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DE2704321A1 - Verfahren und vorrichtung fuer den niederdruck-druckguss von leichtmetallen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung fuer den niederdruck-druckguss von leichtmetallen

Info

Publication number
DE2704321A1
DE2704321A1 DE19772704321 DE2704321A DE2704321A1 DE 2704321 A1 DE2704321 A1 DE 2704321A1 DE 19772704321 DE19772704321 DE 19772704321 DE 2704321 A DE2704321 A DE 2704321A DE 2704321 A1 DE2704321 A1 DE 2704321A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
chamber
cavity
valve
casting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19772704321
Other languages
English (en)
Inventor
Caetano Di Rosa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fata European Group SpA
Original Assignee
Fata SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fata SpA filed Critical Fata SpA
Publication of DE2704321A1 publication Critical patent/DE2704321A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D18/00Pressure casting; Vacuum casting
    • B22D18/04Low pressure casting, i.e. making use of pressures up to a few bars to fill the mould
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/09Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting by using pressure
    • B22D27/13Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting by using pressure making use of gas pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

MÜLLER-BORfe · Dlä-JFEL · SCHÖN · HERTEL
PATE NTANWiITE
F 1212/H1
DR. WOLFGANG MÜLLER-BORE (PATENTANWALTVON 1927-1975) DR. PAUL DEUFEL. DIPL.-CHEM. DR. ALFRED SCHÖN. DIPL.-CHEM. WERNER HERTEL. DIPL.-PHYS.
FATA S.p.A.
Turin, Italien " 2 ^b, Wl
Verfahren und Vorrichtung für den Niederdruck-Druckguß von Leichtmetallen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung für den Niederdruck-Druckguß von Leichtmetallen.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf ein Verfahren für den Niederdruck-Druckguß, bei welchem eine Form mit einem Innenhohlraum, dessen Querschnitt sich mit der Höhe ändert und dessen Form der eines zu gießenden Teils entspricht, mit einer Gießleitung, die mit dem Boden des Hohlraums über Gießtore bzw. Eingüsse in Verbindung steht, mit einer Entlüftungsleitung, die mit der Oberseite des Hohlraums in Verbindung steht, und mit einer Füllkammer für die zu gießende Legierunasschmelze verwendet wird, deren Boden mit der Gießleitung in Verbindung steht. Bei dem Gießverfahren werden in aufeinanderfolgenden Schritten die Füllkammer mit der erforderlichen Menge an Legierungsschmelze für die Bildung des Teils und der zugeordneten Gießkfipfe gefüllt, die Kammer abgedichtet, die Legierungsschmelze in der Kammer mit Gas bei
709833/06U
MO NCII EN MU ■ SIEUEHTSTH. 4 · POSTFACH HS0720 · KABE L: MUEBOPAT · TEL. (089) 47 4003 TELEX 3-24283
einem konstanten niedrigen Druck beaufschlagt und die Verbindung zwischen der Kammer und der Gießleitung geöffnet.
Wenn bei solchen bekannten Verfahren die Füllkammer in Verbindung mit der Gießleitung gebracht wird, birst die Legierungsschmelze unter dem Einfluß des auf den Speicher ausgeübten Drucks in die Gießleitung und durch die Eingüsse in den Formhohlraum, der dadurch gefüllt wird, während Luft und Dampf im Hohlraum zur Atmosphäre durch die Entlüftungsleitung entweichen. Da der Druck des Gases für die Druckbeaufschlagung, normalerweise Luft oder Stickstoff, konstant ist, erfolgt der Zustrom der Metalllegierung in den Formhohlraum mit einem im wesentlichen konstanten Volumenstrom.
Die tatsächliche Geschwindigkeit, mit welcher der Spiegel der Legierungsschmelze in dem Formhohlraum steigt, ändert sich jedoch umgekehrt proportional zur Querschnittsfläche des Hohlraums auf verschiedenen horizontalen Pegeln. Somit steigt bei Teilen in dem Formhohlraum mit kleinem Querschnitt der Legierungspegel schneller, während er bei Teilen des Formhohlraums mit großem Querschnitt langsamer ansteigt.
