DE2751046A1 - Kolbenanordnung fuer stossdaempfer - Google Patents
Kolbenanordnung fuer stossdaempferInfo
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Description
Monroe Belgium N.V.
Schuurhovenveld 16. November 1977
Sint-Truiden, Belgien Anwaltsakte M-4425
Kolbenanordnung für Stoßdämpfer
Die Erfindung betrifft eine Kolbenanordnung für Stoßdämpfer gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei der Konstruktion von Kolbenanordnungen für Kraftfahrzeugstoßdämpfer
war es bisher üblich, Ventilanordnungen mit einer einzigen Ventilscheibe oder solche mit einer Hehrzahl von Ventilscheiben zu
verwenden. Eine typische eine einzige Ventilscheibe aufweisende Kolbenanordnung ist in der FR-PS 2 146 611 beschrieben. Eine typische
Ventilanordnung, die eine Mehrzahl von Ventilscheiben aufweist, ist in der US-PS 3 134 46O offenbart. Eine jede dieser Ventilanordnungen
ist jedoch seitens der Hersteller von Stoßdämpfern einer gewissen Kritik ausgesetzt. Durch die vorliegende Erfindung soll daher
eine neue, verbesserte Kolbenanordnung geschaffen werden, durch welche die nachteiligen Eigenschaften sowohl der eine einzige Ventilscheibe
aufweisenden Ventilanordnungen des Stoßdämpferkolbens als auch der eine Mehrzahl von Ventilscheiben aufweisenden Ventilanordnungen
für Stoßdämpferkolben ausgeräumt sind. Bei Verwendung
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von Ventilanordnungen mit einer einzigen Ventilscheibe ist es insbesondere
erforderlich, daß die Belastung der Ventile bei Beanspruchung des Stoßdämpfers auf Zug bzw. auf Druck in Einklang gebracht
wird. Diese Belastungen treten beim Ausfedern (Verlängerung des Stoßdämpfers) bzw. beim Einfedern (Verkürzung des Stoßdämpfers)
auf. Es war deshalb praktisch unmöglich, eine genaue Einstellung der Ausfahrcharakteristik eines derartigen Stoßdämpfers ohne gleichzeitige
Änderung der Einfahrcharakteristik zu erhalten. Ein damit zusammenhängendes Problem ist die Ermüdung der Ventilteile; dies
führt zu gewissen Begrenzungen der von einem Stoßdämpfer erhaltbaren Leistung, damit keine frühzeitigen Störungen in der Ventilanordnung
auftreten.
Was die schon oben erwähnten Ventilanordnungen mit einer Mehrzahl von Ventilscheiben betrifft, so sind die ihnen zugeordneten Kolben
in der Herstellung teuer. Obwohl man unter Verwendung einer derartigen Kolbenventilanordnung mit mehreren Ventilscheiben, wie sie
z.B. in der US-PS 3 134 46O beschrieben ist, eine unabhängige Änderung
der Einfahrcharakteristik und Ausfahrcharakteristik herbeiführen kann, hat es sich dort als nachteilig herausgestellt, daß die
Leckstromsteuerung bei Zugbelastung und Druckbelastung nicht unabhängig voneinander geändert werden können. Da die Strömungsmittelsteuerung
für mit geringer Geschwindigkeit bewegte Ströme bei modernen Kraftfahrzeugen von erheblich größerer Bedeutung ist, ist
die Möglichkeit unabhängiger Beeinflussung der Ausfahr- und der Einfahrcharakteristik sowohl bei niederen als auch bei hohen Geschwindigkeiten
der Kolbenbewegung praktisch unverzichtbar.
