DE2754001C2 - Alkalimetalldampf-Hochdrucklampe - Google Patents
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Description
25
Die Erfindung betrifft eine Alkalimetalldampf-Hochdrucklampe gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Bei den Alkalimetalldampf-Hochdrucklampen ist der Kolben aus Keramik im allgemeinen in einem äußeren
Glaskolben montiert Ein geeignetes Material für den keramischen Koroen ist hochdichtes polykristallines
Aluminiumoxyd oder synthetisch*-, Saphir. Die Füllung
des Kolbens umfaßt Natriun: und schließt üblicherweise Quecksilber ein, um die Wirksam^· ■ nt zu verbessern,
sowie ein Edelgas zur Erleichterung des Zündens. Der äußere Kolben, der den keramischen Kolben einschließt,
ist an dem einen Ende im allgemeinen mit dem üblichen Sockel versehen. Die Elektroden des keramischen
Kolbens sind mit Anschlüssen des Sockels verbunden, d. h. mit dem Hülsen- und dem Zentralkontakt
und der Raum zwischen den beiden Kolben ist zur Wärmekonservierung üblicherweise evakuiert
Die Natriumdampf-Hochdrucklampen, die zuerst 1966 im Handel erschienen, verwendeten Verschlußkappen
aus Niob, durch die sich Niobrohre in das Keramikrohr erstreckten. Ein Niobrohr, das zum
Aussaugen und Füllen benutzt wurde, wies eine Öffnung zum Inneren des Keramikkolbens hin auf und wurde
nach dem Einbringen der Füllung in den Kolben 5^.
hermetisch abgedichtet. Das andere Niobrohr, das manchmal als Absaügrohr-Attrappe bezeichnet wird,
wies eine solche Öffnung zum Inneren des Keramikkolbens hin nicht auf und diente nur als Träger für
Zuleitung und Elektrode. Niob wurde verwendet, da sein Ausdehnungskoeffizient ausreichend nahe dem der
Aluminiumoxydkeramik ist, doch ist es ein relativ teures Metal).
In der US-PS 38 82 346 ist eine Abschlußdichtung beschrieben, die dazu benutzt werden kann, Endkappe
und Auslaßrohr-Attrappe aus Niob zu ersetzen. Diese Abschlußdichtung benutzt einen Keramikstopfen, der
abgedichtet in das Ende des Keramikrohres eingelassen ist und eine zentrale durchgehende Öffnung aufweist,
durch die abgedichtet ein Zuleitungsdraht geführt ist, dessen thermischer Ausdehnungskoeffizient dem der
Keramik angepaßt ist, wobei Niob für einen Keramikstoofen
aus Aluminiumoxyd geeignet ist. Diese Konstruktion verringert die Menge des eingesetzten Niobs
gegenüber der bekannten Ausführung bis zu dem nicht mehr weiter zu reduzierenden Minimum.
In Lampen mit einem vorspringenden Auslaßrohr stellt das abgedichtete Auslaßrohr ein Reservoir für
überschüssiges Natriumamalgam außerhalb des Entladungsrohres dar. Dieses enthält somit das überschüssige
Amalgam an einem Ort weg von der direkten Wärme des Bogens und der Elektrode und das Schwärzen des
Entladungsrohres mit zunehmendem Lampenalter hat eine minimale Wirkung auf den Natriumdampfdruck
und die Lampenspannung. Die Verwendung eines äußeren Reservoirs erleichtert auch die genaue
Einstellung des Wärmeausgleiches in der Lampe, zum ■Beispiel durch Sandstrahlen eines Teiles des äußeren
Niobrohres, um auf diese Weise dessen Wärmeverlust zu regulieren und eine optimale Temperatur für die
Lichtleistung und eine lange Lebensdauer zu erzielen. Die Konstruktion mit einem äußeren Reservoir hatte
jedoch den Nachteil, daß das Auslaßrohr an der am weitesten unten befindlichen Stelle der Lampe anzuordnen
war. Dies machte es notwendig, zwei verschiedene Versionen einer gegebenen Lampe herzustellen, nämlich
eine mit dem Sockel nach oben und eine mit dem Sockel nach unten, bei denen das Entladungsrohr mit
Bezug zum äußeren Kolben umzukehren war. Wurde eine der beiden Aysführungsformen irr der falschen
Anordnung benutzt, dann konnten Vibration oder ein mechanischer Stoß dazu führen, daß ein Amalgamtröpfchen
aus dem Auslaßrohr in das heißere Entladungsrohr gelangte. Der sich daraus ergebende plötzliche Anstieg
des Dampfdruckes und die entsprechende Zunahme der Lampenspannung konnten groß genug sein, die Lampe
auszulöschen. In extremen Fällen hat der relativ kalte Amalgamtropfen sogar ein thermisches Brechen des
Entladungsrohres beim Auftreffen verursacht
Eine solche Lampe, die auch eine Alkalimetalldampf-Hochdrucklampe der vorstehenden Art ist, ist in der
