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Daten aufzeichnende Kamera -
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Die Erfindung betrifft eine Daten aufzeichnende Kamera, und insbesondere
eine Verbesserung einer Vorrichtung, mit der zusätzlich zu dem üblichen Bild Daten,
Informationen, Markierungen oder Symbole auf einem Film aufgezeichnet und diese
Daten in den Sucher der Kamera projiziert werden können.
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Es sind verschiedene Ausführungsformen von Daten aufzeichnenden Kameras
vorgeschlagen worden, bei denen auf dem Film, der durch die Abbildungslichtstrahlen
eines aufzunehmenden Objektes belichtet wird, noch zusätzlich andere Daten aufgezeichnet
werden, wie beispielsweise das Datum, an dem die Aufnahme gemacht wurde, die Reihenfolge
der Aufnahmen, Belichtungsparameter usw.
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Die Daten werden normalerweise auf einem Bereich in der Nähe eines
Randes der belichteten Fläche der Aufnahme mit Zeichen oder Ziffern bzw. Nummer
in vergleichsweise hellen Farben, wie beispielsweise gelb, aufgebracht bzw. "aufgedruckt",
so daß bei einer normalen Aufnahme die Daten klar bzw. hell genug sind, um gegen
den Hintergrund, der diese Daten umgibt, gelesen werden zu können.
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In diesem Fall wird dieser Hintergrund durch einen Teil der Aufnahme
gebildet, nämlich durch den ursprünglichen Hintergrund des Bildes.
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Wenn jedoch die aufgezeichneten Daten weiß auf einem Positiv bzw.
einem fertigen fotografischen Abzug markiert sind, so ergibt sich folgender Nachteil:
Ist die aufgenommene Szene beispielsweise eine Schnee landschaft oder eine andere,
sehr helle Szene, wie beispielsweise ein klarer, wolkenloser Himmel, oder ist der
Teil der aufgenommenen Szene, in dem sich die Fläche mit den aufgezeichneten Daten
befindet, sehr hell, beispielsweise ein weißes Hemd oder Glas, das mit einem Blitzlicht
aufgenommen wird, so ist es sehr schwierig oder gar unmöglich, die einzelnen Zeichen
der aufgezeichneten Daten von dem Hintergrund -zu unterscheiden.
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Zur Überwindung dieses Nachteils ist eine Einrichtung vorgeschlagen
worden, welche den Hintergrund für die Aufzeichnung der Daten definiert; eine solche
Einrichtung wird beispielsweise in der US-Patentanmeldung, Serial No. 746 770 von
M. Kuboshima beschrieben, die auf den
gleichen Anmelder wie die
vorliegende Anmeldung übertragen worden ist. In dieser Patentanmeldung wird erläutert,
daß der Hintergrund für die Aufzeichnung der Daten durch ein blockierendes, bzw.
unterbrechendes Element gebildet wird, das teilweise einen Strahlengang unterbricht,
der zwischen einem Objektiv bzw. einer Objektivlinse für die Kamera und der Filmoberfläche
definiert ist, so daß in der Filmoberfläche ein abgeschatteter Bereich entsteht.
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Gemäß der Patentanmeldung von Kuboshima wird jedoch das optische Bild
der Daten in der Weise auf den abgeschatteten Bereich projiziert, daß es über dem
blockierenden Element verläuft, das in der Blockierstellung für den Strahlengang
des Objektes angeordnet ist. Deshalb muß das blockierende Element von der projizierenden
Oberfläche, das heißt, der Filmoberfläche, in einem relativ großen Abstand getrennt
werden, da sonst das optische Bild der Daten in einem großen Einfallswinkel auf
den abgeschatteten Bereich projiziert werden muß.
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Wenn jedoch das blockierende Element in einem relativ großen'Abstand
von der projizierenden Oberfläche angeordnet ist, dann wird der Schatten des blockierenden
Elementes, der auf der Filmoberflãche ausgebildet ist, insbesondere am Rand des
Schattens unscharf oder nicht genau definiert, wobei sich das Ausmaß dieser Unschärfe
noch mit einer Anderung der Blendenzahl der Linsen-bzw. Objektivöffnung ändert.
Wenn andererseits die optische Abbildung der Daten in einem großen Einfallswinkel
auf den abgeschatteten Bereich projiziert wird, so wird die projizierte Abbildung
der Daten auf dem abgeschatteten Bereich nachteilig beeinflußt, das heißt, die die
Daten bildenden Ziffern bzw. Zeichen ändern ihre Form und werden verzerrt, so daß
sie nicht mehr gut abgelesen werden können.
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Es ist deshalb ein wesentliches Ziel der vorliegenden Erfindung, eine
Vorrichtung zur Überlagerung von Daten auf einem Film zu schaffen, bei welcher der
abgeschattete Bereich klar und genau definiert auf der Filmoberfläche ausgebildet
werden kann, so daß eine klare und eindeutige Abbildung der Daten darauf erzeugt
wird.
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Weiterhin soll eine Vorrichtung zur Dberlagerung von Daten auf einem
Film des oben beschriebenen Typs geschaffen werden, der eine kompakte Größe sowie
eine einfache Konstruktion hat und mit geringen Kosten in Kameras yerschiedener
Typen eingebaut werden kann.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dies durch eine Vorrichtung
zur Überlagerung von Daten für eine Daten aufzeichnende Kamera erreicht, die folgende
Einzelteile aufweist: Eine Lichtquelle, die ein optisches Bild der Daten erzeugt;
eine Einrichtung zur Definierung eines ersten Strahlengangs, um bei Auslösung eines
Verschlußmechanismus, der in der Kamera verwendet wird, eine optische Abbildung
eines Objektes auf die Filmoberfläche zu projizieren; eine Einrichtung zum Definieren
eines zweiten Strahlengangs, um bei Auslösung des Verschlußmechanismus die optische
Abbildung der Daten auf einen vorher bestimmten Bereich der Filmoberfläche zu projizieren;
eine in der Nähe der Filmoberfläche vorgesehene Blockierungseinrichtung mit einem
lichtdurchlässigen Element, die ihren Zustand zwischen einer blockierenden Stellung,
in der die Blockiereinrichtung den ersten und zweiten Strahlengang unterbricht,um
die Intensität des auf den einen Bereich der Filmoberfläche gerichteten Lichtes
zu verringern,und einer offenen Stellung ändert, in der die Blockiereinrichtung
den ersten und zweiten Strahlengang nicht mehr unterbricht; eine erste Betätigungseinrichtung,
welche die Blockiereinrichtung
in die Blockierstellung bringt;
und eine zweite Betätigungseinrichtung, welche die Blockiereinrichtung in die offene
Stellung bringt. Bei einer Betätigung der Blockiereinrichtung wird die Blockiereinrichtung
zu der Blockierstellung gedreht, um zu verhindern, daß der Bereich des Films, der
den Hintergrund für die Daten bildet, durch das optische Bild des Objektes belichtet
wird, wodurch die Daten klar, eindeutig und gut lesbar auf diesen Bereich des Films
aufgezeichnet werden.
