DE2703039A1 - Zahnradgetriebe - Google Patents
ZahnradgetriebeInfo
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Description
Jean WaIterseheid GmbH X 2H. Januar 1977
Hauptstraße 150 . Wi/He
52OU Lohmar/Rhld. 1 W 193
Zahnradgetriebe
Die Erfindung betrifft ein Zahnradgetriebe mit zwei Zahnrädern, deren Drehachsen senkrecht zueinander in einer Ebene angeordnet
sind.
Zahnradgetriebe mit einem Planrad und einem zylindrischen
Ritzel sind bekannt (Dubbel's Taschenbuch für den Maschinenbau 1953, Seite 673, Bild 223). Es handelt sich hierbei um
eine Abwandlung des Kegelschraubtriebes zu einen Plan-Schraubtrieb. Derartige Getriebe sind mit einer sogenannten Palloidverzahnung
versehen, bei der die Achsen der Zahnräder in zwei verschiedenen Ebenen liegen.
Plan-Schraubtriebe sind in der Herstellung sehr aufwendig. Darüber
hinaus weisen sie ungünstige Reibungsverhältnisse auf und sind in ihrer Leistungsübertragung begrenzt. Daher haben
Plan-Schraubtriebe in der Praxis keine breitere Anwendung gefunden.
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W 193 - Wi/He - Jf - 24. Januar 1977
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Zahnradgetriebe mit zwei
Zahnrädern zu schaffen, deren Drehachsen senkrecht zueinander angeordnet sind, wobei eines der beiden Zahnräder mit
einer üblichen Stirnverzahnung versehen ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eines
der Zahnräder als ein zylindrisches Ritzel mit einer geraden Stirnverzahnung und das andere Zahnrad als Planrad mit einer
Geradverzahnung, die stirnseitig am Planrad angebracht ist, ausgebildet ist, wobei die jeweils beiden die Eingriffslänge
der Zähne des Ritzels in die Zähne des Planrades begrenzenden und einander zugewandten, jedoch zu verschiedenen Zahnlücken
gehörenden Zahnflanken der Zähne des Planrades parallel zueinander verlaufen.
Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann für eines der beiden Zahnräder auf handelsübliche Ausführungen
zurückgegriffen werden. Das wirkt sich besonders vorteilhaft bei Einsatz des erfindungsgemäßen Zahnradgetriebes als Anlaßvorrichtung
für Verbrennungsmotoren aus".
In bestimmten Fällen tritt die Notwendigkeit auf, Anlasser für Verbrennungsmotoren nicht in herkömmlicher Weise mit den
Motoren zu verbinden, d.h., nicht mit parallel zueinander verlaufenden Drehachsen des Anlasserritzels und des im allgemeinen
am Schwungrad angeordneten Zahnkranzes.
So hat man versucht, Anlassvorrichtungen mit aufeinander senkrecht
stehenden Drehachsen als Kegeltriebe aufzubauen. Hier treten jedoch Schwierigkeiten durch Axialkräfte auf, die ein
sicheres Durchdrehen des Motors häufig verhindern.
Bei Einsatz eines erfindungsgemäßen Zahnradgetriebes wird einmal der vorgenannte Nachteil vermieden, zum anderen, können
809830/0460
W 193 - Wi/He - Y- 24. Januar 1977
serienmäßige Anlasser mit den an ihnen verbauten stirnverzahnten Ritzeln, Verwendung finden.
Die Herstellung des stirnseitig geradverzahnten Planrades mit zwei parallel zueinander verlaufenden Zahnflanken, kann
im Prinzip mit allen bekannten Zahnradbearbeitungsverfähren durchgeführt werden.
In einfachster Weise werden dabei jeweils nur die beiden, die Eingriffslänge des Planrades begrenzenden und einander
zugewandten, jedoch zu verschiedenen Zahnlücken gehörenden und parallel zueinander verlaufenden Zahnflanken, gleichzeitig
spanabhebend fertiggestellt, wobei die jeweils weiteren zueinander entsprechend verlaufenden Zahnflanken im
Einzelteil- oder Abwälzverfahren fertiggestellt werden.