Allgemein gesprochen betrifft die vorliegende Erfindung eine neuar-
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tige, verbesserte Kolbenanordnung, durch welche die oben beschriebenen
Nachteile herkömmlicher Kolbenanordnungen und herkömmlicher Kolben-Ventilanordnungen ausgeräumt sind. Dies erfolgt erfindungsgemäß
dadurch, daß eine Kolbenanordnung geschaffen wird, die zwei Kolbenkörper aufweist. Diese haben identischen Aufbau und können
folglich gegeneinander ausgetauscht werden. Zwischen den Kolbenkörpern befinden sich zwei Einlaßventilkörper, die durch eine dazwischen
liegende Scheibenfeder federnd voneinander weg und in Anlage an die Kolbenkörper vorgespannt sind. Eine die Ausfahrcharakteristik
des Stoßdämpfers bei Zugeblastung vorgebende Ventilanordnung ist in der Nachbarschaft der Seite eines der Kolbenkörper angeordnet
und weist eine oder mehrere Ventilscheiben und eine zugeordnete Drosselscheibe auf. Auf ähnliche Weise ist eine die Einfahrcharakteristik
des Stoßdämpfers bei Druckbelastung vorgebende Ventilanordnung bei der gegenüberliegenden Seite des anderen der Kolbenkörper
angeordnet. Sie weist ebenfalls eine oder mehrere Ventilscheiben und eine zugeordnete Drosselscheibe auf. Bei dieser Anordnung
ist es möglich, Drosselscheiben zur Modifizierung der Ausfahrcharakteristik
und Einfahrcharakteristik des Stoßdämpfers zu verwenden, die völlig verschieden sind und demzufolge auch unabhängig
voneinander angepaßt werden können, um die Durchsatzsteuerung bei niederen Strömungsgeschwindigkeiten des Arbeitsströmungsmittels
während des Ausfahrens und des Einfahrens des Stoßdämpfers zu modifizieren. Entsprechend liegt der vorliegenden Erfindung ferner die
Aufgabe zugrunde, eine neue, verbesserte Kolbenanordnung für Stoßdämpfer von Kraftfahrzeugen zu schaffen, bei der der Ausfahrleckstrom
und der Einfahrleckstrom voneinander unabhängig sind und unabhängig
voneinander einstellbar sind.
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Ein weiterer wesentlicher Zug der oben angegebenen Kolbenanordnung
ist darin zu sehen, daß die Ventilscheiben der beim Einfahren des Stoßdämpfers ansprechenden Ventilanordnung und der beim Ausfahren
des Stoßdämpfers ansprechenden Ventilanordnung unterschiedliche Größe und Dicke haben können. Es können auch Ventilscheiben mit
gleicher Fläche und unterschiedlicher Dicke oder solche mit gleicher Dicke und unterschiedlicher Fläche verwendet werden. Auf diese Weise
läßt sich die Druckentlastung des Kolbens durch Strömungsmittelabfuhr beim Ausfahren des Kolbens unabhängig von der beim Einfahren
des Kolbens vorgeben.
Gemäß vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist ein Abstandskörper
in direkter Nachbarschaft der Ausfahr-Ventilanordnung und Einfahr-Ventilanordnung angeordnet, und die Dicke dieses Abstandskörpers
läßt sich einstellen, so daß auf diese Weise eine zusätzliche Möglichkeit der Abströmsteuerung erhalten wird. Durch die
vorliegende Erfindung soll demzufolge auch dadurch eine Abströmsteuerung erhalten werden, indem die Anzahl und die Dimensionierung
(sowohl Dicke als auch Durchmesser) der Ventilscheiben und des zugeordneten Abstandskörpers geändert werden.
Durch die vorliegende Erfindung soll ferner eine neue, verbesserte
Kolbenanordnung für Kraftfahrzeugstoßdämpfer geschaffen werden, die
den oben beschriebenen Aufbau hat und bei der die Durchsatzsteuerung für mit hoher Geschwindigkeit strömendes Arbeitsströmungsmittel
dadurch vorgebbar ist, daß man die Abmessungen ausgewählter der in einem der Kolbenkörper vorgesehenen Strömungsmitteldurchgänge
und in gleicher Weise auch Abmessungen ausgewählter Strömungsmitteldurchgänge des anderen Kolbenkörpers ändert.
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In der US-PS 3 134 46O ist eine ähnliche Anordnung beschrieben; in
der dortigen Fig. 4 sind Mehrfachkolbenkörper gezeigt. Ein ganz erheblicher Unterschied zwischen dieser herkömmlichen Anordnung und
der vorliegenden Erfindung liegt jedoch darin, daß bei dem herkömmlichen Kolben jeder der Kolbenkörper einen Teil der Einfahrcharakteristik
und einen Teil der Ausfahrcharakteristik bestimmt;
es ist somit keine unabhängige Leckstromsteuerung möglich, wie dies
bei der vorliegenden Erfindung der Fall ist, bei der der eine Kolbenkörper die Ausfahrcharakteristik vorgibt und der andere Kolbenkörper
die Einfahrcharakteristik. Durch die vorliegende Erfindung soll somit ferner eine neue, gegenüber der in der US-PS 3 134 460
verbesserte Kolbenanordnung geschaffen werden.
