[go: up one dir, main page]

DE2759133A1 - Gemisch essentieller aminosaeuren und/oder analoger ketosaeuren und verwendung derselben diaetzusatz bei niereninsuffizienz - Google Patents

Gemisch essentieller aminosaeuren und/oder analoger ketosaeuren und verwendung derselben diaetzusatz bei niereninsuffizienz

Info

Publication number
DE2759133A1
DE2759133A1 DE19772759133 DE2759133A DE2759133A1 DE 2759133 A1 DE2759133 A1 DE 2759133A1 DE 19772759133 DE19772759133 DE 19772759133 DE 2759133 A DE2759133 A DE 2759133A DE 2759133 A1 DE2759133 A1 DE 2759133A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threonine
diet
weight
mixture
tryptophan
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19772759133
Other languages
English (en)
Inventor
Carmelo Prof Giordano
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE2759133A1 publication Critical patent/DE2759133A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides
    • A61K38/01Hydrolysed proteins; Derivatives thereof
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L33/00Modifying nutritive qualities of foods; Dietetic products; Preparation or treatment thereof
    • A23L33/10Modifying nutritive qualities of foods; Dietetic products; Preparation or treatment thereof using additives
    • A23L33/17Amino acids, peptides or proteins
    • A23L33/175Amino acids

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Nutrition Science (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description

