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DE2760369C2 - - Google Patents

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Publication number
DE2760369C2
DE2760369C2 DE19772760369 DE2760369A DE2760369C2 DE 2760369 C2 DE2760369 C2 DE 2760369C2 DE 19772760369 DE19772760369 DE 19772760369 DE 2760369 A DE2760369 A DE 2760369A DE 2760369 C2 DE2760369 C2 DE 2760369C2
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DE
Germany
Prior art keywords
spinning
speed
piecing
rotor
thread
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19772760369
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz 7347 Bad Ueberkingen De Stahlecker
Hans 7334 Suessen De Stahlecker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19772760369 priority Critical patent/DE2760369C2/de
Priority claimed from DE2708936A external-priority patent/DE2708936C2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2760369C2 publication Critical patent/DE2760369C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/04Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques imparting twist by contact of fibres with a running surface
    • D01H4/08Rotor spinning, i.e. the running surface being provided by a rotor
    • D01H4/10Rotors
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/48Piecing arrangements; Control therefor
    • D01H4/50Piecing arrangements; Control therefor for rotor spinning

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anspinnen eines Fadens an einem Spinnaggregat einer eine Vielzahl von Spinnaggregaten aufweisenden Offenend-Spinnmaschine, bei welchem ein von einer Aufwickelspule entnommenes Fadenende des zuvor gesponnenen Fa­ dens für einen Anspinnvorgang vorbereitet, in einen Spinnrotor zurückgeführt, an einen dort vorher erzeugten Ring aus Fasern angesetzt und als neuer Faden wieder abgezogen wird, wobei das Erzeugen des Rings aus Fasern in dem Spinnrotor, das Ansetzen an diesen Ring und das Abziehen des neuen Fadens bei einer ge­ genüber der Betriebsdrehzahl reduzierten Drehzahl des Spinnro­ tors durchgeführt wird. Eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist in der DE-OS 23 21 775 beschrieben.
Es ist bekannt, daß das Anspinnen der Spinnaggregate einer Of­ fenend-Spinnmaschine bei niedrigeren Rotordrehzahlen leichter durchgeführt werden kann, als bei hohen Rotordrehzahlen. Bei einem bekannten Verfahren (DE 24 42 340 A1) wird deshalb vorge­ sehen, daß bei der Inbetriebnahme einer OE-Spinnmaschine die gesamte Maschine zunächst auf eine gegenüber der Betriebsdreh­ zahl reduzierte Drehzahl hochgefahren wird, bei der das Anspin­ nen durchgeführt wird, wonach die Maschine danach insgesamt auf die Betriebsgeschwindigkeit hochgefahren wird. Ein derartiges Vorgehen ist allerdings nur möglich, wenn ein gemeinsames An­ spinnen der vorher insgesamt stillgesetzten OE-Spinnmaschine durchgeführt wird, das sogenannte Massenanspinnen. In diesem Fall können die zentralen Antriebe für die Spinnrotoren und auch für die Abzugseinrichtungen in der gewünschten Weise zwei­ stufig hochgefahren werden. Für das Beheben eines Fadenbruches an einer Spinnstelle, einem sogenannten Einzelfadenbruch, wird bei dem bekannten Verfahren vorgesehen, daß das Anspinnen bei Betriebsdrehzahl des Spinnrotors erfolgt, da dessen Drehzahl nicht unabhängig von den anderen Spinnaggregaten geändert wer­ den kann. Es ist allerdings vorgesehen, daß die Abzugseinrich­ tungen, die einen zentralen Antrieb aufweisen, mit Schlupfkupp­ lungen versehen sind, die beim Beheben eines Einzelfadenbruches auf Schlupf geschaltet werden, so daß beim Anspinnen mit einer reduzierten Abzugsgeschwindigkeit und damit mit einer erhöhten Garndrehung gearbeitet wird. Trotz des erhöhten Aufwandes für die zusätzliche Kupplung im Bereich der Abzugseinrichtung jeder Spinnstelle ist es auf diese Weise nicht möglich, Einzelfaden­ brüche von Spinnaggregaten einer OE-Spinnmaschine zu beheben, die mit Rotordrehzahlen von 60 000 min-1 und mehr arbeitet.
