DE2700323A1 - Steuerventil, insbesondere zur verwendung in einer hydraulischen bremsanlage von kraftfahrzeugen - Google Patents
Steuerventil, insbesondere zur verwendung in einer hydraulischen bremsanlage von kraftfahrzeugenInfo
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Description
Steuerventil, Insbesondere zur Verwendung in einer hydraulischen
Bremsanlage von Kraftfahrzeugen
Die Erfindung betrifft ein Steuerventil, das durch ein pendelbewegliches Schwunggewicht für einen FlUssigkeitsdurchtritt
zwischen einem Ventileinlaß und einem VentilauslaB betätigbar ist. Die Ventilbetätigung erschöpft sich
dabei praktisch in dem Anwendungsfall, daß allein in Abhängigkeit
von einer bestimmten Ortsveränderung des Schwunggewichtes ein durch das Ventil gesteuerter Durchtritt der
betreffenden ArbeitsflUssigkeit mdgllch ist und dieser
FlUssigkeitsdurchtritt im übrigen unterbrochen wird, sobald
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diese Orteveränderung des Schwunggewichtes wieder rückgängig gemacht ist. Das Steuerventil soll außerdem für
einen solchen Flüssigkeitsdurcntritt gesperrt sein, wenn
das Schwunggewicht nicht genau den vorbestimmten Wert einer solchen Ortsveränderung erreicht, so daß also diese
Ortsveränderung des Schwunggewichtes die maßgebliche Steuergröße ist, über welche der FlUssigkeitsdurchtritt zwischen
dem Einlaß und dem Auslaß eines solchen Steuerventils beeinflußt wird.
Innerhalb des vorliegend bevorzugt berücksichtigten Anwendungsgebietes
für ein solches Steuerventil, nämlich dem Einbau in die hydraulische Bremsanlage eines Kraftfahrzeuges,
wird der Ausschlag des Schwunggewichtes bei einer Anordnung seiner Pendelachse quer zur Fahrzeuglängsachse von
den Schwungkräften beeinflußt, die sowohl beim Beschleunigen als auch beim Abbremsen des Fahrzeuges auftreten. In
dieser Umgebung ist es bis jetzt bekannt, ein solches Steuerventil so in eine derartige Bremsanlage einzubauen, daß
beim Abbremsen des Fahrzeuges die dabei durch das Schwunggewicht erfaßte Verzögerung für eine Betätigung des Steuerventils
übersetzt wird, um die Abbremsrate in einer bestimmten Richtung zu modulieren.
Bei den bekannten Steuerventilen ist das Schwunggewicht starr mit seiner Pendelachse verbunden, die dabei außerhalb
des Ventilgehäuses drehbar angeordnet ist. Mithin ist hierbei das Schwunggewicht direkt allen äußeren Umgebungseinflüssen
ausgesetzt, so daß die damit gesteuerte Betätigung des für den Flüssigkeitsdurchtritt maßgeblichen
Ventilteils entsprechend ungenau ist, wenn dafür nur beispielsweise ein rauherer Fahrbetrieb oder die ständig gegebene
Verschmutzungsgefahr aller Fahrzeugteile berücksichtigt wird. Die mit einem solchen Steuerventil gewollte
Modulierwirkung ist mithin entsprechend unvollkommen und unter Berücksichtigung der an den beweglichen Teilen
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auftretenden statischen und dynamischen Reibungskräfte auch sehr wechselhaft und auf jeden Fall nicht auf eine
gewünschte Feinfühligkeit einstellbar, zumal es auch kaum
gelingt, die Pendelbewegung des Schwunggewichtes so hinreichend zu dämpfen, daß einerseits die normalen Fahrzeugerschütterungen
nicht ausreichen, dem Schwunggewicht einen die Betätigung des Steuerventils für einen Flüssigkeitsdurchtritt
bewirkenden Ausschlag zu erteilen, und andererseits doch eine hinreichende Ansprechempfindlichkeit des
Schwunggewichtes gegeben ist, damit es beim Abbremsen des Fahrzeuges beim Erscheinen der maßgeblichen Verzögerungsrate die dann gewollte Modulierwirkung auslöst. Alle in
dieser Richtung bis jetzt vorliegenden Vorschläge können kaum befriedigen, weil sie entweder zu störanfällige oder
auch zu teure Lösungen darstellen, wobei ein besonderes Problem auch noch die Erreichbarkeit einer hinreichenden
Abdichtung 1st, da ja jeder Flüssigkeitsverlust zur Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit der Bremsanlage verhindert
werden muß.
