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Verfahren zur Extraktion und vektorförmigen Darstellung von
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Wetterinformationen aus Radarempfangssignalen Die moderne Flugsicherung
wird mit automatischen Anlagen wie z. B. Digitalen Zielextraktoren (DZE) etc. durchgeführt.
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Dies hat zur Folge, daß nur die Nutzzielinformationen, also Flugziele,
erkannt und weiter untersucht werden. Störziele dagegen, die unter dem Begriff Clutter
zusammengefaßt sind, werden unterdrückt.
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Diese Art der Auswertung bedingt, daß der Radarlotse von einem Zielextraktor
und den daran anschließenden Verarbeitungsanlagen keine Informationen über Wettergebiete
erhält und somit gegenüber den meisten Flugkapitänen, die ein Wetterradar an Bord
haben, schlechter informiert ist.
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Es ist schon eine Anordnung zur Extraktion von solchen Informationen
aus Radarempfangssignalen, die für die Iso-Echokonturen
von Wettergebieten
charakteristisch sind, bekannt, bei der bei Aufteilung des Uberwachungsgebietes
in Flächenelemente, die durch Kreisringe und Kreissektoren mit dem Radarstandort
als Mittelpunkt begrenzt sind, eine Schaltung zur Mittelwertsbildung vorgesehen
ist, die innerhalb jeden Flächenelementes eine Mitteilung der zugehörigen Empfangssignalamplituden
in Entfernung und Azimut durchführt, bei der eine Schwellenlogik an die Schaltung
zur Mittelwertbildung angeschlossen ist, die die Mittelwerte mit vorgegebenen Schwellwerten
vergleicht und bei Überschreiten des Schwellwertes ein vorgegebenes digitales Ausgangssignal
abgibt, bei der der Schwellenlogik eine Schaltung zur Konturauswertung folgt, die
einerseits in Jeder Auswerteperiode in Entfernungsrichtung die aufeinander folgenden
Schwellüberschreitungen ermittelt und daraus unter Glättung in Entfernungsrichtung
Anfang und Ende der Wettergebiete im augenblicklichen Azimutwert bestimmt und die
andererseits diesen Anfängen und Enden entsprechend Signale in einen Konturspeicher
einschreibt und diese unter Glättung im Azimut in Iso-Echokonturmeldungen umformt
(P 22 23 242).
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Die Aufgabe besteht daher darin, Wetterdaten in der Form zu liefern,
daß die Wettergebiete auf den Sichtgeräten durch eine Parallelschraffur (Vektoren)
dargestellt werden können.
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Die Aufgabe wird nach der Erfindung durch die in den Patentansprüchen
angegebenen Maßnahmen gelöst.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
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Das Konzept des Digitalen Wetterextraktors (DWE), der nach det Verfahren
nach der Erfindung arbeitet, gliedert sich in die Teile Wettererkennung und Wetterauswertung.
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Die Wettererkennung basiert auf der Auswertung der Treppenspannung
der Videosubtraktion (VST). Die VST bildet über eine einstellbare Anzahl von Entfernungsquanten
den Signalmittelwert von Radarvideo und erfolgt in einem azimutalen Raster von ca.
1,40 (0,70). Das Entfernungsraster beträgt dabei 375 m ^- 2,5 /us bzw. 750 m (5
/us). Die Ubergabe der Wetterdaten an die Wetterauswertung erfolgt in9, 6-Koordinaten.
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Die Wettererkennung wird online durchgeführt.
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Die Wetterauswertung ist ein reines offline-Verfahren. Wetterdaten,
die von der Wettererkenrlur.O angeliefert werden, müssen in einem Vorspeicher vorsortiert
werden. Anschließend werden die Daten in X/Y-Koordinaten umgewandelt und in Sort-Boxen
abgelegt. Die Inkrementierung der Sort-Boxen richtet sich nach der geforderten Genauigkeit
und beträgt 2,35 NM.
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Nach der Wetterauswertung stehen die Wettergebiete in dar gewünschten
Vektorform (Parallelschraffur) zur Verfügung und können an weiterverarbeitende Systeme
übertragen werden.