Um bei derart hohen Rotordrehzahlen ein Anspinnen durchführen zu können, ist es bekannt (DE-OS 23 21 775), das Anspinnen in der Zeit durchzuführen, in welcher der Spinnrotor aus einem ge­ bremsten Zustand von seinem betriebsmäßigen Antrieb zur Be­ triebsdrehzahl hochgefahren wird. Es wird dabei ausgenutzt, daß der Spinnrotor während des Hochlaufens einen Drehzahlbereich durchläuft, der sich besonders für ein Anspinnen eignet. Beson­ dere schaltungstechnische Maßnahmen, insbesondere für die zen­ tralen Antriebe werden bei diesem Verfahren nicht benötigt. Da der Spinnrotor allerdings in relativ kurzer Zeit zu seiner Be­ triebsdrehzahl hochläuft, ist auch der Zeitraum recht kurz, in welchem für ein Anspinnen geeignete Drehzahlen vorliegen. Es müssen deshalb relativ genau arbeitende Schalt- und Betäti­ gungseinrichtungen vorgesehen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art so auszubilden, daß das Anspinnen bei einer gegenüber der Betriebsdrehzahl reduzierten Drehzahl durchgeführt werden kann, ohne daß hierzu der zentrale Antrieb auf eine reduzierte Geschwindigkeit gebracht werden muß.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß während des Anspinnens an dem anzuspinnenden Spinnaggregat eine Hilfseinrichtung akti­ viert wird, durch welche der Spinnrotor bei mit Betriebsge­ schwindigkeit weiterlaufendem zentralem Antrieb auf die gegen­ über der Betriebsdrehzahl reduzierte Drehzahl gebracht wird, die für eine vorgegebene Zeitspanne beibehalten wird, wonach der Spinnrotor nach dem Anspinnen von dem zentralen An­ trieb auf die Betriebsdrehzahl beschleunigt wird.
Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß der Vorteil einer redu­ zierten Drehzahl für das Anspinnen verwirklicht werden kann, ohne daß hierzu der zentrale Antrieb auf zwei Geschwindigkeits­ stufen geschaltet werden müßte. Da eine reduzierte Drehzahl als Anspinndrehzahl besonders angefahren wird, kann sie auch über einen relativ langen Zeitraum eingehalten werden, in welchem insgesamt die günstigen Verhältnisse gegeben sind.
In den Zeichnungen wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand einer Ausführungsform erläutert, bei welcher das Anspinnen und auch das Aktivieren der Hilfseinrichtung mittels eines verfahr­ baren Wartungsgerätes erfolgt.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Offenend-Spinn­ maschine im Bereich eines Spinnaggregates und ein diesem Spinnaggregat zugestelltes verfahrbares War­ tungsgerät zum Durchführen eines Anspinnvorganges,
Fig. 2 eine Darstellung des Anlaufverhaltens eines aus dem Stillstand anlaufenden Spinnrotors mittels eines Dia­ gramms,
Fig. 3 ein Diagramm ähnlich Fig. 2 mit einem durch ein Bremsen beeinflußten Anlaufverhalten und
Fig. 4 ein Diagramm des Verlaufs der Drehzahl eines Spinn­ rotors, der zum Durchführen eines Anspinnvorganges abgebremst wird.
In Fig. 1 ist schematisch im Querschnitt durch eine Offenend- Spinnmaschine 1 im Bereich eines Spinnaggregates 2 dargestellt, die aus einer Vielzahl derartiger, nebeneinander angeordneter Spinnaggregate besteht. Jedes Spinnaggregat weist im wesentlichen drei Gehäuse 3, 4 und 5 auf, die an einem Maschinengestell 6 befestigt sind. Das Gehäuse 3 ist an eine Unterdruckquelle an­ geschlossen und nimmt einen Spinnrotor 7 auf. Der Schaft 8 des Spinnrotors 7 ist in dem Gehäuse 4 gelagert und wird im Be­ triebszustand von einem Tangentialriemen 9 angetrieben. Dieser Tangentialriemen 9 wird im Betriebszustand von einer Andrückrolle 10 an den Schaft 8 gedrückt, die auch das zurücklaufende Trum 11 des Tangentialriemens 9 führt. Bei dem in Fig. 1 dargestell­ ten Zustand, bei dem der Spinnrotor 7 stillgesetzt ist, ist die Andrückrolle 10 und somit der antreibende Tangentialriemen 9 vom Rotorschaft 8 abgehoben. Zu diesem Zwecke ist die Andrück­ rolle 10 über ein Gestänge 12 mit einem Bremsmechanismus 13 ge­ koppelt, der eine Bremsbacke 14 trägt, die in Fig. 1 gerade dem Rotorschaft 8 zugestellt ist. Der Bremsmechanismus 13 ist mit einem doppelarmigen Bremshebel 15 gekoppelt, der um eine sta­ tionäre Achse 16 verschwenkbar ist. Im Betriebszustand wird der hintere Arm 18 des Bremshebels 15 durch eine Feder 19 nach unten gedrückt, wodurch sich der Bremsmechanismus 13 nach unten be­ wegt und somit die Bremsbacke 14 vom Rotorschaft 8 abhebt. Gleichzeitig ist wegen einer Kopplung des Gestänges 12 mit dem Bremsmechanismus 13 die Andrückrolle 10 abgesenkt und somit der Tangentialriemen 9 an den Rotorschaft 8 angelegt. Der vordere Arm des Bremshebels 15 enthält eine Auflage 20, durch welche der gesamte Bremsmechanismus betätigbar ist.