Durch die Erfindung soll ferner eine neue, verbesserte Kolbenanordnung
für KraftfahrzeugstoBdämpfer geschaffen werden, bei der eine Mehrzahl der in ihr enthaltenen Bauelemente gegeneinander austauschbar
ist, so daß das erforderliche Ausmaß der Werkzeugherstellung und die hiermit verbundenen Herstellungskosten so klein
wie nur möglich gehalten werden.
Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. In
dieser zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Stoßdämpfer für
Kraftfahrzeuge mit einer erfindungsgemäßen Kolbenanordnung ;
Fig. 2 einen vergrößerten Schnitt durch die Kolbenanordnung des in Fig. 1 gezeigten Stoßdämpfers; und
Fig. 3 eine auseinandergezogene perspektivische Darstel-
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lung der in Fig. 2 gezeigten Kolbenanordnung.
In Fig. 1 ist ein Stoßdämpfer insgesamt mit 10 bezeichnet. Er hat einen Druckzylinder 12, in dem eine hin- und herbewegbare Kolbenanordnung
14 vorgesehen ist. Die Kolbenanordnung 14 ist vom einen
Ende einer hin- und herbewegbaren Kolbenstange 16 getragen, an
deren gegenüberliegendem, in axialer Richtung aus dem Druckzylinder 12 herausragenden Ende ein Verbindungsteil 18 befestigt ist. Das
gegenüberliegende Ende des Druckzylinders 12 ist ebenfalls mit einem Verbindungsteil 20 versehen. Auf diese Weise läßt sich der
Stoßdämpfer 10 in bekannter Weise zwischen einem gefederten und einem nicht gefederten Teil eines Kraftfahrzeuges anbringen, um
eine Dämpfung der Relativbewegung zwischen diesen beiden Teilen zu bewerkstelligen. Der Stoßdämpfer 1O hat ein Schmutzschild 22, das
einen koaxial zur Kolbenstange 16 verlaufenden und in radialer Richtung nach außen in Abstand von der äußeren Mantelfläche des Druckzylinders
12 angeordneten zylindrischen Abschnitt 24 aufweist. Der zylindrische Abschnitt 24 ist mit der Kolbenstange 16 über ein im
wesentlichen becherförmiges Stirnteil 26 verbunden.
Im Inneren des Druckzylinders 12 ist eine Arbeitskammer 28 vorgesehen,
in der ein Volumen zum Dämpfen verwendeter Hydraulikflüssigkeit angeordnet ist. Es ist ferner eine mit unter Druck stehendem
Gas gefüllte Gaskammer 30 vorgesehen,und die Arbeitskammer 28 und die Gaskammer 30 sind durch einen schwimmend angeordneten Kolben
in bekannter Weise voneinander getrennt.
Nachstehend wird nun unter Bezugnahme auf Fig. 2 der Aufbau und die
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Arbeitsweise der Kolbenanordnung 14 näher beschrieben. Die Kolbenstange
16 hat einen verminderten Durchmesser aufweisenden Endabschnitt 34, durch welchen eine im wesentlichen in radialer Richtung
verlaufende Schulter 36 begrenzt ist. Auf einen mit Außengewinde versehenen äußersten Endabschnitt 38 des Endabschnitts 34 ist eine
Mutter 40 aufgeschraubt, durch welche die Kolbenanordnung in ihrer Arbeitsstellung auf der Kolbenstange 16 gehalten ist. Die Kolbenanordnung
14 weist zwei gleiche Kolbenkörper auf, von denen der eine in der Zeichnung mit 42 bezeichnet ist. Der andere Kolbenkörper ist
mit 42' bezeichnet. Seine Bauelemente sind mit dem gleichen Bezugszeichen versehen wie die des Kolbenkörpers 42 und die nachstehende
Beschreibung des Kolbenkörpers 42 gilt in gleicher Weise für den Kolbenkörper 42'.
Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich, weist der Kolbenkörper 42 einen ersten Satz in ümfangsrichtung unter Abstand voneinander angeordneter,
in axialer Richtung verlaufender Durchgänge 44 für das Arbeitsströmungsmittel und einen zweiten Satz in Umfangsrichtung
unter Abstand voneinander angeordneter, in axialer Richtung verlaufender Durchgänge 46 für das Arbeitsströmungsmittel auf. Die Durchgänge
46 sind in radialer Richtung gesehen zu den Durchgängen 44 nach innen versetzt. Die obere Stirnseite des Kolbenkörpers 42 bildet
eine obere Oberfläche 48, die mit einem ringförmigen Ventilsitz 50 versehen ist. Dieser befindet sich in radialer Richtung zwischen
den Durchgängen 44 und 46 und erstreckt sich konzentrisch um die Oberseite des Kolbenkörpers 42 herum. Die untere Stirnfläche des
Kolbenkörpers 42 ist durch eine untere Oberfläche 52 gebildet, die ihrerseits mit zwei koaxial zueinander angeordneten Ventilsitzen
54 und 56 ausgebildet ist, wobei der erstere in radialer Richtung
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innen liegt und der letztere in radialer Richtung außen liegt. Wie
aus der Zeichnung ersichtlich ist, ist der Ventilsitz 54 in axialer Richtung im v/esentlichen unterhalb des Ventilsitzes 50 angeordnet,
während der Ventilsitz 56 in radialer Richtung außerhalb des äußeren Satzes von Durchgängen 44 angeordnet ist. Es ist darauf hinzuweisen,
daß in der Kolbenanordnung 14 der Kolbenkörper 42 gerade umgekehrt angeordnet ist wie der Kolbenkörper 42. Damit weisen die
Ventilsitze 54' und 56' vom Kolbenkörper 42' nach oben, während
die entsprechenden Ventilsitze des Kolbenkörpers 42 nach unten weisen. Der Kolbenkörper 4 2 ist mit einer mittigen, ringförmigen öffnung
57 versehen, in der der verminderten Durchmesser aufweisende Endabschnitt 3 4 der Kolbenstange 16 Aufnahme findet. Der Kolbenkörper
42' ist mit einer identischen mittigen Öffnung 57' versehen,
in der der Endabschnitt 34 der Kolbenstange in gleicher Weise Aufnahme findet. Damit sind die Kolbenkörper 4 2 und 42' koaxial zueinander
ausgerichtet, wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich ist.
Zwischen den Kolbenkörpern 42 und 42' sind zwei Einlaß-Ventilscheiben
58 und 60 angeordnet. Diese sind aus geeignetem Federstahl oder dergleichen hergestellt und weisen eine mittige Öffnung 62 bzw. 64
auf, durch welche sich der Endabschnitt 3 4 der Kolbenstange hindurcherstreckt. Die Einlaß-Ventilscheiben 58 und 60 sind an die
Ventilsitze 54,56 bzw. 54',56' anlegbar. Zwischen den Ventilscheiben
58 und 60 ist eine Ventil-Scheibenfeder 66 angeordnet, die ebenfalls
mit einer mittigen Öffnung 68 ausgebildet ist und eine Mehrzahl in Umfangsrichtung unter Abstand aufeinanderfolgender, in
radialer Richtung verlaufender Wellungen 70 aufweist (vgl. Fig.3).
Durch die Scheibenfeder 66 sind die Ventilscheiben 58 und 60 zwangsweise
an die zugeordneten Ventilsitze auf den Kolbenkörpern 42'und
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42 angelegt.
Zentral innerhalb der Ventilscheiben 58 und 60 sowie der Scheibenfeder
56 ist ein spinnenförmiger Positionier- und Abstandskörper 72 angeordnet. Der Abstandskörper 72 hat eine mittige Öffnung 74,
durch welche der Endabschnitt 34 der Kolbenstange hindurchgeführt ist. Der Abstandskörper 72 weist ferner eine Mehrzahl, vorzugsweise
drei, in ümfangsrichtung unter Abstand aufeinanderfolgender, in
radialer Richtung nach außen verlaufender Arme 76 auf. Die in radialer Richtung am weitesten außen gelegenen Abschnitte dieser Arme
enden in der Nachbarschaft des inneren Umfangsrandes der Ventilscheiben 58 und 60 sowie der Scheibenfeder 66. Auf diese Weise ist
die Bewegung dieser Teile in einer radialen Ebene begrenzt. Falls gewünscht, kann in radialer Richtung außerhalb der Ventilscheiben
58,60 und der Scheibenfeder 60 ein Kolbenring 78 vorgesehen sein, welcher in bekannter Weise an der inneren Wand des Druckzylinders
12 strömungsmitteldicht anliegt.