  • Gemisch essentieller Aminosäuren und,öderanaloger Keto-
  • säuren und Verwendung derselben als Diatzusatz bei Niereninsuffizienz Für die Behandlung bestimmter Krankheiten benötigt man eine Nahrung mit chemisch definiertem Stickstoffgehalt, bei deren Formulierung bestimmte Tatsachen oder Bedingungen zu beachten sind.
  • Vor allem darf die StickstoffzuFuhr nicht unter einen bestimmten Grenzwert verringert verden, der durch den Mindestbedarf festgelegt ist, der von einem Menschen zum anderen entsprechend Alter, Geschlecht, Art und Stadium der Krankheit verschieden ist und auch davon abhängt, ob der Körper sich in einer Wachstumsphase oder in einer Erhaltungsphase befindet.
  • Da urämische Patienten sich sowohl während einer konservativen Behandlung der Krankheit als auch während einer Dialysebehandlung stets in einem Zustand der Proteinverarmung befinden, muß der Mindestbedarf ein gewisses Wachstum berücksichtigen, selbst wenn es sich um erwachsene Patienten handelt.
  • In den fünfziger Jahren hat man große Be-mühungen unternommen, das ideale Referenzmuster essentieller Aminosäuren und den MindestbedarP von Stickstoff beim Menschen festzulegen. Tryptophan wurde als Referenz-Aminosäure benutzt. Es vurde festgestellt, dan der relative Anteil aller anderen Aminosäuren ausgedrückt als Bedarf bei den verschiedenen Spezies etwas verschieden war. Beim Menschen erhielt man die folgenden Ergebnisse (Quelle: FAö, 1957): Tabelle Proteinbedarf: Milligramm Aminostiuren pro Gramm Proteinstickstoff und (2) Verhältnis zu Tryptophan (1) Milligramm (2) Verhältnis Tryptophan 90 1 Lysin 270 3 Methionin + Cystin 270 3 Phenylalanin 180 2 Tyrosin 180 2 Threonin 180 2 Isoleucin 27u 3 Leucin 306 3,4 Valin 270 3 Es erscheint gerechtfertigt, Tryptophan als Referenz-Aminosäure zu wählen wegen seiner großen Bedeutung beim Begrenzen von Aminosäuren in der Nahrung.
  • Jedoch gelangt Tryptophan ebenso wie andere Aminosäuren auch in verschiedene Metabolismen, die nicht mit Protein zusammenhängen. Außerdem gibt es gerade für Tryptophan nur begrenzte Meßmethoden im Vergleich mit den für alle anderen Aminosäuren anwendbaren breiteren und genaueren Methoden. Aus diesem Grund wäre es vorzuziehen, ein Muster mit Bezug auf Threonin statt auf Tryptophan festzulegen.
  • In einer synthetischen Stickstoff-Rezeptur muß auch die Menge jeder Aminosäure festgelegt werden, schon um nachteilige Auswirkungen zwischen Aminosäuren zu vermeiden, was bei geringer Stickstoffaufnahme besonders wichtig ist.
  • Bei der Anwendung einer Aminosäurediät bei Urämie sind einige grundlegende Uberlegungen zu beachten: 1. Jeder Uberschuß an Methionin oder allgemein von schwefelhaltigen Aminosäuren ist zu vermeiden, zum ersten, weil er das Wachstum verlangsamt (und in einem gewissen Grad sehen vir ervachsene Patienten mit Proteinverarmung als wachsende Organismen an). Zum zweiten, weil ein Methioninüberschuß die Bildung von Guanidoverbindungen stimuliert, die heute als Vorläufer von toxischen Substanzen in der Urämie angesehen werden, 2. Die Zugabe von Histidin wird in Abwesenheit von Daten erhalten unter Berücksichtigung der in Humanmilch und im Ei gefundenem Muster mit Bezug auf das Histidin/Threoninverhältnis.
  • Auf diese Weise wird ein Histidinüberschuß vermieden, der die Phenylalaninspiegel erhdhen wurde (Giordano et al., Kidney International 1975).
  • 3. Ein Phenylalaninüberschuß muß vermieden verden, und Tyrosin sollte im Hinblick auf den Block der Tyrosinbildung von Phenylalanin zugesetzt werden. Das vorläufige Referenzmuster mit SDnin als Bezug nach Allison empfiehlt 1,2 mg Phenylalanin und 0,7 mg Tyrosin Pür jedes mg Threonin. Bei Urämie wird vom Anmelder jedoch gerade jeveils das umgekehrte Verhältnis, d.h.
  • 0,7 mg Phenylalanin und 1,2 mg Tyrosin ohne Veränderung des Gesamtgehalts an aromatischen Aminosäuren im Rezept empfohlen.