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Bei einer solchen Ausgestaltung der Vorrichtung zur Überlagerung von
Daten auf einen Film nach der vorliegenden Erfindung, wie sie oben beschrieben wurde,
dient die Blockiereinrichtung mit dem lichtdurchlässigen Element, wie beispielsweise
einem halbtransparenten Element, einerseits als Einrichtung, um einen abgeschatteten
Bereich in diesem Teil der Filmoberfläche auszubilden, während das optische Bild
des Objektes auf die Filmoberfläche projiziert wird, während andererseits die Blockiereinrichtung
den Durchgang des optischen Bildes der Daten ermöglicht. Deshalb kann die Blockiereinrichtung
nahe bei der Filmoberfläche angeordnet werden und das optische Bild der Daten näherungsweise
in rechtwinkliger Beziehung zu der Filmoberfläche auf die Filmoberfläche projizieren.
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Es soll darauf hingewiesen werden, daß die optische Abbildung der
Daten auf die Filmoberfläche in dem AugSnu blick projiziert werden kann, wenn sich
das Blockierelement entweder in der Blockierstellung oder in der offenen Stellung
befindet.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig.
1 eine perspektivische Ansicht einer Daten aufzeichnenden Kamera, bei der die Überlagerungsvorrichtung
nach der vorliegenden Erfindung eingebaut ist; Fig. 2 eine Ansicht einer Anordnung
der Uberlagerungsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung; Fig. 3a bzw. 3b schematische
bzw. Seitenansichten der Beziehung zwischen einem Blockierelement und einer Filmoberfläche;
Fig. 4a, 4b, 4c und 4d zur Erläuterung dienende Ansichten der Funktionsweise bzw.des
Bewegungsablaufs der in Figur 5 gezeigten Dberlagerungsvorrichtung; Fig. 5 eine
ähnliche Ansicht wie Figur 2, jedoch insbesondere einer weiteren Ausführungsform
einer Überlagerungsvorrichtung; Fig. 6 eine ähnliche Ansicht wie Figur 2, jedoch
insbesondere einer weiteren Ausführungsform der Überlagerungsvorrichtung; und Fig.
7 ein Schaltdiagramm einer Steuerschaltung, die in der Uberlagerungsvorrichtung
nach Figur 6 verwendet wird.
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Bevor die vorliegende Erfindung im einzelnen beschrieben wird, soll
darauf hingewiesen werden, daß in allen Figuren und in der Beschreibung einander
entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
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Wie sich aus Figur 1 ergibt, weist eine Kamera, die mit einer Vorrichtung
zur Überlagerung von Daten oder Indizien auf einem Film versehen ist, nämlich eine
Daten aufzeichnende Kamera, einen Körper bzw. ein Gehäuse 1 mit rechtwinkliger und
vergleichsweiser dünner, kastenähnlicher Form, sowie einen Rückendeckel 2 auf. Der
hier verwendete Begriff "Daten oder Zeichen" umfaßt alle Informationen, die zusammen
mit einer Abbildung des Objektes, die durch das Linsensystem für die Bildaufnahme
fotografiert werden soll, aufgezeichnet werden sollen, wie beispielsweise das Datum,
an dem die Aufnahme gemacht wurde, die Reihenfolge der Aufnahmen, Belichtungsparameter
usw. An der Oberseite des Gehäuses 1 sind verschiedene Funktionselemente für die
Bedienung der Kamera vorgesehen, wie beispielsweise ein Filmtransporthebel 3, ein
Verschlußauslöserknopf 4, ein Zubehörschuh 5, insbesondere für ein Blitzlichtgerät,
und eine Rückspulkurbel 6 für den Film; diese Elemente werden auch bei üblichen
Kameras verwendet; an der Rück- und oberen Seite des Gehäuses 1 sind ein Sucher
7 und ein Schaltknopf 8 vorgesehen, der zwischen den Stellungen "Ein" und "Aus"
verschoben werden kann, um die Überlagerungsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung
manuell zu steuert. Das hier verwendete Wort "Vorderseite" bezeichnet also die Seite,
auf der die Kamera das Licht empfängt, während das hier verwendete Wort "Rückseite"
die Seite bezeichnet, an welcher der Rückendeckel 2 vorgesehen ist.
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Wie sich im einzelnen aus Figur 2 ergibt, enthält die in Figur 1 gezeigte
Kamera eine optische Anordnung F eines Leuchtrahmensuchers mit herkömmlichem Aufbau,
der eine Objektivlinse 16, die fest an der Vorder- und oberen Seite des Gehäuses
1 vorgesehen ist, und eine transparente bzw. lichtdurchlässige Glasscheibe 17 aufweist,
die nahe bei und an der Seite der Objektivlinse 16 angeordnet ist.
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Auf die transparente Glasscheibe 17 sind Bildlinien bzw.
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Bildstriche gezeichnet, um den Ausschnitt bzw. das Bild oder den Bereich
einer jeden Ansicht zu zeigen, auf welchendie Kamera gerichtet wird, so daß diese
Ansicht durch den Sucher 7 überprüft werden kann. Die optische Anordnung F enthält
weiterhin einen Reflexionsspiegel 18, der im Inneren des Gehäuses 1 hinter der transparenten
Glasscheibe 17 schräg, also in einem Winkel zur transparenten Glasscheibe 17 angeordnet
ist, sowie einen Halbspiegel 19, der sich hinter der Objektivlinse 16 schräg, also
in einem Winkel zu ihr, befindet. Hinter dem Halbspiegel 19 ist weiterhin ein Okular
20 vorgesehen, das fest in einem Rahmen bzw. einem Gestell des Suchers 7 angebracht
ist. Die von dem aufzunehmenden Objekt reflektierten Lichtstrahlen werden teilweise
durch die Objektivlinse 16, den Halbspiegel 19 und das Okular 20 zu dem Auge des
Fotografen durchgelassen, während gleichzeitig die an dem gleichen Objekt reflektierten
Lichtstrahlen durch die transparente Glasscheibe 17 durchgelassen, an dem Spiegel
18 und dem Halbspiegel 19 refleRiert und zusammen mit den Lichtstrahlen, die durch
die Objektivlinse 16 durchgelassen werden, durch das Okular 20 auf das Auge des
Fotografen gerichtet werden.