Da jeder Zahnflanke des Planrades eine andere Zahnflanke zugeordnet
ist, die parallel zu dieser verläuft, läßt sich die erfindungsgemäße Verzahnung am Planrad vorteilhaft mit einem
Kombinationswerkzeug bearbeiten, dessen Aufbau die gleichzeitige Bearbeitung jeweils zweier parallel zueinander verlaufender
Zahnflanken ermöglicht. Der Einsatz eines derartigen Kombinationswerkzeuges ermöglicht die Herstellung der
erfindungsgemäßen Verzahnung des Planrades mit herkömmlichen
Verzahnungsmethoden.
Zweckmäßigerweise ist das Bearbeitungswerkzeug derart aufgebaut, daß nur die, die jeweils beiden parallel zueinander
verlaufenden Zahnflanken bearbeitenden Werkzeugschneiden, zur Herstellung des Fertigmaßes eingerichtet sind und daß die übrigen
Werkzeugschneiden derart freigeschliffen sind, daß an den durch sie bearbeitenden Zahnflanken, ein Aufmaß verbleibt.
-H-
809830/0460
W 193 - Wi/IIe ~ j* ~ 24· Januar 1977
Die oben beschriebene Maßnahme läßt sich sowohl bei den Einzelteilverfahren
als auch beim Ahw^lzfräserverfahren anwenden und ermöglicht eine kostengünstige Bearbeitung der Verzahnung
des Planrades.
Als Bearbeitungswerkzeug für eine erfindungsgemäße Verzahnung
für ein Planrad, kann z.B. ein Zwillingsstoßmeissel Verwendung finden, der zwei äußere Schneidkanten für die
Fertigbearbeitung aufweist und zwei innere Schneidkanten mit denen die Vorbearbeitung durchgeführt wird. Die Bearbeitung
der Verzahnung mit einem Zwillingsstoßmeissel hat den Vorteil, daß die Herstellung des Werkzeuges einfach und
billig ist. Selbstverständlich kann anstelle eines Zwillingsstoßmessers, auch mit einem Messer in Ritzelform im Abwälzstoßverfahren
gearbeitet werden.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, werden als
Bearbeitungswerkzeug zwei miteinander verbundene Scheibenfräser verwendet. Auch hier dienen z.B. die äußeren Werkzeugschneiden
der Fertigbearbeitung der parallel zueinander verlaufenden Zahnflanken während die inneren Werkzeugschneiden
die Vorbearbeitung an den den erst genannten Zahnflanken zugewandten Zahnflanken durchführen.
In der Großserienfertigung läßt sich die Verzahnung des
Planrades in besonders wirtschaftlicher Weise durch Bearbeitung
mit einem Abwälzfräser herstellen, der ebenfalls in der oben beschriebenen Weise umgeschliffen wird.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt:
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W 193 - Wi/He - fr - 2«*. Januar 1977
Fig. 1 einen Abschnitt des Planrades in Seitenansicht und Draufsicht
Fig. 2 die Bearbeitung der Verzahnung des Planrades mit einem Zwillingsstoßmeissel
Fig. 3 die Bearbeitung der Verzahnung des Planrades mit zwei miteinander verbundenen Scheibenfräsern
Fig. *l die Bearbeitung der Verzahnung des Planrades mit
einem Wälzfräser.
In Fig. 1 ist der Eingriff der Verzahnung 6 eines Ritzels 5, in die Verzahnung 7 des Planrades 1 dargestellt. Die beiden
parallel zueinander verlaufenden Zahnflanken 2 begrenzen die Eingriffslänge 4 der Zähne des Ritzels 5 in die Zähne
des Planrades 1. In der dargestellten Stellung verlaufen die zueinander parallelen Zahnflanken 2 des Planrades 1
ebenfalls parallel zur Drehachse des Ritzels 5. Innerhalb der Eingriffslänge 4 verhält sich die Verzahnung 7 des Planrades
1, gegenüber der Ritzelverzahnung 6, ähnlich wie eine Zahnstange. Unter 3. ist ein anderes Paar zueinander
paralleler Zahnflanken dargestellt.