In der Nachbarschaft der Oberseite des Kolbenkörpers 42 ist eine bei Belastung des Stoßdämpfers auf Druck ansprechende Ventilanordnung
80 vorgesehen. Diese weist zwei aus Federstahl od.dgl. hergestellte
Ventilscheiben 82 und 84 auf, die mit einer mittigen Öffnung 86 bzw. 88 versehen sind, durch welche sich der Endabschnitt
34 der Kolbenstange 16 hindurcherstreckt. Zwischen der Unterseite der Ventilscheibe 84 und dem Ventilsitz 50 ist eine Drosselscheibe
90 angeordnet. Die letztere ist mit einer mittigen Öffnung 92 und mit einer Mehrzahl in radialer Richtung nach innen verlaufender
Kerben 94 versehen, wobei die letzteren längs des ümfangs der
Drosselscheibe verteilt sind. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist,
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sind die Außendurchmesser der Ventilscheiben 82 und 84 sowie der Drosselscheibe 90 im wesentlichen gleich groß und sämtlich etwas
größer als der Durchmesser des Ventilsitzes 50, so daß sie in radialer Richtung über diesen überstehen. Dabei fluchten die Kerben
94 in axialer Richtung im wesentlichen mit dem Ventilsitz 50. Auf diese Weise ist ein begrenzter Strom von Arbeitsströmungsmittel
zwischen der Drosselscheibe 90 und dem Ventilsitz 50 möglich. Dieser Strom ist der schon oben erwähnte Leckstrom.
In axialer Richtung direkt über der Ventilscheibe 82 ist ein Abstandsring
96 angeordnet. Auch dieser hat eine mittige Öffnung 98, durch welche sich der Endabschnitt 3 4 der Kolbenstange hindurcherstreckt.
Direkt oberhalb des Abstandsringes 96 ist eine Tragscheibe 100 angeordnet, die eine mittige Öffnung 102 hat und direkt an der
Unterseite der Schulter 36 anliegt, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist. Wie nachstehend noch genauer beschrieben werden wird, arbeitet
die bei Druckbelastung des Stoßdämpfers ansprechende Ventilanordnung 80 derart, daß sie die Menge des Arbeitsströmungsmittels
steuert, das durch den Satz von Durchgängen 46 des Kolbenkörpers 42 nach oben strömt, wenn die Kolbenanordnung 14 selbst bei Belastung
des Stoßdämpfers auf Druck in der Arbeitskammer 28 nach unten bewegt wird.
Eine auf eine Zugbelastung des Stoßdämpfers ansprechende Ventilanordnung
104, die ähnlichen Aufbau aufweist wie die schon oben beschriebene, auf Druckbelastung des Stoßdämpfers ansprechende Ventilanordnung
80, ist in der Nachbarschaft der Unterseite des Kolbenkörpers
42' angeordnet. Die Ventilanordnung 104 weist zwei aus Federstahl od.dgl. hergestellte Ventilscheiben 106 und 108 auf, die
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eine mittige öffnung 110 bzw. 112 aufweisen, durch welche der Endabschnitt
34 der Kolbenstange nach unten übersteht. Zwischen der Oberseite der Ventilscheibe 108 und dem Ventilsitz 50' ist eine
Drosselscheibe 114 angeordnet, die ebenfalls mit einer mittigen
öffnung 116 und einer Vielzahl in radialer Richtung nach innen verlaufender,
unter Abstand in Umfangsrichtung aufeinanderfolgender
Kerben 118 versehen ist. Ein Abstandsring 120 mit einer mittigen
öffnung 122 ist in axialer Richtung direkt unterhalb der Ventilscheibe
106 angeordnet. Eine Tragscheibe 124 mit einer mittigen Öffnung 126 befindet sich zwischen dem Abstandsring 120 und der
auf den Endabschnitt 38 der Kolbenstange 16 aufgeschraubten Mutter
40. Auf diese Weise werden die Tragscheiben 124 und 100, die Abstandsringe 120 und 96, die Ventilscheiben 106,108,82 und 84, die
Drosselscheiben 114 und 90, die Kolbenkörper 42 und 42' sowie der
spinnenförmige Abstandskörper 72 zwischen der Mutter 40 und der Schulter 36 zusammengespannt gehalten.
