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DE2749151A1 - Metallisierte hochschrumpfende faeden und fasern - Google Patents

Metallisierte hochschrumpfende faeden und fasern

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Publication number
DE2749151A1
DE2749151A1 DE19772749151 DE2749151A DE2749151A1 DE 2749151 A1 DE2749151 A1 DE 2749151A1 DE 19772749151 DE19772749151 DE 19772749151 DE 2749151 A DE2749151 A DE 2749151A DE 2749151 A1 DE2749151 A1 DE 2749151A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibres
fibers
shrinking
threads
baths
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19772749151
Other languages
English (en)
Inventor
Harold Dipl Chem Dr Ebneth
Martin Dipl Chem Dr Wandel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE19772749151 priority Critical patent/DE2749151A1/de
Publication of DE2749151A1 publication Critical patent/DE2749151A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/83Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with metals; with metal-generating compounds, e.g. metal carbonyls; Reduction of metal compounds on textiles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Metallisierte hochschrumpfende Fäden und Fasern
  • Für eine Reihe von Einsatzzwecken hat sich ein Faser- oder Fädenmaterial, das eine hohe Leitfähigkeit aufweist, als wünschenswert herausgestellt.
  • So kann z.B. ein solches Material in Abmischung mit normalen, nicht oder nur wenig leitfähigen synthetischen Fäden oder Fasern verarbeitet werden, um die elektrostatische Aufladung der Mischung bzw. eines daraus gefertigten Artikels herabzusetzen.
  • Es sind zu diesem Zweck bereits rußhaltige Fasern, Metallfasern oder Fasern, deren Oberfläche metallisiert worden ist, vorgeschlagen worden.
  • Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, in solche Fäden-und Fasergemische solche rußhaltigen Fasern einzubringen, die hochschruipfend sind,um durch Aus schrumpfen dieser Hochschrumpftypen im Fertigartikel die rußhaltigen dunklen Faser-und Fädenanteile optisch zum Verschwinden zu bringen.
  • Metallisierte Fäden oder Fasern weisen nun einen geringeren Oberflächenwiderstand auf als rußhaltige und wären somit z.B.
  • für diesen Zweck noch geeigneter.
  • Den bisher bekannt gewordenen Verfahren zur Herstellung von metallisierten Fasern mit haftfester Metallschicht durch insbesondere stromlose Metallabscheidung haften jedoch mehrere Nachteile an. So sollen sie, vor sie der stromlosen Metallabscheidung unterworfen werden entölt, geätzt oder mechanisch aufgerauht werden. In den DT-OSen 22 50 309 und 18 04 042 wird beschrieben, daß die Ätzvorbehandlunwie sie bei Kunststoffen bekannt ist unerlässlich ist, weil ohne Ätzvorbehandlung die Haftbeständigkeit der Metallschicht auf der Faser herabgesetzt ist, und es unmöglich ist, eine metallisierte Faser von praktischem Gebrauchswert zu erhalten.
  • Weiterhin werden gemäß dem bekannten Stand der Technik die Fasern stets mit sauren ionogenen Sensibilisierungsbädern, z.B. saures Zinn-II-Chlorid, sensibilisiert und mit sauren ionogenen Aktivierungsbädern,z.3. Palladiumchlorid,bei erhöhten Temperaturen von 50 bis 90°C aktiviert, um eine nachträgliche Metallabscheidung bei erhöhten Temperaturen in sauren Metallisierungsbädern vorzugsweise bei 75 0C und höher mit Nickel oder Kupfer zu gewährleisten, Insbesondere die zuletztgenannten hohen Temperaturen während der Metallisierungsbehandlung erlauben es nicht, hochschrumpfende metallisierte Fäden und Fasern herzustellen, weil wegen der vergleichsweise hohen Temperaturen der den Fasern i znonte Schrumpf bereits während der Metallisierungsbehandlung ganz oder teilweise ausgelöst wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß man hochschrumpfende Fäden und Fasern mit einem ausgezeichnet haftenden Metallüberzug versehen kann, ohne daß eine vorherige Ätzebehandlung notwendig ist, wenn man die Metallabscheidung nach einer Aktivierung mit kolloidalen Systemen vornimmt. Hierbei kann in allen Teilschritten bei Temperaturen gearbeitet werden, bei denen die zu metallisierenden Fäden oder Fasern noch nicht oder in nur sehr geringem Ausmaße schrumpfen.