  • Die Ketozym-Formel Derücksichtigt die Mengen der Keto- und Aminosäuren hauptsächlich im Licht der Arbeiten von Rose und Mitarbeitern. Interessant ist der Zusatz von ryrosin und dadurch die Verringerung an Phenylalanin. In Ausdrücken von Verhältnissen und damit von Mustern sei jedoch erwähnt, daß sowohl die lUetozym»Formel als auch die EAS (essentielle Aminosäuren) keinem der folgenden Muster nahekommen: Vorläufiges erwünschtes Muster von Aminosäuren Ei- Muster Human-Mi Ich. -Muster.
  • Die Walser-Formel (Clinical Nephrology,1975) leidet zunächst einmal an einem großen Fehler, nämlich daß metabolisch gesprochen, ein Mol eines tetosäure-Calciumsalzes als äquivalent zu einem Mol seiner analogen Aminosäure angesehen vird. Es wird die Tatsache außer Acht gelassen, die von Fresenius richtig beachtet wurde, daß nach der Hydrolyse im Verdauungstrakt ein Mol des etosäure-Calciumsalzes zvei Mole der Ketosäure als freie Einheiten liePert. So sind in der Walser-Formel die retosäuren in doppelten Mengen bezüglich ihrer entsprechenden Aminosäuren und zu jeder Formel, welche Keto- und Aminosäuren stöchiometrisch betrachtet, vorhanden. Abgesehen davon sind die Mengenanteile sehr unausgeglichen und veit entfernt von der Rose-Formel oder von den verschiedenen oben ervähnten Mustern. Besonders fehlt Tyrosin, und es ist ein Überschuß an Methionin, Phenylalanin und Leucin vorhanden.
  • Die folgenden Tabellen 2 und 3 betrachten die verschiedenen bekannten Rezepturen (Formeln) und daher wird auch in üblicher Weise Tryptophan als Referenz-Aminosäure bezüglich jedes der verschiedenen Bestantei le verwendet.
  • Tabelle 2 Fresenius-Rezeturen:(1) Molverhältnis (2) Gewichtsverhältnis Ketozym EAS Verbindung Bei Einnahme Nach Ein- Vorläu- Einahme figes Muster (1) (2) (1) (1) (2) Muster Isoleucin 2 2,9 4 4 2,6 (3) 4 Leucin 3 4,4 6 6 3,9 (3,4) 5,3 Phenylalanin 1,7 2,9 3,4 3,4 2,6 (2) 3,5 Valin 3 3,8 6 6 3,2 3 4,3 Methionin 1,5 2,6 3 3 2,3 3 3,2 Lysin 4,5 3,2 4,5 4,5 3,2 (3 3,7 Threonin 4 2,3 4 4 2,3 (2 2,9 Tryptophan 1 1 1 1 1 1 1 Histidin 2 1,6 2 2 1,6 Tyrosin 1,5 1,3 1,5 1,5 1,3 1,6 Tabelle 3 Walser-Rezepturen: (1) Molverhältnis (2) Gewichtsverhältnis Als Keto-Formel Als Amino- Vorläu- Ei-Bei Einnahme Nach Ein- Formel figes Muster Verbin- nahme nahme nahme (1) (2) (1) (1)) (2) dung Isoleucin 6,07 8,8 12,1 6,07 3 3) 4 Leucin 8,3 12,1 16,6 8,3 5 3,4) 5,3 Phenylalanin 3,4 6,1 6,8 3,4 5 2 3,5 Valin 6,6 8,7 13,2 6,6 3,6 3 4,3 Methionin 6,9 6,4 13,8 6,9 5 3 3,2 Lysin 2,7 2,4 2,7 2,7 2,4 (3) 3,7 Threonin 3,5 2 3,5 3,5 2 2) 2,9 Tryptophan 1 1 1 1 1 Histidin 2,2 1,6 2,2 2,2 1,6 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, gegenilber bekannten Rezepturen, besonders der Ketozym- und der Walser-Rezeptur, verbesserte Aminosäure- und Ketosäure-Rezepturen zur Vervendung bei der Behandlung von Niereninsuffizienz und ähnlichen rrankheiten zu schaffen.
  • Im Hinblick auf die gestellte Aufgabe und zur Bestätigung der gefundenen Ergebnisse wurden folgende Fragen untersucht: a) tann die etozym- Rezeptur verbessert werden? b) Wie ist das relative Molverhältnis oder Gewichtsverhältnis jedes Bestandteils in der neuen Rezeptur festzulegen? c) Vergleich mit der Walser-Rezeptur d) Vergleich der mit Aminosäuren und Katosäuren erhaltenen Ergebnisse.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die in Anspruch 1 angegebene Mischung essentieller Aminosäuren und die in Anspruch 2 angegebene Mischung analoger Katosäuren sowie ein Geç misch der Mischungen der Ansprüche 1 und 2.
  • Die relativen Verhältnisse zvischen zwei oder mehr als zwei Bestartilen der Mischungen können im Rahmen der Erfindung um bis um20 W 28 7 von den in den Anspruche 1 und 2 angegebenen Zahlenwerten abveichen.