An dem Maschinengestell 6 ist eine stationäre Achse 21 angebracht, um welche das Gehäuse 5 des Spinnaggregates 2 von dem Gehäuse 3 abschwenkbar ist. Auf diese Weise kann bei Bedarf der Spinnrotor 7 freigelegt und von außen zugänglich gemacht werden. Das ab­ schwenkbare Gehäuse 5 enthält im wesentlichen die Zuführ- und Auflöseeinrichtungen für ein zu verspinnendes Faserband 22 sowie einen Garnabzugskanal 23. Die Zuführeinrichtung enthält in be­ kannter Weise eine Zuführwalze 24, einen mit dieser zusammenwir­ kenden und unter Federdruck stehenden Zuführtisch 25 sowie einen Einlauftrichter 26 für das Faserband 22. Das zwischen der Zuführ­ walze 24 und dem Zuführtisch 25 längs einer Klemmlinie geklemmte, einlaufende Faserband 22 bietet einer schnellaufenden Auflösewalze 27 einen Faserbart dar. Die Auflösewalze 27 löst das Faserband 22 in bekannter Weise zu Einzelfasern auf, die über einen Faserzuführ­ kanal 28 dem Spinnrotor 7 zugeführt und dort in bekannter Weise zu einem Faden 29 versponnen werden. Der ersponnene strichpunk­ tiert dargestellte Faden 29 wird mittels Abzugswalzen 30 und 31 aus dem Fadenabzugskanal 23 abgezogen und auf eine ebenfalls strichpunktiert dargestellte Spule 32 aufgewickelt, die von ei­ ner Friktionswalze 33 angetrieben ist.
Der Antrieb der Zuführwalze 24 erfolgt über ein Zahnrad 34, wel­ ches über eine Stehwelle 35 mit einem weiteren Zahnrad 36 ver­ bunden ist, das mit einem Zahnrad 37 im Eingriff steht. Das Zahn­ rad 37 ist mit einer sich in Maschinenlängsrichtung erstrecken­ den angetriebenen Welle 38 drehfest verbunden. Zwischen den Zahn­ rädern 34 und 36 ist eine elektromagnetische Kupplung 39 ange­ ordnet, die über eine elektrische Leitung 40 mit einem Faden­ wächter 41 verbunden ist. Der Fadenwächter 41 enthält einen Fa­ denfühler 42, der das Vorhandensein des Fadens 29 überwacht und im Falle eines Fadenbruches in eine Position 43 auslenkt. In diesem Falle unterbricht der Fadenwächter 41 den Antrieb der Zuführwalze 24 über die elektromagnetische Kupplung 39, die, ob­ wohl das Zahnrad 36 nach wie vor angetrieben wird, das Zahnrad 34 und somit die Zuführwalze 24 stillsetzt. Auf der Stehwelle 35 des Antriebes für die Zuführwalze 24 ist noch ein Kegelrad 44 angebracht, das etwas aus dem Gehäuse 5 nach vorn herausragt und über welches die Zuspeisung in noch zu beschreibender Weise kurzzeitig von außen während eines Anspinnvorganges betätigbar ist.
An dem Maschinengestell 6 sind mit Kragarmen 45 und 46 sich in Maschinenlängsrichtung erstreckende Laufschienen 47 und 48 ge­ halten. Auf diesen Laufschienen 47, 48 ist auf Laufrädern 49, 50 und 51 ein Wartungsgerät 52 längs der Offenend-Spinnmaschine 1 verfahrbar. Das Gewicht des Wartungsgerätes 52 wird bevorzugt von zwei Laufrädern 49 aufgenommen, von denen wenigstens eines angetrieben ist. Die Laufräder 50 und 51 sorgen für die Stabili­ tät des Wartungsgerätes 52 in horizontaler Richtung.
