DE2750874A1 - Mehrkomponentenmembranen zur abtrennung von gasen - Google Patents
Mehrkomponentenmembranen zur abtrennung von gasenInfo
- Publication number
- DE2750874A1 DE2750874A1 DE19772750874 DE2750874A DE2750874A1 DE 2750874 A1 DE2750874 A1 DE 2750874A1 DE 19772750874 DE19772750874 DE 19772750874 DE 2750874 A DE2750874 A DE 2750874A DE 2750874 A1 DE2750874 A1 DE 2750874A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- membrane
- gas
- separation
- porous
- component
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D67/00—Processes specially adapted for manufacturing semi-permeable membranes for separation processes or apparatus
- B01D67/0081—After-treatment of organic or inorganic membranes
- B01D67/0088—Physical treatment with compounds, e.g. swelling, coating or impregnation
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D53/00—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
- B01D53/22—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by diffusion
- B01D53/228—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by diffusion characterised by specific membranes
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D69/00—Semi-permeable membranes for separation processes or apparatus characterised by their form, structure or properties; Manufacturing processes specially adapted therefor
- B01D69/08—Hollow fibre membranes
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D69/00—Semi-permeable membranes for separation processes or apparatus characterised by their form, structure or properties; Manufacturing processes specially adapted therefor
- B01D69/12—Composite membranes; Ultra-thin membranes
- B01D69/1212—Coextruded layers
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D71/00—Semi-permeable membranes for separation processes or apparatus characterised by the material; Manufacturing processes specially adapted therefor
- B01D71/06—Organic material
- B01D71/66—Polymers having sulfur in the main chain, with or without nitrogen, oxygen or carbon only
- B01D71/68—Polysulfones; Polyethersulfones
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D71/00—Semi-permeable membranes for separation processes or apparatus characterised by the material; Manufacturing processes specially adapted therefor
- B01D71/06—Organic material
- B01D71/76—Macromolecular material not specifically provided for in a single one of groups B01D71/08 - B01D71/74
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)
Description
DR. BERG DIPL-ING. ST\PF DIPL-ING. SCHWABE OR. DR. SANOMA R
PATENTANWÄLTE 2 7 5 O 8 7 A
41
Änwaltsakte 28579 l<t». November 1977
MONSANTO COMPANY St. Louis, Missouri / USA
Mehrkomponentenmembranen zur Abtrennung von Gasen
Die Erfindung betrifft Mehrkomponenteniriembranen zur
Abtrennung von mindestens einem Gas aus gasförmigen Gemischen, Verfahren zur selektierenden Abtrennung durch Durchfließen,
von mindestens einem Gas aus gasförmigen Gemischen unter Verwendung dieser Mehrkomponentenmembranen und auf Vorrichtungen,
07-52-0003A
««»9)988272 Telegramm«: O /">
O O 1 Cl I C\ f\ f\ r
Bankkonten: Hypo-Bink München 4410122850
98E273 BERGSTAPFPATshUi&cönZ U / 0 9 S 5 'Bl-Z 70020OtI) Swift Cod:: HYPO DE MM
98S274 TELEX: Bnyei Vetwnsbfnk München '53100 (BLZ 70020270)
η3J10 0524560 BERG Λ
Posischeck München 6534.1(08 (BLZ 7OOIOU80)
die diese Mehrkomponenteninembranen verwenden.
Die Abtrennung, einschließlich der Aufbereitung der Konzentration von mindestens einem aus einem gasförmigen Gemisch getrennten
Gas, ist ein besonders wichtiges Verfahren in Hinblick
auf den die Bedarfsdeckung mit chemischen Ausgangsmaterialien. Oft wird dieser Bedarf gedeckt, indem eines oder mehrere der gewünschten
Gase aus gasförmigen Gemischen getrennt, und die gasförmigen Produkte zur Weiterverarbeitung verwendet werden. Es wurden
Vorschläge gemcht Abtrenn-Membranen anzuwenden, um eines oder mehrere
Gase aus gasförmigen Gemischen selektierend zu trennen. Zur Erreichung einer selektiven Abtrennung weist die Membrane beim
Transport eines oder mehrerer Gase weniger Widerstand auf als bei mindestens einem anderen Gas des Gemisches. Auf diese Weise kann die
selektierende Abtrennung eine bevorzugte Verminderung oder Konzentration von einem oder mehreren der gewünschten Gase in dem
Gemisch - gegenüber mindestens einem anderen Gas - bewirken und deshalb ein Produkt erzeugen, bei dem sich das Verhältnis des
einen oder mehreren gewünschten Gase zu dem mindestens einem anderen Gas in Bezug auf das Verhältnis- in dem Gemisch geändert
hat. Um jedoch eine selektierende Abtrennung eines oder mehrerer der gewünschten Gase mittels der Abtrenn-Membrane wirtschaftlich
attraktiv zu machen, müssen die Membranen nicht nur den Bedingungen standhalten können, denen sie während des Abtrenn-Vorganges
ausgesetzt sind, sondern auch für eine angemessene selektierende Abtrennung eines oder mehrerer Gase bei einem genügend hohen
-/3
809820/0995 C0PY
Fluß sorgen, d.h. einer Durchfluß-Menge der Durchdringungssubstanz
pro Einheit des Oberflächengebietes, sodaß die Anwendung des Abtrenn-Verfahrens auf wirtschaftlich attraktiver Ebene liegt.
Folglich könnten Abtrenn-Membranen, welche eine angemessenen hohe selektierende Abtrennung, aber einen unerwünscht niedrigen Fluß
aufweisen, zur Abtrennung ein derartig großes Membranenoberflächengebiet
benötigen, daß der Gebrauch solcher Membranen wirtschaftlich nicht tragbar ist. Des gleichen sind Abtrenn-Membranen, die
zwar einen hohen Durchfluß aber eine niedrige selektierende Trennung aufweisen, kommerziell ebenfalls unattraktiv. Demgemäß wurden
die Arbeiten zur Weiterentwicklung von Abtrenn-Membranen fortgeführt, die gleichzeitig eine angemessene selektierende Abtrennung eines
oder mehrerer gewünschter Gase sowie einen genügend hohen Durchfluß ermöglichen, sodaß der Gebrauch dieser Abtrenn-Membranen auf
kommerzieller Basis ökonomisch durchführbar ist.
Gewöhnlich geschieht das Durchdringen des Gases durch eine Membrane durch die Poren , d.h. durch fortlaufende Kanäle für Flüssigkeitsströmung,
die mit den Ein- und Auslass-Oberflächen der Membrane (deren Poren für die Abtrennung nach den Knudsen Flow oder Diffusion
geeignet sein können o.der nicht) in Verbindung stehen; in einem anderen Mechanismus kann in Übereinstimmung mit den in der Membran-Theorie
gegenwärtig herrschenden Ansichten das Durchfließen eines Gases durch die Membrane dadurch geschehen, daß das Gas mit
dem Material der Membranen eine Wechselwirkung eingeht. Bei diesem zuletzt vorausgesetztem Mechanismus glaubt man, daß die Durchflußfähigkeit
eines Gases durch eine Membrane die Lösungsfähigkeit des Gases in dem Membranenmaterial und die Diffusion des Gases durch
809820/0995 -/4
die Membrane mitelnbezieht. DJe Durchlässigkeitskonstante für
ein einzelnes Gas wird gegenwärtig als Produkt der Löslichkeit und des Diffusionsvermögens dieses Gases in der Membrane betrachtet.
Aufgrund der Wechselwirkung zwischen Gas und Membranenmaterial hat ein gegebenes Membranenmaterial eine spezielle
Durchlässigkeitskonstante für das Durchfließen eines gegebenen Gases. Die Durchfließmenge des Gases, d.h. der Fluß durch die
Membrane, hängt von den Durchlässigkeitskonstanten ab, wird aber gleichzeitig beeinflußt durch variable Größen, wie z.B.
die Dicke, die physikalische Beschaffenheit der Membrane, den partiellen Druckunterschied des die Membrane durchdringende Gases,
die Temperatur, und dergleichen.
DIE ENTWICKLUNG VON MEMBRANEN ZUR ABTRENNUNG VON FLÜSSIGKEITEN
Bisher wurden verschiedene Modifikationen von Membranen zur Trennung von flüssigem Material vorgeschlagen, in der Absicht,
bestimmte Probleme in Verbindung mit dem Abtrennungs-Vorgang,
zu lösen. Die nachfolgende Erörterung veranschaulicht die spezifischen Modifikationen, die an Membranen zur Abtrennung von
Flüssigkeiten vorgenommen wurden, um bestimmte Probleme zu lösen und bietet eine Basis auf der die Erfindung in ihrem ganzen Umfang
eingeschätzt werden kann. Z.B. wurden Zellulose-Membranen zuerst entwickelt und angewendet zur Entsalzung von Wasser, und diese
Membranen kann man generell als "dichte" oder "kompakt" Membran
bezeichnen. "Dichte" oder "kompakte" Membranen sind Membranen, die im wesentlichen frei von Poren sind d.h. von Strömungskanälen
809820/0995 -/5
für fließende Medien, die zwischen den Oberflächen der Membranen
kommunizieren und die im wesentlichen frei von Hohlräumen sind,
d.h. von Bereichen innerhalb der Dicke der Membrane, die nicht aus dem Material der Membrane bestehen. Im Falle der kompakten.
Membranen sind beide Oberflächen als Kontaktoberflächen für die Zufuhrsubstanz geeignet, weil die kompakten Membranen aus beiden
Oberflächenrichtungen gleiche Eigenschaften aufweisen, d.h. die Membrane ist symmetrisch. Da die Membrane in ihrer ganzen Struktur
im wesentlichen gleich ist, fällt sie unter die Definition der isotropischen Membranen. Obwohl einige dieser kompakten Membranen
ziemlich selektierend wirken, ist einer ihrer Hauptnachteile ihr niedriger Fluß, bedingt durch die relativ große Dicke,
die eine Begleiterscheinung dieser Membrane ist. Aus diesem Grunde war es unwirtschaftlich, unter Verwendung von kompakten Membranen
Anlagen zu bauen, die zur Entzalzung einer lohnenden Wassermenge nötig sind. Versuche, die Durchlässigkeit der Membranen für
die Trennung von Flüssigkeit zu erhöhen, bestanden z.B. darin, daß man der Membrane Füllstoffe zufügte, um die Porösität zu ändern
und daß man Membranen so dünn wie möglich herstellte, um die Durchflußmenge zu erhöhen. Obgleich verbesserte Durchflußmengen
bis zu einem begrenzten Grad erreicht würden, gingen diese höheren Mengen im allgemeinen auf Kosten des Selektions-Vermögens der
besonderen Membranen.
Bei einem anderen Versuch, die Membranenwirksamkeit zu verbessern, beschreiben z.B. Loeb et. al. im US Patent No.
3,133,132 eine Methode zur Herstellung einer modifizierten Zelluloseazetat-Membran
zur Entsalzung von Wasser, indem zuerst eine Lö-
809820/0995 -/6
V-
sung von Zelluloseazetat als dünne Lage aufgegossen und dann eine dichte Membranhaut auf der dünnen Lage gebildet wird mit Hilfe
verschiedener Techniken, wie z.B. dem Verdampfen eines Lösungsmittels,
gefolgt vom Abschrecken im kaltem Wasser. Die Bildung dieser dichthäutigen Membranen schloß im allgemeinen eine abschließende
Temperaturbehandlung im heißem Wasser ein. Die nach der Loeb-Methode hergestellten Membranen bestehen aus zwei verschiedenen
Bereichenlaus dem gleichen Zelluloseazetat-Material, einer dünnen, dichten, halbdurchlässigen Haut und einem weniger
dichten, Hohlräume enthaltenden, nicht selektierenden Trägerbereich . Da die Gesamtstruktur der Membranen im wesentlichen
nicht die gleiche Dichte hat, fallen sie unter die Definition der anisotropischen Membranen. Aufgrund dieser verschiedenen Bereiche
und der unterschiedlichen Membraneigenschaften t die beobachtet
werden können, je nachdem, welche Oberfläche der Membrane dem Zufluß von Salzwasserlösung zugewandt ist, kann die Loeb Membrane
als asymmetrisch bezeichnet werden.
In praktischen Entsalzungstests zeigte es sich z.B., daß asymmetrische dichthäutige Membranen, einen höheren Durchfluß
haben als Membranen der älteren Ausführungen. Die Verbesserung in der Durchflußmenge der Loeb-Membran wird der Tatsache zugeschrieben,
daß die Stärke der dichten Selektionsbereiche abnahm. Der weniger dichte Bereich einer solchen Membrane bietet genügend
strkturellen Halt, um das Zerreissen der Membrane unter Arbeitsdruck zu verhindern, bietet aber wenig Widerstand gegenüber
einem Durchfluß.Folglich wird die Trennung im wesentlichen von dichten Haut durchgeführt, und die hauptsächliche Funktion des
809820/0995 _/7
weniger dichten Träger-Bereches besteht darin, die dichte Haut
physikalisch zu unterstützen. Jedoch wird dieser weniger dichte Träger- Bereich in solchen Loeb-Membranen öfter durch Druck verdichtet,
wie den, der für Entsalzung von Wasser erwünscht ist, und unter solchen Bedingungen verliert der weniger dichte Träger-Bereich
einiges von seinem Hohlvolumen. Folglich wird dadurch die Durchdringungssubstanz daran gehindert f von der Ausflußseite der
dichten Haut wegzuströmen, was dann eine verminderte Durchlässigkeitsrate zur Folge hat. Darüberhinaus sind die Zelluloseazetat-MeiabrGnen,
die von Loeb et al. erfunden wurden, anfällig für Verschmutzung und verschiedene chemische Abbauprozesse. Aus diesem
Grunde wurde die Aufmerksamkeit auf die Entwicklung von Loeb-Membranen aus anderem Material als Zelluloseazetat gerichtet, die
festere strukurelle Eigenschaften und erhöhte chemische Festgkeit aufweisen. Das "loebing" von polymeren! Materialien das zum Erhalt
e'iher Ein-Komponenten-Membrane erforderlich ist, die eine gute
Selektivität und gute Durchlässigkeitsrate aufweist, erwies sich als extrem schwierig. Die meisten Versuche enden damit, daß Membranen
produziert werden, die entweder porös sind, d.h. sie haben Flüssigkeitsströmungskanäle durch die dichte Haut und trennen dadurch
nicht, oder sie haben eine dichte Haut, die zu dick ist um brauchbare Durchlässigkeitsraten zu liefern. Deshalb erfüllen diese
asymmetrischen Membranen die Bedingungen von Flüssigkeitstrennverfal-ren
nicht,so wie z.B. die rückläufigen Osmose. Wie hier noch weiterhin beschrieben wird, ist es sogar schwieriger, Membranen
von Loeb Typ zu zu konstruieren, die eine gute Selektivität und gute Durchflußmengen für den Gastrennungs-Prozeß aufweisen.
809820/0995 _/8
10)
Weitere Entwicklungen, um vorteilhafte Abtrennmembranen,
die sich für die Entsalzung von Wasser und anderen Abtrennungen
von Flüssigkeit aus Flüssigkeit, wie z.B. Abtrennung von organischen Materialien aus Flüssigkeiten, eignen, zu erhalten,
führten zur Herstellung Von Verbundmembranen, die aus einem porösen Träger bestehen, der aufgrund des Vorhandenseins von
Strömungskanälen Flüssigkeit mühelos durchfließen lassen kann, dabei sogar noch fest genug ist, um den Betriebsbedingungen
standzuhalten, und aus einer dünnen, halbdurchlässigen Membrane, die auf diesem aufliegt. Die vorgeschlagenen Verbundmembranen
schließen die sogenannten "dynamisch gebildeten" Membranen ein,
die durch die kontinuierliche Ablagerung eines polymeren Filmmaterials aus einer Speiselösung auf einem porösen Träger gebildet werden. Diese kontinuierliche Ablagerung ist deshalb erforderlich, weil die polymere FiImsustanζ in die Poren und durch
das poröse Substrat hindurch befördert wird und deshalb wieder aufgefüllt werden muß. Darüberhinaus ist die polymere Filmsubstanz in dem zu trennenden flüssigen Gemisch häufig so weit
löslich, daß sich gewöhnlich auch eine seitliche Abtragung voll-ζ ieht, d.h. es wäscht den Träger aus.
Es wurde außerdem vorgeschlagen, zusammengesetzte Entsalzungsmembranen herzustellen, indem eine im wesentlichen
feste Diffusions- oder Trennmembrane auf einem porösen Träger aufgebracht wird. Siehe z.B. Sachs et al. US Patent Nr. 3.676.
203, die eine Polyacrylsäure-Trennmembrane auf einem porösen
Träger, wie z.B. Zelluloseazetat, Polysulfon etc. vorschlagen.
Die Trennmembrane ist relativ dick, bis zu 60 Mikron, so daß die Trennmembrane so fest ist, daß sie nicht dazu tendiert, in
die Poren fließen oder &£1q<&§ ^*flr/e8lodfft porösen Trägers zu zer-
-/9
reissen. Andere Vorschläge bezogen sich auf die Anwendung von anisotropischen Trägern, die an der Oberfläche einen dichteren Bereich, d.h. Haut aufweisen, als die unmittelbare Trägeroberfläche
für die Abtrenn-Memhrane. Siehe z.B. Cabasso et.a., Research and
Development of NS-I and Related Polysulfone Hollow Fibres for Reverse Osmosis Desalination of Seawater, Gulf Research Institute,
July 1975, distributed by National Technical Information Services, US Department of Commerce, Publication PB 248.666. Cabasso et al.
entwickeln Verbundmembranen zur Entsalzung von Wasser, die aus anisotropischen Polysulfon-Hohlfasern bestehen, die z.B. mit in situ
vernetztem Polyäthylenimin oder mit Furfurylalkohol, der in situ
vernetzt wird, beschichtet sind, um eine übergelagerte Abtrenn-Membrane zu erhalten. Ein anderer Versuch, Trennmembranen für rückläufige Osmose herzustellen, wurde durch Shorr in dem US-Patent
Nr. 3.556.305 dargestellt. Shorr beschreibt eine dreiteilige Abtrennmembrane für rückläufige Osmose, die aus einer anisotropischen porösen Schicht, einer ultradUnnen Klebeschicht auf dem
porösen Substrat und einer dünnen, halbdurchlässigen Membrane, die durch die Klebeschicht dem Substrat anhaftet, besteht. Oft werden
diese ultradünnen, halbdurchlässigen Membranen in Verbundform mit porösen Trägermaterialien so hergestellt, indem die ultradünne
Membrane und ein poröser Träger einzeln angefertigt und anschliessend beide in Oberflächenkontakt gesetzt werden.
Andere Arten von Membranen, die für die Behandlung von Flüssigkeiten verwendet wurden, sind die sogenannten "Ultrafiltrations"-Membranen, in denen Poren von gewünschten Durchmessern vorgesehen werden. Ausreichend kleine Moleküle können durch die Poren
hindurch passieren, während größere, sperrigere Moleküle an der
-/1O
809820/0995
-ta-
Einflußoberfläche der Membrane zurückgehalten werden. Ein Beispiel
dieser Art Ultrafiltrations-Membranen ist von Massucco im US-Patent Nr. 3.556.992 beschrieben. Diese Membranen weisen einen anisotropischen
Träger und ein Gel auf, das unveränderbar in den Träger hineingepreßt ist, wodurch Membranen erhalten werden, die
geeignete Porengrößen für die Abtrennung ätzender Hydroxyde von HalbZellulosen aufweisen; die Ultrafiltration erfolgt durch das
Gel.
Die obige Diskussion über den Hintergrund dieser Erfindung
richtet sich auf Membranen zur Abtrennung einer Flüssigkeit aus einem Flüssigen Gemisch, wie z.B. bei der Entsalzung von Wasser.
Seit neuerer Zeit wird der Entwicklung jener Trennmembranen mehr Nachdruck verliehen, die zur Abtrennung eines Gases aus einem gasförmigen
Gemisch geeignet sind. Der Durchfluss eines Gases durch Abtrennmembranen ist Gegenstand verschiedener Untersuchungen gewesen;
jedoch sind Gas-Trennmembranen, die sowohl einen hohen Fluß
wie auch brauchbare selektive Trennungen aufweisen, offensichtlich noch nicht hergestellt worden, zumindest nicht kommerziell. Die
folgende Diskussion erläutert die besonderen Modifikationen, die an Membranen zur Gasabtrennung vorgenommen wurden und liefert die
Basis, auf der diese Erfindung in ihrem ganzen Umfang eingeschätzt werden kann.
Versuche wurden unternommen, an die Kenntnisse anzuknüpfen, die bezüglich der Membranen zur Abtrennung von
809820/0995
-M-
Flüssigkeit aus Flüssigkeit entwickelt worden sind. Bezüglich der Entwicklung einer geeigneten Abtrenn-Membrane für gasförmige
Systeme ergeben sich jedoch im Vergleich zu der Entwicklung einer geeigneten Membrane für flüssige Systeme viele
unterschiedliche Überlegungen, so kann z.B. das Vorhandensein kleiner Poren in der Membrane die Leistung der Membrane bei
Flüssigkeitstrennungen, wie z.B. der Entsalzung, nicht übermäßig nachteilig beeinflussen, wegen der Absorption auf und
dem Quellen in der Membrane sowie der hohen Viskosität und der hohen Kohäsionseigenschaften der Flüssigkeiten. Pa Gase
eine extrem geringe Absorption, Viskosität und Kohäsionseigenschaften besitzen, ist kein Hindernis vorhanden, das
das leichte Durchfließen des Gases durch die Poren einer solchen Membrane hindern könnte, wodurch, wenn überhaupt, nur
einelgeringe Gasabtrennung stattfindet. Ein außerordentlich wichtiger Unterschied zwischen Flüssigkeiten und Gasen, der
die selektive Trennung auf dem Wege des Durchfließens durch Membranen beeinflussen könnte, ist die im allgemeinen
niedrige Löslichkeit von Gasen in Membranen im Vergleich zu der Löslichkeit von Flüssigkeiten in solchen Membranen,
was somit niedrigere Durchlässigkeitskonstanten für Gase im Vergleich zu jenen für Flüssigkeiten zur Folge hat.
Andere Unterschiede zwischen Flüssigkeiten und Gasen, die die selektive Trennung beim Durchfließen durch Membranen
beeinflussen können, sind Dichte und Innendruck, die Einwirk-
809820/0995 - 12 -
- Vi -
ung von Temperatur auf die Viskosität, die Oberflächenspannung und der Grad der Reihenfolge.
Es wurde erkannt, daß Materialien, die eine gute Abtrennung von Gasen aufweisen, oft geringere Durchlässigkeitskonstanten haben als solche Materialien, die nur eine
schwache Abtrennung von Gasen bewirken. Im allgemeinen gehen die Bemühungen dahin, im Hinblick auf die geringe Durchlässigkeit das Material für eine Gasabtrenn-Membrane so dünn wie
möglich herzustellen, um eine ausreichende Strömung zu erhalten, dabei jedoch eine möglichst porenfreie Membrane herzustellen, so daß die Gase die Membrane in der Weise durchströmen, daß sie mit dem Material der Membrane eine Wechselwirkung eingehen. Ein Versuch, geeignete Abtrenn-Membranen
für gasförmige Gemische zu entwickeln, bestand in der Herstellung von Verbundmembranen, bei denen eine Membrane auf
einen anisotropischen, porösen Träger aufgelegt wird, wobei die aufgelegte Membrane die gewünschte Abtrennung ermöglicht, d.h., die aufgelegte Membrane ist halb-durchlässig.
Die aufgelegten Membranen sind vorteilhafterweise ausreichend dünn, d.h. ultradünn, um eine günstige Strömung zu ermöglichen.
Die wesentliche Funktion des porösen Trägers besteht darin, die aufgelegte Membrane zu stützen und zu schützen, ohne
dabei die empfindliche dünne, aufgelegte Membrane zu beschädig-. en. Geeignete Träger setzen dem Passieren der Durchflußsubstanz geringen Widerstand entgegen, nachdem die aufgelegte Membrane ihre Funktion erfüllt hat, nämlich die selektierende Trennung der Durchflußsubstanz aus dem zugeführten
809820/0995 ''^
Gemisch. Somit sind diese Träger in gewünschtem Maße porös, um dem Passieren der Durchflußsubstanz geringen Widerstand
entgegenzusetzen und haben trotzdem eine ausreichende stützende Wirkung, d.h. da die Poren ausreichend klein sind, verhindern
sie das Zerreissen der aufgelegten Membrane unter Trennbedingungen. Klass et al, US Patent Nr. 3.657.113 und Yasuda,
US Patent Nr. =.775.303 führen Beispiele für Gasabtrennmembranen an, bei denen Membranen auf einem porösen Träger
aufgelegt sind.
Solche Verbundmembranen zur Gasabtrennung waren nicht unproblematisch, z.B. beschreibt Browall in seinem US Patent
3.980.456 die Herstellung von zusammengesetzten Membranfolien zur Abtrennung von Sauerstoff aus der Luft, welche aus
einem Träger einer mit Mikroporen versehenen Polykarbonat-Folie und einer getrennt davon gebildeten, d.h. vorgefertigten,
aufgelegten, ultredünnen Abtrenn-Membrane aus 80 Prozent Polyphenyloxid und 20 Prozent Organopolysiloxan-Polykarbonat-Mischpolymerisat
bestehen. Browall führt an, daß es undurchführbar, bzw. unmöglich ist, bei der Herstellung von Membranenjden
Fabrikationsbereich von Verunreinigungen durch extrem kleine Partikel ,d.h. Partikel in der Größenordnung von
unter etwa 3000 Angström, frei zu halten. Diese kleinen Partikel können sich unter oder zwischen den vorgefertigten
ultradünnen Membranschichten festsetzen, und aufgrund ihrer großen Abmessungen im Vergleich zu den ultradünnen Membranen,
die ultradünne Membrane durchlöchern. Solche Brüche vermindern die Wirksamkeit der Membrane. Im Browall-Patent wird die
-/14
809820/0995
- 14 -
Aufbringung eines vorgefertigten Versiegelungsmaterials aus Organopolysiloxan-Polykarbonat-Mischpolymerisats auf die ultradünne
Membrane beschrieben, das die durch die kleinen Partikel hervorgerufenen Brüche überdeckt. Browall beschreibt
außerdem die Verwendung einer vorgefertigten Schicht aus Organopolysiloxan-Polykarbonat-Copolymerisat,
die zwischen der ultradünnen Membrane und dem porösen Polykarbonatträger als Klebstoff fungiert. Somit sind die Verbundmembranen Browalls
in Material und Herstellungtechnik kompliziert. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß bisher keine offensichtlich
für die Gasabtrennung geeigneten anisotropischen Membranen entwickelt wurden, die ohne eine aufgelegte, die selektierende
Trennung bewirkende Membrane eine zur allgemeinen kommerziellen Verwendung ausreichende Strömung und Trennschärfe
bei der Trennung aufweisen. Weiterhin tritt zutage, daß die Membranenleistung von Verbundmembranen zur Abtrennung von
Gasen, die eine aufgelegte Membrane zur selektiven Trennung aufweisen, bisher nur in kleinem oder bescheidenem Maße verbessert
werden konnten, und hiermit scheint die Verwendung dieser Gastrennungmembranen auf industrieller Ebene nicht
aussichtsreich zu sein. Darüberhinaus kann die aufgelegte Membrane, auch wenn sie vielleicht ultradünn ist, um die gewünschte
Trennschärfe zu erreichen, den Fluß des durchdringenden Gases durch die Verbundmembrane im Vergleich zu dem des
porösen Trägers ohne aufgelegte Membrane entscheidend verringern.
-/15
809820/0995
- V5 -
Die Erfindung betrifft besondere Mehrkomponenten- oder Verbundmembranen zur Abtrennung von Gasen, bestehend aus
einer Beschichtung in Kontakt mit einer porösen Trennmembrane, wobei die Trenneigenschaften der Mehrkomponentenmembranen
hauptsächlich bestimmt sind durch die poröse Trennmembrane, die dem Beschichtungsmaterial gegenüberliegt; sowie Verfahren
zur Gastrennung unter Verwendung der Mehrkomponentenmembrane und Vorrichtungen zur Gastrennung unter Verwendung der Mehrkomponentenmembrane.
Diese Mehrkomponentenmembranen zur Abtrennung von mindestens einem Gas aus einem gasförmigen Gemisch
können eine gewünschte Selektivität und außerdem einen vorteilhaften Durchfluß aufweisen. Diese Erfindung sieht
Mehrkomponenten zur Gasabtrennung vor, die aus einer großen Vielfalt von Materialien für Gasabtrenn-Membranen hergestellt
werden können und so in der Auswahl eines solchen Membranenmaterials, das für eine bestimmte Gasabtrennung vorteilhaft
ist, einen größeren Spielraum lassen. Die Erfindung sieht Mehrkomponentenmembranen vor, bei denen gewünschte Kombinationen
von Durchfluß und Trennschärfe durch die Konfiguration und Methode der Herstellung und Kombination der Komponenten
erzielt werden können. So kann ein Material, das ein hohes Trennvermögen aber eine relativ niedrige Durchflußkonstante
besitzt, zur Herstellung von Mehrkomponentenmembranen mit erwünschten Durchflußmengen und Trennschärfen verwendet werden,
überdies können die erfindungsgemäßen Membranen relativ
-/16
809820/0995
unempfindlich gegenüber Verschmutzungseffekten sein, d.h.
gegenüber feinen Partikeln, während ihrer Herstellung, was hauptsächlich bei der Herstellung von Verbundmembranen, bei
denen eine vorgeformte, ultradünne Trennmembrane auf einen
Träger aufgelegt wird, Schwierigkeiten verursacht hat.Vorteilhafterweise
ist die Verwendung von Klebstoffen bei der Herstellung von erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen nicht
erforderlich. Daher brauchen erfindungsgemäße Mehrkomponentenmembranen
bezüglich ihrer Herstellungstechnik nicht kompliziert zu sein. Mehrkomponentenmembranen.gemäß dieser Erfindung
können so hergestellt werden, daß sie hohe strukturelle Festigkeit, Zähigkeit, Verschleißfestigkeit und Festigkeit
gegen Chemikalien besitzen und dennoch einen wirtschaftlich vorteilhaften Durchfluß und selektives Trennvermögen
aufweisen. Diese Mehrkomponentenmembranen können auch erwünschte Gebrauchscharakteristika besitzen, z.B. geringe
Aufnahme statischer Elektrizität, geringe Adhäsion an benachbarten Mehrkomponentenmembranen und dergleichen.
