DE2752560B2 - Verfahren zur Analog-Digital-Umsetzung von Spannungen nach dem Mehrfach-Integrationsprinzip und Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Analog-Digital-Umsetzung von Spannungen nach dem Mehrfach-Integrationsprinzip und Schaltungsanordnung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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- H03M—CODING; DECODING; CODE CONVERSION IN GENERAL
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- H03M1/10—Calibration or testing
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Landscapes
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- Theoretical Computer Science (AREA)
- Analogue/Digital Conversion (AREA)
Description
. .„ μ. A..«.*.»·.» n^.— ΛΠΠΟ
vviiii /Ausgang cuica wubix-
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Analog-Digital-Umsetzung von Spannungen nach dem
Mehrfach-Integrationsprinzip, bei dem in einem ersten
Schritt ein Ladungsspeicher unter einer Meßspannung eine vorgegebene Zeitspanne lang geladen und in einem
zweiten Schritt unter einer Bezugsspannung bis zum Erreichen einer vorgegebenen Spannungsschwelle bei
Auszählung der dafür benötigten Zeit umgeladen wird, sowie auf eine Schaltungsanordnung zur Durchführung
des Verfahrens.
Ein Verfahren und eine Schaltungsanordnung dieser Art sind im »Archiv für Technisches Messen« (ATM)
Blatt J O77O-F 4, Seite 37, vom März 1975 beschrieben.
Bekannte Verschlüsselungsverfahren auf der Basis von Integrationsverfahren, zu denen vor allem das
Prinzip der Doppelintegration (Dual-Slope) gehört, weisen bei der Verschlüsselung kleiner Meßspannungen
den Nachteil auf, daß die Nulldriften U0 des für deren
Verstärkung erforderlichen Meßverstärkers als Nullpunktsfehler, sowie die Änderungen seines Verstärkungsfaktors als Empfindlichkeitsfehler das Verschlüsselungsergebnis sehr stark fehlerhaft verfälschen
können.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, bei möglichst geringfügigen Änderungen an schon bekannten Schaltungen den Einfluß von Nulldriften des
Meßverstärkers zu eliminieren bzw. stark zu reduzieren, sowie den Einfluß von langzeitigen Änderungen des
Verstärkungsfaktors des Meßverstärkers ebenfalls zu eliminieren und dadurch die Empfindlichkeitsfehler
stark zu verringern.
Dabei sollen die positiven Eigenschaften der bekannten Integrationsschaltungen, wie die Elimination des
Einflusses langzeitiger Schwankungen des Verstärkungsgrades, eines Meßwiderstandes und des Ladungsspeichers, sowie der Frequenz eines Zählimpulsgenerators, unverändert bleiben.
Verfahren gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der
Ladungsspeicher in einem dritten Schritt unter der umgepolten Meßspannung die gleiche vorgegebene
Zeitspanne lang weiter umgeladen, sowie in einem vierten Schritt unter der umgepolten Bezugsspannung
bis zum Erreichen der Spannungsschwelle bei Auszählung der dafür benötigten Zeit wieder geladen wird,
wobei im Rhythmus der aufeinanderfolgenden Schritte die Meßspannung und die Eezugsspannung abwechselnd über einen Vorverstärker geführt sind, und die
Summe der im zweiten und vierten Schritt ausgezählten Umladungs- bzw. Ladungszeiten des Ladungsspeichers
als Maß für die Meßspannung dient
Mit diesem Verfahren wird — wie gezeigt wird — der
Einfluß der Verstärkereigenschaften auf das Meßergebnis stark zurückgedrängt und dadurch der Einsatz
einfacher, besonders preiswerter und zuverlässiger, vollintegrierter Operationsverstärker ermöglicht Dies
bildet eine Voraussetzung dafür, daß mit Hilfe der Erfindung vollintegrierbare Verschlüßleranordnungen
für sehr kleine Meßspannungen/Strörne unter Einschluß des Meß- und Integrationsverstärkers vorgesehen
werden können.
Zweckmäßig wird als Ladungsspeicher ein Miller-Integrator vorgesehen.
Eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens mit einem dem Miller-Integrator vorgeschalteten Vorverstärker bzw. einem nachgeschalteten
Schmitt-Trigger, einem von diesem angesteuerten UND-Gatter, dessen zweiter Eingang am Ausgang
eines Zählimpulsgenerators liegt und dessen Ausgang mit dem Eingang eines Zählers verbunden ist, sowie
einer von einer Logikschaltung gesteuerten Schalteinrichtung, welche die wechselweise Durchschaltung der
Meßspannung bzw. der Bezugsspannung an den Miller-Integrator betätigt ist dadurch gekennzeichnet
daß an den Ausgang des Zählers ein Ubernahmespeicher angeschlossen ist der, gesteuert von einem
gegenüber dem das UND-Gatter steuernden Signal invertierten Ausgangssignal des Schmitt-Triggers, die
den Vom ersten Erreichen der vorgegebenen Spannungsschwelle begrenzten Ladezeitabschnitt darstellende Impulszahl übernimmt, und daß zwischen entsprechenden Bitausgängen des Zählers und des Übernahmespeichers ein Vergleicher geschaltet ist. dessen Inhaltsgleichheit markierendes Ausgangssignal als zusätzliches
Steuersignal für die Logikschaltung dient.
Eine Weiterbildung der Schaltungsanordnung zeichnet sich dadurch aus, daß die Schalteinrichtung zur
wechselweisen Durchschaltung der Meßspannung bzw. der Bezugsspannung an den Miller-Integrator ein
einfacher Umschalter ist dem ein von dem invertierenden Ausgang des Schmitt-Triggers gesteuerter Un.polschalter für beide Eingangsklemmen des Vorverstärkers
nachgeschaltet ist, und der Umschalter vom Ausgang eines ODER-Gatters gesteuert ist, dessen beide
Eingänge von Ausgängen zweier weiterer UND-Gatter belegt sind, deren eine Eingänge an den invertierenden
bzw. nichtinvertierenden Ausgang des Schmitt-Triggers angeschlossen und deren zweite Eingänge mit dem
Ausgang des Vergleichers bzw. mit dem Übertragsausgang des letzten Zählerbits des Zählers verbunden sind.
Eine abgeänderte Schaltungsanordnung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung aus je zwei
Doppelschaltern für jede Polarität besteht und die vier Doppelschalter jeweils durch Ausgangssignale von vier
nach Art eines Ringzählers hintereinandergeschalteten Flip-Flöps eirisehaltbar sind, deren ersies von einem
Startsignal bzw. über ein ODER-Gatter von einem Übertragssignal des Zählers oder dem invertierenden
Ausgang eines dem nichtinvertierenden Ausgang des Schmitt-Triggers nachgescfaalieten weiteren Flip-Flops,
deren zweites an seinem zweiten Eingang vom invertierenden Ausgang des Schmitt-Triggers, deren
drittes an seinem zweiten Eingang vom Ausgang des Vergleichers und deren viertes an seinem zweiten
Eingang vom invertierenden Ausgang des Schmitt-Trig
gers angesteuert sind.
Die Erfindung wird an sechs Figuren erläutert
F i g. 1 stellt ein Prinzipschaltbild einer Schaltungsanordnung nach der Erfindung dar; in
Fig.2 sind Diagramme des Spannungsverlaufs am
is Ausgang des Miller-Integrators und die dazugehörigen
Schaltzeiten längs einer Zeitachse aufgetragen; in
Fig.3 ist ein näher detailliertes Schaltbild eines
Ausführungsbeispiels der Erfindung gezeichnet; die
F i g. 4 stellt Diagramme der Ausgangsspannung des
Miller-Integrators und dazugehörige Signaldiagramme
an ausgewählten Punkten der Schaltung längs einer Zeitachse dar; in
Fig.5 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der
Erfindung gezeigt das sich im wesentlichen durch eine
gegenüber dem Ausführungsbeispiel der F i g. 3 geänderte Logikschaltung unterscheidet; in
F i g. 6 ist ein Diagramm der Ausgangsspannung des Miller-Integrators zusammen mit einem zugehörigen
Schalterdiagramm längs einer Zeitachse aufgetragen.