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Die Wettererkennung ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt.
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Fig. 1 zaigt das Prinzip der Gradientenauswertung, Fi<. 2 ein Blockschaltbild
dieses Teils des Verfahrens.
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Die Analogspannung der Basisabsenkung, die man aus der VST des Die'9
gewinnt, wird einem Analog-Digital-'ndler zugeführt, der diese Spannung in 8 Schritten
entsprechend 3 Bit quantisiert. Ein antilog Verhalten des A/D-Wandlers kann cv.
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dadurch erreicht werden, daß die auantisierungsschritte einstellbar
ausgeführt werden. Zur Auswertung für die Wettererkennung wird nur Video vom MTI-anal
benutzt, da für die betriebliche Nutzung nur Wetterinformationen interessieren,
die über die MTI-Löschung gelangen.
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Die Analogspannung wird Jeweils nach 625 ns abgetastet und einer Mittelwertbildung
in Entfernung zugeführt. Gemittelt wird über 4 Abtastungen bzw. 8 Abtastungen, so
daß Jeweils nach 2,5 /us bzw. 5 /us ein 3 Bit Amplitudenmittelwert zur Verfügung
steht.
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Die Mittelwertbildung in Entfernungsrichtung mittelt kurzzeitige Spannungseinbrüche
aus. Danach erfolgt eine Integration in AZ-Richtung.
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Die bei der Mittelwertbildung in Entfernung gebildeten Amplitudenmittelwerte
werden in einem entfernungsorientierten Speicher abgelegt. Die Amplitudenmittelwerte
der nachfolgenden Sweeps werden zu dem im Speicher abgelegten addiert. Die
Aufsummierung
erfolgt iiber einen Bereich von ca. 1,40 (0,70).
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Bei einer Impulsfolgefrequenz von 400 z, einer Umlaufdauer von lo
fec und einem Abtastwinkel von 1,40 wird demnach über 40000- 1,4 / 360 = 15,5 ^-
16 Sweeps die Summe gebildet. Mit dieser Summenbildung über 1,40 (0,70) werden azimutale
Amplitudenschwankungen ausgemittelt.
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Für die nachfolgende Wetterranderkennung muß der Inhalt des Speichers
ausgelesen werden. Da dieser Auslesevorgang mindestens die zeitliche Dauer eines
Sweeps erfordert, wird so verfahren, daß über 16 Sweeps entsprechend obigem Beispiel
summiert wird. Um Zeit für den Auslesevorgang zu gewinnen, wird der 17. Sweep nicht
ausgewertet. Entsprechend wird bei 8 Sweeps (o,7°) der 9. Sweep nicht ausgewertet.
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Bei der Auslegung des Speichers wird die max. Reichweite von 150 NM
und die Entfernungsrasterung von 750 m5 /us zugrunde gelegt. Der Speicher benötigt
demnach 150 1,853/o,75 = 370 Wörter à7 Bit. Die praktische Speicherauslegung ergibt
damit 512 Wörter à 7 Bit.
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Eine wesentlich aufwendigere Lösung, die ohne Informationsverlust
arbeitet, könnte bei doppeltem Speicheraufwand erzielt werden. In diesem Fall würden
zwei Speicher im Multiplex arbeiten, d. h. der erste Speicher würde die Information
über 1,40 (0,70) aufnehmen, anschließend würde der zweite Speicher die Information
der nächsten 1,40 (0,70) aufnehmen, während der erste Speicher in dieser Zeit für
die Wettererkennung ausgelesen werden könnte.
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Das Prinzip der Wetterranderkennung mit Hilfe der Gradientenauswertung
ist in Fig. 1 dargestellt.
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Die über 8 bzw. 16 Sweeps in Azimut (AZ)-Richtung gemittelte Amplitudeninformation
der VST-Treppenspannung wird mit Hilfe von zwei Auswertefenstern in Entfernungsrichtung
schrittweise abgesucht. Die Länge der Auswertefenster ist einstellbar in 4 oder
8 Entfernungsschritten.
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Der Abstand der Auswertefenster ist ebenfalls einstellbar zwischen
1 und 4 Entfernungsschritten.