Erfindungsgemäß bestehen die Mehrkomponentenmembranen zur Gasabtrennung
aus einer porösen Trennmembrane mit Eingangs- und Ausgangsoberflächen und einem Beschichtungsmaterial, das mit
der porösen Trennmembrane in Berührung steht. Diese poröse Trennmembrane weist in ihrer gesamten Struktur im wesentlichen die
gleiche Zusammensetzung oder das gleiche Material auf, d.h.
809820/0995 ~/17
-Yl-
Vi
die poröse Trennmembrane ist in ihrer Substanz chemisch homogen. Das Material der porösen Trennmembrane besitzt eine selektive
Durchlässigkeit für mindestens ein Gas eines gasförmigen Gemischs gegenüber mindestens einem verbleibenden Gas eines
GeJtIiSChS7 und daher ist die poröse Trennmembrane als "Abtrenn-"
Membrane definiert, Wenn die Abtrenn-Membrane als "porös1-' bezeichnet
wird, so ist damit gemeint, daß die Membrane durchgehende Kanäle für den Gasfluß aufweist, d.h. Poren, die die
Einlaßoberfläche mit der Auslaßoberfläche verbinden. Diese durchgehenden Kanäle können, wenn ihre Anzahl und ihr Querschnitt
groß genug sind, erlauben, daß im wesentlichen das gesamte gasförmige Gemisch durch die poröse Abtrennmembrane
strömen kann mit geringer, wenn überhaupt stattfindender Trennung,
die durch die Wechselwirkung mit dem Material der porösen Abtrenn-Membrane zustandekommt. Diese Erfindung sieht
als Verbesserung Mehrkomponentenmembranen vor, die eine stärkere Abtrennung von mindestens einem Gas aus dem gasförmigen
Gemisch durch Wechselwirkung mit dem Material der porösen Trennmembrane im Vergleich zu der porösen Trennmembrane allein,
bewirkt.Die erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen bestehen
aus porösen Trennmembranen und Beschichtungen, die in besonderen Beziehungen zueinander stehen. Für die porösen
Trennmembranen, Beschichtungen und Mehrkomponentenmembranen können einige dieser Beziehungen passend als relative Trennfaktoren
für ein Paar von Gasen ausgedrückt werden. Ein Trennfaktor (°Ch ) einer Membrane für ein gegebenes Paar von
Gasen a und b ist definiert als das Verhältnis der Durchflußkonstante (P ) der Membrane JLür Gas a zur Durchflußkonstante
8Ü9820/0995 -/18
(P. ) der Membrane für Gas b. Ein Trennfaktor ist auch gleich
dem Verhältnis der Durchlässigkeit (P a/t ) einer Membrane mit
der Dicke £ für Gas a eines Gasgemisches zur Durchlässigkeit
der selben Membrane für Gas b, (pv/£ )/ wobei die Durchlässigkeit
für ein gegebenes Gas das Volumen des Gases - unter normaler Temperatur und Druck (STP) - ist, das durch eine
Membrane pro Sekunde pro Quadratzentimeter Oberfläche strömt, bei einem partäollen Druckverlust von einem Zentimeter Quecksilbersäule
durch die Membrane pro Dicke-Einheit und wird ausgedrückt als P = cm /cm -sec-cmHg/i..
In der Praxis kann der Trennfaktor für ein gegebenes Paar von Gasen bezüglich einer gegebenen Membrane mit Hilfe
zahlreicher Techniken bestimmt werden, die hinreichende Informationen
zur Berechnung der Durchlässigkeitskonstanten oder Durchlässigkeiten für jedes Gas des Gaspaares ergeben. Eine
der vielen Techniken, die zur Bestimmung der Durchlässigkeitskonstanten, Durchlässigkeiten und Trennfaktoren zur Verfügung
stehen, beschreibt Hwang et.al: Techniques of Chemistry,
Bd. Ill, Membranes in Separations, at John Wiley & Sons, 1975
Kapitel 12, pp. 296-322.
Kapitel 12, pp. 296-322.
Ein echter Trennfaktor, wie er hierin erläutert wird, ist der Trennfaktor für ein Material, das keine Kanäle für den Gas^fluB
durch das Material aufweist und der höchstmögliche erreichbare Trennfaktor für das Material ist. Solch ein Material kann als
zusammenhängend oder nicht-porös bezeichnet werden. Der echte Trennfaktor eines Materials kann annäherungsweise bestimmt
werden, indem man den Tge^ißf^ak^pr ^^jjej: kompakten Membrane die-
-/19
ses Materials mißt. Jedoch können bei der Bestimmung eines
echten Trennfaktors verschiedene Schwierigkeiten vorkommen, einschließlich der Mängel, die bei der Herstellung der Kompaktmembrane
möglich sind, wie z.B. das Vorkommen von Poren, das Vorhandensein keiner Partikel in der Kompaktmembrane, Undefinierte
Molekularanordnungen aufgrund von Veränderungen in der Membranenherstellung und dergleichen. Folglich kann der
durch Bestimmung gewonnene eigentliche Trennfaktor niedriger sein als der echte Trennfaktor. In Einklang damit bezieht sich
ein "bestimmter eigentlicher Trennfaktor", wie er hier angewendet wird, auf den Trennfaktor einer trockenen Kompaktmembrane
dieses Materials.
Eine erfindungsgemäße Mehrkomponentenmembrane zur Abtrennung
von Gasen weist, für mindestens ein Gaspaar, einen Trennfaktor auf, der bedeutend größer ist als der bestimmte
eigentliche Trennfaktor des Beschichtungsmaterials, das mit einer porösen Trennmembrane in absorbierender Verbindung steht.
Bei der Beschreibung des Verhältnissen von Trennfaktor der Mehrkomponentenmembrane zu demfoestimmten eigentlichen Trennfaktor
des Beschichtungsmaterials ist mit dem Ausdruck "bedeutend größer" gemeint, daß der Unterschied zwischen den Trennfaktoren
von Bedeutung ist, z.B. ist er generell um mindestens 10 Prozent größer. Mit dem Ausdruck "absorbierende Verbindung"
ist gemeint, daß die Beschichtung die poröse Trennmembrane so berührt, daß in der Mehrkomponentenmembrane das
Verhältnis der durch die poröse Trennmembrane strömenden Gase zu den durch die Poren strömenden Gasen verbessert ist,
809820/0995 "/2°
275Ü874 3Λ
verglichen mit dem Verhältnis in der porösen Trennmembrane allein.Folglich ist die Verbindung so, daß das Material der
porösen Trennmembrane in der Mehrkomponentenmembrane einen grösseren Beitrag zum Trennfaktor, den die Mehrkomponentenmembrarie
für mindestens ein Paar von Gasen aufweist, leistet, im Vergleich zu dessen Beitrag in der porösen Trennmembrane allein.
Entsprechend wird der Trennfaktor, den die Mehrkomponentenmembrane aufweist, im Hinblick auf das genannte mindestens eine
Paar von Gasen größer sein als der Trennfaktor der porösen Trennmembrane. Zusätzlich weist das Material der porösen Trennmembrane
für mindestens ein Paar' von Gasen einen bestimmten eigentlichen Trennfaktor auf, der größer ist als der bestimmte
eigentliche Trennfaktor des Beschichtungsmaterials. Ebenso ist für das genannte, mindestens eine Paar von Gasen der Trennfaktor,
den die Mehrkomponentenmembrane aufweist, oft gleich groß oder kleiner als der bestimmte eigentliche Trennfaktor des
Materials der porösen Trennmembrane. Oft können, ohne Berücksichtigung der Verwendung der Mehrkomponentenmembrane für eine
beabsichtigte Gasabtrennung die Beziehungen der Trennfaktoren für mindestens ein Paar von Gasen demonstriert werden, das
einerseits aus einem Gas der Gruppe Wasserstoff, Helium, Ammoniak und Kohlendioxid und andererseits aus einem Gas der
Gruppe Kohlenmonoxid, Stickstoff, Argon, Schwefelhexafluorid, Methan und Äthan besteht. Auch können bei einigen erfindungsgemäßen
Mehrkomponentenmembranen die Beziehungen von Trennfaktoren demonstriert werden für ein Paar von Gasen, das aus
Kohlendioxid und einem Gas der Gruppe Wasserstoff, Helium und Ammoniak besteht, oder aus Ammoniak und einem Gas der Gruppe
-/21
809820/0995
Kohlendioxid, Wasserstoff und Helium.
Wünschenswerterweise weist eine erfindungsgemäße Mehrkomponentenmembrane
für mindestens ein Paar fror. Gasen einen Trennfaktor auf, der mindestens um etwa 35 Prozent größer, vorzugsweise
um mindestens etwa 50 Prozent größer und manchmal um mindestens etwa 100 Prozent größer als der bestimmte eigentliche
Trennfaktor des Beschichtungsmaterials ist. Häufig ist für das genannte mindestens eine Paar von Gasen der Trennfaktor
der Mehrkomponentenmembrane um mindestens etwa 5, oft mindestens um etwa 10 Prozent größer und manchmal um mindestens etwa
50 oder etwa 100 Prozent größer als der der poröser. Trennmembrane.
Diese Erfindung zergliedert sich in verschiedene grundlegende Bestandteile. Ein Bestandteil betrifft Mehrkomponentenmembranen
zur Gasabtrennung, ein zweiter Bestandteil betrifft Verfahren zur Gasabtrennung unter Verwendung der Mehrkomponentenmembrane
und ein dritter Bestandteil betrifft Vorrichtungen zur Durchführung von Gasabtrennungen, die Mehrkomponentenmembranen
enthalten.
In dem Bestandteil dieser Erfindung, der Mehrkomponentenmembranen betrifft, beinhaltet ein Aspekt Mehrkomponentenmembranen
bestehend aus einer Beschichtung in absorbierender Verbindung mit einer porösen Trennmembrane, welche aus einem
Material besteht, das für mindestens ein Gas in einem gasförmigen Gemisch gegenüber einem oder mehreren verbleibenden Gasen
in dem gasförmigen Gemisch selektiven Durchfluß aufweist, wobei die genannte poröse Trennmembrane ein wesentliches Hohlraumvolumen
hat und die Mehrkomponentenmembrane für mindestens
809820/0995
ein Paar von Gasen einen deutlich größeren Trennfaktor aufweist
als den bestimmten eigentlichen Trennfaktor des Beschichtungsmaterlals. Hohlräume sind Bezirke Innerhalb der porösen
Trennmembrane, die leer vom Material der porösen Trennmembrane sind. Folglich ist bei Vorhandensein von Hohlräumen die Dichte
der porösen Trennmembrane geringer als die Dichte des massiven Materials der porösen Trennmembrane. Wenn das Volumen der Hohlräume
als "wesentlich" bezeichnet wird, so ist damit gemeint, daß genügend Hohlräume, z.B. mindestens etwa 5 Volumenprozent
Hohlräume in der Dicke der porösen Trennmembrane vorgesehen sein müssen, um eine merkliche Steigerung der Durchflußmenge
durch die Membrane zu erzielen im Vergleich zu der Durchflußmenge,
die durch eine kompakte Membrane gleichen Materials und gleicher Dicke beobachtet werden kann. Vorzugsweise beträgt
das Hohlraumvolumen bis zu etwa 90, wie etwa 10 bis 80 und manchmal bis zu etwa 20 oder 30 bis 70 Prozent, basierend auf
dem Oberflächenvolumen der porösen Trennmembrane, d.h. dem Volumen, das innerhalb der gesamten Abmessungen enthalten ist.
Eine Methode zur Bestimmung des Hohlraumvolumens einer porösen Trennmembrane ist der Vergleich der Dichte mit einem Volumen
des dichten Materials der porösen Trennmembrane, wobei das Volumen mit einer Membrane derselben physikalischen Gesamtabmessungen
und Konfigurationen,wie denen der porösen Trennmembrane,
übereinstimmen würde. Daher würde die Bohrung bei einer porösen Trennmembrane aus Hohlfasern die Dichte der porösen
Trennmembrane nicht beeinflussen.
Die Dichte der porösen Trennmembrane kann im wesentlichen die gleiche bleiben über die ganze Dicke hin, d.h. isotropisch,
oder die poröse Trennmembrane kann dadurch gekenn-
809820/0995 "/23
zeichnet sein, daß sie mindestens eine relativ dichte Region in ihrer Dicke hat, die in hindernder Beziehung zum Gasfluß
durch die poröse Trennmembrane steht, d.h. die poröse Trennmembrane ist anisotropisch. Die Beschichtung steht vorzugsweise
in absorbierender Verbindung mit der relativ dichten Region der anisotropischen porösen Trennmembrane. Da die relativ
dichte Region porös sein kann, kann sie viel leichter ziemlich dünn hergestellt werden als vergleichsweise eine kompakte Membrane
von derselben Dicke. Die Verwendung von dünnen porösen Trennmembranen mit relativ dichten Regionen bietet einen verbesserten
Fluß durch die Mehrkomponentenmembrane.
Bei einem weiteren Aspekt des Bestandteils der Erfindung der sich auf Mehrkomponentenmembranen bezieht, bestehen die
Mehrkomponentennembranen aus einer Beschichtung, die in absorbierender Verbindung mit einer porösen Trennmembrane steht,
welche aus einem Material besteht, das selektive Durchlässigkeit für mindestens ein Gas in einem gasförmigen Gemisch gegenüber
einem oder mehreren verbleibenden Gase in dem gasförmigen Gemisch besitzt, wobei die Beschichtung unter Verwendung
einer im wesentlichen flüssigen, zur Bildung der Beschichtung geeigneten, Substanz aufgebracht wird und wobei die Mehrkomponentenmembrane
für mindestens ein Paar von Gasen einen Trennfaktor aufweist, der bedeutend größer ist als der bestimmte
eigentliche Trennfaktor des Beschichtungsmaterials. Die Substanz zur Aufbringung auf die poröse Trennmembrane ist
im wesentlichen flüssig und deshalb unfähig, bei Nichtvorhandensein von äußerem Halt eine Form zu bewahren. Das Material der
Beschichtung kann flüssig oder in einem flüssigen Lösungsmittel gelöst oder als fein verteilte Feststoffe (z.B.kolloidale
809820/0995 -/24
Größe) suspendiert sein, um so die im wesentlichen flüssige Substanz
zur Aufbringung auf die poröse Trennmembrane zu bilden. Vorteilhafterweise benetzt, d.h. zielt darauf ab, anzuhaften,
das Beschichtungsmaterial oder das Beschichtungsmaterial in dem flüssigen Lösungsmittel das Material der porösen Trennmembrane. Auf diese Weise wird die Verbindung der Beschichtung
mit der porösen Trennmembrane häufig erleichtert. Die Verwendung einer im wesentlichen flüssigen Substanz zur Herstellung der
Beschichtung auf der porösen Trennmembrane ermöglicht, daß einfachere Techniken angewendet werden können als bei der Herstellung
von Verbundmembranen, die aus getrennt gebildeten, festen Materialien bestehen, überdies kann ein weites Feld an Materialien
zur Beschichtung verwendet werden und die Techniken zur Aufbringung können der Verwendung von porösen Trennmembranen
vielfältiger Zusammenstellung leicht angepaßt werden.
In einem weiteren Aspekt des Bestandteils dieser Erfindung, der sich auf Mehrkomponentenmembranen bezieht, bestehen
die MehTkomponentenmembranen aus einer Beschichtung in absorbierender Verbindung mit einer porösen Trennmembrane, die aus
Polysulfön besteht, wobei die Mehrkoraponentenmembrane für mindestens
ein Paar von Gasen einen Trennfaktor aufweist, der bedeutend größer ist als der bestinmte eigentliche Trennfaktor
des Beschichtungsmaterials. In einem weiteren Aspekt dieses Bestandteils bestehen die Mehrkomponentenmembranen aus einer
EeEchichtung in absorbierender Verbindung mit einer porösen Trennmembrane aus Hohlfasern eines Materials, das für mindestens
ein Gas in dem gasförmigen Ger.isch gegenüber einem oder mehreren verbleibenden Gasen in dem gasförmigen Gemisch selek-
-/25
809820/0995
tiven Durchfluß aufweist/ wobei die Mehrkomponentenmembrane für mindestens ein Paar von Gasen einen Trennfaktor aufweist, der
bedeutend größer ist als der bestimmte eigentliche Trennfaktor
des Beschichtungsmaterials. Bei Hohlfilamenten (d.h. Hohlfasern)
kann die äußere Oberfläche Einlaß- oder Auslaßfläche der porösen Trennmembrane und die innere Oberfläche Auslaß- oder Einlaßfläche
sein. Mit Hohlfasern lassen sich vorteilhaft Vorrichtungen zur Gasabtrennung erstellen, die innerhalb des gegebenen
Volumens der Vorrichtungen eine große Oberfläche für die Abtrennung
aufweisen. Hohlfasern können bekanntlich größeren Druckunterschieden standhalten als Filme ohne Trägermaterial von
im wesentlichen gleicher Gesamtdicke und Morphologie.
Ein zweiter Bestandteil dieser Erfindung betrifft Verfahren zur Gasabtrennung unter Verwendung der Mehrkomponentenmembranen.
In diesem Bestandteil der Erfindung wird mindestens ein Gas in einem gasförmigen Gemisch von mindestens einem anderen
Gas durch selektiven Durchfluß getrennt, um ein Durchflußprodukt zu erhalten, das mindestens ein durchströmendes
Gas enthält. Das Verfahren besteht darin, daß das gasförmige Gemisch mit der einen Oberfläche (der Einströmungsfläche) einer
Mehrkomponentenmembrane in Berührung gebracht wird, wobei die Mehrkomponentenmembrane für mindestens ein Paar von Gasen in
einem gasförmigen Gemisch selektiven Durchfluß für ein Gas des Paares von Gasen gegenüber dem verbleibenden Gas des Paares
aufweist; daß die entgegengesetzte Oberfläche (Auslaßseite) der Mehrkomponentenmembrane dabei für das mindestens eine
durchströmende Gas auf einem niedrigeren chemischen Potential gehalten wird als das chemische Potential auf der vorgenann-
-/26
809820/0995
ten Seite, daß das genannte, mindestens eine durchströmende Gas in und durch die Mehrkomponentenmembrane hindurchströmt
und daß dann aus der Nähe der genannten entgegengesetzten Oberfläche ein Durchflußprodukt entnommen wird, bei dem das
Verhältnis zwischen dem genannten, mindestens einem Gas des gasförmigen Gemisches und dem genannten, mindestens einem anderen
Gas des gasförmigen Gemisches anders ist als das Verhältnis in dem gasförmigen Gemisch des genannten mindestens einen
Gases zu dem genannten mindestens einem anderen Gas. Die erfindungsgemäßen
Abtrennvorgänge beinhalten eine Konzentration des genannten mindestens einen Gases auf der Einströmungsseite der Mehrkomponentenmembrane, um ein konzentriertes Produkt
zu erhalten,sowie das Durchfließen des genannten mindestens einen Gases durch die Mehrkomponentenmembrane, um ein Durchflußprodukt
zu erzielen, in dem das genannte unterschiedliche Verhältnis ein höheres Verhältnis ist.
In einem Aspekt dieses Bestandteils besteht die Mehrkomponentenmembrane
aus einer Beschichtung in absorbierender Verbindung mit einer porösen Trennmembrane, die ein wesentliches
Hohlraumvolumen aufweist. In einem weiteren Aspekt dieses Bestandteiles dieser Erfindung wird Wasserstoff selektiv
von einem gasförmigen Gemisch getrennt, das ebenfalls mindestens ein Gas der Gruppe Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Helium,
Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Schwefelwasserstoff, Stickstoffoxid, Ammoniak und Kohlenwasserstoff von 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen
enthält. In einem weiteren Aspekt dieses Bestandteils der Erfindung wird mindestens ein Gas in einem gasförmigen
Gemisch von mindestens einem anderen Gas getrennt, was
-/27 809820/0995
einschließt, daß das gasförmige Gemisch mit einer Mehrkomponentenmembrane
in Berührung gebracht wird, die aus einer Beschichtung in absorbierender Verbindung mit einer porösen Trennmembrane
aus Polysulfon besteht.
Ein weiterer Bestandteil dieser Erfindung betrifft Vorrichtungen zur Abtrennung von Gasen, in denen erfindungsgemäße
Mehrkomponentenmembranen verwendet werden. Die Vorrichtungen bestehen aus einer Anlage, die mindestens eine erfindungsgemäße
Mehrkomponentenmembrane enthält, wobei die genannte Mehrkomponentenmembrane eine Einlaßoberfläche und eine
gegenüberliegende Auslaßoberfläche besitzt und die genannte Anlage mit Mitteln ausgestattet ist, die es ermöglichen, daß
gasförmige Gemische zugeführt werden können sowie mit Mitteln, die es ermöglichen, daß Gase aus der Nähe der Einlaßoberfläche
der Mehrkomponentenmembrane entfernt werden können und mit Mitteln, die es ermöglichen daß Durchflußprodukte aus der
Nähe der Auslaßoberflächeder Mehrkomponentenmembrane entnommen werden können.
Erstaunlicherweise wurde herausgefunden, daß ein Beschichtungsmaterial,
das einen niedrigen bestimmten Trennfaktor haben kann, auf eine poröse Trennmembrane aufgebracht werden
kann, die einen niedrigen Trennfaktor besitzen kann, um eine Mehrkomponentenmembrane herzustellen, deren Trennfaktor größer
ist als entweder der der Beschichtung oder der der porösen Trennmembrane. Dieses Ergebnis ist ziemlich überraschend gegenüber
früheren Vorschlägen für Verbund-Gastrennmembranen mit einer auf einem porösen Träger aufgelegten Membrane, bei denen
gefordert wurde, daß die aufgelegte Membrane einen hohen Trenn-
-/28
809820/0995
faktor aufweist, um die selektive Trennung für die Membrane zu erzielen. Die Erkenntnis, daß Beschichtungen mit niedrigen
Trennfaktoren in Verbindung mit porösen Trennmembranen verwendet werden können, um Mehrkomponentenmembranen herzustellen, die
einen größeren Trennfaktor haben als sowohl die Beschichtung als auch die poröse Trennmembrane, führt zu hochwirksamen Mehrkomponentenmembranen
zur Gasabtrennung. Zum Beispiel können Materialien, die zwar erwünschte echte Trennfaktoren haben,
aber nur schwerlich als aufgelegte Membranen zu gebrauchen sind, als Material für die poröse Trennmembrane erfindungsgemäß
verwendet werden, wobei die Trennschärfe des Materials der porösen Trennmembrane einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt
des Trennfaktors der Mehrkomponentenmembrane leistet.
Es ist klar zu erkennen, daß die poröse Trennmembrane der Mehrkomponentenmembranen anisotropisch sein kann, mit
einem dünnen, aber relativ dichten Trennbereich. Auf diese Weise kann die poröse Trennmembrane aus dem geringen Durchflußwiderstand,
den anisotropische Membranen bieten, Nutzen ziehen und sogar Mehrkomponentenmembranen ermöglichen, die wünschenswerte
Trennfaktoren zeigen. Weiterhin kann das Vorhandensein von Durchflußkanälen, die die anisotropischen Einkomponenten-(Nicht
Verbund-)Membranen für Gastrennung unbrauchbar machen können, bei porösen Trennmembranen, die für die erfindungsgemäßen
Mehrkomponentenmembranen verwendet werden, annehmbar und sogar . erwünscht sein. Die Beschichtung kann vorzugsweise
einen niedrigen Durchflußwiderstand erzeugen und das Beschichtungsmaterial
kann einen niedrigen bestimmten eigentlichen Trennfaktor aufweisen. Bei manchen Mehrkomponentenmembranen mag die
-/29
809820/0995
Beschichtung dazu neigen, das gewünschte durchfließende Gas selektiv zurückzuweisen, dennoch kann der Trennfaktor der resultierenden
Mehrkomponentenmembrane bei Verwendung dieser Beschichtung größer als der der porösen Trennmembrane sein.
Diese Erfindung betrifft die Mehrkomponentenmembranen,
die durch Kombination aus einer vorgeformten porösen Trennmembrane, d.h. einer vor der Aufbringung der Beschichtung angefertigten
porösen Trennmembrane und einer Beschichtung gebildet werden. Die Erfindung betrifft insbesondere Mehrkomponentenmembranen
zur Gasabtrennung, worin die Trennschärfe des Materials der porösen Trennmembrane beträchtlich zur Trennschärfe
und der relativen Durchflußmenge des durch die Mehrkomponentenmembrane
durchfließenden Gases beiträgt. Die erfindungsgemäßen
Mehrkomponentenmembranen können im allgemeinen höhere Durchflußmengen aufweisen als Verbundmembranen, die
vor dieser Erfindung beschrieben wurden und bei denen aufgelegte Membranen mit hohen Trennfaktoren verwendet werden. Zusätzlich
erzielen die erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen einen Trennfaktor, der über dem der Beschichtung der porösen
Trennmembrane liegt. Die erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen
mögen auf gewisse Weise, allerdings nur oberflächlich, analog zu den Gasabtrennmembranen sein, wie sie vor dieser Erfindung
beschrieben wurden, welche auf einen porösen Träger aufgelegte Membranen mit einem hohen Trennfaktor aufweisen. Bei
diesen Verbundmembranen, die vor dieser Erfindung beschrieben wurde, wird kein Träger oder Substrat verwendet, der die Abtrennung
zu einem wesentlichen Anteil mit vollzieht.
-/3O
809820/0995
Die erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen ermöglichen
eine große Flexibilität in der Ausführung spezifischer Abtrennungen,
weil sowohl Beschichtung als auch poröse Trennmembrane zu der gesamten Trennleistung beitragen. Das Ergebnis
ist eine verbesserte Möglichkeit, diese Membranen auf spezifische Trennerfordernisse zuzuschneiden, z. B. auf die Abtrennung
eines gewünschten Gases oder Gasen aus verschiedenen Gasgemischen bei wirtschaftlich erstrebenswerten Kombinationen von
Abtrennmenge und Trennschärfe. Die Mehrkomponentenmembranen können aus einem breiten Bereich von Materialien zur Gasabtrennung
hergestellt werden und ermöglichen somit einen größeren Spielraum bei der Auswahl vorteilhaften Membranenmaterials
für eine gegebene Gasabtrennung, als dies bisher der Fall war. Zusätzlich sind diese Mehrkomponentenmembranen in der Lage,
gute physikalische Eigenschaften zu erzielen wie z.B. Zähigkeit, Verschleißfestigkeit, Festigkeit und Haltbarkeit sowie gute
Widerstandsfähigkeit gegenüber Chemikalien.
-/31 809820/0995
Die Erfindung bezieht sich auf spezielle Mehrkomponentenmembranen
zum Zwecke der Gasabtrennung, die aus einer Beschichtung bestehen, die in Verbindung mit einer porösen Trennmembrane
steht, wobei die Trenneigenschaften der Mehrkomponentenmembrane hauptsächlich durch die poröse Trennmembrane, die
der Beschichtung gegenüber liegt, bestimmt werden; auf Verfahren zur Gasabtrennung unter Verwendung der Mehrkomponentenmembrane
und auf Vorrichtungen zur Gasabtrennung unter Verwendung der Mehrkomponentenmembrane. <
Die Mehrkomponentenmembranen können bei Gasabtrennungsverfahren in weitem Maße eingesetzt werden. Gasförmige Gemische,
die sich als Zufuhrsubstanz erfindungsgemäß eignen, bestehen aus gasförmigen Substanzen oder Substanzen, die normalerweise
flüssig oder fest sind, jedoch bei der Temperatur, bei der die Abtrennung vorgenommen wird, als Dämpfe vorliegen. Die im
Folgenden eingehend beschriebene Erfindung bezieht sich hauptsächlich auf die Abtrennung von z.B. Sauerstoff von Stickstoff,
Wasserstoff von mindestens einem Gas der Gruppe Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Helium,Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Wasserstoffsulfid,
Stickstoffoxid, Ammoniak und Kohlenwasserstoff von 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen, speziell Methan, Äthan, und Äthylen;
Ammoniak von mindestens einem Gas der Gruppe Wasserstoff, Stickstoff, Argon und Kohlenwasserstoff von 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen,
z.B. Methan; Kohlendioxid von mindestens einem Gas der Gruppe Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoff von 1 bis etwa
5 Kohlenstoffatomen, z.B. Methan; Helium von Kohlenwasserstoff
-/32 809820/0995
von 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen z.B. Methan; Wasserstoffsulfid
von Kohlenwasserstoff von 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen, zürn Beispiel Methan, Xthan, oder Äthylen; und Kohlenmonoxid
von mindestens einem Gas der Gruppe Wasserstoff, Helium, Stickstoff und Wasserstoff von 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen.
Es wird betont, daß die Erfindung weder auf diese besonderen Abtrennungsanwendungen oder Gase noch auf die in den Beispielen
aufgeführten Mehrkomponentenmembranen begrenzt ist.
Erfindungsgemäß können die Mehrkomponentenmembranen für die Gasabtrennung Filme, Hohlfasern oder Fasern sein, die eine
poröse Abtrenn-Membrane oder Substrat und eine Beschichtung aufweisen, welche mit der porösen Trennmembrane in absorbierender
Verbindung steht. Einige Faktoren, die das Verhalten der Mehrkomponentenmembranen beeinflussen, sind die Durchlässigkeitskonstanten
der Materialien der Beschichtung und der porösen Abtrenn-Membranen, die Gesamtquerschnittsfläche der
Löcher (d.h. der Poren oder Strömungskanäle) im Verhältnis zu dem Gesamtoberflächenbereich der porösen Abtrennmembranen,
die jeweilige Stärke sowohl der Beschichtung als auch der porösen Abtrenn-Membrane der Mehrkomponentenmembrane, die Morphologie
der porösen Abtrenn-Membrane, und als wichtigster Faktor der jeweilige Durchflußwiderstand sowohl der Beschichtung
als auch der porösen Abtrenn-Membrane in einer Mehrkomponentenmembrane. Im allgemeinen wird der Grad der Abtrennung der
Mehrkomponentenmembrane beeinflußt durch den relativen Widerstand
der Beschichtung und der porösen Abtrenn-Membrane, die speziell nach ihren Widerstandseigenschaften gegenüber Gasdurchfluß
ausgesucht werden kann, gegenüber dem Durchfließen eines
-/33
80 9820/0995
der Gase in dem gasförmigen Gemisch.
