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DE2705563C2 - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hochviskosen Polydiorganosiloxanen - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hochviskosen Polydiorganosiloxanen

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DE2705563C2
DE2705563C2 DE2705563A DE2705563A DE2705563C2 DE 2705563 C2 DE2705563 C2 DE 2705563C2 DE 2705563 A DE2705563 A DE 2705563A DE 2705563 A DE2705563 A DE 2705563A DE 2705563 C2 DE2705563 C2 DE 2705563C2
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polydiorganosiloxanes
highly viscous
polymerization
continuous production
reactor
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Bruno Dr. 5060 Bergisch Gladbach Degen
Ludwig Dipl.-Ing. 5090 Leverkusen Fries
Helmut Dipl.-Ing. 4018 Langenfeld Judat
Rudolf Dr. 5090 Leverkusen Mundil
Karl-Heinz Dr. 5000 Köln Rudolph
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Bayer AG
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G77/04Polysiloxanes
    • C08G77/06Preparatory processes

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Silicon Polymers (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von hochviskosen Poiydiorganosiloxanen im Viskositätsbereich bis zu mehreren Millionen Centipoise, wobei die Polymerisation in einem Zellarreaktor durchgeführt wird.
Es ist bekannt, daß man lineare Polydiorganosiloxane nach verschiedenen Polymerisationsverfahren erhalten kann (vgl. z.B. W. Noil, Chemie u. Technologie der Silicone, Verlag Chemie 1968, S. 179 ff.). Ausgehend von den Hydrolyseprodukten der Dialkyldichlorsilane, welche je nach Hydrolysebedingungen vorwiegend aus cyclischen Verbindungen mit wenig niedermolekularen Λ,ω-Dihydroxydialkylpolysiloxane oder vorwiegend aus den zuletzt genannten Verbindungen mit wenig cyclischen Diorganosiloxanen bestehen, ist es möglich, sowohl mit sauren als auch mit alkalischen Katalysatoren zu hochmolekularen Produkten zu gelangen. w
Um den mannigfaltigen Anforderungen gerecht zu werden, welche man an diese Substanzklasse in den verschiedensten Anwendungsbereichen stellt, ist es notwendig, mit Hilfe verschiedener Reglersubstanzen die gewünschten Viskositäten einzustellen. Je nach Art des verwendeten Reglers gelingt es, Polydiorganosiloxane herzustellen, welche an ihren Kettenenden reaktive oder nicht-reaktive Substituenten tragen.
Weiterhin ist es möglich, durch geeignete Verbindungen reaktive, silicium-organische Kettenglieder einzubauen, welche z. B. bestimmte Vernetzungsreaktionen erlauben.
Diese Vorgänge benötigen bestimmte Polymerisationszeiten zum Erreichen der gewünschten Produkteigenschaften, wobei es in den meisten Fällen notwendig ist, am Ende der Reaktion die eingesetzten Katalysatoren zu entfernen oder zu neutralisieren.
Zur Herstellung hochwertiger Polydiorganosiloxane eignen sich vor allem die bei der Hydrolyse der entsprechenden Diorganodichlorsilane entstehenden cyclischen Siloxane, welche durch Destillation in einfacher Weise isoliert werden können.
Als bevorzugte Ausgangssubstanzen werden Hexaorganocyclotrisiloxane und Octaorganocyclotetrasiloxane gebraucht, als bevorzugte Polymerisationskatalysatoren ω dienen Alkalimetallverbindungen wie z. B. KOH, CsOH oder Trimethylkaliumsilanolat.
Im Laufe der Polymerisationsreaktion stellt sich ein Gleichgewicht zwischen den gewünschten hochmolekularen Verbindungen und einem Cyclengemisch ein. Die Einstellung des Gleichgewichtes erfolgt weitgehend durch die Art und Menge des verwendeten alkalischen Katalysators und die eingestellte Temperatur.
Nach beendeter Reaktion wird der Katalysator in geeigneter Weise neutralisiert und die niedermolekularen Bestandteile werden destillativ abgetrennt.
Zur kontinuierlichen Durchführung der beschriebenen Polymerisationsverfahren sind bereits Vorschläge gemacht worden. A. W. Karlin und S. N. Borissow (Plaste und Kautschuk 13 [1966] 3, S. 161/165) beschreiben die Herstellung hochmolekularer Polydiorganosiloxane mit Hilfe von sauren und basischen Katalysatoren (auf der Basis von Aluminiumsulfat bzw. Alkalimetallsolanolaten), wobei sie der sauren Polymerisation den Vorzug geben.
Diese kann bei niedriger Temperatur (1000C) durchgeführt werden und erfordert einen längeren Zeitraum (6 und 8 Stunden) für die Einstellung des Äquilibrierungsgieichgewichtes, so daß die Steuerung des Prozesses erleichtert wird.
