DE2751021C3 - Synchronisierschaltung für eine Oszillatorschaltung - Google Patents
Synchronisierschaltung für eine OszillatorschaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Synchronisierschaltung, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 vorausgesetzt
ist
Aus der US-PS 38 98 579 ist eine Oszillatorschaltung bekannt, bei welcher das Ausgangssignal eines Bezugsoszillators einem Eingang einer Phasenvergleichsschaltung zugeführt wird, deren Ausgangssignal über eine
Filterschaltung dem Steuereingang eines steuerbaren Oszillators zugeführt wird. Das Ausgangssignal dieses
letztgenannten Oszillators wird über einen einstellbaren Frequenzteiler auf den zweiten Eingang der Phasenvergleichsschaltung gegeben, und man erreicht auf diese
Weise, daß am Ausgang des steuerbaren Oszillators eine hochfrequente Ausgangsschwingung abgenommen
werden kannn, deren Phasenlage in einem festen Verhältnis zur wesentlich niedrigerfrequenten Schwingung des Bezugsoszillators steht.
Es gibt zahlreiche Anlagen mit einem solchen Hauptoder Steueroszillator, welcher die Bezugsfrequenz für
die Ableitung auch mehrerer Sekundärfrequenzen liefert. Als Beispiel hierfür seien Fernsehgeräte erwähnt,
bei denen ein auf relativ hoher Frequenz schwingender Hauptoszillator mit Frequenzteilern gekoppelt ist, um
die Horizontal- und die Vertikalsynchronisiersignale zu erzeugen, die bezüglich Frequenz und Phase mit dem
Hauptoszillator synchronisiert sind. Solche Hauptoszillatoren zur Erzeugung eines Bezugssignals sind
gewöhnlich thermostabilisiert oder temperaturkompensiert und arbeiten dann mit optimaler Genauigkeit auf
einer Festfrequenz, die in einem begrenzten Justierbereich in der Größenordnung von ±5 · 10~6 einstellbar
ist.
über einen Synchronisiermechanismus innerhalb eines
Systems kombiniert sein und müssen dann bezüglich Phase und Frequenz miteinander synchronisiert werden.
Diese Arbeitsweise bezeichnet man als »Genlock«-Bes trieb: Hierbei benutzt man ein externes Signal, im
allgemeinen ein Signal mit niedriger Frequenz (im Falle eines Fernsehgeräts z. B. die Horizontalfrequei.z), das
von einem Bezugsoszillator abgeleitet wird, um die verschiedenen Hauptoszillatoren zu synchronisieren.
ίο Ein Phasendetektor in der Regelschleife jedes Hauptoszillators vergleicht die vom betreffenden Hauptoszillator abgeleitete Sekundärfrequenz (z. B. das horizontalfrequente Signal) mit dem externen System-Bezugssignal, welches im wesentlichen die gleiche Frequenz hat
Bei einer Phasendifferenz zwischen den beiden Eingangssignalen des Phasendetektors erzeugt dieser ein
Fehlersignal, das auf einen Steuereingang des lokalen Hauptoszülators gekoppelt wird, um dessen Ausgangssignal in Phase mit dem externen Bezugssignal zu
bringen, so daß der lokale Hauptoszillator synchronisiert wird. Falls die Phasendifferenz zwischen dem
Lokaloszillator und der Bezugsfrequenz des Systems relativ g.oß ist, kann unter Umständen eine beträchtliche Zeit vergehen (z. B. bis zu 60 Sekunden), bevor alle
Sekundärfrequenzen synchronisiert sind. Dieser Zeitverzug ist dadurch bedingt daß die Ausgangsfrequenz
des Hauptoszillators relativ stark heruntergeteilt werden muß, um die niedrigere Sekundärfrequenz zu
erzeugen, und daß der Stellbereich des Hauptoszülators
normalerweise begrenzt ist.
Übliche Maßnehmen zur Verkürzung der für die Synchronisierung eines lokalen Hauptoszülators benötigten Zeit erfordern im allgemeinen die Verwendung
von zwei oder mehr externen Bezugssignalen. So wird
z. B. in einem bekannten System (RCA Broadcast Equipment, IB-33 073) ein erstes Bezugssignal mit einer
bei oder nahe der Ausgangsfrequenz des lokalen Hauptoszülators liegenden Frequenz dazu verwendet,
den lokalen Hauptoszillator zu korrigieren, während ein
zweites Bezugssignal einer niedrigeren Sekundärfrequenz dazu herangezogen wird, die für die Ableitung
der niedrigeren Sekundärfrequenz dienende Frequenzteilerschaltung zurückzustellen. Der beträchtliche Frequenzunterschied zwischen den beiden (oder mehreren)
externen Bezugssignalen kann jedoch zu einer wesentlichen Zeit- und Phasenversetzung des Ausgangssignals
der niedrigeren Sekundärfrequenz führen, je nachdem, welchen Zählerstand die Frequenzteilerschaltung.zum
Zeitpunkt der versuchten Rücksetzung hat.