Das Material für die poröse Abtrenn-Membrane kann eine
feste, natürliche oder synthetische Substanz mit brauchbaren Gasabtrennungseigenschaften sein. Im Falle von Polymeren sind
sowohl Additions- und Kondensationspolymere inbegriffen, die gegossen, stranggepreßt oder auf andere Weise hergestellt werden
können, um poröse Abtrenn-Membranen zu erhalten.Die porösen Abtrennmembranen können in poröser Fprm hergestellt werden,
indem sie z.B. aus einer Lösung, bestehend aus" einem Lösungsmittel
für das polymere Material, in ein schwaches oder für das Material nicht löslich wirkendes Medium gegossen werden.
Die Spinn- und/oder Giessbedingungen und/oder die sich an die anfängliche Bildung anschließenden Behandlungen und dergleichen
können die Porosität und den Widerstand gegenüber dem Gasdurchfluß
der porösen Abtrenn-Membrane beeinflussen.
Generell werden organische Substanzen oder organische Polymere, vermischt mit anorganischen Filtern, zur Herstellung
deijporösen Abtrenn-Mmebrane verwendet. Typische Polymere,
die sich erfinöungsgemäß für die poröse Abtrenn-Membrane eignen,
können substituierte oder unsubstituierte Polymere sein und ausgewählt werden aus: Polysulfonen, Polystyrol, einschließlich
styrolhaltige Mischpolymere wie Acrylnitril-Styrol-Mischpolymere,
Styrol-Butadien-Mischpolymere und Styrolvinylbenzylhalogen-Mischpolymere,
Polykarbonate, Mischpolymere auf Zellulosebasis wie Zelluloseacetat-Butyrat, Zellulosepropionat,
Äthylzellulose, Methylzellulose, Nitrozellulose, usw., Polyamide und Polyimide einschließlich Arylpolyamide:; und Arylpolyimide,
Polyäther, Polyarylenoxide wie Poly(phenyloxid) und
-/34
809820/0995
MS
Poly(xyIylenoxid, Poly(esteramid-diisozyanat), Polyurethane
und Polyester wie Poly(äthylenterephthalate), Poly(alky!methacrylate),
Poly(alkylacrylate), Poly(phenylterephthalate) etc.
Polysulfide, Polymere aus Monomeren mit OC-ungesättigten Olefinen,
anders als die oben erwähnten wie z.B. Poly(äthylen), Poly(propylen), Poly(buten-1), Poly(4-methyl-penten-1), PoIyvinyle
z.B. Poly(vinylchlorid), Poly(vinylfluorid), Poly(vinylidenchlorid)
, Poly(vinylidenfluorid), Poly(vinylalkohol),
Poly(vinylester) wie z.B. Poly(vinylazetat) und Poly(vinylpropionat),
Poly(vinylpyridin), Poly(vinylpyrrolidon), PoIy(Vinyläther),
Poly(vinylketone), Poly(vinyladehyde), wie z.B. Poly(vinylformal) und Poly(vinylbutyral), Poly(vinylamide),
Poly(vinylamine), Poly(vinylurethane), Poly(vinyl-harnstoffe),
Poly(vinylphosphate) und Poly(vinylsulfate, Polyallyle, PoIy-(benzo-benzimidazole),
Polyhydrazide, Polyoxadiazole, Polytriazole, Poly(benzimidazole), Polycarbodiimide, Polyphosphazine
etc., und Mischpolymere, einschließlich Blockmischpolymere, die sich wiederholende Einheiten des vorausgehenden enthalten,
wie z.B. die Terpolymere von Acrylnitrilvinyl, Bromnatriumsalz der para-sulphenylmathallyl-Xther, und Pfropfpolymere
und Mischungen, die irgendetwas des vorangegangenen enthalten. Typische Substituenten zum Erhalt substituierter
Polymere enthalten Halogene wie Fluorin, Chlorin und Bromin, Hydroxy1-Gruppen; niedrigere Alkyl-Gruppen, Niedrigere Alkoxy-Gruppen,
monozyklisches Aryl, niedrigere Acyi-Gruppen und dergl>
Die Auswahl der porösen Abtrenn-Membrane für die gegenwärtige Merhkomponentenmembrane zur Abtrennen von Gas kann
auf der Basis der Festigkeit gegenüber Hitze und Lösungsmitteln, dei^nechanisehen Festigkeit der porösen Trenn-Membrane sowie auf
809820/0995
anderen, von den Arbeitsbedingungen für die selektive O 7 5 Π 8 7 A
Durchlässigkeit diktierten Faktoren beruhen solange die Beschichtung und die poröse Abtrenn-Membrane die vorbedingten relativen
Trennfaktoren in Einklang mit der Erfindung für mindestens ein Gaspaar besitzen. Die poröse Trennmembrane ist vorzugsweise
mindestens teilweise selbstragend und in manchen Beispielen im wesentlichen selbstragend. Die poröse Abtrenn-membrane
kann im wesentlichen den gesamten strukturellen Halt der Membrane bilden oder die Mehrkompenentenmembrane kann ein
strukturelles Stützteil enthalten, welches, wenn überhaupt,
wenig Widerstand gegenüber dem Durchdringen des Gases bietet.
Eine der bevorzugten, zur Herstellung der Mehrkomponentenmembranen
verwandten porösen Abtrenn-Membranen ent- hält Polysulfon. Unter den Polysulfonen,die verwendet werden
können, befinden sich solche, die ein polymeres Rückgrat haben, bestehend aus einer sich wiederholenden Einheü:
R— S R1-
wobei R und R1 gleich oder verschieden sein können, und aliphatische
oder aromatische kohlenwasserstoffhaltige Anteile sind, sozusagen von 1 bis etwa 40 Kohlenstoffatomen, wobei der Schwefel
in der Sulfonylgruppe an aliphatische oder aromatische
Kohlenstoffatome gebunden ist, und das Polysulfon ein durchschnittliches Molekulargewicht besitzt, das zur Filmoder
Faserfonnation geeignet ist, häufig von mindestens etwa
10,000. Wenn das Polysulfon nicht vernetzt ist, so ist das Molekulargewicht des Polysulfone im allgemeinen kleiner
809820/0995 "/36
als 500,000 und häufiger kleiner als 100,000. Die sich
wiederholendenEinheitenkönnen verbunden werden, d.h. R und R1
können miteinander verbunden werden, durch Kohlenstoff-Kohlenstoff Verbindungen oder durch verschiedene verbindende Gruppen wie
wiederholendenEinheitenkönnen verbunden werden, d.h. R und R1
können miteinander verbunden werden, durch Kohlenstoff-Kohlenstoff Verbindungen oder durch verschiedene verbindende Gruppen wie
0 0 0 0
-0-, -S-, -C-, -C-H-, -N-C-N-, -0-C-, etc.
HH H
Besonders günstige Polysulfone sind solche , bei denen mindestens eines von R und R1 einen aromatischen kohlenwasserstoffhalt igen
Anteil enthält , und der Sulfonylanteil an mindestens
ein aromatisches Kohlenstoffatom gebunden ist. Gewöhnlich umfassen aromatische kohlenwasserstoffhaltige Anteile Phenyl und substituierte Phenylanteile; Bispheny 1 und substituierte Bisphenylanteile,
Bisphenylmethan und substitutierte Bisphenylmethananteile, die den Kern besitzen
ein aromatisches Kohlenstoffatom gebunden ist. Gewöhnlich umfassen aromatische kohlenwasserstoffhaltige Anteile Phenyl und substituierte Phenylanteile; Bispheny 1 und substituierte Bisphenylanteile,
Bisphenylmethan und substitutierte Bisphenylmethananteile, die den Kern besitzen
R1O R6
substituierte und unsubstltuierte Bisphenyläther der Formel
substituierte und unsubstltuierte Bisphenyläther der Formel
R3 R7 R9
l_J l_l
\2/ x \2/
ι Ι ι ι
R4 R8 R10 R6
809820/0995 "/3?
kl
wobei X Sauerstoff , Schwefel oder Ähnliches ist. In der. geschilderten
Bisphenylmethan- und Bisphenylätheranteilen stehen R- zu R10 für Substituenten,die gleich oder verschieden sein
können,mit der Strukturformel
X-
wobei X- und X2 gleich oder verschieden und Wasserstoff oder
Halogen sind (z.B. Fluorin, Chlorin und Bromin); ρ = O oder eine ganze Zahl ist, z.B. von 1 bis etwa 6; und Z Wasserstoff
ist, Halogen (z.B. Fluorin, Chlorin und Bromin) -(Y)- R11 (wobei
9 9
q gleich O oder 1 ist, Y ist -0-,-S-, -SS-, -OC-, oder -C-,
und R1 Wasserstoff, substituiertes oder unsubstituertes
Alkyl ist, sozusagen von 1 bis etwa 8 Kohlenstoffatomen oder
substituiertes oder unsubstituiertes Aryl ist, sozusagen monozyklisch oder bizyklisch von etwa 6 bis 15 Kohlenstoffatomen),
heterozyklisch mit dem Heteroatom, indem es mindestens eines von Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel und monozyklisch oder bizyklischmit etwa 5 bis 15 Ringatomen ist, Sulfat und SuIfon, insbesondere niedrigere alkylhaltige oder monocyklische oder bizyklische arylhaltige Sulfat oder SuIfon, phosphorhaltige Anteile wie
Phosphin und Phosphat und Phosphon, insbesondere niedrigere alkylhaltige oder monozyklisch oder bizyklisch arylhaltige Phosphat oder Phosphon, Amine einschließlich primärer; sekundärer , tertiärer und quaternärer Amine wobei die sekundären, tertiären und
quaternären Amine oft niedrigere Alkyl- oder monozyklische oder bizyklische Arylanteile enthalten, Isothioharnstoff, Thioharnstoff
809820/0995
Guanidyl, Trialkylsilyl, Trialkylstannyl, Trialkylplumbyl,
Diacylstibinyl, etc. Oft werden Substituenten auf den Phenylgruppen
der Bisphenylmethan- und Bisphenylätheranteilen in orthogonaler Position angeordnet, d.h. R7 zu R10 sind Wasserstoff.
Diejenigen Polysulfone die aromatische Hydrokarby ]haΊtige-Anteile enthalten,
besitzen im allgemeinen eine gute thermische Stabilität , sind gegenüber chemischen Angriffen widerstandsfähig und besitzen
eine vorzügliche Kombination von Zähigkeit und Flexibilität. Brauchbare Polysulfone werden von der Union Carbide unter
Handelsnamen wie z.B. "P-17OO", und "P-35OO" verkauft, wobei
beide Handelswaren eine lineare Kette der allgemeinen Formel
haben ^
wo n, das für den Polymerisationsgrad steht, ungefähr 50 zu
80 ist. Poly(arylenäther)-Sulfone sind ebenfalls günstig. PoIyäthersulfone,
die die Struktur
haben, und von ICI, Groß Britannien beziehbar sind, sind ebenfalls
brauchbar. Darüberhinaus können noch andere, brauchbare Polysulfone hergestellt werden, wie z.B. durch Vernetzung,
Pfropfung, Quaternierung und dergleichen.
809820/0995 -739
So
Bei der Herstellung von porösen Hohlfaser-Trenn-Membranen
kann eine große Vielfalt von Verspinnungsbedxngungen angewendet werden. Eine dieser Methoden zur Herstellung von
folysulfon- Hohlfasern wurde von Cabasso et al. in Research
and Developemnt of NS-I and Related Polysulfone Hollow Fibres
for Reverse Osmosis Desalination of Seawater, supra, entwickelt.
Besonders günstige Hohlfasern der Polysulfone, z.B. von P-35OO Polysulfon, das von der Union Carbide hergestellt wird, und
Polyäthersulfone der ICI Ltd., können durch Verspinnung des
Polysulfons in einer Lösung, die aus einem Lösungsmittel für das Polysulfon besteht, hergestellt werden. Typische Lösungsmittel
sind Dimethylformamid, Dimethylazetamid und N-Methylpyrrolidon.
Das Gewichtsprozent des Polymers in der Lösung kann sehr unterschiedlich sein, ist jedoch ausreichend um eine
Hohlfaser unter Verspinnungsbedingungen herzustellen. Oft liegt das Gewichtsprozent des Polymers in der Lösung zwischen
15 bis so, z.B. etwa zwischen 20bis 35. Falls das Polysulfon
und/oder das Lösungsmittel Schmutzstoffe enthält, wie z.B.
Wasser, Parti^kelchen etc., sollte der Schmutzstoffanteil genügend
niedrig sein, um eine Verspinnung zu ermöglichen. Wenn es nötig ist, können die Schmutzstoffe aus dem Polysulfon und/
oder Lösungsmittel entfernt werden. Die Größe der Spinndüse wird nach den gewünschten Innen- und Außendurchmessern der zu
produzierenden Hohlfasern variieren. Eine Art von Spinndüse kann einen Mündungsdurchmesser von etwa 15 bis 35 mils (von
0.38 bis 0.88 Millimeter) und einen Nadeldurchmesser von etwa 8 bis 15 mils (0.2 bis 0.38 Millimeter) mit einer Einspritzkaplllare
innerhalb der Nadel haben. Der Durchmesser der Einspritzkapillare kann innerhalb der von der Nadel gesetzten
809820/0995 "/40
Grenzen variieren. Die Spinnlösung'wird häufig im wesentlichen
unter einer Schutzatitiosphäre angewendet um Verschmutzung und/
oder Koagulation des Polysulfone vor der Verspinnung zu verhindern und um unnötiges Feuerrisiko aufgrund von flüchtigem
und entflammbarem Lösungsmittel zu vermeiden. Eine entsprechende
Atmosphäre ist trockener Stickstoff. Das Vorhandensein übermäßiger Gasmengen in der Spinnlösung kann in der Bildung großer
Hohlräume resultieren.
Die Verspinnung kann unter Verwendung einer Naßdüsen- oder Trockendüsentechnik ausgeführt werden, d.h. die Düse
kann in/oder außerhalb des Koagulierungsbades angebracht sein. Die Naßdüsentechnik wird oft wegen der günstigeren Anwendbarkeit
verwendet. Die Verspinnungsbedingungen sind vorzugsweise nicht derart, daß der Faden L. unnötig verstreckt wird. Häufig
bewegen sich die Verspinnungsgeschwindigkeiten innerhalb des Bereiches von etwa 5 bis 100 Metern pro Minute, obwohl höhere
Verspinnungsgeschwindigkeiten angewendet werden können, vorausgesetzt, daß der Faden nicht unnötig verstreckt wird und ausreichend
lange Aufenthaltszeit im Koagulationsbad vorgesehen ist. Im wesentlichen kann jedes beliebige Nicht-Lösungsmittel
für das Polysulfon im Koagulationsbad angewendet werden. Geeigneterweise wird Wasser als primäres Material im Koagulationsbad
verwendet. Gewöhnlich wird eine Flüssigkeit in die Innenseite der Faser eingespritzt. Die Flüssigkeit kann enthalten z.B.
Luft, Isopropanol, Wasser oder Ahnliches. Die Aufenthaltszeit
für die gesponnene Faser im Koagulationsbad ist mindestens ausreichend um die Verfestigung des Filaments sicherzustellen.
Die Temperatur des Koagulationsbades kann ebenso weitläufig
C bis +900C oder
809820/0995
variieren, z.B. von -15°C bis +90 C oder mehr, und beträgt
-/41
sehr oft etwa 1° bis 3 5°c und zwar etwa 2° bis 8° oder 1O°C.
Die koagulierte Hohlfaser wird am besten mit Wasser gespült um Lösungsmittel zu entfernen, und kann in einem Wasserbad über
verschiedene Zeitabschnitte, von mindestens zwei Stunden, gelagert
werden. Die Fasern werden im allgemeinen vor der Aufbringung der Beschichtung und der Montage in einer Anordnung
zur Gastrennung getrocknet. Der Trockenvorgang kann bei etwa O bis 90 C vorgenommen werden, am besten bei Raumtemperatur
d.h. etwa 15°-35°C und bei etwa 5 bis 95 vorzugsweise einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 40 bis 60 Prozent.
Die vorangegangene Beschreibung von Methoden zur Herstellung von porösen Hohlfilamenttrennmembranen aus Polysulfon
ist hauptsächlich vorgesehen um verfügbare Techniken zur Produktion von porösen Abtrenn-Membranen zu illustrieren und
schränkt die Erfindung nicht ein.
Die Beschichtung kann in der Form einer im wesentlichen nichtunterbrochenen Membrane bestehen, d.h. es kann eine im
wesentlichen nichtporöse Membrane in Verbindung mit der porösen Trennmembrane stehen, oder die Beschichtung kann nicht kontinuierlich
oder unterbrochen sein. Wenn die Beschichtung unterbrochen ist, dann wird sie manchmal als ein absorbierendes Material
bezeichnet, da sie Kanäle für Gasdurchfluß, d.h. Poren, einschließt. Vorzugsweise ist die Beschichtung nicht so dick,
als daß sie die Wirksamkeit der Mehrkomponentenmembrane beeinträchtigen könnte d.h. dadurch, daß sie einen unzulässigen Abfall
des Flußes verursacht oder dadurch, daß sie einen solchen Widerstand gegenüber der Gasströmung verursacht, daß der Trennfaktor
der Mehrkomponentenmembrane im wesentlichen der der Beschichtung ist. Die Beschichtung kann oft eine durchschnittliche Dicke
809820/0995 -/42
bis hinauf zu etwa 50 Mikron haben. Wenn die Beschichtung unterbrochen
ist, können natürlich Gebiete existieren, die kein Beschichtungsmaterial haben. Die Beschichtung kann oft eine
Durchschnittsdicke haben, die sich von etwa 0.0001 bis zu 50 Mikron bewegt. In manchen Beispielen ist die durchschnittliche
Dicke der Beschichtung kleiner als etwa 1 Mikron, und kann sogar weniger als 0.5 Mikron sein. Die Beschichtung kann eine
oder wenigstens zwei getrennte Lagen haben, die vom gleichen Material sein können oder nicht. Wenn die poröse Abtrenn-Membrane
anisotropisch ist, d.h. eine relativ dichte Region innerhalb ihrer Dicke hat, die in hinderlicher Beziehung zum Gasdurchfluß
steht, dann wird die Beschichtung am besten in absorbierender Verbindung auf der relativ dichten Region aufgebracht.
Eine relativ dichte Region kann auf jeder einzelnen oder beiden Oberflächen der porösen Abtrenn-Membrane sein, oder
sie kann sich auf dem mittleren Teil der Dicke der porösen Abtrennmembrane befinden. Die Beschichtung wird zweckmäßigerweise
auf mindestens eine der Einströnungs- oder Auslaßoberflächen der
porösen Abtrenn-Membrane aufgebracht und wenn die Mehrkomponentenmembrane eine Hohlfaser ist, dann kann die Beschichtung
auf die außenliegende Oberfläche aufgebracht werden, um auch (obendrein) Schutz zu gewähren, und/oder die Handhabung der
MehrkoTiponenetenmembrane zu erleichtern.
Da jede passende Methode angewendet werden kann, kann die Methode mit der die Beschichtung aufgebracht wird
einige Tragweite haben in Hinblick auf die universelle .... Leistung . der Mehrkomponentenmembrane. Die erfindungsgemäßen
Mehrkomponentenineiabranen können zum Beispiel hergestellt werden , indem eine poröse Trennmembrane mit
809820/0995 ~/43
einer Substanz beschichtet wird, die das Material der Beschichtung
enhält, auf die Weise, daß in der Mehrkomponentenmembrane die Beschichtung einen Widerstand gegenüber dem Gasdurchfluß
aufweist, der gering ist im Vergleich zu dem Gesamtwiderstand der Mehrkomponentenmembrane. Die Beschichtung kann in einer
jeden passenden Weise aufgebracht werden, z.B. durch Beschichtungsvorgänge, wie Sprühen, Aufstreichen,Eintauchen in eine
im wesentlichen flüssige Substanz, die das Beschichtungsmaterial enthält, oder Ähnliches. Wie früher schon festgestellt, ist
das Beschichtungsmaterial am besten in einer im wesentlichen flüssigen Substanz enthalten, wenn es aufgetragen wird und
kann in einer Lösung enthalten sein, wobei ein Lösungsmittel für das Material der Beschichtung verwendet wird, das in seiner
Beschaffenheit als Nicht-Lösungsmittel gegenüber dem Material der porösen Trennmembrane auftritt. Vorteilhafterweise wird die
Substanz, die das Beschichtungsmaterial enthält, auf die eine Oberfläche der porösen Trennmembrane aufgebracht, und die andere
Seite der porösen Trennmembrane wird einem niedrigeren absoluten Druck ausgesetzt» Wenn die im wesentlichen flüssige
Substanz polymerisationsfähiges Material enthält und das polymerisationsfähige
Material nach der Aufbringung auf die poröse Trennmembrane zum Zwecke der Beschichtung polymerisiert ist,
dann wird vorteilhafterweise die andere Fläche der porösen Trennmembrane einem niedrigeren absoluten Druck während, oder
vor der Polymerisation, ausgesetzt. Jedoch ist die Erfindung selbst nicht auf die spezielle Methode eingeschränkt, mit der
das Material der Beschichtung aufgebracht wird.
-/ 44
809820/0995
-Mt.
Speziell günstige Materialien für die Beschichtung haben relativ hohe Durchlässigkeitskonstanten gegenüber Gasen,
solcherart, daß das Vorhandensein einer Beschichtung die Durchlässigkeitsmenge der Mehrkomponentenmembrane .nicht übermäßigerweise
reduziert. Der Widerstand der Beschichtung gegenüber der Gasströmung ist vorzugsweise relativ gering, im Vergleich zum
Widerstand der Mehrkomponentenmembrane. Wie schon vorher gesagt, hängt die Auswahl der Materialien für die Beschichtung
von dem bestimmten eigentlichen Trennfaktor des Beschichtungsmaterials ab, im Verhältnis zum bestimmten eigentlichen Trennfaktor
des Materials der porösen Trennmembrane, um eine Mehrkomponentenmembrane
zu erhalten, die einen gewünschten Trennfaktor aufweist. Das Beschichtungsmaterial sollte fähig sein,
absorbierende Verbindung mit der porösen Trennmembrane herzustellen. Z.B. sollte es ausreichend benetzend wirken und der
porösen Trennmembrane anhaften,um das Stattfinden eines absorbierenden
Kontaktes zu ermöglichen. Die Benetzungseigenschaften des Beschichtungsmaterials können leicht dadurch bestimmt werden,
indem man das Beschichtungsmaterial entweder allein oder in einer Lösung mit dem Material der porösen Trennmembrane in
Berührung bringt, überdies können, unter Einschätzung des durchschnittlichen
Porendurchmessers der porösen Trennmembrane, Beschichtungsmaterialien von passender molekularer Größe gewählt
werde. Falls die Molekulargröße des Beschichtungsmaterials zu groß ist, um mit den Poren der porösen Trennmembrane in Übereinstimmung
gebracht zu werden, kann das Material zur Herstellung einer absorbierender Verbindung nicht von Nutzen sein.
Falls andererseits die Molekulargröße des Beschichtungsmaterials zu klein ist, kann es durch die Poren der porösen Trenn-
809820/0995 -/45
-membrane gezogen werden, während der Beschichtung und/oder der Trennvorgänge. So ist es wünschenswert, bei porösen Trennmembranen,
die größere Poren haben, Beschichtungsmaterialien zu verwenden, die größere Molekulargröße haben als bei solchen mit
kleineren Poren. Falls die Poren eine weitläufige Größenvariation besitzen,ist es wünschenswert, für das Beschichtungsmaterial
ein polymerisationsfähiges Material zu verwenden, das nach der Aufbringung auf die poröse Trennmebrane polymerisiert, oder
zwei oder mehrere Beschichtungsmaterialien unterschiedlicher Molekulargrößen zu verwenden, z.B. indem man die Beschichtungsmaterialien
nach Reihenfolge ihrer wachsenden Molekulargrößen aufträgt.
Die Beschichtungsmaterialien können natürliche oder synthetische Substanzen sein, und sind oft Polymere, und zeigen
günstigerweise die angemessenen Eigenschaften um absorbierende Verbindung mit der porösen Trennmembrane herzustellen.
Synthetische Substanzen schließen beides ein, sowohl Additionsais auch Kondensationspolymere. Bezeichnend für die verwendbaren
Materialien, die die Beschichtung beinhalten können, sind: Polymere, die substituiert oder unsubstituiert sein können,
und die fest oder flüssig unter den Bedingungen der Gastrennung sind, als auch synthetischen Kautschuk enthalten; Naturkautschuk;
Flüssigkeiten mit relativ hohem Molekulargewicht und/ oder hochsiedende Flüssigkeiten; organische Prepolymere , Poly
(siloxane) (Silikonpolymere); Polysilazane; Polyurethane; Poly
(epichlorhydrin); Polyamine; Polyimine; Polyamide; Akrylnitrilhaltige Mischpolymere wie Poly( c^-chlorakrylnitril) Mischpolymere;
Polyester ( einschließlich Polylaktam), wie z.B. Poly
809820/0995 -/46
(Alkyl-Akrylate) und Poly(Alkyl-Methakrylate) wobei die Alkylgruppen
etwa 1 bis etwa 8 Kohlenstoffe haben, Polysebakate, Polysuccinate , und Alkydharze; Terpinoidharze.wie Leinöl;. Polymere mit
Zellulosebasis ; Polysulfone, insbesondere aliphatische Substanzen beinhaltende Polysulfone ; Poly(alkylenglykole) wie
Poly(Äthylenglykol), Poly(Propylen- Glykol), etc.; Poly(Alkylen)
Polysulfate; Polypyrrolidone; Polymere aus Monomeren mit «* ungesättigten
Olefinen, wie z.B. Poly (olefine) , z.B. Polyethylen),
Poly(propylen), Poly(butadien), Poly(2,3-dichlorbutadien)
Poly(isopren), Poly(chloropren), Poly(styrol) einschließlich
Polystyrol Mischpolymeren, z.B. Styrol-Butadien Mischpolymere, Polyvinyle wie Poly(vinylalkohole), Poly(vinylaldehyde) (z.B.
Poly(vinylformal) und Poly(vinylbutyral),Poly(vinylketone) (z.B.
Poly(methylvinylketone), Poly(vinylester ) (z.B. Poly(vinylbenzoate)),Poly(vinylhalogenide),
z.B. Poly(vinylbromid), Poly (vinylidenhalogenide) Poly (vinylidenkarbonat) , PoIy(N-vinylmaleimide),
etc., Poly 1,5 Zyklooktadien), Poly (methylisopropenylketone), fluoriertes Äthylen Mischpolymer;
Poly(arylenoxide), z.B. Poly(xylylenoxid); Polykarbonate;Polyphosphate,
z.B. Poly(äthylenmethylphosphat) und Ähnliche als auch jegliche Interpolymere, die Blockinterpolymere einschließen,
die sich wiederholende Einheiten vom oben Beschriebenen enthalten, und Veredelungen und Mischungen von jedemdes
Vorausgegangenen enthalten. Die Polymere können nach der Aufbringung
auf die poröse Trennmerabrane polymerisiert werden oder nicht.
Besonders zweckmäßige Materialien zur Beschichtung besitzen Poly(siloxane). Typische Poly(siloxane) können aliphatisch«·
oder aromatische Anteile haben und haben oft sich wiederholende Einheiten mit 1 bis etwa 20 Kohlenstoffatomen. Das
Molekulargewicht der Poly(siloxane) kann weit gestreut sein
809820/0995 · -/47
liegt i'ber generell bei mindestens etwa IDOO^ Oft haben die Poly (siloxane)
ein Molekulargewicht von etwa 1,000 bis etwa 300,000, wenn sie auf die poröse Trennmembrane aufgetragen werden. Gemeine aliphatische
und aromatische Poly(siloxane) enthalten . die Poly (ein- und Zweifach substituierten Siloxane), z.B. worin die
Substituenten niedriger aliphatisch sind, z.B. niedriges Alkyl, einschließlich Zykloalkyl, besonders Methyl, Äthyl und
Propyl, niedriges Alkoxy;mono- oder bizyklisches Aryl enthaltendes
Aryl, einschließlich Biphenyl , Naphtalin etc.; niedriges mono- und bizyklisches Aryloxy; niedriges aliphatisches
und niedriges aromatisches Azyl und Ähnliches. Die aliphatischen und aromatischen Substitutentafi können substituiert
werden mit z.B. Halogen, Fluorin, Chlorin und Bromin, Hydroxylgruppen, niedrigeren Alkylgruppen, niedrigeren Alkoxygruppen,
niedrigeren Azylgruppen und Ähnlichen. Die Poly(siloxane) können in der Anwesenheit eines vernetzenden Mittels vernetzt
werden um Silikonkautschuk herzustellen, und das Poly(siloxan) kann ein Mischpolymer mit einem vernetzbaren Mischmonomer
wie öl-methylstyrol sein um die Vernetzung zu unterstützen.
Typische Katalysatoren,um Vernetzungen zu beschleunigen, enthalten
organische und anorganische Peroxide. Die Vernetzung kann vor der Aufbringung des Poly(siloxans) auf der porösen
Trennmembrane erfolgen, aber vorzugsweise wird das PoIy-(siloxan) nach der Aufbringung auf die poröse Trennmembrane
vernetzt. Häufig hat das Poly(siloxan) vor der Vernetzung ein Molekulargewicht von etwa yDOO bis 100,000. Besonders günstige
Poly(siloxane) beinhalten Poly(dimethylsiloxan), Poly
(phenylmethyjsiloxan) , Poly (trif luorpropylmethylsiloxan) , Mischpolymer von X-methylstyrol und Dimethylsiloxan und
-/48
809820/0995
nachbehandeltes Silikonkautschuk enthaltendes Poly(dimethylsiloxan)
mit einem Molekulargewicht von etwa 1/DOO bis 50,000 vor
der Vernetzung .Einige Poly(siloxane) benetzen eine poröse PoIysulfon-Trennmembrane
nicht genügend, um so viel absorbierende Verbindung zu erzeugen, wie es gewünscht ist. Jedoch kann die
Auflösung oder Dispersion des Poly(siloxan) in einem Lösungsmittel,
das das Polysulfon in seiner Substanz nicht beeinträchtigt, erleichtern die absobierende Verbindung zu erhalten. Geeignete
Lösungsmittel enthalten normalerweise flüssige Alkane z.B., Pentan, Zyklohexan, etc.; aliphatische Alkohole, z.B.