Als Polymerisationsreaktoren verwenden sie beheizte Rohre, in denen Blattrührer für die Vermischung und den Transport des Reaktionsgemisches sorgen.
Das Auswaschen des sauren Katalysators wird in einem System von zwei kontinuierlich arbeitenden Schneckenwäschern, die Trocknung sowie Ausdampfung der bei der Polymerisation nicht umgesetzten Cyclosiloxane (10%) in einer Vakuumtrockenschnekkenmaschine vorgenommen.
Für die basische Polymerisation wird ein Fließschema angeführt, das aus einem Mischbehälter und Polymerisationsreaktoren mit Schneckenrührern besteht Über die Ausführung dieser Reaktoren werden jedoch keine Einzelheiten mitgeteilt; lediglich für das Ausdampfen der Restcyclen wird eine Ausdampfschnecke näher beschrieben.
Als Hauptnachteile der beschriebenen Herstellungsverfahren müssen die schlechte Raumzeitausbeute und der hohe Investitionsaufwand für die zum Auswaschen bzw. Ausdampfen notwendigen Schneckenmaschinen angesehen werden.
Bei Jem in der DE-OS 17 19 321 beschriebenen kontinuierlichen Herstellungsverfahren von »Siliconprodukten« wird ebenfalls eine mindestens zweiwellige, selbstreinigende Schneckenmaschine als Polymerisationsreaktor eingesetzt Der Reaktionsprozess beruht jedoch offensichtlich auf dem in der DE-OS 22 29 514 beschriebenen, durch Phosphornitridchlorid katalysierten Kondensationsmechanismus.
In der DE-AS 17 70 048 wird die Verwendung eines Rührwerksbehälters mit Spiralrührer für die Herstellung von hochpolymeren Organosiloxanen beschrieben. Die dort beschriebene Verfahrensweise arbeitet jedoch nicht kontinuierlich und daher ist eine exakte Einstellung z. B. der Verweilzeit, der Konzentrationsverhältnisse, der Katalysatoraktivität und auch der Temperatur mit gewissen Schwierigkeiten verbunden. Das in der DE-OS 25 00 929 beschriebene Verfahren mit säureaktiviertem Ruß als Katalysator soll es gestatten, Polydiorganosiloxane bis zu einer Viskosität von 50 000 cP kontinuierlich herzustellen. Als Ausgangsprodukte werden cyclische Polydiorganosiloxane und geringe Mengen Wasser eingesetzt.
In einer ersten Stufe werden die Cyclen säurekatalysiert aufgespalten und mit dem vorhandenen Wasser zu kurzkettigen, beidseitig SiOH-endgestoppten Dimethyl-
polysiloxanen umgesetzt
Im zweiten Schritt erfolgt dann eine säurekatalysierte Kondensation zu höhermolekuJaren Siloxanen, wobei die Kettenlänge durch Triorganosiloxyendgruppen enthaltende Verbindungen gesteuert und das bei der Kondensation entstehende Wasser durch Destillation entfernt wird.
Dem Fachmann ist bekannt, daß die auf diese Weise hergestellten Produkte nicht reine, trimethylsiloxyendgestoppte Polydiorganosiloxane darstellen, sondern aus einem Gemisch von den zuletzt genannten Substanzen und «/»-Dihydroxypolydiorganosiioxanen bestehen.
Außerdem ist es bei diesem Verfahren nicht auszuschließen, daß durch Abrieb entstandene Rußpartikel vom Produktstroni mitgerissen werden, wodurch eine nachfolgende aufwendige Filtration unumgänglich ist die insbesondere bei hochviskosen Flüssigkeiten mit großen Schwierigkeiten und einem erheblichen Zeitaufwand verbunden und wirtschaftlich nicht vertretbar ist Hierzu kommt daß die katalysierende Säure im Laufe der Zeit verbraucht wird und es somit notwendig wird, die Anlage abzustellen, zu entleeren und mit frischem, säureaktiviertem Ruß zu füllen.