Es ist bekannt, daß es eine optimale Geschwindigkeit des Zustroms von Legierungsschmelze in einen Formholraum oder eine optimale Anstiegsgeschwindigkeit des Legierungspegels in dem Hohlraum gibt, über welchem Turbulenz eintritt, was zu einer Porosität des erhaltenen Gußstücks führt, und unter der sich in dem fertigen Gußstück Gaseinschlüsse bzw. Lunker bilden können.
Beim Gießen mit einem konstanten Druck ist es möglich, eine Annäherung an die optimale Geschwindigkeit des Schmelzlegierungszuflusses oder an die Anstiegsgeschwindigkeit des Pegels der Legierungsschmelze in dem Formhohlraum
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durch Verwendung eines Kompromißwertes für den Druck zu erreichen. Demzufolge besteht immer die Gefahr, daß beim Gießen eines Gegenstandes mit nicht gleichförmigem Querschnitt sich eine Porosität oder Lunker- bzw. Gaseinschlüsse ergeben.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht deshalb darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung für das Niederdruckgießen von Leichtmetallegierungen zu schaffen, die eine zuverlässige Herstellung von gesunden Gußstücken ermöglichen, d.h. von Gußstücken mit einem kompakten und homogenen Aufbau ohne Fehler, wie Poren oder Gußblasen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei dem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, daß zur Vermeidung der Bildung von Poren in dem Gußstück der Formhohlraum über die Entlüftungsleitung in Verbindung mit einer zusätzlichen Gasquelle mit einem Gegendruck gebracht wird, der genauso groß ist wie oder etwas größer ist als der konstante Druck, der an der Füllkammer anliegt. Anschließend wird die Kammer in Verbindung mit der Gießleitung gebracht. Der Gegendruck wird auf einen Wert reduziert, der kleiner ist als der Druck des konstanten Drucks. Abschließend wird der Gegendruck entsprechend einem vorher erstellten Programm so verändert, daß während des Gießens in den verschiedenen Teilen des Formhohlraums eine im wesentlichen konstante Fließgeschwindigkeit der Metallschmelze auf verschiedenen Pegeln der Metallschmelze in dem Hohlraum erreicht wird.
Das zur Durchführung des Verfahrens benutzte Programm sollte die Form einer Funktion haben, die sich mit der Zeit entsprechend einem Gesetz ändert, das umgekehrt zur Änderung der Querschnittsfläche des Hohlraums mit der Höhe ist. Diese Funktion kann dann auf der Basis vorausgehender Gießversuche korrigiert werden.
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Die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendete Vorrichtung hat eine Form mit einem Innenhohlraum, dessen Querschnitt sich mit der Höhe ändert und dessen Gestalt der des zu gießenden Teils entspricht, eine über Eingüsse mit dem Boden des Hohlraums verbundene Gießleitung, eine mit der Oberseite des Hohlraums in Verbindung stehende Entlüftungsleitung, eine Ftillkammer für die Aufnahme der zu vergießenden Legierungsschmelze, wobei die Kammer druckabdichtende Einrichtungen, einen oberen Einlaß für Druckgas und einen unteren Auslaß für Metallschmelze bzw. Legierungsschmelze aufweist, eine Verschlußeinrichtung, um den Kammerauslaß mit der Gießleitung in Verbindung zu bringen, und eine Ventileinrichtung zum Verbinden des oberen Einlasses der Kammer mit einer Quelle mit konstantem Fluiddruck.
Die Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß sie zur Vermeidung von Poren in dem Gußstück eine zusätzliche Gasquelle mit einem Gegendruck aufweist, der dem in der Gießkammer anliegenden konstanten Druck gleich ist oder größer ist als dieser Druck, wobei die zusätzliche Quelle mit der Entlüftungsleitung verbunden ist, eine Druckreguliereinrichtung zum Einstellen des Gegendrucks und eine Programmeinrichtung, die mit der Reguliereinrichtung zum Steuern des Gegendrucks entsprechend einem Programm derart verbunden ist, daß am Anfang der Gegendruck auf einen Wert unter dem konstanten Druck reduziert wird, um das Gießen beginnen zu lassen, und daß dann der Gegendruck während des Gießens so verändert wird, daß man eine im wesentlichen konstante Fließgeschwindigkeit der Legierungsschmelze in die verschiedenen Teile des Formhohlraums, wenn die Legierung diesen füllt, unabhängig von der Änderung mit der Höhe des Querschnitts des Hohlraums erhält.