Der Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, ein vergleichbar billig zu fertigendes und weniger störanfälliges
Steuerventil dieser Art zu schaffen, das mit einer gewünschten hohen Genauigkeit den zur Unterdrückung von Fremdschwingungen
hinreichend gedämpften Ausschlag des Schwunggewichtes für eine mehr unmittelbare Steuerung des Flüssigkeitsdurchtrittes
übersetzt. Dabei soll diese Steuerung nach Möglichkeit bei einem bestimmten Ausschlag des Schwunggewichtes
nach den beiden bezüglich der Pendelachse möglichen Richtungen erreichbar sein, so daß also innerhalb des
vordergründig berücksichtigten Anwendungsgebietes des Einbaus eines solchen Steuerventils in eine hydraulische Bremsanlage
von Kraftfahrzeugen sowohl beim Beschleunigen als auch beim Abbremsen des Fahrzeuges jeweils dann ein gewollter
FlUssigkeitsdurchtritt durch das Steuerventil erreicht
wird, wenn die maßgebliche Beschleunlgungs- bzw. Verzögerungsrate
erreicht ist.
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- JT-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit den Merkmalen, die im Kennzeichen des Anspruches 1 aufgeführt sind.
Indem das Schwunggewicht damit ein so weit integriertes Bauteil des Steuerventils geworden ist, daß es selbst einen
mithin ortsveränderlichen Abschnitt der für die betreffende Arbeitsflüssigkeit maßgeblichen Leitung aufnimmt, ist dadurch
eine entsprechend direkte Steuerung des FlUssigkeitsdurchtrittes
erreicht. Gleichzeitig wird dadurch eine größere Freiheit in der Wahl der Mittel erhalten, mittels denen
eine optimale Schwingungsdämpfung erreichbar ist, und zwar unter Beachtung einer optimalen Ansprechempfindlichkeit des
Ventils auf die maßgebliche Steuergröße, bei deren Erscheinen das Ventil für einen dann gewünschten Flüssigkeitsdurchtritt
oder für eine Unterbrechung eines sonst bestandenen FlUsslgkeitsdurchtrittes betätigt werden soll. Hierbei besteht
außerdem die Möglichkeit, über eine entsprechende Ausbildung der Anschlußkanäle an den Ventileinlaß und an den
Ventilauslaß bzw. über eine entsprechende Ausbildung des Verbindungskanals des Schwunggewichts eine entsprechende
Mehrfachsteuerung vorzusehen, so daß also bei unterschiedlichen Ausschlägen des Schwunggewichtes ein jeweiliger Flüssigkeitsdurchtritt
entweder hergestellt oder unterbrochen wird. Weiterhin ist es damit vordergründig noch möglich,
eine ziemlich flUssigkeitsdichte Konstruktion zu finden, in welche auch die Lager einbeziehbar sind, über welche das
Schwunggewicht auf der drehfesten Lagerwelle angeordnet wird.
Weitere zweckmäßige Ausbildungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen erfaßt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
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der Linie 2-2 in Fig. 1 und
Fig. 3 eine Schemadarstellung einer hydraulischen Bremsanlage für Kraftfahrzeuge, in welche
dieses Steuerventil in einer bevorzugten Anordnung eingebaut ist.