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Bei jedem Schritt wird über die gesamte Auswertefensterlänge der beiden
Fenster summiert und anschließend die Differenz zwischen den beiden Auswertefenstern
gebildet.
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Sobald die Differenz einen voreinstellbaren Wert erreicht bzw. überschreitet,
wird auf Zonenrand-Anfang (ZRA) erkannt. Das Auswertefenster 2 bleibt jetzt stehen.
Das Auswertefenster 1 läuft so lange schrittweise in Entfernungsrichtung weiter,
bis sich die Differenz zwischen Auswertefenster 1 und 2 in mehreren (einstellbar)
aufeinanderfolgenden Schritten innerhalb einer vorgesehenen Toleranz nicht ändert.
Sobald dies der Fall ist, läuft das Auswertefenster 2 auf die Position von Auswertefenster
1. Das Auswertefenster 1 nimmt wieder die voreilende Position ein. Zusätzlich wird
in einem Vergangenheits-Merkregister die Kennung für ZRA gesetzt. Damit können ev.
nachfolgende ZRA-Meldungen,
die bein treppenförmigen Ansteigen
der Störung entstehen können, bei der Ausgabe unterdrückt werden.
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Die beiden Auswertefenster bewegen sich wieder schrittweise weiter,
bis schließlich aufgrund der negativen Differenz zwischen den Auswertefenstern mit
der Auswertung auf Zonenrandende (ZRE) begonnen werden kann.
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Erreicht bzw. überschreitet die Differenz in diesem Fall den voreingestellten
Vergleichswert, so bleibt das Auswerteregister 2 stehen, während Auswertefenster
1 schrittweise in Entfernungsrichtung weiterläuft, bis sich die Differenz zwischen
Auswertefenster 1 und 2 in mehreren (einstellbar) aufeinanderfolgenden Schritten
innerhalb einer vorgegebenen Toleranz nicht mehr ändert. Ist dies der Fall, wird
ZRE ausgegeben und im Vergangenheits-iderkregister die Kennung für ZRE gesetzt.
Treten bei treppenförmigem Verlauf der Störung weitere ZRE-IIeldungen auf, so müssen
diese ausgegeben werden. 3ei der nachfolgenden Auswertung wird im Wettervorspeicher
die letzte der ZRE-Meldungen einer Störung erkannt.
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Bei der praktischen Realisierung (Fig. 2) der Wettererkennung mit
Hilfe der Gradientenauswertung wird so verfahren, daß nach den 8 bzw. 16 Sweeps
die Summenwerte über eine Ein-/ Ausgabe-Schaltung nacheinander aus dem Arbeitsspeicher
ausgelesen werden. Die ausgelesenen Adressen werden in einem nachfolgenden Schieberegister
mit '0' überschrieben, so daß
nach der vollständigen Abarbeitung
des Arbeitsspeichers sofort wieder die Information der nächsten 8 bzw. 16 Sweeps
aufgenommen werden kann.
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Die ausgelesenen Summenwerte (6 Bit bei 8 Sweeps bzw. 7 Bit bei 16
Sweeps) werden gemittelt und auf 4 Bit gerundet. Die Mittelung, d. h. Teilung durch
8 bzw. 16 entspricht einfach einer Stellenverschiebung.
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Diese gemittelten Werte werden in einem Zwischenspeicher mit 20 Plätzen
eingeschoben. Die Informationsauswertung beginnt, sobald am Auswertefenster 2 über
das Zwischenregister die Information vollständig anliegt. Bei einer Auswertefensterbreite
von 8 ist dies der Fall, wenn die Information der Adrcsse '0' auf Platz 1 des Zwischenregisters
erscheint. Bei einer Auswertefensterbreite von 4 muß die Information auf Flatz 5
vorhanden sein.