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-5.
Anhand der belllegenden Zeichnungen wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert.
Flg. 1 zeigt schematisch einen Längsschnitt einer Druckgußmaschine, die einen Teil einer erfindungsgemäßen Vorrichtung bildet, für das Niederdruck-Druckgießen von Leichtmetallgußstücken.
Fig. 2 zeigt schematisch eine bevorzugte Ausführungsform einer gesamten erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Fig. 3 zeigt schematisch teilweise im Schnitt ein Regulierventil, welches einen Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung bildet.
Die in Fig. 1 gezeigte Druckgußmaschine ist für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens und für die Verwendung bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung geeignet. Eine derartige Druckgußmaschine ist aus der gleichzeitig eingereichten Patentanmeldung mit dem Titel "Niederdruck- Druckgußmaschine" unter dem Aktenzeichen P
(F 1211) bekannt, auf die hier für weitere Einzelheiten Bezug genommen wird.
Die in Fig. 1 gezeigte Druckgußmaschine besteht im wesentlichen aus einem Körper 1 mit einer Anzahl von trennbaren Teilen, welche eine Form bilden, die einen inneren Hohlraum 2 hat, dessen Querschnittsfläche sich mit der Höhe ändert und dessen Form des zu gießenden Teils entspricht, das bei dem gezeigten AusfUhrungsbeispiel ein Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine ist. Die Form des Teils wird weiterhin von inneren Kernen begrenzt, von denen nur ein Kern 3 gezeigt ist. Der Boden des Formhohlraums 2 steht über Eingüsse 4 mit einer Gießleitung 5 in Verbindung.
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Die Teile des Körpers 1 bilden auch eine Füllkairaner 6 für die Aufnahme der Charge einer Legierungsschmelze, die ausreicht, um das zu gießende Teil mit dem zugeordneten Metallgußkopf und den Angüssen herzustellen. Mit dem Boden der Kammer 6 ist ein Kanal 7 verbunden. Der Kanal 7 ist mit der Gießleitung 5 über einen Verschluß 8 in Form eines quer bewegbaren Schieberventils oder Stopfens verbunden.
Die Kammer 6 ist auf der Oberseite durch einen Deckel 9 abgedichtet, der entfernbar ist, so daß das Füllen der Kammer mit Leichtmetallschmelze möglich ist. Der Deckel 9 hat eine innenliegende Leitung 1o, die über einen Kanal mit dem oberen Teil der Kammer 6 in Verbindung steht. Mittels eines Rohranschlusses 12 ist die Leitung 1o mit einem Rohr 13 verbunden, das, wie später erläutert wird, dazu dient, ein Gas mit niedrigem Druck dem oberen Abschnitt der Kammer 6 über dem Pegel der darin befindlichen Legierungsschmelze zuzuführen.
Der obere Teil des Formhohlraums 2 steht mit einer Entlüftungsleitung 14 über parallel nach unten verlaufende Kanäle 15 in Verbindung, von denen jeder von einer Stahlbüchse 16 am unteren Ende umgeben ist. Jede Büchse 16 hat eine Anzahl von kleinen Schlitzen oder Einschnitten, die den Durchgang von Gas und Dampf ermöglichen, jedoch nicht von Legierungsschmelze, wenn diese den gesamten Hohlraum füllt.
Die Entlüftungsleitung 14 ist über einen Rohranschluß 17 mit einem Zuführungsrohr 18 verbunden, dessen Zweck später erläutert wird.
In Fig. 2 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung einschließlich der Druckgußmaschine 1 gemäß Fig. 1 und den daran angeschlossenen Rohren 13 und 18 gezeigt.
