gepackt und nehmen einen großen Flächenbereich ein,
d.h., sie werden durch an die Oberfläche tretendes Wasser voneinander getrennt. Wenn die Moleküle lose
gepackt bleiben, wird der auf dem Substrat abgelagerte Film oft mit Wasser gefüllte Moleküllücken aufweisen.
Wenn die Moleküle auf der anderen Seite zu dicht gepackt sind, kann der Film auf der Subphase unter Bildung
agglomerierter Bereiche, die mehrere Schichten zu dick sind, "kollabieren11 bzw. zusammenrutschen. Die
Monoschicht auf der Subphase sollte daher unter einem solchen Durck gehalten werden, bei dem der Molekülflächenbereich
bei eine* größerei Druckänderung effektiv
konstant bleibt, so daß durch Eintauchen und Mitnahme des Substrats verursachte geringe Druckänderungen kein
Aufbrechen oder Aufreißen oder Zusammenfalten des Films verursachen.
(c) Der Grad der Ionisation einer Fettsäure in der Subphase hängt vom pH der Lösung ab. Eine stark
basische Subphase wird zu einer gesteigerten Ionisation führen und damit die Umwandlung der Fettsäure in Salz
steigern; aus der erhöhten molekularen Polarisierbarkeit (die durch im Film eingeschlossene Metallionen
hervorgerufen wird) resultiert ein erhöhter Film-Brechungsindex. Außerdem wird ein relativ hoher pH-Wert
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die Film/Sub3trat-Haftung verbessern. Es wurde gefunden,
daß sowohl der Brechungsindex als auch die Haftung bei Filmen zufriedenstellend sind, die bei pH-Werten zwischen
5 und 7 abgelagert werden. Diese Bedingungen ergaben eine angemessene Filmablagerung auf den meisten
Metalloxidsubstraten (z.B. Al2O^, MgO), jedoch waren sie
nicht so zufriedenstellend bei Quarzglas- (fused quartz)
-Substraten, die mit Vorteil durch Eintauchen in eine Alkalilösung zur Modifizierung der Oberfläche behandelt
wurden. Ein solches Verfahren wird von Bucher in der Zeitschrift für Physikalische Chemie, neue Folge
65. (1969) Seiten 152-169 angegeben.
(d) Die Kondensation der Molekülschichten zur BiI-dung
einer Monoschicht auf der Subphasenoberflache wird durch Herabsetzung der Temperatur einfacher. Die niedrige
Temperatur kann Jedoch die Viskosität der Monoschicht erhöhen und sie dadurch "spröder" machen. Auf der anderen
Seite können hohe Temperaturen zu einer Ausdehnung führen und schließlich zu ausreichend hohen thermischen
Kräften zur Überwindung der ziemlich schwachen van der Waalsschen Kräfte, durch die die Moleküle zusammengehalten
werden. Dadurch kann die Löslichkeit der Moleküle zunehmen und die Schicht instabil werden. Der bevorzugte
Temperaturbereich für die Ablagerung von Cadmiumstearatfilmen liegt bei 19 bis 220C, jedoch wird der Fachmann
die optimalen Temperaturen für andere Materialien ohne Schwierigkeit festlegen können.
(e) Es ist wichtig, daß die zu Beginn aufgebrachten Schichten möglichst gut ausgebildet sind, da sich Fehler
in diesen Schichten in den folgenden Schichten reproduzieren können. Zur Gewährleistung einer guten Haftung
werden die Anfangsschichten vorzugsweise mit geringen Eintauch- und Mitnahmegeschwindigkeiten abgelagert,
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Nach der Aufbringung einiger Schichten können die Geschwindigkeiten
etwas erhöht werden. Niedrige Geschwindigkeiten liegen zweckmäßigerweise in der Größenordnung
von 3 mm/min, höhere Geschwindigkeiten bei z.B. 24 bis 30 mm/min.