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Während die aus dem Arbeitsspeicher fortlaufend ausgelesene Information
über das Zwischenregister geschoben wird, können die Auswertefenster 1 und 2 laufend
die Summe über 4 bzw. 8 Plätze bestimmen. Die ermittelten Werte werden in die Auswerteregister
1 und 2 eingeschrieben. Uber ein Subtrahiererk wird die Differenz gebildet und das
Ergebnis auf 6 Bit gerundet in das Differenz-Register eingeschrieben. Sobald die
Differenz einen voreingestellten Vergleichswert erreicht oder überschreitet, wird
das Auswerteregister 2 angehalten, d. h.
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es erhält keinen Ubernahmetakt mehr. Über das ebenfalls laufend ermittelte
Vorzeichen des Gradienten kann jetzt die Entscheidung
getroffen
werden, ob eine ZRA-Içleldung ausgegeben werden muß (pos. Vorz.), oder ob eine ZRE-Erkennung
stattfindet (neg. Vorz.).
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Beim weiteren Auslesen der Information aus dem Arbeitsspeicher wird
nur noch die über dem Auswertefenster 1 erscheinende Information ausgewertet. Ein
Vergleicher zwischen Auswertefenster 1 und Auswerteregister 1 stellt fest, ob sich
Je nach Vorzeichen eine Vergrößerung oder eine Verringerung der Summeninformation
ergibt. Je nach Vorzeichen wird dann Jede Erhöhung bzw. Verminderung der Summeninformation
im Auswerteregister 1 abgelegt. Ändert sich der im Auswertefenster 1 ermittelte
Wert gegenüber dem im Auswerteregister 2 stehenden innerhalb der vorgegebenen Grenzen
nicht mehr, so wird dies, wenn es mehrmals nacheinander geschieht, in einem Zähler
registriert. Erreicht der Zählerstand einen einstellbaren Vergleichswert, so wird
bei der Auswertung auf ZRE (neg. Vorz.) eine ZRE-11eldung ausgegeben und anschließend
die am Zwischenregister über Auswertefenster 1 stehende Information weitergeschoben,
bis sie über Auswertefenster 2 erscheint. Mit diesem Vorgang wird erreicht, daß
das Auswertefenster 2 die letzte Position vom Auswerteregister 1 einnimmt. Die weitere
Verarbeitung entspricht der zuvor beschriebenen.
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Die Entfernungsposition, bei der eine Zonenrandmeldung festgestellt
wurde, kann über den Adreßzähler des Arbeitsspeichers, korrigiert um einen Wert,
der von der Auswertefensterbreite abhängig ist, bestimmt werden. Die Entfernungspositionierung
erfolgt
mit einer Genauigkeit von 8 Bit und wir als Adresse für die nachfolgende Weiterverarbeitung
im Wettervorspeicher im Adreß-Pufferregister abgelegt.
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Wie aus dem Blockschaltbild zu erkennen ist, kann ohne großen Aufwand
eine Erkennung des Zonenkerns abgeleitet werden, dann nämlich, wenn am Auswerteregister
1 der Summenwert einen voreinstellbaren Vergleichswert über bzw.
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wieder unterschreitet. Zwischen den beiden Auswertefenstern kann ein
Abstand zwischen 1 und 4 Plätzen ausgewählt werden. Ein größerer Abstand bringt
vor allem dann einen Erkennungsgewinn, wenn sich die zu erkennende Clutterstörung
an den Rändern nur langsam ändert, so daß die Differenz zwischen den beiden Auswertefenstern
gering ist.
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Die Ausgabe der Zonenrand- bzw. Kerngebiets-Anfangs- und Endemeldungen
an die Wetterauswertung erfolgt über die Ausgabeeinheit.