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Das Rohr 13 ist mit einer Quelle 19 für unter Druck stehendes Gas, normalerweise mit einer Druckluftleitung, über ein Hauptventil 2o in von Hand steuerbarer Dreiwegebauweise, eine Schmiereinrichtung 21, eine Druckregulierungseinrichtung 22 und ein Steuerventil 23 der pneumatisch gesteuerten Dreiwegebauweise verbunden. Die Druckreguliereinrichtung 22 ist so kalibriert, daß Gas dem Rohr 13 bei einem Druck zugeführt wird, der etwas über Atmosphärendruck liegt, beispielsweise bei einem Druck, der zwischen o,1 und o,6 at über dem Atmosphärendruck liegt.
Das Rohr 18 ist mit einer Quelle 24 für ein Druckgas, vorzugsweise Stickstoff, über ein Hauptventil 25 der von Hand steuerbaren Dreiwegebauweise, eine Schmiereinrichtung 26, eine Druckregulierungseinrichtung 27 und ein Steuerventil 28 der pneumatisch gesteuerten Dreiwegebauweise verbunden. Die Reguliereinrichtung 27 ist so kalibriert, daß sie dem Rohr 18 Gas bei einem Druck zuführt, der etwas über dem kalibrierten Druck in dem Rohr 13 liegt, der von der Reguliereinrichtung 22 festgelegt ist.
Stromab von dem Steuerventil 28 zweigt ein Rohr 29 von dem Rohr 18 ab und ist mit dem Einlaß eines Zweiwegeventils 3o verbunden. Der Auslaß des Ventils 3o ist mit'einem Abgaberohr 31 verbunden, das mit der Atmosphäre oder mit einem Stickstoffwiedergewinnungsbehälter in Verbindung steht.
Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des Dreiwegeventils 3o. Dieses Ventil hat einen Körper 32, in welchem ein zylindrischer Hohlraum 32a ausgebildet ist. Der Ventilkörper 32 hat eine mit dem Rohr 29 verbundene Einlaßöffnung 33, die mit einem Ende des Hohlraums 32a in Verbindung steht, und eine mit dem Abgaberohr 31 verbundene Auslaßöffnung 34, die seitlich durch die Seite des Körpers 32 hindurchgehend eine Verbindung mit dem Körper 32a herstellt.
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Für eine Verschiebebewegung in dem Hohlraum 32a des Körpers 32 ist ein Ventilelement 35 angeordnet. Das Ventilelement 35 hat einen zylindrischen Verschlußabschnitt 36 und einen konischen P.egulierabschnitt 37. Eine Drehung des Ventilelementes 35 im Hohlraum 32 wird durch den Eingriff eines Endes eines gestrichelt gezeichneten Zapfens 38, der in der Seite des Körpers 32 befestigt ist, in eine Längsnut 39 in einer Seite des Ventilelementes 35 verhindert.
Das Ventilelement 35 hat eine sich axial erstreckende Gewindebohrung 4o, in die ein äußerer Gewindeschaft 41 geschraubt ist, der von dem Ende des Körpers 32 vorsteht, welches der Einlaßöffnung 33 gegenüberliegt. Der Schaft ist mittels einer Kupplung 42 mit der Welle eines umkehrbaren Elektromotors 43 verbunden, der in Fig. 2 schematisch gezeigt ist.
Wenn der Motor 43 den Schaft 41 in einer solchen Richtung dreht, daß das Ventilelement 35 in der Ventilöffnungsrichtung, also in Fig. 3 nach rechts, verschoben wird, öffnet sich der Strömungsweg zwischen der Einlaßöffnung und der Auslaßöffnung 34 fortlaufend, sobald der kegelstumpf förmige Regulierabschnitt 37 des Ventilelementes 35 die Stellung der Auslaßöffnung 34 erreicht.