Das verfahrbare Wartungsgerät 52 enthält Mittel oder Funktions­ elemente zum Anbringen, bevorzugt zum Beheben eines Fadenbruches, wobei lediglich einige dieser Mittel in Fig. 1 dargestellt sind. Das Wartungsgerät 52 enthält u. a. eine Programmsteuerung 53, die sowohl mit dem Fahrwerk als auch mit mehreren Einzelantrieben für die einzelnen Funktionselemente elektrisch gekoppelt ist. Eine dieser Kopplungen besteht zu einem als Hubkolbenmagnet dar­ gestellten Betätigungselement 54, dessen Kolben 55 sich gegen einen an der Anspinneinrichtung 52 angebrachten Hebel 56 anlegen kann, der um eine Achse 57 verschwenkbar ist. Mit dem Hebel 56 drehfest verbunden ist ein Betätigungsarm 58, dessen Auflage 59 die vordere Aufnahme 20 des Bremsmechanismus des Spinnrotors 7 betätigen kann. Im in Fig. 1 dargestellten Fall ist der Kolben 55 des Betätigungselementes 54 ausgefahren, hat den Hebel 56 nach rechts gedrückt, wodurch die Auflage 59 nach unten bewegt wurde. Dadurch wurde die Aufnahme 20 des Bremshebels 15 nach unten gedrückt, wodurch sich die Bremsbacke 14 gegen den Rotor­ schaft 8 angelegt hat und wodurch weiterhin der Tangentialriemen 9 vom Rotorschaft 8 abgehoben wurde. Der Spinnrotor 7 befindet sich somit vorübergehend in gebremstem Zustand. Wenn, gesteuert durch die Programmsteuerung 53, der Kolben 55 des Betätigungs­ elementes 54 nach links zurückgeht, kann sich durch die Wirkung der Feder 19 der Bremshebel 15 wieder nach oben bewegen, wodurch die Bremse 14 den Rotorschaft 8 freigibt und wodurch sich der Tangentialriemen 9 wieder an den Rotorschaft 8 anlegt. Das Be­ tätigungselement 54, gesteuert von der Programmsteuerung 53, löst somit den Startzeitpunkt für das Anlaufen des Spinnrotors 7 sowie gleichzeitig den eigentlichen Anspinnvorgang aus.
Solange der Fadenfühler 42 noch seine Außerbetriebsposition 43 ei­ nimmt, ist die Zuführwalze 24 stillgesetzt. Aus diesem Grunde ist ein Antrieb 60 des verfahrbaren Wartungsgerätes 52 vorge­ sehen, der ein Kegelrad 61 enthält, das mit dem bereits be­ schriebenen Kegelrad 44 des Spinnaggregates 2 in Eingriff bring­ bar ist. Das Kegelrad 61 sitzt auf einer Welle 62, die von einem um die Achse 63 schwenkbaren Motor 64 in vorgegebener Weise vorübergehend, gegebenenfalls mit Unterbrechungen antreibbar ist. Auf diese Weise kann die Zuführwalze 24 von der Anspinnein­ richtung 52 angetrieben werden, solange der Fadenfühler 42 seine Außerbetriebsposition 43 einnimmt. Wenn das Wartungsgerät 52 keinen Anspinnvorgang durchführt, ist das Kegelrad 61 etwas nach oben ausgeschwenkt, damit der Eingriff mit dem Kegelrad 44 unter­ brochen ist.
Das Wartungsgerät 52 enthält weiterhin eine Abheberolle 65, die um eine Achse 66 verschwenkbar ist. Die Abheberolle 65 kann sich von unten gegen die Spule 32 anlegen und diese von der Friktions­ walze 33 in eine angehobene Position 67 abheben. Die Spule 32 ist von einem Spulenarm 68 gehalten, der um eine maschinenfeste Achse 69 schwenkbar ist. Die Abheberolle 65 ist an einem Hebel 70 angeordnet, der an seiner Schwenkachse 66 noch eine Hilfsab­ zugswalze 71 trägt, die mit der Abheberolle 65 vorzugsweise synchron in beiden Drehrichtungen antreibbar ist. Die Hilfsab­ zugswalze 71 wirkt mit einer Druckrolle 72 zusammen, die über einen Hebel 73 um eine Achse 74 in eine angehobene Position 75 verschwenkbar ist. Diese angehobene Position 75 ermöglicht es, daß das von der in die Position 67 angehobenen Spule 32 abzuwickelnde und anzu­ spinnende Fadenende 76 zwischen die Abzugswalzen 71, 72 durch eine nicht dargestellte verschwenkbare Saugeinrichtung einleg­ bar ist. Die Druckwalze 72 wird anschließend zur Anlage an die Abzugswalze 71 gebracht, wodurch das anzuspinnende Fadenende 76, das somit in dem Wartungsgerät 52 geführt ist, zum Fadenabzugskanal 23 zurück­ geliefert werden kann. Dies geschieht unter Mitwirkung einer Fadenübergabeklemme 77, deren Schwenkarm 78 um eine Achse 79 drehbar ist. Die Fadenübergabeklemme 77 kann längs des ge­ strichelt angedeuteten Radius 80 verschwenken.
