DE2751929C2 - - Google Patents
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- DE2751929C2 DE2751929C2 DE2751929A DE2751929A DE2751929C2 DE 2751929 C2 DE2751929 C2 DE 2751929C2 DE 2751929 A DE2751929 A DE 2751929A DE 2751929 A DE2751929 A DE 2751929A DE 2751929 C2 DE2751929 C2 DE 2751929C2
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- C10L1/10—Liquid carbonaceous fuels containing additives
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- C10L1/24—Organic compounds containing sulfur, selenium and/or tellurium
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Description
Die Erfindung betrifft die Verwendung von Alkylbenzolsulfonsäuren
als Zusatz für Mineralöltreibstoffmischungen, die ein
dispergierte, sedimentäre, asphaltische Bestandteile
enthaltendes Rückstandsöl enthalten, zur Sedimentstabilisierung.
In der US-PS 22 96 069 werden Kohlenwasserstoffbrennstoffe
und deren Verwendung in Verbrennungsmotoren beschrieben.
Um die Ablagerung von Kohlenstoff und teerartigen Rückständen
in Verbrennungsmotoren zu unterdrücken, wird der Zusatz
von höheren Alkylarylsulfonaten zu den Kohlenwasserstoffbrennstoffen
vorgeschlagen. In dieser Druckschrift wird jedoch
auf den Rückstandsgehalt der verwendeten Brennstoffe
nicht eingegangen. Dementsprechend befaßt sich diese
Druckschrift auch nicht mit dem Problem der Instabilität
und der damit verbundenen Sedimentbildung bei Mineralöltreibstoffmischungen,
die ein dispergierte, sedimentäre,
asphaltische Bestandteile enthaltendes Rückstandsöl umfassen.
Bei Rückstandstreibstoffölen können verschiedene Typen von
Instabilität auftreten. Zu diesen gehören: (1) Abscheidung
von asphaltischen oder kohleartigen Bestandteilen, Schlamm,
Schmutz und Wasser während der Lagerung bei Normaltemperaturen;
(2) Abscheidung von schwarzem wachsartigem Material
während der Lagerung bei niedrigen Temperaturen; (3) Erhöhung
der Viskosität während der Lagerung bei Normaltemperaturen;
und (4) Unverträglichkeit oder Abscheidung von unlöslichen
Bestandteilen beim Mischen von Treibstoffölen verschiedener
Herkunft. Wenngleich sich die kommerziell zugänglichen Treibstofföle
in ihrer Neigung hinsichtlich der obigen Instabilitätstypen
stark unterscheiden können, zeigen alle Anzeichen
einer solchen Instabilität.
Die meisten Rückstands- und Mitteltreibstofföle enthalten
heutzutage schwere asphaltische Grundbestandteile in stark
schwankenden Mengen. Es gibt Hinweise darauf, daß bestimmte
Bestandteile dieser asphaltischen Grundbestandteile wie
Asphaltene, Carbene und ähnliche ihrer Natur nach kolloidal
sind, und dementsprechend ist nicht zu erwarten, daß derartige
Grundbestandteile enthaltende Mischungen in allen Fällen
echte Lösungen bilden. Viel eher ist anzunehmen, daß
einige Bestandteile in der Mischung dispergiert sind und
sich unter bestimmten Lagerungs- und Verwendungsbedingungen
abscheiden.
In der Vergangenheit wurde die Niederschlagsbildung durch
Asphaltene und Harze in Rückstandstreibstoffen, d. h. rückstandshaltigen
Treibstoffen, größtenteils dadurch vermieden,
daß man die zu mischenden Komponenten in geeigneter Weise
auswählte. Nur Destillate und Rückstände von gleichen oder
ähnlichen Rohölen wurden gemischt, so daß eine geringere
Wahrscheinlichkeit bestand für eine Kolloidzerstörung durch
Veränderungen der Löslichkeit. Außerdem wurde die Schärfe
der Rohölverarbeitung (Cracken, Destillieren, Entschwefeln)
auf ein Niveau reguliert, das Destillate und Rückstände ergab,
die beim Wiedervermischen verträgliche Treibstoffe ergaben.
Als jedoch die Rohölversorgung knapper wurde und
sich außerdem die Notwendigkeit vergrößerte, bestimmte Bestandteilfraktionen
unter schärferen Bedingungen zu verarbeiten, um
die Schwefelgehalte zu verringern, verlor der Raffineur seinen
Spielraum. Es wurde zunehmend schwieriger, Komponenten herzustellen,
die verträgliche Mischungen sicherstellten, insbesondere
solche, die außerdem die Vorschriften für niedrige Schwefelgehalte
erfüllten.
Manchmal werden in Raffinerien Treibstoffmischungen hergestellt,
die versehentlich über die Spezifikation hinausgehend Niederschläge
bilden. Dann müssen Wege gefunden werden, diese Mischungen
zu beseitigen, wie z. B. durch "Wegmischen" ("blending-
off"), Wiederverarbeitung oder Nachbehandlung mit einem Zusatz,
der das ausgefallene Material in einer solchen Weise resuspendiert,
daß es nicht die Filter, Düsen usw. von Verbrennungssystemen
verstopft.