Aus der französischen Auslegeschrift 22 91638 ist
eine Phasenregelschleife zur Regelung eines Oszillators aufgrund eines Bezugssignals bekannt, bei der die
EinsteUschaltung mit einer Eingangsschaltung für ein Synchronisierhilfssignal zur Rückstellung und Sperrung
des in der Phasenregelschleife enthaltenen Frequenzteilers gekoppelt ist, um auf diese Weise eine durch das
Synchronisierhilfssignal bestimmte Anfangsphase beizubehalten. Eine Synchronisierung mehrerer Hauptoszillatoren ist dabei nicht vorgesehen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Angabe relativ einfacher Maßnahmen, welche eine Verkürzung
der Synchronisierzeit von Hauptoszillatoren, die mit Frequenzteiler enthaltenden Phasenregelschieifen
arbeiten, aufgrund eines gemeinsamen Bezugssignals
'r> erlauben.
Diese Aufgabe wird bei einer Schaltung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruchs I angegebenen Merkmale
gelöst
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet sind Fernsehgeräte, bei denen dann der Hauptoszillator ein Ausgangs- s
signal der Frequenz der Horizontalablenkung und der Frequenzteiler ein Ausgangssignal der Frequenz der
Vertikalablenkung liefert.
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
anhand von Zeichnungen näher erläutert.
F i g. 1 zeigt in Blockform eine Schaltungsanordnung
für einen Hauptoszillator;
F i g. 2a bis 2f zeigen Wellenformen zur Veranschaulichung
des Betriebs der Anordnung nach F i g. 1.
In der Anordnung nach F i g. 1 ist ein spannungsgesteuerter Hauptoszillator (spannungsgesteuerter Kristalloszillator)
10 vorgesehen, der unter Steuerung durch eine zwischen einem Potential V und einem
Bezugspotential (Masse) eingestellte Vor-pannung 8 auf einer Festfrequenz schwingt Der Ausgang des Haupt-Oszillators
ist mit einer Ausgangsklemme (Oszillatorausgang) und mit dem Eingang einer Teilerschaltung 12
verbunden. Die Teilerschaltung 12 ist in an sich bekannter Weise ausgelegt um die Ausgangsfrequenz
des Hauptoszillators 10 durch eine gewünschte Zahl η zu teilen, die von der für den Hauptoszillator 10
gewählten Festfrequenz und der gewünscnten niedrigeren Sekundärfrequenz abhängt In einem typischen
Ausführungsbeispiel, das für die SECAM-Fernsehnorm ausgelegt ist, schwingt der Hauptoszillator 10 auf einer
Frequenz von 4 406 250 Hz, wobei η gleich 282 und die niedrigere Sekundärfrequenz gleich 15 625Hz (die
gewünschte Horizontal- oder Zeilenfrequenz) ist. Der Ausgang der Teilerschaltung 12 ist mit dem einen
Eingang eines Phasendetektors 14 gekoppelt und außerdem über einen Schalter S·? mit einer Ausgangsklemme
30 verbunden, wo das Ausgangssignal der Teilerschaltung als lokaler Horizontal-Zeitbezug (Wellenform
2f) entnommen werden kann. In der Genlock-Betriebsart wird ein Genlock-Steuersignal auf einen
Eingang 31 eines UND-Gliedes 22 gekoppelt. Wenn das externe Horizontalsignal, auf das die Synchronisierung
erfolgen soll, auf die Klemme 33 gegeben wird, dann wird ein dazu in Relation stehendes Steuersignal auf die
andere Eingangsklemme 32 des UND-Gliedes 22 gekoppelt. Das Ausgangssignal des UND-Gliedes 22 in
Form eines Pegelsprungs (bei f4 in der Wellenform 2a) ist ein Umschalt-Steuersignal, das die (lediglich schematisch
dargestellten) Schalter Si und Sj in die Position
FATbringt und außerdem einen monostabilen Multivi- so
brator 20 triggert (u in der Wellenform 2b). Das Ausgangssignal des Multivibrators 20 wird auf den
Setzeingang eines RS-Flipflops 18 gekoppelt. Das Signal vom (^-Ausgang des Flipflops 18 (u—h in
F i g. 2c) wird auf den Rücksetzeingang der Teilerschaltung 12 gegeben, um die Teilerschaltung auf einen
Zählerstand 0 zurückzustellen und damit die Erzeugung des Horizontal-Zeitbezugssignals von der Teilerschaltung
12 zu unterbrechen (U-h in der Wellenform 2d).
Das an der Klemme 33 zugefiihrte externe Synchronbezugssignal
(Wellenforrn 2\) wird auf den anderen Eingang des Phasendetektors 14 gegeben und außerdem
über den Schalter Si an die Klemme 30 geliefert.