Wenn der Schaft 41 von dem Motor 43 in entgegengesetzter Richtung gedreht wird, führt die Verschiebung des Ventilelementes 35 in Schließrichtung, also in Fig. 3 nach links, zu einer fortschreitenden Einschränkung der Strömung zwischen den beiden öffnungen 33 und 34, bis ein vollständiger Verschluß erreicht ist, wenn der zylindrische Verschlußabschnitt 36 die öffnung 34 vollständig verschließt.
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- sr -
η.
Das Ventil 3o ermöglicht eine Einstellung des auf den Hohlraum 2 wirkenden Drucks über das Rohr 18, die Entlüftungsleitung 14 und die Kanäle 15 zwischen einem Druck, der dem durch Eichung der Druckregulierungseinrichtung 27 entsprechend dem vollständigen Verschluß des Ventils 3o gleich ist, und dem Atmosphärendruck, was dem völlig geöffneten Zustand des Ventils 3o entspricht.
Die elektrische Energieversorgung des umkehrbaren Elektromotors 43 wird durch eine Programmiereinrichtung gesteuert, welche vorzugsweise eine elektronische Schalteinheit 44 aufweist, die schematisch in Fig. 2 gezeigt ist.
Um das Gießen in dem Formhohlraum 2 zu bewirken, wird zuerste der Verschluß 8 geschlossen. Die Kammer 6 wird durch Entfernen ihres Deckels 9 geöffnet und dann mit der erforderlichen Menge an Legierungsschmelze gefüllt. Der Deckel 9 wird dann wieder aufgebracht und abgedichtet. Nimmt man an, daß das Hauptventil 2o offen ist, so wird das Steuerventil 23 geöffnet, wodurch die Legierungsschmelze in der Kammer 6 durch Gas mit einem konstanten niedrigen Druck beaufschlagt wird, der von der Reguliereinrichtung 22 eingestellt wird und vorzugsweise zwischen o,1 und o,6 at über dem Atmosphärendruck liegt. Das der Kammer 6 zugeführte Gas ist normalerweise Luft, da eine Oxydation der Oberfläche der Legierungsschmelze in der Kammer 6 keine Konsequenzen hat.
Wenn der Verschluß 8 geschlossen bleibt und das Steuerventil 28 geöffnet wird, so daß Gas aus der Quelle 24 dem Formhohlraum 2 zugeführt werden kann, wird angenommen, daß das Hauptventil 25 ebenfalls offen ist. Da das Gas aus der Quelle 24 in Kontakt mit der Legierungsschmelze kommt, die dann das Gußstück bildet, sollte dieses Gas, wie erwähnt, ein Inertgas, wie Stickstoff, sein, um eine Oxydation der Legierung zu verhindern.
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- Ur -
Wenn das Gas aus der Quelle 24 zuerst in den Formhohlraum 2 eingeführt wird, ist das Zweiwegeventil 3o vollständig geschlossen, so daß der Druck in dem Hohlraum 2 anfänglich durch die Kalibrierung der Reguliereinrichtung 27 bestimmt wird und etwas höher ist als der an der Kammer 6 anliegende Gasdruck.
Der nächste Schritt des Gießprozesses besteht darin, den Verschluß 8 zu entfernen, wodurch eine Verbindung zwischen dem Kanal 7 und der Gießleitung 5 geöffnet wird. Der Druck oder Gegendruck in dem Formhohlraum 2 in diesem Stadium ist mittels der Reguliereinrichtung 27 so eingestellt, daß er etwas höher ist als der sich aus dem Gasdruck in der Kammer 6 und dem Druck aufgrund der Druckhöhe der in der Kammer befindlichen Legierungsschmelze ergebende Druck, so daß die Legierung nicht in den Hohlraum 2 durch die Gießleitung 5 und die Eingüsse 4 strömen kann, auch wenn der Verschluß 8 entfernt ist.