Der Film muß während der Ablagerung in der kondensierten Phase aufrechterhalten werden, so daß die Moleküle
nicht zu lose und auch nicht zu dicht gepackt sind.
In Fig. 8 wird die Druckänderung während des Eintauchens und der Mitnahme des Substrats gezeigt. Der Arbeitspunkt
(bei ca. 30 mg/cm) wird so gewählt, daß die Druckänderung zwischen 25 und 35 mg/cm bleibt. Die Eintauch- und
Mitnahmegeschwindigkeit beeinflußt die Amplitude der Störungen und es ist eben dieser Faktor, der die maximale
Substratgeschwindigkeit bestimmt.
Bevorzugte Abscheidungsbedingungen sind: Temp.: 19-220C; Metallionen_konz.: 2 χ 10~3 Mol CdCl2;
Subphase: Wasser; 4 χ destilliert; Substrat: Quarzglas; Behandlung des Substrats: Alkalilaugenaufenthalt; Ablagerungsrate:
3 mm/min zu Beginn und 24 mm/min nach einigen Schichten.
Typische Filme haben die folgenden Eigenschaften: Leiter A
Schichtzahl - 281;
Moden - TEQ, TMQ;
Moden - TEQ, TMQ;
mittlerer Verlust, gemessen längs der den schlechtesten Fall einschließenden V/ege;
Defektpegel - 6,2 dB/cm TM, 5,1 dB/cm TEQ
minimaler Verlust - 1,0 dB/cm
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Fortpflanzungsweglänge - 20 mm. ♦
Leiter B
Schichtzahl - 221
Moden - TMQ
Moden - TMQ
mittlerer Verlust - 3,6dB/cm TMQ Fortpflanzungsweglänge - 20 mm. *
* Die Fortpflanzungsweglänge wird nur durch die Substratgröße begrenzt.
Unter Anwendung der Langmuir Film Technik gemäß der Erfindung ist es möglich, OICs mit isotropen Brechungsindices
und Wellenleiterfilmdicken herzustellen, die mit großer Präzision kontrolliert werden können. Zu
typischen kontrollierbaren Faktoren gehören:
(a) Der Brechungsindex des Wellenleiterfilms kann durch Auswahl der Länge (z.B. der CH2-Kette im Molekül)
bei Molekülen des einfachen langkettigen Typs, für die die Palmetinsäure, Stearinsäure, Arachinsäure
-Reihe typisch (jedoch nicht begrenzend) ist. eingestellt werden;
(b) der Einbau von Metallionen in das hydrophile Ende
unter Ersatz für Wasserstoff;
(c) die Anwendung von Materialien, die partiell oder vollständig
auf der Subphase polymerisiert werden können;
(d) Variation der Molekülstruktur, z.B. Anzahl der aromatischen
Ringe;
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iO
(β) die Filmdicke, die durch Kontrolle der Anzahl der
abgelagerten Schichten gesteuert werden kann.
Da die Moleküllänge innerhalb von Teilen eines Angstroms festgelegt werden kann, kann die Gesamtfilmdicke auf z.B. etwa 20 A in 5000 A festgesetzt werden.
Die Konsequenz der durch die beschriebene Technik erzielbaren Genauigkeit besteht darin, daß es möglich
ist, die Fortpflanzungskonstante des Wellenleiters (die Geschwindigkeit der Energiefortleitung innerhalb
des begrenzten Bereichs) auf ein Teil in 1,5 x 10^ Teilen
oder besser festzulegen.