  • Die Erfindung betrifft daher hochschrumpfende metallisierte Fäden und Fasern, die dadurch erhältlich sind, daß man sie bei Raumtemperatur mit kolloidalem Palladium aktiviert und die so aktivierten Fäden und Fasern bei Raumtemperatur mit alkalischen Metallreduktionsbädern behandelt. Besonders bevorzugt werden hochschrumpfende Fäden oder Fasern aus Acrylnitrilpolymerisaten mit mindestens 40 Gew.% Acrylnitrilanteilen erfindungsgemäß metallisiert.
  • Prinzipiell können jedoch auch Fäden oder Fasern aus fadenbildenden synthetischen Polymeren wie Polyamiden, Polyestern, Polyalkylenen, Polymodacrylen oder Polyvinylhalogeniden erfindungsgemäß metallisiert werden. Unter hochschrumpfenden Fäden und Fasern sollen erfindungsgemäß solche verstanden werden, deren Kochschrumpf 10 bis 70 % vorzugsweise 20 bis 50 % beträgt.
  • Als die bevorzugten Acrylfasern oder -fäden können erfindungsgemäß alle solche Fasern metallisiert werden, die nach einem Trockenspinnverfahren oder Naßspinnverfahren erzeugt worden sind, vorzugsweise nach dem Trockenspinnverfahren von Acrylnitrilpolymerisaten aus stark polaren organischen Lösungsmitteln, wie Dimethylformamid, Dimethylacetamid oder Dimethylsulfoxid.
  • An Acrylnitrilpolymerisaten können die zur Herstellung von synthetischen Acrylfasern bekannten Polymerisate eingesetzt werden. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um solche Substrate, die entweder zu 100 « aus Acrylnitril oder zumindest 85 Gew.-% aus Acrylnitril bestehen und daneben noch beispielsweise (Meth)-Acrylate, Vinylcarboxylate, (Meth)-Allylcarboxylate, (Iso)-Butenylcarboxylate, Maleinate, Fumarate, (Meth)-Acrylamide sowie N-substituierte Derivate, Vinyläther, Styrol und Abkömmlinge, Methacrylnitril, ferner Färbeadditive, wie z.B. (Meth)-Acrylsäure, Itaconsäure, Maleinsäure, Vinyl-, (Meth)-Allyl-Styrolsulfonsäure, Sulfoalkyl- (meth) -acrylate, Vinyl-(meth)-Allylphosphonsäure, N-Sulfoalkyl-(meth)-acrylamid enthalten.
  • Es ist natürlich auch möglich, Acrylnitrilcopolymerisate einzusetzen, deren Gehalt an Acrylnitril weit unter 85 Gew. -9' liegt, d.h. sogenannte Modacryle, z.B. aus Acrylnitril und/ oder Vinyl- bzw. Vinylidenhalogenid in Mengen von 40 bis 60 Gew. -%.
  • Die Herstellung schrumpfender bzw. hochschrumpfender Fäden und Fasern ist allgemein bekannt und braucht hier nicht näher erläutert zu werden. So ist z.B. die Herstellung von hochschrumpfenden Acrylfasern in der DT-AS 16 60 328 und in den DT-OSen 25 04 079 und 25 04 080 beschrieben.
  • Die Metallisierung gestaltet sich im einzelnen wie folgt: Dem13 der DT-AS 11 97 720 wird mit Zinn-II-Salzen eine Aktivierungslösung von kolloidalem Palladium hergestellt.