Der soweit beschriebene Stoßdämpfer 10 arbeitet wie folgt: Bei Druckbelastung wird die Kolbenanordnung 14 innerhalb des Druckzylinders
12 nach unten bewegt. Hydrauliköl strömt nach oben durch den Satz Durchgänge 44· des Kolbenkörpers 42' und öffnet die Ventilscheibe
60, d.h. drückt die Ventilscheibe 60 nach oben von den Ventilsitzen 54' und 56' unter Überwindung der Rückstellkraft der
Scheibenfeder 66 weg. Das Hydrauliköl strömt dann in radialer Richtung nach innen zwischen den nach außen gerichteten Armen 76 des
spinnenförmigen Abstandskörpers 72 hindurch und strömt dann in axialer Richtung nach oben durch den Satz von Durchgängen 46, die
im Kolbenkörper 42 ausgebildet sind. Danach strömt das Hydrauliköl in radialer Richtung nach außen zwischen der Oberseite des Ventil-
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Sitzes 50 und den Kerben 94 der Drosselscheibe 90 hindurch und in
das obere Ende der Arbeitskammer 28. Zu dem Zeitpunkt, an dem der auf die Ventilscheiben 82 und 84 einwirkende Druck einen vorgegegebenen
Wert erreicht, werden die Ventilscheiben 82 und 84 von dem Ventilsitz 50 unter Krafteinwirkung abgehoben, so daß ein größerer
Hydrauliköldurchsatz möglich ist. Dieser Betriebszustand entspricht der Bewegung der Kolbenanordnung 14 mit hoher Geschwindigkeit.
Beim Einfahren des Stoßdämpfers, d.h. beim Nachobenbewegen der Kolbenanordnung
14 innerhalb des Druckzylinders 12 strömt das Hydrauliköl
in axialer Richtung nach unten durch den Satz von Durchgängen 44 des Kolbenkörpers 42. Das Hydrauliköl drückt die Ventilscheibe 58
von den Ventilsitzen 54 und 56 unter Überwindung der Rückstellkraft
der Scheibenfeder 66 weg. Das Hydrauliköl fließt dann in axialer Richtung und radialer Richtung zwischen den nach außen vorstehenden
Armen 76 des spinnenförmigen Abstandskörpers 72 hindurch und fließt
dann in axialer Richtung nach unten durch den Satz von Durchgängen 46', der im Kolbenkörper 42' ausgebildet ist. Danach strömt das
Ilydrauliköl zwischen dem Ventilsitz 50' des Kolbenkörpers 42' und
der Vielzahl von Kerben 118 hindurch, die in Drosselscheibe 114
ausgebildet sind, und gelangt dann ins untere Ende der Arbeitskammer 28. Dann, wenn der auf die Ventilscheiben 106 und 108 einwirkende
Druck einen vorgegebenen Wert erreicht, werden die Ventilscheiben 106 und 108 von dem Ventilsitz 50' wegbewegt; dies ist
dann der Fall, wenn die Kolbenanordnung mit hoher Geschwindigkeit bewegt wird. Auf diese Weise ist ein vorgegebener, höherer Hydrauliköldurchsatz
möglich.
