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Trockentrainingsgerät
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für Skilanglauf
Die Erfindung betrifft ein Trockentrainingsgerät
für Skilanglauf, bestehend aus einem mit Rädern versehenen und mittels Bindung am
Schuh des Sportlers zu befestigenden Skikörper.
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Trockentrainingsgeräte für bkilanglauf werden von Sportlern benützt,
die sich durch Ganzjahrestraining auf die Wintersaison vorbereiten. Das Techniktraining
wird dabei auf sogenannten Rollskiern auf as>ttaltierten Wegen und Stra3en absolviert.
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Es sind Trockentrainingsgeräte bzw. Rollskier bekannt, deren Funktion
darauf beruht, daß ein starrer Yolz- oder Leichtmetallskikörper von ca. b0 bis 100
cm Lange an beiden Enden mit Rädern versehen sind. In der Regel sind am Skikörper
drei Räder, eines vorne und zwei hinten, angebracht. Bei den bekannten Rollskiern
besitzer eines oder mehrere Ruder in der Nabe Rücklaufsperren, die das Greifen der
gewachsten Langlaufskiern im Schnee nachahmen und das Bergaufgehen ermöglichen.
Infolge des hohen technischen Aufwandes hinsichtlich Rücklaufsperren, Biegesteifigkeit
und Räderanordnung sind die bekannten Geräte sehr schwer, wodurch der harmonisch
federnde Lauf und Spezialsehritte, sowie der weiche Eingriff in den Schnee sich
nur unvollkommen nachahmen lassen.
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Trockenskilanglaufgerä't
anzugeben, das die Funktionen von Schneelanglaufskiern besser annäherd als die bisner
bekannten Trockentrainingsgeräte.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß daaurch gelöst, daß ein der Elastizität
des janglaufskis angepaßter Skikörper an weiden Enden mit je einem, der Langlaufskibreite
entsrechenden Rad versehen ist, und daß als Rücklaufsperre am Skikörper drehbar
gelagerte, sich unter einem Anstellwinkel s auf dem Boden abstützende Reibkörper
vorgesehen sind.
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Vorteilhafterweise ist der Skikörper aus kunststoffverstärktem, verleimtem
Holziaminat mit einer Länge von ca.
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500 bis 800 mm und einer Breite von ca. 50 bis 60 mm hergestellt.
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In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Räder
mittels Profilblechträger an den Enden des Skikörpers befestigt und bestehen aus
hochpolymerem Gleitwerkstoff, beispielsweise aus Polyamid. Zweckmäßigerweise sind
sie mit gummielastischen Laufflächen versehen und haben eine Breite von ca. 40 bis
50 mm.
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Außerdem sind in einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung
zwei Reibkörper vor dem hinteren Rad im Bereich
der Auflagestelle
des Schuhes des Sportlers einander gegenüber am Skikörper angebracht.
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Zweckmäßigerweise besteht der Reibkörper aus einer am ki drehbar befestigten
hohlen Aufnahme und einem auswechselbaren Reibelement mit einer irl die Ausnahme
passenden Hülse.
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Da das kurze, mit Rädern versehene Trainingsgerät beim Laufen leicht
zum völligen Abheben beider Räder vom Boden neigt und dadurch dns Spurhalten ersenwert
ist, wird das vordere Skiende zweckmciJiOerweise durch eine elastische Verlängerung,
die vorn eine Gleitspitze trägt, versehen.
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Die Verlingerung kann aus Glasfiber oder Federstahl bestehen, die
Gleitspitze ebenfalls aus Federstahl oder einem makromolekularen Kunststoff geringer
Haftung, wie er beispielsweise unter dem Handelsnamen Teflon bekannt ist. Beim Abheben
des Trainingsgerätes stützt sich die Verlängerung auf dem Boden ab, wodurch das
Ausschwingen verhindert und das Spurhalten erleichtert wird. Durch eine gleitende
Bewiegung der Gleitspitze entsteht beim schrägen Aufsetzen keine von der Spur abdrängende
Richtkraft, wie das bei einer Rolle der Fall wäre. Durch Verschieben der Verlängerung
innerhalb ihrer Befestigung kann eine Anpassung an die Schrittlänge vorgenommen
werden.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich außerdem
dadurch aus, daß an dem am vorderen Ende des Skikörpers angebrachten Rad eine Bremsvorrichtung
vorgesehen ist, die beispielsweise aus einem am Rad federna befestigten Spritzschutzblech
mit einem ifebel und einem manuell bedienbaren Seilzug besteht.
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Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
daß durch das geringe Gewicht, die Elastizitat, den weichcn Eingriff der Rücklaufsperre,
die Hadanordnung und die Verscnleißarmut der Teile des Trainingsgerätes die Funktionen
von Sctlneelanglaufskiern optimal angenähert werden. Die Vorteile äußern sich insbesondere
darin, daß neben den üblichen Diagonalschritten auch spezielle Schrittarten der
Langlauftechnik wie Doppelstockschub mit Zwischenschritt, Bogengräten, Schlittschuhschritt
usw. möglich sind. Ein besonderer Vorteil für die Fertigung liegt darin, daß Vorder-
und Hinterräder in identischer Ausführung und ohne Rücklaufsperre in der Nabe herzustellen
sind. Da die Räder aus einem synthetiscalen Gleitwerkstoff, z. B. Polyamid gefertigt
sind, können sie ohne zusätzliche Lagerung gewichtsparend auf den dafür vorgesehenen
Wellen angebracnt werden.