An zwei Eingangsklemmen Ki und K 2 liegt eine
Meßspannung Ux. Zwei weitere Eingangsklemmen K 3
und K 4 sind mit einer Bezugsspannung Un belegt Die
Klemmen Ki und K 3 sind mit zwei festen Kontakten eines Umschalters 51 verbunden. Der bewegliche
Kontakt des Umschalters S1 liegt an einem Mittelkontakt eines Umpolschalters 52. Die beiden äußeren
festen Kontakte des Umpolschalters 52 sind an die miteinander verbundenen Eingangsklemmen K2 und
KA angeschlossen. Die beiden beweglichen Kontakte
des Umpolschalters 52 liegen an den Eingangsklemmen eines Vorverstärkers Vl. An den beweglichen Kontakten liegt eine Spannung u* In der nicht an Masse
liegenden Zuleitung zu der Eingangsklemme des Vorverstärkers Vl ist ein Generator D für die
Störspannungen uo des Verstärkers Vl angenommen. Direkt an den Eingangsklemmen des Verstärkers Vl
liegt die Spannung üb Am Ausgang des Verstärkers Vl
liegt die Spannung uA. Der Ausgang des Verstärkers ist
über einen Widerstand R mit der einen Eingangsklem
me eines Miller-Integrators V2 verbunden. Die andere
Eingangsklemme des Miller-Integrators liegt an Masse. Die nicht an Masse liegende Eingangsklemme des
Miller-Integrators V2 ist mit dessen Ausgang über einen Integrationskondensator C verbunden. An der
Ausgangsklemme liegt gegen Masse des weiteren eine Starttaste 53. Die Ausgangsklemme des Miller-Integrators führt die Spannung in. Weiterhin ist der Ausgang
des Miller-Integrators V2 mit dem Eingang eines als Komparator dienenden Schmitt-Triggers ST verbun
den. Der Ausgang des Schmitt-Triggers ist einer
Logikschaltung LS zugeführt Weiter steht der Ausgang des Schmitt-Triggers ST mit einem Eingang eines
UND-Gatters Ui in Verbindung. Der andere Eingang
des UND-Gatters liegt an einem Zählimpulsgenerator
G, der eine Zählimpulsfolge mit der Frequenz /b abgibt.
Der Ausgang des UND-Gatters Ui ist an einen Zähler
Z angeschlossen. Steuerleitungen führen von der
dem Umschalter S ι und dem
Im folgenden soll an der F i g. 1 die Wirkungsweise der Erfindung erläutert werden. Mit Hilfe des von der
Logikschaltung steuerbaren Umschalters 51 kann in der Ruhestellung die Meßspannung Ux und in der
angeregten Schalterstellung die Bezugsspannung un auf
den Meßverstärker Vl geschaltet werden.
Beide Spannungen können außerdem durch den Umpolschalter 52 in ihrer Polarität bezüglich des
Eingangs des Verstärkers Kl umgekehrt werden.
Auf der Eingangsseite des Verstärkers sind im Generator D als Quelle für die Störspannungen i/o die
Driftursachen des Meßverstärkers ersatzweise zusammengefaßt Das reale Verstärkungsverhalten des
Verstärkers wird durch die seine Ausgangsspannung mit der Eingangsspannung verknüpfende Übertragungsfunktion
U0)
(1)
dargestellt
Die Übertragungsfunktion des Miller-Integrators aus dem Widerstand R, dem Kondensator C und dem
Verstärker V2 lautet wie bekannt:
(2)
Die Bildung des Verschlüsselungsergebnisses wird anhand des in Fig.2 dargestellten zeitlichen Spannungsverlaufs von Ui. sowie des darunter dargestellten
Schalterdiagramms auf der gleichen Zeitachse erläutert. Zum Zeitpunkt Ib soll durch Betätigung der Starttaste
53 der Kurzschluß des Ausgangs des Miller-Integrators aufgehoben werden. In der Folge wird eine Integrationsspannung
aufgebaut, weil in dieser ersten Integrationsphase die Meßspannung +ux als Eingangsspannung uc am Eingang des Verstärkers Vl liegt Sofern die Meßspannung
ux eine Gleichgröße ist erfolgt dabei ein streng linearer
Anstieg von un(t). Überlagerte Wechselkomponenten führen in bekannter Weise zu einer entsprechenden
Wellenüberlagerung des in F i g. 2 gezeichneten linearen Anstiegsverlaufs.
Zum Zeitpunkt fi erreicht u/i die Umschaltspannung
ust des Komparator 57; dessen Umschaltimpuls die
Logikschaltung veranlaßt das UND-Gatter UX zu
öffnen und Zählimpulse aus dem Zählimpulsgenerator G im zeitlichen Abstand T0= Mk in den Zähler Z zu
leiten.