  • Der pH-Wert der Lösung soll immer ffi 1 sein, und es soll ein Überschuß an Zinn-II-Ionen vorliegen.
  • Das zu aktivierende Gut wird dann bei Verweilzeiten von einigen Sekunden bis wenigen Minuten, beispielsweise 10 Sekunden bis 2 Minuten bei Raumtemperatur in diesem Aktivierungsbad behandelt. Jedoch kann die Behandlung auch mehrere Minuten betragen, ohne daß sich negative Einflüsse feststellen lassen.
  • Das so aktivierte Gut wird anschließend dem Aktivierungsbad entnommen und mit Wasser gespült, vorzugsweise bei Raumtemperatur.
  • Es hat sich als besonders günstig erwiesen, die Spülung solange vorzunehmen, bis das Waschwasser neutral reagiert.
  • Gegebenenfalls wird der Spülvorgang in mehreren Stufen durchgeführt.
  • Anschließend wird das so behandelte Gut für etwa 30 Sekunden bis etwa 2 Minuten in einem sauren oder alkalischen Medium bei Raumtemperatur behandelt. Im Falle der Behandlung in einem sauren Medium hat sich die Behandlung in einer 5 zeigen Schwefelsäure oder ca. 20 zeigen Salzsäure ausgezeichnet bewährt. Vorzugsweise wird das Gut jedoch in einem alkalischen Medium behandelt. Hierbei zeigten etwa 5 ziege Natronlauge oder etwa 10 Gew.-%ige Sodalösung bei vorzugsweise Raumtemperatur lie besten Ergebnisse.
  • Anschließend wird das Gut in Wasser bei vorzugsweise Raumtemperatur kurzzeitig gespült, beispielsweise bis zu 30 Sekunden, um überschüssiges Behandlungsmedium zu entfernen.
  • Nach diesem Spülen gibt man das Gut bei etwa 18 bis etwa 30 OC in ein alkalisches Metallsalzbad, in dem der Niederschlag des Metalles auf dem Gut stattfindet.
  • Solche Metallsalzbäder sind vorzugsweise Bäder von Nickelsalzen, Cobaltsalzen oder deren Gemischen, Kupfersalzen, Goldsalzen oder anderen Salzen, die sich aus alkalischen Bädern niederschlagen lassen.
  • Ganz besonders bevorzugt werden erfindungsgemäß ammoniakalische Nickelbäder oder natronalkalische Kupferbäder verwendet. Selbstverständlich können auch Mischungen aus Ammoniak und Natronlauge zur Aufrechterhaltung des alkalischen Milieus verwendet werden.
  • Solche Metallisierungsbäder sind in der Technik der stromlosen Metallabscheidung bekannt.
  • Als besonders vorteilhaft haben sich Bäder folgender Zusammensetzung erwiesen: Ein Nickelbad aus 0,2 Mol/l Nickel-II-Chlorid, 0,9 Mol/l Ammoniumhydroxid (25 Gew.-%ige Lösung), 0,2 Mol/l Natriumhypophosphit und soviel Ammoniak, daß der pH-Wert bei 300C 8,9 beträgt oder ein Kupferbad aus 30 g/l Kupfer-II-Sulfat, 100 g/l Seignette-Salz und 50 ml/l 37 Gew.-%ige Formaldehydlösung. Dieses Kupferbad wird mit Natriumhydroxid auf einen pH-Wert von 11 bis 12 eingestellt.
  • Die Verweilzeit des zu metallisierenden Gutes im beschriebenen Metallisierungsbad hängt von der gewUnschten Metallschichtdecke auf der Oberfläche des Gutes ab. Vorzugsweise wird die Verweilzeit zwischen 1 und 5 Minuten gewählt. Bei einer Verweilzeit von ca. 5 Minuten ließen sich Schichtdicken des niedergeschlagenen Metalles von ca. 0,2 pm feststellen.