  • Liese erfindungsgemäßen Mischungen werden vorzugsveise in den Mengen angevandt, daß die in Anspruch 5 angegebenen Tagesdosen erreicht werden. Auf diese Weise kann man bei der klinischen oralen oder parenteralen Verwendung der erfindungsgemäßen Mischungen bei der Behandlung von Hyperazothämie, bei der konservativen und dialytischen Therapie von Urämie und bei der Behandlung von Leberkrankheiten, Unterernährung, schwächenden (Abbau) Krankheiten wesentlich bessere Ergebnisse erreichen.
  • Die Erfindung wird weiter erläutert durch die folgenden Beispiele und Ergebnisse von Vergleichsuntersuchungen.
  • Als beste erfindungsgemäße Mischungen wurden die folgenden gefunden und bei der Behandlung von chronischer Urämie vervendet. Angegeben ist jeweils die Tagesdosis (24 Stunden) in Gramm und Millimol und das Gewichtsverhältnis der jeweiligen Verbindung bezogen auf Threonin, welches gleich 1 gesetzt ist.
  • A) Aminosäurediät "Primavera" Verbindung Tagesdosis Gewichtsverhältnis Gramm m Mol zu Threonin = 1 Isoleucin 1,774 14,52 1,3 Leucin 2,457 18,72 1,8 Phenylalanin 0,955 5,78 0,7 Tyrosin 1,638 9.04 1,2 Valin 2,047 17,46 1,5 Methionin 0,546 3,64 0,4 Cystin 0,546 2,27 0,4 Lysinacetat 2,117* 10,26 1,5 Threonin 1,365 11,45 (1) Tryptophan (1,327 1,6o 0,24 Histidin ,n,682 4,39 0,50 *) 1,501 als Lysin B) Ketosäurediät "Primavera" Verbindung Tagesdosis Gewichtsverhältnis Gramm m Mol zu Threonin=1 Ketoisoleucin 2,017 6,76 1,47 Ketoleucin 2,794 9,36 2,04 Letophenylalanin 1,059 2,89 0,77 Letovalin 2,362 8,73 1,73 Hydroxymethionin 0,670 1,82 0,49 Tyrosin 1,638 9,04 1,2 Cystin 0,546 2,27 0,4 Lysinacetat 2,117 10,26 1,55 Threonin 1,365 11,45 (1) Tryptophan t1,327 1,60 0,24 Histidin O,62 4,39 0,50 Im Verlauf von etwa 3 Monaten vurden sechs Patienten mit chronischer Urämie mit diesen und anderen Diätgemischen, vie im folgenden angegeben, behandelt. Bei den sechs Patienten handelte es sich um zwei Jungen von 11 und 14 Jahren, zwei Ervachsene (eine Frau von 30 und ein Mann von 31 Jahren), eine ältere Frau (65 Jhre) und einen Patienten mit täglicher peritonealer Dialyse (eine Frau von 48 Jahren).
  • Allen sechs Patienten wurden folgende Djnten verabreicht, und es wurden jeweils verschiedene Parameter einschließlich Stickstoff-Bilanz und Plasma-Aminosäuren bestimmt.
  • Diätgemische Proteinarme Diät Ketozym Letosäurediät ausgeglichen gemäß dem Molverhältnis (Tryptophan als Bezug) Ketozym Ketozym + Harnstoff Letozym Essentielle Aminosäuren (EAS) oral Aminosäurediät ausgeglichen gemäß Molverhältnis (Tryptophan als Bezug) Wa lser-Aminosäurediä t Walser-Katosäurediät Xetosäurediät modifiziert gemäß Gewichtsverhältnis (Tryoptophan als Bezug) Letosäurediät "Primavera" nach Gewichtsverhältnis, Threonin als Bezug Aminosäurediät "Primavera" nach Gewichstverhältnis, Threonin als Bezug Proteinarme Diät mit einer neuen Nahrungsmittelzusammensetzung.
  • Untersuchungsergebnisse der Patienten Patient 1 Etvas negative Stickstoff-Bilanz unter Diät a (einer proteinarmen kalorienreichen Diät, die ein Monat lang verabreicht wurde) Negativ unter Ketozym (im Mittel - 2,290 g N pro Tag) Negativ unter Letosäurediät mit einer Rezeptur, bei der Tryptophan als Referenz-Aminosäure beim molaren Verhältnis genommen wurde (-1, 40) Zugabe von Harnstoff zur Letozymdiät verringert die Negativität der Bilanz Bin gewisser Unterschied zvischen verschiedenen Aminosäurediäten, nämlich EAS (Fresenius: -1,29; einer Formulierung im Molarverhältnis mit Tryptophan als Bezug: -1,45 und Walser- Aminosäurediät: -0,91) Ketozym mit Harnstoff (Bestwerte) -u,97 Ketosäurediät "Primavera": -0,25 Ketosäurediät Walser: -1,41 Aminosäurediät "Primavera": +0,40 Patient 2 Gerinjfügig negative N-Bilanz unter proteinarmer Diät Verstärkte Negativität unter Ketozym (Bestwert -0,65, mit Harnstoff) Walser-Ketosäurediät -0,60 Erste positive Dilanz von allen Bilanzen erscheint bei Ketosäurediät "Primavera": +0,34 Aminosäurediät "Primavera" +1,10 Patient 3 Beste Ketozymdiät: -1,40 Walser-Ketosäurediät: -0,90 Ketosäurediät tfPrimaverae : -0,68 Beste EAS-Diät: -1,23 Walser-Aminosäurediät: -0,60 Aminosäurediät "Primavera": + 8,30 Patient 4 Ausgeglichene Bilanz bei proteinarmer Diät EAS-Diät:- 1,65 Walser-Aminosäurediät: -1,20 Aminosäurediät "Primavera": +0,48 Ketozym: -1,12 Walser-Aminosäurediät: -0,83 Ketosäurediät "Primavera": -0,63 Patient 5 EAS: -1,15 Walser-Aminosäurediät: -1,25 Aminosäurediät "Primavera": +0,1 Ketozym: -1,58 Walser-Ketosäurediät: -0,97 Ketosäurediät "Primavera": -0,80 Patient 6 EAS 40,63 Walser-Aminosäurediät: 1,25 Aminosäurediät "Primavera": +1,87 Ketozym: - 0,85 Walser-Ketosäurediät: +0,58 Keotsäurediät "Primavera": 1,10 Diese Untersuchungen werden nach fortgesetzt, und es verden noch alle Plasma-Aminosäurewerte für alle Patienten mit Bezug auf jede Diät bestimmt.
  • Bereits jetzt lassen sich jedoch einige Einzelgheitem angeben, die im folgenden als das Referenzmuster für Urämie bezeichnet verden. Dieses Muster ist das von Allison, das wie folgt modifiziert ist: 1. Weniger Phenylalanin und mehr Tyrosin 2. Histidin in der Menge, wie sie in Ei und Milch gefunden wird.
  • Indem man jedr'n Index des Urämie-Referenzmusters mit dem Faktor 19,5 multipliziert, erhält man nach Allison den Mindestbedarf in Mii ligramm pro Kilo Körpergewicht- Zur einfacheren Verabreichung ist es zweckmäßig, jeweils eine solche Menge des Gemisches zu einer Tablette zu pressen, daß die Tablette dem Bedarf für fünf Kilo Körpergewicht entspricht. Die letzte Spalte der Tabelle gibt entsprechend die Gewichtsmenge jeder Verbindung in Milligramm in jeder solchen Tablette an (die Ausgangswerte entsprechen, wie ersichtlich, jeweils den Gewichstverhältnissen der oben angegebenen Aminosäurediät "Primavera" und Ketosäurediät "Primavera").
  • Verbindung Mindestbedarf mg in 1 Tablette mg/kg Körpergewicht (für 5 kg Körpergewicht Isoleucin 1,3 x 19,5 = 25,35 x 5 = 126,75 Leucin 1,8 x 19,5 = 35,10 x 5 = 175,50 Phenylalanin 0,7 x 19,5 = 13,65 x 5 = 68,25 Tyrosin 1,2 x 19,5 = 23,40 x 5 = 117,0 Valin 1,5 x 19,5 = 29,25 x 5 1 146,25 Methionin 0,4 x 19,5 = 7,80 x 5 = 39,0 Cystin 0,4 x 19,5 ~ 7,80 x 5 = 39,0 Lysin 1,1 x 19,5 , 21,45 x 5 = 107,25 Threonin (1) x 19,5 = 19,5 x 5 = 97,5 Tryptophan 0,24 x 19,5 = 4,68 x 5 = 23,4 Histidin 5,50 x 19,5 = 9,75 x 5 = 48,75 *) 30,22 x 5 = 151,1 als Lysinacetat Katosäureidiät "Primavera" Verbindung Mindestbedarf mg in 1 Tablette mg/kg Körpergewicht (für 5 kg Körpergewicht) Ketoisoleucin 1,47 x 19,5 = 28,66 x 5 = 143,3 Ketoleucin 2,04 x 19,5 = 46,80 x 5 = 234,0 Ketophenylalanin J,77 x 19,5 = 15 5 = 75,0 Ketovalin 1,73 x 19,5 = 33,73 x 5 = 168,6 Hydroxymethionin 0,49 x 19,5 = 9,55 x 5 = 47,7 Tyrosin 1,2 x 19,5 = 23,40 x 5 = 117,0 Cystin 0,8 x 19,5 = 7,80 x 5 = 39,0 Lysinacetat 1,55 x 19,5 = 30,22 x 5 = 151,1 Threonin 1 x 19,5 = 18,8 x 5 = 97,4 Tryptophan 0,84 x 19,5 = 4,68 x 5 = 23,4 Histidin 0,50 x 19,5 = 8,75 x 5 = 48,75 Jede Tablette entspricht dem Mindestbedarf für funf kilogramm Körpergewicht eines erwachsenen Mannes, würde jedoch sicher ausreichen, um den Mindestbedarf für sechs Kilogramm Körper gewicht einer erwachsenen Frau zu decken (vgl. Angaben in der Literatur: Giordano at Al, Glim. Nephr. 1975). Bei der Verwendung dieser Tabletten ci der Behandlung von Urämie wäre zum erstenmal das Problem der Aminosäure-Rezeptur und Ketosäure-Rezeptur auf einer fundierten Ernährungsbasis angegangen, und im konkreten Fall wiirde nur die Anzahl Tabletten von einem Patienten zum anderen verschieden sein, wodurch die von verschiedenen Autoren erhaltenen Ergebnisse mit minimaler Abseichung vergleichbar wären.
  • Gegenwärtig werden die erfindungsgemäßen Formulierungen weiter untersucht, um sie speziell weiterzubilden zu einer Rezeptur für Kinder (jede Tablette für eine bestimmte Anzahl Kilogramm Körpergewicht); Eine Rezeptur für ältere Menschen; Eine Stickstoff/Kalorienrezeptur