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Zusätzlich zu der Gradientenauswertung wird eine einstellbare Cluttererkennungsschwelle
für den Fall eingeführt, daß keine Gradientenerkennung möglich ist. Dies ist dann
nötig, wenn sich über einen größeren Bereich die über die Auswertefenster ermittelten
Summenwerte nur geringfügig unterscheiden, so daß die Differenz den Vergleichswert
für die Gradientenerkennung nicht erreicht. Bei der Auswertung mit Hilfe der Clutterschwelle
wird so verfahren, daß ein Erreichen bzw. Überschreiten der Schwelle dann zu einer
ZRA-Meldung führt wenn über die Gradientenrkennung im Vergangenheits-Merkregister
noch
keine ZRA-Kennung steht. Bein Unterschreiten der Clutterschwelle wird in jedem Fall
eine ZRE-Meldung ausgegeben auch dann, wenn über die Gradientenerkennung eine oder
weitere ZRE-11eldungen folgen. Bei der nachfolgenden Auswertung wird im Wettervorspeicher
die letzte ZRE-Meldung erkannt.
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Die Realisierung der Cluttererkennungsschwelle ist aus dem Blockschaltbild
(Fig. 2) ersichtlich. Der Vergleicher liegt zwischen Auswerteregister 1 und dem
einstellbaren Vergleichswert. Zur Wetterauswertung werden die bei der Wettererkennung
am Ende einer 1,40 (0,70) Abtastung ermittelten Wetterrandmeldungen zunächst vom
Wettervorspeicher aufgenommen. Nach der Aufnahme der Wetterrandmeldungen in den
Wetter.orspeicher kann mit der Abarbeitung begonnen werden. Dieser offline ablaufende
Vorgang muß rechtzeitig bis zu den nächsten online einlaufenden Wetterrandmeldungen
abgeschlossen sein.
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Die wichtigsten Aufgabe, die im Wettervorspeichcr ausgeführt werden
müssen, sind: 1. die Erkennung der letzten ZRn-Meldung eines Wettergebietes, 2.
Auffüllen der zwischen ZRA und ZRE liegenden Zellen, 3. Löschen einer ZRA- und ZRE-Meldung
im Speicher, wenn in zu geringem Abstand (einstellbar) eine ZRE-Meldung folgt.
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Die ermittelten Wettergebietspunkte über eine Abtastung von 1,4° (0b7°)
werden anschließend zur Übertragung in die Sort-Boxen umgerechnet.
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Die Organisation des Wettervorspeichers beträgt 256 Worte à 4 Bit.
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Die Anzahl der erforderlichen Worte richtet sich nach der gewählten
Entfernungsrasterung.
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Die 4 Bit pro Wort sind wie folgt definiert: 1. Bit = Wettergebiet
2. Bit = Kerngebiet 3. Bit = Anfang 4. Bit = Ende Mit dieser Organisation kann Jede
mögliche Wetterrandmeldung im Wettervorspeicher eindeutig gekennzeichnet werden.
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Die Korrespondenz mit dem Wettervorspeicher und der Wetterranderkennung
erfolgt über die Ein-/Ausgabeeinheit. Bei der Auswertung des Wettervorspeichers
wird auf die Auswerte- und Sortierlogik umgeschaltet.
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Für die im Wettervorspeicher abgelegten Wettergebietspunkte einer
Abtastung (1,k° bzw. o,7°) werden mit Hilfe des bei der letzten Abtastung gültigen
Azimutes und der Entfernung
(steht über die Adresse des Wettervorspeichers
zur Verfügung) Nummern erteilt. Mit Hilfe dieser ITummern kann der Wetterspeicher
adressiert und damit die entsprechende Sort-Box belegt werden.
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In einem Wetterspeicher wird die Auswertung mit Hilfe einer Auswerte-
und Sortierlogik vorgenommen.
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Die Voraussetzung für die Auswertung von Wettergebieten wird dadurch
geschaffen, daß das gesamte Erfassungsgebiet (z. B.
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150 NM) in ein Raster eingeteilt wird.
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Die Inkrementierung der durch das Raster entstehenden Sort-Boxen richtet
sich nach der geforderten Auflosung von + 2 bis 2,5 NM.
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Bei einem Raster von 128 x 128 Sort-Boxen in X- bzw. Y-Richtung erhält
man eine Inkrementierung einer Box von 300 rQ1/12£ = 2,35 NM.