Ein in einem Speicher in der Steuereinheit 44 beispielsweise auf einem Magnetband gespeichertes Gießprogramm tritt zu diesem Zeitpunkt dann in Aktion, wobei eine Energiezufuhr zum Elektromotor 43 eingeschaltet wird, so daß sich dieser in einer Richtung dreht, in der das Ventil 3o etwas geöffnet wird, um so zunächst den Gegendruck im Hohlraum 2 auf einen Wert abzusenken, der das Strömen der Legierung in den Hohlraum 2 für den Beginn des Gießvorgangs ermöglicht. Wenn anschließend der Pegel des zuströmenden geschmolzenen Metalls in dem Hohlraum 2 ansteigt, veranlaßt das Programm die Steuereinheit 44, ein variables elektrisches Signal zu erzeugen, welches die elektrische Energiezufuhr zum Motor 43 moduliert und somit Verschiebungen des Ventilelementes 35 entsprechend der Programmfolge sowohl in Öffnungsrichtung als auch in Schließrichtung bewirkt. Diese Folge ist so bemessen, daß
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- vr-
trotz der Änderung des Querschnitts des Formhohlraums 2 über der Höhe, wodurch die Fläche der Legierungsschmelze im Hohlraum sich beim Hochsteigen des Flüssigkeitspegels in dem Hohlraum ändert, die Geschwindigkeit, bei der der Pegel der Legierungsschmelze ansteigt, im wesentlichen konstant bleibt und optimal ist, d. h. bei einem Wert, bei welchem weder eine Turbulenz noch eine Stagnation eintritt, welche jeweils Anlaß für die Bildung von Poren oder Gaseinschlüssen in dem fertigen Gußstück geben könnte.
Nach dem Abschluß des Gießens, wenn der Formhohlraum 2 vollständig mit Legierung gefüllt wird, wird der Gegendruck im Hohlraum 2 entfernt, während der Druck in der Füllkammer 6 während des ganzen Zeitraums der Verfestigung der Legierung aufrechterhalten wird. Somit wird eine Druckzuführung zur Legierung während des ganzen Kontraktionsstadiums bzw. Schrumpfungsvorgangs aufrechterhalten. Auf diese Weise werden die gleichen Bedingungen wie beim normalen Gießen mit einer Schwerkraftzuführung erreicht.
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Claims (6)

ANSPRÜCHE
1. Verfahren für das Niederdruck-Druckgießen von Leichtmetallen, bei dem eine Form mit einem Innenhohlraum, dessen Querschnitt sich mit der Höhe ändert und dessen Gestalt der des zu gießenden Teils entspricht, mit einer Gießleitung, die mit dem Boden des Hohlraums über Eingüsse verbunden ist, mit einer Entlüftungsleitung, die mit der Oberseite des Hohlraums verbunden ist, und mit einer Füllkammer für die zu gießende Legierungsschmelze verwendet wird, deren Boden mit der Gießleitung in Verbindung steht, wobei in aufeinanderfolgenden Schritten die Füllkammer mit der erforderlichen Menge an Legierungsschmelze zur Bildung des Teils und zugeordneter Angüsse gefüllt wird, die Kammer abgedichtet wird, die Legierungsschmelze in der Kammer mit einem Gas mit einem konstanten niedrigen Druck druckbeaufschlagt wird und eine Verbindung zwischen der Kammer und der Gießleitung hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet , daß zum Vermeiden der Bildung von Poren in dem Gußstück der Formhohlraum über die Entlüftungsleitung in Verbindung mit einer zusätzlichen Gasquelle mit einem Gegendruck gebracht wird, der gleich dem konstanten, an der Füllkammer anliegenden Druck ist oder etwas größer als dieser Druck ist, und daß anschließend die Kammer in Verbindung mit der Gießleitung gebracht wird, daß der Gegendruck auf einen Wert reduziert wird, der kleiner ist als der des konstanten Drucks, und daß anschließend der Gegendruck entsprechend einem vorher erstellten Programm so verändert wird, daß während des Gießens eine im wesentlichen konstante Strömungsgeschwindigkeit der Legierungsschmelze in die verschiedenen Teile des Formhohlraums auf verschiedenen Höhen der Legierungsschmelze in dem Fprmhghlraum erreicht wird.