Einzelheiten der Vorrichtung (die schematisch in Fig. 7 gezeigt wird) und des angewandten Beschichtungsprozesses
bei der Durchführung der Erfindung gemäß den Beispielen werden nachfolgend angegeben:
Ein rechteckiger Glasbehälter 1 war mit Wasser 2 bis zu einer Höhe von 6 cm gefüllt. Cadmiumarachidat 3
wurde auf der Wasseroberfläche verteilt unter Ausfüllung des Bereichs zwischen den beiden Glasplatten 4 und der
schwerkraft-kontrollierten Schranke 5. Die Kompressionskraft auf die Moleküle wurde durch überwachung der Oberflächenspannung
des Films mittels einer Wilhemy-Waage (vom Platten-Typ) gemessen. Der Behälter wurde mit einer
Abdeckung 6 zum Ausschluß von Staub aus der Umgebung zugedeckt. Das gesamte System war auf einem schwingungsfrei
gelagerten Tisch 7 angeordnet, um ein "Zusammenrutschen" des Films durch Vibration zu verhindern. Die
Bewegung des Substrats 8 (dessen Geschwindigkeit so konstant wie möglich gehalten wurde) wurde durch einen
Linearbewegungsantrieb kontrolliert, der über ein Unter-Setzungsgetriebe
betätigt wurde, wobei die Bewegungsrichtung durch Umkehr-Mikroschalter auf dem Rahmen ge-
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steuert wurde. Das Merkmal der konstanten Eintauch- und
Mitnahmegeschwindigkeit sowie Freiheit von Vibrationen ist für die Erzeugung regelmäßiger Filme sehr wichtig.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand von Beispielen erläutert.
Die ebene Fläche einer Normalglasplatte (Natron/ Kalk-Glas) wurde mit fortschreitend feinerem Karborundpulver
geläppt und dann mit fortschreitend feineren Diamantpartikeln (suspendiert in Öl) auf einer Platte
mit Lötzinn-Oberfläche auf einer optisch ebenen Poliermaschine poliert und schließlich mit einer Polyurethanschaum-Pollerscheibe
und einem chemischen Ätz-Schleifmittel ("Syton"), bis die Oberfläche auf etwa eine halbe
Wellenlänge optisch eben und auf etwa 50 A glatt war. Die Oberfläche wurde dann zur Entfernung aller Poliermaterialien
sorgfältig gereinigt und ein Glasschicht-Wellenleiter (Dow-Corning Aluminoborsilicat 7059) durch
Radiofrequenz-Sprühtechnik (siehe "Thin Solid Films" 26 (1975) Seiten 25-51) darauf gebildet. Beim Zerstäubungs-
oder Sprühprozeß wurde mit 20 % Sauerstoff gemischtes Argongas in die Vakuumkammer eingeführt (der
Sauerstoff wurde zugegeben, um vom Target-Glas während der Zerstäubung entfernten Sauerstoff zu ersetzen). Ein
Sauerstoffmangel im abgeschiedenen Film erhöht den Brechungsindex des Films im Vergleich zu demjenigen des
Target-Vollmaterials, so daß eine begrenzende Technik, wie sie in dem genannten Aufsatz beschrieben wird, zur
Kontrolle des Brechungsindex des Films benutzt werden kann.
Danach wurde auf dem Wellenleiter ein Langmuir Film abgelagert,und zwar durch wiederholtes vertikales Tauchen
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der Platte in Wasser unter Mitnahme einer monomolekularen Cadmiumarachidat-Schicht auf ihrer Oberfläche, bis eine
Schicht von 200 Molekülen Dicke aufgebaut war.
Eine dünne Schicht (etwa 1000 bis 5000 A) von Titan wurde auf eine ebene Oberfläche eines Lithiumniobatkristalls
aufgesprüht bzw. aufgestäubt (das Metall wurde von einem auf einer wassergekühlten Unterlage befestigten
Metalltarget in eine reine Argonatmosphäre (zur Verhinderung von Oxidationen) zerstäubt). Der beschichtete
Substratkristall wurde dann in einen Diffusionsofen gegeben und die Temperatur (mit einer Geschwindigkeit
von nicht mehr als 200C pro Minute, um ein Reißen des Kristalls zu verhindern) allmählich auf
11000C erhöht. Das Metall wurde dann 6 Stunden lang in
den Kristall diffundierengelassen, wonach der Kristall auf Zimmertemperatur (mit nicht mehr als 200C pro Minute)
abgekühlt wurde. Danach wurde ein sehr dünner Film (50 Ä) Aluminiumoxid auf dem Metall abgeschieden zur
Verbesserung seiner Haftung gegenüber dem Langmuir Filmmaterial, das im wesentlichen, wie in Beispiel 1 beschrieben,
aufgebracht wurde.