Bevor das Fadenende 76 in den Spinnrotor zurückgeführt wird und als neu gesponnener Faden wieder abgezogen werden kann, muß in dem Spinnrotor 7 ein Ring aus Fasern abgelegt werden, an den das Fadenende 76 angesetzt wird. Das Erzeugen dieses Faserringes wird von dem Antrieb 60 des Wartungsgerätes 52 während des An­ spinnens gesteuert und solange aufrechterhalten, bis der Faden­ fühler des Fadenwächters 41 seine Betriebsposition eingenommen und damit die Einrichtung zum Zuführen von Fasermaterial des betreffenden Spinnaggregates 2 eingeschaltet hat. Das Wartungs­ gerät 52 enthält meist noch eine Anzahl weiterer Funktions­ elemente, durch die das zurückgeführte Fadenende vor dem eigent­ lichen Anspinnvorgang aufbereitet wird und durch das nachher eine gesteuerte Übergabe des wieder abgezogenen Fadens zu dem Spinnaggregat erfolgt. Die Programmsteuerung 53 des verfahr­ baren Wartungsgerätes 52 bestimmt die Reihenfolge und den Ab­ lauf der einzelnen für das Anspinnen erforderliche Verfahrens­ schritte solange, bis der Faden endgültig wieder an das Spinn­ aggregat übergeben worden ist.
Heute arbeiten Spinnmaschinen mit Rotordrehzahlen von 70 000 min-1 und mehr. Da es nicht sinnvoll ist, einen Anspinnvorgang bei derart hohen Rotor­ drehzahlen durchzuführen, wird vorgesehen, daß während des An­ spinnens niedrigere Rotordrehzahlen vorhanden sind. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Umstand ausgenutzt wird, daß der Spinn­ rotor 7 bei einem Anlaufen aus einem vorher abgebremsten Zustand einen bestimmten Drehzahlbereich durchläuft, der für ein An­ spinnen besonders geeignet ist. Da Offenend-Spinnmaschinen im allgemeinen so ausgebildet sind, daß die Spinnrotoren unab­ hängig von den Spinnrotoren der benachbarten Aggregate abge­ bremst werden können, begnügt sich der ganze Eingriff des Wartungsgerätes 52 in den Aufbau des Offenend-Spinnaggregates 2 damit, daß eine Betätigungsmöglichkeit für den Bremsmechnis­ mus des Spinnrotors 7 vorgesehen wird und daß über den Antrieb 60 für eine bestimmte Zeit die Faserbandzuspeisung übernommen wird. Die Funktion des Wartungsgerätes ist somit unabhängig von der Art des Antriebes des Spinnrotors und seinen Lagerungen. Die Änderungen und zusätzlichen Einrichtungen an den einzelnen Spinnaggregaten werden auf ein Minimum beschränkt. Alle für das Anspinnen wesentliche Funktionselemente sind in dem Wartungs­ gerät untergebracht, so daß sie nur einfach vorhanden sein brauchen.
Da die Spinnrotoren im allgemeinen relativ schnell zu ihrer Be­ triebsdrehzahl ablaufen, steht nur eine relativ kurze Zeitspanne zur Verfügung. Es wird deshalb vorgesehen, daß nur die Arbeits­ schritte während des Hochlaufens durchgeführt werden, die von der Drehzahl des Spinnrotors 7 abhängig sind. Dies bedeutet, daß die vorbereitenden Schritte, nämlich das Abziehen des Fa­ dens von der Spule 32, das gegebenenfalls notwendige Aufbe­ reiten des Fadenendes 76 und das Heranführen des Fadens in den Bereich des Fadenabzugskanals 23 von der Programmsteuerung 53 so gesteuert werden, daß sie durchgeführt sind, wenn der Brems­ mechanismus der Spinnrotoren 7 von der Programmsteuerung 53 ge­ löst wird, so daß das Startsignal für das Anlaufen des Spinn­ rotors 7 gegeben wird. Während des Anlaufens des Spinnrotors 7 muß dann ein Faserring in ihm abgelegt werden, was durch die von dem Wartungsgerät 52 gesteuerte Zuspeisung von Faserband 22 ausgeführt wird. Diese Zuspeisung kann erst erfolgen, wenn der Spinnrotor 7 eine Mindestdrehzahl erreicht hat, da sonst die auf die Fasern innerhalb des Spinnrotors 7 einwirkende Zentrifugal­ kraft noch nicht ausreicht, um die Fasern gegen die Saugluft­ strömung innerhalb des Rotorgehäuses 3 zu halten. Wenn nicht eine exakt bestimmte Menge Fasern den für das Anspinnen not­ wendigen Faserring bildet, ergeben sich sehr ungleichmäßige Ansetzer. Während des Hochlaufens muß dann ferner das Ansetzen des Fadenendes 76 an den Faserring und sein anschließendes Wieder­ abziehen als neu gesponnener Faden 29 erfolgen. Beide Vorgänge werden ebenfalls von der Programmsteuerung 53 gesteuert, wobei das Ansetzen des Fadenendes 76 an den Faserring nach einer vorge­ gebenen Zeit erfolgt, während das Wiederabziehen zeitabhängig oder durch ein in dem Fadenlauf des Wartungsgerätes 52 liegen­ den Fadenfühler gesteuert erfolgen kann.