Ein besonders wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung liegt
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darin, daß die Drosselscheiben 90 und 114 unabhängig voneinander geändert oder abgewandelt v/erden können. Auf diese Weise kann die
Arbeitscharakteristik des Stoßdämpfers 10 für niedere Geschwindigkeiten
geändert werden. Dies kann insbesondere derart erfolgen, daß die Ausfahrcharakteristik und die Einfahrcharakteristik des
Stoßdämpfers unabhänig voneinander geändert werden können. Ein weiteres wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung liegt darin,
daß die Ventilscheiben 82,84 und 106,108 so abgewandelt werden können, daß das Arbeitsverhalten und das Leistungsvermögen der
Kolbenanordnung 14 vorgebbar ist. Z.B. können die Ventilscheiben 82,84 und 106,108 dadurch abgeändert werden, daß man das Material,
die Dicke, den Durchmesser und/oder die Anzahl der Ventilscheiben so ändert, daß man ein gewünschtes Arbeitsverhalten des Stoßdämpfers
erhält. Darüber hinaus kann der Durchmesser und/oder die Dicke der Abstandsringe 96 und 120 geändert werden, um das Ausmaß des
Abströmens von Arbeitsströmungsmittel von den Ventilscheiben 82, 84 und 106,108 vorzugeben. Ein weiteres wesentliches Merkmal der
vorliegenden Erfindung liegt darin, daß die Querschnittsgröße und/ oder die Anzahl der Strömungsmittel-Durchgänge 44,46 und 44',46'
in gewünschter Weise einfach abgeändert werden kann, um die Arbeitscharakteristik
der Kolbenanordnung 14 abzuändern. Z.B.können die Durchgänge 46' abgeändert werden, um das Hochgeschwindigkeits-Ausfahrverhalten
der Kolbenanordnung einzustellen; die Durchgänge 46 können dagegen getrennt abgewandelt werden, um die Hochgeschwindigkeits-Einfahrcharakteristik
der Kolbenanordnung 14 bei Beanspruchung des Stoßdämpfers auf Druck einstellen zu können. Ein weiteres
wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, daß eine große Anzahl der Bauelemente der Kolbenanordnung
gegeneinander austauschbar sind. Auf diese Weise läßt sich die KoI-
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benanordnung mit erheblich geringeren Werkzeugkosten herstellen. Z.B. können die Kolbenkörper 42 und 42' gegeneinander austauschbar
sein, gleichermaßen die Ventilscheiben der beim Einfahren bzw. Ausfahren ansprechenden Ventilanordnungen und/oder die Einlaß-VentiL-scheiben
58 und 60. Ein weiteres wichtiges Merkmal der vorLiegenden Erfindung ist darin zu sehen, daß die in der Kolbenanordnung
vorgesehenen Ventilscheiben eine erheblich geringere Materialermüdung aufweisen als bei herkömmlichen KoLbenanordnungen. Infolgedessen
ist die Lebensdauer der oben beschriebenen Kolbenanordnung 14 größer a is die herkömmL icher Kolbenanordnungen. In der Zeichnung
und in der obenstehenden Figurenbeschreibung wurde die Kolbenanordnung 14 in Verbindung mit einem Stoßdämpfer beschrieben, der
eine mit unter Druck stehendem Gas gefüllte Kanuner aufweist. Es versteht sich, daß die vorliegende Erfindung gleichermaßen gut bei
Stoßdämpfern verwendet werden kann, die zwei Rohre oder eine Mehrzahl von Rohren aufweisen.
Es wird eine Kolbenanordnung für einen hydraulischen Stoßdämpfer geschaffen, wobei der letztere ein einziges Rohr oder eine Mehrzahl
von Rohren aufweisen kann. Die Kolbenanordnung ist auf einem Ende einer hin- und herbewegbaren Kolbenstange befestigbar, die
ihrerseits z.B. mit dem gefederten Teil eines zugeordneten Kraftfahrzeuges verbindbar ist. Die Kolbenanordnung weist einen ersten
Kolbenkörper und einen zweiten Kolbenkörper auf, die koaxial zueinander angeordnet sind. Ein jeder der Kolbenkörper hat einen
radial innenliegenden Satz in axialer Richtung verlaufender Durchgänge für Arbeitsströmungsmittel und einen radial aussenliegenden
Satz in axialer Richtung verlaufender Durchgänge für Arbeitsströ-
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Claims (11)
- 2751Q46-y-Monroe Belgium N.V.Schuurhovenveld 16. November 1977Sint-Truiden, Belgien Anwaltsakte M-4425Patentansprüchev Kolbenanordnung für Stoßdämpfer, gekennzeichnet durch einen ersten Kolbenkörper (42) und einen zweiten Kolbenkörper (421), die koaxial zueinander angeordnet sind und jeweils einen radial innenliegenden und einen radial außenliegenden Satz in axialer Richtung verlaufender Durchgänge (44,46) für das Arbeitsströmung smittel aufweisen; durch eine erste, bei Belastung des Stoßdämpfers auf Druck ansprechende Ventilanordnung (8O), die bei einer Seite der Kolbenkörper (42,42*) angeordnet ist; durch eine zweite, bei Belastung des Stoßdämpfers auf Zug ansprechende Ventilanordnung (104), die bei der anderen Seite der Kolbenkörper (42,42') angeordnet ist; und durch eine Einlaß-Ventilanordnung (5O-72), die zwischen den Kolbenkörpern (42,42') angeordnet ist und die Strömungsmittelverbindung zwischen gewissen der Durchgänge (44,46) des einen Kolbenkörpers (42) und gewissen der Durchgänge (44',46') des zweiten Kolbenkörpers (42') wahlweise steuert.