  • Uberraschenderweise können der erfindungsgemäßen Matallisierung, d.h. bei Verwendung kolloidaler Palladium-Aktivierungslösungen bei Raumtemperatur, ohne vorheriges Entfetten, Ätzen, Aufrauhen oder andere Vorbehandlungen, und unter Verwendung alkalischer Metallisierungsbäder bei Raumtemperatur am metallisierten Fasergut Oberflächenwiderstände erhalten werden, die um Zehnerpotenzen niedriger liegen als die bei der Verwendung von ionogenen Aktivierungsbädern und sauren Metallisieruugsbädern erzielbaren.
  • Erfindungsgemäß können daher metallisierte Fäden und Fasern hergestellt werden, deren Oberflächenwiderstand, gemessen nach DIN 54345, bei 50 % r.F. und 230C max. 1 x 103 r beträgt, während metallisierte Fäden und Fasern die aus ionogenen Aktivierungsbädern und sauren Metallisierungsbädern metallisiert wurden, Oberflächenwiderstände von ca. 106 und darüber aufweisen.
  • Als besonders überraschend und vorteilhaft hat sich herausgestellt, daß die erfindungsgemäß metallisierten Fäden und Fasern im Schrumpfvermögen kaum nennenswert niedriger liegen als vor der Metallisierung. Auch nach der Auslösung des Schrumpfes liegt der Oberflächenwiderstand der Fäden und Fasern kaum Uber dem ursprtlnglichen Wert im unausgeachrumpften 2ustand, Jedoch mit einigen Zehnerpotenzen unter demjenigen von rußhaltigen Fäden und Fasern.
  • Die erfindungsgemäßen hochschrumpfenden metallisierten Fasern und Fäden eignen sich ausgezeichnet zur Mischverarbeitung mit anderen Fasern oder Fäden eines anderen synthetischen oder nativen Materials, z.B. Polyamid, Polyester, Polyalkylen, Poly-(mod)-acrylen, Baumwolle oder Wolle, zur Herstellung textiler Flächengebilde, wie z.B. textiler Bodenbeläge, Web-oder Maschenware, die eine für die Praxis ausreichende Antistatik aufweisen.
  • Durch Ausschrumpfen der erfindungsgemäßen metallisierten hochschrumpfenden Fasern im textilen Artikel, wie es z.B.
  • bei einer Stückfärbung oder beim Kochen, Dämpfen, Bedrucken, Latexieren und anderen Heißbehandlungen geschieht, ziehen sich die Anteile an erfindungsgemäßer Faser in das Textilstück zurück, so daß praktisch keine Dunkelstellen-Streifigkeit oder Melangeeffekte auftreten.
  • Die Zumischung erfolgt vorzugsweise in Mengen von 0,1 bis 20 Cew.-X, bezogen auf die Cesamtmischung.
  • Beispiel 1 Stapelfasern aus einem Acrylnitrilpolyierisat dtex 5,0/110 mm Schnittlänge (94 % Acrylnitril, 5,5 X Acrylsäuremethylester, 0,5 X Natriummethallylsulfonat) mit einem Kochschrumpf von 32,7 X werden bei Raumtemperatur in ein salzsaures Bad einer kolloidalen Palladiumlösung bei pH 1 gemäß DT-PS 1 197 720 eingetaucht. Nach Verweilen unter leichter Bad- bzw. Warenbewegung zwischen 30 sec. bis 2 min. wurden die Spinnfasern mit Wasser gespült. Danach gab man sie in eine 5 %ige Natronlauge bei Raumtemperatur unter leichter Warenbewegung.
  • Nach einer Behandlung von 30 sec. bis 2 min. wurden die Spinnfasern mit Wasser gespült. Anschließend gab man sie in eine alkalische Nickelsalzlösung bei Raumtemperatur. Diese Lösung hatte folgende Zusammensetzung: 0,2 Mol/l Nickel-II-Chlorid, 0,9 Mol/l Ammoniumhydroxid, 0,2 Mol/l Natriumhypophosphit (pH 8,9 und 23 0C) Nach etwa 15 Sec. begann sich die Oberfläche der Spinnfasern dunkel zu verfärben. Nach etwa 30 Sek. waren die Fasern mit einer feinen Nickelmetallschicht verzogen.