Methanol; einige halogenisierte Alkane; und Dialkylather
und ähnliche und daraus folgende Gemische.
Die folgenden Materialien für poröse Trennmembranen und Beschichtungen sind repräsentativ für zweckmäßige Materialien
und ihre Kombinationen, um die erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen
und Gasabtrennungen zu erzielen, für die sie verwendet werden können. Diese Materialien, Zusammensetzungen
und Anwendungen sind jedoch nur repräsentativ für den weitläufigen Bereich von Materialien, die für die Erfindung zweckmäßig
sind, und werden nicht zur Beschränkung der Erfindung herangezogen, sondern dienen lediglich dazu, die breite Anwendungsmöglichkeit der daraus folgenden Verbesserungen zu illustrieren.
Typische Materialien für poröse Trennmembranen zur Trennung von Sauerstoff von Stickstoff Enthalten Zelluloseazetate
z.B., Zelluloseazetat mit einem Substitutionsgrad von etwa 2.5; Polysulfon; Styrolakrylnitril Mischpolymer z.B. mit etwa 20
bis 70 Gewichtsprozenten Styrol und etwa 30 bis 80 Gewichtsprozenten Akryliitril , Mischungen von Styrol, Akrylnitril
Mischpolymere und ähnliche. Geeignete Beschichtungsmaterialien
-/49
809820/0995
enthalten Poly(siloxane) (Polysilikone) z.B. Poly(dimethylsi
loxan) , Poly(phenylmethylsiloxan), Poly(trifluorpropylmethylsiloxan),
vorvulkanisierten und .nachvulkanisierten Silikonkautschuk etc., Poly(styrol), z.B. Poly(styrol), das einen
Polymerisationsgrad von etwa 2 bis 20 hat;J?oly (isopren) z.B. Isopren
Prepolymer und Poly (eis -1,4-Isopren) ; aliphatische
Kydrokarbylhaltige Verbindungen mit etwa 14 bis 30 Kohlenstoffatomen,
z.B. Hexadezan, Leinöl, besonders rohes Leinöl, etc. und Ähnliches.
Typische Materialien für poröse Trennmembranen zur Abtrennung von Wasserstoff von gasförmigen Gemischen die wasserstoffhaltig
sind, enthalten Zelluloseazetate z.B. mit einem Substitutionsgrad von 2.5; Polysulfone; Styrolakrylnitril
Mischpolymere, z.B. mit etwa 20 bis 70 Gewichtsprozenten Styrol und etwa 30 bis 80 Gewichtsprozenten Akrylnitril Mischungen
von Styrolakrylnitril Mischpolymeren etc.; Polykarbonate; Poly(aryloxide), wie z.B. Poly(phenyloxid), Poly(xylylenoxid),
bromiertes Poly (xylylenoxid), bromiertes Poly (xylylenoxid) welches mit Trimethylamin nachbehandelt wurde, Thioharnstoff etc. und
Ähnliches. Geeignete Beschichtungsmaterialien entjalten PoIy-(siloxan)(Polysilikone);
z.B. Poly(dimethylsiloxan), vorvulkanisierter und nachvulkanisierter Silikonkautschuk etc. ; Poly
(isopren); Oc-methylstyroldimethylsiloxan Blockmischpolymer; aliphatische Hydrokarbyl enthaltende Verbindungen mit etwa
14 bis 30 Kohlenstoffatomen und Ähnliches.
Die porösen Trennmembranen,die in dieser Erfindung angewendet werden, sind vorteilhafterweise nicht unnötig porös
und erzielen so eine ausreichende Fläche des porösen Trennmembranenmaterials, um die Abtrennung auf einer wirtschaftlich
809820/0995
-/50
attraktiven Basis zu beinflußen. Die porösen Trennmembranen beeinflußen
die Abtrennung bei der .Erfindungsgemäßen Mehrkomponentenxaembrane
deutlich, und in Übereinstimmung damit ist es wünschenswert, in der porösen Trennmembrane ein großes Verhältnis von
Gesamtoberfläche zu gesamter Porenquerschnittsoberfläche zu erhalten.
Dieses Ergebnis steht in klarem Gegensatz zu . dem Stand der Technik bei der Herstellung von zusammengesetzten
Membranen, wobei die aufgelegte Membrane im wesentlichen die Trennung erreicht, und die Träger wünschenswerterweise so
porös wie möglich angelegt sind, in Übereinstimmung mit ihrer früheren Punktion, d.h. die aufgelegte Membrane zu unterstützen,
und wobei der Träger sich nicht vorteilhafterweise mit dem durchdringenden Gas gegenseitig beeinflußt, weder bei Verlangsamung noch
bei Verhinderung des Gasdurchflußes von der aufgelegtunMembrane.
Es ist eindeutig, daß die Gasmenge, die durch das Material der porösen Trennmembrane geht und ihr Einfluß auf die
Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembrane, beeinflußt
wird von dem Verhältnis des Gesamtoberflächengebietes zu der gesamten Porenquerschnittsoberfläche und/oder zu dem
durchschnittlichen Porendurchmesser der porösen Trennmembrane. Häufig haben die porösen Trennmembranen ein Verhältnis von gesamter
Oberfläche zu gesamter Porenquerschnittsoberfläche von mindestens etwa 10:1 ; vorzugsweise von mindestens etwa 10 :1, bis
10 :1, und einige poröse Trennmembranen können ein Verhältnis
3 8 12
von etwa 10 :1 bis 10 :1 oder 10 :1 haben. Der durchschnittliche Durchmesser des Porenquerschnitts kann weitgehend variieren
und kann oft in der Gegend von etwa 5 bis 20,000 Angström liegen, und in einigen porösen Trennmembranen, speziell in
einigen Polysulfon-Trennmembranen kann der durchschnittliche
809820/0995 _, 51
Durchmesser des PoienquerSchnitts bei etwa 5 bis 1000 oder
5000 liegen sogar etwa 5 bis 200 Sngström.
5000 liegen sogar etwa 5 bis 200 Sngström.
Die Beschichtung steht vorzugsweise in absorbierender Verbindung mit der porösen Trennmembrane und zwar solchermaßen,
daß, hinsichtlich der Modelle, die entwickelt wurden aufgrund der Beobachtungen in der Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembrane,
erhöhter Widerstand gegenüber dem Passieren des Gases durch die Poren der Trennmembrane erzielt wird und
das Verhältnis der Gase, die das Material der porösen Trennmembrane durchdringen, zu den Gasen, die durch die Poren dringen,
über das Verhältnis hinaus erhöht ist, das bei Verwendung der porösen Trennmembrane ohne Beschichtung besteht.
Ein brauchbares Charakteristikum in Hinblick auf die gastrennenden Membranen ist die wirksame Trenndicke. Die wirksame
Trenndicke, wie sie hier verwendet wird, ist die Dicke einer zusammenhängenden (nicht-porösen) und kompakten Membrane
aus dem Material der porösen Trennmembrane die in Bezug auf ein gegebenes Gas die selbe Durchflußmenge aufweist wie die Mebrkomponentenmembrane d.h., die wirksame Trenndicke ist der Quotient der Durchflußkonstanten des Materials der porösen Trennmembrane für ein Gas geteilt durch die Durchlässigkeit- der Mehrkomponentenmembrane für das Gas. Bei der Verwendung niedrigerer wirksamer Trenndicke ist die DurchfluiStienge für ein gesondertes Gas erhöht. Oft ist die wirksame Trenndicke der Mehrkomponentenmembrane wesentlich geringer als die gesamte Membranendicke,
besonders wenn die Mehrkomponentenmembranen anisotropsich sind. Häufig ist die wirksame Trenndicke einer Mehrkomponentenmernbrane in Hinblick auf ein Gas weniger als etwa 100,000, vorzugsweise weniger als etwa 15,000 sozusagen etwa 100 bis 15,000 Sngström,
aus dem Material der porösen Trennmembrane die in Bezug auf ein gegebenes Gas die selbe Durchflußmenge aufweist wie die Mebrkomponentenmembrane d.h., die wirksame Trenndicke ist der Quotient der Durchflußkonstanten des Materials der porösen Trennmembrane für ein Gas geteilt durch die Durchlässigkeit- der Mehrkomponentenmembrane für das Gas. Bei der Verwendung niedrigerer wirksamer Trenndicke ist die DurchfluiStienge für ein gesondertes Gas erhöht. Oft ist die wirksame Trenndicke der Mehrkomponentenmembrane wesentlich geringer als die gesamte Membranendicke,
besonders wenn die Mehrkomponentenmembranen anisotropsich sind. Häufig ist die wirksame Trenndicke einer Mehrkomponentenmernbrane in Hinblick auf ein Gas weniger als etwa 100,000, vorzugsweise weniger als etwa 15,000 sozusagen etwa 100 bis 15,000 Sngström,
809820/0995 _/i52
was aufgezeigt werden kann bei wenigstens einem Anteil von 7
Kohlenmonoxid,Kohlendioxid, Stickstoff, Argon, Schwefelhexafluorid,
Methan und Äthan.
In Mehrkomponentenmembranen, die z.B. poröse PoIysulfontrennmembranen
enthalten, ist die wirksame Trenndicke der Mehrkomponentenmembrane für mindestens eines der besagten Gase
wünschenswerterweise geringer als etwa 5000 A*ngström. In einigen
Mehrkomponentenmembranen ist die wirksame Trenndicke besonders in Hinblick auf wenigtens eines der genannten Gase geringer als
etwa 50, vorzugsweise geringer als etwa 20 Prozent der Dicke der Mehrkomponentenmembrane.
Vor dieser Erfindung bestand eine Methode zur Herstellung von Membranen zur Gasabtrennung aus Membranen, die
Poren hatten,darin, daß mindestens eine Oberfläche der Membrane
mit den Poren behandelt wurde um die Oberfläche zu verdichten und dabei das Vorhandensein von Poren zu verringern, die
die Trennschärfe der Membrane verringern Diese Verdichtung
geschah z.B. durch chemische Behandlung des Membranenmaterials mit Lösungs- oder Quellmitteln, oder durch Enthärten, was mit
oder ohne Berührung der Membrane mit einer Flüssigkeit ausgeführt werden kann. Solche Verdichtungsprozeduren resultieren gewöhnlich
in einem deutlichen Abfall des Flußes durch die Membrane. Einige besonders vorteilhafte erfindungsgemäße Mehrkomponentenmembranen
zeigen eine größere Durchlässigkeit als die einer Membrane, die von der Substanz her die selbe ist wie die poröse
Trennmembrane, die in der Mehrkomponentenmembrane verwendet wird, ausgenommen, daß mindestens eine Oberfläche der Membrane behandelt
worden ist, um die Membrane ausreichend zu verdichten, oder daß sie ausreichend enthärtet worden ist, mit oder ohne
809820/0995 -/53
Vorhandensein einer Flüssigkeit, um, in Hinblick auf mindestens ein Paar von Gasen, einen Trennfaktor zu erreichen, der gleich
groß oder größer ist als der Trennfaktor, den die Mehrkomponentenmembrane aufweist. Eine andere Methode die Trennschärfe einer
Membrane zu verbessern besteht darin, die Bedingungen ihrer Herstellung zu modifizieren, solchermaßen, daß sie weniger porös
ist als eine Membrane, die unter unmodifizierten Bedingungen produziert wird. Generell wird die Verbesserung der Trennschärfe,
die von den Herstellungsbedingungen abhängt, von einem deutlich geringeren Durchfluß durch die Membrane begleitet. Einige besonders
vorteilhafte erfindungsgemäße Mehrkomponentenmembranen,
zum Beispiel die,in welchen die poröse Trennmembrane aus einer anisotropischen Hohlfaser besteht, zeigen eine größere Durchlässigkeit
als eine anisotropische Hohlfasermembrane, die aus dem Material der porösen Trennmembrane besteht, die ^ die
Konfiguration der Hohlfaser unter den Bedingungen der Gasabtrennung
aufrecht zu erhalten vermag, z.B. absolute Druckunterschiede von mindestens etwa 10 Kilopond pro Quadratzentimeter, und wobei
die anisotropische Hohlfasermembrane, in Hinblick auf mindestens
ein Paar von Gasen, einen Trennfaktor aufweist, der gleich groß oder größer ist als der Trennfaktor der Mehrkomponentenmembrane.
Vorteilhafterweise ist die poröse Trennmembrane von ausreichender Dicke, sodaß für ihre Handhabung keine besonderen
Geräte nötig sind. Häufig hat die poröse Trennmembrane eine Dicke von etwa 20 bis 500, sozusagen etwa 50 bis 200, oder 300
Mikron. Wenn sich die Mehrkomponentenmembrane in Konfiguration mit einer Hohlfaser befindet, kann die Faser oft einen Außendurchmesser
von etwa 200 bis 1000, sozusagen 200 bis 800 Mikron haben und eine Wandungsstärke von etwa 50 bis 200 oder 300
809820/0995 -Z54
Mikron.
Bei der Durchführung von gasförmigen. Abtrennungen, einschließlich
der Konzentrationen, wird bei Verwendung der erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembrane die Auslaßseite der Mehrkomponentenmembrane
auf einem niedrigem chemischen Potential gehalten, hinsichtlich mindestens eines durchfließenden Gases,
als das chemische Potential auf der Einlaßseite. Die treibende Kraft für den gewünschten Durchfluß durch die Mehrkomponentenmembrane
ist ein Differential im chemischen Potential quer durch die Mehrkomponentenmembrane, wie von Olaf. A. Hougan
und K.M. Warson in Chemical Process Principles, part II, John Wiley, New York (1947), beschrieben, wie sie z.B. bei einem
Differential im partiellen Druck vorkommt. Durchdringendes Gas dringt in- und durch die Mehrkomponentenmembrane und kann aus
der Nähe der Auslaßseite der Mehrkomponentenmembrane entfernt
werden, um die gewünschte Antriebskraft für das durchdringende Gas aufrecht zu erhalten. Die Punktionsfähigkeit einer Mehrkomponentenmembrane
hängt nicht von der Richtung des Gasflußes oder davon ab, welche Oberfläche der Membrane zuerst von einem
gasförmigen Gemisch gespeist wird.
Obendrein erzielt die gegenwärtige Erfindung zahlreiche Vorteile mit einem hohen Grad an Flexibilität bei selektierenden
Durchflußvorgängen, wenn es darum geht ein Verfahren anzuwenden, um mindestens ein Gas von einem gasähnlichen Gemsich
zu trennen, das nicht kostspielige Abkühlungs- und/oder andere kostpieligen Energiezuführungen verlangt. Die Mehrkomponenten
Gasabtrennmembranen, egal ob in Folie -oder Hohlfaserform , erweisen sich als zweckmäßig bei der Trennung von Industriegasen,
bei der Sauerstoffanreicherung für medizinische
809820/0995 -/55
Anwendungsbereiche, Möglichkeiten zur Kontrolle von Luftverschmutzungen
und bei jeder Notwendigkeit wo es darauf ankommt, mindestens ein Gas von gasförmigen Gemischen zu trennen. In relativ
geringem Vorkommen besitzt die Einkomponentenmembrane sowohl einen angemessen hohen Grad an Trennschärfe als auch eine gute
Charakteristik bezüglich der Durchflußmenge , und sogar dann sind diese Einkomponentenmembranen nur zur Trennung von wenigen spezifischen
Gasen verwendbar. Die erfindungsgemäßen Mehrkomponenten-Gasabtrennmembranen
können eine weitläufige Verschiedenartigkeit an Materialien für die poröse Trennmembrane erschließen,
die vordem nicht als Einkomponentenmembranen zur Gasabtrennung erstrebenswert waren aufgrund unerwünschter Kombinationen von
Durchfluanengen und Trennfaktor. Da die Auswahl des Materials
für die poröse Trennmembrane vielmehr auf ihre Selektivitätsund Durchflußkonstanten für gegebene Gase gestützt werden kann
als auf ihre Fähigkeit, dünne und im wesentlichen porenfreie Membranen zu formen, können die erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen
vorteilhafterweise auf die Trennung einer weitgefächerten
Verschiedenartigkeit von Gasen aus gasähnlichen Gemischen zugeschnitten werden.
-/56
809820/0995
Der Querschnittsdurchmesser der Poren in einer porösen Trennmembrane kann sich in der Größenordnung von Angström bewegen,
und folglich sind die Poren der porösen Trennmembrane und die Grenzfläche zwischen der Beschichtung und der porösen
Trennmembrane bei Verwendung von gegenwärtig erhältlichen optischen Mikroskopen nicht direkt wahrnehmbar. Gegenwärtig
zur Verfügung stehende Verfahren, mit denen man eine stärkere Vergrößerung einer Probe erreicht, wie z.B. die Raster-Elektronenmikroskopie
und die Durchstrahlungs-Elektronenmikroskopie erfordern die Herstellung spezieller Probenpräparate, die
deren Entwicklungsfähigkeit zu genau beschreibenden Merkmalen der Probe einschränken, insbesondere bei organischen Proben.
Bei der Raster-Elektronenmikroskopie wird beispielsweise eine organische Probe mit einer mindestens 40 oder 50 Angström
dicken Goldschicht überzogen, um die Reflexionsstärke zu erzeugen, die das wahrgenommene Bild liefert. Sogar die Art und
Weise, in der diese Schicht aufgetragen wird, kann das wahrgenommene Bild beeinträchtigen. Außerdem können durch das bloße
Vorhandensein der für die Raster-Elektronenmikroskopie erforderlichen Schicht, Merkmale der Probe verwischt erscheinen
oder sogar verändert werden. Überdies können sowohl bei der Raster-Elektronenmikroskopie wie auch bei der Durchstrahlungsmikroskopie
aufgrund der Methoden, die angewendet werden müssen, um einen ausreichend kleinen Abschnitt der Probe zu erhalten,
Merkmale der Probe grundlegend verändert werden. Des-
809820/0995 "/5?
halb kann die vollständige Struktur einer Mehrkomponentenmembrane auch mit den besten zur Verfügung stehenden Mikroskopierverfahren
nicht sichtbar gemacht werden.
Die erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen weisen eine einzigartige Leistung auf, und es können mathematische
Modelle entwickelt werden, die, wie durch verschiedene Techniken bewiesen wurde, im allgemeinen mit der festgestellten Leistung
einer erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembran übereinstimmen. Die mathematischen Modelle schränken allerdings die Erfindung
nicht ein, sondern dienen vielmehr zur weiteren Verdeutlichung des Nutzens und der Vorteile, die die Erfindung mit sich
bringt. Zum besseren Verständnis des folgenden mathematischen Modells der erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen kann
auf die in Figur 1, 2, 3, 4, 6 und 7 dargestellten Ausführungsbeispiele Bezug genommen werden. Die Ausführungsbeispiele sollen
lediglich zum besseren Verständnis der in dem mathematischen Modell entwickelten Konzepte dienen und sind keine Darstellungen
der tatsächlichen Strukturen der erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen und auch nicht als solche beabsichtigt,
übereinstimmend mit dem Ziel, die Konzepte des mathematischen Modells besser zu verstehen, zeigen die Ausführungsbeispiele
weiterhin das Vorhandensein von Merkmalen, die in das mathematische Modell einbezogen sind; allerdings sind die Ausführungsbeispiele,
was die jeweiligen Beziehungen zwischen diesen Merkmalen anbelangt, stark übertrieben dargestellt, um diese
Merkmale leichter wahrnehmen zu können. Figur 5 soll helfen, die Analogie zu demonstrieren, die zwischen dem Konzept des
809820/0995 ~/5B
Stromungswiderstandes im mathematischen Modell und dem elektrischen
Fließwiderstand besteht.
Figur 1,2 und 4 sind Ausführungsbeispiele, die dem Verständnis des mathematischen Modells dienen und zeigen eine
Grenzfläche zwischen Beschichtung und poröser Trennmembrane, d.h. einen vergrößerten Bereich, der in Figur 6 als Bereich
zwischen den Linien A-A und B-B erscheint, wobei jedoch nicht zwangsläufig derselbe Maßstab verwendet wird. Figur 3 ist ein
vergrößertes Ausführungsbeispiel des Bereichs, der in Figur 7 dem zwischen den Linien C-C und D-D angegebenen Bereich entspricht.
In den Ausführungsbeispielen beziehen sich die gleichen Bezeichnungen auf die gleichen Merkmale.
Figur 1 ist die vergrößerte Querschnittszeichnung,zum
Zwecke der Verdeutlichung, eines Ausführungsbeispiels, bestehend aus einer im wesentlichen durchgehenden, nicht unterbrochenen
Oberschicht 1 aus Material X der Beschichtung, die sich mit dem Material Y einer porösen Trennmembrane mit
festen Abschnitten 2 in Kontakt befindet, welche Poren 3 aufweist, die mit dem Material X gefüllt oder teilweise gefüllt
sind;
Figur 2 ist eine vergrößerte Darstellung eines anderen
Ausführungsbeispiels, bei dem das Material Y der porösen Trennmembrane in Form von kreisförmig gebogenen Flächen an Oberfläche
und Grenzfläche erscheint, die entweder leer oder teilweise mit Material X der Beschichtung gefüllt sind, welche
-/59
809820/0995
diese gleichmäßig berührt, d.h. in ununterbrochener Form vorliegt ;
Figur 3 ist eine vergrößerte Darstellung eines Ausführ ungsbeispiels mit Material X innerhalb der Poren 3, jedoch
ohne Vorhandensein einer durchgehenden Oberschicht 1;
Figur 4 ist noch ein weiteres Ausführungsbeispiel/ das zur Beschreibung von Konzepten dient, die mit dem mathematischen
Modell der Erfindung übereinstimmen. Figur 4 demonstriert in Verbindung mit Figur 5, daß eine Analogie zu dem in Figur
5 dargestellten Widerstandsschaltkreis für elektrischen Strom, der allgemein bekannt ist, besteht;
Figur 6 ist eine weitere Querschnittszeichnung eines
Ausführungsbeispiels, bei dem Material X der Beschichtung als ein die Poren versperrender Film vorliegt, der auf eine dichtere
Oberfläche der porösen Trennmembrane gegossen wurde, welche durch eine reziprok über die .Membranendicke hin abgestufte
Dichtheit und poröse Struktur gekennzeichnet ist; und
Figur 7 ist eine Querschnittszeichnung eines Ausführungsbeispiels einer okkludierten Trennmembrane, bei der nicht
notwendigerweise eine durchgehende oder ununterbrochene Oberschicht 1 erforderlich ist.
Die folgenden Gleichungen verdeutlichen ein mathematisches Modell, das entwickelt wurde, um die gemessenen
-/6O
809820/0995
Leistungen der erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembrane zu erklären. Bei richtiger Anwendung können mit Hilfe dieses
mathematischen Modells poröse Trennmembranen und Materialien zur Beschichtung ausgewählt werden, wodurch man vorteilhafte,
erfindungsgemäße Membranen erhält.
Wie im folgenden dargestellt, kann der Strom Q_ für
I ,a
Gas a durch eine Mehrkomponentenmembrane hindurch als Funktion des Strömungswiderstandes für Gas a durch jeden Abschnitt
(siehe z.B. Ausführungsbeispiel von Figur 4) der Mehrkomponentenmembrane dargestellt werden durch Analogie zu dem mathematisch
äquivalenten elektrischen Schaltkreis von Figur 5.
D QT . = *p a
(R2 a +
*
f
a
J
a
R2,a R3,a
-1
R2,a * R3,a
!,a 3,i
worin Apn, _ der Druckunterschied von Gas a durch
I ,a
die Mehrkomponentenmembrane hindurch und R1 . R- „ und R^ „
ι § a ZfO j(d
den Strömungswiderstand von Gas a in der Oberschicht 1, den
festen Abschnitten 2 der porösen Trennmembrane bzw. den Poren 3 der porösen Trennmembrane bedeuten. Der Strom Qn, . eines
zweiten Gases b durch dieselbe Mehrkomponentenmembrane hindurch kann in gleicher Weise ausgedrückt werden, jedoch mit
den entsprechenden Bezeichnungen für den Druckunterschied von Gas b und den Strömungswiderständen von Gas b durch
-/61
809820/0995
die Oberschicht 1, die festen Abschnitte 2 der porösen Trennmembrane
und die Poren 3. Jeder dieser Widerstände für Gas b kann sich von jedem dieser Widerstände für Gas a unterscheiden.
Somit kann die Mehrkomponentenmembrane ein selektives Durchfließen bewirken. Das Modell erlaubt die Herstellung vorteilhafter
Mehrkomponentenmembranen durch Veränderung von R1,
R2 und R^ in Bezug auf alle entsprechenden Widerstände für
jedes der Gase a und b, um so für jedes der Gase a und b die gewünschten, berechneten Ströme zu erhalten, sowie durch
Veränderung der Widerstände für Gas a in Bezug auf diejenigen für Gas b, um ein berechnetes, selektives Durchfließen von
Gas a gegenüber Gas b zu erhalten.
Weitere Gleichungen, die dem Verständnis des mathematischen Modells dienen, sind unten aufgeführt.
Für jedes gegebene, trennende Material wird der Trennfaktor für zwei Gase a und b, C* , , für eine Membrane aus dem
Material η mit einer gegebenen Dicke t und Oberfläche A durch
Gleichung 2 definiert:
2) <*a = !üiä
b Pn,b
b Pn,b
worin ρ und ρ . die jeweiligen Durchlässigkeitskonstanten
η,a η,ο
des Materials η für die Gase a und b sind, und Q und Q, die
a ο
jeweiligen Ströme der Gase a und b durch die Membrane hindurch, wenn-Δρ und .Δρ. die Antriebskräfte, d.h. teilweise Druckver-
-/62
809820/0995
luste, für die Gase a und b durch die Membrane hindurch sind.
Der Strom Q durch eine Membran aus Material η für Gas a kann
el
folgendermaßen ausgedrückt werden:
Rn,a
worin A die Oberfläche der Membrane aus Material n, £ die
Dicke der Membrane aus Material η und R für die Zwecke des
n, a
Modells als der Widerstand einer Membrane aus Material η gegenüber dem Gasstrom a, definiert ist.
Aus Gleichung 3 wird ersichtlich, daß der Widerstand
R _ mathematisch durch Gleichung 4 dargestellt wird,
η, a
4) % a = —
η, a
η, a
Pn,a An
In mathematischem Sinn ist dieser Widerstand analog zum elektrischen
Widerstand eines Materials gegenüber Stromfluß.
Zwecks Erläuterung dieses mathematischen Modells kann zum Beispiel das Ausführungsbeispiel von Figur 4 herangezogen
werden. Die poröse Trennmembrane ist so dargestellt, daß sie feste Abschnitte 2 aus Material Y und Poren, oder Löcher 3
aufweist. Material X ist im Ausführungsbeispiel von Figur 4 als Oberschicht sowie als das Material, das in die Poren 3
der porösen Trennmembrane eindringt, vorhanden. Jeder dieser
809820/0995
Bereiche, die Oberschicht 1, die festen Abschnitte 2 der porösen Trennmembrane und die das Material X enthaltenden Poren 3
weist einen Widerstand gegenüber Gasfluß auf, so daß die gesamte Mehrkomponentenmembrane mit dem in Figur 5 dargestellten,
analogen elektrischen Schaltkreis verglichen werden kann, in dem ein Widerstand R1 mit zwei Widerständen R- und R3 in Reihe
geschaltet ist, wobei letztere parallel geschaltet sind.
Wenn das Material X in Form einer durchgehenden, kompakten
Oberschicht 1 vorliegt, kann dessen Widerstand R. gegenüber dem Fluß für ein gegebenes Gas durch die Gleichung
dargestellt werden und ist eine Funktion der Dicke t. der Oberschicht,
der Oberfläche A. der Oberschicht und der Durchlässigkeitskonstante
P des Materials X.
Die poröse Trennmembrane einer erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembrane
wird im Modell als zwei parallel geschaltete Widerstände dargestellt. Gemäß Gleichung 4 ist der Widerstand
R2 der festen Abschnitte 2 der porösen Trennmembrane,
bestehend aus Material Y, eine Funktion der Dicke ^2 dieser
festen Abschnitte, der gesamten Oberfläche A„ der festen
Abschnitte 2 und der Durchlass i.gkeitskonstante P„ von Material
Y. Der Widerstand R^ der Poren 3 in der porösen Trennmembrane
ist parallel zu R_. Der Widerstand R, der Poren ist, wie in Gleichung 4, durch eine Dicke £, dividiert durch eine Durchlässigkeitskonstante
P., und eine gesamte Poren-Querschnitts-Oberfläche A-,. Zum Zwecke des mathematischen Modells wird angenommen,
daß Z-, durch die durchschnittliche Penetrations-
+dargestellt 809820/0995 "/64
tiefe von Material X in die Poren 3 dargestellt wird, wie in dem Ausführungsbeispiel von Figur 4 gezeigt, und daß die
Durchlässigkeitskonstante P3 durch die Durchlässigkeitskonstante
P von Material X, das sich in den Poren befindet, dargestellt wird.
Die Durchlässigkeitskonstanten P„ und Pv sind messbare
Materialeigenschaften. Die Oberfläche A1 kann festgelegt
werden durch die Konfiguration und Größe der Mehrkomponentenmembrane,
und die Oberflächen A- und A3 können ermittelt oder Grenzwerte hierfür können geschätzt werden
durch die Verwendung von herkömmlicher Raster-Elektronenmikroskopie in Kombination mit Verfahren, die auf den Messungen
des Gasflußes der porösen Trennmembrane basieren. Die Dicke ^1, £~ und Z^ kann in gleicher Weise festgestellt werden.
Somit kann Q_ für eine Mehrkomponentenmembrane aus den
1, a
Gleichungen 1 und 4 errechnet werden, wobei für Δρ ,1Λ,ί~,
(L, P , P , A1, A_ und Α, Werte eingesetzt werden, die festgelegt
werden können. Auch der Trennfaktor (ocf*) kann in
gleicher Weise aus den Gleichungen 1 und 2 bestimmt werden.