Von Additiven oder Zusätzen des Tensid- oder Dispergiermitteltyps,
die zur Regulierung der Schlammabscheidung Kohlenwasserstofftreibstoffen
zugesetzt werden, wird manchmal behauptet,
daß sie Treibstoffe gegen die Abscheidung von asphaltischen
Bestandteilen stabilisieren. Die meisten von ihnen sind jedoch
bei den Behandlungsniveaus in der Praxis und insbesondere bei
Zwischen- oder Mitteltreibstoffen mit geringem Schwefelgehalt
entweder unwirksam oder nur begrenzt wirksam. Von der Struktur
her sind diese Additive gewöhnlich Metallsalze von Alkylarylsulfonsäuren
(siehe US-PS 28 88 338) oder komplexe aschefreie
Dispergiermittel, die eine amin-, imid-, ester- oder hydroxylartige
polare Funktionalität, gebunden an eine öllösliche Kohlenwasserstoffkette,
enthalten (siehe CA-PS 6 05 449 und US-PS
29 58 590).
Öllösliche Sulfonatadditive sind als nützlich zur Stabilisierung
gegen oxydativen Abbau (nicht Sedimentation von asphaltischen
Bestandteilen) von Mitteldestillatmineralöltreibstoffmischungen
bezeichnet worden (siehe CA-PS 6 07 389 und US-PS
29 23 611).
Die Niederschlagsbildung durch Asphaltene ist am wahrscheinlichsten,
wenn der gemischte Treibstoff nicht ausreichend aromatisch
oder naphthenisch ist, um eine adäquate Löslichkeit
zu liefern. Die Neigung zur Ausscheidung erhöht sich deshalb
mit dem Paraffingehalt, der besonders bei Treibstoffen mit
geringem Schwefelgehalt von besonders ernsthafter Bedeutung
ist, wo die Rückstandsbestandteile häufig nur 5 bis 15% der
Mischung ausmachen und das Destillat zur Entfernung von Schwefel
mit Wasserstoff behandelt worden ist oder sich von einem
paraffinischen Rohöl mit niedrigem Schwefelgehalt ableitet.
Derartige gemischte Rückstandstreibstoffe, d. h. Zwischen- oder
Mitteltreibstoffe, sind sehr anfällig für eine Kolloidzerstörung
und eine Asphaltensedimentation.
Es wurde nun gefunden, daß bestimmte Alkylbenzolsulfonsäuren
die Abscheidung von asphaltischen Bestandteilen aus Zwischen-
oder Mittelölen bzw. -treibstoffen (rückstandshaltig), die
aus unverträglichen Komponenten hergestellt worden sind,
verhindern oder erheblich verringern.
Alkylbenzole mit 20 bis 40 Kohlenstoffatomen
in der Seitenkette bzw. den Seitenketten werden
bevorzugt. Optimal sind Monoalkylbenzole mit einer durchschnittlichen
Kohlenstoffzahl in der Seitenkette von
28 bis 32. Die zur Behandlung erforderliche Menge hängt von
der Menge an Sediment oder Niederschlag ab, die sich bei
Nichtbehandlung mit dem Additiv von dem Rückstandstreibstofföl
abscheiden würde. Zur vollständigen Dispergierung ist es im
allgemeinen erforderlich, etwa 1,0 bis 1,5 Gewichtsteile
Additiv je 1 Gewichtsteil Sediment wie nach dem "Sediment-
Heißfiltrationstest" (SHF) gemessen (Industrial and Engineering
Chemistry, Vol. 10, Nr. 12, Seiten 678 bis 680 (1938); kurze
Beschreibung folgt weiter unten) zuzusetzen. Von besonderer
Bedeutung ist die Tatsache, daß das Additiv nicht nur in der
Lage ist, die Sedimentbildung zu verhindern, sondern auch
schon in einer Treibstoffölmischung gebildetes Sediment wieder
zu suspendieren.
Gegenstand der Erfindung ist also die Verwendung einer
Alkylbenzolsulfonsäure mit einer Alkylbenzolgruppe mit
einem Molekulargewicht von 300 bis 650 und folgender
Strukturformel
in der R₁ Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis
14 Kohlenstoffatomen und R₂ eine Alkylgruppe mit
14 bis 36 Kohlenstoffatomen sind, als Zusatz für Mineralöltreibstoffmischungen
mit einer kinematischen Viskosität
von 40 Saybolt Seconds Universal (SSU) bei 38°C bis 300
Saybolt Seconds Furol (SSF) bei 50°C, die ein dispergierte,
sedimentäre, asphaltische Bestandteile enthaltendes Rückstandsöl
enthalten, wobei der Rückstandsgehalt der Mineraltreibstoffmischung
5 bis 100 Gew.-% beträgt, zur Sedimentstabilisierung
in der Mineralöltreibstoffmischung, indem die
Alkylbenzolsulfonsäure in einer Menge von 50 bis 250% des
Gewichtes der nach dem SHF-Test bestimmten asphaltenischen
Bestandteile zugegeben wird.
Rückstandstreibstofföle, auf die die Erfindung anwendbar ist,
sind rückstandshaltige Öle wie Straight-Rückstand, Vakuumdestillattreibstoffe
wie Flashdestillatöle, Vakuumsumpfrückstände
und verschiedene Mischungen derartiger rückstandshaltiger
Öle mit Mitteldestillat, z. B. 150 bis 345°C-Ölen, und insbesondere
schweren Gasölen, z. B. 260 bis 345°C-Ölen. Rückstandshaltige
Öle sind Öle, die Rückstände aus der Destillation von
Rohöl oder Schieferöl oder Mischungen derselben enthalten.