  • Nach etwa 5 Min. war eine Nickelschicht von etwa 0,2 sm auf der Oberfläche der Spinnfaser abgeschieden. Nach dem Entnehmen aus dem Nickelbad spUlte man die Faser grUndlich bis zu neutraler Reaktion des Waschwassers.
  • Der Oberflächenwiderstand gemäß DIN 54345 bei 23 °C und 50 % r.F. gemessen in Ohm betrug 2. lolil, nach einer Blindfärbung 1 # 103#, nach einer Blindfärbung und einer Wäsche 1 # 104#. Der Kochschrumpf der vernickelten Faser betrug 31,0 %.
  • Beispiel 2 Ein Gestrick aus einem Fasergarn aus einem Acrylnitrilpolymerisat (94 X Acrylnitril, 5,5 % Acrylsäuremethylester, 0,5 % Natriummethallylsulfonat), Garn-Nr. Nm 25,2/1 des Rohgarns (der Kochschrumpf des Rohgarns betrug 37,9 %), wurde bei Raumtemperatur in ein salzsaures Bad einer kolloidalen Palladiumlösung bei pH 1 gemäß DT-PS 1 197 720 eingetaucht. Nach Verweilen unter leichter Bad- bzw. Waren-Bewegung zwischen 30 sec. bis 2 min. wurde das Gestrick mit Wasser gespült. Danach gab man es in eine 5 %ige Natronlauge bei Raumtemperatur unter leichter Warenbewegung.
  • Nach einer Behandlung von 30 sec. bis 2 min. wurde das Gestrick mit Wasser gespült. Anschließend gab man es in eine alkalische Nickelsalzlösung bei Raumtemperatur gemäß Beispiel 1.
  • Nach 5 Min. war eine Nickelschicht von etwa 0,2 jirn auf der Oberfläche des elastisch gebliebenen Gestricks abgeschieden.
  • Nach der Entnahme aus dem Nickelbad spalte man das Ges trick gründlich mit Wasser bis zur neutralen Reaktion des Waschwassers und trocknete.
  • Der Oberflächenwiderstand des Gestricke nach DIN 54 345 bei 23 °C und 50 X r.F. betrug 4 . 101 Ohm.
  • Der Kochschrumpf des vernickelten Rohgarnes war 35,1 X.
  • Der Widerstand des herauszuziehenden Garnes beim Herausziehen aus dem auftrennbaren Strickstück betrug 1,6 -10 cN vor der Vernickelung.
  • Nach einer 5-minütigen Vernickelung betrug der Widerstand 2,8 - 15 cN. Man kann also praktisch mit der gleichen Kraft das Strickstück weder auftrennen und das vernickelte noch schrumpffähige Garn aufspulen, um es dann für weitere Zwecke einzusetzen.
  • Bl indfärbung Man gibt die metallisierten, hochschrumpfenden Proben in ein Gefäß mit Essigsäure, die einen pH von 4,8 besitzt.
  • Anschließend erhitzt man die Essigsäure mit der Probe bis zum Sieden, wobei der Schrumpf ausgelöst wird. Vom Beginn des Siedens an kocht man eine Stunde. Dann läßt man abkühlen, entnimmt die Probe, spült mit Wasser, trocknet und mißt die Veränderung der Oberflächenwiderstände Ohm gemäß DIN 54 345.
  • Wäsche Man gibt die metallisierte Probe in ein Cefäß, das 5 g/l Emulgator im Wasser enthält und wäscht bei 30 OC 30 Min.
  • lang in einer Waschmaschine. Nach der Wäsche, Trocknung und Klimatisierung bei 23 OC und 50 % r.F. wird der Oberflächenwiderstand der Probe gemessen.