Das mathematische Modell kann bei der Entwicklung vorteilhafter erfindungsgemäßer Mehrkomponentenmembranen von
Nutzen sein. Da zum Beispiel die Abtrennung von mindestens einem Gas in einem Gasgemisch von mindestens einem verbleibenden
Gas bei besonders vorteilhaften Mehrkomponentenmembranen durch die poröse Trennmembrane durchgeführt wird, kann ein
Material für die poröse Trennmembrane aufgrund dessen bestimmtes
809820/0 995
ten eigentlichen Trennfaktors für die genannten Gase wie auch seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften wie zum
Beispiel Festigkeit, Zähigkeit, Haltbarkeit, chemische Festigkeit und dergleichen ausgewählt werden. Das Material kann
dann unter Anwendung jedes geeigneten technischen Verfahrens in die Form einer porösen Membrane gebracht werden. Die Merkmale
der porösen Trennmembrane können, wie oben beschrieben, durch Raster-Elektronenmikroskopie ermittelt werden, vorzugsweise
in Kombination mit Verfahren zur Messung des Gasflusses, wie sie von H. Yasuda u.anderen, Journal of Applied Science,
Band 18, S. 805-819 (1974) beschrieben wurden.
Für die Modellzwecke kann die poröse Trennmembrane als zwei parallel geschaltete Widerstände, die festen Abschnitte
2 und die Poren 3, gegenüber dem Gasfluß dargestellt werden. Der Widerstand der Poren R, hängt von der durchschnittlichen
Porengröße ab, welche bestimmt, ob der Gasfluß durch die Poren eine laminare Strömung oder eine Knudsen-Diffusions-Strömung
ist (wie zum Beispiel in Hwang, u. andere, supra at, S. 50 ff erörtert), sowie von der Anzahl der Poren. Da die
Diffusionsgeschwindigkeit für Gase durch offene Poren viel
größer ist als durch feste Materialien, ist der errechnete Widerstand der Poren R- gegenüber dem Gasfluß gewöhnlich wesentlich
niedriger als der errechnete Widerstand der festen Abschnitte R_ der porösen Trennmembrane, auch wenn die gesamte
Querschnittsfläche der Poren viel kleiner ist als die gesamte Oberfläche der festen Abschnitte. Um das Verhältnis von durch-
809820/0995
fließendem Gas durch die festen Abschnitte 2 gegenüber dem
durch die Poren 3 gehenden Fluß zu erhöhen, muß der Widerstand der Poren R- in Bezug auf den Widerstand der festen Abschnitte
R_ erhöht werden. Gemäß dem Modell kann man dies erreichen, indem man ein Material X in die Poren füllt, das
die Diffusionsgeschwindigkeit der Gase durch die Poren senkt.
Nach Erhalt von Schätzwerten für den Widerstand gegenüber Gasfluß durch die Poren und wenn man den Widerstand des
Materials der porösen Trennmembrane gegenüber Gasfluß kennt, kann die gewünschte Erhöhung des Widerstands gegenüber dem
Gasfluß durch die Poren, die zur Herstellung einer Mehrkomponentenmembrane mit einem gewünschten Trennfaktor erforderlich
ist, geschätzt werden. Zweckmäßigerweise, jedoch nicht zwangsläufig kann angenommen werden, daß die Tiefe des Beschichtungsmaterial
in den Poren {£.,) und die Strecke {2 2) mit der
geringsten Durchdringung des Gases durch das Material der porösen Trennmembrane dieselben sind. Dann kann man aufgrund der
Kenntnis der Durchlässigkeitskonstanten von Beschichtungsmaterialien, ein Material zur Beschichtung auswählen, mit dem
man den gewünschten Widerstand erhält. Das Beschichtungsmaterial kann auch in Bezug auf andere Eigenschaften, außer der
der Erhöhung von R^, ausgewählt werden, wie es weiter unten
beschrieben wird. Wenn das Beschichtungsmaterial auch eine Oberschicht auf der porösen Trennmembrane bildet, wie es in
Figur 4 dargestellt ist, kann der Durchfluß verringert werden. Eine solche Situation wird gemäß dem mathematischen Modell
-/67 809320/09 95
durch Gleichung 1 beschrieben. In einem solchen Fall sollte
das Beschichtungsmaterial ebenfalls Eigenschaften aufweisen, die den Durchfluß nicht übermäßig verringern.
Die Auswahl eines Materials für die Beschichtung hängt von seinem bestimmten eigentlichen Trennfaktor in Bezug auf
den bestimmten eigentlichen Trennfaktor des Materials der porösen Trennmembrane ab, sowie von seiner Fähigkeit, in der
Mehrkomponentenmembrane den gewünschten Widerstand zu bilden. Das Beschichtungsmaterial sollte eine absorbierende Verbindung
mit der porösen Trennmembrane eingehen können. Auf der Grundlage der durchschnittlichen Porengröße der porösen Trennmembrane
können Beschichtungsmaterialien mit geeigneten Molekulargrößen ausgewählt v/erden. Wenn die Beschichtung aus
zu großen Molekülen besteht oder wenn das Beschichtungsmaterial die Poren an der Oberfläche überbrückt, geht aus dem
Modell hervor, daß der Widerstand der Poren FL· gegenüber dem
Widerstand R„ der festen Abschnitte der porösen Trennmembrane
nicht erhöht wird, und in einem solchen Fall würde der Anteil der durch die festen Abschnitte 2 durchfließenden Gase in
Bezug auf die durch die Poren diffundierenden Gase nicht erhöht im Hinblick auf den Anteil in der porösen Trennmembrane
allein. Wenn das Beschichtungsmaterial andererseits eine zu kleine Molekulargröße aufweist, kann es während der Beschichtung
und/oder Trennung durch die Poren hindurchgesogen v/erden.
Häufig wird die Beschichtung, zusätzlich zu dem in die Poren eindringenden Beschichtungsmaterial, in Form einer oberen
-/68 80982P Ό995
Schicht 1 (siehe Ausführungsbeispiel von Figur 4) aufgebracht. Bei diesen Beispielen stellt die obere Schicht 1 einen
Widerstand gegen den Gasfluß R- dar, der in Reihe mit den kom
binierten Widerständen der porösen Trennmembrane geschaltet ist. Wenn diese Situation eintritt, sollte das Beschichtungsmaterial
vorteilhafterweise so ausgewählt werden, daß die obere Schicht in der Mehrkomponentenmembrane keinen zu großen
Widerstand gegenüber dem Gasfluß bildet (solange wie die Beschichtung noch einen ausreichenden Widerstand in den Poren
aufbaut), damit die poröse Trennmembrane im wesentlichen die Abtrennung von mindestens einem Gaspaar in dem Gasgemisch
durchführt. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß man ein Beschichtungsmaterial verwendet, das eine hohe
Gasdurchlässigkeitskonstante und ein geringes Trennungsvermögen besitzt.
Auch die Dicke Q.. der oberen Schicht wie im Modell dargestellt,
kann den Durchfluß und das Trennvermögen, das die Mehrkomponentenmembrane aufweist, in gewisser Weise beeinflussen,
da der Widerstand (R1) der oberen Schicht 1 eine Funktion der Dicke Z. ist.
Wenn eine geeignetes Material X und ein Material Y ausgewählt wurden, können verschiedene Konfigurationen von
Mehrkomponentenmembranen aus diesen Materialien unter Verwendung der Gleichungen 1, 2 und 4 gestaltet werden. Aus dieser
mathematischen Gestaltung können sich beispielsweise Informationen über günstigere Verhältnisse der gesamten Poren-
-/69
809820/0995
querschnittsfläche (A-)zur gesamten Oberfläche (A- + A-) für
die poröse Trennmembrane und günstigere Dicken für die Trennschicht <Z_ der porösen Trennmembrane ergeben. Diese Informationen
können zum Beispiel bei der Bestimmung von Herstellungsverfahren für die porösen Trennmembranen, die günstige
Oberflächenverhältnisse A-/(A- + A.,)/ günstige Trenndicken
^2 sowie günstige Dicken der oberen Schicht €* aufweisen,
von Nutzen sein. Bei anisotropen porösen Hohlfaser-Trennmembranen könnte dies durch die geeignete Auswahl der Spinnbedingungen
und/oder der Bedingungen für die Nachbehandlung bewerkstelligt werden.
Obige Diskussion erläutert die Art und Weise, wie verschiedenartige Konfigurationen für Mehrkomponentenmembranen
mathematisch gestaltet werden können. Verschiedene Methoden wurden diskutiert, um die jeweiligen Widerstände der
oberen Schicht 1, den festen Abschnitten 2 und den Poren 3 der porösen Trennmembrane in Bezug auf zumindest ein Gaspaar
zu variieren, um so vorteilhafte Mehrkomponentenmembranen zu erhalten, welche für mindestens ein Gaspaar einen hohen Durchfluß
und ein hohes Trennvermögen aufweisen.
Im folgenden die mathematische Ableitung t die, zusammen
mit den Gleichungen 3 und 4, Gleichung 1 ergibt.
Aus dem bekannten Ohmschen Gesetz der elektrischen Widerstände kann ein mathematischer Ansatz für den Gesamt-Widerstand
P_ eines elektrischen Schaltkreises, wie er in
-/7O
809820/0995
Figur 5 dargestellt ist, erhalten werden.
R2R3
5) IL·, = R1 + R-. = R1 +
ρ +ρ R2+R3
worin R der kombinierte Widerstand der Widerstände R_ und
R-, die parallel zu einander sind, ist, und gleich dem letzten Ausdruck in Gleichung 5 ist.
Analog dazu wird in dem oben beschriebenen mathematischen Modell die selbe mathematische Gleichung verwendet,
um den Gesamtwiderstand gegenüber dem Gasfluß eines gegebenen Gases für eine Mehrkomponentenmembrane auszudrücken, wie
sie in übertriebener Weise durch das Ausführungsbeispiel von Figur 4 gezeigt wird. Der Widerstand R33 stellt den kombinierten
Widerstand beider Teile der porösen Trennmembrane, also der festen Abschnitte 2 und der mit Material X gefüllten
Poren 3 dar. Wenn die Beschichtung nicht als eine im wesentlichen durchgehende Oberschicht 1 vorliegt, sondern lediglich
als Material X, das in die Poren eindringt, so wie es im Ausführungsbeispiel von Figur 3 gezeigt wird, dann ist der
Widerstand der Oberschicht R1 gleich Null und der Ausdruck
wird aus der Gleichung 5 und allen folgenden, aus der Gleichung 5 abgeleiteten Gleichungen herausgenommen.
Der gesamte Fluß eines gegebenen Gases durch die Mehrkomponentenmembrane
ist äquivalent zu dem Strom im elektrischen Fluß und wird in eingeschwungenem Zustand durch die
■/71 809820/0995
6) QT,a =Q1,a = Q23,a
worin Q1 der Gasfluß a durch die Oberschicht 1 und Q00 _
I ; a £.£ ι α
der kombinierte Gasfluß a durch sowohl die festen Abschnitte
2 wie auch die Poren 3 (mit Material X gefüllt) der porösen Trennmembrane ist.
7) Q23,a =Q2/a + Q3,a
Der gesamte teilweise Druckverlust für Gas a durch die Mehrkomponentenmembrane
ist die Summe des teilweisen Druckverlustes durch die Oberschicht 1,4p. und des teilweisen
ι , a
Druckverlustes durch die festen Abschnitte 2 und die gefüllten Poren 3 der porösen Trennmembrane,Δp_o
2. J, a
8) ΔΡΤ/3
Der Gasfluß a durch jeden Teil der Mehrkomponentenmembrane kann durch Gleichung 3 ausgedrückt werden, unter Verwendung
der für jeden Teil spezifischen Widerstände und teilweisen Druckverluste.
-/72
809 8 20/0995
Δ23 a ΔΡ23 a (R2
10) Q0, - Zi>a = ^*'a
P RR
R23,a R2,a R3,a
Aus den Gleichungen 6, 8, 9 und 10 kann ein Ansatz.·;: für in Ausdrücken von Widerständen und gesamtem teilweisen
Druckverlust abgeleitet werden.
-1
11) Ap = Δρ 1 +
*-* ^j,a j. ,a
R2,a R3,a
Gleichung 11 ergibt zusammen mit den Gleichungen 6 und 10
Gleichung 1.
Gemäß dieser Erfindung befindet sich eine Beschichtung in absorbierender Verbindung zu der porösen Trennmembrane,
wodurch man eine Mehrkomponentenmembrane erhält. Dieses mathematische Modell, das entwickelt wurde, um die Phänomena
zu erklären, die die erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen aufweisen, sieht vor, daß Poren 3 in der porösen
Trennmembrane ein Material X enthalten. Der Widerstand gegenüber dem Gasfluß R3 der Material X enthaltenden Poren ist
viel größer als der Widerstand von Poren, die nicht mit Material X gefüllt sind, da die Gasdurchlässigkeit jedes Materials
viel geringer als die Durchlässigkeit eines offenen Durchflußkanals ist. Dementsprechend ist R3 in der Mehrkomponentenmembrane
erhöht, und, in Bezug auf die Gleichung 10, gewinnt R_ eine größere Bedeutung bei der Beeinflussung
von R23. Da R3 gegenüber R- in der Mehrkomponenten-
809820/0995 -/73
membrane höher ist, geht ein größerer Teil des Gases durch die festen Abschnitte der porösen Trennmembrane hindurch verglichen
mit dem durch die mit Material X gefüllten Poren/ als der Anteil in der porösen Trennmembrane allein.
Folglich wird der Trennfaktor von mindestens einem Gaspaar in der Mehrkomponentenmembrane erhöht durch das Zusammenwirken
mit dem Material Y, im Vergleich zu diesem Trennfaktor in
der porösen Trennmembrane für sich allein.
Die folgenden Beispiele dienen der Beschreibung der Erfindung und schränken sie keinesfalls ein. Die Gase sind
alle mit Volumenanteilen und -prozenten angegeben, die Flüssigkeiten und Feststoffe mit Gewichtsanteilen und -prozenten,
sofern nichts gegenteiliges angeführt wird.
809820/0995 -/74
BEISPIELE 1-3
Die Beispiele 1 bis einschließlich 3 der Tabelle I stellen Mehrkomponentenmembranen dar, die aus porösen Zelluloseacetat
-Trennmembranen und einer Beschichtung bestehen. Die Beispiele 2 und 3 zeigen dieselben zusammengesetzten Hohlfasermembranen, die
zwei verschiedene Gasgemische trennen. Aus diesen beiden Beispielen geht hervor, daß die poröse Substratmembrane auch in unbeschichtetem
Zustand beide Gasgemische bis zu einem gewissen Grad trennt, jedoch liegt der Trennfaktor in beiden Fällen viel niedriger
als der bestimmte eigentliche Trennfaktor des Zelluloseacetats. Bei derartigen porösen Trennmembranen fließt der größte
Teil des Gases durch die Poren hindurch, und der Durchfluß durch das Zelluloseactetat ist relativ klein.
Nach der Beschichtung ist der Trennfaktor für die Gase, den die Mehrkomponentenmembranen von Beispiel 2 und 3 aufweisen,
größer als sowohl der bestimmte eigentliche Trennfaktor des Beschichtungsmaterials
wie auch der Trennfaktor der porösen Trennmembrane. Folglich geht bei der Mehrkomponentenmembrane ein
größerer Anteil des Gasflusses durch das Zelluloseacetat hindurch als vergleichsweise der Anteil des Gasflusses, der durch die
Poren dringt; somit liegt der Tronnfaktor der Mehrkomponentenmembrane
viel näher an dem bestimmten eigentlichen Trennfaktor des Zelluloseacetats.
Beispiel 1 zeigt eine andere Probe einer Zelluloseacetat-Hohlfaser
mit etwas unterschiedlichen Eigenschaften in beschichtetem sowie in unbeschichtetem Zustand und kann mit Beispiel 2
809820/0995 "/75
verglichen werden. Obwohl die poröse Trennmembrane eine größere Durchlässigkeit gegenüber O- und einen niedrigeren Trennfaktor
aufweist, besitzt die Mehrkomponentenmembrane einen höheren Trennfaktor als jedes der Materialien, Beschichtung und poröse Trennmembrane,
für sich allein.
809820/0995 _/7(-
Tabelle I. Durchlässigkeit von Sauerstoff aus der Luft und Wasserstoff aus Kohlenmonoxid/Wasserstoff-Gemischen
durch Mehrkomponentenmembranen bei Verwendung von porösen Zelluloseacetat-Trennmembranen
O CO OO K)
O CD CO
Poly(dimethylsiloxan) Poly(dimethylsiloxan)
Dow Corning 200 Dow Corning 200 Viskosität = 100 CP Viskosität « 100 cP
Beschichtungsverfahren Zugeleitetes Gas
Angereichertes Gas (Durchfließende Substanz)
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor0 Beschichtungsmaterial (O2 gegenüber N2
oder H2 gegenüber CO)
Durchlässigkeit poröse
Trennmembran (O2 oder H2)
Trennfaktore poröse Trennmembran (0~ gegenüber N9
oder H2 gegenüber CO)
Trennfaktore Mehrkomponentenmembran (O2 gegenüber N2
oder H2 gegenüber CO)
Durchlässigkeit3 Mehrkomponen- 2.2 χ
tenmembran (O7 oder H0)
Bestimmter eigentlicher TrennfaktoreZelluloseacetat
(O9 gegenüber N9 oder H9 gegenüber CO) Z *
A Luft
°2 2.33
5.9 χ 2.2 4.09
B
Luft
°2
2.33
4.4 χ 10
1.6
5.03
1.6 χ 10
5.9
-6
-6
Poly(dimethylsiloxan) Dow Corning 200
Viskosität = 100 cP
B
CO/H2
H2
1.9
2.7 χ 1O~5
9.2
22.0
1.5 χ 10"5
50
(a) Die Durchlässigkeit der Membrane für ein gegebenes Gas ist die Gasmenge (ausgedrückt
in Kubikzentimetern unter normalen Temperatur- und Druckbedingungen), die durch die genannte
Membrane hindurchgegangen ist, pro Quadratzentimeter Oberfläche pro Sekunde, für einen teilweisen Druckverlust von 1 cm Quecksilbersäule zwischen der stromzugewandten
und der stromabgewandten Seite der Membrane pro Dickeneinheit. (Durchlässigkeitseinheiten = cm /cm^-sec-cm Hg).
(b) Zelluloseacetat (Substitutionsgrad etwa 2.5) von Eastman Kodak, versponnen gemäß OSW
Final Report fl 14-30-3066, "Development of High Flux Hollow Reverse Osmosis For Brackish
Water Softening (1973)". Die Faser von Beispiel 2 wurde in warmem Wasser nachbehandelt.
(c) Alle Beschichtungen werden flüssig aufgetragen und nach dem Beschichten nicht weiter geo
härtet, polymerisiert oder vernetzt.
NJ (d) Die Aufschlüsselung der Beschichtungsverfahren folgt im Anschluß an die Beispiele
° (Tabelle XVI).
σ 0
co *
(O (e) Der Trennfaktor einer Membrane ist definiert als die Durchlässigkeit der Membrane für
cn ein erstes Gas dividiert durch die Durchlässigkeit für ein zweites Gas dieses Gaspaares.
BEISPIELE 4-10
Die Beispiele 4 bis einschließlich 10 erläutern verschiedene flüssige Beschichtungen auf porösen Polysulfon-Hohlfaser-Trennmembranen
zur selektierenden Abtrennung von Sauerstoff aus der Luft und erscheinen in Tabelle II. Die porösen Trennmembranen
trennen keinen Sauerstoff von Stickstoff. Die verwendeten Beschichtungsmaterialien bestehen vorzugsweise aus organischen
Flüssigkeiten und Silikonflüssigkeiten mit hohem Molekulargewicht,
deren Dampfdrucke ausreichend niedrig sind, daß sie nicht sofort von der beschichteten Oberfläche verdunsten, und deren Trennfaktoren
für Sauerstoff gegenüber Stickstoff im allgemeinen kleiner als etwa 2.5 sind. Die Molekülgrößender Beschichtungen sind
klein genug, um eine absorbierende Verbindung mit der porösen Trennmembrane zu erzielen, jedoch nicht so klein, als daß das
Beschichtungsmaterial unter Beschichtungs- und/oder Trennbedingungen durch die Poren hindurchdringen könnte. Die festgestellten
Trennfaktoren für die Mehrkomponentenmembranen sind größer als die jeweiligen Trennfaktoren der porösen Trennmembrane (in allen
B' ispielen 1,0) und des Beschichtungsmaterials (bei den Beschichtur.
:smaterialien der Beispiele 2,5 oder niedriger).
809820/0995 -/79
UD CO K)
CD CO CD Ul
Durchlässigkeiten von O2 aus zugeleiteter Luft durch Mehrkomponentenmembranen
unter Verwendung von porösen Polysulfon-Trennmembranen und flüssigen Beschichtungen.
4 5 6 7 8 9
Io
Beschichtung
c,f
Poly(trifluor- Hexadecan Dow Corning Dow Corning ßqualan Leinsa- Polystypropylmethyl-Poly(phenyl-Sylgard
51 (Iso- men- rol
siloxan) methylsilo- Silikon- pren- Rohöl (PoIy-
xan) kautschuk- Vorpoly- merisier-Vorpolymermerisat)
ungsgrad isat = 2.9)
Beschichtungsverfahren A AA C AAB
Durchlässigkeit3 porö- 1.8 χ 10~4 2.5 χ 1Ο~4 7.4 χ 10~4 1.8 χ 1Ο~4 9.2 χ 1O~42.3x1O~49.5x1O~4
se Trennmembran (Luft)
Trennfaktore'g
poröse Trennmembran 1.0 1.0 1.0 1.0 1.0 1.0
(O2/N2)
Trennfaktore
Mehrkomponentenmem- 4.1 4.0 4.4 4.0 4.1 4.5
bran (O2/N2)
Durchlässigkeit3
Mehrkomponentenmem- 9.4 χ 10~b 6.5 χ 10 4.9 χ 10 1.0 χ 10 6.1 χ 1θ"07.Οχ1Ο~02.
bran (0 )
tS)
(a) Wie in Tabelle I. (b) Polysulfon, Union Carbide, P-35OO,und sofern nicht anders angegeben,
ist das Polysulfon in den folgenden Beispielen P-35OO. (c) Alle Beschichtungen werden flüssig
aufgetragen und nach dem Beschichten nicht weiter gehärtet, polymerisiert oder vernetzt.
(d) Wie in Tabelle I. (e) Wie in Tabelle I. (f) Die Messung von Trennfaktoren durch Flüssig- I^
keiten ist schwierig, man nimmt aber an, daß die bestimmten eigentlichen Trennfaktoren der (^1
Giessmaterialien für 0.,/N2 unter etwa 2.5 liegen. In Beispiel 5 wurde ein Trennfaktor der flüs-o
sigen Beschichtung von etwa 2 gemessen. In allen anderen Beispielen sind für ähnliche Materia- oo
lien, ob polymerisiert oder flüssig, in der Literatur bestimmte eigentliche Trennfaktoren
von 2.0-2.4 angegeben, (g) Der bestimmte eigentliche Trennfaktor für O./N- für
Polysulfon liegt bei etwa 6.0, wie bei kompakten, nicht-porösen Filmen gemessen
wurde.
O CO OO KJ O
*v. O (O CO
Die Beispiele 11 bis einschließlich 15 zeigen verschiedene
Beschichtungen, die entweder als Flüssigkeiten auf die porösen Trennmembranen aufgetragen und dort zur Reaktion gebracht werden,
um feste, polymere Beschichtungen zu erhalten (nachvulkanisiert), oder die als normale, in einem Lösungsmittel gelöste,
feste Polymerisate aufgetragen werden. Die Ergebnisse erscheinen in Tabelle III. In den Beispielen wird Sauerstoff aus zugeleiteter
Luft durch die Mehrkomponentenmembrane angereichert, und eine Variante einer behandelten, porösen Hohlfaser-Trennmembrane
aus Polysulfon wurde verwendet.
809820/0995
-/82
O (O OO
O CD CO
Tabelle III. Durchlässigkeiten von O2 aus zugeleiteter Luft durch Mehrkomponentenmembranen
unter Verwendung von porösen Polysulfon-Trennmembranen und polymerisierten Beschichtungen.
11
12
13
15
Beschichtung
Dow Coming Dow Coming Sylgard 184, Sylgard 185, nachvulkani- nachvulkanisierter
SiIi- sierter conkautschuk Siliconkautschuk
Beschichtungsver- E E
fahren0
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungmaterial
Durchlässigkeit3(Luft) poröse Trennmembrane 1.8 χ 10 "* 1.8 χ
Trennfaktord'eporö-
2.3
2.3
-4
.-4
se Trennmembrane (O2 zu N2)
Trennfaktor Mehrkomponentenmembran (O2
zu N2)
Durchlässigkeit3 Mehrkomponentenmembran (O2)
1.0
4.8
1.0
3.4
1.2 χ
-5
1.4x10
Poly(cis-1, 4-isopren)
2.5-2.7
6.2 χ 10
1.0
4.6
-4
5.8 χ 10
-6
Dow Corning Sylgard 184, nachvulkanisierter Siliconkautschuk
Dow Corning Sylgard 184, nachvulkanisierter Siliconkautschuk
2.3
2.1 χ 10
1 .0
5.9
-4
8.9 χ 10
-6
2.3
1.2 c etwa
5.4 9.7 χ
-5
-6
(a) Wie in Tabelle I (b) Wie in Tabelle II (c) Wie Fußnote d in Tabelle I
(d) Wie Fußnote e in Tabelle I (e) Wie Fußnote £ in Tabelle II
BEISPIELE 16-18
Die Beispiele 16, 17 und 18 zeigen, daß die Mehrkomponentenmembranen
bei Verwendung von porösen Polysulfon-Hohlfaser-Trennmembranen auch wirksam H_ aus CO/H- - Gemischen erfindungsgemäß
abtrennen können. Bei den Beispielen 16 und 18 wurde der Trennfaktor der porösen Trennmembrane vor dem Beschichten nicht
gemessen, aber aus zahlreichen Versuchen mit ähnlichen porösen Trennmembranen geht hervor, daß die Trennfaktoren aller Wahrscheinlichkeit
nach zwischen etwa 1,3 und etwa 2,5 liegen. Die Richtigkeit dieses Erwartungswertes wurde in Beispiel 17 festgestellt,
wo der Trennfaktor der porösen Trennmembrane für H- zu
CO mit 1,3 gemessen wurde. So weisen diese porösen Trennmembranen aufgrund der Knudsen-Diffusion eine gewisse Trennung zwischen H2
und CO auf. Diese Beispiele zeigen die Verwendung von verschiedenen Beschichtungen, Beschichtungsverfahren, Durchlässigkeiten
und Trennfaktoren bei den Mehrkomponenten- und porösen Trennmembranen
für die Herstellung der erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen.
Die Beispiele 14 und 17 sowie die Beispiele 15 und 18 wurden mit derselben Mehrkomponentenmembrane durchgeführt,
und der Vergleich dieser Beispiele zeigt, daß eine Mehrkomponentenmembrane, die für eine Trennung oder für ein Gasgemisch verwendet
wurde, später für ein anderes Gaspaar wiederverwendet werden kann. Die Beispiele sind in Tabelle IV angeführt.
809820/0995 -/84
Durchlässigkeiten von branen unter Verwendung H- aus CO/H- - Gemischen
von porösen Polysulfon*3-'
von porösen Polysulfon*3-'
durch Mehrkomponentenmem-T rennmembranen.
16 17
18
Beschichtung
Beschichtungsverfahren
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungsmaterial
(H-/C0)
Poly(cis-1,4-Isopren) Dow Corning Sylgard Dow Corning Sylgard
184 nachvulkanisier- 184 nachvulkanisierter Siliconkautschuk ter Siliconkautschuk
3.5
Durchlässigkeit poröse Trennmembrane (H,) Trennfaktord'e Mehrkomponentenmembrane
(H2/CO) Durchlässigkeit* Mehr-
15.4
komponentenmembrane
(H2)
3.4 χ
1.9
9 χ 10~5
30.2
30.2
5.9 χ 10
1.9
31
-5
6.0 χ 10
(a) Wie in Tabelle I
(b) Wie in Tabelle II
(c) Wie Fußnote d in Tabelle I
(d) Wie Fußnote e in Tabelle I
(e) Polysulfon hat einen bestimmten eigentlichen Trennfaktor von etwa 40 für H- zu CO,
wenn es als kontinuierlicher, kompakter Film gemessen wird.
wenn es als kontinuierlicher, kompakter Film gemessen wird.
ro -j cn
BEISPIELE 19-21
Die Beispiele 19, 20 und 21 (Tabelle V) zeigen die Durchflußeigenschaften
von Mehrkomponentenmembranen, bestehend aus verschiedenen Beschichtungsmaterialien und porösen Hohlfasertrennmembranen
aus Styrol/Acrylnitril-Copolymerisaten, zur Abtrennung von Luft und CO/H-. In jedem der Beispiele weist die
Mehrkomponentenmembrane einen höheren Trennfaktor auf als die Beschichtung und die poröse Trennmembrane jeweils für sich allein.
Beispiel 21 zeigt eine poröse Trennmembrane, die vor dem Beschichten einen Trennfaktor von 15 für H„ zu CO aufweist, d.h. also,
in der porösen Trennmembrane sind relativ wenig Poren vorhanden und der mittlere Durchmesser der Poren kann klein sein. Vergleicht
man die Beispiele 20 und 21 miteinander, so wird deutlich, daß die Mehrkomponentenmembrane von Beispiel 20 eine größere
Durchflussrate sowie einen höheren Trennfaktor aufweist als die poröse Trennmembrane von Beispiel 21, obwohl der Trennfaktor dieser
Membrane größer ist als der der porösen Trennmembrane aus Beispiel 20. Folglich können erfindungsgemäße Mehrkomponentenmembranen
eine höhere Durchflußrate haben als eine Membrane mit gleichem oder größerem Trennfaktor, welche im wesentlichen aus dem
Material der porösen Trennmembrane besteht.