Sie können aber ebenfalls Rückstände vom thermischen Cracken
oder vom katalytischen Crackverfahren sein. Im allgemeinen
enthalten die Rückstände oder die rückstandshaltigen Treibstofföle
etwa 5 bis 100%, z. B. etwa 10 bis 100 Gew.-%, Rückstand
und weisen vorzugsweise einen Siedebeginn von mehr als
315°C und insbesondere mehr als 345°C bei Atmosphärendruck
auf. Bei 100% Rückstand wird das Öl im allgemeinen als Nr. 6
Treibstofföl, Bunker C-Treibstofföl usw. bezeichnet. Rückstandsprodukte
haben gewöhnlich eine extrem hohe Viskosität
und werden herkömmlicherweise zur Bildung von rückstandshaltigen
Treibstoffölen mit geringerer Viskosität mit Destillatölen
gemischt. Das Destillatöl kann ein Mitteldestillatöl oder
ein Vakuum- oder Flashdestillatöl sein. Vakuumtreibstofföle
werden häufig durch Flashdestillation hergestellt und werden
dann Flashdestillate (flash distillates) genannt. Flashdestillate
sind deshalb solche Destillatöle, die man durch
Flashdestillation bei verringertem Druck des Rückstands aus
der Destillation von Rohöl bei Atmosphärendruck erhält.
Diese Rückstandstreibstofföle, die man vorteilhafterweise
gegen Agglomeratbildung von asphaltischen Bestandteilen und
resultierende Sedimentbildung stabilisiert, werden normalerweise
unter Spezifikationen wie in "Standard Specification
for Fuel Oils, ASTM-Designation: D 396-75, 1975 Annual Book
of ASTM Standards, Part 23, Seite 217" beschrieben, verkauft.
In dieser Spezifikation sind sechs Qualitäten beschrieben:
Nr. 1, 2, 4, 5 (leicht), 5 (schwer) und 6. Die beiden ersten
bestehen nur aus Destillat, aber der Rest enthält oft Rückstand
und kann Gegenstand des Problems der Unverträglichkeit
sein. Die Hauptbasis für die Unterscheidung der Qualitäten
ist die Viskosität, wobei Nr. 4 eine minimale kinematische
Viskosität von etwa 40 bis 45 SSU bei 38°C, Nr. 5 (leicht)
eine minimale Viskosität von etwa 150 SSU bei 38°C, Nr. 5
(schwer) eine minimale Viskosität von etwa 350 SSU bei 38°C
und Nr. 6 (Bunker C) eine maximale Viskosität von etwa 300 SSF
bei 50°C besitzen. Da die Qualitäten 4, 5 und 6 im allgemeinen
Rückstandstreibstofföle sind, reicht die Viskosität
von für die erfindungsgemäß verwendeten Additive geeigneten Treibstoffölen
von etwa 40 SSU bei 38°C bis etwa 300 SSF bei 50°C.
Häufig werden Rückstandstreibstofföle mit einer Schwefelspezifikation
im Bereich von 0,3 bis 1,5 Gew.-% Schwefel ausgezeichnet.
Dies ist insbesondere aus Umweltschutzgründen in
stark bevölkerten Gegenden der Fall. Aus diesem Grund werden
Mischungen aus Mitteldestillaten und Rückständen als Zwischen-
oder Mitteltreibstofföle verwendet. Wenn die Komponenten zur
Herstellung eines Zwischen- oder Mitteltreibstofföls
nicht miteinander verträglich sind, gibt es
sehr wahrscheinlich ein Verhältnis von Rückstand zu Destillat,
bei dem die Menge an gebildetem Sediment ein Maximum erreicht.
Dies ist in der folgenden Aufstellung illustriert:
Wenn die Konzentration an Pech gegen Null geht, so geht auch
die beim SHF-Test herausgefilterte Sedimentmenge gegen Null.
Wenn der Pechgehalt über 20% ansteigt, sinkt die herausgefilterte
Sedimentmenge im allgemeinen wieder ab, da die Kohlenwasserstoffe
in der schwereren Fraktion die asphaltischen
Bestandteile löslich machen. Wegen ihrer begrenzten Schwefelgehalte
ist jedoch häufig der Bedarf an Mischungen mit der
größten Neigung zur Niederschlagsbildung am größten.
Aus den obigen Ausführungen sollte nicht geschlossen werden,
daß Treibstofföle mit geringen Schwefelgehalten, d. h. mit
etwa 0,3 bis 1,5 Gew.-% Schwefel die einzigen sind, die von
der Behandlung mit den erfindungsgemäß verwendeten Additiven profitieren
können. Treibstofföle verschiedenster Zusammenstellung
können, wenn sie nicht miteinander verträglich sind, von dem
Einsatz der erfindungsgemäß verwendeten Additive profitieren.
Der oben zitierte Sediment-Heißfiltration-Test (Sediment by
Hot Filtration Test) ist ein analytisches Verfahren, das
entwickelt wurde, um die Neigung eines Treibstofföls, die
Feuerroste oder Düsen von Brennern zu verstopfen, vorauszusagen.