Obwohl die Programmsteuerung 53 die einzelnen Schaltschritte zeitlich sehr genau festlegen kann, ergeben sich bestimmte Toleranzen, die von der Trägheit der Schaltelemente und insbe­ sondere der mechanischen Schaltelemente und der einzelnen Be­ tätigungen bedingt werden. Diese Abweichungen lassen sich an den Funktionselementen des Wartungsgerätes 52 durch entspre­ chende Einstellungen berücksichtigen. Es läßt sich damit er­ reichen, daß das Wartungsgerät 52 selbst immer mit praktisch den gleichen Bedingungen arbeitet. Die an den Einrichtungen der einzelnen Spinnaggregate 2 vorhandenen und bei dem An­ spinnen zu betätigenden Bauteile lassen sich jedoch nicht so einstellen, daß nicht von Spinnstelle 2 zu Spinnstelle 2 gewisse Abweichungen auftreten. Dies gilt insbesondere für das Brems­ system 13, mit dem der Spinnrotor 7 gebremst wird. Es muß davon ausgegangen werden, daß bei dem Lösen der Rotorbremsen zwischen den einzelnen Spinnaggregaten 2 Unterschiede bestehen.
Diese Abweichungen sind in Fig. 2 dargestellt. Es wird ange­ nommen, daß die Programmsteuerung 53 zum Zeitpunkt T O das Sig­ nal zum Lösen des Bremsmechanismus 13 des Spinnrotors 7 gibt. Bei einem Spinnaggregat 2 wird dann das tatsächliche Lösen der Bremse und damit der Anfang des Anlaufvorganges des Spinnrotors 7 zu einem Zeitpunkt T L 1 erfolgen, während bei einem anderen Spinnaggregat 2 diese erst zu einem Zeitpunkt T L 2 geschieht. Die möglichen Ab­ weichungen in dem Anlaufverhalten der Spinnrotoren der einzel­ nen Spinnaggregate 2 lassen sich daher durch zwei parallele Kurven A und B darstellen, mit denen der Spinnrotor zu seiner Betriebsdrehzahl n B hochläuft. Bei dieser Darstellung wird vorausgesetzt, daß das Anlaufverhalten der Spinnrotoren 7 nach dem Lösen der Bremsen an den einzelnen Spinnaggregaten 2 gleich ist. Sollte diese Annahme nicht zutreffend sein, so führt dies dazu, daß der Bereich zwischen den beiden Kurven A und B brei­ ter wird, da noch größere Toleranzen auftreten können.
In dem Diagramm, in welchem die Rotordrehzahl n über der Zeit T aufgetragen ist, läßt sich die aus Versuchen bekannte günstigste Anspinndrehzahl n A eintragen, mit der beispielsweise der Zeit­ punkt bezeichnet wird, an welchem das Fadenende 76 an den Faser­ ring in dem Spinnrotor 7 angesetzt wird. Dieser Anspinndrehzahl n A ist dann auf der Kurve ein Anspinnzeitpunkt T A zugeordnet. Dieser Anspinnzeitpunkt T A stellt einen Mittelwert dar, so daß in der Praxis in dem Anspinnzeitpunkt anstelle der Anspinndreh­ zahl n A die Drehzahl n 1 oder n 2 vorliegen können, die nach oben oder unten von der Anspinndrehzahl n A abweichen.
Wie schon erwähnt wurde, muß eine bestimmte Rotordrehzahl n Z vorliegen, wenn die sogenannte Vorausspeisung erfolgt, durch die Fasermaterial dem Spinnrotor 7 zugeführt wird, das den Fa­ serring bildet, an dem das Fadenende angesetzt werden soll. Da es sich hierbei um eine Mindestdrehzahl handelt, muß der Zuspeisezeitpunkt T Z durch die äußere Kurve B bestimmt werden, die die größte Abweichung darstellt.