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Ein Ausfünrungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben.
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Es zeigen
Fig. 1 Eine Gesamtansicht auf das erfindungsgemäße
Trainingsgerät in perspektivischer Darstellung.
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Fig. 2 Eine vergrößerte Darstellung des rückwärtigen Teiles des in
Fig. 1 dargestellten Trainingsgeräte s.
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In der Darstellung ist mit (1) der Skikörper bezeichnet.
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An seinem vorderen und hinteren Ende sind mittels Profilblechträger
(2) zwei identische, auf Achsen (4) gelagerte Kunststoffräder (3) befestigt. die
Breite der Räder (3), d. h. ihre Auflagefläche auf dem Boden beträgt etwa 50 nirn.
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Sie tragen gummielastische Laufflächen.
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Zwischen dem hinteren Rad (f) und der Aufsetzfläche (1 b) für den
Absatz des sportlern ist am Skikörper eine hohle Aufnahme (5 a) drehbar um die Achse
(õ) befestigt, die iiber eine Hülse (5 c) ein Reibelement (5 b) aufnimmt.
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Das Reibelement (5 b) kann mittels Hiilse (5 c) leicht ausgewechselt
und nachgestellt werden. Als material für das Reibelement (5 b) eignen sich alle
Werkstoffe, die mit dem Untergrund, beispielsweise Asphalt oder Beton, einen hohen
Reibungswert k o, vorzugsweise zwischen 0,4 und 0,8 ergeben. Als besonders geeignet
haben sich Gummimischungen er wiesen, wie sie für Autoreifen verwendet werden. Fiir
derartigen Guntmi ergibt sich bei Benutzung des Gerates für den Reibkörper (5) ein
Anstellwinkel α von # 35°.
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Im Normalbetrieb kann der Reibkörper (5) bei Vorw;rtsbewe gung des
Skis ständig auf dem Boden ìnitschleifen. Zur Verhinderung eines Hochschwingens
des Reibkörpers (5) bei Unebenheiten oder beini Aufsetzen des Skis während des Laufes
ist eine als Gummihebel (7) ausgeführte Dämpfung vorgesehen. Der Hebel (7) ist am
Profilblech (2) befestigt.
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Ein kleiner Luftabstand zwischen dem Hebel (7) und dem Reibkörper
(5) bewirkt, daß der Reibkörper (5) im Normalfall ohne Andrückkraft auf dem Boden
schleift. bleichzeitig ist der Gummihebel (7) so nachgiebig, daß der Xeibkörper
(5) beim überfahren von Hindernissen nach oben klappen kann. Da sich der Reibkörper
(5) beim Beinstoß des Sportlers infolge Reibkraft zwischen Untergrund und Reibelement
(5 b) aufstellt, ist ein Anschlag (8) vorgesehen, der ein Umlegen des Reibkörpers
(5) verhindert.
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Normalerweise werden die Reibkörper (5) möglicnst nahe an der hinteren
Radachse (4) angebracht, damit sie von der Durchbiegung des Skikörpers möglichst
wenig beeinflußt werden. Für Sonderfälle können die Reibkorper (5) aber auch in
weiterer Entfernung von der hinteren Radachse (4), beispielsweise unter dem Fuß
des Sportlers angebracht werden. In diesem Fall wird das Reibelement (5) so eingestellt,
daß es erst beim Einleiten der Rückstoßkraft iiber das Stoßbein infolge der Durchbiegung
des Skikörpers (1) den Boden berührt und so den Rücklauf sperrt. Diese Anordnung
eignet sich besonders für sportliches Training und kommt der Funktion des Skis im
Schnee am nächsten.
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Ein elastisches Reibelement (5 b) zusammen mit dem elastischer Skikörper
(1) verleiht dem Trainingsgerät einen weichen, körperverträglichen Lauf.
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Da das erfindungsgemäße Trainingsgerät beim Laufen leicht zum völligen
Abheben beider Häder vom Boden neigt und dadurch das Spurhalten erschwert, wird
am gezeigten Ausfürirungsbeispiel das vordere Skiende durch eine elastische Verlängerung
(9), z. B. aus Glasfiber oder Federstahl, die vorn eine Gleitspitze (10), z. B.
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Teflon oder ilederstahl, tragt, versehen. Die Verlängerung (9) stitzt
sich beim Abheben des Geräts auf dem Boden ab, wodurch ein Ausschwingen verhindert
und die Spur gehalten wird. Die Gleitspitze (10) ermöglicht ein der Skispitze des
normalen Skis entsprechendes spurhaltendes Nachführen des Gertes. Durch eine gleitende
Bewegung der Gleitspitze (10) entsteht beim schrägen Aufsetzen keine, von der Spur
abdrängende Richtkraft, wie es bei einer Rolle der Fall wäre. Die Verlängerung (9)
kann durch Verschiebung innerhalb der Befestigungen (11) der Schrittlänge angepaßt
werden. Die Bindung (15) wird wie beim normalen Ski derart montiert, dal die Scnuhspitze
etwa in den Schwerpunkt des Trainingsgerätes zu liegen kommt.
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keim Bergabfahren wird das Trainingsgerät über einen in Griffhöhe
an Läufer befestigten Seilzug (12) den Hebel (13) und das federnd befestigte Spritzschutzblech
(14) abgebremst.
L e e r s e i t e