809820/0995 -/86
Tabelle V: Durchlässigkeit3 von H2 aus CO/H-- Gemischen und O2 aus der Luft durch Mehrkomponentenmembranes
bei Verwendung von porösen Styrol/Acrylnitril-Copolymerisat-Trennmembranene
Beispiel Nr. Ij) 2o 21
Beschichtung Dow Corning Sylgard Poly(dimethyl-si- Poly(dimethyl-si-
184, nachvulkanisier- loxan) Dow Cor- loxan) Dow Corning
Beschichtungsverfahren
Zugeleitetes Gas cx>
° Angereichertes Gas ω (Durchfließende Substanz) oo
° Angereichertes Gas ω (Durchfließende Substanz) oo
Bestimmter eigentlicher Trenn-
\ faktorc Beschichtungsmaterial 2.3 1.9 1.9
ο (0o/No oder H-/CO)
Durchlässigkeit*1 poröse Trenn- 6.5 χ 10~6 6.5 χ 1θ"5 5.6 χ 1Ο~6
01 membrane (Luft oder H2)
Trennfaktorc poröse Trennmem- 1.0 3.9 15
| ter Siliconkaut schuk |
ning = 100 |
200-Viskosität 200- cP 100 |
Viskos CP |
| F | B | B | |
| Luft | H2/CO | H2/CO | |
| °2 | H2 | H2 | |
bran (O2/N2 oder H2/CO)
TrennfaktorcMehrkomponenten- 3.8 25 45 membran (0-/N- oder Ho/C0)
™ Durchlässigkeit^ehrkomponen- 3.4 χ 10~ 6.2 χ 10~ 2.3 χ 10~ ^0
tenmembran (O2 oder H2) ^
Bestimmter eigentlicher Trenn- ο faktor" des Materials der porö- 7.0 80. 80. oo
sen Trennmembran ^] . p*_
ο co co
cn
(a) Wie in Tabelle
(b) Wie Fußnote d in Tabelle I
(c) Wie Fußnote e in Tabelle I
(d) Der bestimmte eigentliche Trennfaktor des Substrats ist der Trennfaktor, den
ein kontinuierlicher,kompakter, aus dem Material bestehender Film aufweist.
(e) Copolymerisate aus 33% Acrylnitril und 67% Styrol, Beispiele 20 und 21 von höherem
Molekulargewicht als Beispiel 19, alle in Hohlfaserform gesponnen aus einer
27.5% Feststoffe enthaltenden Spinnflüssigkeit in Dimethylformamid in ein Wasser-Koagulierungsbad
bei 0-10°C hinein.
Ein aus fünf Komponenten bestehender Gasstrom wird auf eine Mehrkomponentenmembrane gemäß den Beispielen 15 und 18 geleitet.
Der zugeführte Gasstrom besteht aus Wasserstoff, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Stickstoff und Methan, das Wasser- und Methanolmengen
bis zu den Sättigungswerten enthält. Der zugeleitete Gas-
strom wird mit einem Druck von 4.5 kg/cm und bei einer Temperatur von 40 C von der Außenseite her auf die Mehrkomponentenmembrane
geleitet. Der Druck in den Bohrungen beträgt eine Atmosphäre. Bezüglich Wasserstoff wurden folgende Gasdurchlässigkeitswerte
und Trennfaktoren ermittelt:
Durchlässigkeit für: Trennfaktor H2 zu
H2 (8.5 χ 1O~5)
CO2 (3.7 χ 10~5) CO2 2.3
CO (.27 χ 1O"5) CO 31 .0
N0 (.68 χ 1O~5) N- 12.4
CH4 (.23 χ 10~5) CH4 36.9
+ 3 2
in cm (STP)/cm -sec-cm Hg.
in cm (STP)/cm -sec-cm Hg.
In diesem Beispiel wird deutlich, daß die Abtrennung von Wasserstoff aus Gasgemischen, die mindestens eines der Gase CO,
N~ und CH4 enthalten, leicht durchgeführt werden kann. Das Vorhandensein
eines oder mehrerer zusätzlicher Gase in dem Gasgemisch, wie gesättigter Wasser- und Methanoldampf, hindert die Mehrkomponentenmembrane
offensichtlich nicht an der Durchführung der Trennung. Es ist ebenso klar, daß verschiedene der anderen Gase
809820/0995 -/89
in dem Gemisch voneinander getrennt werden können, z.B. würde der Trennfaktor von CO_ zu CO die Durchlässigkeitskonstanten angeben,
d.h. etwa 14. Beispiel 22 verdeutlicht ausserdem die Wirkung der porösen Trennmembrane für den Erhalt der jeweiligen Durchflußraten
durch die Mehrkomponentenmembrane. So weist das Beschichtungsmaterial (Sylgard 184) einen bestimmten eigentlichen
Trennfaktor von etwa 0.3 bis 0.4 für H? zu CO„ auf (d.h. C0_ ist
schneller als H_), gleichwohl die Mehrkomponentenmeinbrane einen
Trennfaktor von 2.3 für H» zu CO- hat. Dieser Wert ist im wesentlichen
gleich dem bestimmten eigentlichen Trennfaktor von PoIysulfon für H_ zu C0_, innerhalb der Versuchsfehlergrenzen.
809820/0995 '/90
Beispiel 23 (Tabelle VI) gibt die Durchlässigkeiten (P/O
für eine Anzahl von Gasen an, die durch eine Mehrkomponentenmembrane geleitet werden, wobei eine poröse Hohlfaser-Polysulfon-Trennmembrane
verwendet wird. Beispiel 23 zeigt die gleichen Werte für die gleichen, durch einen kontinuierlichen, kompakten Film
aus Polysulfonmaterial hindurchgehenden Gase. Das Verhältnis beider P oder P/ß- Werte definiert einen ungefähren Trennfaktor für
diese durch den kompakten Film beziehungsweise die Mehrkomponentenmembrane hindurchgehenden Gase. Das Beispiel zeigt insofern
eine klare Tendenz, als sich die Durchlässigkeiten für die Mehrkomponentenmembrane
im allgemeinen von Gas zu Gas im gleichen Maß verändern wie dies bei dem kompakten Polysulfonfilm der Fall ist.
Aus dieser Tendenz geht hervor, daß das Material der porösen Trennmembrane zu einem großen Teil die Abtrennung bewirkt, die die
Mehrkomponentenmembrane aufweist. Außerdem zeigt dieses Beispiel, daß eine Mehrkomponentenmembrane dazu verwendet werden kann, aus
einer Anzahl von Gasen jedes Gas von jedem anderen abzutrennen. E .spielsweise ist aus der Tabelle ersichtlich, daß NH^leicht von
H- oder N- getrennt werden könnte, He von CH., N-O von N-, 0- von N- oder H-S von CH4, wenn diese Mehrkomponentenmembran verwendet
wird. Der Vorteil hoher Durchflußraten der Mehrkomponentenmembranen wird durch die in Tabelle VI angeführten Messwerte deutlich.
809820/0995
Tabelle VI; Durchlässigkeitena von bestimmten Gasen durch eine Mehrkomppnentenmembrane
bei Verwendung einer porösen Polysulfon-Trennmembrane und eines kom-
pakten Polysulfonc-Films.
Gas Mehrkomponentenmembrane Kontinuierlicher kompakter Polysulfön -
P/g(x106)a Film
| NH | |
| H2 | |
| He | |
| CO | N-O |
| σ | |
|
CO
co |
CO2 |
| ro | H2S |
| CD | |
| °2 | |
| CD | Ar |
| CO | |
| co | CH4 |
| cn | CO |
| N2 | |
| C2H4 | |
210
55
55
45
38
31
8.3 3.3 2.3 2.4 1.4 1 .7
8.3 3.3 2.3 2.4 1.4 1 .7
| (χ | 1011U |
| 530 | |
| 130 | + |
| 50 | |
| 82 | |
| 69 | |
| 31 | |
| 11 | |
| 4. | 5 |
| 2. | 5 |
| 3. | 2 |
| 1 . | 8 |
| 2. | 2 |
(a) Die Durchlässigkeitswerte der Mehrkomponentenmembrane sind V/t Vierte, deren Einheiten
in der Fußnote in Tabelle I beschrieben werden. Die Durchlässigkeitswerte des PoIysulfonfilms
sind P-Werte, dai oder die Dicke des kompakten Films leicht gemessen ist.
P hat die Einheiten cm3(STP)-cm/cm2-sec cmHg ^
(b)Die Mehrkomponentenmembrane dieses Beispiels besteht aus einem nachvulkanisierten Dow ^3
Sylgard 184 - Siliconkautschuk, mit dem eine poröse Polysulfon-Trennmembrane gemäß ^n
Beispiel 15 nach dem Beschichtungsverfahren F in Tabelle XVI beschichtet wird. ο
je) Wie Fußnote b in Tabelle II. oo
Zur Bestimmung des Durchlässigkeitswertes von H2 wurde ein anderer kompakter Film ver- -~J
wendet als zur Bestimmung der Durchlässigkeitswerte der anderen Gase. ***
VERGLEICHSBEISPIELE 24 bis einschließlich 26 (nicht erfindungsgemäß)
Die Beispiele 24 bis einschließlich 26 sind in Tabelle VII aufgeführt und zeigen, daß nicht alle zusammengesetzten Membranen
in den Bereich der Erfindung fallen, d.h. eine Mehrkomponentenmembrane bilden, deren Trennfaktor wesentlich größer als der
bestimmte eigentliche Trennfaktor des Beschichtungsmaterials ist, obwohl diese ebenfalls aus porösen Trennmembranen und Beschichtungsmaterialien
bestehen, von denen jedes zusammen mit anderen Beschichtungsmaterialien oder porösen Trennmembranen zur Herstellung
von erfindungsgemäßen Mehrkomponentenmembranen verwendet werden kann.
Beispiel 24 zeigt eine Mehrkomponentenmembrane mit einer Beschichtung aus vorvulkanisiertem Siliconkautschuk auf einer
porösen Polysulfon-Trennmembrane. Da die Moleküle des vorvulkanisierten
Siliconkautschuks zu groß sein können, als daß sie die Poren mustergemäß verschließen könnten, z.B. überbrücken die Moleküle
die Poren lediglich, kann die Beschichtung keine Veränderung des Widerstandes der Poren gegenüber dem Gasfluß bewirken. In Beispiel
24 ist die zur Beschichtung verwendete Verbindung ein vorvulkanisiertes Polymerisat mit der gleichen wesentlichen polymeren Festigkeit
wie Sylgard 184, das z.B. in den Beispielen 11, 14 und 15 der
Tabelle aufgeführt wurde. Aufgrund der Vorvulkanisierung weist der vorvulkanisierte Siliconkautschuk jedoch ein viel höheres Molekulargewicht
und Molekülgröße als Sylgard 184 auf, und kann deshalb
809820/0995 -/93
die Poren offensichtlich nicht ausfüllen, und somit entspricht
der Trennfaktor der zusammengesetzten Membrane demfdes Beschichtungsmaterials
(innerhalb der Versuchsfehlergrenzen).
Beispiel 25 zeigt eine Mehrkomponentenmembrane, für die Sylgard 184 als Beschichtungsmaterial und eine poröse Polyacrylnitril-Trennmembrane
verwendet wurden. In kontinuierlicher, nichtporöser Form ist die Gasdurchlässigkeit von Polyacrylnitril sehr
gering. In Bezug auf das Modell ist der Strömungswiderstand bei einer solchen porösen Trennmembrane durch die Feststoffanteile
sehr hoch, so daß, wenn ein Beschichtungsmaterial mit hoher Durchlässigkeit wie Sylgard 184 eine absorbierende Verbindung hiermit
eingeht, der Gasfluß hauptsächlich durch die Beschichtung und die zugefüllten Poren hindurchgeht, wodurch der Trennfaktor der
Mehrkomponentenmembrane dem der 3eschichtungsmembrane entspricht oder niedriger als dieser ist.
Eine in Beispiel 26 beschriebene Mehrkomponentenmembrane weist einen Trennfaktor auf, der niedriger als der bestimmte
eigentliche Trennfaktor des Beschichtungsmaterials ist. Hier ist die Situation ähnlich wie bei Beispiel 24, da das als Beschichtungsmaterial
verwendete Polyvinylbutyral ein hohes Molekulargewicht besitzt. Außerdem benetzt es weder Polysulfon noch viele
Silicone und andere bevorzugte Beschichtungen, überdies ist die
Durchlässigkeit von Polyvinylbutyral relativ gering. Die Beobachtung, daß der Trennfaktor, den die Mehrkomponentenmembrane aufweist,
geringer als der für das Beschichtungsmaterial erwartete ist, deutet auf Mangel in der Beschichtung selbst hin.
80 9820/0 995 _/94
TABELLE VII (nicht erfindungsgemäß) BEISPIEL 24
Poröse Hohlfasermembrane General Electric 4164, vorvulkanisierter Siliconkautschuk
Polysulfon P-355, Union Carbide
Zugeleitetes Gas
Angereichertes Gas (durchfließende Substanz)
Beschichtungsverfahren
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor*3 Beschichtungs·
material
Durchlässigkeit0 Poröse Trennmembrane
Trennfaktor poröse Trennmembrane
Trennfaktor
Mehrkomponentenmembrane
Mehrkomponentenmembrane
Durchlässigkeit0 Mehrkomponentenmembrane
Poröse Hohlfasermembrane
| Luft | E | 1 | .7 |
| 2 | O0 zu U0 | 1 | .8 χ 10 |
| Für Luft | 1 | .0 | |
| O2 zu N„ | 1 | .61 | |
| O2 zu N2 | |||
Für 0,
-4
4.1 χ 10
-5
Dow Corning Sylgard 184, nachvulkanisierter Siliconkautschuk
Polyacrylnitril
Zugeleitetes Gas
Angereichertes Gas (Durchfließende Substanz)
Beschichtungsverfahren3
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungsmaterial
Luft
zu N
2.3
809820/0995
-/95
/iofo
Durchlässigkeit poröse Trennmembrane
Trennfaktor poröse Trennmembrane
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane
Durchlässigkeit0 Mehrkomponentenmembrane Für Luft
O0 über N,
O2 über N,
Für 0„
O0 über N,
O2 über N,
Für 0„
2 χ 1O~3
1.0
1.9
1.7 χ 10
~5
Poröse Hohlfasermembrane
Polysulfon P-35OO Union Carbide
Zugeleitetes Gas
Angereichertes Gas (Durchfließende Substanz)
Beschichtungsverfahren3
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor
Beschichtungsmaterial
Durchlässigkeit0 poröse Trennmembrane
Trennfaktor poröse Trennmembrane
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane
Durchlässigkeit0 Mehrkomponentenmembrane Luft
0.
0.
| °2 | zu | N2 | N2 | 4 | .7 | 10 |
| Für | Luft | N2 | 1 | .8 χ | ||
| °2 | zu | 1 | .0 | |||
| °2 | zu | 4 | .0 | |||
-4
Für 0,
1.4 χ 10
-6
(a) Wie Fußnote d in Tabelle I.
(b) Wie Fußnote e in Tabelle I.
(c) Wie Fußnote a in Tabelle I.
809820/0995
-/96
BEISPIELE 27-34
Die Beispiele 27 bis einschließlich 34 sind in Tabelle VIII wiedergegeben und beschreiben eine Reihe von Behandlungen
nach dem Spinnen der porösen Trennmembranen sowie die Art und Weise,
in der diese Behandlungen die Trenneigenschaften von aus solchen nachbehandelten porösen Trennmembranen hergestellten Mehrkomponentenmembranen
beeinflussen. In Tabelle VIII sind Beschichtungsmaterial und -methode im wesentlichen dieselben, um hervorzuheben,
daß Veränderungen bei der Durchflußrate und dem Trennfaktor der Mehrkomponentenmembranen (sowohl für die Zufuhr von Luft
wie auch von CO/H-- Gasgemisch) offensichtlich durch Änderungen
in den relativ dichten Bereichen der porösen Trennmembran bedingt sind. Man glaubt, daß die Behandlung die vorhandene Querschnittsfläche der Poren (A3) in Bezug auf die gesamte Oberfläche (A? +
A^) der porösen Trennmembran beeinflusst. Eine Verringerung von
A- in Bezug auf die gesamte Oberfläche bewirkt die Erhöhung des entsprechenden Strömungswiderstandes durch die Poren in den porösen
Trenn- und Mehrkomponentenmembranen. Dadurch wird andererseits eine größere Menge des eindringenden Gases gezwungen, durch das
Material der porösen Trennmembrane zu fließen, und der Trennfaktor, den die Mehrkomponentenmembrane aufweist, wird sich näher zu dem
eigentlichen Trennfaktor des Materials der porösen Trennmembrane hinbewegen.
In allen Beispielen in Tabelle VIII wird als poröse Trennmembrane eine poröse Hohlfasermembrane aus Polysulfon (Union Carbide,
P-3500) von derselben Spule verwendet, die aus einer Spinn-
809820/0995
flüssigkeit mit 25% Feststoffanteil in Dimethylformamidlösungsmittel
in ein Wasserkoagulierungsbad einer Temperatur von annähernd 3°C hinein gesponnen wurde, und zwar durch eine Düse mit einem
in der öffnung befindlichem Rohr, durch das Wasser in die Bohrung
gespritzt wird. Die Faser wurde bei einer Geschwindigkeit von 21.4 m/Min, aufgewickelt. Die in jedem dieser Beispiele verwendete
Trennmembrane wird nach dem Spinnen in entionisiertem Wasser bei Zimmertemperatur gelagert, bis die Nachbehandlung durchgeführt
wird.
Beispiele 27 bis einschließlich Nachbehandlung der Hohlfasermembrane
Für die Mehrkomponentenmembranen der Beispiele 27 bis einschließlich
34 wird eine Beschichtung aus nachvulkanisiertem Dow Corning Sylgard 184 Siliconkautschuk verwendet, wobei man nach dem
Beschichtungsverfahren F der Tabelle XVI vorgeht. Die Nachbehandlung der Hohlfasermembrane wurde nach dem Spinnen, aber noch vor
dem Auftragen der Beschichtung durchgeführt.
Nachbehandlung Verdunstung des Wassers an der Luft
Zugeleitetes Gas Luft
Angereichertes Gas
(Durchfließende Substanz) O-
komponentenmembrane Für O2 1.5 χ
komponentenmembrane O. zu N,
809820/0995 "/98
Durchlässigkeit nachbe-
handelte poröse Trennmembrane Für Luft 3.7 χ 10
Trennfaktor nachbehandelte
poröse Trennmembrane O2 zu Nj 1·0
Nachbehandlung Verdunstung des Wassers an der
Luft
Zugeleitetes Gas CO,
H2
Angereichertes Gas (Durchfließende Substanz) H2
Durchlässigkeit3 Mehr- _5
komponentenmembrane Für H2 7.6 χ 10
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane H_zu CO 23.1
Durchlässigkeit nachbe- ,
handelte poröse Trennmembran Für H2 **■* 2.0 χ 10~
Trennfaktor nachbehandelte
poröse Trennmembrane H2 zu CO ^v
Nachbehandlung Verdunstung des Wassers an der
Luft, anschließend Einwirkung von Acetondampf bei 25°C mit Vakuum
in der Bohrung, dann abwechselndes Eintauchen in Wasser und Methanol mit Vakuum in der Bohrung
(3 Zyklen), anschließend abwechselndes Eintauchen in Wasser und in Isopropylalkohol (2 Zyklen)
Zugeleitetes Gas Luft
Angereichertes Gas (Durchfließende Substanz) O-
Durchlässigkeit0 Mehrkompo- _6
nentenmembrane Für 0, 7.7 χ 10
809820/0995 "/99
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane
Durchlässigkeit nachbehandelte poröse Trennmembrane
Trennfaktor nachbehandelte poröse Trennmembrane O2 zu
Für O,
zu
5.3
3.5 χ 10
1 .0
-5
Nachbehandlung
Zugeleitetes Gas Verdunstung des Wassers an der Luft, anschließend Einwirkung von
Acetondampf bei 25 C mit Vakuum in der Bohrung, dann abwechselndes
Eintauchen in Wasser und Methanol mit Vakuum in der Bohrung (3 Zyklen), anschließend abwechselndes
Eintauchen in Wasser und in Isopropylalkohol (2 Zyklen)
Angereichertes Gas (durchfließende Substanz)
Durchlässigkeit3 Mehrkomponentenmembrane
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane
Durchlässigkeit3 nachbehandelte poröse Trennmembrane
Trennfaktor nachbehandelte poröse Trennmembrane H2
Für
Für
zu CO
Für H,
zu CO
4.5 χ 10
-5
30.4
1.5 χ 10
5.1
-4
Nachbehandlung
Zugeleitetes Gas
Angereichertes Gas (durchfließende Substanz) Verdunstung des Wassers an der
Luft, gefolgt von Erhitzen im Heißluftofen auf 8O-95°C während etwa 3 Stunden.
Luft
809820/0995
-/10O
Durchlässigkeit^ Mehrkompo- _g
nentenmembrane Für O2 1.6 χ 10
Trennfaktor Mehrkomponen-
tenmembrane 0» zu N,
Durchlässigkeit nachbehan- „^
delte poröse Trennmembrane Für Luft 3.7 χ 10
Trennfaktor nachbehandelte
poröse Trennmembrane 0, zu N,
Nachbehandlung Verdunstung des Wassers an der
Luft; gefolgt durch Erhitzen im Heißluftofen auf 80-95° während etwa 3 Stunden
Zugeleitetes Gas CO,
H2
Angereicherts Gas (durchfließende Substanz) H2
Durchlässigkeit3 Mehrkompo- _5
nentenmembrane Für H2 9.8 χ 10
Trennfaktor Mehrkomponenten-
membrane H2 zu CO
Durchlassigkeita nachbehandel- _^
te poröse Trennmembrane Für H2 ^2.5 χ 10
Trennfaktor nachbehandelte
poröse Trennmembrane H2 zu CO *+>
Nachbehandlung Trocknen durch Austausch des
Wassers mit Isopropylalkohol,
gefolgt durch Austausch des Isopropylalkohols mit Pentan, anschließend
Verdunstung des Pentans an der Luft.
Zugeleitetes Gas Luft
Angereichertes Gas (durchfließende Substanz) O2
-/101
809820/0995
Durchlässigkeit Mehrkomponentenmembrane
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane
Durchlässigkeit3 nachbehandelte poröse Trennmembrane
Trennfaktor nachbehandelte poröse Trennmembrane
| 2 | .0 | 2750874 | |
| Für O2 | 4 | .2 | χ 10~5 |
| 0- zu N_ | 1 | .5 | |
| Für Luft | χ 1O~3 | ||
zu
1.0
Nachbehandlung
Trocknen durch Austausch des Wassers mit Isopropylalkohol, gefolgt durch Austausch des
Isopropylalkohols mit Pentan, anschließend Verdunstung des Pentans an der Luft.
| Zugeleitetes Gas | CO, H2 |
H2 | 1 | .2 χ 1O~4 |
| Angereichertes Gas (durch fließende Substanz) |
H2 | zu CO | 1 | 5.9 |
| Durchlässigkeit Mehrkompo nentenmembrane |
Für | H2 | .5 χ 10~4 | |
| Trennfaktor Mehrkomponenten membrane |
H2 | zu CO | f\j 1 | .3 |
| Durchlässigkeit3 nachbehan delte poröse Trennmembrane |
Für | |||
| Trennfaktor nachbehandelte poröse Trennmembrane |
H2 | |||
(a) wie Fußnote a in Tabelle I
(b) wie Fußnote e in Tabelle I
809820/0995
-/102
BEISPIELE 35-39
Die in Tabelle IX wiedergegebenen Beispiele 35 bis einschließlich 39 verdeutlichen, welche Auswirkung Zusätze im
Beschichtungsmaterial auf den Trennfaktor einer Mehrkomponentenmembrane für zwei zugeleitete Gasgemisch-Ströme (Luft und CO/H-)
haben. Diese Zusätze werden in kleinen Mengen in das Beschichtungsmaterial eingearbeitet, bevor die Beschichtung auf die
poröse Trennmembrane aufgetragen wird. Derartige Zusätze können die Trenneigenschaften der Mehrkomponentenmembranen verändern,
indem sie zum Beispiel die Benetzungseigenschaften des Beschichtungsmaterials
und damit dessen Fähigkeit, eine absorbierende Verbindung mit der porösen Trennmembrane einzugehen, verändern.
Wenn der Zusatz den absorbierenden Kontakt erhöht, so kann man erwarten, daß der Trennfaktor einer Mehrkomponentenmembrane mit
einem solchen Zusatz näher bei dem spezifischen Trennfaktor des Materials der porösen Trennmembrane liegt als der Trennfaktor
einer ähnlichen Mehrkomponentenraembrane ohne einen derartigen Zusatz.
Die in den Beispielen 35 bis 39 verwendeten Hohlfasern der porösen Trennmembrane stammen von ein und derselben Spule
und wurden aus Polysulfon (P-35OO) in hochporöser Form (siehe Fußnote a) hergestellt, indem sie nach dem gleichen Verfahren
wie die Hohlfasern der Beispiele 27-34 gesponnen wurden. Der bestimmte eigentliche Trennfaktor von Polysulfon für O2 zu N2
aus einem Luftstrom beträgt etwa 6.0 und für H- zu CO aus einem
CO/H- - Gemisch etwa 40.
809820/0995 '/103
Tabelle IX Auswirkung von Zusätzen in dem Beschichtungsmaterial auf den Trennfaktor der
Mehrkomponentenmembrane
35
36
37
38*
39'
| Beschichtung | Poly(dimethyl- | |
| siloxan) Dow | ||
| Corning 200 | ||
| Zusatz zum Beschicht | ||
| ungsmaterial | ||
| GO | ||
| O | ||
| CO OO |
Trennfaktorc Mehr | |
| ro | komponentenmembrane | |
| CD \ |
(O2 zu N2) | 3.0 - 3.3 |
| O CO |
Trennfaktorc Mehr | |
| CO | komponentenmembrane | |
| cn | (H2 zu CO) | 3.8 |
Poly(dimethyl- Poly(dimethyl- Dow Corning Dow Corning
siloxan) Dow siloxan)Dow RTV 3144 vor-RTV3144 vor-Corning
200 Corning 200 vulkanisier- vulkanisierter Silicon- ter Siliconkautschuk kautschuk
0.2% Galvinoyl- 0.4% Phenanradikal then
4.9
16.5
4.8
10.7
3.9
14.6
4.3%Dow Corning Sylgard 184 Härter (Silicon-Vorpolymerisat)
4.5
20.5
a) Alle Mehrkomponentenmembranen in den Beispielen 35 - 39 bestehen aus Trennmembranen
aus Polysulfon (Union Carbide, 3500) und sind vor Auftragen der Beschichtung hochporös.
b) Alle Prozentsätze sind Gewichtsprozente, c) Wie Fußnote e in Tabelle 1.
d) Galvinoxylradikal von Aldrich Chemical, e) Beide Siliconkautschukverbindungen haben
Strukturformel siehe unten. bestimmte eigentliche Trennfaktoren von 2.3
C(CH3)
für O2 und N2 und 1.1 für H2 zu CO.
BEISPIELE 40-43
In den Beispielen 40 bis einschließlich 43 der Tabelle X werden Mehrkomponentenmembranen beschrieben, deren poröse Trennmembranen
unter unterschiedlichen Spinnbedingungen hergestellt wurden. Bei den Mehrkomponentenmembranen von Beispiel 40 bis
wird eine nachvulkanisierte Siliconkautschuk-Beschichtung aus Dow Corning Sylgard 184 (Beschichtungsverfahren F, Tabelle XVI)
auf porösen Trennmembranen aus Polysulfön (Union Carbide, P-3500)
verwendet. Die porösen Substratmembranen aus Polysulfon-Hohlfasern
werden aus den angegebenen Spinnflüssigkeiten bei der angegebenen Temperatur und Spinngeschwindigkeit in ein Wasserkoagulierungsbad
hinein naßstrahlgesponnen, und zwar mittels einer Hohlfaser-Spinndüse, die eine Öffnung zum Einspritzen von Koagulierungsmittel
in die Faserbohrung wie gebildet aufweist. Der Bereich der Durchlässigkeitswerte (O2 und H2) und der Trennfaktoren
der Mehrkomponentenmembranen (O2 zu N2 und H2 zu CO),
der in den Beispielen 40 bis 43 sowohl für die Zufuhr von Luft wie auch für die Zufuhr von CO/H2 - Gemisch angegeben wird,
kann in Beziehung gebracht werden zu der Variabilität der jeweiligen Widerstände der Poren und des Materials der porösen
Trennmembrane gegenüber dem Gasfluß. Die Bedingungen, unter denen das poröse Substratmaterial gesponnen wird, bestimmen weitgehend
die Porositätsmerkmale und die effektive Trenndicke, die dieses Substrat besitzen wird. Zusätzlich können diese Merkmale durch
nach dem Spinnen durchgeführte Nachbehandlungen des porösen Substrats beeinflußt werden (siehe Beispiele 27 bis 34).
809820/0995 _/105
Spinnbedingungen für poröse Hohlfaser-Trennmembranen
aus P-35OO Polysulfon
Lösungsmittel Dimethylformamid
Koagulierungstemperatur
Spinngeschwindigkeit, m/Min. 21.4 m/Min.
Konzentration Spinnflüssigkeit
Gew.% Polymerisat 25%
Trennfaktor Mehrkomponenten*5
4.5
~6
p
membrane, O2 zu N2*5 4.5
membrane, O2 zu N2*5 4.5
Durchlässigkeit für 02 a 7,7 χ 1Ο
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane, H2 zu C0b 16.7
Durchlässigkeit für H2 a 5.0 χ 10~5
Durchlässigkeit3 für Luft _,
poröse Trennmembrane 6 χ 1O~
Lösungsmittel Dimethylformamid
Koagulierungstemperatur
0C 5°
Spinngeschwindigkeit, m/Min. 21.4 m/Min.
Konzentration Spinnflüssigkeit
Gew.% Polymerisat 25 %
Trennfaktor Mehrkomponenten-
membrane, O2 zu N2 b 5.09
Durchlässigkeit für 02 a 6.2 χ 1Ο~6
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane, H2 zu C0b 25
809820/0995 -/1O6
Durchlässigkeit für H2 Durchlässigkeitafür Luft
poröse Trennmembrane
Lösungsmittel
Koagulierungstemperatur
Koagulierungstemperatur
Spinngeschwindigkeit, m/Min.