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ORIGINAL INSPECTED
- vs -
. L.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß zur Feinsteuerung des Gegendrucks die Änderung des Gegendrucks dadurch erreicht wird, daß eine gesteuerte Entlüftung oder Abgabe von Gas aus einer Zuführungsleitung zwischen der zusätzlichen Quelle und der Entlüftungsleitung erfolgt.
3. Vorrichtung für den Niederdruck-Druckguß von
Teilen aus Leichtmetall mit einer Form, welche einen Innenhohlraum hat, dessen Querschnitt sich mit der Höhe ändert und dessen Form der des zu gießenden Teils entspricht, mit einer Gießleitung, die über Eingüsse mit dem Boden des Hohlraums verbunden ist, mit einer Entlüftungsleitung, die mit der Oberseite des Hohlraums verbunden ist, mit einer Füllkammer für die Aufnahme der zu vergießenden Legierungsschmelze, wobei die Kammer Druckabdichtungseinrichtungen, einen oberen Einlaß für ein Gas für die Druckbeaufschlagung und einen unteren Auslaß für die Legierungsschmelze aufweist, mit einer Verschlußeinrichtung, um dem Kammerauslaß in Verbindung mit der Gießleitung zu bringen, und mit einer Ventileinrichtung zum Verbinden des oberen Einlasses der Kammer mit einer Quelle mit einem konstanten Fluiddruck, dadurch gekennzeichnet, daß zum Vermeiden der Bildung von Poren in dem Gußstück eine zusätzliche Quelle (24, 27) eines Gases mit einem Gegendruck, der dem konstanten, in der Füllkammer anliegenden Druck gleich ist oder größer ist als dieser Druck, wobei die zusätzliche Quelle mit der Entlüftungsleitung (14) verbunden ist, eine Druckreguliereinrichtung (3o) zum Regulieren des Gegendrucks und eine Programmiereinrichtung (44) angeordnet ist, die mit der Reguliereinrichtung (3o) zum Steuern des Gegendrucks entsprechend einem Programm so verbunden ist, daß anfänglich der Gegendruck auf einen Wert
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reduziert wird, der unter dem des konstanten Drucks liegt, um das Gießen beginnen zu lassen, und daß anschließend der Gegendruck während des Gießens so moduliert wird, daß man eine im wesentlichen konstante Strömungsgeschwindigkeit der Metallschmelze in die unterschiedlichen Teile der Form (2), wenn die Legierung diese füllt, unabhängig von der Änderung des Querschnitts des Hohlraums (2) mit der Höhe erhält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß zur Feinsteuerung des Gegendrucks die Druckreguliereinrichtung ein Zweiwegeventil (3o) mit einem Einlaß (33) , der mit einer Zuführungsleitung (18) verbunden ist, welche die zusätzliche Quelle (24, 27) mit der Entlüftungsleitung (14) verbindet, und einen Auslaß (34) , der zur Atmosphäre entlüftet ist, wobei das Ventil (3o) so angeordnet ist, daß das Ausmaß des Verschließens der öffnung (34) fortschreitend reguliert wird, und eine umkehrbare Antriebsquelle (43) aufweist, die von der Programmiereinrichtung (44) zur Betätigung des Ventils gesteuert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß zum Erleichtern der Steuerung des Ventils das Ventil (3o) ein gleitend verschiebbares Ventilelement (35) hat, das wahlweise in eine Ventilöffnungs- oder -schließrichtung mittels der Antriebsquelle bewegbar ist, welche einen umkehrbaren Elektromotor (43) aufweist, dessen Welle mit einem Gewindeschaft (41) gekuppelt ist, der in eine Gewindebohrung (4o) eingreift, die in dem Ventilelement (35) vorgesehen ist.
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6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Programmiereinrichtung für die Programmsteuerung eine elektronische Steuereinheit (44) aufweist, die von einem gespeicherten Programm gesteuert wird und so angeordnet ist, daß sie ein variables elektrisches Signal erzeugt, welches die umkehrbare Antriebsquelle (43) steuert.
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DE19772704321 1976-02-04 1977-02-02 Verfahren und vorrichtung fuer den niederdruck-druckguss von leichtmetallen Withdrawn DE2704321A1 (de)

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