Obgleich in Beispiel 1 die Verwendung eines Normalglases als Substrat beschrieben wurde, kann irgendein
anderes geeignetes Glas in ähnlicher Weise angewandt werden, wie z.B. Flintglas und amorphe Quarzgläser usw.
Zahlreiche anorganische Kristalle wie z.B. Lithiumtantalat,
Quarz, Sapphir usw. können als Alternative zum Kristall von Beispiel 2 benutzt werden, während das Substrat
alternativ aus einem festen anorganischen amorphen Material bestehen kann, wie einem Oxid wie z.B. Aluminiumoxid,
Magnesiumoxid oder Siliciumoxid.
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Die Abmessungen der unterschiedlichen Komponenten,
der Substrate usw. und die Dicken der abgelagerten Filme können innerhalb von Grenzen variieren, die in der Technik
als erwünscht festgelegt werden, jedoch werden sie u.a. durch ihren jeweiligen Brechungsindex und denjenigen
der damit in Beziehung stehenden und benachbarten Komponenten beeinflußt.
Wellenleiter wurden, wie in Beispiel 1 beschrieben, abgelagert, jedoch unter Verwendung von Cadmiumstearat
als Langmuir Filmmaterial, um den Einfluß einer Veränderung des pH-Wertes der Subphase (die durch Wasser gebil-»
det wurde) aufzuzeigen. Der Brechungsindex und die Dicke der resultierenden Filme wurden gemessen. Die folgenden
Ergebnisse wurden dabei erzielt:
| Film | Dicke I |
Brechungsindex ; | e-Strahl | An isotropie |
Brechungsindex der Gesamtstruktur |
Mittel wert e-Strahl |
|
| PH | A B C D |
1750 2300 2500 3100 |
o-Strahl | 1,5472 1,5435 1,5468 1,5448 |
0,0373 0,0358 0,0370 0,0366 |
Mittel wert o-Strahl |
1,5475 i 0,0024 |
| 5.3 | E F G |
2580 3300 5400 |
1,5099 1,5077 1,5098 1,5082 |
1,5704 1,5663 1,5701 |
0,0442 0,0402 0,0450 |
1,5107 + 0,0005 |
1,5681 + 0,0173 |
| 5.6 | 1,5265 1,5261 1,5251 |
1,5266 + 0,0031 |
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Diese Tabelle zeigt die Wirkung einer pH-Zunahme der Subphase auf die Eigenschaften eines typischen Langmuir
Wellenleiters - wie man sieht, nehmen die Brechungsindices sowohl vom "e"_ als auch vom "o"-Strahl
merklich zu. Die Änderung des Brechungsindex1 ergibt sich aus einem differentiellen Einschluß von Cadmiumionen
in den Stearinsäurefilm, der wiederum von der aus der pH-Differenz resultierenden kontrollierten Ionisation
der OH-Enden des Stearinsäuremoleküls herrührt. 10
Die Möglichkeit einer genauen Kontrolle des Brechungsindex1
von Wellenleiter und Uberzugsschichten wird wie folgt illustriert:
Eine Anordnung oder Vorrichtung, wie sie in Fig. 5 gezeigt wird, kann im wesentlichen wie folgt hergestellt
werden: Ein Quarzglassubstrat wird,wie in Beispiel 1 beschrieben,
vorbereitet und mit einer Schicht von amorphem Aluminiumoxid bestäubt (nach einer ähnlichen Technik, wie
in "Thin Films" 26, (1975) Seiten 25-51 beschrieben).
Diese Schicht wird in Fig. 11 (a) als Leiter Ma" bezeichnet.