Das Steuerventil 10 besteht aus einem Gehäuse 12, in welchem
eine Flüssigkeitskammer 14 ausgebildet ist. Die Flüssigkeitskammer 14 ist von einer drehfest angeordneten Lagerwelle
18 durchsetzt, auf welcher ein Schwunggewicht 16 pendelnd gelagert ist. Das Schwunggewicht 16 weist zu diesem
Zweck eine Lagerbohrung 21 auf, die in der axialen Mitte im wesentlichen dem Außendurchmesser der Lagerwelle 18
entspricht und an den axialen Enden auf einen größeren Durchmesser ausgeweitet ist, der zur Aufnahme des jeweiligen
Außenringes 60 zweier Kugellager 56 und 58 ausreicht,
die über den jeweiligen Innenring 54 auf der Lagerwelle 18 sitzen. Die Kugellager 56, 58 und damit das Schwunggewicht
16 werden mittels Schnappringen 57 und 59 gegen ein axiales Verschieben auf der Lagerwelle 18 gesichert, die im übrigen
an ihren axialen Enden in entsprechend dimensionierte Bohrungen zweier plattenförmiger Gehäuseteile 30 und 32 eingesetzt
sind, die gemeinsam mit einem dazwischen angeordneten Ringteil 34 durch Zugbolzen 36 gegeneinander verspannt
sind. Die Zugbolzen 36 treten durch fluchtende Bohrungen 20 in den Gehäuseteilen 30, 32 und 34 hindurch, die gegen die
Flüssigkeitskammer 14 hin durch O-Ringe 40 flüssigkeitsdicht
abgedichtet sind, welche in Ringnuten 38 an den beiden Stirnflächen des Gehäuseteils 34 eingesetzt sind. Dem
gleichen Zweck dienen weitere O-Ringe 66, die in entsprechende Ringnuten 64 an den beiden axialen Enden der Lagerwelle
18 eingesetzt sind, zu deren Drehsicherung an dem Gehäuse 12 im übrigen eine einfache Stiftsicherung aus
einem Stift 52 vorgesehen ist, der in fluchtende Bohrungen 50 des Gehäuseteils 30 und des einen axialen Endes
der Lagerwelle 18 eingeschlagen wird.
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Die Lagerwelle 18 ist an ihren beiden axialen Enden jeweils
mit einer axialen Sacklochbohrung 46 und 48 versehen, an welche in damit fluchtende Gewindebohrungen der Gehäuseteile
30 und 32 eingeschraubte Anschlußkupplungen 42 und 44 für Zu- und Ablaßleitungen einer betreffenden Arbeitsflüssigkeit
angeschlossen sind, deren Durchtritt durch das Ventil von dem Schwunggewicht 16 gesteuert wird. Das Schwunggewicht
16 weist zu diesem Zweck einen parallel zu seiner Pendelachse verlaufenden Flüssigkeitskanal 22 auf, der über
seine beiden axialen Enden ständig an die FlUssigkeitskammer
14 angeschlossen ist. In der nicht ausgependelten Relativlage des Schwunggewichts 16 liegt dieser Kanal 22 in
einer durch die Pendelachse hindurchgehenden lotrechten Ebene 24, die rechtwinklig zu der die Hauptachse des Ventils
aufnehmenden Horizontalebene 28 ausgerichtet ist. In dieser nicht ausgependelten Relativlage des Schwunggewichts 16 hat
der Kanal 22 keine Verbindung mit Anschlußkanälen 26 und an die beispielsweise als Ventileinlaß fungierende Sacklochbohrung
46 und an die dann als entsprechender Ventilauslaß fungierende Sacklochbohrung 48, bezüglich deren Achsen und
damit auch bezüglich der Achse der Lagerwelle 18 diese Anschlußkanäle 26 und 62, die jeweils paarweise vorhanden
sind, im wesentlichen radial nach verschiedenen Seiten der lotrechten Ebene 24 ausgerichtet sind. Wenn mithin das
Schwunggewicht 16 aus der in Fig. 1 festgehaltenen, nicht ausgependelten Relatlvlage im Uhrzeigersinn ausgependelt