Für das Durchführen der Zuspeisung wird nach dem Zeitpunkt T Z eine bestimmte Zeitspanne benötigt, damit ein Faserring einer ganz bestimmten Gestalt erzeugt werden kann. Dieser Faserring muß immer gleich sein, damit möglichst gleichmäßige Fadenan­ setzer erzielt werden können. Erst nachdem die sogenannte Vorausspeisung beendet und der Ring aus Fasern erzeugt wird, kann das eigentliche Anspinnen oder Ansetzen des Fadenendes an den Faserring erfolgen. Wenn nun der Spinnrotor 7 sehr schnell anläuft, kann es geschehen, daß die Zeitspanne t 2 zwischen dem Beginn der Zuspeisung T Z und dem durch die gewünschte Anspinn­ drehzahl n A bestimmten Anspinnzeitpunkt T A zu kurz ist, um die richtige Faserzuspeisung durchzuführen. Der tatsächliche An­ spinnzeitpunkt T A muß dann entsprechend verlegt werden, was dazu führt, daß die theoretisch günstige Anspinndrehzahl n A nicht mehr realisierbar ist. Dieses Problem wird umso größer, je schneller die Spinnrotoren 7 zu ihrer Betriebsdrehzahl n B hoch­ laufen, d. h. je steiler die Steigung der Kurven A und B ist. Dadurch verkürzen sich die Zeitspannen t 2 zwischen dem Beginn der Zuspeisung T Z und dem gewünschten Anspinnzeitpunkt T A noch mehr. Die Steigung der Kurven A und B ist wesentlich von der Masse der Spinnrotoren 7 und der Auslegung der Antriebsleistung abhängig. Insbesondere Spinnrotoren 7 mit geringen Durchmessern führen zu steilen Anlaufkurven, insbesondere wenn davon ausge­ gangen wird, daß die Spinnmaschine 1 und insbesondere der Rotoran­ trieb so ausgelegt sind, daß in das gleiche Spinnaggregat 2 Spinnrotoren 7 mit größeren Durchmessern und größeren Massen ein­ gebaut werden können. Die Antriebsleistung muß daher entsprechend auf diese Spinnrotoren 7 ausgelegt werden.
Um den vorstehend geschilderten Schwierigkeiten zu begegnen, wird das Anlaufverhalten der Spinnrotoren 7 derart beeinflußt, daß eine größere Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt T Z der Zu­ speisung und dem eigentlichen Anspinnzeitpunkt T A erhalten wird.
In Fig. 3 ist eine Möglichkeit dargestellt, wie das Anlaufverhalten der Spinnrotoren 7 derart beeinflußt werden kann, daß eine ausreichende Zeitspanne zwischen dem Beginn T Z der Vorausspeisung und dem Anspinnzeitpunkt T A erhalten wird, wenn der Anspinnzeitpunkt T A einer günstigen Anspinndrehzahl n A zuge­ ordnet werden soll, selbst wenn die Steigung des Anlaufverhal­ tens nicht beeinflußt wird. Hierzu wird vorgesehen, daß eine dem Spinnrotor 7 oder seinem Schaft 8 zugeordneter Bremsmechanismus 13 be­ tätigt wird, und zwar während eines ganz bestimmten Zeitpunktes während der Anlaufphase. Auch hier sei angenommen, daß die Spinnrotoren 7 in einem Bereich hochlaufen, der von parallelen Kurven A und B entsprechend Fig. 2 begrenzt wird. Um genügend Zeit für das Durchführen der Vorausspeisung zu haben, d. h. zwischen dem Startzeitpunkt T Z der Zuspeisung und dem eigent­ lichen Anspinnzeitpunkt T A wird vorgesehen, daß eine dem Spinn­ rotor 7 zugeordneter Bremsmechanismus 13 kurzzeitig nach dem Zeitpunkt T Z betätigt wird, beispielsweise zu einem Zeitpunkt T B .
Das Einschalten des Bremsmechanismus 13 erfolgt zu einem Zeitpunkt T B , der an sich in beliebigem Abstand nach dem Zeitpunkt T Z gewählt werden kann. Dabei kann auch vorgesehen werden, daß der Bremszeitpunkt T B in den Bereich gelegt wird, der dem in Fig. 2 dargestellten Anspinnzeitpunkt T A entspräche, d. h. wenn der Spinnrotor 7 etwa die gewünschte Anspinndrehzahl n A erreicht hat. Dann wird zweck­ mäßigerweise vorgesehen, daß der Bremsmechanismus 13 in dem nun frei wähl­ baren Anspinnzeitpunkt T A oder später gelöst wird. Die Zeit­ spanne t 4 zwischen dem Zeitpunkt T Z des Beginns der Vorausein­ speisung und dem eigentlichen Anspinnzeitpunkt T A ist somit durch die Dauer der Betätigung des Bremsmechanismus 13 frei wählbar. Es ist zweckmäßig, wenn in ihrer Bremswirkung sehr genau dosierbare Bremsen vorgesehen werden, insbesondere berührungslos arbeiten­ de magnetische oder elektrische Bremsen. Diese Bremsen haben den Vorteil, daß nicht nur ihre Wirkung sehr genau dosierbar ist, sondern auch ihre Einschalt- und Ausschaltzeitpunkte. Bei dieser Art der Verlängerung der Anlaufphase durch eine Unste­ tigkeitsstelle in den Kurven A und B wird nur die Zeitspanne t 4 nicht jedoch der Toleranzbereich zwischen den Drehzahlen n 1 und n 2 beeinflußt. Das Einschalten des Bremsmechanismus 13 kann daher zu einem beliebigen Zeitpunkt T B zwischen dem Beginn der Faserzu­ speisung und dem eigentlichen Ansetzpunkt erfolgen, ohne daß sich dann etwas Grundsätzliches ändert.