Daraus ergibt sich, daß es bis jetzt noch nicht gelungen ist voll befriedigende Methoden zur Durchführung der kontinuierlichen Polymerisation bereitzustellen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hochviskosen Polydiorganosiloxanen durch Umsetzung von im wesentlichen cyclischen Diorganosiloxanen mit kettenlängenregelnden Substanzen in Anwensenheit von alkalischen Reaktionskatalysatoren bei Temperaturen zwischen 80 und 180° C, welches dadurch gekennzeichnet ist daß man die einzelnen Komponenten mechanisch vermischt wobei die Vermischung und die Umsetzung in einem aus mehreren Zonen bestehenden und mit Rühr- bzw. Förderelementen ausgestatteten Reaktor erfolgt bei dem in jeweils benachbarten Zonen durch entsprechende Anordnung der Rühr- bzw. Förderelemente entgegengesetzte Strömungen des umzusetzenden Gutes erzeugt werden und die Durchsatzgeschwindigkeit der Mischung veränderbar ist
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens gelingt es, hochviskose Diorganopolysiloxane Viskositätsbereich bis mehrere Millionen cP herzustellen, wobei auch große Mengendurchsätze möglich sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann z. B. in einer möglichen Ausführungsform in einem sogenannten »Zellarreaktor« durchgeführt werden. Eine solche Vorrichtung besteht in einer möglichen Ausführungsform aus einem zylindrischen Rohr, in dem Förderelemente z. B. in Form von Wendel- oder Schraubenrührern rotieren. Die Förderelemente sind konstruktiv so ausgebildet daß sie wechselweise entgegengesetzt verlaufende Strömungen erzeugen. Dies wird dadurch erzielt daß die Steigung der Wendel oder der Schnecke abschnittsweise entgegengesetzt gerichtet ist, analog einer rechts- bzw. linksgängigen Schraube. Zwei benachbarte Zellen bzw. Abschnitte weisen somit entgegengesetzt gerichtete Strömungen auf. Dadurch entsteht in dem Reaktionsrohr eine Zellarströmung, wobei die Zellenzahl der Anzahl der Steigungswechsel vermehrt um eins entspricht. Jede Zelle für sich ist ideal durchmischt, da Drehzahl, Steigung, Gängigkeit und Breite der Schraubenrührer den jeweiligen Stoffdaten des rührenden Polymerisationsgutes angepaßt werden können. In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können auch mehrere Wellen nebeneinander vorliegen.
In F i g. 1 bis 4 sind mögliche Ausführungsformen
solcher Förderelemente dargestellt
Fi g. 1 stellt einen Schraubenrührer mit Leitrohr dar. Mit der gezeigten Steigung des Rührers wird bei Rechtslauf im Leitrohr eine nach unten gerichtete Strömung erzeugt Da das darunterliegende Element die
entgegengesetzte Steigung aufweist und demzufolge
to hier die Strömung im Leitrohr nach oben gerichtet ist.
entstehen in beiden Zellen entgegengesetzt gerichtete
Zirkulationsströmungen.
Fig.2 zeigt den Schraubenrührer in exzentrischer Anordnung. Für die gezeichnete Steigung ergibt sich bei is Rechtslauf im Bereich des Rührers eine nach unten gerichtete Strömung.
F i g. 3 stellt einen Einfach-Wendelrüher dar, dessen Wendel so angesetzt ist daß bei Rechtslauf in der Nähe der Behälterwand eine nach unten gerichtete Strömung auftritt
F i g. 4 stellt eine Kombination des Wendelrühers mit einem Schraubenrührer dar.
In F i g. 5 ist ein Reaktor dargestellt wie er bevorzugt verwendet wird. Dabei bedeuten
1) Einlaßrohr
2) Auslaßrohr
3) öffnungen für Kühl- oder Heizmedium
4) Reaktorwand 5) Rührwelle
6), 10) Förderelement 7) Trennwand 8), 9) Einzelzelle
Das zu polymerisierende Gut tritt bei 1 in den Reaktor ein und wird in der Zelle 8 mit dem bereits anpolymerisierten Gut vermischt Die Steigung des hier dargestellten Wendelrührelements 6 ist so ausgeführt daß bei Rechtslauf in der Nähe der Behälterwand eine nach oben gerichtete Strömung erzeugt wird. In der nachfolgenden Zelle 9 ist das Wendelrührelement 10 so ausgebildet, daß hier die entgegengesetzte Strömung entsteht. Dadurch ergibt sich der in F i g. 2 angegebene Zirkulationssinn in den einzelnen Zellen. Das zulaufende Gut durchläuft nacheinander die Strömungszellen, wobei jede Zelle für sich eine ideal durchmischte Stufe darstellt. Das Endprodukt verläßt bei 2 den Reaktor.
Aus Fig.5 geht hervor, daß sich sowohl durch die Anzahl der eingebauten Zellen als auch durch die Geschwindigkeit mit der die Ausgangssubstanzen zugegeben bzw. mit der die Endprodukte abgenommen werden das Verweilzeitspektrum in breiten Grenzen variieren läßt Heizung bzw. Kühlung des Reaktors kann in beliebiger Weise vorgenommen werden. Durch den Einbau mehrerer Anschlüsse für die Heizung bzw. Kühlung kann dies auch abschnittsweise erfolgen.