Konzentration Spinnflüssigkeit Gew.% Polymerisat
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane, O2 zu N2"
Durchlässigkeit für O3 Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane,
H2 zu CO*5
Durchlässigkeit für H2 a
Durchlässigkeitafür Luft poröse Trennmembrane
Lösungsmittel
Koagulierungstemperatur 0C
Spinngeschwindigkeit, m/Min.
Konzentration Spinnflüssigkeit Gew.% Polymerisat
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane, 0« zu N2"
Durchlässigkeit für O2
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane, H2 zu CO
-5
4.9 χ 10 9 χ 1O~4
Dimethylformamid
4°
33 m/Min.
28 %
-6
-5
5.9
8.0 x 10
30
5.9 χ 10
2 χ 1O~4
Dimethylacetamid
5°
33 m/Min.
27%
5.6
6.0 χ 10
-6
27
x-5
Durchlässigkeit für H2 3.8 χ 10
809820/0995 ~/107
Durchlässigkeita für Luft poröse Trennmembrane
a) Wie in Tabelle I
b) Wie Fußnote e in Tabelle I
4.5 χ 10
_4
809820/0995
~/108
BEISPIELE 44-51
In den Beispielen 44 bis einschließlich 47 in Tabelle
XI werden Mehrkomponentenmembranen beschrieben, bei denen die poröse Trennmembrane in Form eines anisotropen Films aus Acrylnitril/Styrol-Copolymerisat
mit einem bestimmten eigentlichen Trennfaktor von H2 zu CO von 76, vorliegt. Die Filme wurden aus
Lösungsmitteln, bestehend aus Dimethylformamid und NichtLösungsmitteln, wie in der Tabelle angegeben, auf eine Platte
gegossen, an der Luft 5-45 Sekunden entsolvatisiert, in der untenbeschriebenen Weise koaguliert, anschließend zum Waschen
in Wasser einer Temperatur von 25 C getaucht, herausgenommen und getrocknet. In den Beispielen 48 bis 51 werden Mehrkomponentenmembranen
ind Form von Filmen gezeigt, welche dicht sind. Diese Beispiele beschreiben erfindungsgemäße Mehrkomponentenmembranen
in Form von Filmen, und sie können poröse Trennmembranen mit einschließen, die auf beiden Oberflächen beschichtet
sind.
809820/0995
Mehrkomponentenmembranen in Form von Filmen BEISPIEL 44
Beschichtung Dow Corning Sylgard 184
nachvulkanisierter Siliconkautschuk
Poröse Trennmembrane Acrylnitril/Styrol-Copolymeri-
sat 32 /68 Gew.%c
Zugeleitetes Gas H_, CO
Beschichtungsverfahren3 B
Bestimmter, eigentlicher
Trennfaktorb Beschichtungsmaterial, H, zu CO 1.9
Trennfaktorb Beschichtungsmaterial, H, zu CO 1.9
Trennfaktor poröse Trennmembrane, H_ zu CO 13
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane, H2 34,8
Beschichtung Dow Corning 200 Poly(dimethyl-
siloxan)
Poröse Trennmembrane Acrylnitril/Styrol-Copolymeri-
sat 32/68 Gew.%d
Zugeleitetes Gas H2, CO
Beschichtungsverfahren B
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Bes dichtungsmaterial
H2 zu CO 1.9
Trennfaktor poröse Trennmembrane , H2 zu CO 12.2
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane H2 zu CO 23.8
809820/0995
Beschichtung Dow Corning Sylgard 184
vulkanisierter Siliconkautschuk
Poröse Trennmembrane Acrylnitril/Styrol-Copolymeri-
sat 32/68 Gew.%e
Zgeleitetes Gas H_, CO
Beschichtungsverfahren3 B
Bestimmter eigentlicher
Trennfaktor^Beschichtungs-
material, H2 zu CO 1.9
Trennfaktor poröse Trennmembrane H2 zu CO 4.0
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane, H2 zu CO 23.5
Beschichtung Dow Corning 200 Poly(dimethyl-
siloxan)
Poröse Trennmembrane Acrylnitril/Styrol-Copolymeri-
sat 32/68 Gew.% f
Beschichtung Dow Corning 200 Poly(dimethyl-
siloxan)
Zugeleitetes Gas H,, CO
Beschichtungsverfahrena B
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungsmaterial,
H. zu CO 1.9
Trennfaktor poröse
Trennmembrane H2 zu CO 3.4
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane mit einseitiger Beschichtung, H2 zu CO 7.6
809820/0995
/122
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane mit beidseitiger
Beschichtung, H_ zu CO
a) Wie in Tabelle XVI beschrieben
b) Wie Fußnote e in Tabelle I
c) 30 Minuten bei 25°C koaguliert in Äthylenglykol/Wasser,
Volumenverhältnis 50/50
d) 30 Minuten bei 25°C koaguliert in Isopropylalkohol/Wasser, Volumenverhältnis 90/10.
e) 30 Minuten bei 25 C koaguliert in Isopropylalkohol/Wasser, Volumenverhältnis 10/90.
f) Koaguliert in Wasser bei 25°C.
Dow Corning Sylgard nschvulkanisierter Siliconkautschuk
Poröse Trennmembrane Acrylnitril/Styrol-Copolymerisat
25/75 Gew.%
Zugeleitetes Gas
Angereichertes Gas (durchfließende Substanz)
Luft
Beschichtungsverfahren
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungsmaterial
Trennfaktor poröse Trennmembrane
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane
2.3 zu N2 3.6
zu N2 5.4
809820/0995 -/113
/123
Poröse Trennmembrane
Dow Corning 200 Poly(dimethylsiloxan)
Polymere Mischung aus zwei Acrylnitril/Styrol-Copolymerisaten
Zugeleitetes Gas
Angereichertes Gas (durchfließende Substanz)
Beschichtungsverfahren
Bestimmter eigentlicher Trenn Beschichtungsmaterial
m
faktor
faktor
Trennfaktor poröse Trennmembrane
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane
Luft
°2 zu
O- zu
O- zu
4.9
6.1
6.1
Poröse Trennmembrane
Dow Corning 200 Poly(dimethylsiloxan)
Acrylnitril/Styrol-Copolymerisat
32/68 Gew.%, in Suspension polymerisiert
Zugeleitetes Gas
Angereichertes Gas (durchfließende Substanz)
Beschichtungsverfahren
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungsmaterial
Trennfaktor poröse Trennmembrane
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane
Luft
| A | ZU | N2 | 1 | .0 |
| 2.3 | zu | N2 | 6 | .3 |
| °2 | ||||
| °2 | ||||
809820/0995 -/114
Beschichtung Dow Corning 200 Poly (dixnethyl-
silcxan)
Poröse Trennmembrane Acrylnitril/Styrol-Copolymeri-
sat 32/68 Gew.%, in Masse polymerisiert
Zugeleitetes Gas Luft
Angereichertes Gas
(durchfließende Substanz) O2
Beschichtungsverfahrena A
Bestimmter eigentlicher
Trennfaktor" Beschichtungsmaterial 2.3
Trennfaktor" Beschichtungsmaterial 2.3
Trennfaktor poröse Trennmembrane 0, zu L 3.6
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane 0_ zu N- 4.9
a) wie in Tabelle XVI beschrieben
b) wie Fußnote e in Tabelle I
BEISPIELE 52-57
Die Beispiele 52 bis einschließlich 57 zeigen verschiedene Mehrkomponentenmembranen in Hohlfaserform. Die porösen
Hohlfasern können, wie oben allgemein beschrieben, durch Nassspinnen hergestellt werden. Die Polycarbonatfaser der Beispiele
52 und 53 wurde aus einer Spinnflüssigkeit mit 27.5 Gew.% PoIycarbonat
in N-Methylpyrrolidon in ein Wasserkoagulierungsbad
bei 25°C mit einer Geschwindigkeit von 21.4 m/Min, naßstrahlgesponnen.
Die Polysulfon-Hahlfaser von Beispiel 54 wurde aus einer Spinnflüssigkeit mit 27.5 Gew.% Polysulfon (P-35OO) in
~/115
809820/0995
einem Lösungsmittelgemisch bestehend aus Oimethylacetamid und Aceton im Verhältnis 80/20 in ein Wasserkoagulierungsbad bei
2°C mit einer Geschwindigkeit von 21.4 m/Min, gesponnen. Die Faser aus Acrylnitril/Styrol-Copolymerisat von Beispiel 55
wurde aus einer Spinnflüssigkeit mit 27.5 Gew.% Copolymerisat in einem Lösungsmittelgemisch/ bestehend aus Dimethylformamid
und Formamid im Verhältnis 80/20, in ein Wasserkoagulierungsbad bei 3°C mit einer Geschwindigkeit von 21.4 m/Min, gesponnen.
Die aus Acrylnitril-Styrol-Copolymerlsat bestehende Faser der Beispiele 56 und 57 wurde aus einer Spinnflüssigkeit mit
25 Gew.% Copolymerisat in dem gleichen Lösungsmittelgemisch wie in Beispiel 55 in ein Wasser-koagulierungsbad bei etwa 20 C
mit einer Geschwindigkeit von 21.4 m/Min, gesponnen. Die für die Mehrkomponenten-Hohlfasern erhaltenen Versuchsergebnisse
beim Trennen eines Wasserstoff/Kohlenmonoxid-Gasgemisches sind in der nachstehenden Tabelle XII aufgeführt.
-/116 809820/0995
CO ΙΌ O
co co cn
| 52 | 53 | TABELLE XII | 55 | 56 | 58 | nitril/Sty- | |
| Beispiel Nr. | Dow Corning | Dow Corning | 54 | Dow Corning | Dow Corning | Dow Corning | rol keine |
| Sylgard 184 | X-4258 | Dow Corning | Sylgard 184 | Sylgard 184 | Sylgard 184 | Nachbehand | |
| nachvulka | <X-methyl | X-4258 | nachvulka | nachvulka | nachvulka | lung | |
| nisierter | Styrol/Di- | «-methyl | nisierter | nisierter | nisierter | ||
| Silicon | methylsilo- | Styrol/Di- | Silicon | Silicon- | Silicon | ||
| kautschuk | xan Block- | rn.ethylsilo- | kautschuk | Kautschuk | kautschuk | H2, CO | |
| C.E.Lexan | Copolymeri- | xan Block- | 33/67 Acryl | VHAN Copo- | VHAN Copoly- | ||
| 151 PoIy- | sat | Copolymeri- | nitril/Sty- | lymerisat | merisat | ||
| carbonat | G.E.Lexan | sat | rol-Copoly- | 44/56 Acryl-44/56 Acryl- | |||
| 151 PoIy- | P-3500 | merisat, in | nitril/Sty- | ||||
| carbonat | Polysulfon | Methanol | rol nachbe | ||||
| behandelt, | handelt in | ||||||
| getrocknet | Methanol,- | ||||||
| getrocknet | |||||||
| Zugeleitetes | H2, CO | H2, CO | H2, CO | H ,CO | |||
| Gas | H2, CO | ||||||
Beschichtungsverfahren F
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungsmaterial H2 zu CO 1.9
Trennfaktor poröse
Trennmembrane
H2 zu CO 3.29
Trennfaktor Mehrkomponentenmem brane H- zu CO 7.5
>o
2.1
1.3
9.4
2.1
3.0
15.6
1.9
3.0
1.9
1.9
3.2
32
67.5
17
52
53
55
56
57
co co cn
Durchlässigkeit für H, Mehrkomponenten- ς ς
membrane 4.41χ10~3 9.95χ1Ο~3 6.7x10
für H2 poröse , ,
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor, H7 zu CO
für das Material der porösen Trennmembrane 23.2 23.2
3.2x1O~5 1.9x10"5 4.46x10"5
2.9x10
-4
85
3.4x10
-4
BEISPIEL 58
Dieses Beispiel beschreibt eine Mehrkomponentenmembrane, die mehrfach beschichtet wurde, um einen gewünschten Trennfaktor
zu erhalten. Eine poröse Hohlfaser-Trennmembrane bestehend aus einem Copolymerisat von 63% Acrylnitril und 37% Styrol
wurde aus einer Lösung mit 27.5 Gew.% Copolymerisat in einem Lösungsmittelgemisch aus Dimethylformamid/Formamid im Verhältnis
93/7 in ein Wasserbad von 2 C mit einer Geschwindigkeit von 21.4 m/Min, naßstrahlgesponnen. Diese Faser wurde zuerst durch
Eintauchen in Methanol behandelt, wobei die Bohrung einem Unterdruck ausgesetzt wurde, dann getrocknet und die Methanolbehandlung
sowie das Trocknen wiederholt. Anschließend wurde die getrocknete Substratfaser nach Verfahren D mit Poly(cis-isopren)
in Pentan-Lösungsmittel beschichtet, 30 Minuten bei 85 C gehärtet und dann mit einer 10%igen Lösung Sylgard 184 in Pentan
nach dem Verfahren F beschichtet. Das beschichtete Substrat wurde dann erneut mit der Poly(cis-isopren)-Lösung beschichtet,
getrocknet und nochmals mit der Sylgard 184-Lösung beschichtet, anschließend 30 Minuten bei 90°C, 30 Minuten bei 100°C und
schließlich 30 Minuten bei 1O5°C gehärtet. Die Versuchsergebnisse für die unbeschichteten, porösen und die mehrfach beschichteten
Mehrkomponentenmembranen sind in Tabelle XIII aufgeführt.
809820/0995 "/119
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungsmaterial,
H2 zu CO
Trennfaktor poröse Trennmembrane, H2 zu CO
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane, H2 zu CO
Durchlässigkeit für H2 Mehrkomponentenmembrane
Durchlässigkeit für H2 poröse Trennemembrane
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor, H2 zu CO
des Materials der porösen Trennmembrane
Cis-Isopren 3.5 Sylgard 184 1.9
5.09
82
82
6.5 χ 10
-7
2.65 χ 10
320
-5
Die Beispiele 59 und 60 beschreiben Mehrkomponentenmembranen unter Verwendung einer porösen bromierten Poly(xylyloloxid)
-Trennmembrane in Hohlfaserform mit einer Beschichtung. Die Hohlfaser wurde aus einer Spinnflüssigkeit mit 30 Gew.%
Polymerisat in N-Methylpyrrolidon in ein Wasserkoagulierungsbad
bei 85°C mit einer Geschwindigkeit von 14.8 m/Min, naßstrahlgesponnen.
In Beispiel 59 wird das bromierte Poly(xylyloloxid), bei dem im wesentlichen die Methylgruppen bromiert sind, ohne
Nachbehandlung nach dem Spinnen beschichtet. In Beispiel 60 wird das bromierte Poly(Xylyloloxid) durch 20stündiges Eintauchen
in eine Lösung aus 10% . Trimethylamin in Wasser nachbehandelt. Bei beiden Beispielen wurde als Beschichtung
809820/0995
-/120
Dow Coming Sylgard 184 - Siliconkautschuk verwendet, der nach
dem Verfahren B (siehe Tabelle XVI) aufgetragen wurde. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle XIV aufgeführt.
59
60
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungsmaterial H2 zu CO
Trennfaktor poröse Trennmembrane H_ zu CO
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane H2 zu CO
Durchlässigkeit für H-Mehrkomponentenmembrane
Durchlässigkeit für H2 poröse Trennmembrane
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor H_ zu CO Material der porösen
Trennmembrane
Dow Corning Sylgard 184
nachvulkanisierter SiIiconkautschuk Bromiertes
Poly (xylyloloxid)
nachvulkanisierter SiIiconkautschuk Bromiertes
Poly (xylyloloxid)
1.9
1.48
1.48
11.1
9.58 χ 10
1.25 χ 10
9.58 χ 10
1.25 χ 10
15
-5
-3
Dow Corning Sylgard 184 nachvulkanisierter SiIiconkautschuk
Bromiertes Poly(xylyloloxid) Nachbehandelt mit
1.9 2.85
9.59 1.27 χ
-5
3.83 χ
34
-5
809820/0995
-/121
BEISPIEL 61
Dieses Beispiel beschreibt eine Mehrkomponentenmembrane unter Verwendung einer anderen, porösen Trennmembrane aus modifiziertem
bromiertem Poly(xylyloloxid) in Hohlfaserform. Die Hohlfaser aus bromiertem Poly(xylyloloxid) von Beispiel 59
wurde nachbehandelt durch etwa 7Ostündiges Tränken bei 50 C in einer Lösung von 5 Gew.% Thioharnstoff gelöst in Wasser/
Methanol im Verhältnis 95/5. Nach dem Trocknen wurde die Hohlfasermembrane mit einer 5 %igen Lösung Dow Corning Sylgard in
Pentan nach Verfahren F (siehe Tabelle XVI) beschichtet. Bei den Versuchen mit der nachbehandelten porösen Hohlfaser-Trennmembran
und der beschichteten Mehrkomponentenmembran erhielt man folgende Ergebnisse:
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungsmaterial
H2 zu CO 1.9
H2 zu CO 1.9
Trennfaktor poröse Trenn-
membrane, H- zu CO 5.6
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane,
H2 zu CO 46.1
Durchlässigkeit für H, _6
Mehrkomponentenmeinbrane 7.2 χ 1Ο~
Durchlässigkeit für H, _5
Poröse Trennmembrane 3.9 χ 1Ο~
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor, H2 zu CO,
des Materials der porösen
Trennmembrane /v 150
des Materials der porösen
Trennmembrane /v 150
809820/0995 ~/122
Diese Beispiele verdeutlichen die Flexibilität der Erfindung, bei der sowohl auf der Innenfläche wie auch auf Innen-
und Außenfläche einer porösen Hohlfaser-Trennmembrane eine Beschichtung
vorhanden sein kann. Außerdem beschreiben sie die Erfindung innerhalb eines Prozesses, bei dem der gasförmige
zugeleitete Strom auf die der Beschichtung gegenüberliegende Oberfläche der Mehrkomponentenmembrane trifft. In Beispiel
62 wurde eine poröse Hohlfasertrennmembrane aus Polysulfon auf
der Innenseite mit einer 3%igen Lösung von nachvulkanisiertem Siliconkautschuk Sylgard 184 in Pentan beschichtet, indem diese
Lösung langsam durch die Bohrung des Hohlfasersubstrats gepumpt wurde und die Faser an der Luft trocknen konnte. Die
Durchlässigkeit wurde ermittelt, indem ein H2-CO-Gemisch von
außen in die Bohrung der so erhaltenen zusammengesetzten Membrane geleitet wurde. In Beispiel 63 wurde die Faser von Beispiel
62, deren Bohrung beschichtet ist, zusätzlich mit derselben Sylgard 184-Lösung nach dem Verfahren F beschichtet.
Die Versuchsergebnisse für diese Mehrkomponentenmembranen sind in der nachfolgenden Tabelle XV angeführt.
— /123
809820/0995
62
63
Dow Coming Sylgard 184 nachvulkanisierter
Siliconkautschuk
Polysulfon(a)
(nur die Bohrung beschichtet)
Bestimmter eigentlicher Trennfaktor Beschichtungsmaterial
H2 zu CO
Trennfaktor poröse Trennmembrane H2 zu CO
Trennfaktor Mehrkomponentenmembrane H2 zu CO
Durchlässigkeit für H Mehrkomponentenmembrane
Durchlässigkeit für H2 poröse Trennmembrane
2.3
3.23
22.0
3.6 χ 10
-5
2.06 χ 10
-4
Dow Corning Sylgard nachvulkanisierter Siliconkautschuk
Polysulfon(a)
(Bohrung und Aussenseite beschichtet)
2.3
3.23
21.2
2.31 χ 10
-5
2.06 χ 10
-4
(a) Polysulfon, Union Carbide, P-3500, naßgesponnen aus einer
Spinnflüssigkeit mit 30 Gew.% in einem Lösungsmittelgemiech aus
Dimethylformamid/N-Methylpyrrolidon im Verhältnis 50/50
in Wasser von 2°C mit einer Geschwindigkeit von 21.4 m/Min, und nach dem Waschen und Recken mit 33 m/Min, aufgewickelt.
809820/0995
-/124
Dieses Beispiel beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Mehrkomponentenmembrane in Hohlfaserform, für die eine
poröse Polysulfon-Trennmembrane und eine Beschichtung aus SyI-gard
184 verwendet werden. Das Polysulfon-Polymerisat (P-35OO,
erhältlich bei Union Carbide) wird etwa 25 Stunden bei 1OO°C und einem Druck von 125 mm Quecksilbersäule getrocknet. Dem
' getrockneten Polysulfon wird bei einer Temperatur von etwa 65 bis 70 C Dimethylacetamid beigemischt (Feuchtigkeitsgehalt
geringer als etwa 0.1 Gew.%), um so eine Lösung zu erhalten, die 27.5 Gew.% Polysulfon enthält. Die Lösung wird zu einem
Lagerbehälter transportiert, der mit einer Stickstoffatmosphäre bei etwa 1.4 kg pro Quadratzentimeter beaufschlagt wurde.
Die Lösung wird, während sie sich im Lagerbehälter befindet, nicht erhitzt und kann somit auf Raumtemperatur abkühlen.
Die polymere Lösung wird von dem Lagerbehälter aus zu einer Hohlfaser-Spinndüse gepumpt, die in ein wässriges Bad
einer Temperatur von etwa 4 C eingetaucht ist. Die Spinndüse weist eine äußere Austrittsöffnung mit einem Durchmesser von
0.0559 cm, einen inneren Stift vonO.0229 cm und eine Einspritzöffnung
in dem Stift vonO.0127 cm auf. Die polymere Lösung wird
zur Spinndüse hingepumpt gemäß einer Dosierungsmenge von etwa 7.2 Milliliter pro Minute und wird aus der Spinndüse verstreckt
bei einer Geschwindigkeit von etwa 33 Meter pro Minute. Die polymere Lösung koaguliert bei Berührung mit dem wässrigen Bad
in Form einer Hohlfaser. Durch die Einspritzöffnung der Spinn-
8 0 9820/0995 -/125
düse wird destilliertes Wasser geleitet, das die Innenseite
der Hohlfaser koaguliert. Die Faser durchquert das wässrige Bad über eine Strecke von etwa einem Meter. Ein Teil des wässrigen
Bades wird kontinuierlich gereinigt, damit die Konzentration von Dimethylacetamid im Bad stets unter etwa 4 Gew.%
bleibt.
Anschließend wird die Faser in ein zweites wässriges Bad getaucht, das auf einer Temperatur von etwa 4°C gehalten wird,
über eine Strecke von etwa fünf Metern. Bei Verlassen des zweiten wässrigen Bades enthält die Faser eine gewisse Menge
an Dimethylacetamid.
Nach dem zweiten wässrigen Bad wird die Faser in zwei weitere wässrige Bäder bei Raumtemperatur getaucht, und zwar
in jedem über eine Strecke von etwa fünf Metern hin, dann wird die Faser auf einen Spulenkern gewickelt, wobei die Spannung
nur so groß ist, daß das Aufwickeln durchgeführt werden kann. Während des Aufwickeins wird die Faser mit Wasser naßgehalten,
und nach dem Aufwickeln wird die Spule in einen wasserhaltigen Bottich getaucht und bei Raumtemperatur gelagert.
Anschließend wird die Faser unter Umgebungsbedingungen, vorzugsweise bei etwa 20 C und 50 % relativer Feuchtigkeit getrocknet.
Die getrocknete Faser wird dann mit einer etwa 5%igen Dimethylsiloxan-Lösung, welche Siliconkautschuk-Vorpolymerisat
(Sylgard 184, erhältlich bei Dow Corning) enthält sowie einen Härter in n-Pentant Die Beschichtung wird durch Eintauchen
der Faser in die Vorpolymerisat-Lösung aufgetragen, beschichtet
809820/0995 _/126
wobei die Lösung unter Überdruck gehalten wird. Die Faser kann an der Luft trocknen und vernetzen, um so die Siliconkautschukbeschichtung
zu ergeben.
809820/0995 "/127
TABELLE XVI - Beschichtungsverfahren
A. Die poröse Hohlfasermembrane wurde in unverdünntes, flüssiges
Besdichtungsmaterial getaucht. Die überschüssige Flüssigkeit
ließ man abtropfen.
B. Die poröse Hohlfasermembrane wurde in unverdünntes, flüssiges
Beschichtungsmaterial getaucht, wobei die Bohrung der porösen Hohlfaser unter Vakuum gesetzt wurde. Nach Herausnahme
der Faser wurde das Vakuum unterbrochen und die überschüssige Flüssigkeit konnte abtropfen.
C. Die poröse Hohlfasermembrane wurde in flüssiges Beschichtungsmaterial
getaucht, das mit einem Kohlenwasserstoff-Lösungs mittel verdünnt war. Das Lösungsmittel ließ man verdunsten.
D. Die poröse Hohlfasermembrane wurde in flüssiges Beschichtungsmaterial
mit einem Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel getaucht, wobei die Bohrung der porösen Hohlfaser unter Vakuum
gesetzt wurde. Nach Herausnahme der Faser wurde das Vakuum unterbrochen und das Lösungsmittel konnte verdunsten.
E.Die poröse Hohlfasermembrane wurde in eine Lösung getaucht,
welche Beschichtungsmaterial in Form eines polymerisierbaren
Vorpolymerisats, einen geeigneten Härter und Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel enthielt. Man ließ das Lösungsmittel verdunsten
und das Vorpolymerisat der Membrane wurde an Ort und Stelle gehärtet.
809820/0995 _/128
F. Das gleiche Beschichtungsverfahren wie in E beschrieben
wurde angewendet, nur wurde die Bohrung der Hohlfaser unter Vakuum gesetzt, während sie in die Beschichtungslösung getaucht
wurde.
- Patentansprüche -
809820/0995
, /139
Leerseite
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHEBeschichtungsmaterial in Kontakt mit einem porösen Träenthält,
geFy~dadurch gekennzeichnet, daß der poröse Träger eine poröse Trennmembrane ist, die ein wesentliches Hohlraumvolumen aufweist und ein Material enthält , das einen selektiven Durchfluß für mindestens ein Gas aus einem gasförmigen Gemisch gegenüber einem oder mehreren verbleibenden Gasen aus dem gasförmigen Gemisch aufweist und daß das Material der Beschichtung in okkludierendem Kontakt der porösen Trennmembrane steht, wobei das Material der porösen Trennmembrane für mindestens ein Paar von Gasen einen bestimmten eigentlichen Trennfaktor aufweist, der größer ist als der bestimmte eigentliche Trennfaktor des Beschichtungsmeterials und die Mehrkomponentenmembrane einen Trennfaktor aufweist, der deutlich größer ist als der bestimmte eigentliche Trennfaktor des Beschichtungsmaterials. - 2. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte, mindestens eine, Paar von Gasen ein Gas der Gruppe Wasserstoff, Helium, Ammoniak und Kohlendioxid und ein anderes Gas der Gruppe Kohlenmonoxid, Stickstoff, Argon, Schwefelhexafluorid, Methan und Äthan enthält und daß das genannte Hohlraumvolumen etwa 10 bis 80 Prozent beträgt.
- 3. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Trennfaktor, den die Mehrkomponentenmembrane aufweist, um mindestens etwa 35 Prozent größer ist als der genannte bestimmte eigentliche Trennfaktor des Beschichtungs-809820/0995-/130materials, daß die Beschichtung mindestens eine Fläche der porösen Trennmembrane berührt und die poröse Trennmembrane anisotropisch ist mit einem relativ dichten Bereich.