Die in Fig. 4 dargestellte Möglichkeit, bei der ebenfalls die Rotordrehzahlen n über der Zeit T aufgetragen ist, unterscheidet sich von den vorausgegangenen Ausführungsformen dadurch, daß vor dem eigentlichen Anspinnzeitpunkt T A der Spinnrotor 7 bereits seine Betriebsdrehzahl n B erreicht hat und daß er zu einer günstigen Anspinndrehzahl n A abgebremst wird. In diesem Fall ist die Zeitspanne t 5 zwischen dem Beginn T Z der Faserzuspeisung und dem eigentlichen Anspinnzeitpunkt T A beliebig wählbar, da der Spinnrotor 7 immer eine Drehzahl besitzt, die für ein Erzeugen eines einwandfreien Faserringes ausreicht. Nur beispielsweise ist der Zeitpunkt T Z in Fig. 5 mit dem Zeitpunkt T B zusammen­ fallend dargestellt, zu dem der Bremsvorgang eingeleitet wird. Bei dieser Arbeitsweise ist es möglich, die Anspinndrehzahl n A sehr genau anzufahren, wobei die Genauigkeit nur von der genauen Wirkung der Bremse abhängig ist, da von der praktisch an allen Spinnaggregaten 2 als gleich anzusehenden Betriebsdrehzahl n B aus­ gegangen wird. Es bereitet an sich keine Schwierigkeiten, bei den bekannten Antriebsleistungen und gegebenen Verhältnissen eine Bremse, insbesondere eine berührungslos arbeitende magne­ tische oder elektrische Bremse so zu dimensionieren, daß auf eine ganz bestimmte Drehzahl heruntergebremst wird. Insbesondere kann im Bereich des Schaftes 8 des Spinnrotors 7 eine Wirbelstrombremse vorgesehen werden, die von dem verfahrbaren Wartungsgerät 52 unter Strom gesetzt werden kann.
Wenn die Bremswirkung nicht übermäßig exakt eingestellt werden kann, dann kann beispielsweise auch eine Kombination von Vorteil sein, bei welcher dann aus der Betriebsdreh­ zahl n B der Spinnrotor 7 auf einen Wert heruntergebremst wird, der deutlich unterhalb der gewünschten Anspinndrehzahl n A je­ doch oberhalb der mindest notwendigen Drehzahl n Z für die Faser­ zuspeisung liegt, und wobei dann gleichzeitig vorgesehen wird, daß die Bremse vor dem eigentlichen Anspinnzeitpunkt T A gelöst wird, so daß wieder während des Anlaufens der Faden angesetzt wird. Dabei ist es dann zweckmäßig, wenn Anlaufkurven mit fla­ cher Steigung vorgesehen werden, in denen nur kleine Änderungen der Rotordrehzahl n in einer Zeiteinheit auftreten.

Claims (3)

1. Verfahren zum Anspinnen eines Fadens an einem Spinn­ aggregat einer eine Vielzahl von Spinnaggregaten aufweisenden Offenend-Spinnmaschine, bei welchem ein von einer Aufwickel­ spule entnommenes Fadenende des zuvor gesponnenen Fadens für einen Anspinnvorgang vorbereitet, in einen Spinnrotor zurück­ geführt, an einen dort vorher erzeugten Ring aus Fasern ange­ setzt und als neuer Faden wieder abgezogen wird, wobei das Erzeugen eines Rings aus Fasern in dem Spinnrotor, das Ansetzen an diesen Ring und das Abziehen des neuen Fadens bei einer gegenüber der Betriebsdrehzahl reduzierten Drehzahl des Spinn­ rotors durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß während des Anspinnens an dem anzuspinnenden Spinnaggregat eine Hilfs­ einrichtung aktiviert wird, durch welche der Spinnrotor bei mit Betriebsgeschwindigkeit weiterlaufendem zentralem Antrieb auf die gegenüber der Betriebsdrehzahl reduzierte Drehzahl gebracht wird, die für eine vorgegebene Zeitspanne beibehalten wird, wonach der Spinnrotor nach dem Anspinnen von dem zentralen Antrieb auf die Betriebsdrehzahl beschleunigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnrotor des anzuspinnenden Spinnaggregates vor dem An­ spinnen stillgesetzt und beim Anspinnen zunächst auf die redu­ zierte Drehzahl und anschließend auf die Betriebsdrehzahl hoch­ gefahren wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spinnrotor zum Anspinnen aus­ gehend von der Betriebsdrehzahl zunächst auf die reduzierte Drehzahl ab­ gebremst und anschließend wieder auf die Be­ triebsdrehzahl hochgefahren wird.
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