Die Zahl der Zellen liegt im allgemeinen zwischen etwa 5 und 20, bevorzugt zwischen 7 und 15. Als Ausgangssubstanzen für das erfindungsgemäße Verfahren werden insbesondere cyclische Siloxane der allgemeinen Formel
R'
Si Ο
Ι*
R bzw. R' für einen gegebenenfalls substituierten Alkylrest z. B. Methyl-, Äthyl-, Vinyl-, Chlormethyl, Brommethyl oder für einen gegebenenfalls substituierten Arylrest, wie z. B. Phenyl oder ToIyI steht,
χ ist eine ganze Zahl von 3 bis 8, wobei 3 und 4
bevorzugt sind.
R3Si-O-
-Si-O
-SiR3
wobei R die obengenannte Bedeutung besitzt, oder CH3
OH
—Si —O
CH,
IO
Als kettenlängeregelnde Substanzen können Verbindungen wie
15
20
25
(m = 2-1000, bevorzugt 2-40, besonders bevorzugt 2-10)
oder Wasser (wobei natürlich OH-endgestoppte Polyorganosiloxane erhalten werden) zugesetzt werden. Die Menge des kettenregelnden Agens richtet sich nach der gewünschten Viskosität des polymeren Organopolysiloxans. Der Zusatz beträgt mindestens etwa 0,05 Gew.-% — bezogen auf das Ausgangssiloxan — und ist nach oben nicht begrenzt
Als Katalysator werden im allgemeinen z. B. KOH, CsOH, K-Trimethylsiloxanolat eingesetzt, die nach beendeter Polymerisation mit gängigen Substanzen wie z. B. Trimethylchlorsilan, Trichloräthylphosphit oder P2O5, neutralisiert werden.
Die Temperatur während der Polymerisation soll etwa 80-1800C, vorzugsweise 140-170" C, betragen. Es ist natürlich auch möglich, unter erhöhtem Druck zu arbeiten; dabei kann die Temperatur auch oberhalb der genannten Bereiche liegen.
Die Polymerisation kann auch in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln wie z. B. Dimethylsulfoxid, Benzol oder chlorierten Kohlenwasserstoffen durchgeführt werden.
Anhand der folgenden Beispiele soll das erfindungsgemäße Verfahren noch näher erläutert werden (%-Angaben bedeuten Gew.-%).
Beispiel 1
In einem Zellarreaktor gemäß Fig.5 mit 13 sogenannten »Zellen« wird Octamethylcyclotetrasiloxan — im folgenden D4 genannt — polymerisiert. Dazu werden 5 kg/Std. D4 zusammen mit 0,64% (bezogen auf die Menge D4) eines kurzkettigen Polysiloxans der Formel
(CH3)3SiO[(CH3)2SiO],oSi(CH3)3
sowie 5 ppm (bezogen auf D4 und Reglersubstanz) KOH als Katalsator zusammen in den Reaktor bei 1 eingegeben. Das Gemisch wird mit Hilfe der Mantelheizung auf 150— 1700C erwärmt. Nach einer Gesamtverweildauer des Gemisches von ca. 4 Std, in der das Gemisch den Reaktor durchläuft und während der die bekannte Äquilibrierungsreaktion abläuft, wird das Gemisch abgenommen (bei 2). Zuvor wird der Katalysator mit Hilfe von Trimethylchlorsilan, das im unteren Drittel des Reaktors zugegeben wird, neutralisiert. Das Rührelement wurde mit 3 U/Min, bewegt Das neutralisierte Produkt wird anschließend noch von den leicht flüchtigen Bestandteilen durch Ausdampfen befreit Man erhält ein oc^a-Trimethylsiloxy-dimethylpolysiloxan mit einer Viskosität von 100 00 cP(20°C).
Beispiel 2
In gleicher Weise wie in Beispiel 1 beschrieben wird D4 mit 0,1 Gew.-% der kettenregelnden Substanz polymerisiert Man erhält ein Produkt mit einer Viskosität von 2 - 107cP(20°C).
Beispiel 3
In einem Reaktor mit 9 »Zellen« werden in gleicher Weise wie in Beispiel 1 beschrieben 6 kg/Std. D4 mit 3 Gew.-% der kettenregelnden Substanz polymerisiert Man erhält ein Produkt mit einer Viskosität von 1400 cP (20°).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von hochviskosen Poiydiorganosiloxanen durch Umsetzung von im wesentlichen cyclischen Diorganosiloxanen mit kettenlängenregelnden Substanzen in Anwesenheit von alkalischen Reaktionskatalysatoren bei Temperaturen zwischen 80 und 1800C, dadurch gekennzeichnet, daß man die >o einzelnen Komponenten mechanisch vermischt, wobei die Vermischung und die Umsetzung in einem aus mehreren Zonen bestehenden und mit Rührbzw. Förderelementen ausgestatteten Reaktor erfolgt, bei dem in jeweils benachbarten Zonen durch entsprechende Anordnung der Rühr- bzw. Förderelemente entgegengesetzte Strömungen des umzusetzenden Gutes erzeugt werden und die Durchsatzgeschwindigkeit der Mischung veränderbar ist
    20
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