  • Kochschrumpf Zur Ermittlung des Kochschrumpfes werden 20 Einzelkapillaren an den Enden mit Klammern befestigt und senkrecht aufgehängt, wobei die Kapillarlänge bestimmt wird. Danach werden sie für zehn Minuten in siedendes Wasser getaucht, getrocknet und im Normalklima anschließend erneut ihre Länge gemessen. Die Differenz zwischen Ausgangs- und Endlänge wird prozentual zur Ausgangslänge gesetzt. Die Messung wird zehnmal durchgeführt und gemittelt.
  • Eine weitere gängige Methode, den Schrumpf zu messen, ist das Kochen eines 12 g schweren Schrumpfstranges in Wasser. Man geht dabei wie folgt vor: Man stellt einen Garnstrang aus hochschrumpfenden, synthetischen Fasern, in diesem Fall aus hochschrumpfenden Polyacrylnitrilfasern, her. Die Länge dieses sog. Schrumpfstranges wird dadurch gemessen, indem man den Strang mit einem 2 kg-Gewicht belastet und die Länge feststellt. Dann kocht man den Schrumpfstrang 30 min. lang bei 95 - 98 °C in Wasser, läßt dann in diesem Wasser auf 30 - 40 °C abkühlen, nimmt heraus und trocknet. Anschließend wird der jetzt geschrumpfte Strang wieder mit 2 kg belastet und die Länge gemessen. Der Unterschied zwischen nicht-geschrumpftem und geschrumpftem Strang gibt, in % ausgedrUckt, den Garnschrumpf des metallisierten Garnes an Formel LA - LK Carnschrumpf % = ~~~~~~~~ . 100 LA LA = lichte Weite des Stranges vor dem Schrumpfen LK = lichte Weite des Stranges nach dem Schrumpfen

Claims (5)

  1. Patentanspruche 1. Hochschrumpfende, metallisierte Fäden oder Fasern.
  2. 2. Hochschrumpfende, etallislerte Fäden oder Fasern mit einem Oberflächenwiderstand, gemessen nach DIN 54345 bei 50 , r. F. und 23 OC von maximal 1 x 103. .
  3. 3. Hochschrumpfende, metallisierte Fäden oder Fasern, dadurch erhältlich, daß man hochschrumpfende Fäden oder Fasern bei Raumtemperatur mit einer kolloidalen Palladiumlösung aktiviert und die so aktivierten Fäden und Fasern bei Raumtemperatur mit alkalischen Metallreduktionsbädern behandelt.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von hochschrumpfenden, metallisierten Fäden oder Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß man hochschrumpfende Fäden oder Fasern bei Raumtemperatur mit einer kolloidalen Palladiumlösung aktiviert und die so aktivierten Fäden und Fasern bei Raumtemperatur mit alkalischen Metallreduktionsbädern behandelt.
  5. 5. Verwendung der hochschrumpfenden, metallisierten Fäden und Fasern nach den Ansprechen 1 bis 3 zur Herstellung von antistatisch ausgerUsteten textilen Arikeln.
DE19772749151 1977-11-03 1977-11-03 Metallisierte hochschrumpfende faeden und fasern Withdrawn DE2749151A1 (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0028310A1 (de) * 1979-09-24 1981-05-13 Ameron, Inc. Gegenstand aus faserverstärktem Kunststoff
FR2490546A2 (fr) * 1978-04-03 1982-03-26 Ameron Inc Objet en matiere plastique arme a l'aide de filaments
US4645573A (en) * 1985-05-02 1987-02-24 Material Concepts, Inc. Continuous process for the sequential coating of polyester filaments with copper and silver
WO1994002660A1 (en) * 1992-07-20 1994-02-03 Monsanto Company Phosphorus-containing, crystalline, nickel-coated fabric
US5595787A (en) * 1989-07-29 1997-01-21 Deutsche Automobilgesellschaft Mbh Chemical metallization of electrically non-conducting porous substrates

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