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Uber der optischen Anordnung F ist eine Informationslichtquelle 10
mit einer Datenscheibe 10a und einer Lichtquelle vorgesehen; die Datenscheibe 10a
ist an einer Welle (nicht dargestellt) angebracht, so daß die Datenscheibe 10a durch
Drehen einer Einstellscheibe 10d, die an der Oberseite des Gehäuses 1 vorgesehen
ist (siehe Figur 1), mittels eines geeigneten Räderwerks mit Zahnrädern 1Ob und
10c um die Welle gedreht werden kann; die Lichtquelle weist eine Lampe 9a, eine
Kondensorlinse 9b und einen Reflexionsspiegel 9c auf, die so angeordnet sind, daß
sie das von der Lampe 9a emittierte Bündel von Lichtstrahlen näherungsweise in einem
rechten Winkel auf einen Umfangsrandbereich der Datenscheibe 1Oa richten.
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Der Bereich in der Nähe des Umfangsrandes der Datenscheibe 10a ist
in Form von verschiedenen Zeichen und/oder Zahlen bzw. Ziffern , die einen vorher
bestimmten Abstand voneinander haben, ausgeschnitten bzw. ausgestanzt; jedes Zeichen
bzw. jede Ziffer stellt besondere Indizien für eine Information dar, so daß die
durch die Datenscheibe 10a verlaufenden Lichtstrahlen die in der Datenscheibe 10a
ausgebildeten Informationen in Form von optischen Bildern "tragen", also weitergeben.
Obwohl die in Figur 2 gezeigte Informationslichtquelle 10 nur aus einer Scheibe
10a besteht, können selbstverständlich auch weitere, ähnliche Datenscheiben nahe
bei der Datenscheibe 10a angeordnet werden, so daß sie gemeinsam eine Kombination
von Ziffern und/oder Zeichen bilden, die zusammen wiederum die Informationen darstellen.
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Die durch die Datenscheibe 10a erzeugten optischen Bilder werden senkrecht
durch eine geeignete Linse 11 und einen Reflexionsspiegel 13 auf eine Datenaufzeichnungsfläche
15 projiziert, die in einem Belichtungsbereich 14 vorgesehen ist, auf den die Abbildung
des Objektes in geeigneter Weise durch eine Linsenanordnung 12 scharf eingestellt
bzw. fokussiert wird; um die Darstellung übersichtlich zu gestalten, ist die Linsenanordnung
12 nur aus einer Linse bestehend gezeigt. Selbstverständlich kann sie jedoch auch
mehr Linsen enthalten. Die Belichtungsfläche 14 entspricht der Filmoberfläche. Der
Reflexionsspiegel 13 ist im ausreichenden Abstand von der optischen Achse der Linsenanordnung
12 angeordnet, so daß die durch die Linsenanordnung 12 verlaufenden Lichtstrahlen
nicht durch den Reflexionsspiegel 13 beeinflußt oder behindert werden können. Der
als Lichtquelle dienenden Lampe 9a wird elektrische Energie durch eine geeignete
Steuereinrichtung (nicht dargestellt) zugeführt, die so ausgelegt ist, daß sie die
Lampe 9a eine vorher bestimmte Zeitspanne nach der
Betätigung bzw.
Auslösung des Verschlußknopfes 4 erregt, wenn die Steuereinrichtung eingeschaltet
ist. Sollen keine Daten auf der Filmoberfläche aufgezeichnet werden, so wird die
Steuereinrichtung abgeschaltet. Uber die Steuereinrichtung hinaus kann ein Schalter,
(nicht dargestellt) vorgesehen werden, um bei Bedarf die Lampe 9a unabhängig von
der Auslösung des Verschlußknopfes 4 einschalten zu können.
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Die optischen Bilder, die durch die Datenscheibe 10a gebildet werden,
werden auch durch ein halbtransparentes Prisma 21 , das zwischen der transparenten
Glasscheibe 17 und dem Spiegel 18 vorgesehen ist, auf den Spiegel 18 projiziert.
Das Prisma 21 wird mit großer Sorgfalt auf die richtige Stellung justiert, damit
die Lage des auf den Spiegel 18 projizierten optischen Bildes dem projizierten optischen
Bild auf der Belichtungsfläche 14 entspricht; wenn also der Fotograf die Kamera
auf ein bestimmtes Objekt richtet, so befinden sich diese Daten, die in dem Sucher
gebildet werden, an näherungsweise der gleichen Stelle in dem entwickelten Bild.
Diese Übereinstimmung in der Lage der Daten in dem Sucher mit der Lage der Daten
auf der Filmoberfläche erleichtert dem Fotografen die Entscheidung, ob die Daten
auf der Aufnahme aufgezeichnet werden sollen oder ob sie die aufzunehmende Szene
beeinträchtigen, das heißt, auf die zusätzliche Aufzeichnung dieser Daten verzichtet
werden soll.
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Vor und in der Nähe der Datenaufzeichnungsfläche 15 ist eine Blockiereinrichtung
mit einem Deckel 22 vorgesehen, der aus einem lichtdurchlässigen Material hergestellt
ist, um die Intensität des durch ihn fallenden Lichtes zu verringern. Die Abdeckung
bzw.
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der Deckel 22 ist durch ein Tragteil 25 an eine Welle 26 angelenkt,
so daß sie zwischen der in Figur 2 gezeigten Abdeckstellung und einer Freigabestellung,
in
welcher der Deckel näherungsweise um 900 in die durch einen Pfeil A1 angedeuteten
Richtung gedreht wird, um die Achse 26 gedreht werden kann. Die Abdeckung 22 wird
normalerweise durch eine Spiralfeder 26a zu der Abdeckstellung vorgespannt; ein
Ende der Spiralfeder 26a ist mit der Welle 26 in Eingriff, während das andere Ende
an dem Tragteil 25 angebracht ist. Da sich die Abdeckung 22, wenn sie in die Abdecklage
gedreht wird, näherungsweise im rechten Winkel zu den Lichtstrahlen befindet, die
von dem Reflexionsspiegel 13 einfallen, entsprechend die Größe und die Form der
Fläche 15 Größe und Form der Abdeckung 22.