wird, dann kommt dabei dann der eine Anschlußkanal 26a in Verbindung mit dem Kanal 22 und damit gleichzeitig auch der
entsprechende eine Anschlußkanal 62, so daß mithin dann der Ventileinlaß und der Ventilauslaß über den Kanal 22 des
Schwunggewichts 16 an die Flüssigkeitskammer 14 angeschlossen
sind. Folglich ist dann ein FlUssigkeitsdurchtritt durch das Ventil möglich, wie im übrigen auch dann, wenn das
Schwunggewicht 16 nach der entgegengesetzten Seite ausgependelt wird, wo dann der andere Anschlußkanal 26b und der
entsprechende Anschlußkanal 62 mit dem Kanal 22 in Verbindung treten. Dabei wäre in diesem Zusammenhang noch fest-
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zuhalten, dad das Schwunggewicht 16 über seine Bohrung 21
■it einer hinreichenden Paßtoleranz auf der Lagerwelle 18 angeordnet ist, so daß in der nicht ausgependelten Relativlage
eine über den Ventileinlaß 46 unter Druck zugeführte
ArbeitsflUssigkeit zwar eine Leckage in die Flüssigkeitskanmer
14 hinein erfahren wird, sofern diese nicht oder nicht vollständig gefüllt ist, daß aber eine weitergehende
Leckage hin zu dem Ventilauslaß 48 über die betreffenden Anschlußkanäle 26 dann nicht möglich ist, weil die ArbeitsflUssigkeit
bis dahin einen doch ziemlich großen Druckverlust erfahren hat. Dieser Druckverlust der Arbeitsflüssigkeit
zwischen dem Ventileinlaß 46 und dem Ventilauslaß 48 in der nicht ausgependelten Relativlage des Schwunggewichts
16 1st mithin ebenfalls wesentlich daran beteiligt, daß die FlUssigkeitskammer 14 hinreichend flUssigkeitsdicht ist. Der
Druckverlust tritt andererseits nicht in Erscheinung, wenn das Schwunggewicht 16 nach der einen oder der anderen Seite
ausgependelt ist und dann der Kanal 22 in der beschriebenen Weise mit den Anschlußkanälen 26 und 62 in Verbindung tritt.
Um von Anfang an das Ventil flüssigkeitsdicht zu halten, wird es bei dieser Konstruktion zweckmäßig erscheinen, die FlUssigkeitskammer
14 vor der ersten Inbetriebnahme mit der maßgeblichen ArbeitsflUssigkeit zu füllen, diese Füllung also
bereits beim Zusammenbau des Ventils vorzunehmen und dann den Ventileinlaß 46 und den Ventilauslaß 48 mit geeigneten
Verschlußstopfen zu verschließen.
Die Fig. 3 zeigt die Schemadarstellung einer hydraulischen Bremsanlage 69 für die durch einen jeweiligen Bremszylinder
74 und 76 betätigbaren Radbremsen 70 und 72 eines Kraftfahrzeuges, für die ein solches Steuerventil der vorbeschriebenen
AusfUhrungsform bevorzugt verwendet werden kann. Die Bremsanlage umfaßt dabei weiter einen üblichen Hauptzylinder
80, über welchen die Bremszylinder 74 und 76 mittels einer Hydraulikleitung 78 an eine Flüssigkeitspumpe 94 angeschlossen
sind, welche die ArbeitsflUssigkeit aus einem Vorratsbehälter 96 ansaugt und in eine Druckleitung 90
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- r-
drückt, die zu dem Hauptzylinder 80 führt. Die Druckleitung
90 mündet in eine Druckkammer 88 des Hauptzylinders ein, in welcher ein durch eine Druckfeder 82 vorgespannter
Kolben 84 verschieblich ist, der über eine Kolbenstange 86 mit dem für die Druckzuteilung an die Bremszylinder 74 und
76 maßgeblichen Steuerteil des Hauptzylinders 80 verbunden ist.