Der zuvor auf Null gesetzte Zähler gibt bei Erreichen
seines Inhaltes N, also nach einer konstanten Zeitspanne, einen Übertragsimpuls ab, der die Logikschaltung
zur Beendigung des ersten Integrationsschrittes veranlaßt
Am Ende des ersten Integrationsschrittes, also zum Zeitpunkt h=t\ + N ■ T0, hat sich die Spannung Un
gegenüber der Spannungsschwelle ust um den Betrag
/)h,i = Aun = ■
(U1 + U0)Ot =
RC
U0)N-T0
geändert
Jetzt wird von der Logikschaltung der Umschalter 51
umgesteuert und damit der zweite Integrationsschritt von f2 bis fs= t2 + m ■ To eingeleitet m ist dabei die für
die Zeitspanne dieses Integrationsschrittes repräsentative Zählimpulszahl.
Während dieser Integrationsphase liegt die Bezugsspannung -Un am Eingang des Verstärkers Vl. Es
'2 + "I T0
= -Aun= -
(-Un + U0)Ot = -
erfolgt ein Abbau der Integrationsspannung u» bis diese
Spannung nach m Zählimpulsen (nach der Zeit n\ ■ T0)
wieder die Spannungsschwelle ust erreicht hat Dann hat sich die Integrationsspannung u; um den Wert
di/,2= —Δ u/i geändert
In dieser Integrationsphase ist uA~ V{-uN+uo\ so
daß eine Rechnung ergibt
Γ (Un-U0)TI1 -T0.
Aus dem Gleichsetzen der Gleichungen (4) und (5) ergibt sich das Zählergebnis nach dem zweiten
Integrationsschritt zu
Un-U0
Un
Bemerkenswert an diesem Ergebnis ist daß nicht nur
langfristige Änderungen der Zählimpulsfrequenz /o und von R und Q wie schon bei den herkömmlichen
VerscbJüßlerschaltungen des Dual-Slope-Typs üblich,
sondern daß zusätzlich auch der Verstärkungsfaktor ν ohne Einfluß auf das Verschlüsselungsergebnis bleibt
Der Einfluß der Störspannung U0 ist jedoch gegenüber
der üblichen Technik noch etwa um den Faktor (1 + uo/un) größer. Aus diesem Grunde wird ein zweiter
Doppelintegrationsschritt angehängt in dem die Meßspannung ux und die Bezugsspannung uN jeweils mit
umgekehrtem Vorzeichen auf den Eingang des Verstärkers Vl gegeben werden.
go Zu diesem Zweck löst der Umschaltimpuls des
Komparators 57 Ober die Logikschaltung LS das
Zurückfallen des Umschalters 51 und das Umsteuern des Umpolschalters 52 und damit den dritten
Integrationsschritt aus, der wieder Ober eine Zeit von N · 7o vom Zeitpunkt Ϊ3 bis zum Zeitpunkt h+N · T0
geführt wird Jetzt liegt die umgepolte Meßspannung -Ux am Eingang des Verstärkers Vl und damit am
Eingang des Verstärkers V2 die Spannung v{—ux
/5 - 1} + N ■ T0
I2 f »ι 7j)
geändert
Zum Zeitpunkt h weist der Zähler Z erneut den
Zählerstand m auf. Das ist aus F ig. 2 zu entnehmen. Dieser Zeitpunkt repräsentiert durch den Zählerstand
n%, wird dazu benutzt über die Logikschaltung LS
emeut den Umschalter S1 umzusteuern und damit den
vierten Integrationsschritt einzuleiten. Während dieses Schrittes wird die Integrationsspannung u, wieder um
Am 11 auf die Spannungsschwelle us,des Komparators ST
Ii · »2 T0
zurückgeführt jetzt liegt die positive Bezugsspannung +Us am Eingang des Verstärkers Vt. Die verstärkte
Spannung ua=v(+un+uo) führt nach ife Impulsen, d.h.
nach der Zeit n2 · T0, zum Zeitpunkt fe zum erneuten
Umspringen des Komparators ST. Zu diesem Zeitpunkt fc ist der Verschlüsselungsvorgang durch Sperren des
UND-Gatters t/i beendet Die Änderung der inicgrationsspannung4u,<
findet man aus
U0)H2T0
Aus den Gleichungen (7) und (8) findet man die Impulsanzahl n2 zu
vorgegebenen Meßbereichsendwert uxml, der Eingangs
spannung Ux in das fehlerfreie VerschlOsselungsergebnis
(11)
In der Zeit von is bis % wird der Zähler von n\ auf
/2| + /I2 weitergezählt und zeigt daher ab dem Zeitpunkt
k das durch Addition der Gleichungen (6) und (9) erhaltene Verschlüsselungsergebnis
n. +
Iun-U0
ff
(9a)
an. Daraus wird, auf einen gemeinsamen Hauptnenner
gebracht
s = n, + H2 = 2
un-"o
N.