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Wenn also die Abdeckung 22 in die Abdecklage gedreht wird, wird die
Datenaufzeichnungsfläche 15 in der Filmoberfläche durch sie abgeschattet und in
Abhängigkeit von der Stärke der Lichtdurchlässigkeit der Abdeckung 22 mit einer
geringeren Lichtmenge als die anderen Flächen auf der Filmoberfläche belichtet.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird die Abdeckung 22 durch einen gefärbten
Filter, wie beispielsweise einen leichten Blaufilter, gebildet, um die Intensität
der Lichtstrahlen zu verringern, die von dem Objekt erzeugt und auf die Aufzeichnungsfläche
15 gerichtet werden; dies gilt insbesondere dann, wenn das auf zunehmende Objekt
glänzend weiß ist, wie beispielsweise Schnee oder ein weißes Hemd, usw. ; dadurch
bleibt die Aufzeichnungsfläche 15 auf der Filmoberfläche in gewissem Maße durch
das weiße Licht unbelichtet, so daß sich ein geeigneter Untergrund für die Daten
ergibt. Nachdem die Filmoberfläche durch die optische Abbildung des Objektes belichtet
worden ist, das heißt, nach der Auslösung des Verschlußmechanismus(nicht dargestellt),
wird die Aufzeichnungsfläche 15 auf der Filmoberfläche mit den Lichtstrahlen belichtet,
die von der Informationslichtquelle 10 kommen und Daten in Form einer optischen
Abbildung enthalten; diese owtisvche Abbildung wird
normalerweise
in gelber Farbe dargestellt. Solche Daten enthaltenden Lichtstrahlen sind hell genug,
um über die Abdeckung 22 gut zu unterscheidende Abbildungen auf der Filmoberfläche
auszubilden. Wenn die Farbe des Filters, das heißt der Abdeckung 22, zu dunkel ist,
so läßt sich die Abbildung der Daten auf der Fläche 15 durch die Abdeckung 22 nicht
in der gelxnschten Weise von dem Untergrund unterscheiden, wie durch Versuche festgestellt
worden ist.
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Wenn die aufzunehmende Szene nicht so hell ist, wie es beispielsweise
bei Schnee oder einem weißen Hemd der Fall ist, kann die Abdeckung 22 in der Freigabestellung
gehalten werden, das heißt, die ursprüngliche Szene dient als Untergrund für die
Daten.
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Zwischen der Linse 11 und dem Reflexionsspiegel 13 ist eine normalerweise
geschlossene Verschlußeinrichtung mit einer Verschlußplatte 52, einer Betätigungsplatte
53 und einem Eingriffarm 54 vorgesehen. Die Verschlußplatte 52 ist drehbar an dem
Gehäuse 1 gehaltert und weist eine oeffnung 52a und einen Vorsprung, insbesondere
einen Stift, 52b auf. Die Verschlußplatte 52 ist normalerweise durch eine geeignete
Federanordnung (nicht dargestellt) so vorgespannt, daß sie sich in Richtung gegen
den Uhrzeigersinn dreht. Die Betätigungsplatte 53 ist so angeordnet, daß sie längs
darin ausgebildeter Führungsöffnungen hin- und herbewegt werden kann; die Betätigungsplatte
53 ist normalerweise zur rechten Seite hin vorgespannt und weist einen Arm 53b auf,
der mit dem Vorsprung 52b in Berührung kot und diesen weiter verschiebt, wenn er
zur rechten Seite bewegt wird. Der Eingriffarn 54 ist normalerweise mit der Betätigungsplatte
53 in Eingriff, um die Betätigungsplatte 53 in der au weitesten nach links verschobenen
Extremstellung zu halten. Der Eingriffarm 54 ist mit dem Verschluß knopf 4 gekuppelt
und kot beim Drücken des VerschluBknopfes, das heißt,
bei der Auslösung
des Verschlußmechanismus, außer Eingriff mit der Betätigungsplatte 53, um die Verschlußplatte
52 zur Seite zu drücken, so daß die optische Abbildung der Daten passieren kann.
Durch die Verwendung eines solchen Verschlusses ist es möglich, die optische Abbildung
der Daten nur auf das Okular des Suchers und nicht auf die Filmoberfläche zu projizieren.
Dadurch kann wiederum die Lage der Daten in dem Sucher überprüft oder bestätigt
werden, ohne daß der Verschlußmechanismus ausgelöst werden muß.
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Da die oben beschriebene Verschlußeinrichtung im einzelnen in der
US-PS 4 001 850 erläutert wird, soll auf sie hier nicht näher eingegangen werden.
Gemäß der obigen Beschreibung und der Figur befindet sich die Verschlußeinrichtung
zwischen dem Objektiv 11 und dem Reflexionsspiegel 13; diese Anordnung kann jedoch
so modifiziert werden, daß die Verschlußeinrichtung an irgendeiner anderen Stelle
in dem Strahlengang für die optische Abbildung der Daten zwischen dem Prisma 21
und der Abdeckung 22 vorgesehen wird. Statt der oben beschriebenen Ausführungsform
der Verschlußeinrichtung kann auch eine andere Ausführungsform verwendet werden,
bei der die Verschlußeinrichtung mit dem Prisma 21 gekuppelt ist, um dieses hin-
und herzubewegen. Bei dieser Ausführungsform sollte das Prisma 21, das gemäß der
obigen Beschreibung halbtransparent ist, ein total reflektierendes Prisma sein,
so daß es normalerweise die optische Abbildung der Daten zu dem Spiegel 18 und außerdem
zu dem Okular des Suchers reflektiert. Bei der Verschlußauslösung wird das Prisma
hin- und herbewegt, so daß die optische Abbildung der Daten auf den Film fallen
kann.
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Der Abstand zwischen der Filmoberfläche und der Abdeckung 22 liegt
nach einer bevorzugten Ausführungsform im Bereich von 1,5 mm bis 4 mm, wobei vorausgesetzt
wird, daß die Kamera 35 mm Film, also einen Film mit dem Format 24 x 36 mm, aufnehmen
kann. In den Figuren 3a und 3b ist schematisch eine Kamera dargestellt, welche die
Informationslichtquelle 10 sowie eine Schranke bzw.
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Barriere 24 verwendet, die verhindern soll, daß unregelmäßig bzw.
irregulär reflektierte Lichtstrahlen die Filmoberfläche belichten. Mit einer solchen
Kamera, wie sie oben beschrieben wurde, haben die Erfinder eine Untersuchung durchgeführt,
um die Wirkung der durch die Abdeckung 22 gebildeten Abschattung festzustellen,
wenn diese an verschiedenen Stellen zwischen der Filmoberfläche 14 und der Informationslichtquelle
10 angeordnet ist. In den Figuren 3a und 3b ist die Abdeckung 22 an drei verschiedenen
Stellen angedeutet, die durch die Bezugszeichen (a), (b) und (c) angedeutet sind.
Bei dieser Untersuchung stellte sich folgendes heraus: Wenn die Abdeckung 22 in
einem Abstand von 10,5 mm von der Filmoberfläche 14 angeordnet ist, wie es durch
das Bezugs zeichen (a) angedeutet ist, so ergibt sich eine Abschattung, die offensichtlich
ihre Form und das Maß ihrer Unschärfe, insbesondere an ihren Umfangsrändern, in
Abhängigkeit von einer Anderung der Blendenzahl der Blende ändert. Diese Anderung
macht sich dann besonders stark bemerkbar, wenn die Blendenzahl kleiner als 11 wird.