Claims (1)

  1. Gemisch essentieller Aminosäuren und/oder analoger retosäuren und Verwendung derselben als Diät zusatz bei Niereninsuffizienz Patentansprüche 1. Gemisch essentieller Aminosäuren, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung, vobei die angegebenen Gewichtsmengen in Gramm einem Tagesbedarf entsprechen: Gramm mmol Gewichstverhältnis bezogen auf Threonin=1 Isoleucin 1,774 13,52 1,3 Leucin 2,457 18,72 1,8 Phenylalanin 0,955 5,78 0,7 Tyrosin 1,638 9,04 1,2 Valin 2,047 17,46 1,5 Methionin 0,546 3,64 0,4 Cystin ,546 2,27 0,4 Lysinacetat 2,117 * 10,26 1,5 Threonin 1,365 t1,45 (1) Tryptophan 0,327 1,60 0,24 Histidin o,682 4,39 0,50 *) 1,501 als Lysin 2. Ketosäuregemisch, gekennzeichnet durch folgende Zusammensetzung, vobei die Gevichtsangabe in Gramm jeveils einem Tagesbedarf entspricht: Gramm nunol Gewichtsverhaltnis bezogen aufThreonin= Ketoisoleucin 2,u17 6,76 1,47 Ketoleucin 2,794 9,36 2,04 Ketophenylalanin 1,059 2,89 0,77 Ketovalin 2,362 8,73 1,73 Hydroxymethionin 0,670 1,82 0,49 Tyrosin 1,638 9,04 1,2 Cystin 0,546 2,27 0,4 Lysinacetat 2,117 10,26 1,55 Threonin 1,365 11,45 1 Tryptophan 0,327 1,60 0,24 Histidin V,682 4,39 0,50 3. Gemisch von essentiellen Aminosäuren und analogen Ketosäuren, dadurch gtkennzeichnet, daß es aus einer Mischung gemäß Anspruch 1 und einer Mischung gemäß Anspruch 2 zusammengesetzt ist.
    4. Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen zwei oder mehr als zwei Bestandteilen der Mischungen um bis zu 2030abveicht.
    5. Verwendung einer Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 in der in den Ansrtichen 1 bis 3 angegebenen Gewichtsmenge pro Tag als Diatzusatz.
    6. Verwendung einer Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 zur klinischen oralen oder parenteralen Behandlung von Hyperazotämie, bei der konservativen und dialytischen Behandlung von Urämie oder bei der Behandlung von Leberkrankheiten, Unterernährung, schwächenden oder debilitierenden Krankheiten, insbesondere in den in den Ansprüchen 1 bis 3 angegebenen Gevichtsmengen pro Tag.
    7. Verwendung einer Mischung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 in Form von Tabletten, die jeveils die für funf Kilogramm Körper gewicht des Patienten erforderliche tägliche Mindestdosis, die aus den in den Ansprüchen 1 und 2 angegebenen Gewichstverhältnissen jedes Bestandteils durch Multiplikation mit einem Indexfaktor erhältlich ist, enthalten, für die in Anspruch 6 genannten Behandlungen.
DE19772759133 1976-12-31 1977-12-30 Gemisch essentieller aminosaeuren und/oder analoger ketosaeuren und verwendung derselben diaetzusatz bei niereninsuffizienz Withdrawn DE2759133A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT4043976 1976-12-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2759133A1 true DE2759133A1 (de) 1978-07-13