(9b)
ON
1 _ /ifo\
— +
(10)
Aus Gleichung (10) läßt sich entnehmen, daß im Falle fehlerfreier Funktion des Meßverstärkers Vt, also so
umsetzt Aus der Gleichung (11) ergibt sich bei Vorgabe
von uxmtx dann aufgrund der Überlegung, daß auf alle
Fälle /Jnm^ Λ/^bleiben muß, um eindeutige Verschiüsselungsergebnisse zu erhalten, die Dimensionierungsvorschrift für die Größe der Bezugsspannung uN zu
u"
IN
Daraus ist zu entnehmen, daß man das Verhältnis nmax um so größer zu wählen hat, je weniger
man für die Verschlüsselung des Meßbereichsendwertes Win» die Zählerkapazität Nausnutzt d h. je kleiner
man β,πβ/Λ^macht Mit der Dimensionierungsvorschrift
der Gleichung (12) kann man nun die auf den Endwert Uxmu bezogenen Relativfehler der Anordnung nach der
Erfindung berechnen, die mit Gleichung (10) im Fehlerfalle, d. h. beim Auftreten von Nullpunktschwanklingen im Meßverstärker Vl, bei den Verschlüsselungsergebnissen zu erwarten sind
^ Γ
gn
1. nicht mehr von der Verstärkung vdes Meßverstärkers
Vi und deren langzeitigen Änderungen abhängig ist und
2. daß der von der Driftspannung U0 hervorgerufene
Empfindlichkeitsfehler (Relativfehler)
\2/V M111101/
nur noch dem Quadrat des Verhältnisses der Driftspan
nung i* zur Aussteuerspannung u^mu, multipliziert mit
dem Quadrat des Verhältnisses /w/2 N des maximalen
Zählergebnisses /Wr, zum Zählerinhalt Λ/proportional
ist
Da man im Interesse der Ausmittelung dynamischer Schwankungen (Störungen) der Meßspannung Ux die
feste Integrationszeit 2 N · T0 möglichst groß macht, die
maximale Auslesezeit Ji01n · T0 aber möglichst klein,
wird in der Praxis meist das Verhältnis
2 N 10
seia Solange daher die Driftspannungen i*>
z. B. die Bedingung
U0 < 10~2 ■ u
(16)
erfüllen, bleiben mit Gleichungen (15) und (14) die Empfindlichkeitsfehler
1(T6. (17)
Aus Gleichung (13) ist 3. zu entnehmen, daß das Verschlüsselungsergebnis nges einen sehr stark verkleinerten
Nullpunktsfehler
»max (
"θ
(18)
aufweist Dies zeigt sich, wenn Gleichungen (15) und (16)
und Gleichung (18) eingesetzt werden
"L(IO-2P-I-IO-*. (19)
(20)
Damit ist der über Gleichung (6) aus
"0
N ur
ableitbare Nullpunktsfehler des bisherigen Dual-Slope-Verfahrens
■fön —
"ο
um den Faktor
F0D
F0D
2ΛΓ
2000'
(21)
(22)
d. h. erheblich reduziert
Dies sei zur Demonstration noch an einem praktischen Beispiel veranschaulicht:
Greift man bei einem Digitalvoltmeter nach dem Prinzip der Erfindung auf den derzeit wohl billigsten
Operationsverstärker uA 741 mit 15 μν/Κ Nullpunktsdrift
über der Temperatur und maximalen Schwankungen der Offset-Spannung von ca. 200 μν als Meßverstärker
zurück, so könnte eine Meßspannung von Ux=ImV aufgrund der Offset-Änderungen alilein
immerhin noch mit Nullpunktsfehlern unter 2%o gemessen werden. Den gleichen Fehler würde erst eine
Temperaturänderung von ±13 K hervorrufen.
Da man aber bei Digitalvoltmetern und ProzeEsignalformern,
die den Anschluß von Prozeßrechnern an die Prozeßperipherie über Multiplexer eta ermöglichen,
durchaus auch hochwertige Verstärker mit entsprechend kleineren Nulldriften einsetzen kann, lassen sich
die Fehlergrenzen solchermaßen ausgerüsteter Meßeinrichtungen mittel*, der Erfindung noch ganz entscheidend
senken und beispielsweise bei DMS-Aufnehmern (Wägeanlagen), Thermoelementen, Widerstandsthermometern
etc, deren Meßspannungen bisher zu klein dafür waren, einen direkten Anschluß an den Rechner
über einen zentralen Prozeßsignalformer möglich werden.