In Fig. 2 ist das Bearbeitungsprinzip für ein erfindungsgemäßes Planrad 1 mit einem Zwillingsstoßmeissel 8 dargestellt.
Der Zwillingsstoßmeissel 8 ist mit zwei, außen am Werkzeug befindlichen Schneiden (9, 91) für die Fertigbearbeitung versehen und zwei innenliegenden Vorbearbeitungsschneiden (10,
10'), die die jeweils ersteren zugewandten Zahnflanken bis auf ein gewisses Aufmaß vorarbeiten. Der Arbeitsfortschritt
findet dabei im Einzelteilverfahren statt.
809830/0460
W 193 - Wi/He - * - ·2»Κ Januar 1977
In ähnlicher Weise vollzieht sich die Bearbeitung nach Fig. 3. Als Werkzeug werden hier zwei miteinander verbundene
Scheibenfräser 11 verwendet, bei denen jeweils die äußeren Schneiden die Fertigbearbeitung versehen und
die inneren nur vorarbeiten. Der Arbeitsfortschritt wird auch hier durch das Einzelteilverfahren erreicht.
Bei Einsatz eines Wälzfräsers 12, wird ein kontinuierlicher Arbeitsfortschritt erreicht. Das Bearbeitungsverfahren
gleicht dem üblichen Zahnradherstellverfahren durch Wälzfräsen, jedoch ist der Fräser derart freigeschliffen,
daß nur die jeweils zwei parallel zueinander verlaufenden Zahnflanken auf Fertigmaß bearbeitet werden, während die
Übrigen nur vorgearbeitet werden.
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Claims (1)
- W 193 - Wi/He 2H. Januar 1977PatentansprücheZahnradgetriebe mit zwei Zahnrädern, deren Drehachsen senkrecht zueinander in einer Ebene angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,daß eines der Zahnräder als ein zylindrisches Ritzel (5) mit einer geraden Stirnverzahnung (6) und das andere Zahnrad als Planrad (1) mit einer Geradverzahnung (7), die stirnseitig am Planrad (1) angebracht ist, ausgebildet ist, wobei die jeweils beiden die Eingriffslänge (4) der Zähne des Ritzels (5) in die Zähne des Planrades (1) begrenzenden und einander zugewandten jedoch zu verschiedenen Zahnlücken gehörenden Zahnflanken (2) der Zähne des Planrades (1) parallel zueinander verlaufen.2. Verfahren zur Herstellung eines stirnseitig geradverzahnten Planrades nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß jeweils nur die beiden, die Eingriffslänge des Planrades (1) begrenzenden und einander zugewandten, jedoch zu verschiedenen Zahnlücken gehörenden und parallel zueinander verlaufenden Zahnflanken (2) gleichzeitig spanabhebend fertiggestellt werden und daß die jeweils weiteren zueinander entsprechend verlaufenden Zahnflanken (3) im Einzelteil- oder Abwälzverfahren fertiggestellt werden,3. Verfahren nach Anspruch 2 ,
dadurch gekennzeichnet,daß das Bearbeitungswerkzeug derart aufgebaut ist, daß nur die die jeweils beiden parallel zueinander verlaufenden Zahnflanken (2, 3) bearbeitenden Werkzeugschneiden (9, 9') zur Herstellung des Fertigmaßes eingerichtet sind809830/0460ORIGINAL INSPECTEDW 193 - Wi/He - ßT- ?M. Januar 1977und daß alle übrigen Werkzeugschneiden (10, 10') derart freigeschliffen sind, daß an den durch sie bearbeiteten Zahnflanken (2) ein Aufmaß stehen bleibt.U. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,daß das Bearbeitungswerkzeug ein Zwillings-Stoßmeissel (8) ist.5. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,daß das Bearbeitungswerkzeug aus zwei miteinander verbundenen Scheibenfräsern (11) besteht.6. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet,daß das Werkzeug ein Abwälzfräser (12) ist.8098 3 0/0460
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