DE-AS 15 89 171 beschrieben. Diese DE-AS geht aus von dem Problem der allm&hlicheir Aufzehrung von
Natrium in solchen Lampen mit einem Entladungsgefäß aus polykristallinem Aluminiumoxid, bei denen während
des Betriebes ein unverdampfter Rest an Natrium vorhanden ist Dieser Natriumverlust führt zu einer
Änderung der Betriebsdaten der Lampe während ihrer Lebensdauer.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einer solchen Lampe ist das freie Endstück eines die
Elektrodenwendel tragenden Wolframschaftes in einem rohrförmigen Metalleiter eingeklemmt, der sich durch
eine fingerhutförmige Verschlußkappe aus Niob erstreckt. Dieser Metalleiter ist mit einem Loch versehen,
durch das während der Herstellung der Lampe das Füllgas und das Amalgam in das Entladungsgefäß
eingefüllt werden. Wegen dieses Loches kann die Lampe nach der DE-AS 15 89 171 nur mit dem Sockel
nach unten betrieben v/erden.
Weiter ist in der DE-OS 25 48 301 eine Natriumdampf-Hochdrucklampe
beschrieben. Bei dieser Lampe ist angestrebt, daß eine Elektrode sehr nahe der
Endwand des Lampenkolbens angeordnet ist. Zu diesem Zweck wird der Elektrodenschaft in ein Metallrohr
eingeführt und an einer Stelle außerhalb des Kolbens durch Aufwalzen oder Sicken und möglichst noch durch
Hartverlöten dicht mit dem Metallrohr verbunden.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte, in der DE-AS 15 89 171 beschriebene
Alkalimetalldampf-Hochdrucklampe dahingehend zu
Strecke durch den Stopfen 20 in das Keramikrohr hinein
und ist hermetisch mittels einer Dichtungsmasse abgedichtet, die durch die dicke Linie 22 veranschaulicht
ist Der Halsteil des Stopfens 20 liegt innerhalb des Keramikkolbens 9, dessen Endstück gegen die Schulter
des Stopfens stößt Mittels einer Dichtungsmasse ist eine hermetische Abdichtung zwischen diesen beiden
Teilen 9 und 20 sichergestellt, wie durch die dicken
schwarzen Linien 23 und 24 veranschaulicht ist
Die Elektrode umfaßt zwei Schichten 25 UDd 26 aus Wolframdraht, die um das distale Ende eines Wolframschaftes
27 gewickelt und innerhalb des Keramikkolbens angeordnet sind Der Schaft 27 erstreckt sich weit
genug in den rohrförmigen Leiter 21, so daß er in dieser Lage sicher festgelegt, werden kann, indem man das >5
Rohr an einer Stelle außerhalb des Keramikkolbens 9 in einer Weise deformiert, daß man es über eine merkliche
• Länge über dem Schaft zusammenquetscht Vorzugsweise befindet sich die Deformation an einem mittleren
Punkt im Rohr, der einen Teil außerhalb davon zurückläßt, der geeignet ist, als Reservoir für überschüssiges
Amalgam zu dienen. Die dargestellte Deformierung ist von der Art, daß sie den Schaft 27 entlang der
ganzen Länge der abgeflachten Teile oder Flügel 28 einklemmt Gleichzeitig sind enge Kanäle 29, die am
besten in F i g. 3 erkennbar sind, auf beiden Seiten des
Schaftes 27 vorhanden, die mit dem äußeren Teil des Rohres 21 bis zur Spitze 30 in Verbindung stehen. Sie
erlauben den Durchgang von Natriumamalgam in Dampfform, verhindern jedoch dessen Bewegung als
Flüssigkeit unter normalen Betriebsbedingungen, selbst wenn sich das in der Zeichnung unten dargestellte Ende
oben befindet
Der leere Keramikkolben 9 wird bei der Herstellung in einer Kammer angeordnet, aus der man die Luft
absaugt, und mit einem Inertgas gefüllt, das bei der fertigen Lampe als Zündgas dient Innerhalb dieser
Kammer ist der Kolben 9 mit dem Rohr 21 nach oben gehalten und ein Zuführungsgerät läßt eine Kugel
flüssigen Natriumamalgams in den Kolben 9 fallen. Das Amalgam ist vorher auf eine Temperatur oberhalb von
Zimmertemperatur erhitzt worden, bei der es flüssig ist und leicht fließt. Mit einem mechanischen Gerät wird
dann das Ende des Metalleiters 21 bei 30 mit ausreichend Kraft zusammengequetscht, um eine
hermetische Kaltschweißstelle zu erhalten. Der Kolben 9 wird in dem Außenkolben 2 durch einen Leiter 31
gestützt, der von dem rohrförmigen Metalleiter 21 zu einem Trägerstab 32 verschweißt ist, wobei der Stab 32
mit der Zuleitung 5 verbunden ist. w
Durch diese Dichtungsstruktur wird ein verbesserter Wärmeübergang zum Amalgamreservoir geschaffen.