Bei einer Ausführungsform der Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung ist
in F i g. 3 über die schon in F i g. 1 erläuterten Schaltelemente hinaus insbesondere die Logikschaltung
in näheren Einzelheiten gezeigt. So wird die Steuerung des Umpolschalters 52 von einem invertierten Ausgangssignal
Ä des Schmitt-Trigger^ ST bewirkt. Das gleiche invertierte Ausgangssignal A ist auch an einen
Übernahmespeicher US gelegt, dessen Biteingänge mit
ίο entsprechenden Bitausgängen des Zählers Z verbunden
sind. Diese Bitausgänge sind ebenso wie die Bitausgänge des Übernahmespeichers US mit entsprechenden
Eingängen eines digitalen Vergleichers VG verbunden. Der Umschalter Sl wird vom Ausgangssignal eines
ODER-Gatters OR gesteuert, dessen Eingänge von Ausgängen zweier UND-Gatter i/2 bzw. t/3 belegt
sind. An den Eingängen des UND-Gatters i/3 liegt ein
Obertragsausgang des letzten Bits des Zählers Z bzw. der nichtinvertierende Ausgang des Schmitt-Triggers
ST. An den Eingängen des UND-Gatters i/2 liegt ein,
ein Ausgangssignal V führender Ausgang des digitalen Vergleichers VG, sowie der invertierende Ausgang des
Schmitt-Triggers ST. Der nichtinvertierende Ausgang des Schmitt-Triggers ST ist mit dem Setzeingang eines
Flip-Flops FF verbunden. Einer der Ausgänge des Flip-Flops FF, der ein Signal B führt, liegt an einem der
Eingänge des schon in der F i g. 1 enthaltenen UND-Gatters Ui, das als Torschaltung den Zähleingang
des Zählers Z für die aus dem Generator G gelieferten Zählimpulse steuert
In F i g. 4 ist der Verlauf der Integrationsspannung u;
am Ausgang des Integrators, sowie die zeitlich zugeordnete Erzeugung der verschiedenen Logikimpulse
wiedergegeben. Hierbei wird für die Gevinnung eines Signals Vfür die Umschaltung vom dritten auf den
vierten Integrationsschritt bei f5 der Übernahmespeicher
US verwendet, in den am Ende des zweiten Integrationsschrittes zunächst der Zählwert m eingespeichert
wurde. Während des dritten Integrations-Schrittes wird der Zähler Z von m bis N weitergezählt
und dann von Null beginnend erneut hochgezählt Beim Wiedererreichen des Wertes n\ nach insgesamt N
Impulsen meldet dies der Vergleicher VG durch den Impuls V, der den Schalter 51 umsteuert und damit die
vierte Integrationsphase einleitet, in welcher der Zähler von m um It1 Impulse auf den Verschlüsselungswert
nges= m+ni hochgezählt wird.
Die F i g. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, in der im wesentlichen eine andere
Logikschaltung verwendet ist Die mit den Schaltelementen der Fig. 1 und 3 übereinstimmenden Schaltelemente
sind mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet Beim Ausführungsbeispiel nach der Fig.5 sind die
Schalter 51 und 52 durch eine Schalteinrichtung aus je
zwei Doppelschaltern 55, 56 bzw. 57, 58 für jede Polarität ersetzt Betätigungssignale für die vier
Doppelschalter werden jeweils den Ausgängen von vier nach Art eines Ringzählers hintereinandergeschalteten
Flip-Flops FFl bis FF4 entnommea Das erste Flip-Flop FFl wird über eine Starttaste 53 angestoßen.