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Die Rasterung in X- und -Richtung entspricht in der Speichertechnik
einer Speichermatrix.
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Ein praktisch ausgeführter Wetterspeicher benötigt damit 16.384 (214)
Worte.
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In Fig. 3 ist ein Beispiel einer Wetterdarstellung mit horizontalen
Vektoren gezeigt.
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Die Anzahl der pro Wort erforderlichen Bits richtet sich nach einem
Auswertealgorithmus. Dieser Auswertealgorithmus erfordert zusätzlich 4 Bit pro Wort.
Der Gesamtspeicheraufwand beträgt damit 64 K bit.
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Das vollständige Wortformat einer Informationszelle (Sort-Box) hat
folgendes Aussehen: 1 2 3 4 SBB I VA VE SBB = Sort-Box-Bit I = Intensitätsbit VA
= Vektoranfangbit VE = Vektorendebit Für den bei der Wetterauswertung benutzten
Auswertealgorithmus muß der Wetterspeicher so organisiert sein, daß ein aslenförmiges
Absuchen des Speichers möglich wird.
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Dies wird dadurch erreicht, daß der Adreßzähler des Wetterspeichers
in zwei gleich große hintereinandergeschaltete Zähler unterteilt wird, die auch
unabhängig voneinander vorwärts und rückwärts zählen können. Mit dieser Organisation
kann z. B. auf einfache Weise die Umgebung einer mit Information belegten Sort-Box
abgesucht werden.
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Für die vor Beginn der Auswertung im Wetterspeicher erforderliche
Aufnahme der Wetterinformation aus del Wettervoropeicher ist es notwendig, den Anreßzähler
zusätzlich für eine Paralleladressierung auszulegen.
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Der Algorithmus der Wetterauswertung wird im folgenden kurz beschrieben.
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Uber eine volle Umdrehung werden die Wetterinformationen über das
gesamte Erfassungsgebiet in den Sort-Boxen des Wetterspeichers abgelegt. Nach dieser
Zeit kann die Auswertung beginnen. Da für die Erneuerungszeit bei der Darstellung
der Wettergebiete 1 minute ausreichend ist, stehen etwa 50 sec für die Auswertung
zur Verfügung. Bei einer ev. erforderlichen Kerngebietsauswertung würde man so vorgehen,
daX während der 1. Umdrehung die gesamte Wetterinformation (Zeit KerngebietJinformation)
im Wetterspeicher aufgenommen wird.
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Während der 2. Umdrehung beginnt dann zunächst die Auswertung der
Gesamtinformation. Anschließend werden diejenigen Sort-Box-Informationen gelöscht,
bei denen das Intensitätsbit nicht gesetzt ist. Dies bedeutet, daß nur noch die
Kerngebietsinformation übrigbleibt. Die Abarbeitung der Kerngebietsinformation erfolgt
dann nach dem gleichen Algorithmus wie bei der Gesamtinformation.
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Bei der Auswertung der Wetterinformation wird der Wetterspeicher zeilenformig
abgesucht. Beim Eintritt in ein Wettergebiet (bergang von einer nicht belegten Sort-Box
zu einer belegten Sort-Box) wird bei der dazugehörigen Sort-Box das
Vektoranfangsbit
(VA) gesetzt. Entsprechend wird beim Austritt aus dem Wettergebiet das Vektorendebit
(VE) gesetzt. Bei den zwischen VA und VE liegenden Sort-oxen in einer Zeile bleibt
VA und VE unbelegt.
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Ist nur eine einzelne Box mit Information belegt, so wird VA und VE
gesetzt.
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Sobald die Speichermatrix vollständig ausgewertet ist, wird mit der
Ausgabe der Wetterdaten begonnen.
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Hierbei wird die Speichermatrix wieder zeilenförmig abgesucht.