Das distale Ende des Elektrodenschaftes befindet sich bei der maximalen Elektrodentemperatur und da der
Schaft 22 sich nun über die ganze Strecke durch die Quetschstelle 28 erstreckt, sichert dies eine gute
Wärmeübertragung bis zu diesem Punkt. Der verbesserte Temperaturgradient stellt sicher, daß das flüssige
Amalgam in diesem Reservoirbereich angeordnet ist, d. h. zwischen der Anwürgstelle 28 und der Quetschdichtung30
und dies macht ein Sandstrahlen überflüssig.
Als Ergebnis der engen Kanäle 29 an der Ankröpfung erhält man eine universal einsetzbare Lampe. Der
Wärmeausgleich ist derart, daß das abgequetschte Ende 30 der kalte Fleck der Lampe ist, an dem sich
überschüssiges Amalgam ansammelt. Wird die Lampe mit dem Auslaßiohr 21 nach unten betrieben, dann
sorgen sowohl der Wärmeausgleich als auch die verbessern, daß das sich außerhalb des Kolbens im
rohrförmigen Metalleiter befindliche Reservoir für überschüssiges Amalgam genutzt werben kann, ohne
daß dabei aus Gründen der Betriebssicherheit dieser Metalleiter an der anji weitesten unten befindlichen
Stelle der Lampe angeordnet werden muß.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäS dadurch gelöst, daß das Anwürgen des rohrförmigen Leiters an den
Metallschaft ebenfalls außerhalb des Kolbens erfolgt ist, wobei durchgehende enge Kanäle bestehen bleiben, die
den Durchgang von Alkalimetalldampf aus dem Reservoir gestatten.
Im folgenden wird dk Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert Im einzelnen zeigt
F i g. 1 eine Hochdruck-Natriumdampflampe, die
universell einsetzbar ist,
Fig.2 eine vergrößerte Detaildarstellung des Verschlußteils
und des angewürgten rohrförmigen Metalleiters und
Fig.3 einen Querschnitt durch den angewürgten
Metalleiter in Richtung der Pfeile 3.. 3 der Fig.2 und
zwar in einem doppelt so großen M&Ustab wie dem der Fig. 2.