Wird die Abdeckung 22 näher bei der Filmoberfläche 14 angeordnet, beispielsweise
an einer Stelle, deren Abstand von der Filmoberfläche 14 zwischen 4 mm und 1,5 mm
liegt, wie es durch die Bezugszeichen (b) bzw. (c) angedeutet ist, so ergibt sich
unabhängig von einer Anderung der Blendenzahl ein klarer und eindeutig definierter
Schatten auf der Aufzeichnungsfläche 15.
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Im folgenden soll ein Mechanismus beschrieben werden, welcher die
Abdeckung 22 zwischen der Abdeckungsstellung und der Freigabestellung verschiebt,
die oben beschrieben wurden.
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Wie sich weiter aus Figur 2 ergibt, weist das Tragteil 25 für die
Halterung der Abdeckung 22 einen Vorsprung 27 auf, der einstückig mit dem Tragteil
25 ausgebildet oder an diesem fest angebracht ist; dieser Vorsprung 27 wird in eine
Offnung 33 eingeführt, die in einer langgestreckten Platte 28 ausgebildet ist, die
wiederum beweglich über der Belichtungsfläche 14 vorgesehen ist. Die oeffnung 33
hat im wesentlichen die Form eines Dreiecks, wobei ihre Kante 33a, die sich nahe
bei dem Film befindet, schräg in Bezug auf die Bewegungsrichtung der Platte 28 verläuft,
die durch einen Pfeil A2 angedeutet wird. Wenn der Vorsprung 27 in die Uffnung 33
eingeführt wird, kommt ihre Kante 33a verschiebbar mit dem Vorsprung 27 in Eingriff.
Die langgestreckte Platte 28 weist zwei langgestreckte Führungsöffnungen 29a und
29b auf, die an näherungsweise gegenüberliegenden Endbereichen der Platte 28 ausgebildet
sind; in diese Uffnungen werden stiftförmige Vorsprünge 30a bzw. 30b, die fest an
dem Gehäuse 1 angebracht sind, verschiebbar eingeführt, so daß die Platte 28 auf
einer Strecke hin- und herbewegt werden kann, die durch die Länge der langgestreckten
Führungsöffnungen 29a und 29b definiert ist. Näherungsweise in der Mitte der langgestreckten
Platte 28 und an einer Kante, die weiter von dem Film entfernt ist, ist ein Vorsprung
31 vorgesehen, während an einer Kante, die nahe bei dem Film liegt, ein weiterer
Vorsprung 36 vorgesehen ist, der fest an der Platte 28 ausgebildet ist. Der Vorsprung
31 dient zu seiner Verbindung mit einem Ende einer Schraubenfeder 32, während das
andere Ende der Schraubenfeder 32 mit dem Gehäuse 1 verbunden ist, so daß die Platte
28 normalerweise nach rechts vorgespannt ist, wie es durch einen Pfeil A3 angedeutet
wird. Der Vorsprung 36 ist mit dem Schaltknopf 8 verbunden, der auBerhalb des Gehäuses
1 angeordnet ist, um die Platte 28 zwischen der nach rechts verschobenen Stellung,
nämlich der ausgeschalteten Stellung, und der nach links verschobenen Stellung,
nämlich der eingeschalteten Stellung zu
bewegen, wie durch einen
Pfeil A4 angedeutet ist. Auf der rechten Seite der Platte 28 ist ein Arm 37 vorgesehen,
um die Platte 28 in der eingeschalteten Stellung gegen die Vorspannkraft der Feder
32 zu halten. Das Ende des Arms 37, das am weitesten von der Platte 28 entferntist,
ist schwenkbar mit einem stiftförmigen Vorsprung 38 verbunden, der fest in dem Gehäuse
1 ausgebildet ist, so daß der Arm 37 um den stiftförmigen Vorsprung 38 gedreht werden
kann. Der Arm 37 ist normalerweise durch eine Drahtfeder 43 so vorgespannt, daß
er in die durch einen Pfeil A5 angedeutete Richtung gedreht wird; die Drahtfeder
43 ist an einer Welle 38 angebracht, wobei ein Ende der Drahtfeder 43 mit einem
Vorsprung 41 in Eingriff ist, der an dem Arm 37 ausgebildet ist, während ihr anderes
Ende mit einem Vorsprung 42 in Eingriff ist, der in dem Gehäuse 1 ausgebildet ist.
Das andere Ende des Arms 37, der die Platte 28 teilweise überlappt bzw. überdeckt,
ist mit einer Aussparung 40 ausgebildet, die mit einem stiftförmigen Vorsprung 39
in Eingriff kommt, wenn die Platte 28 bei der eingeschalteten Stellung verschoben
wird; der stiftförmige Vorsprung 39 ist fest an der Platte 28 angebracht oder einstückig
mit ihr ausgebildet. Da der Eingriff zwischen der Aussparung 40 und dem stiftförmigen
Vorsprung 39 durch Einschnappen erfolgt, kann die Platte 28 einfach durch manuelle
Betätigung des Schaltknopfes :8 außer Eingriff gebracht werden.
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Wenn die Überlagerungseinrichtung nach der vorliegenden Erfindung
in die Stellung "Aus" gebracht wird, kommt der stiftförmige Vorsprung 39 außer Eingriff
mit der Aussparung 40 und wird gleitend im Kontakt mit der Kante des Arms 37 gehalten,
während sich gleichzeitig der Vorsprung 27 auf der am weitesten links liegenden
Seite der Offnung 33 befindet, nämlich dem aufgeweiteten Ende, sodaß die Abdeckung
22 zu der Freigabestellung gedreht wird.
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Wenn der Fotograf den Hintergrund der Daten auf dem Film abschatten
will, bewegt er von Hand den Knopf 8 von der Stellung "Aus" zu der Stellung "Ein"
in der durch den Pfeil A4 angedeuteten Richtung; dadurch wird die Platte 28 nach
links bewegt, um den stiftförmigen Vorsprung 39 mit der Aussparung 40 in Eingriff
zu bringen. Während der Bewegung der Platte 28 nach links oder in die Stellung "Ein"
wird die Kante 33a der oeffnung 33 verschiebbar in Kontakt mit dem Vorsprung 27
gehalten, so daß der Vorsprung 27 zusammen mit der Abdeckung 22 um die Welle 26
gegen die Vorspannkraft der Drahtfeder 26a in eine Richtung gedreht wird, die entgegengesetzt
zu der durch den Preil A1 angedeuteten Richtung ist; dadurch wird am Ende der Bewegung
der Platte 28 in die Stellung "Ein" die Abdeckung 22 von der Freigabestellung in
die Abdeckstellung gedreht.