Sediment in Destillaten und Rückstandstreibstoffölen
mit Viskositäten von nicht mehr als 300 SSF bei 50°C kann
bestimmt werden. Ein Teil der Probe wird in einen mit Heizmantel
versehenen Filter gegeben und mit Dampf auf etwa
95°C erhitzt. Dann wird ohne Verdünnung durch ein Asbestpolster
bei einem Unterdruck von etwa 333,3 mbar filtriert.
Das auf dem Polster nach Waschen mit einem nicht aromatischen
Lösungsmittel wie hochsiedendem Naphtha zurückbleibende
Sediment wird in Gew.-%, abgerundet auf 0,01%, angegeben.
Die schweren Öle enthalten asphaltische Bestandteile wie
Asphaltene, Carbene und ähnliche, die ihrer Natur nach
kolloidal sind. Asphaltene sind bekannt als hoch aromatische,
hochmolekulare Bestandteile mit typischen Eigenschaften,
wie in der US-PS 30 93 573 beschrieben. Asphaltene sind im
allgemeinen fest, unlöslich in Alkanen und können durch Kontaktieren
eines asphalthaltigen Rückstands mit einem Lösungsmittel-
Fällungsmittel, normalerweise einem flüssigen Paraffin
mit 5 bis 9 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise n-Heptan,
in einem Volumenverhältnis von im allgemeinen mindest vier
Teilen Lösungsmittel-Fällungsmittel je Teil Rückstand isoliert
werden. Das Fällungsmittel bewirkt das Ausfallen der
Asphaltenfraktion als festes Material, das anschließend
durch Filtration, Zentrifugieren usw. entfernt werden kann.
Eine ausführliche Beschreibung eines Verfahrens zur Gewinnung
von Asphaltenen findet sich in der US-PS 30 87 887.
Auf diese Weise hergestellte Asphaltene sind gewöhnlich
dadurch gekennzeichnet, daß sie im wesentlichen keine in
aliphatischen Kohlenwasserstoffen lösliche Bestandteile
enthalten. Derartige Verfahren zur Entfernung von Asphaltenen
sind zeitraubend und teuer, so daß eine Stabilisierung
bevorzugt wird. Darüber hinaus erniedrigen Asphaltene
bekanntlich den Gießpunkt (Stockpunkt) von Rückstandstreibstoffölen
(siehe DT-OS 24 46 829).
Die erfindungsgemäß verwendeten Sulfonsäuren können vollständig
synthetisch oder durch
Sulfonierung von natürlichen aus Erdöl erhaltenen Alkylbenzolen
hergestellt sein. Ein Beispiel für letzteres sind
Sulfonsäuren, die man durch Behandlung von Erdölfraktionen
mit Schwefelsäure, Schwefeltrioxid und ähnlichen erhält.
Säuren dieses Typs, die besonders geeignet sind, besitzen
Molekulargewichte im Bereich von 300 bis 650 und vorzugsweise
etwa 450 bis 550.
Geeignete Alkylbenzole zur anschließenden Sulfonierung
können nach verschiedenen Verfahren synthetisiert werden.
So kann beispielsweise Benzol
mit einer olefinischen Fraktion oder einem chlorierten
Paraffin unter Verwendung eines Friedel-Crafts-
Katalysators alkyliert werden. Die Olefine wiederum können
durch Oligomerisation von Ethylen, Propylen, höheren
α-Olefinen oder Isobutylen unter Verwendung geeigneter
Katalysatorsysteme hergestellt werden. Wachsartige paraffinische
Fraktionen können in geeignetem Ausmaß, z. B. auf
einen Gehalt von einem oder mehr Cl-Atomen je Molekül chloriert
werden und anschließend mit einem Aromaten unter Verwendung
von AlCl₃ als Katalysator umgesetzt werden.
Die Sulfonierung kann unter geeigneten Bedingungen mit jedem
einer Vielzahl von Reagentien durchgeführt werden. Oleum,
konzentrierte H₂SO₄, SO₃, SO₃-Komplexe und ClSO₃H sind geeignete
Beispiele. Wahrscheinlich sind 20% Oleum und SO₃ die
verbreitetsten Reagentien und SO₃ das beste Reagens für diesen
Zweck.
Bei Verwendung eines 5 bis 15 Gew.-%igen Überschusses an Oleum
als Reagens wird dieses unter kräftigem Mischen und unter Temperaturregulierung
(etwa 25 bis 35°C) langsam zu den Alkylbenzolen
in einem nicht reaktiven Kohlenwasserstofflösungsmittel
gegeben. Der Hauptteil der nicht umgesetzten Schwefelsäure
und des Schlamms werden dann nach Verdünnung mit Wasser
durch Absetzenlassen abgetrennt. Zur Entfernung der letzten
Schwefelsäurespuren wird dann mit Wasser oder wäßrigem Alkohol
gewaschen.
Die Alkylbenzole können auch mit SO₃ sulfoniert werden, das
mit einem trockenen Trägergas in das System eingeleitet wird.
Wiederum wird ein nicht reaktives Lösungsmittel zur Verringerung
der Viskosität und zum erleichterten Durchmischen verwendet.