Das Ziel ist die Bildung eines Brechungsindex1 von 1,65 und einer Dicke von 0,23 μ für die Fortpflanzung einer
TE-Welle (TE ). Eine Quarzglas-Abstandsschicht wird dann über der Schicht "a" aufgestäubt. Eine weitere Aluminiumoxidschicht
wird dann auf die Abstandsschicht aufgesprüht (Wellenleiter "b" in Fig. 11 (a)). Dabei wird
beabsichtigt, "a" und "b" identisch zu machen; da dies Jedoch nicht möglich ist (infolge der Schwierigkeit bei der
Ablagerung genauer Schichtdicken durch Zerstäubung), können die Eigenschaften durch Ablagerung einer Langmuir
Filmplattierung Justiert bzw. eingestellt werden.
Zur Erzeugung einer Wellenleiterkopplung (d.h. einer Vorrichtung, die eine Energieschaltung bzw. einen Energie-
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übergang vom Leiter "a" zum Leiter "b" ermöglicht) müssen
die ß-Werte beider Leiter gleich sein. Eine Langmuir Beschichtung kann dafür über der oberen Schicht aufgetragen
werden, um so ihre Fortpflanzungskonstante zu erhöhen. Wenn die beiden Leiter hinsichtlich der Fortpflanzungskonstanten
über einige cm Leiterlänge gleich sind, so "schaltet" bzw. springt die Energie kontinuierlich
zwischen den Leitern über die Kopplungslänge hinweg hin und her. Die Langmuir Beschichtung ermöglicht
eine Unterbrechung dieser oszillatorischen Bewegung durch Ende der Beschichtung nach einer Länge,die zur Abgleichung
der Schichten für einen vollständigen Energietransport ausreicht oder es kann eine kürzere Länge abgelagert
werden, die den Transport einer bestimmbaren Fraktion der Energie des angeregten Leiters ermöglicht,
während der Rest der Energie im angeregten Leiter verbleibt. Fig. 11 (b) zeigt die genauen Beschichtungscharakteristiken,
die für eine Abgleichung der Struktur auf (a) notwendig ist, wobei die Länge L derart gewählt
wird, daß der erforderliche Energietransport erzielt werden kann.
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Claims (1)
- TlEDTKE - BoHLINe - KlNNE - GflüHE "·—«■*Dipl.-Ing. Tiedtke OTflQCCI Dipl.-Chem. Bühling2708652 D£,._lng. KinneDipl.-Ing. GrupeBavariaring 4, Postfach 20 24 8000 München 2Tel.:(0 89)53 96 53-56Telex: 5 24 845 tipatcable. Germaniapatent München3. Mai 1977Patentanmeldung P 27 08 652.8 Imperial Chemical Industries Ltd. B 7989/ICI case Z/Q 28598/29032Patentansprüche1. Integrierte optische Schaltungskomponente, gekennzeichnet durch einen Langmuir Film.-.., ,.,1I2. Komponente nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Substrat mit darauf abgelagertem Wellenleiter,der einen Langmuir Film umfaftt.3. Komponente nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Wellenleiter mit darauf abgelagerter Plattierung oder Beschichtung, die einen Langmuir Film umfaßt.4. Komponente nach einem der vorangehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, daß·der Langmuir Film eine geradkettige Fettsäure oder ein Salz derselben umfaßt.5. Verwendung der Komponente nach einem der Ansprüche bis 4 in einem schichtförmigen Produkt, bestehend aus einem709836/0827Dratdntf Bank (München) KIo. 3939 844 PosUchKk (München) Kto. (70-43-NMORIGINAL INSPECTEDSubstrat mit darauf abgeschiedenem Langmuir Film von Strahlungspolymerisationsmaterial, insbesondere als lithographische Platte.6. Verfahren zur Herstellung eines Produkts (Komponente, Bahnmaterial oder Platte) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Substrat derart durch eine auf einer flüssigen Subphase abgelagerte Schicht eines Langmuir Filmmaterials bewegt wird, daß ein Langmuir Film darauf abgelagert wird.709836/0827
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