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Die Platte 28 ist an ihrer linken Seite mit einem plattenförmigen
Vorsprung 34 zur Halterung einer Abdeckplatte 35 versehen, die in der eingeschalteten
Stellung der Uberlagerungsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung in den Sucher
vorsteht, um teilweise zu verhindern, daß die durch die Objektivlinse 16 fallenden
Lichtstrahlen auf die Aufzeichnungsfläche in dem Sucher gerichtet werden. Mit anderen
Worten benutzen die Lichtstrahlen, die von der Informationslichtquelle 10 erzeugt
und zu dem Sucher 7 übermittelt werden, die Abdeckplatte 35 als Hintergrund für
die Aufzeichnungsfläche, wodurch die Zeichen oder Daten klar und scharf in dem Sucher
ausgebildet werden. Zu diesem Zweck kann die Abdeckplatte 35 ein Farbfilter oder
ein durchscheinendes bzw. durchsichtiges Material sein.
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In der oben beschriebenen Stellung kann der Fotograf die Abdeckplatte
35 finden bzw. sehen, wenn er in den Sucher blickt, wodurch er wiederum feststellt,
daß die Uberlagerungsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung sich im eingeschalteten
Zustand
befindet. Wenn anschließend der Verschlußknopf 4 über näherungsweise die Hälfte
seiner Bewegungsstrecke nach unten gedrückt wird, wird die in der Informationslichtquelle
10 verwendete Lampe 9a durch die mit dem Verschlußknopf 4 verbundene Steuereinrichtung
erregt; drückt man den Verschlußknopf 4 noch weiter herunter, so wird schließlich
der in der Kamera verwendete Verschlußmechanismus ausgelöst. Nachdem die Aufnahme
mit dem für die Daten auf dem Film ausgebildeten Untergrund gemacht worden ist,
stellt der Fotograf den Knopf 8 von der Stellung "Ein" auf die Stellung "Aus" zurück,
wenn bei der folgenden Aufnahme dieser abgeschattete Untergrund nicht ausgebildet
werden soll; dadurch wird die Uberlagerungsvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung
wieder zurück in die Stellung "Aus" gebracht. Aufgrund dieser Konstruktion der Überlagerungsvorrichtung
nach der vorliegenden Erfindung kann der Fotograf zu jedem Zeitpunkt die Vorrichtung
unabhängig von den verschiedenen Bewegungsabläufen für die Kamera ein- oder ausschalten.
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Bei Benutzung einer solchen Kamera wird die Einschaltung der Überlagerungsvorrichtung
im allgemeinen durchgeführt, ohne daß dem Fotografen ein entsprechender Hinweis
oder eine Erinnerung gegeben wird, da er den Knopf 8 jedesmal dann drehen und damit
die Vorrichtung einschalten kann, wenn Daten auf die Aufnahme aufgezeichnet werden
sollen; die Abschaltung dieser Uberlagerungsvorrichtung kann jedoch bei der folgenden
Aufnahme leicht vergessen werden, wobei vorausgesetzt wird, daß bei der folgenden
Aufnahme kein abgeschatteter Hintergrund ausgebildet werden soll.
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Zu diesem Zweck ist die Überlagerungsvorrichtung nach der vorliegenden
Erfindung mit einem automatischen Abschaltmechanismus versehen, der in Verbindung
mit dem Weiterspulen bzw. Transport des Films oder mit dem oeffnen des Rückendeckels
2 betätigt bzw. ausgelöst wird. Ein solcher
Mechanismus soll im
folgenden beschrieben werden.
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Wie sich nämlich weiterhin aus Figur 2 ergibt, weist der automatische
Abschaltmechanismus, der nach jeder Aufnahme betätigt werden kann, ein insbesondere
scheibenförmigesSteuerkurventeil 45 auf, das im Zwischen- bzw. mittleren Bereich
des Arms 37 vorgesehen ist, wobei die Umfangskante des Steuerkurventeils 45 im Kontakt
mit der Seitenkante des Arms 37 gehalten wird. Eine Welle des Steuerkurventeils
45 ist mit einer Welle einer Filmaufwickelspule 44 verbunden, so daß nach jeder
Aufnahme die Aufwickelspule 44 durch einen geeigneten, herkömmlichen Filmtransportmechanismus
gedreht wird, um den belichteten Film auf die Aufwickelspule 44 aufzuwickeln. Bei
einer Drehung der Aufwickelspule 44 für den Film wird das Steuerkurventeil 45 gleichzeitig
gedreht, um eine Druckkraft auf den Arm 37 auszuüben, so daß dieser sich um die
Welle 38 in eine Richtung dreht, die entgegengesetzt zu der Richtung des Pfeils
A5 ist. Dadurch wird die Platte 28, die in der Stellung "Ein" durch den Eingriff
zwischen dem stiftförmigen Vorsprung 39 und der Aussparung 40 gehalten worden ist,
aus diesem Eingriff freigegeben und durch die Vorspannkraft der Feder 32 zu der
Stellung "Aus" bewegt.
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Ein weiterer automatischer Abschaltmechanismus, der bei der Entnahme
des Films aus der Kamera betätigt werden kann, weist einen Hebel 48 mit zwei Armen
48a und 48b auf, wobei der mittlere Bereich des Hebels drehbar durch eine von dem
Gehäuse 1 vorstehende und fest angebrachte Welle 46 gehaltert wird. Ein Arm 48a
ist mit einem Vorsprung 47 in Eingriff, der von einem Zwischenbereich des Arms 37
von einer Stelle aus nach oben ragt (siehe Figur 2), an welcher der Arm 37 mit einer
vorstehenden Plattform 37a versehen ist; der andere'Arm 48b ist so verlängert,
daß
er in Berührung mit dem Rückendeckel 2 kommt, wenn sich der Rückendeckel 2 in der
Stellung befindet, in welcher das Gehäuse 1 verschlossen bzw. abgedeckt wird. Der
Hebel 48 wird normalerweise durch eine Drahtfeder 51 so vorgespannt, daß er sich
in eine durch einen Pfeil A6 angedeutete Richtung dreht; ein Ende der Drahtfeder
51 ist mit einem Vorsprung 49 in Eingriff, der von dem Arm 48a vorsteht, während
das andere Ende mit einem Vorsprung 50 in Eingriff ist, der von dem Gehäuse 1 vorsteht.
Wenn der Rückendeckel 2 geschlossen wird, kommt seine Innenwand in Berührung mit
dem Kontakt 48b und verschiebt diesen,.
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um den Hebel 48 gegen die Federkraft in eine Richtung zu drehen, die
entgegengesetzt zu der Richtung des Pfeils A6 ist, sodaß der andere Arm 48b außer
Eingriff mit dem Vorsprung 47 kommt. Deshalb wird in dieser Stellung der Arm 37
im Kontakt mit dem an der Platte 28 vorgesehenen Vorsprung 39 gehalten. Bei Uffnen
des Rückendeckels 2 wird der Arm 48b von der Druckkraft des Deckels 2 befreit, so
daß der Hebel 48 durch die Feder 51 in der durch den Pfeil A6 angedeuteten Richtung
gedreht wird; dadurch kommt der Arm 48a in Kontakt mit dem Vorsprung 47, so daß
dieser Vorsprung 47 weiter bewegt wird. Dementsprechend wird der Arm 37 in eine
Richtung gedreht, die entgegengesetzt zu der Richtung des Pfeils A5 ist.