Alternativ können die Alkylbenzole mit flüssigem
SO₃, gelöst in flüssigem SO₂, sulfoniert werden.
Verbindungen, die für die Sulfonierung
zu den entsprechenden Sulfonsäuren eingesetzt
werden, sind solche mit der Struktur
in der R₁ ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1
bis 14 Kohlenstoffatomen und R₂ eine Alkylgruppe mit
14 bis 36 Kohlenstoffatomen sind. Weiterhin
ist es bevorzugt, daß die durchschnittliche Zahl von Kohlenstoffatomen
in den Alkylgruppen der alkylierten
Verbindungen etwa 20 bis 40 und optimalerweise
etwa 28 bis 32 beträgt. Dementsprechend sind spezielle Beispiele
für alkylierte aromatische Verbindungen dieses Typs
Tetradecylbenzol, Hexadecylbenzol, Eicosylbenzol, Tetracosylbenzol
und Dotriacosylbenzol. Besonders bevorzugt
ist die Sulfonsäure von Octacosylbenzol.
Besonders bevorzugte Alkylbenzolsulfonsäuren sind solche
Säuren, die durch Alkylieren von Benzol mit Oligomeren von
Propylen oder C₄-C₁₀-1-Alkenen und anschließendes Sulfonieren
der resultierenden Alkylate erhalten werden. Diese Verbindungsklasse
kann also als Polyalkylbenzolsulfonsäuren bezeichnet
werden. Für die erfindungsgemäßen Zwecke sind die
Verbindungen dieses Typs von besonderem Interesse, in denen
die Alkylgruppen von Olefinpolymeren abgeleitet sind und
etwa 20 bis 40 Kohlenstoffatome und insbesondere etwa 28
bis 32 Kohlenstoffatome enthalten. Eine besonders bevorzugte
Verbindung dieses Typs ist die Octacosylbenzolsulfonsäure,
in der der Alkylrest sich von einem Propylenolgimeren mit
nominell 28 Kohlenstoffatomen ableitet.
Die Herstellung der Mineralöltreibstoffmischungen
erfordert keine besonderen Verfahrenstechniken.
Im allgemeinen werden die Mischungen gebildet, indem das
öllösliche Stabilisierungsadditiv zu dem erhitzten Rückstandstreibstofföl
mit einer Temperatur von etwa 90°C oder
höher gegeben wird und die Mischung gerührt oder durchmischt
wird, bis das Additiv aufgelöst ist.
Wie oben erwähnt, ist das Alkylbenzolsulfonsäureadditiv in
Öl leicht löslich. Dennoch ist manchmal ein ausreichendes
Mischen und Erhitzen erforderlich, um Viskositätseffekte
bei der direkten Zugabe zum Rückstandstreibstofföl zu überwinden.
Alternativ kann das Additiv in einem geeigneten Lösungsmittel,
z. B. in einer Destillatfraktion mit niedriger
Qualitätszahl (siehe oben), verdünnt werden, um ein Konzentrat
zu ergeben und die Viskosität zur leichteren Handhabung
und Anwendung zu verringern. Weitere geeignete Lösungsmittel
sind u. a. Mineralöle, Hexan und Heptan.
Wenn beim Mischen der Rückstands- und Destillatfraktionen
Unverträglichkeit erwartet wird und das
Additiv verwendet wird, kann die Einbringung des Additivs
durch "In-line"-Mischen oder durch beliebiges Vormischen
mit einer der Mischungskomponenten erfolgen. Das Mischen
mit der Rückstandsfraktion ist besonders wirkungsvoll.
Wenn die Mineralöltreibstoffmischung schon zusammengemischt
ist und eine Niederschlagsbildung eingetreten ist, kann
letztere dadurch rückgängig gemacht werden, daß man das
Additiv gleichmäßig zumischt. "In-line"-Mischen
in einem Kreislauf oder Zugabe des Additivs
zum Vorratsbehälter in einem Lösungsmittel gefolgt von
einer mechanischen Durchmischung oder einer Durchmischung
mittels Gas sind bekannte akzeptierte Verfahrensweisen für
ein solches gleichmäßiges Zumischen.
Die erforderliche Additivmenge zur Stabilisierung der asphaltischen
Bestandteil hängt direkt mit der Konzentration der
letzteren zusammen. Selbstverständlich ist die minimale Menge
eine geringe, aber Sediment stabilisierende Menge, die leicht
durch Versuche bestimmt werden kann. Im allgemeinen ist es
zweckmäßig, bezogen auf das Gewicht des beim SHF-Test erhaltenen
Sediments, 50 bis 250% Additiv zuzusetzen. Es wird
jedoch bevorzugt, daß die Zugaben etwa 100 bis 150% beträgt,
wobei eine Additivbehandlung zur vollständigen Dispergierung
im Überschuß von 1,5 Teilen je Teil nach dem SHF-Test bestimmten
Sediment erfolgen kann. Basierend auf der Korrelation
der SHF-Testergebnisse und der Erfahrung auf diesem Gebiet
ist festzustellen, daß gewöhnlich eine 1,5%-Behandlung
des Treibstoffs mit Additiv in im wesentlichen allen
Fällen mehr als ausreichend ist.