Family

ID=11249676

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19772759133 Withdrawn DE2759133A1 (de) 1976-12-31 1977-12-30 Gemisch essentieller aminosaeuren und/oder analoger ketosaeuren und verwendung derselben diaetzusatz bei niereninsuffizienz

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2759133A1 (de)

Cited By (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0013962A1 (de) * 1979-01-23 1980-08-06 THERA Gesellschaft für Patentverwertung mbH Aminosäuren und Mineralsalze enthaltende Infusionslösung
DE3015076A1 (de) * 1979-04-18 1980-10-30 Univ Johns Hopkins Mischsalze aus essentiellen oder halbessentiellen aminosaeuren und deren stickstoff-freien analoga, verfahren zu ihrer herstellung und diese enthaltende arzneimittel
EP0034034B1 (de) * 1980-02-08 1983-10-05 Ajinomoto Co., Inc. Nährmittelzusammensetzung
EP0146474A3 (de) * 1983-12-20 1985-07-31 Synthelabo Nährlösung enthaltend alpha-Ketoisocapronsäure oder eines ihrer Salze
EP0227545A3 (en) * 1985-12-23 1988-01-20 The John Hopkins University Nutritional supplement for treatment of uremia
WO2008122473A3 (en) * 2007-04-04 2009-04-23 Evonik Degussa Gmbh Food supplement containing alpha-keto acids
CN104316641A (zh) * 2014-10-20 2015-01-28 华东理工大学 酮苯丙氨酸钙中杂质含量的检测方法
CN104607410A (zh) * 2014-12-23 2015-05-13 上海景峰制药有限公司 一种清洗残留在烘箱托盘或筛网上的复方a酮酸片颗粒的方法
WO2020070559A1 (en) * 2018-10-04 2020-04-09 Ajinomoto Co., Inc. Leucine-enriched ketogenic formulations