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Bei Verwendung eines solchen automatischen Abschaltmechanismus, wie
er oben beschrieben wurde, für die Uberlagerungsvorrichtung nach der vorliegenden
Erfindung können die Abdeckung 22 und die Abdeckplatte 35 nach jeder Aufnahme in
die ausgeschaltete bzw. Ruhestellung zurückgebracht werden.
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Der Fotograf kann also nicht mehr vergessen, die Dberlagerungsvorrichtung
abzuschalten, da diese Abschaltung automatisch durchgeführt wird. Außerdem verhindert
die automatische Abschaltung der Überlagerungsvorrichtung beim Offnen des Rückendeckels
2, daß die verschiedenen Elemente
in der Überlagerungsvorrichtung,
wie beispielsweise die Abdeckung 22, versehentlich durch den Fotografen berührt
werden können.
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In Figur 5 ist eine weitere Ausführungsform der Überlagerungsvorrichtung
nach der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Überlagerungsvorrichtung nach dieser
Ausführungsform weist die optische Anordnung F, die Informationslichtquelle 10,
die Linsenanordnung 12 und die Abdeckung 22 auf, die zwischen der Abdeckstellung
und der Freigabestellung verschoben werden kann. Da diese Elemente auf die gleiche
Weise, wie es bei der obigen Ausführungsform beschrieben wurde, angeordnet sind,
sollen sie im folgenden nicht mehr erläutert werden.
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Auch bei dieser Ausführungsform besteht die Abdeckung 22 aus einem
lichtdurchlässigen Material, wie beispielsweise einem Filter, wie bereits oben erwähnt
wurde; die Abdeckung 22 ist durch das Tragteil 25 an die Welle 26 angelenkt, sodaß
sie um die Welle 26 zwischen der Abdeckstellung, die in Figur 5 in strichpunktierten
Linien angedeutet ist, und der Freigabestellung bewegt werden kann, die in Figur
5 mit durchgezogenen Linien gezeigt ist. Die Abdeckung 22 wird normalerweise durch
die Schraubenfeder 26a zu der Abdeckstellung vorgespannt; ein Ende dieser Schraubenfeder
26a ist mit dem Tragteil 25 im Eingriff, während das andere Ende mit der Welle 26
im Eingriff ist. Wenn die Abdeckung 22 zu der Abdeckstellung gedreht wird, wird
dadurch die Aufzeichnungsfläche 15 für die Daten in bezug auf das Licht abgeschattet,
das von der Linsenanordnung 12 kommt, so daß ein abgeschatteter Untergrund für die
Daten entsteht. Wenn sich die Abdeckung 22 in der Freigabestellung befindet, wird
dieser abgeschattete Untergrund nicht in der Fläche 15 ausgebildet.
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Die folgende Beschreibung bezieht sich auf einen Mechanismus, mit
dem die Bewegung der Abdeckung 22 zwischen der Abdeckstellung und der Freigabestellung,
wie sie oben beschrieben wurde, durchgeführt werden kann.
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Wie sich weiter aus Figur 5 ergibt, weist die Abdeckung 22 einen Vorsprung
27' auf, von dem ein Ende an dem Tragteil 25 angebracht oder einstückig mit ihm
ausgebildet ist, während das andere Ende im Kontakt mit einem Betätigungsarm 56
gehalten wird. Der Betätigungsarm 56 weist in seinem Zwischenbereich einen Vorsprung
57 auf, der drehbar durch das Gehäuse 1 gehaltert wird, um den Betätigungsarm 56
um den Vorsprung 57 zu drehen. Der Betätigungsarm 56 wird normalerweise durch eine
Schraubenfeder 59 so vorgespannt, daß er sich in die durch einen Pfeil A7 angedeutete
Richtung dreht; die Schraubenfeder 59 ist an dem Vorsprung 57 befestigt, wobei ein
Ende der Schraubenfeder mit einem stiftförmigen Vorsprung 58 im Eingriff ist, der
fest an dem Gehäuse 1 ausgebildet ist, während das andere Ende mit einem Vorsprung
56c im Eingriff ist, der an dem Betätigungsarm 56 ausgebildet ist. Ein Ende 56a
des Betigungsarms 56 wird auch im Kontakt mit einem kegelförmig bzw. konisch zulaufenden
Bereich 60 gehalten, der mit dem Verschlußknopf 4 verbunden ist; dieses Ende 56a
liegt dem Ende 56b gegenüber, an dem der Vorsprung 27' im Kontakt mit dem Arm 56
ist.
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Da die Vorspannkraft der Feder 59 stärker als die der Feder 26aist,
wird die Abdeckung 22 normalerweise in der Freigabestellung gehalten (siehe Figur
4a). Wird jedoch der Verschlußknopf 4 in die durch den Teil A8 angedeutete Richtung
heruntergedrückt, so verschiebt der konische Bereich 60 das Ende 56a, um den Betätigungsarm
56 gegen die Vorspannkraft der Feder 59 in eine Richtung zu drehen, die entgegengesetzt
zu der durch den Pfeil A7 angedeuteten Richtung ist. Dadurch bewegt sich das Ende
56b eine vorher
bestimmte Strecke, um den Vorsprung 27' mit zu
verschieben, der wiederum die Abdeckung 22 zu der Abdeckstellung bewegt. Näherungsweise
am Ende des nach unten gerichteten Hubs des Verschlußknopfes 4 kommt die Abdeckung
22 in ihre Endstellung, nämlich die Abdeckstellung; in dieser Stellung gibt der
Verschlußknopf 4 den Verschlußmechanismus frei, wodurch der abgeschattete Untergrund
in der Fläche 15 auf der Filmoberfläche 14 (siehe Figur 4b) ausgebildet wird. Anschließend
wird die Abdeckung 22 durch die Rückführbewegung oder den nach oben gerichteten
Hub des Verschlußknopfes 4 in die Freigabestellung zurückgebracht. Näherungsweise
am Ende dieses nach oben gerichteten Hubs des Verschlußknopfes 4 ist die Informationslichtquelle
10 so angeordnet, daß sie eine optische Abbildung mit den Daten eine vorher bestimmte
Zeitspanne lang (Figur 4c) über die Fläche 15 projiziert. Dann wird die Dberlagerungsvorrichtung
in die Ausgangsstellung zurückgebracht (Figur 4d). In diesem Zusammenhang soll auf
folgendes hingewiesen werden: Statt die optische Abbildung mit den Daten direkt
über die Fläche 15 zu projizieren, kann die optische Abbildung der Daten auch durch
die Abdeckung 22 über die Fläche 15 projiziert werden, da diese Abdeckung 22 aus
lichtdurchlässigem Material besteht. In diesem Fall kann die Informationslichtquelle
10 so angeordnet werden, daß sie die optische Abbildung mit den Daten näherungsweise
am Ende des nach unten gerichteten Hubs des Verschluß knopfes projiziert.