In den folgenden Beispielen sind, wenn nicht anders angegeben,
alle Prozentangaben auf das Gewicht bezogen.
Propylen wurde unter Verwendung eines Bortrifluorid/Wasser-
Katalysatorsystems des in der GB-PS 11 48 966 beschriebenen
Typs zu einer Olefinfraktion mit einer nominellen mittleren
Kohlenstoffatomzahl von 28 polymerisiert. Der Kohlenstoffatomzahlbereich
betrug ungefähr 21 bis 36. Ein mehr als 5-molarer
Überschuß an Benzol wurde dann mit dem Olefin unter
Verwendung eines AlCl₃/HCl-Friedel-Crafts-Katalysators alkyliert.
Das nicht umgesetzte Benzol und leichte Zersetzungsprodukte
wurden durch Destillation bei Atmosphärendruck und
im Vakuum entfernt, so daß ein Produkt zurückblieb, das zu
etwa 85% aus monoalkyliertem Benzol mit einer im wesentlichen
gleichen Kohlenstoffatomzahlverteilung wie das Ausgangsolefin
bestand. Der Rest des Produktes bestand hauptsächlich
aus Dialkylat und Monoalkylat von dimerisierten Olefinen.
Das alkylierte Benzol und SO₃ (etwa 1,1 Mol/durchschnittliches
Mol Aromat), gelöst in SO₂, wurden gleichzeitig unter
Rühren in einen Reaktor gegeben, und es wurde bei -9°C sulfoniert.
Das SO₂ wurde dann in einem Filmverdampfer bei
Atmosphärendruck und einer Wandtemperatur von 90°C von der
Sulfonierungsmasse entfernt. Es wurde ein gleich großes Volumen
Hexan zugesetzt und der Sulfonierungsschlamm über
einen Zeitraum von 10 Stunden absetzen gelassen. Die abgetrennte
Hexanlösung wurde dann mit konzentrierter wäßriger
HCl gewaschen. Schließlich wurden das Hexan, restliches
Wasser und HCl zuerst bei Atmosphärendruck und bis zu 90°C
und dann im Vakuum (133 mbar) bei 110 bis 120°C von der gereinigten
Säure entfernt. Das Produkt war eine dunkelbraune
viskose Flüssigkeit, die etwa 90 Gew.-% C₂₈(mittel)-alkylierte
Benzolsulfonsäure enthielt.
Entsprechend der in Beispiel 1 beschriebenen Weise wurde
eine Alkylbenzolsulfonsäure hergestellt mit dem Unterschied,
daß die mittlere Kohlenstoffatomzahl der Seitenkette nicht 28,
sondern 24 betrug. Das Produkt war eine dunkelbraune viskose
Flüssigkeit, die etwa 90 Gew.-% C₂₄(mittel)-alkylsubstituierte
Benzolsulfonsäure enthielt.
Die in Beispiel 1 und 2 hergestellten Produkte, im folgenden
als Additive 1 und 2 bezeichnet, wurden dann zur Behandlung
von drei Zwischen- oder Mitteltreibstoffölen mit geringem
Schwefelgehalt verwendet, die ohne eine solche Behandlung
nicht akzeptierbare Sedimentmengen, wie nach dem SHF-Test
bestimmt, ergaben. Ein Zwischen- oder Mitteltreibstofföl
ist ein rückstandhaltiges Treibstofföl, in dem Destillatfraktionen
wie leichte Vakuumgasöle, schwere Vakuumgasöle,
schwere atmosphärische Gasöle, Bereichöl usw.
mit einer geringen Menge an Rückstand gemischt sind.
Derartige Zwischen- oder Mitteltreibstofföle mit niedrigem
Schwefelgehalt enthalten im allgemeinen etwa 0,3 bis 1,5 Gew.-%
Schwefel. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 1
wiedergegeben.
In allen Fällen verringerte Additiv 1 die Sedimentmenge erheblich,
wenn es in Konzentrationen von 0,5 bis 1 Gew.-% verwendet
wurde, wohingegen Additiv 2, wenngleich wirksam, zur
Erzielung der gleichen Verbesserung wie bei Additiv 1 in höheren
Konzentrationen eingesetzt werden mußte.
Alkylbenzolsulfonsäuren wurden unter Verwendung von drei verschiedenen
Olefinen nach dem gleichen Alkylierungsverfahren,
wie in Beispiel 1 beschrieben, hergestellt. Die Sulfonierung
wurde in Heptanlösung (1:1 Vol.) durchgeführt. Das SO₃ (10%
molarer Überschuß) wurde in den kräftig gerührten Reaktor mit
einem Trägergas (N₂) eingeleitet. Um die Reaktionstemperatur
auf etwa 25°C zu halten, mußte etwas gekühlt werden. Nach
vollständiger Sulfonierung wurde das Hexan durch Destillation
bei Atmosphärendruck und im Vakuum entfernt.
Zwei der Olefine waren lineare Fraktionen, die aus Ethylen
nach einem Alkylmetallwachstums- und verschiebungsverfahren
hergestellt wurden. Das dritte war ein Oligomeres von 1-Decen,
das unter Verwendung eines kationischen Polymerisationskatalysators
(AlCl₃) hergestellt wurde. Bezogen auf eine Bromzahl
von 20,3 enthielt es im Mittel etwa 56 Kohlenstoffatome.