- 2. Kolbenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlaß-Ventilanordnung einen ersten Ventilkörper (58) und einen809850/0554-2- 275104bzweiten Ventilkörper (60) aufweist, wobei der erste Ventilkörper (58) mit einem auf einem der Kolbenkörper (42) vorgesehenen Ventilsitz (54,56) zusammenarbeitet und der andere der Ventilkörper (60) mit einem auf dem zweiten Kolbenkörper (42') angeordneten Ventilsitz (54',56') zusammenarbeitet.
- 3. Kolbenanordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine zwischen dem ersten Ventilkörper (58) und dem zweiten Ventilkörper (60) angeordnete Feder (66), durch welche die Ventilkörper in Anlage an den ihnen zugeordneten Ventilsitz (54,56 bzw. 54',56') federnd vorgespannt sind.
- 4. Kolbenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Ventilanordnungen (8O;1O4) wenigstens eine Ventilscheibe (82,84) und eine Drosselscheibe (90) aufweist, wobei die Drosselscheibe zwischen der einen Ventilscheibe (82,84) und einem zugeordneten Ventilsitz (5O) angeordnet ist, welch letzterer auf dem benachbarten Kolbenkörper (42) ausgebildet ist.
- 5. Kolbenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine jede der Ventilanordnungen (80;104) mindestens eine Ventilscheibe (82,84;1O6,1O8) und eine Drosselscheibe (9O;114) aufweist, wobei die Drosselscheibe zwischen der zugeordneten der Ventilscheiben und einem benachbarten Ventilsitz des zugeordneten Kolbenkörpers angeordnet ist, wodurch das Strömen von Arbeitsströmungsmittel zwischen den einander zugeordneten Ventilsitzen und Ventilkörpern, welches mit geringer Geschwindigkeit erfolgt, steuerbar ist.809850/0554
- 6. Kolbenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Kolbenkörper (42) und der zweite Kolbenkörper (42') im wesentlichen gleiche Größe und im wesentlichen gleichen Aufbau aufweisen.
- 7. Kolbenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem der Kolbenkörper (42,42') auf einer Stirnseite ein erster Ventilsitz (50) und auf der gegenüberliegenden Stirnseite ein Paar von Ventilsitzen (54,56) ausgebildet ist, wobei die letztgenannten Ventilsitze mit Einlaßventilkorpern (58,60) zusammenarbeiten.
- 8. Kolbenanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und zweite Ventilanordnung (80;104) mindestens eine Ventilscheibe (82,84;1O6,1O8) und eine Drosselscheibe (9O;114) aufweisen, wobei die Drosselscheibe jeweils zwischen der zugeordneten der Ventilscheiben und benachbarten Ventilsitzen angeordnet ist, wodurch der mit geringer Geschwindigkeit erfolgende Strömungsmittelstrom zwischen den einander zugeordneten Ventilsitzen und Ventilscheiben steuerbar ist.
- 9. Kolbenanordnung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine zwischen dem ersten Ventilkörper (58) und dem zweiten Ventilkörper (60) angeordnete Feder (66), durch welche die Ventilkörper in Richtung auf ein Anliegen an die zugeordneten Ventilsitze federnd vorgespannt sind.
- 10.Kolbenanordnung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine Positioniereinrichtung (72), die bezüglich der Einlaß-Ventilschei-809850/055*ben (58,60) und der zugeordneten Ventilfeder (66) zentral angeordnet ist und dazu dient, die Einlaß-Ventilscheiben koaxial auszurichten, so daß sie in axialer Richtung mit Paaren von Ventilsitzen (54,56;54',56') fluchten, welche auf dem ersten Kolbenkörper (42) bzw. auf dem zweiten Kolbenkörper (42') ausgebildet sind.
- 11. Kolbenanordnung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen Kolbenring (78), der koaxial zur Kolbenanordnung (42,42') angeordnet ist und in radialer Richtung außerhalb der ersten und zweiten Einlaß-Ventilscheibe (58,56) liegt.809850/0554
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Legal Events
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Owner name: MONROE AUTO EQUIPMENT CO., MONROE, MICH., US |
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Representative=s name: HAUCK, H., DIPL.-ING. DIPL.-WIRTSCH.-ING., 8000 MU |
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