Wie oben beschrieben, erzeugt der Phasendetektor 14 ein Steuersignal, das ein Maß für die Phasendifferenz
zwischen dem intern erzeugten Signal (d.h. dem Ausgangssignal der Teilerschaltung 12) und dem von
außen zugeführten externen Bezugssignal ist Da jedoch der Steuereingang des Hauptoszillators 10 jetzt mittels
des Schalters S\ über ein Tiefpaßfilter 16 mit den Ausgang des Phasendetektors 14 in Verbindung steht
und die Teilerschaltung 12 durch das ihrem Rücksetzeingang vom Ausgang des Flipflops 18 zugeführte
Steuersignal auf dem Zählwert 0 gehalten wird, empfängt der eine Eingang des Phasendetektors den
Wert 0, und die Folge ist eine Undefinierte Steuerspannung am Steuereingang des Hauptoszillators. Mit dem
Auftreten des unmittelbar nächsten externen Horizontal-Zeitimpulses
(fs in Fig.2e), der an der Ausgangsklemme
30 erscheint wird das Flipflop 18 zurückgesetzt, worauf an seinem Q-Ausgang ein niedriges Potential
erscheint (ts in Fig.2c) und die Teilerschaltung 12
wiederum aktiviert wird. Wenn die Teilerschaltung ihren vorgegebenen Zählerstand erreicht hat gibt sie
ihren Ausgangsimpuls ab (tj in F i g. 2d), der dem offenen
Eingang des Phasendetektors 14 zugeführt wird. Da das Maß der Frequenzänderung des Hauptoszillators 10 nur
gering ist liegt dieser erste Ausgangsimpuls zeitlich ziemlich dicht an der Kette der externen Horizontalzeitimpulse,
die den Zählbetrieb in der Teilerschaltung 12 ausgelöst hat Der Phasendetektor 14 empfängt als
die beiden zu vergleichenden Signale nun einen externen Impuls (te in Fig. 2e) und einen Ausgangsimpuls
der Teilerschaltung (h in Fig.2d). Die Lage des
Teiler-Ausgangsimpulses beim Zeitpunkt ti in der
Wellenform 2d zeigt an, daß der Hauptoszillator 10 während des Fehlens eines vom Phasendetektor 14
kommenden Steuersignals zu langsam gelaufen ist. Der Phasendetektor 14 bildet aus seinen beiden eben
genannten Eingangssignalen ein Steuersignal für den Steuereingang des Hauptoszillators 10, das den
Oszillator 10 beschleunigt. Der unmittelbar nächste Ausgangsimpuls von der Teilerschaltung 12 (k in
Fig.2d) erscheint im dargestellten Fall zu früh, aber
wiederum sehr dicht am richtigen externen Horizontal-Zeitimpuls (b in Fig.2e). Der Phasendetektor macht
wiederum den Phasenvergleich, und der nächste externe Horizontal-Zeitimpuls zum Zeitpunkt fio in Fig.2e
zeigt, daß Teiler-Ausgangssignal (Wellenform 2d) zum Zeitpunkt f)0 und das an der Klemme 30 erscheinende
Ausgangssignal (Wellenform 2f) zum Zeitpunkt ί]0
synchron sind. Die benötigte Zeit für die volle Synchronisierung des Ausgangssignals des Hauptoszillators
und des Signals der sekundären Frequenz hat also nur so kurz wie 2 bis 3 Zählzyklen der Teilerschaltung 12
gedauert, d. h. die zur Phasensynchronisierung erforderliche Zeit ist auf ein Minimum reduziert worden, und die
durch die sehr unterschiedlichen Frequenzen angesteuerten externen Schaltungen haben kaum oder
keinerlei Störung erfahren.
Die Erfindung wurde vorstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert, das sich auf die Synchronisierung
der Horizontalfrequenz mit einem an der Klemme 33 zugeführten externen Horizontalsignal bezieht.
Jedoch lassen sich die Ausgangssignale des Oszillators 10 und die an der Klemme 30 erhaltenen Ausgangssignale
auch mit beliebigen anderen extern zugeführten Signalen synchronisieren, zum Beispiel auch mit einem
e;;'ern zugeführten Signal der Frequenz der Vertikalablenkung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Synchronisierschaltung für eine Oszillatorschaltung, welche unter Steuerung durch ein einziges
externes Bezugssignal gleichzeitig mindestens zwei Ausgangssignale erheblich verschiedener Frequenz
liefert und einen regelbaren Hauptoszillator, einen diesem nachgeschalteten Frequenzteiler, an den eine
Einstellschaltung angeschlossen ist, und eine Phasenvergleichsschaltung aufweist, deren einem Eingang
das Ausgangssignal des Frequenzteilers und deren anderem Eingang das mit diesem im wesentlichen
frequenzgleiche externe Bezugssignal zugeführt wird und die ein dem Phasenunterschied zwischen
diesen Signalen entsprechendes Regelsignal liefert, welches über eine Koppelschaltung dem Regeleingang des Hauptoszülators zur Regelung des
Ausgangssignals des Frequenzteilers auf Phasen-Übereinstimmung mit dem externen Bezugssignal
zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die EinsteUschaltung (18, 20) mit einer
Eingangsschaltung (22) für ein Synchronisierhilfssignal zur Rückstellung und Sperrung des Frequenzteilers (12) gekoppelt und derart ausgebildet ist, daß
sie beim ersten Auftreten des externen Bezugssignals nach Anlegen des Synchronisiersignals den
Frequenzteiler (12) freigibt.
2. Synchronisierschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die EinsteUschaltung
einen monostabilen Multivibrator (20) und ein RS-Flipflop (18) aufweist.
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