Sein Rückstellsignal wird von einem ODER-Gatter OR 5 geliefert, dessen Eingänge einerseits vom invertierenden
Ausgang des vom Schmitt-Trigger ST angestoßenen Flip-Flops FF bzw. vom Übertragseingang des
letzten Bits des Zählers Z belegt sind. Der zweite Eingang des zweiten Flip-Flops FF2 ist vom Ausgangssignal
des invertierenden Eingangs des Schmitt-Triggers ST belegt Die zweiten Eingänge der Flip-Flops-
FF3 bzw. FFA sind vom Ausgangssignal V des Vergleichers VG bzw. vom Ausgangssignal A des
nichtinvertierenden Ausgangs des Schmitt-Triggers ST belegt Ein Flip-Flop FF5, dessen Setzeingang vom
Startsignal der Starttaste 53 und dessen Rückstelleingang vom invertierenden Ausgang des Flip-Flops FF
belegt ist, steuert einen Kurzschlußschalter 59 für den Integrationskondensator C Über die vier Doppelsr-halterstrecken
werden jeweils nur eine der beiden Spannungen Ux oder un in jeweils einer der Polaritäten
an den Eingang des Verstärkers V1 gelegt Zweckmäßig
werden die Schaltstrecken 55 bis 58 als Feldeffekttransistoren ausgeführt, da sich diese direkt
von den Ausgängen der Flip-Flops FFl bis FF4 in der für hohe Verschlüsselüngsgeschwindigkeiten notwendigen
kurzen Zeit schalten lassen und dabei selbst hinreichend frei von Thermo- und Kontaktspannungen
sind. Die gewählte Anordnung der Schalter 55 bis 58
gewährleistet, daß selbst beim Vorliegen derartiger Störspannungen in deren Schaltstrecken nur immer die
paarweisen Differenzen zur Wirkung kommen und damit mindestens um den Faktor 10 in ihrem Einfluß
reduziert sind.
Die Genauigkeit verbessernde, aus der Zweifach-Integrationstechnik
bekannten Methoden, wie z.B. das Synchronisieren der Integrationsphasen mit den Zählimpulsen,
das Einfügen von Beruhigungszeiten nach jedem Schaltvorgang auf eine neue Integrationsphase,
die Wahl von Zählerinhalt N und Zählimpulsfrequenz k
so, daß
N-T0=
/ο
' Netz ι
(23)
wobei G= 1, 2, 3, 4 .., d. h., daß die Integrationszeiten
für die Meßspannung in der ersten und dritten Integrationsphase ein ganzzahliges Vielfaches der
Periodendauer der Netzfrequenz betragen, damit an Filteraufwand gespart wird, können naturgemäß auch
beim Verfahren nach der Erfindung angewendet werden.
In F i g. 6 ist ein sich selbst erklärendes Diagramm der Integrationsspannung u, und der dazugehörigen
Schalterzeiten längs einer Zeitachse dargestellt
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zur Analog-Digital-Umsetzung von Spannungen nach dem Mehrfach-Intergrationsprinzip, bei dem in einem ersten Schritt ein Ladungsspeicher unter einer Meßspannung eine vorgegebene
Zeitspanne lang geladen und in einem zweiten Schritt unter einer Bezugsspannung bis zum
Erreichen einer vorgegebenen Spannungsschwelle bei Auszählung der dafür benötigten Zeit umgeladen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladungsspeicher in einem dritten Schritt unter der
umgepolten Meßspannung (ux) die gleiche vorgegebene Zeitspanne (N- 7J) lang weitet umgeladen,
sowie in einem vierten Schritt unter der umgepolten Bezugsspannung (un) bis zum Erreichen der
Spannungsschwelle (ust) bei Auszählung der dafür
benötigten Zeit (οι · T0) wieder geladen wird, wobei
im Rhythmus der aufeinanderfolgenden Schritte die Meßspannung (ux) und die Bezugsspannung (uN)
abwechselnd über einen Vorverstärker (V \) geführt sind, und die Summe der fm zweiten und vierten
Schritt ausgezählten Umladungs- bzw. Ladungszeiten des Ladungsspeichers als Maß für die Meßspan-
nung (Ux) dient.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Bezugsspannung
(un) zur maximalen Meßspannung (uxmak) größer als
10 gewählt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Ladungsspeicher ein Millerintegrator (R, Q V2) benutzt wird.
4. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, mit einem dem
Miller-Integrator vorgeschalteten Vorverstärker bzw. einem nachgeschalteten Schmitt-Trigger,
einem von diesem angesteuerten UND-Gatter, dessen zweiter Eingang am Ausgang eines Zählimpulsgenerators liegt und dessen Ausgang mit dem
Eingang eines Zählers verbunden ist, sowie einer von einer Logikschaltung gesteuerten Schalteinrichtung,
welche die wechselweise Durchschaltung der Meßspannung bzw. der Bezugsspannung an den Millerintegrator betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß an
den Ausgang des Zählers (Z) ein Übernahmespeicher (US) angeschlossen ist, der, gesteuert von einem
gegenüber dem das UND-Gatter (U 1) steuernden Signal invertierten Ausgangssignal des Schmitt-Triggers (ST), die den vom ersten Erreichen der
vorgegebenen Spannungsschwelle (ust) begrenzten Ladezeitabschnitt darstellende Impulszahl (n\) übernimmt, und daß zwischen entsprechenden Bitausgängen des Zählers (Z) und des Übernahmespeichers (US) ein Vergleicher (VG) geschaltet ist,
dessen Inhaltsgleichheit markierendes Ausgangssignal (V) als zusätzliches Steuersignal für die
Logikschaltung dient.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung zur
wechselweisen Durchschaltung der Meßspannung (ux) bzw. der Bezugsspannung (un) an den Miller-Integrator (R, C, V2) ein einfacher Umschalter (S 1) ist,
dem ein von dem invertierenden Ausgang des Schmitt-Triggers (ST) gesteuerter Umpolschalter
fS 2) für beide Eingangsklemmen des Vorverstärkers (Vi) nachgeschaltet ist, und der Umschalter (Sl)
ist, dessen beide Eingänge von Ausgängen zweier weiterer UND-Gatter (UX 1/3) belegt sind, deren
eine Eingänge an den invertierenden (A) bzw. nichtinvertierenden Ausgang (A) des Schmitt-Triggers (ST) angeschlossen und deren zweite Eingänge
mit dem Ausgang des Vergleichers (VG) bzw. mit dem Übertragsausgang des letzten Zählerbits des
Zahlers (ZJ verbunden sind.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung aus je
zwei Doppelschaltern (SS, S6; S7, SS) für jede
Polarität besteht und die vier Doppelschalter (S 5, 56,57,58) jeweils durch Ausgangssignale von vier
nach Art eines Ringzählers hintereinandergeschalteten Flip-Flops (FFi bis FFA) einschaltbar sind,
deren erstes von einem Startsignal bzw. über ein ODER-Gatter (ORS) von einem Übertragssignal
des Zahlers (Z) oder dem invertierenden Ausgang
eines dem nichtinvertierenden Ausgang des Schmitt-Triggers (ST) nachgeschalteten weiteren Flip-Flops
(FF), deren zweites an seinem zweiten Eingang vom invertierenden Ausgang des Schmitt-Triggers (ST%
deien drittes an seinem zweiten Eingang vom Ausgang des Vergleichers (VG)und deren viertes an
seinem zweiten Eingang vom invertierenden Ausgang des Schmitt-Triggers (ST)angesteuert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2752560A DE2752560C3 (de) | 1977-11-24 | 1977-11-24 | Verfahren zur Analog-Digital-Umsetzung von Spannungen nach dem Mehrfach-Integrationsprinzip und Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2752560A DE2752560C3 (de) | 1977-11-24 | 1977-11-24 | Verfahren zur Analog-Digital-Umsetzung von Spannungen nach dem Mehrfach-Integrationsprinzip und Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2752560A1 DE2752560A1 (de) | 1979-05-31 |
| DE2752560B2 true DE2752560B2 (de) | 1980-11-06 |
| DE2752560C3 DE2752560C3 (de) | 1981-09-03 |
Family
ID=6024570
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2752560A Expired DE2752560C3 (de) | 1977-11-24 | 1977-11-24 | Verfahren zur Analog-Digital-Umsetzung von Spannungen nach dem Mehrfach-Integrationsprinzip und Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2752560C3 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2932371C2 (de) * | 1979-08-09 | 1982-10-28 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Analog-Digital-Konverter mit einem Komparator zur Verarbeitung bipolarer Eingangsspannungen |
| US4906996A (en) * | 1988-12-02 | 1990-03-06 | John Fluke Mfg. Co., Inc. | Analog-to-digital converter with offset voltage polarity inversion |
| USRE34428E (en) * | 1988-12-02 | 1993-11-02 | John Fluke Mfg. Co., Inc. | Analog-to-digital converter with offset voltage polarity inversion |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4081800A (en) * | 1974-10-24 | 1978-03-28 | Tokyo Shibaura Electric Co., Ltd. | Analog-to-digital converter |
-
1977
- 1977-11-24 DE DE2752560A patent/DE2752560C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2752560A1 (de) | 1979-05-31 |
| DE2752560C3 (de) | 1981-09-03 |
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