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Damit ergibt sich die Möglichkeit, für sämtliche Vektoren einer Zeile
nur die X-Werte zu übertragen. Der zu einer Zeile gehörende Y-Wert braucht nur einmal
ausgegeben zu werden. Jeweils mit der ersten in einer Zeile auftretender. Vertoranfangskennung
wird eine Y-leldung gebildet. Fur die X-i1eldung kann aus der Sort-Box-Num3er X1
bestimmt werden. Die in einer Zeile folgende Vektorendekennzeichnung liefert den
zum Vektor gehörenden X2-'Äert.
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Bei der Auswertung der im Wetterspeicher stehenden Wetterdaten werden
die entstehenden Vektoren in einem Vektorzähler gezählt. Damit hat man die Möglichkeit
(falls erorderlich), am Ende der Auswertung die Anzahl der entstandenen Vektoren
mit Hilfe eines Glättungsprogrammes auf die gerade zulässige Anzahl von 25o Vektoren
zu reduzieren. Für die Reduzierung der Vektoren sind beim D-;E 4 Maßnahmen vorgesehen,
die entsprechend ihrer Priorität nachfolgend angegeben sind.
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1. Löschen kleiner Wettergebiete (nur 1 Sort-Box ist mit Inf.
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belegt), sofern das Intensitätsbit nicht gesetzt ist.
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2. Aufgefächerte Wettergebiete werden aufgefüllt, d. h.
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zwischen mehreren aufeinanderfolgenden, mit Information belegten
Sort-i3oxen befinden sich eine oder mehrere informationsiose Sort-Boxen. In diesem
Falle werden die Sort-Boxen künstlich in Abhängigkeit vom vorgegebenen Giättungsgrad
aufgefüllt.
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3. Von den Wettergebieten wird nur noch das Kerngebiet übertragen.
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4. Die Rasterung für die Darstellung der Vektoren wird von 2,35 ND
auf 4,7 NA erhöht. Damit wird nur jede zweite Zeile aus der Wetterspeichermatrix
aúsgelesen.
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Bei der Ausgabe der Vektoren an weiterverarbeitende Systeme kann der
Glättungsgrad in der Wetterüberwachungsmeldung mitgeteilt werden. Sollten die angegegebenen
Maßnahmen keine Reduktion der Vektoren auf z. B. h 250 ergeben, so werden keine
Wetterdaten ausgegeben.
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Nach abgeschlossener Wetterauswertung werden die Vektoren zeilenweise
an weiterverarbeitende Systeme übertragen. Dabei wird nur beim ersten Vektor einer
Zeile der dazugehörige Y-Wert im X/Y-Roordinatenwandler bestimmt und an den AST
übertragen. Nachfolgend werden nur noch die X-Werte mit Hilfe der Sort-Box-Nummer
berechnet. Bei einer maximalen Reichweite
von 150 Ni und einer
Rasterung der Wctterlinien von 2,35 Nil werden für X und Y jeweils 7 Bit benötigt.
Der Koordinatenbezugspunkt entspricht dabei nicht dem Radaraufstellungsort, sondern
wird im linken unteren Eck des Rasters angenommen. Damit ergeben sich für X und
Y nur positive Werte von o bis 127.
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Für die online-Verarbeitung bei der Wettererkennung ist ein festes
Arbeitstaktraster vorgesehen. Dieerforderlichen Arbeitstakte werden von der Taktsteuereinheit
geliefert.
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Die prOgrammablaufsteuerung steuert die Verarbeitung bei der Wetterauswertung.
Das gesamte Verarbeitungsprogramm ist dabei in einem Mikroprogramspeicher (ROM)
abgelegt. Diese Technik bietet die Möglichkeit, Programmänderungen aufgrund von
Erprobungsergebnissen einfach auszuführen.
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Die Vorteile des Verfahrens nach der Erfindung sind: 1. Durch die
Digitalisierung der Wetterdaten ist es möglich, diese Daten in automatisierte Flugsicherungssysteme,
die bereits bestehen, miteinzuspeisen.
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2. Hohe Anpaßfähigkeit durch Digitalisierung.
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3. Verschiedene Abstände der Vektoren sind vorgesehen.
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4. Datenreduktion.
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5. Unterscheidungsmöglichkeiten zwischen Wettergebieten verschiedener
Intensität.