In die Druckleitung 90 der Pumpe 94 ist ein Steuerventil 92 eingebaut, welches zwischen zwei Drosseln 98 und 100 sitzt.
Das Steuerventil 92 ist durch einen Relaisschalter 102 für einen Anschluß der Druckleitung 90 an den Speicherbehälter
umschaltbar. Veiter ist in eine zu diesem Steuerventil 92 bestehende Bypass-Leitung das mit dem Schwunggewicht ausgerüstete
Steuerventil der vorbeschriebenen Ausführungsform so eingebaut, daß der maßgebliche Ventileinlaß 46 über die
Kupplung 42 an die Förderseite der Pumpe 94 angeschlossen ist, während der maßgebliche Ventilauslaß 48 über die Kupplung
44 eine Anschlußmöglichkeit an die Druckkammer 88 des Hauptzylinders 80 hat.
Für die Arbeitsweise einer solchen Bremsanlage ist mithin von folgenden Gegebenheiten auszugehen. Wird angenommen,
daß die Radbremsen 70 und 72 gelöst sind, wenn das Steuerventil 92 in der einen Schaltstellung des Relaisschalters
in die Druckleitung 90 der Pumpe 94 zugeschaltet ist, dann wird bei nicht ausgependelter Relativlage des Schwunggewichts
16 alle von der Pumpe 94 aus dem Vorratsbehälter 96 angesaugte Arbeitsflüssigkeit über die Druckleitung 90 in
die Druckkammer 88 des Hauptzylinders 80 gedrückt, so daß der Kolben 84 gegen die Kraft der Druckfeder 82 in eine Relativlage
eingestellt ist, in welcher unter Vermittlung des betreffenden Steuerteils des Hauptzylinders 80 keine
Druckflüssigkeit an die Bremszylinder 74 und 76 gelangen kann. Der an die Druckkammer 88 dabei über die Druckleitung
90 zugeteilte Flüssigkeitsdruck ist In seiner Höhe abhängig von dem Förderdruck der Pumpe 94 und welter von
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ΑΛ
der Drosselwirkung der beiden Drosseln 98 und 100, zwischen welche das Steuerventil 92 eingesetzt 1st. über das Steuerventil
10 wird dabei dann keine ArbeitsflUssigkeit an die Druckkammer 88 weitergeleitet. Sobald die Radbremsen 70
und 72 betätigt werden, wobei dann unter Vermittlung des Hauptzylinders 80 die Bremszylinder 74 und 76 eine Druckbeaufschlagung
erfahren, wird der Relaisschalter 102 für die Umschaltung des Steuerventils 92 in eine Stellung betätigt,
in welcher dann die bezüglich des Steuerventils 92 stromaufwärts gelegene Drossel 100 einen Anschluß an den
Vorratsbehälter 96 erfährt. Alle von der Pumpe 94 aus dem Vorratsbehälter 96 angesaugte und in die Druckleitung 90
gedrückte ArbeitsflUssigkeit wird mithin solange wieder zurück in den Vorratsbehälter 96 gepumpt, bis das mit seiner
Pendelachse quer zur Fahrzeuglängsachse in das betreffende Fahrzeug eingebaute Schwunggewicht 16 des Steuerventils 10
einen Pendelausschlag erreicht, bei dem dann der Ventileinlaß
46 über die Anschlußkanäle 62, 22 und 26 eine Verbindung
mit dem Ventilauslaß 48 erhält. Alle von der Pumpe 94 in die Druckleitung 90 gedrückte ArbeitsflUssigkeit wird
dann unter Umgehung der Drossel 100 in die Druckkammer 88 gedrückt, so daß dann wieder der Kolben 84 gegen die Kraft
der Druckfeder 82 verschoben und mithin dann der Arbeitsdruck in den Bremszylindern 74 und 76 entsprechend geschwächt
wird. Sobald das Fahrzeug steht, ist das Steuerventil 10 wieder ausgeschaltet, während gleichzeitig nach