In Fig. 1 ist eine Natriumdampf-Hochdrucklampe 1 in bevorzugter, einer 4G0-Watt-Größe entsprechenden
Form, dargestellt Diise Lampe 1 umfaßt einen glasarügen äußeren Kolben 2 mit einem Standard-Schraubsockel
3 an einem Ende und einem eingestülpten Stempel 4, durch den. sich in üblicher Weise ein Paar
relativ schwerer Zuleitungen 5 und 6 erstreckt deren äußere Enden mit der Schraubhülse 7 und dem
Zentralkontakt 8 des Sockels verbunden sind. Der innere Kolben 9, der zentral innerhalb des Außenkolbens
2 angeordnet ist, umfaßt ein lichtdurchlässiges Keramikrohr, geeigneterweise aus polykristallinem
Aluminiumoxyd, das durchscheinend ist oder aus einkristallinem Aluminiumoxyd, das klar und transparent
ist. Das obere Ende des Kolbens 9 ist durch ein nicht gezeigtes aus Aluminiumoxydkeramik bestehendes
Verschlußteil verschlossen, durch das sich ein Niob-Zuführungsleiter Ii erstreckt, der darin hermetisch
abgedichtet ist Der Zuführungsleiter trägt die nidht dargestellte obere Elektrode, die im allgemeinen
ähnlich der in F i g. 2 gezeigten unteren Elektrode sein kann. Der äußere Teil des Zuführungsleiters 11 verläuft
durch eine Schleife 12 im querverlaufenden Stiitzdraht 13, der an dem Seitenstab 14 befestigt ist Diese
Anordnung gestattet dte thermische Ausdehnung des Kolbens 9 während des Betriebes, wenn die untere
Endabdichtung starr an Ort und Stelle befestigt ist, und, ein elastischer Metallstreifen 15 sichert eine gute
elektrische Verbindung. Der Seitenstab 14 ist an die Zuleitung 6 geschweißt und das obere Ende ist mitteis
einer Federklammer S6 verspannt, die in einen umgekehrten Nippel 17 im gewölbten Ende des
Außenkolbens eingreift. Ein Metallreflektorband 18 mag um das obere Ende des Kolbens 9 erwünscht sein,
um die gewünschte Temperatur der oberen Endabdichtung aufrechtzuerhalten, insbesondere bei kleineren
Lampen von 250 Watt oder weniger.
In den Fig.2 und 3 ist eine bevorzugte Ausführungsform des unteren Verschlußteils und der Elektrodenstützstruktur
dargestellt. Das Verschlußteil besieht aus einem mit Schultern versehenen Keramikstopfen 20 aus
Aluminiumoxid mit einer zentralen Öffnung, durch die sich ein dünnwandiges Niobrohr 21 als rohrförmiger
Metalleiter erstreckt, das als Auslaßrohr und Zuleitung dient. Das Rohr 21 erstreckt sich nur für eine kurze
Schwerkraft dafür, überschüssiges Amalgam an der
Spitze zu halten. Wird die Lampe umgekehrt und mit dem Auslaßrohr 21 nach oben betrieben, dann sorgt der
Wärmeausgleich dafür, daß sich überschüssiges Amalgam an der Spitze kondensiert und dei Oberflächenspannung
bzw. Kapillarkraft ist normalerweise ausreichend, den Überschuß in dem keilförmigen Volumen zu
halten. Sollte es jedoch unter Vibration oder mechanischem Stoß vorkommen, daß sich ein Tröpfchen des
Amalgam aus dem keilförmigen Volumen löst, dann wird das fallende Tröpfchen in einem der engen Kanäle
29 gehalten. Der Wärmeausgleich sorgt für einen Anstieg der Temperatur von der Spitze 30 bis zum Ort
der Quetschstelle 28 um etwa 10 bis 200C. Aufgrund dieses Temperaturunterschiedes verdampft das Tröpfchen
langsam und kondensiert sich wieder an der Spitze, wodurch es in das keilförmige Volumen zurückgeführt
ist. Der Temperaturunterschied zwischen der Quetschstelle 28 und der Spitze 30 ist jedoch nicht groß genug,
um einen merklichen Dampfdruckanstieg beim Betrieb der Lampe zu verursachen. Auf diese Weise hat man bei
der bevorzugten Ausführungsform mit einem keramischen Verschlußteil 20 den Nutzen der universellen
Einsetzbarkeit der Lampe zusammen mit einem äußeren Reservoir unter Verwendung einer minimalen
Menge teuren Niobs.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:AlkaBmetalldampf-Hochdrucklampe mit einem rohrförmigen, lichtdurchlässigen keramischen Kolben, mit VerschluBteflen, die die Elektroden tragen, und mit einer ionisierbaren Füllung, die Alkalimetall, vorzugsweise als Amalgam, enthält, wobei eine Baueinheit aus Verschlußteil und Elektrode einen rohrförmigen Metallener einschließt, der durch das VersehJußtefl hindurchführt, außerhalb des Kolbens unter Bildung eines Reservoirs für den kondensierten Alkalimetalldampf verschlossen ist und auf der der Elektrode zugewandten Seite des Reservoirs mit dem die Elektrode tragenden Metallschaft durch Anwürgen verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Anwürgen des rohrförmigen Leiters (21) an den Metallschaft (27) ebenfalls außerhalb des Kolbens erfolgt ist, wobei durchgehende enge Kanäle (29) bestehen bleiben, die den Durchgang, ron Alkalimetalldampf aus dem Reservoir gestattfeii
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