Die obigen Sulfonsäuren, einige andere im Handel erhältliche
und die gemäß den Beispielen 1 und 2 hergestellten wurden unter
Verwendung eines Fließtests (blotter test) verglichen, um
die Wirkung der Alkylbenzolstruktur auf das Leistungsvermögen
zu bestimmen. Der Fließtest ist ein Trenn- oder Scheideverfahren
zur Bestimmung der relativen Aktivität von Zusätzen, die
zur Stabilisierung von Rückstandstreibstoffölen verwendet werden.
Das Versuchstreibstofföl war ein unverträgliches rückstandhaltiges
Treibstofföl. Es wurden Komponenten verwendet,
von denen bekannt war, daß sie ein unverträgliches Zwischen-
oder Mitteltreibstofföl ergeben. D. h. es wurden ein schweres
atmosphärisches Gasöl von Western Canadian-Rohöl und ein Rückstand
oder "Pech" von einem südamerikanischen Rohöl verwendet.
Das Additiv wurde in dem Gasöl gelöst, und dann wurde das
Pech zugesetzt, so daß das Gewichtsverhältnis von Destillat
zu Rückstand 90:10 betrug. Die Mischung wurde durch Erhitzen
auf 82°C unter schwachem Rühren homogenisiert. Ein Tropfen
des behandelten Treibstofföls wurde dann auf ein Fließtestblatt
gegeben. Letzteres ist ein im Handel erhältliches
gleichmäßig poröses saugfähiges Papier, das in der gesamten
Erdölindustrie zur Bestimmung der relativen Mengen an unlöslichen
Bestandteilen in gebrauchten Getriebeölen verwendet
wird. Der aufgebrachte Tropfen breitet sich langsam auf dem
Papier aus und bildet dabei einen Kreis mit laufend zunehmenden
Durchmesser. Die Entwicklung ist nach 3 bis 4 Stunden beendet.
Wenn das Treibstofföl vollständig gleichmäßig ist, d. h.
es haben sich keine Asphaltene und Harze ausgeschieden, dann
ist der Kreis gleichmäßig und besitzt eine verhältnismäßig
helle Farbe. Wenn sich jedoch ein schwerer Niederschlag gebildet
hat, wie es bei einer unbehandelten Treibstoffölprobe
der Fall ist, resultiert ein Fleck mit einem deutlich
dunkleren Zentrum. Innerhalb dieser Grenzen können verschiedene
Grade der Ausfällung durch Sichtvergleich mit dem Fleck
eines unbehandelten Treibstofföls bestimmt werden. Der Test
ist nicht nur geeignet anzuzeigen, ob ein Additiv in der Lage
ist, die Asphaltenausfällung zu regulieren, sondern durch
Korrelation kann er auch verwendet werden, um die Konzentration
an Additiv zu bestimmen, die erforderlich ist, um ein bestimmtes
Niveau beim oben beschriebenen Sediment-Heißfiltrations-
Test (SHF) zu erreichen.
Sowohl die Fließtests als auch die SHF-Tests zeigten, daß
eine Alkylbenzolsulfonsäure mit einer bevorzugten Struktur,
nämlich Additiv 2, das Ausmaß der Sedimentbildung mit zunehmender
Konzentration verringert. Dies ist in der folgenden
Zusammenstellung illustriert:
Die Ergebnisse des Fließtests mit den verschiedenen angegebenen
Sulfonsäuren sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
Das Propylenoligomere mit der durchschnittlichen Alkylkohlenstoffatomzahl
von 28 war das wirkungsvollste, gefolgt von dem
Homologen mit einer mittleren Alkylkohlenstoffatomzahl von
24. Die anderen Produkte waren
nicht so wirkungsvoll, was auf Unterschieden
in der Kettenlänge, der Kettenstruktur oder dem Sulfonierungsgrad
beruhen dürfte.
Die folgenden Beispiele wurden durchgeführt, um zu zeigen,
daß eine bevorzugte Sulfonsäure, nämlich Additiv 2, sowohl
ausgefälltes aliphatisches Material wieder suspendieren als
auch eine Sedimentbildung verhindern kann, wenn es einer der
Komponenten vor dem Mischen zugesetzt wird.
Unverträgliche Treibstoffölmischungen wurden hergestellt unter
Verwendung von 90 Teilen Gasöl von Western Canadian-Rohöl
und 10 Teilen Pech von südamerikanischem Rohöl. In einem
Fall wurde Additiv 2 vor dem Mischen und Homogenisieren bei
82°C zugesetzt. Im anderen Fall wurde Additiv 2 nach dem Mischen
und nach erfolgter Asphaltenausscheidung zugesetzt.
(Die letztere Mischung wurde 1 Stunde auf 82°C erhitzt, bevor
Fließtests durchgeführt wurden.) Behandlungsmengen von 1,0,
1,5 und 2,0 Gew.-% wurden verwendet.
Die Fließtests zeigten für beide Zugabeverfahren bei gleichen
Behandlungskonzentrationen äquivalente Asphaltendispersionsgrade.