erfolgter Betätigung des Relaisschalters 102 das Steuerventil 92 dann wieder zugeschaltet ist, um die ArbeitsflUssigkeit
dann wieder über die Druckleitung 90 in die Druckkammer 88 zu leiten. Dabei kann bezüglich des diesbezüglichen
Umschaltzeitpunktes des Steuerventils 92 noch geregelt
sein, daß die dafür erforderliche Betätigung des Relaisschalters 102 erst erfolgt, wenn das Fahrzeug vollständig
abgebremst ist, wobei klar sein sollte, daß in dem Augenblick, in welchem das Steuerventil 10 für einen Flüssigkeitsdurchtritt
wieder gesperrt ist, die Druckfeder 82 über den Kolben 84 und die Kolbenstange 86 das Steuerteil des
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- 10 -
- Mr -
Hauptzylinders 80 sofort In die Relativstellung bringt,
In welcher bei betätigter Bremse der volle Bremsdruck an
den Bremszylindern Ik und 76 steht. Das Steuerventil 10 bringt mithin In der Umgebung einer solchen hydraulischen
Bremsanlage eine gewisse Modullerwirkung bezüglich dieses Bremsdruckes, die bei der beschriebenen Ausbildung der Anschlußkanäle
26 und 62 auch bezüglich des Lösedruckes auftritt, wenn nach einer Abbremsphase das Fahrzeug wieder
beschleunigt wird und dabei dann Beschleunigungskräfte in Erscheinung treten, welche das Schwunggewicht 16 nach der
entgegengesetzten Seite seiner Ruhelage ausschlagen lassen.
Zu dem Steuerventil 10 sollte abschließend noch festgehalten werden, daß sein Schwunggewicht 10 aus einem Material
hergestellt werden sollte, dessen spezifisches Gewicht im wesentlichen der Dichte der maßgeblichen Arbeitsflüssigkeit
entspricht. Diese Forderung ergibt sich aus der Beziehung, daß sich der Tangens des Ausschlagwinkels des
Schwunggewichts errechnet aus dem Quotienten des Produkts aus dem spezifischen Gewicht Dp des Schwunggewichts und
der Beschleunigungsrate A und des Produkts aus der Gravitationskonstanten
g und dem Unterschied aus dem spezifischen Gewicht Dp des Schwunggewichts und der Dichte Do
der maßgeblichen Arbeitsflüssigkeit, also aus der Formel
Dp A
Tan a
Je kleiner also der Unterschied zwischen dem spezifischen Gewichts des Schwunggewichts und der Dichte der ArbeitsflUsslgkeit
ist, desto größer wird für eine gegebene Beschleunigungs- bzw. Abbremsrate der Ausschlagwinkel des
Schwunggewichts, so daß es darüber mithin möglich ist, die Ansprechempfindlichkeit des Steuerventils mehr oder weniger
feinfühlig einzustellen, je nach dem wie groß dieser Unterschied
zwischen dem spezifischen Gewicht des Schwungge-
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wichte und der Dichte der Arbeitsflüssigkeit gewählt wird. Dabei bringt das vollständige Eintauchen des Schwunggewichts
in die innerhalb der FlUssigkeitskammer 14 gespeicherte Arbeitsflüssigkeit noch den Vorteil, daß der betreffende
Dämpfungsfaktor zum Unterdrücken von Fangschwingungen als völlig konstant angesetzt werden kann, weil die Flüssigkeitskammer
so hinreichend abzudichten ist, daß sie bei arbeitender Pumpe 94 ständig gefüllt sein wird. Mithin ist
es dabei auch möglich, für die Lagerung des Schwunggewichts 16 auf der Lagerwelle 18 Wälzlager mit niedrigem Reibungsfaktor zu verwenden, wodurch die Ansprechempfindlichkeit
des Steuerventils weiterhin erhöht wird.