Cited By (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0013962A1 (de) * 1979-01-23 1980-08-06 THERA Gesellschaft für Patentverwertung mbH Aminosäuren und Mineralsalze enthaltende Infusionslösung
DE3015076A1 (de) * 1979-04-18 1980-10-30 Univ Johns Hopkins Mischsalze aus essentiellen oder halbessentiellen aminosaeuren und deren stickstoff-freien analoga, verfahren zu ihrer herstellung und diese enthaltende arzneimittel
EP0034034B1 (de) * 1980-02-08 1983-10-05 Ajinomoto Co., Inc. Nährmittelzusammensetzung
EP0146474A3 (de) * 1983-12-20 1985-07-31 Synthelabo Nährlösung enthaltend alpha-Ketoisocapronsäure oder eines ihrer Salze
EP0227545A3 (en) * 1985-12-23 1988-01-20 The John Hopkins University Nutritional supplement for treatment of uremia
WO2008122613A3 (de) * 2007-04-04 2009-06-04 Evonik Degussa Gmbh Nahrungsergänzungsmittel enthaltend alpha-ketosäuren
WO2008122473A3 (en) * 2007-04-04 2009-04-23 Evonik Degussa Gmbh Food supplement containing alpha-keto acids
CN101646358B (zh) * 2007-04-04 2013-05-29 赢创德固赛有限责任公司 含有a-酮酸的食品补充剂
RU2492705C2 (ru) * 2007-04-04 2013-09-20 Эвоник Дегусса Гмбх ПИЩЕВАЯ ДОБАВКА, СОДЕРЖАЩАЯ α-КЕТОКИСЛОТЫ
CN104316641A (zh) * 2014-10-20 2015-01-28 华东理工大学 酮苯丙氨酸钙中杂质含量的检测方法
CN104316641B (zh) * 2014-10-20 2015-11-18 华东理工大学 酮苯丙氨酸钙中杂质含量的检测方法
CN104607410A (zh) * 2014-12-23 2015-05-13 上海景峰制药有限公司 一种清洗残留在烘箱托盘或筛网上的复方a酮酸片颗粒的方法
WO2020070559A1 (en) * 2018-10-04 2020-04-09 Ajinomoto Co., Inc. Leucine-enriched ketogenic formulations
US12257221B2 (en) 2018-10-04 2025-03-25 Ajinomoto Co., Inc. Leucine-enriched ketogenic formulations

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69224293T2 (de) Vanadium enthaltende zusammensetzungen
DE69002201T2 (de) Formulierung zur Behandlung der Nierenkrankheiten.
DE69028712T2 (de) Zusammensetzung zur behandlung entzündlicher darmerkrankungen
DE60107272T2 (de) Eisenverbindungen
DE1802394C2 (de) Arzneimittel mit antihypertensiver Wirkung, die [(2,6-Dichlorbenzyliden)-amino]-guanidin oder ein Säureadditionssalz davon enthalten
DE3040780C2 (de) Verwendung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Behandlung von Diabetes
DE3883606T2 (de) Verwendung von Fluoxetin zur Behandlung des Diabetes.
DE2759133A1 (de) Gemisch essentieller aminosaeuren und/oder analoger ketosaeuren und verwendung derselben diaetzusatz bei niereninsuffizienz
DE69331465T2 (de) Intravenöse lösung, die den protein - und wasserverlust im körper reduziert
DE2335215B2 (de) Verwendung einer Mischung bei der Bekämpfung von zur Urämie führenden Nierenerkrankungen
DE69832722T2 (de) Eisen-l-threonat-,pharmazeutische zusammensetzungen und deren verwendung zur verbesserung und behandlung von anämie bei menschen
EP0234186B1 (de) Verwendung von Oligopeptiden zur Behandlung von cerebralen Störungen
DE1667887C2 (de) Aminosäurelösung zur parenteralen Infusion
Engfeldt et al. The effect of strontium administration on bones and teeth of rats maintained on diets with different calcium contents
DE2531299C2 (de)
DE2126533A1 (de) Verfahren zur Herstellung pharma zeutischer Zubereitungen
DE2712777A1 (de) Arzneimittel zur foerderung der proteinsynthese und zur konservierung des stickstoffs im koerper
DE3852717T2 (de) Zusammensetzung für die Prophylaxe von Pneumocystis-carinii-Pneumonie.
DE2750159B2 (de) Infusionslösung zur Behandlung von hepatischer Encephalopathie und ein Verfahren zu deren Herstellung
EP0207193A2 (de) Synergistische Kombination von Flupirtin und 4-Acetamido-phenol
DE3628010A1 (de) Arzneimittel fuer die verwendung bei der behandlung von hypertonie
DE69413544T2 (de) Reduzierte absorption von fettsäuren
DE2728589A1 (de) Verwendung von 2-(2,2-disubstituierten)-aethylimidazolinen bei der bekaempfung von diabetes
DE69418254T2 (de) Calcium enthaltende Zusammensetzung
DE2633948A1 (de) Infusionsloesung fuer die intravenoese ernaehrung und verfahren zu ihrer herstellung

Legal Events

Date Code Title Description
8139 Disposal/non-payment of the annual fee