- 4. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Trennemembrane mindestens eine der Verbindungen Polysulfon, Copolymerisat aus Styrol und Acrylnitril, Polykarbonat und Zelluloseazetat enthält.5. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Polysulfon eine{sich wiederholende Gruppe aufweist, dargestellt durchR1worin beide, R und R1, aliphatische oder aromatische, kohlenwasserstoff haltige Teile sind, von 1 bis etwa 40 Kohlenstoffatomen.6. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Polysulfon eine sich wiederholende Gruppe aufweist, dargestellt durchT3worin η etwa 50 bis 80 ist.7. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeich-809820/0995-/131- 13-Γ -net, daß das Polysulfon ein Poly-arylenäthersulfon enthält.8. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für mindestens ein aus der Gruppe Kohlenmonoxid, Stickstoff, Argon, Schwefelhexafluorid, Methan, Äthan und Kohlendioxid ausgewähltes Gas die wirksame Trenndicke der Mehrkomponentenmembrane kleiner als etwa 5000 Angström ist, bezogen auf die Durchflußkonstante des Polysulfons für das genannte Gas ι daß das Verhältnis des Gesamtoberflachengebiets zu dem Gesamtporenquerschnittsgebiet der porösen Trennmembrane mindestens etwa 10 :1 ist;. daß die poröse Trennmembrane einen durchschnittlichen Porendurchmesser aufweist, der kleiner als etwa 20.000 Angström ist und das Polysulfon ein Molekulargewicht von mindestens etwa 10.000 aufweist.9. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Trennmembrane ein Poly-arylenoxid enthält.10. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Trennmembrane bromiertes Poly-xylylenoxid enthält.11.Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekenneeichnet, daß die poröse Trennmembrane ein Copolymerisat aus Styrol und Acrylnitril aufweist,das etwa 20 bis 70 Gewichtsprozent Styrol und etwa 30 bis 80 Gewichtsprozent Acrylnitril enthält.12. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung zumindest eine der Verbindungen80 9 8 20/0996-/132Polysiloxan, Polyisopren, Copolymerisat aus crt-Methylstyrol und Polysiloxan, Polystyrol mit einem Polymerisationsgrad von etwa 2 bis 20 sowie aliphatische, kohlenwasserstoffhaltige, organische Verbindungen mit etwa 14 bis 30 Kohlenstoffatomen enthält.13. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung unter Verwendung einer im wesentlichen flüssigen, für die Herstellung der Beschichtung geeigneten, Substanz aufgetragen wird und daß die Beschichtung auf jeder Oberfläche der porösen Trennmembrane, auf die sie aufgetragen wird, bis etwa 50 Mikron beträgt.14. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen flüssige Substanz auf eine Oberfläche der porösen Trennmembrane aufgebracht wird und die andere Oberfläche während der Auftragung einem niedrigeren absoluten Druck ausgesetzt ist.15. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine im wesentlichen flüssige Substanz, die polymerisationsfähiges Material enthält, auf die poröse Trennmembrane aufgebrabht wird und das polymerisationsfähige Material nachdem Auftragen auf die poröse Trennmembrane zwecks Erhalt der Beschichtung polymerisiert wird.16. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung ein Polysiloxan enthält und im wesentlichen nicht unterbrochen ist.809820/0996 _/13317. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung mindestens ein aliphatisches oder ein aromatisches Polysiloxan aufweist mit sich wiederholenden Gruppen, die 1 bis etwa 20 Kohlenstoffatome enthalten.18. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Polysiloxan zwecks Erhalt von Silikonkautschuk vernetzt wurde und vor der Vernetzung ein Molekulargewicht von etwa 1000 bis 1OO.OOO hat.19. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß für mindestens ein aus der Gruppe Kohlenmonoxid, Stickstoff, Argon, Schwefelhexafluorid, Methan, Äthan und Kohlendioxid ausgewähltes Gas die wirksame Trenndicke der Mehrkomponentenmembrane kleiner als etwa 15.000 Angström ist, bezogen auf die Durchflußkonstante des Materials der porösen Trennmembrane für das genannte Gas und daß das Verhältnis von Gesamtoberflächengebiet zu Gesamtporenquerschnittsgebiet der porösen Trennmembrane mindestens etwa 10 :1 beträgt.20. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichtungsmaterial für mindestens ein Gas aus dem genannten Paar von Gasen eine höhere Duchflußkonstante aufweist als sie das Material der porösen Trennmembrane besitzt.21 f Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrkomponentenmembrane eine größere Durchlässigkeit aufweist als die einer im wesentlichen gleichen Membrane809820/0995wie die poröse Trennbembrane, π it der Ausnahme, daß mindestens eine Oberfläche der genannten Membrane ausreichend enthärtet wurde, mit oder ohne Vorhandensein einer Flüssigkeit, um für das genannte, mindestens eine Paar von Gasen einen Trennfaktor 2u erhalten, der gleich groß oder größer als der Trennfaktor ist, den die Mehrkomponentenmembrane aufweist.22. Mehrkomponentenmembrane gemäß Abspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrkomponentenmembrane eine größere Durchlässigkeit aufweist als eine im wesentlichen gleiche Membrane wie die poröse Trennmembrane, mit der Ausnahme, daß mindestens eine Oberfläche der genannten Membrane behandelt wurde, um die Membrane ausreichend zu verdichten, damit für das genannte, mindestens eine Paar von Gasen ein Trennfaktor erreicht wird, der gleich groß oder größer ist als der Trennfaktor, den die Mehrkomponentenmembrane aufweist.23. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Trennmembrane eine anieotropische Hohlfaser ist, die in der Lage ist, die Konfiguration der Hohlfaser unter den Bedingungen der Gasabtrennung aufrecht zu erhalten und in welcher die Mehrkomponentenmembrane eine größere Durchlässigkeit aufweist als eine anisotropische Hohlfasermembrane, die aus dem Material der porösen Trennmembrane besteht, wobei die Membrane fähig ist, die Konfiguration der Hohlfaser unter den Bedingungen der Gasabtrennung aufrecht zu erhalten und wobei die genannte Membrane für das genannte, mindestens eine Paar von Gasen einen Trennfaktor aufweist, der gleich groß-/135809820/0995oder größer ist als der Trennfaktor der Mehrkomponentenmembrane.24. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Trennfaktor als auch die Durchlässigkeit der Mehrkomponentenmembrane von dem Verhältnis des Gesamtoberflächengebiets zum Gesamtporenquerschnittsgebiet und/oder vom durchschnittlichen Porenquerschnittsdurchmesser der genannten porösen Trennmembrane beeinflußt werden.25. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Trennfaktor als auch die Durchlässigkeit der Mehrkomponentenmembrane von den jeweiligen Widerständen gegenüber Gasfluß durch die Poren der genannten porösen Trennmembrane sowie durch die festen Teile der porösen Trennmembranen beeinflußt werden.26. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrkomponentenmembrane*ein Film ist.27. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrkomponentenmembrane eine Hohlfaser ist.28. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung zumindest die äußere Oberfläche der Hohlfaser berührt.29. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung zumindest die Einströmungsoberfläche80982 0/0995-/136der porösen Trennmembrane berührt.30. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung beide Oberflächen der porösen Trennmembrane berührt und die Beschichtung, die mit beiden Oberflächen in Kontakt steht, eine durchschnittliche Dicke bis zu etwa 50 Mikron aufweist.31. Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung mindestens zwei Schichten auf v;e ist.32. Verfahren zur Abtrennung von mindestens einem Gas eines gasförmigen Gemische von mindestens einem anderen Gas des genannten gasförmigen Gemischs durch selektiven Durchfluß, wobei das erhaltene Durchflußprodukt mindestens ein durchfließendes Gas enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das gasförmige Gemisch mit mindestens einer Oberfläche einer Ilehrkomponentenmembrane in Berührung gebracht wird, die aus einem Beschichtungsmaterial in absorbierender Verbindung mit einer porösen Trennmembrane besteht, wobei die Mehrkomponentenmembrane für mindestens ein Paar von Gasen aus dem genannten gasförmigen Gemisch selektiven Durchfluß eines Gases des genannten Paares von Gasen gegenüber dem verbleibenden Gas des genannten Paares von Gasen aufweist, wobei die entgegengesetzte Oberfläche der Mehrkomponentenmembrane auf einem niedrigeren chemischen Potential für das genannte, mindestens eine durchfließende Gas gehalten wird, als das chemische Potential auf der vorgenannten Oberfläche; wobei das« aenamite,. mindestens eine durchflies-o Oa 820/0886-/137sende Gas in und durch die Mehrkomponentenmembrane hindurchströmt und wobei aus der Nähe der genannten, entgegengesetzten Oberfläche ein Durchflußprodukt entnommen wird, dessen Verhältnis zwischen dem genannten, mindestens einem Gas aus dem gasförmigen Gemisch zu dem genannten, mindesten einem, anderen Gas aus dem genannten gasförmigen Gemisch anders ist, als das Verhältnis des genannten, mindestens einen, Gases zu dem genannten, mindestens einem, anderen Gas in dem gasförmigen Gemisch.33. Verfahren gemäß Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das vorgenannte, mindestens eine, Gas Sauerstoff und das gasförmige Gemisch Luft enthält.34. Verfahren gemäß Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte, mindestens eine, Gas Wasserstoff und das genannte, mindestens eine, andere Gas mindestens ein Gas der Gruppe Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Helium, Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Wasserstoffsulfid, Lachgas, Ammoniak und Kohlenwasserstoff von 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen enthält.35. Verfahren gemäß Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte, mindestens eine, Gas Ammoniak und das gasförmige Gemisch Ammoniak und mindestens ein anderes aus der Gruppe Wasserstoff, Stickstoff, Methan und Argon enthält.36. Verfahren gemäß Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte, mindestens eine, Gas Kohlendioxid und das gasförmige Gemisch Kohlendioxid und mindestens ein an-'IVdere.s aus der Gruppe Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoff mit 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen und Stickstoff enthält.37. Verfahren gemäß Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte, mindestens eine, Gas Helium und das gasförmige Gemisch Helium und mindestens eiifen Kohlenwasserstoff mit 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen enthält.38. Verfahren gemäß Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte, mindestens eine, Gas Wasserstoffsulfid und das gasförmige Gemisch Wasserstoffsulfid und mindestens eine.n Kohlenwasserstoff mit 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen enthält.39. Verfahren gemäß Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte, mindestens eine, Gas Kohlenmonoxid und das gasförmige Gemisch Kohlenmonoxid und mindestens ein Gas der Gruppe Wasserstoff, Helium, Stickstoff und Kohlenwasserstoff mit 1 bis etwa 5 Kohlenstoffatomen enthält.40.Vorrichtung zur selektiven Abtrennung von mindestens einem Gas eines gasförmigen Gemischs von mindestens einem verbleibenden Gas, gekennzeichnet durch eineAnlage und eine Mehrkomponentenmembrane gemäß Anspruch 1 innerhalb der genannten Anlage zur selektiven Abtrennung des genannten, mindestens einen, Gases in dem gasförmigen Gemisch, welche ein Durchflußprodukt erzeugt, wobei die genannte Mehrkomponentenmembrane eine Einströmungsoberfläche und eine gegenüberliegende Austrittsober-809820/0995-/139fläche aufweist und die genannte Anlage mit Mitteln ausgestattet ist, die es ermöglichen, daß die genannte Einströmungsoberfläche mit dem genannten gasförmigen Gemisch versorgt wird, sowie mit Mitteln, die es ermöglichen, Gase aus der Nähe der Einströmungsoberfläche zu entfernen und mit Mitteln, die es ermöglichen, das genannte Durchflußprodukt aus der Nähe der Austrittsoberfläche zu entfernen.4.1. Mehrkomponentenmembrane zur Abtrennung von Gasen, bestehend aus einem Beschichtungsmaterial in Berührung mit einem porösen Träger, dadurch gekennzeichnet, daß der poröse Träger eine poröse Trennmembrane ist mit einem beträchtlichen Hohlraumvolumen und ein Material aufweist, das selektiven Durchfluß für mindestens ein Gas eines gasförmigen Gemischs gegenüber einem oder mehreren verbleibenden Gasen des gasförmigen Gemisches aufweist und daß das Beschichtungsmaterial in okkludierendem Kontakt mit der porösen Trennmembrane steht, wobei das genannte Beschichtungsmaterial eine ausreichende Molekulargröße hat, so dass das Beschichtungsmaterial während der Gasabtrennung nicht durch die Poren der porösen Trennmembrane gesogen wird, wobei das Material der porösen Trennmembrane für mindestens ein Paar von Gasen einen bestimmten eigentlichen Trennfaktor aufweist, der größer ist als der bestimmte eigentliche Trennfaktor des Beschichtungsmaterials und die Mehrkomponentenmembrane einen Trennfaktor aufweist, der bedeutend größer ist als der bestimmte eigentliche Trennfaktor des Be-Schichtungsmaterials.809820/0995
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US74215976A | 1976-11-15 | 1976-11-15 | |
| US05/832,481 US4230463A (en) | 1977-09-13 | 1977-09-13 | Multicomponent membranes for gas separations |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2750874A1 true DE2750874A1 (de) | 1978-05-18 |
| DE2750874C2 DE2750874C2 (de) | 1986-04-30 |
Family
ID=27113975
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2750874A Expired DE2750874C2 (de) | 1976-11-15 | 1977-11-14 | Verbundmembran zum Trennen von Gasgemischen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung |
Country Status (28)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5951321B2 (de) |
| AR (1) | AR224102A1 (de) |
| AT (1) | AT374375B (de) |
| AU (1) | AU504016B2 (de) |
| BE (1) | BE860811A (de) |
| BR (1) | BR7707583A (de) |
| CA (1) | CA1107203A (de) |
| CS (1) | CS257751B2 (de) |
| DD (1) | DD133298A5 (de) |
| DE (1) | DE2750874C2 (de) |
| DK (1) | DK148735C (de) |
| EG (1) | EG13082A (de) |
| ES (3) | ES464048A1 (de) |
| FI (1) | FI61636C (de) |
| FR (1) | FR2410501A1 (de) |
| GB (1) | GB1590813A (de) |
| IL (1) | IL53379A (de) |
| IT (1) | IT1089058B (de) |
| MX (2) | MX172537B (de) |
| NL (1) | NL175387C (de) |
| NO (1) | NO149019C (de) |
| PH (1) | PH14682A (de) |
| PL (1) | PL125022B1 (de) |
| PT (1) | PT67269B (de) |
| RO (1) | RO76391A (de) |
| SE (1) | SE440744B (de) |
| TR (1) | TR19886A (de) |
| YU (1) | YU41572B (de) |
Cited By (17)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0009385A1 (de) * | 1978-09-19 | 1980-04-02 | Monsanto Company | Verfahren zur Herstellung von Methanol |
| DE3011917A1 (de) * | 1979-03-28 | 1980-10-02 | Monsanto Co | Anisotrope membran und verfahren zu ihrer herstellung |
| EP0021756A1 (de) * | 1979-06-18 | 1981-01-07 | Monsanto Company | Selektives Adsorptionsverfahren und -system |
| DE3006880A1 (de) * | 1980-02-23 | 1981-09-03 | Akzo Gmbh, 5600 Wuppertal | Plasmaphoresemembran |
| EP0024718A3 (de) * | 1979-09-04 | 1981-10-14 | Friedrich Wolff | Vorrichtung zur Erhöhung oder Verminderung des Sauerstoffanteils der Luft sowie Verfahren zu deren Herstellung und Verfahren zu deren Betrieb |
| EP0086365A1 (de) * | 1982-01-29 | 1983-08-24 | Asahi Kasei Kogyo Kabushiki Kaisha | Hohlfasermembran vom Typ aromatische Sulfone und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| EP0097424A3 (de) * | 1982-06-23 | 1984-04-11 | The Standard Oil Company | Semipermeable Cellulose-Membrane |
| EP0130963A1 (de) * | 1983-06-30 | 1985-01-09 | Monsanto Company | Vernetzte Polyarylenäther-Membranen |
| EP0131559A1 (de) * | 1983-06-30 | 1985-01-16 | Monsanto Company | Membranen auf der Basis von amorphen Polyaryläthern,welche an die Arylgruppen substituiert sind |
| EP0141793A1 (de) * | 1983-06-30 | 1985-05-15 | Monsanto Company | Asymmetrische Membranen für die Gastrennung mit erhöhter Selektivität sowie deren Herstellungsverfahren |
| EP0191209A1 (de) * | 1985-02-14 | 1986-08-20 | Uop Inc. | Semipermeable Composite-membranen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung in Vorrichtungen zur Messung und Abtrennung von Wasserstoff |
| EP0242069A3 (de) * | 1986-04-14 | 1988-08-03 | Dow Corning Corporation | Zusammengesetzte Halbdurchlässige Membranen hergestellt durch Auftragen von wässerigen Silikonemulsionen auf porösen Trägern |
| EP0214360A3 (de) * | 1985-07-15 | 1988-09-07 | Gkss-Forschungszentrum Geesthacht Gmbh | Verfahren zur Herstellung und Erhöhung der Selektivität einer integralasymmetrischen Membran |
| EP0377424A3 (en) * | 1988-12-27 | 1990-07-25 | Permea, Inc. | Process for capturing nitrogen from air using gas separation membranes |
| DE4242806A1 (de) * | 1992-12-17 | 1994-06-23 | Siemens Ag | Sensorschlauch |
| EP0674938A1 (de) * | 1994-03-31 | 1995-10-04 | PERMEA, Inc. | Verfahren zur Herstellung von Verbundmembranen |
| EP0679428A1 (de) * | 1994-04-28 | 1995-11-02 | Praxair Technology, Inc. | Verfahren zur Herstellung von Membranen aus Mischungen von Polyetherimid- und Polyimidpolymeren |
Families Citing this family (25)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5416378A (en) * | 1977-07-08 | 1979-02-06 | Asahi Chem Ind Co Ltd | Polysulfone semipermeable membrane |
| CA1127472A (en) * | 1977-11-25 | 1982-07-13 | Robert L. Riley | Gas separation membranes and process for the preparation thereof |
| EP0017463B1 (de) * | 1979-04-03 | 1982-11-24 | Monsanto Company | Verfahren zur Wiedergewinnung von Gas |
| FR2478482A1 (fr) * | 1980-03-21 | 1981-09-25 | Lidorenko Nikolai | Membrane permeable aux gaz, procede de fabrication de celle-ci et oxygenateur de sang utilisant ladite membrane |
| FR2482468A1 (en) * | 1980-05-19 | 1981-11-20 | Bend Res Inc | Reverse osmosis composite membrane is hollow fibre - whose inner surface is coated with interfacial salt rejecting membrane |
| JPS5794304A (en) * | 1980-12-03 | 1982-06-11 | Sumitomo Chem Co Ltd | Gas separating membrane made of polysulfone hollow fiber and its manufacture |
| JPS57104007A (en) * | 1980-12-19 | 1982-06-28 | Matsushita Electric Ind Co Ltd | Oxygen-enriched gas supplying equipment for combustion |
| US4367135A (en) * | 1981-03-12 | 1983-01-04 | Monsanto Company | Processes |
| US4362613A (en) * | 1981-03-13 | 1982-12-07 | Monsanto Company | Hydrocracking processes having an enhanced efficiency of hydrogen utilization |
| JPS588514A (ja) * | 1981-07-08 | 1983-01-18 | Ube Ind Ltd | 複合分離膜の製造法 |
| JPS59160506A (ja) * | 1983-02-28 | 1984-09-11 | Kuraray Co Ltd | 複合中空糸分離膜およびその製造法 |
| JPS59169509A (ja) * | 1983-03-14 | 1984-09-25 | Toray Ind Inc | 気体分離用中空糸膜およびその製造方法 |
| US4639257A (en) * | 1983-12-16 | 1987-01-27 | Costain Petrocarbon Limited | Recovery of carbon dioxide from gas mixture |
| GB2151597B (en) * | 1983-12-16 | 1987-09-30 | Petrocarbon Dev Ltd | Recovery of carbon dioxide from gas mixtures |
| GB2154600A (en) * | 1984-02-23 | 1985-09-11 | British Gas Corp | Producing and purifying methane |
| AU576364B2 (en) * | 1984-04-11 | 1988-08-25 | Syrinx Research Pty. Ltd. | High flux membrane |
| JPS61408A (ja) * | 1984-06-11 | 1986-01-06 | Toyobo Co Ltd | 中空糸複合膜 |
| JPH0822373B2 (ja) * | 1986-02-10 | 1996-03-06 | 旭化成工業株式会社 | ポリスルホン系複合膜の製膜方法 |
| US5286280A (en) * | 1992-12-31 | 1994-02-15 | Hoechst Celanese Corporation | Composite gas separation membrane having a gutter layer comprising a crosslinked polar phenyl-containing - organopolysiloxane, and method for making the same - |
| US6315968B1 (en) * | 1995-01-18 | 2001-11-13 | Air Products And Chemicals, Inc. | Process for separating acid gases from gaseous mixtures utilizing composite membranes formed from salt-polymer blends |
| US6085549A (en) * | 1998-04-08 | 2000-07-11 | Messer Griesheim Industries, Inc. | Membrane process for producing carbon dioxide |
| US6128919A (en) * | 1998-04-08 | 2000-10-10 | Messer Griesheim Industries, Inc. | Process for separating natural gas and carbon dioxide |
| US20090223229A1 (en) * | 2006-12-19 | 2009-09-10 | Hua Wang | Method and System for Using Low BTU Fuel Gas in a Gas Turbine |
| ITUB20159436A1 (it) * | 2015-12-28 | 2017-06-28 | Medica S P A | Uso di una membrana per la purificazione di biogas |
| JPWO2024214595A1 (de) * | 2023-04-10 | 2024-10-17 |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3022187A (en) * | 1958-02-24 | 1962-02-20 | Commissariat Energie Atomique | Porous membranes of very fine porosity and proceses for production thereof |
| US3350844A (en) * | 1964-09-21 | 1967-11-07 | Gen Electric | Process for the separation or enrichment of gases |
| DE2110158A1 (de) * | 1970-03-03 | 1971-09-16 | Rhone Poulenc Sa | Anisotrope Membranen aus Organosih ciumpolymeren |
| DE1719557B2 (de) * | 1968-01-30 | 1974-01-17 | Gulf Oil Corp., San Diego, Calif. (V.St.A.) | |
| US3926798A (en) * | 1974-10-17 | 1975-12-16 | Us Interior | Reverse osmosis membrane |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1069231A (en) * | 1966-02-21 | 1967-05-17 | Du Pont | Separation of fluid mixtures |
| FR1566272A (de) * | 1968-01-19 | 1969-05-09 | ||
| JPS5255719A (en) * | 1975-10-31 | 1977-05-07 | Daicel Chem Ind Ltd | Hollow fibers having selective gas permeability and production thereof |
| US3980456A (en) * | 1975-03-31 | 1976-09-14 | General Electric Company | Method for sealing breaches in multi-layer ultrathin membrane composites |
-
1977
- 1977-11-10 FR FR7734031A patent/FR2410501A1/fr active Granted
- 1977-11-11 ES ES464048A patent/ES464048A1/es not_active Expired
- 1977-11-11 NL NLAANVRAGE7712432,A patent/NL175387C/xx not_active IP Right Cessation
- 1977-11-11 BR BR7707583A patent/BR7707583A/pt unknown
- 1977-11-14 NO NO773882A patent/NO149019C/no unknown
- 1977-11-14 BE BE182612A patent/BE860811A/xx not_active IP Right Cessation
- 1977-11-14 DD DD7700202073A patent/DD133298A5/de unknown
- 1977-11-14 AR AR269964A patent/AR224102A1/es active
- 1977-11-14 AU AU30607/77A patent/AU504016B2/en not_active Expired
- 1977-11-14 DE DE2750874A patent/DE2750874C2/de not_active Expired
- 1977-11-14 IL IL53379A patent/IL53379A/xx unknown
- 1977-11-14 MX MX193977A patent/MX172537B/es unknown
- 1977-11-14 PL PL1977202124A patent/PL125022B1/pl unknown
- 1977-11-14 PT PT67269A patent/PT67269B/pt unknown
- 1977-11-14 RO RO7792112A patent/RO76391A/ro unknown
- 1977-11-14 CA CA290,702A patent/CA1107203A/en not_active Expired
- 1977-11-14 JP JP52137219A patent/JPS5951321B2/ja not_active Expired
- 1977-11-14 IT IT29640/77A patent/IT1089058B/it active
- 1977-11-14 FI FI773439A patent/FI61636C/fi not_active IP Right Cessation
- 1977-11-14 MX MX171323A patent/MX148173A/es unknown
- 1977-11-14 DK DK503277A patent/DK148735C/da not_active IP Right Cessation
- 1977-11-14 SE SE7712818A patent/SE440744B/xx not_active IP Right Cessation
- 1977-11-14 GB GB47269/77A patent/GB1590813A/en not_active Expired
- 1977-11-14 AT AT0812477A patent/AT374375B/de not_active IP Right Cessation
- 1977-11-14 CS CS777473A patent/CS257751B2/cs unknown
- 1977-11-15 YU YU2722/77A patent/YU41572B/xx unknown
- 1977-11-15 PH PH20438A patent/PH14682A/en unknown
- 1977-11-15 EG EG639/77A patent/EG13082A/xx active
- 1977-11-16 TR TR19886A patent/TR19886A/xx unknown
-
1978
- 1978-01-30 ES ES466474A patent/ES466474A1/es not_active Expired
- 1978-12-01 ES ES475666A patent/ES475666A1/es not_active Expired
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3022187A (en) * | 1958-02-24 | 1962-02-20 | Commissariat Energie Atomique | Porous membranes of very fine porosity and proceses for production thereof |
| US3350844A (en) * | 1964-09-21 | 1967-11-07 | Gen Electric | Process for the separation or enrichment of gases |
| DE1719557B2 (de) * | 1968-01-30 | 1974-01-17 | Gulf Oil Corp., San Diego, Calif. (V.St.A.) | |
| DE2110158A1 (de) * | 1970-03-03 | 1971-09-16 | Rhone Poulenc Sa | Anisotrope Membranen aus Organosih ciumpolymeren |
| US3926798A (en) * | 1974-10-17 | 1975-12-16 | Us Interior | Reverse osmosis membrane |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Z: Chemie-Ingenieur-Technik, 4, 1976, 307-311 * |
Cited By (19)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0009385A1 (de) * | 1978-09-19 | 1980-04-02 | Monsanto Company | Verfahren zur Herstellung von Methanol |
| DE3011917A1 (de) * | 1979-03-28 | 1980-10-02 | Monsanto Co | Anisotrope membran und verfahren zu ihrer herstellung |
| FR2452507A1 (fr) * | 1979-03-28 | 1980-10-24 | Monsanto Co | Procede de preparation de membranes anisotropiques, nouveaux produits ainsi obtenus et leurs utilisations en particulier pour la separation de gaz |
| EP0021756A1 (de) * | 1979-06-18 | 1981-01-07 | Monsanto Company | Selektives Adsorptionsverfahren und -system |
| EP0024718A3 (de) * | 1979-09-04 | 1981-10-14 | Friedrich Wolff | Vorrichtung zur Erhöhung oder Verminderung des Sauerstoffanteils der Luft sowie Verfahren zu deren Herstellung und Verfahren zu deren Betrieb |
| DE3006880A1 (de) * | 1980-02-23 | 1981-09-03 | Akzo Gmbh, 5600 Wuppertal | Plasmaphoresemembran |
| EP0086365A1 (de) * | 1982-01-29 | 1983-08-24 | Asahi Kasei Kogyo Kabushiki Kaisha | Hohlfasermembran vom Typ aromatische Sulfone und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| EP0097424A3 (de) * | 1982-06-23 | 1984-04-11 | The Standard Oil Company | Semipermeable Cellulose-Membrane |
| EP0130963A1 (de) * | 1983-06-30 | 1985-01-09 | Monsanto Company | Vernetzte Polyarylenäther-Membranen |
| EP0131559A1 (de) * | 1983-06-30 | 1985-01-16 | Monsanto Company | Membranen auf der Basis von amorphen Polyaryläthern,welche an die Arylgruppen substituiert sind |
| EP0141793A1 (de) * | 1983-06-30 | 1985-05-15 | Monsanto Company | Asymmetrische Membranen für die Gastrennung mit erhöhter Selektivität sowie deren Herstellungsverfahren |
| EP0191209A1 (de) * | 1985-02-14 | 1986-08-20 | Uop Inc. | Semipermeable Composite-membranen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung in Vorrichtungen zur Messung und Abtrennung von Wasserstoff |
| EP0214360A3 (de) * | 1985-07-15 | 1988-09-07 | Gkss-Forschungszentrum Geesthacht Gmbh | Verfahren zur Herstellung und Erhöhung der Selektivität einer integralasymmetrischen Membran |
| EP0242069A3 (de) * | 1986-04-14 | 1988-08-03 | Dow Corning Corporation | Zusammengesetzte Halbdurchlässige Membranen hergestellt durch Auftragen von wässerigen Silikonemulsionen auf porösen Trägern |
| EP0377424A3 (en) * | 1988-12-27 | 1990-07-25 | Permea, Inc. | Process for capturing nitrogen from air using gas separation membranes |
| DE4242806A1 (de) * | 1992-12-17 | 1994-06-23 | Siemens Ag | Sensorschlauch |
| US5589647A (en) * | 1992-12-17 | 1996-12-31 | Siemens Aktiengesellschaft | Flexible sensor tube and method for determining a concentration curve of a medium along a path with the flexible sensor tube |
| EP0674938A1 (de) * | 1994-03-31 | 1995-10-04 | PERMEA, Inc. | Verfahren zur Herstellung von Verbundmembranen |
| EP0679428A1 (de) * | 1994-04-28 | 1995-11-02 | Praxair Technology, Inc. | Verfahren zur Herstellung von Membranen aus Mischungen von Polyetherimid- und Polyimidpolymeren |
Also Published As
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2750874A1 (de) | Mehrkomponentenmembranen zur abtrennung von gasen | |
| US4230463A (en) | Multicomponent membranes for gas separations | |
| DE3878326T2 (de) | Kunstlunge der membranart und verfahren zu ihrer verwendung. | |
| EP3003538B1 (de) | Mikroporöse polyvinylidenfluorid-membran | |
| DE69214226T2 (de) | Hohlfasenmembranen | |
| DE2615954C3 (de) | Membran auf Basis von Polyvinylalkohol | |
| DE69305567T2 (de) | Hohlfasermembran auf Polysulfonbasis und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE69600103T2 (de) | Membranen zur Trennung von Fluiden hergestellt aus Mischungen von Polyimiden | |
| DE69015320T2 (de) | Membranen aus sulfoniertem Polysulfon auf der Basis von Hexafluorbisphenol-A und Verfahren zum Trennen von Fluiden. | |
| EP2196254A1 (de) | Hydrophobe ozonstabile PVDF-Membran mit hoher mechanischer Stabilität | |
| US4822489A (en) | Aromatic polysulfone type resin hollow fiber membrane and a process for producing the same | |
| WO2014023380A1 (de) | Verfahren zum herstellen einer thermoresponsiven filtrationsmembran und thermoresponsive filtrationsmembran | |
| DE3716916A1 (de) | Verfahren zur herstellung einer integralasymmetrischen membran | |
| WO2016071271A1 (de) | Mikroporöse polyvinylidenfluori d-flachmembran und ihre herstellung | |
| DE102008029830A1 (de) | Polymermembran | |
| DE3011917A1 (de) | Anisotrope membran und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE3415624A1 (de) | Verbundmembran zur gastrennung | |
| DE69211414T2 (de) | Reaktive Behandlung zusammengesetzter Gastrennungsmembranen | |
| DE3147579A1 (de) | "hohlfasermembran zur trennung von gasen und verfahren zu ihrer herstellung" | |
| DE69112862T2 (de) | Verfahren zur Trocknung von Gasen. | |
| DE10034098C2 (de) | Hydrophobe mikroporöse Hohlfasermembran und Verfahren zur Herstellung dieser Membran sowie deren Verwendung in der Membranoxygenierung | |
| DE60036857T2 (de) | Verfahren zur herstellung von mikroporösen hohlfasermembranen aus perfluorinierten thermoplastischen polymeren | |
| DE69831305T2 (de) | Hohlfaser-filtrationsmembran auf polyacrylnitrilbasis | |
| DE3018667C2 (de) | Fasermembran für umgekehrte Osmose | |
| DE2228537B2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer anisotropen, mikroporösen, polymeren Niederdruckmembran |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: BERG, W., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT., PAT.-ANW., 8000 |
|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: TER MEER, N., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. MUELLER, F., |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: PERMEA INC., ST. LOUIS, MO., US |
|
| 8328 | Change in the person/name/address of the agent |
Free format text: TER MEER, N., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. MUELLER, F., DIPL.-ING., 8000 MUENCHEN STEINMEISTER, H., DIPL.-ING. WIEBUSCH, M., 4800 BIELEFELD URNER, P., DIPL.-PHYS. ING.(GRAD.), PAT.-ANWAELTE, 8000 MUENCHEN |