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Leerseite
Claims (1)
- Ansprüche1. Steuerventil, das durch ein pendelbewegliches Schwungge-v wicht für einen Flüssigkeitsdurchtritt zwischen einem Ventileinlaß und einem Ventilauslaß betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet , daß das Schwunggewicht (16) in einer Flüssigkeitskammer (14) des Ventils (10) auf einer diese Kammer drehfest durchsetzenden, die Pendelachse aufnehmenden Lagerwelle (18) angeordnet ist, in welcher über einen Verbindungskanal (22) des Schwunggewichts (16) in Abhängigkeit von dessen Relativlage an die Flüssigkeitskammer (14) anschließbare Anschlußkanäle (62, 26) an den Ventileinlaß (46) und an den Ventilauslaß (48) ausgebildet sind.2. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, daß der Ventileinlaß (46) und der Ventilauslaß (48) in der Achse der Lagerwelle (18) ausgebildete Sacklochbohrungen sind, an welche die Anschlußkanäle (62, 26) als im wesentlichen radial ausgerichtete Bohrungen zur Verbindungsmöglichkeit mit dem parallel zur Pendelachse ausgerichteten Verbindungskanal (22) des Schwunggewichts (16) angeschlossen sind.Steuerventil nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet , daß die an den Ventileinlaß (46) und an den Ventilauslaß (48) angeschlossenen Anschlußkanäle (62, 26) jeweils paarweise angeordnet sind, wobei die beiden Einzelkanäle (26a, 26b) jedes Anschlußkanals auf verschiedenen Seiten der die Pendelachse in der Ruhelage des Schwunggewichts (16) aufnehmenden lotrechten Ebene (24) liegen.709829/0315ORIGINAL INSPECTEO4. Steuerventil nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet , daß die beiden Einzelkanäle (26a, 26b) der paarweise angeordneten Anschlußkanäle (26, 62) jeweils den gleichen Winkel mit der in der Ruhelage des Schwunggewichts (16) die Pendelachse aufnehmenden lotrechten Ebene (24) einschließen.5. Steuerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß das Schwunggewicht (16) eine nur etwas größere Dichte hat als die Arbeitsflüssigkeit.6. Steuerventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5 in der Verwendung für eine hydraulische Bremsanlage von Kraftfahrzeugen, in welche das Steuerventil (10) in eine Bypass-Leitung zu einem in der Druckleitung (90) der Flüssigkeitspumpe (94) angeordneten Zweiwege-Steuerventil (92) eingebaut ist für die Möglichkeit eines gesteuerten Flüssigkeitsdurchtritts hin zu einer Druckkammer (88) des Hauptzylinders (80) in einer diesbezüglichen Sperrstellung des dann an den mit der Pumpe verbundenen Vorratsbehälter (96) angeschlossenen Zweiwege-Steuerventils (90), wobei in der Druckkammer (88) des Hauptzylinders (80) ein gegen die Kraft einer Druckfeder (82) verschieblicher Betätigungskolben (84) angeordnet ist, der bei Abwesenheit eines FlUssigkeitsdruckes in der angeschlossenen Druckleitung (90) durch die Druckfeder (82) für eine Betätigung des Hauptzylinders (80) zur Druckbeaufschlagung der Bremszylinder (74, 76) der Radbremsen (70, 72) verschoben wird.709829/03 1 S
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1977
- 1977-01-03 FR FR7700006A patent/FR2337845A1/fr active Granted
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Non-Patent Citations (1)
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| NICHTS-ERMITTELT * |
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