Dann wurden zwei Sediment enthaltende unverträgliche Mischungen
mit dem Additiv behandelt. Veränderungen des Abscheidungsgrades
wurden durch den Heißfiltrationstest bestimmt. Die Ergebnisse
bestätigten die Wirksamkeit des Additivs auch bei
Mischungen, in denen die Niederschlagsbildung lange vorher
erfolgt war (siehe Tabelle 3).
Fließtests wie in Beispiel 4 wurden mit Sulfonsäuresalz durchgeführt,
die durch Neutralisation von Additiv 2 erhalten wurden,
um zu zeigen, daß es die freie Säure ist, die wirksam
ist.
Die freie Sulfonsäure war dramatisch wirkungsvoller als die
entsprechenden Salze. Dieses Ergebnis ist überraschend und
legt nahe, daß die Wirksamkeit der Säure auf einer chemischen
Reaktion mit den basischen Stellen in den Asphaltenen beruhen
könnte.
Eine Reihe von organischen Säuren, keine Sulfonsäuren (im
wesentlichen Carbonsäuren), wurden wie in Beispiel 4 dem
Fließtest unterworfen, um zu bestimmen, welcher Säuretyp
von Bedeutung ist. Nur die Sulfonsäure war wirksam bei dem
Treibstofföl aus 90 Teilen Western Canadian-Gasöl und 10
Teilen südamerikanischem Pech, wie aus Tabelle 5 hervorgeht.
Verschiedene nicht alkylaromatische Materialien wurden sulfoniert
und wie in Beispiel 7 mit dem Fließtest untersucht. Die
Sulfonierungen wurden in einem kräftig gerührten Glasreaktor
durchgeführt. Das zu sulfonierende Material wurde in zwei Teilen
n-Heptan verdünnt. Das SO₃ wurde in einem getrennten Behälter
verdampft und als verdünnte Mischung in Stickstoff in
das Reaktionsgefäß eingeleitet. Nach vollendeter Reaktion wurde
das Lösungsmittel mit Stickstoff bei 93°C ausgetrieben.
Keines der obigen Materialien zeigte im Vergleich zu der Alkylarylsulfonsäure,
Additiv 2, eine nennenswerte Aktivität. Demnach
scheint der Kohlenwasserstoff, der, wenn sulfoniert, dem
Produkt die Fähigkeit verleiht, asphaltische Bestandteile in
Suspension zu halten, anderen Begrenzungen als dem Molekulargewicht
zu unterliegen.
Eine Reihe von Verbindungen, die gewöhnlich als Getriebeöl-
oder Treibstoffschlammdispergiermittel verwendet werden, wurden
mit dem Fließtest untersucht. Die in Tabelle 7 wiedergegebenen
Ergebnisse zeigen, daß keine der Verbindungen so
wirkungsvoll wie ein erfindungsgemäßes Additiv war. Das untersuchte
Treibstofföl war die gleiche 90:10-Mischung von Western
Canadian-Gasöl und südamerikanischem Pech.
Claims (4)
1. Verwendung einer Alkylbenzolsulfonsäure mit einer Alkylbenzolgruppe
mit einem Molekulargewicht von 300 bis 650 und
folgender Strukturformel
in der R₁ Wasserstoff oder eine Alkylgruppe mit 1 bis
14 Kohlenstoffatomen und R₂ eine Alkylgruppe mit
14 bis 36 Kohlenstoffatomen sind, als Zusatz für Mineralöltreibstoffmischungen
mit einer kinematischen Viskosität
von 40 Saybolt Seconds Universal (SSU) bei 38°C bis 300
Saybolt Seconds Furol (SSF) bei 50°C, die ein dispergierte,
sedimentäre, asphaltische Bestandteile enthaltende Rückstandsöl
enthalten, wobei der Rückstandsgehalt der Mineralöltreibstoffmischung
5 bis 100 Gew.-% beträgt, zur Sedimentstabilisierung
in der Mineralöltreibstoffmischung, indem die
Alkylbenzolsulfonsäure in einer Menge von 50 bis 250% des
Gewichtes der nach dem SHF-Test bestimmten asphaltischen
Bestandteile zugegeben wird.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Alkylbenzolsulfonsäure eine Monoalkylbenzolsulfonsäure
mit 28 bis 32 Kohlenstoffatomen im Alkylsubstituenten
ist.
3. Verwendung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Alkylbenzolsulfonsäure die Sulfonsäure von Octacosyl-(Mittelwert)-
benzol ist.
4. Verwendung einer Monoalkylbenzolsulfonsäure mit einer
durchschnittlichen Gesamtzahl von 56 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, wobei die Alkylkette ein Oligomeres von
1-Decen ist, als Zusatz für Mineralöltreibstoffmischungen
mit einer kinematischen Viskosität von 40 Saybolt Seconds
Universal (SSU) bei 38°C bis 300 Saybolt Seconds
Furol (SSF) bei 50°C, die ein dispergierte, sedimentäre,
asphaltische Bestandteile enthaltendes Rückstandsöl enthalten,
wobei der Rückstandsgehalt der Mineralöltreibstoffmischung
5 bis 100 Gew.-% beträgt, zur Sedimentstabilisierung in
der Mineralöltreibstoffmischung, indem die Monoalkylbenzolsulfonsäure
in einer Menge von 50 bis 250% des
Gewichtes der nach dem SHF-Test bestimmten asphaltischen
Bestandteile zugegeben wird.
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