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Für den Fall, daß kein abgeschatteter Untergrund erforderlich ist,
wird ein Verriegelungsmechanismus vorgesehen, um die Abdeckung 22 unabhängig vom
Drücken des Verschlußknopfes 4 in der Freigabestellung zu hälften. Der Verriegelungsmechanismus
weist eine langgestreckte Platte 28' auf, die beweglich über der Belichtungsfläche
14 angeordnet ist, so daß sie durch Betätigung des an der Außenseite des Gehäuses
1 vorgesehenen Knopfes zwischen einer Stellung
"Ein" und einer
Stellung "Aus", also einer Verriegelungsstellung, hin- und herbewegt werden kann.
Die Platte 28' enthält zwei Führungsöffnungen 29a und 29b, um die Platte 28' auf
die gleiche Weise zu führen, wie es oben unter Bezugnahme auf die Platte 28 beschrieben
wurde. Im einzelnen ist die Platte 28' mit einem Eingriffvorsprung 55 versehen,
der sich nahe vor dem Vorsprung 27' befindet, wenn die Platte 28' in die Stellung
"Aus" gedreht wird, um zu verhindern, daß die Abdeckung 22 in die Abdeckstellung
gedreht wird. Da die Platte 28' auch eine Abdeckplatte 35 aufweist, die in der Stellung
"Ein" der Uberlagerungsvorrichtung in den Sucher vorsteht, wie es für die obige
Ausführungsform beschrieben wurde, kann festgestellt werden, wenn sich die Abdeckung
22 in der Abdeckstellung befindet.
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In Figur 6 ist eine weitere Ausführungsform der Uberlagerungsvorrichtung
nach der vorliegenden Erfindung dargestellt, welche die optische Anordnung F, die
Informationslichtquelle 10 und die Linsenanordnung 12 aufweist, die auf ähnliche
Weise angeordnet sind, wie es oben beschrieben wurde. Bei dieser Ausführungsform
wird jedoch die Blockiereinrichtung nicht durch die Abdeckung 22, sondern durch
einen Flüssigkristall gebildet, der sich in einem transparenten Gehäuse 63 befindet.
Das Gehäuse 63 wird in einer Stellung, die der oben beschriebenen Fläche 15 entspricht,
durch eine transparente Platte 62, beispielsweise eine Platte aus Glas oder Harz,
gehalten, die der Belichtungsfläche 14 entspricht. In gleicher Weise ist eine transparente
Platte 65, die mit einem Behälter 64 für einen Flüssigkristall versehen ist, in
einer ausgerichteten Stellung mit der Objektivlinse 16 angeordnet. Die Lage in welcher
der Behälter 64 in der Platte 65 vorgesehen ist, entspricht der Lage, in welcher
die Abdeckplatte 35 in der Stellung "Ein" der Uberlagerungsvorrichtung im Sucher
erscheint.
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Mit anderen Worten entspricht die Lage des Behälters 64 der Lage des
Behälters 63 in bezug auf die durchgelassene
Abbildung des Objektes.
Die Behälter 63 und 64, die jeweils mit dem Flüssigkristall gefüllt sind, sind mit
einer Steuerschaltung verbunden, die Schalter S1, S2 und S3, eine Energiequelle
E und die Behälter 63 und 64 aufweist.
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Die Schalter S1 und Sz werden gleichzeitig betätigt, um den Flüssigkristall
in dem Behälter 64 zu erregen. Wenn der Flüssigkristall erregt ist, das heißt, wenn
an den Flüssigkristall eine Spannung angelegt ist, die höher als ein vorher bestimmter
Schwellwert ist, so ändert sich der Flüssigkristall vom transparenten Zustand in
den halbtransparenten Zustand, so daß in dem Sucher ein abgeschatteter Untergrund
ausgebildet wird. Bei der Auslösung des Verschlußknopfes wird der Schalter S3 eingeschaltet,
um den Flüssigkristall in dem Behälter 63 zu erregen; dadurch wird ein abgeschatteter
Untergrund in der Fläche 15 in der Belichtungsfläche 14 ausgebildet.
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Bei dieser Ausgestaltung der Uberlagerungsvorrichtung, wie sie für
die vierte Ausführungsform beschrieben wird, läßt sich der Raum verkleinern, der
für den Einbau der Vorrichtung in der Kamera benötigt wird; außerdem kann der Mechanismus
vereinfacht werden.
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Die Dberlagerungsvorrichtung nach der dritten und vierten Ausführungsform
kann mit der normalerweise geschlossenen Verschlußanordnung sowie dem automatischen
Abschaltmechanismus versehen werden, wie sie in Verbindung mit der ersten Ausführungsform
erläutert wurden.
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Wie sich aus dieser Beschreibung ergibt, liefert die Überlagerungsvorrichtung
nach der vorliegenden Erfindung einen klaren und scharfen, abgeschatteten Untergrund
für den belichteten Film, ohne da bei einer Anderung der Blendenzahl der Blende
Unschärfen an der Kante des abgeschatteten Bereiches ausgebildet werden, da sich
das Blockierelement,
wie beispielsweise die Abdeckung 22 oder der
Behälter 63, sehr nahe bei der Filmoberfläche befinden. Diese Positionierung des
Blockierelementes nahe bei der Filmoberfläche wird durch die Verwendung eines lichtdurchlässigen
Blockierelementes erreicht, das die optische Abbildung der Daten durchläßt, während
es den abgeschatteten Bereich auf der Filmoberfläche ausbildet.
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Da weiterhin die Blockierelemente so angeordnet sind, daß sie ihren
Zustand zwischen einer Blockierstellung und der offenen Stellung ändern können,
ist es möglich, den abgeschatteten Untergrund für die Daten wahlweise auszubilden.
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Weil darüber hinaus die Uberlagerungsvorrichtung mit einem automatischen
Abschaltmechanismus versehen ist, kann die Überlagerungsvorrichtung nach jeder Aufnahme
sowie auch beim Offnen des Rückendeckels für die Kamera in den abgeschalteten Zustand
gebracht werden, so daß keine Gefahr mehr besteht, daß der Fotograf die Rückführung
der Vorrichtung in den ausgeschalteten Zustand vergißt; außerdem kann der Fotograf
während des Einlegens oder der Herausnahme des Films nicht aus Versehen das Blockierelement
oder andere Teile berühren.
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